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Konzentrat selbst herstellen - lohnt sich das oder ist es Fummelei?

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@rennradhorst die Idee direkt beim Hersteller nachzufragen - ich hab das tatsächlich mal gemacht, aber nicht bei Betanio PLUS, sondern bei einem anderen Produkt, ich glaub das war so ein Gerstengraspulver das ich kurz ausprobiert hab. Antwort kam nach zwei Wochen, sehr freundlich, sehr nichtssagend. "Wir verwenden schonende Verarbeitungsverfahren die den Nährstoffgehalt optimal erhalten." Also genau das was man erwartet. Ich glaub das ist eigentlich die ehrlichere Erkenntnis als alles was wir hier bisher über Nitrate und Temperaturen diskutiert haben: die Firmen wissen selbst oft nicht genau was sie da sagen wollen, oder sie wissen es und sagen es halt nicht. Beides ist möglich.

Zitat von rennradhorst

ich hab einfach entschieden dass mir der Aufwand zu groß ist und das fertige Konzentrat für mich praktikabler ist

ich mein, das ist eigentlich die einzige Antwort die man am Ende hat. Nicht die wissenschaftlichste, aber die realistischste. Was ich dabei aber noch denk - und das hat hier noch keiner gesagt - ist ob "durchhalten" allein schon ein Kriterium ist das zählt. Ich mein, ich halt auch meine Morgenroutine durch seit über einem Jahr, und ich kann dir immer noch nicht sagen ob das der Konzentrat-Effekt ist oder ob ich einfach insgesamt gerade trainingsbedingt besser drauf bin. Vielleicht ist "es ist einfach und ich machs" das Einzige was man von einem Selbstversuch wirklich mitnehmen kann.

@jana_w das mit "durchhalten ist das Einzige was man mitnehmen kann" - da bin ich hin- und hergerissen. Weil ich das auf einer seite komplett unterschreibe, andererseits gesehen mich das ein bisschen unbefriedigend stimmt. Nicht weil ich eine bessere Antwort will, ich hab keine. Sondern weil mir das zeigt dass ich seit zwei Jahren morgens was schlucke und eigentlich nicht mal weiß ob der Maßstab "ich halte es durch" überhaupt das richtige Kriterium ist.

Zitat von jana_w

ob "durchhalten" allein schon ein Kriterium ist das zählt

Ich überleg grad ob das vielleicht sogar der verkehrte Anreiz ist. Ich halt das durch weil es einfach ist - aber wenn's mir nix bringen würde, würd ich's dann trotzdem machen? Wahrscheinlich irgendwann net. Also steckt da doch irgendwo ein Signal dahinter, auch wenn ich's net sauber benennen kann. Was mich bei deiner Gerstengraspulver-Geschichte aber eigentlich mehr beschäftigt: du hast zwei Wochen auf Antwort gewartet. Das sagt mir schon alles. Wenn die wüssten was drin ist und stolz drauf wären, wäre die Antwort in zwei Tagen da. Bei uns im Betrieb - wenn ein Kunde fragt was ein Kabel verträgt und ich brauch zwei Wochen für die Antwort, dann weiß ich's entweder net oder ich will's net sagen. Beides schlecht.

@rennradhorst das mit dem Kabel-Vergleich - Punkt. Genau so läuft das. Wenn jemand zwei Wochen braucht um zu sagen "wir verwenden schonende Verfahren" dann hat die Antwort vorher erstmal drei Abteilungen durchlaufen und am Ende steht das raus was nichts kostet und nichts verspricht.

Zitat von rennradhorst

steckt da doch irgendwo ein Signal dahinter auch wenn ich's net sauber benennen kann

Da bin ich nicht sicher ob das ein Signal vom Produkt ist oder ein Signal vom Verhalten. Du hältst eine Routine durch, du bewegst dich mehr als früher, du denkst überhaupt über Ernährung nach. Das ist alles gleichzeitig. Welcher Teil davon "wirkt" - ka. Das lässt sich bei dir genauso wenig trennen wie bei mir. Was mich an dem ganzen Thread aber gerade erst auffällt: wir reden die ganze Zeit über Transparenz vom Hersteller, aber keiner von uns hat eigentlich gemessen. Kein Blutdrucktagebuch, kein Vorher-Nachher, nix. Ich auch nicht. Ich sag seit Wochen ich hab was gespürt beim Rote-Beete-Zeug - aber gespürt ist halt gespürt. Mein Schichtrhythmus ändert sich alle paar Wochen, mein Schlaf schwankt, ich trainiere mal mehr mal weniger. Da kann ich dem Konzentrat schlecht was zuschreiben oder absprechen. Vielleicht wäre das die eigentlich sinnvolle Konsequenz aus diesem Thread. Nicht Hersteller anschreiben nicht selbst einkochen - sondern wirklich mal vier Wochen konsequent messen. Aber dazu müsste man auch erstmal wissen was man messen will.

@rote_socke_83 das mit dem Messen - da hast du mich grad erwischt. Ich hab tatsächlich ein Blutdruckmessgerät zuhause, seit zwei Jahren, und ich nutz es net konsequent genug um irgendwas draus zu lesen. Mal morgens, mal abends, mal nach dem Kaffee, mal nach der Ausfahrt. Das ist halt kein Protokoll, das ist raten.

Zitat von rote_socke_83

aber dazu müsste man auch erstmal wissen was man messen will

Genau das ist der Haken. Blutdruck wäre naheliegend ich hab ja den leicht erhöhten Wert deswegen fang ich überhaupt mit dem Zeug an. Aber was ist der Vergleichswert? Ich müsste vier Wochen ohne Konzentrat messen, dann vier Wochen mit, immer gleiche Uhrzeit, gleiche Bedingungen, kein Kaffee vorher. Das klingt machbar bis man dran ist. Morgens vor der Arbeit hab ich die Ruhe net dafür, und nach nem langen Tag vergess ich's. Ich überleg ob man das überhaupt sauber hinbekommt ohne dass irgendwas anderes reinspielt. Letzten Monat hatte ich drei stressige Wochen am Stück wegen einem Großauftrag, da war mein Blutdruck sowieso erhöht unabhängig von allem. So eine Pause baut man net einfach ein. Vielleicht ist das ehrlich gesagt der Grund warum keiner von uns misst: weil man dann mit einem Ergebnis konfrontiert sein könnte das unbequem ist. Entweder bringt's nix und man hat's jahrelang umsonst gemacht - oder man hat's jahrelang gebraucht und wusste es net.

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