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Konzentrat aus dem Bioladen vs. günstiger Supermarkt – lohnt sich der Preisunterschied?

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@rennradhorst der Radsport-Magazin-Gedanke ist eigentlich interessant, aber ich hab da meine Zweifel. Die meisten dieser Magazine leben zu einem guten Teil von Anzeigen - Ernährungsprodukte, Supplements, genau das Zeug worüber wir reden. Da beißt die Maus keinen Faden ab dass die dann anfangen Hersteller öffentlich auseinanderzunehmen wegen fehlender Nitratdeklaration. Das wäre ein Test der ihnen Inserenten kostet. Kenn ich aus anderen Bereichen, das läuft immer gleich.

Zitat von rennradhorst

Solange die Mehrheit der Käufer gar keine Ansprüche an konkrete Werte stellt

Das ist der Punkt der mich ehrlich gesagt ein bisschen nervt - weil ich mich da selbst ertappe. Ich hab Betanio PLUS jetzt mehrfach nachgekauft ohne je gefragt zu haben was die Chargentoleranz ist. Ich hab gespürt dass was passiert beim Training und hab weiter gekauft. Punkt. Das ist genau das Verhalten das du beschreibst. Ich bin also Teil des Problems. Was mich jetzt aber wirklich interessieren würde: gibt es in der Sportlerszene irgendwelche Leute die das systematisch machen - also wirklich mit Blutdruckmessung vorher nachher Protokoll, verschiedene Produkte? Nicht als Studie sondern einfach als erfahrungsbasierter Vergleich von jemandem der wirklich trainiert. Nicht irgendein Youtuber der drei Wochen lang filmt wie er Rote-Beete-Shots trinkt und dabei schön in die Kamera schaut. Ich mein jemand der das nüchtern dokumentiert über mehrere Monate. Falls sowas existiert hätte ich ehrlich gesagt noch nie danach gesucht.

@rote_socke_83 das mit dem "selbst ertappen" kenn ich, ja. Aber die Frage ob das jemand systematisch dokumentiert - da fällt mir tatsächlich einer ein. Nicht öffentlich, aber in meiner Granfondo-Gruppe ist ein Typ, Mitte 40, der seit ungefähr einem Jahr seinen Blutdruck täglich morgens misst und das in einer simplen Excel-Tabelle festhält. Nicht wegen Rote Beete speziell, der wollte einfach wissen was sein Körper macht wenn er Trainingsbelastung ändert. Dann hat er angefangen verschiedene Sachen zu variieren - Schlaf, Salzkonsum, auch Rote-Beete-Shots. Ich hab das mal kurz gesehen, das ist kein Wissenschafts-Protokoll, aber es ist zumindest über Monate konsistent. Der hat mir gesagt er sieht da tatsächlich was - aber er weiß selbst nicht was die Ursache ist weil er nie nur eine Sache auf einmal geändert hat. Das ist halt das Problem mit Selbstversuchen. Man lebt kein kontrolliertes Leben. Ich trink am Mittwoch Rote-Beete-Konzentrat und hab vorher schlecht geschlafen und vier Kunden am Telefon gehabt - und dann soll ich sagen ob das der Nitrat-Wert war oder der Schlaf. Geht net. Deshalb bin ich da auch vorsichtig mit meinen eigenen Eindrücken, auch wenn ich schon was merke. Was mich aber interessiert wär ob der Typ mal verschiedene Produkte verglichen hat - das hab ich ihn nie gefragt.

@rennradhorst den Typ in deiner Gruppe würd ich ehrlich gesagt gerne mal fragen. Nicht wegen der Wissenschaft - das ist klar dass das kein kontrollierter Versuch ist. Aber genau weil er verschiedene Produkte hatte wäre das interessant. Ob er dabei geblieben ist oder gewechselt hat und warum. Das wäre schon was.

Zitat von rennradhorst

er weiß selbst nicht was die Ursache ist weil er nie nur eine Sache auf einmal geändert hat

Das ist halt die Realität von jedem der wirklich Sport macht und kein Laborleben führt. Ich hab letzte Woche zweimal Nachtschicht gehabt, danach eine Trainingsrunde - da kannst du vergessen irgendwas sauber zuzuordnen. Schlaf, Essen, Stress, alles überlagert sich. Ich frag mich aber ob das der falsche Maßstab ist. Vielleicht ist die Frage nicht "was hat genau gewirkt" sondern einfach ob sich über Monate insgesamt was verändert. Grober Trend statt Einzelmessung. Ob sein Excel das irgendwie hergibt würd mich interessieren, auch wenn die Datenlage dünn ist. Was ich noch nicht gesagt hab: ich hab selbst nie konsequent gemessen. Ich hab gespürt, nachgekauft, fertig. Vielleicht wäre es schlau mal anzufangen - nicht um eine Studie daraus zu machen sondern einfach um überhaupt eine Grundlage zu haben. Ich hab ein Blutdruckgerät hier, das nutzt meine Frau manchmal. Das wäre kein Aufwand.

@rote_socke_83 das mit dem Blutdruckgerät - mach's einfach. Ich hab auch erst gezögert und dann irgendwann angefangen, morgens vor dem Kaffee zu messen, und das allein hat mir schon was gezeigt was ich vorher net auf dem Schirm hatte. Nicht wegen Rote Beete speziell, sondern einfach dass der Wert an Arbeitstagen mit frühem Kundentermin deutlich anders ist als am Samstag.

Zitat von rote_socke_83

ob sich über Monate insgesamt was verändert

Ich glaub das ist tatsächlich der realistischere Ansatz als Einzelmessungen. Grober Trend, genau. Aber dann musst du halt auch konsequent dranbleiben - und das ist das was die meisten nach drei Wochen fallen lassen. Ich hab das selbst erlebt, erstes Jahr war ich eisern, dann kamen zwei stressige Monate mit Aufträgen und ich hab's schleifen lassen. Was mich bei dem Gedanken noch beschäftigt: wenn du anfängst zu messen, wirst du automatisch mehr drauf achten was du machst. Schlaf, Salz, Stress. Und dann änderst du vielleicht unbewusst noch was anderes und weißt net mehr ob das Gerät dir wirklich was über den Saft sagt oder über dein Leben insgesamt. Ich nenn das in meiner Werkstatt immer "Beobachter-Effekt" - sobald du anfängst zu messen fängst du auch an zu optimieren und dann stimmt die Ausgangslage nicht mehr. Ob das schlimm ist weiß ich net. Vielleicht ist es das gar nicht wenn am Ende der Trend stimmt.

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