Wann merkt man denn wirklich, dass die Ernährung hilft?
Zitat von elvira_k am Juli 23, 2026, 06:49 UhrIch bin jetzt seit etwa drei Monaten dabei, bewusster mit meiner Rote Beete umzugehen. Nicht nur aus dem Garten essen, sondern auch regelmäßiger. Der Hausarzt hat mir ja geraten, mehr davon zu nehmen wegen des Blutdrucks. Ich koche mir jetzt öfter einen Saft daraus, frisch gepresst, oder esse sie gekocht mit Quark, wie ich das schon immer gemacht habe. Aber jetzt bin ich ehrlich verwirrt. Meine Messwerte sind in den letzten Wochen kaum gesunken, teilweise sogar etwas höher als vorher. Gestern habe ich wieder gemessen und gedacht, na ja, vielleicht war ich zu angespannt in dem Moment. Das passiert ja, oder? Ich weiß gar nicht, wie viel Zeit man eigentlich einplanen muss, bis man merkt, dass so etwas wirkt. Im Garten ist es ja einfach. Wenn ich etwas säe, sehe ich nach ein paar Wochen, ob es aufgeht. Aber bei Ernährung und Blutdruck ist das irgendwie diffus. Mein Nachbar meint, ich soll mir so ein Konzentrat kaufen, das angeblich schneller wirkt, aber das halte ich ehrlich gesagt für Unsinn. Echte Rote Beete aus dem Garten ist einfach besser, da weiß ich, was drin ist. Was ich aber wirklich gerne wissen würde: Gibt es da Regeln, wie lange man warten muss? Oder ist es einfach bei jedem Menschen anders? Und bin ich zu ungeduldig, wenn ich nach drei Monaten schon enttäuscht bin? Der Hausarzt hat nicht viel mehr gesagt als "essen Sie mehr davon", leider.
Ich bin jetzt seit etwa drei Monaten dabei, bewusster mit meiner Rote Beete umzugehen. Nicht nur aus dem Garten essen, sondern auch regelmäßiger. Der Hausarzt hat mir ja geraten, mehr davon zu nehmen wegen des Blutdrucks. Ich koche mir jetzt öfter einen Saft daraus, frisch gepresst, oder esse sie gekocht mit Quark, wie ich das schon immer gemacht habe. Aber jetzt bin ich ehrlich verwirrt. Meine Messwerte sind in den letzten Wochen kaum gesunken, teilweise sogar etwas höher als vorher. Gestern habe ich wieder gemessen und gedacht, na ja, vielleicht war ich zu angespannt in dem Moment. Das passiert ja, oder? Ich weiß gar nicht, wie viel Zeit man eigentlich einplanen muss, bis man merkt, dass so etwas wirkt. Im Garten ist es ja einfach. Wenn ich etwas säe, sehe ich nach ein paar Wochen, ob es aufgeht. Aber bei Ernährung und Blutdruck ist das irgendwie diffus. Mein Nachbar meint, ich soll mir so ein Konzentrat kaufen, das angeblich schneller wirkt, aber das halte ich ehrlich gesagt für Unsinn. Echte Rote Beete aus dem Garten ist einfach besser, da weiß ich, was drin ist. Was ich aber wirklich gerne wissen würde: Gibt es da Regeln, wie lange man warten muss? Oder ist es einfach bei jedem Menschen anders? Und bin ich zu ungeduldig, wenn ich nach drei Monaten schon enttäuscht bin? Der Hausarzt hat nicht viel mehr gesagt als "essen Sie mehr davon", leider.
Zitat von fk_1988 am Juli 23, 2026, 07:20 UhrDas Problem ist halt dass dein Hausarzt dir nicht gesagt hat, was du eigentlich messen solltest. Blutdruck ist super volatil - Tageszeit, wie du dich fühlst, ob du gerade Stress hattest, selbst wie fest du die Manschette anlegst macht Unterschied. Nach drei Monaten einzelne Messwerte zu vergleichen bringt dir nicht viel, ehrlich gesagt.
Zitat von elvira_kWenn ich etwas säe, sehe ich nach ein paar Wochen, ob es aufgeht
- ja aber bei Blutdruck ist es eben nicht so einfach. Du brauchst wahrscheinlich über mehrere Wochen hinweg immer zur gleichen Zeit messen, unter gleichen Bedingungen. Morgens nach dem Aufstehen zum Beispiel, bevor du Kaffee trinkst. Dann ein paar Werte mitteln und die mit vorher vergleichen. Sonst ist das Rauschen zu groß. Das Konzentrat von deinem Nachbar - ja, vergiss es. Wenn frische Rote Beete vom eigenen Garten nicht wirkt, wird ein teures Pulver auch nicht zaubern. War mir zu teuer für den Effekt damals, und das war's. Aber eine echte Frage: Misst du regelmäßig oder eher zufällig? Und hat dein Arzt dir überhaupt einen Zielwert genannt, oder war das nur so eine allgemeine "essen Sie mehr Gemüse" Empfehlung? Weil wenn es nur letzteres war - da würde ich nochmal nachfragen, was konkret erwartet wird.
Das Problem ist halt dass dein Hausarzt dir nicht gesagt hat, was du eigentlich messen solltest. Blutdruck ist super volatil - Tageszeit, wie du dich fühlst, ob du gerade Stress hattest, selbst wie fest du die Manschette anlegst macht Unterschied. Nach drei Monaten einzelne Messwerte zu vergleichen bringt dir nicht viel, ehrlich gesagt.
Zitat von elvira_kWenn ich etwas säe, sehe ich nach ein paar Wochen, ob es aufgeht
- ja aber bei Blutdruck ist es eben nicht so einfach. Du brauchst wahrscheinlich über mehrere Wochen hinweg immer zur gleichen Zeit messen, unter gleichen Bedingungen. Morgens nach dem Aufstehen zum Beispiel, bevor du Kaffee trinkst. Dann ein paar Werte mitteln und die mit vorher vergleichen. Sonst ist das Rauschen zu groß. Das Konzentrat von deinem Nachbar - ja, vergiss es. Wenn frische Rote Beete vom eigenen Garten nicht wirkt, wird ein teures Pulver auch nicht zaubern. War mir zu teuer für den Effekt damals, und das war's. Aber eine echte Frage: Misst du regelmäßig oder eher zufällig? Und hat dein Arzt dir überhaupt einen Zielwert genannt, oder war das nur so eine allgemeine "essen Sie mehr Gemüse" Empfehlung? Weil wenn es nur letzteres war - da würde ich nochmal nachfragen, was konkret erwartet wird.
Zitat von rainer_w64 am Juli 23, 2026, 17:34 Uhr@elvira_k das mit dem Garten-Vergleich fand ich gut, aber @fk_1988 hat schon recht - Blutdruck ist kein Salatbeet. Was mich bei dir aber wundert: dein Arzt hat dir aktiv geraten mehr Rote Beete zu essen und dann... sagt er nichts Genaues dazu? Kein Zielwert, keine Kontrolle nach drei Monaten? Echt jetzt. Das ist doch genau das Problem. Der schickt dich nach Hause mit "essen Sie mehr davon" und du machst dir drei Monate lang Gedanken und kochst Saft. Ich kenn das. Mein Arzt hat mir damals auch einfach gesagt ich soll auf Salz achten. Punkt. Auf meine Frage wieviel eigentlich zu viel ist kam so'n Schulterzucken. Da hab ich selbst nachschauen müssen.
Zitat von elvira_kteilweise sogar etwas höher als vorher
Das muss nix heißen aber ich würd mal schauen wann du genau misst. Ich hab festgestellt dass bei mir nachmittags nach der Arbeit die Werte manchmal komplett anders sind als morgens. Das hat mit der Roten Beete gar nix zu tun. Was ich mich frage - nicht nur bei dir, das ist mehr so ein allgemeiner Gedanke - wenn der Arzt Ernährung als Maßnahme empfiehlt, müsste er doch eigentlich auch sagen woran man erkennt ob's reicht oder nicht. Sonst dreht man sich drei Monate im Kreis und weiß am Ende genauso wenig wie vorher. Aber das ist wohl zu viel verlangt in einer 10-Minuten-Sprechstunde.
@elvira_k das mit dem Garten-Vergleich fand ich gut, aber @fk_1988 hat schon recht - Blutdruck ist kein Salatbeet. Was mich bei dir aber wundert: dein Arzt hat dir aktiv geraten mehr Rote Beete zu essen und dann... sagt er nichts Genaues dazu? Kein Zielwert, keine Kontrolle nach drei Monaten? Echt jetzt. Das ist doch genau das Problem. Der schickt dich nach Hause mit "essen Sie mehr davon" und du machst dir drei Monate lang Gedanken und kochst Saft. Ich kenn das. Mein Arzt hat mir damals auch einfach gesagt ich soll auf Salz achten. Punkt. Auf meine Frage wieviel eigentlich zu viel ist kam so'n Schulterzucken. Da hab ich selbst nachschauen müssen.
Zitat von elvira_kteilweise sogar etwas höher als vorher
Das muss nix heißen aber ich würd mal schauen wann du genau misst. Ich hab festgestellt dass bei mir nachmittags nach der Arbeit die Werte manchmal komplett anders sind als morgens. Das hat mit der Roten Beete gar nix zu tun. Was ich mich frage - nicht nur bei dir, das ist mehr so ein allgemeiner Gedanke - wenn der Arzt Ernährung als Maßnahme empfiehlt, müsste er doch eigentlich auch sagen woran man erkennt ob's reicht oder nicht. Sonst dreht man sich drei Monate im Kreis und weiß am Ende genauso wenig wie vorher. Aber das ist wohl zu viel verlangt in einer 10-Minuten-Sprechstunde.
Zitat von markus_hh88 am Juli 23, 2026, 17:39 Uhr@rainer_w64 der Punkt mit der 10-Minuten-Sprechstunde ist real, aber ich muss da ein bisschen widersprechen - nicht was die Kritik betrifft, sondern was die Erwartung angeht.
Zitat von rainer_w64wenn der Arzt Ernährung als Maßnahme empfiehlt, müsste er doch eigentlich auch sagen woran man erkennt ob's reicht
Ja, sollte er. Macht er aber oft nicht, weil das Gespräch über Messprotokoll und Zielwert-Definition ehrlich gesagt schon fast in Richtung einer kleinen Schulung geht, und dafür ist in der Praxis strukturell kein Platz. Das ist kein Arzt-Bashing, das ist ein Systemproblem. Was mich bei @elvira_k aber eher interessieren würde: Welches Gerät benutzt du eigentlich? Handgelenk oder Oberarm? Das ist nämlich ein Punkt der in diesem Thread noch gar nicht aufgetaucht ist. Handgelenksmessgeräte streuen erheblich mehr, vor allem wenn die Haltung nicht stimmt. Ich sehe das beruflich regelmäßig - Patienten kommen mit wochenlangen Werten von einem Handgelenkgerät, und wenn wir dann mal mit einem Oberarmgerät nachmessen, liegen die Werte teils 10-15 mmHg daneben. Das verfälscht natürlich jede Verlaufsbeobachtung. Realistisch betrachtet: Drei Monate konsequente Ernährungsumstellung ist kein kurzer Zeitraum, aber wenn das Messprotokoll wackelig ist, sieht man den Effekt gar nicht - selbst wenn er da wäre. Das frustriert dann unnötig.
@rainer_w64 der Punkt mit der 10-Minuten-Sprechstunde ist real, aber ich muss da ein bisschen widersprechen - nicht was die Kritik betrifft, sondern was die Erwartung angeht.
Zitat von rainer_w64wenn der Arzt Ernährung als Maßnahme empfiehlt, müsste er doch eigentlich auch sagen woran man erkennt ob's reicht
Ja, sollte er. Macht er aber oft nicht, weil das Gespräch über Messprotokoll und Zielwert-Definition ehrlich gesagt schon fast in Richtung einer kleinen Schulung geht, und dafür ist in der Praxis strukturell kein Platz. Das ist kein Arzt-Bashing, das ist ein Systemproblem. Was mich bei @elvira_k aber eher interessieren würde: Welches Gerät benutzt du eigentlich? Handgelenk oder Oberarm? Das ist nämlich ein Punkt der in diesem Thread noch gar nicht aufgetaucht ist. Handgelenksmessgeräte streuen erheblich mehr, vor allem wenn die Haltung nicht stimmt. Ich sehe das beruflich regelmäßig - Patienten kommen mit wochenlangen Werten von einem Handgelenkgerät, und wenn wir dann mal mit einem Oberarmgerät nachmessen, liegen die Werte teils 10-15 mmHg daneben. Das verfälscht natürlich jede Verlaufsbeobachtung. Realistisch betrachtet: Drei Monate konsequente Ernährungsumstellung ist kein kurzer Zeitraum, aber wenn das Messprotokoll wackelig ist, sieht man den Effekt gar nicht - selbst wenn er da wäre. Das frustriert dann unnötig.
Zitat von rote_socke_83 am Juli 23, 2026, 17:43 UhrZitat von elvira_kteilweise sogar etwas höher als vorher
Das ist eigentlich der interessanteste Punkt im ganzen Thread und keiner hat den wirklich auseinander genommen. Höhere Werte nach drei Monaten Rote Beete bedeuten ja nicht automatisch dass die Rote Beete nichts bringt - das könnte auch sein dass in dieser Zeit irgendwas anderes schlechter geworden ist. Stress, Schlaf, Jahreszeit. Ich kenn das von mir selbst: im Frühjahr hab ich Werte gehabt die ich so nicht kannte, und das hatte null mit Ernährung zu tun. @markus_hh88 der Geräte-Punkt ist gut aber ich würd noch was dranhängen. Selbst mit einem ordentlichen Oberarmgerät misst du falsch wenn du fünf Minuten vorher noch die Treppe hochgerannt bist. Das klingt banal ist aber genau der Fehler den ich am Anfang gemacht hab - Gerät raus, Manschette dran, Wert ablesen. Kein Warten, kein Stillsitzen. Meine Hausärztin hat mir das dann mal erklärt, fünf Minuten ruhig sitzen vorher, Arm auf Herzhöhe, kein Reden während der Messung. Klingt kleinlich aber macht einen Unterschied. Was mich bei @elvira_k aber ehrlich gesagt mehr beschäftigt: hat dein Arzt überhaupt gesagt ob er Rote Beete als Ersatz für was sieht oder als Ergänzung? Weil das ist ein ziemlich großer Unterschied und "essen Sie mehr davon" beantwortet das halt nicht.
Zitat von elvira_kteilweise sogar etwas höher als vorher
Das ist eigentlich der interessanteste Punkt im ganzen Thread und keiner hat den wirklich auseinander genommen. Höhere Werte nach drei Monaten Rote Beete bedeuten ja nicht automatisch dass die Rote Beete nichts bringt - das könnte auch sein dass in dieser Zeit irgendwas anderes schlechter geworden ist. Stress, Schlaf, Jahreszeit. Ich kenn das von mir selbst: im Frühjahr hab ich Werte gehabt die ich so nicht kannte, und das hatte null mit Ernährung zu tun. @markus_hh88 der Geräte-Punkt ist gut aber ich würd noch was dranhängen. Selbst mit einem ordentlichen Oberarmgerät misst du falsch wenn du fünf Minuten vorher noch die Treppe hochgerannt bist. Das klingt banal ist aber genau der Fehler den ich am Anfang gemacht hab - Gerät raus, Manschette dran, Wert ablesen. Kein Warten, kein Stillsitzen. Meine Hausärztin hat mir das dann mal erklärt, fünf Minuten ruhig sitzen vorher, Arm auf Herzhöhe, kein Reden während der Messung. Klingt kleinlich aber macht einen Unterschied. Was mich bei @elvira_k aber ehrlich gesagt mehr beschäftigt: hat dein Arzt überhaupt gesagt ob er Rote Beete als Ersatz für was sieht oder als Ergänzung? Weil das ist ein ziemlich großer Unterschied und "essen Sie mehr davon" beantwortet das halt nicht.
Zitat von rainer_w64 am Juli 23, 2026, 17:53 Uhr@rote_socke_83 der Punkt am Ende ist eigentlich der der mich am meisten beschäftigt. Ersatz oder Ergänzung - das ist ne echte Frage. Weil wenn der Arzt Rote Beete empfiehlt anstatt Tabletten dann ist das ne ganz andere Hausnummer als "essen Sie das zusätzlich, schadet ja nicht."
Zitat von rote_socke_83hat dein Arzt überhaupt gesagt ob er Rote Beete als Ersatz für was sieht oder als Ergänzung
Ich wüsste das gerne auch für meinen eigenen Fall mal schwarz auf weiß. Weil mir wurde damals gesagt ich soll erstmal versuchen das über Ernährung hinzukriegen bevor wir über Tabletten reden. Aber was das konkret bedeutet - welcher Wert gilt als Grenze, ab wann kommt dann doch ein Rezept - das hab ich nie gefragt und er hat's nicht gesagt. Das läuft dann einfach so weiter und man weiß nicht ob man eigentlich auf der richtigen Spur ist oder ob man seit Monaten Zeit verliert. @elvira_k ich glaub das wäre die eigentliche Frage für dein nächstes Gespräch. Nicht "wirkt das" sondern "was ist der Plan wenn es nicht reicht". Das beantwortet sich nämlich nicht von selbst.
@rote_socke_83 der Punkt am Ende ist eigentlich der der mich am meisten beschäftigt. Ersatz oder Ergänzung - das ist ne echte Frage. Weil wenn der Arzt Rote Beete empfiehlt anstatt Tabletten dann ist das ne ganz andere Hausnummer als "essen Sie das zusätzlich, schadet ja nicht."
Zitat von rote_socke_83hat dein Arzt überhaupt gesagt ob er Rote Beete als Ersatz für was sieht oder als Ergänzung
Ich wüsste das gerne auch für meinen eigenen Fall mal schwarz auf weiß. Weil mir wurde damals gesagt ich soll erstmal versuchen das über Ernährung hinzukriegen bevor wir über Tabletten reden. Aber was das konkret bedeutet - welcher Wert gilt als Grenze, ab wann kommt dann doch ein Rezept - das hab ich nie gefragt und er hat's nicht gesagt. Das läuft dann einfach so weiter und man weiß nicht ob man eigentlich auf der richtigen Spur ist oder ob man seit Monaten Zeit verliert. @elvira_k ich glaub das wäre die eigentliche Frage für dein nächstes Gespräch. Nicht "wirkt das" sondern "was ist der Plan wenn es nicht reicht". Das beantwortet sich nämlich nicht von selbst.
Zitat von rote_socke_83 am Juli 23, 2026, 18:44 UhrZitat von rainer_w64was ist der Plan wenn es nicht reicht
Genau das. Und ich würd noch ne Ebene tiefer gehen: wer definiert eigentlich "reicht"? Weil das ist nicht trivial. 135/85 morgens nüchtern ist für einen 40-Jährigen ohne andere Risikofaktoren was anderes als für jemanden der schon Medikamente nimmt. Die Ziellinie liegt nicht für alle gleich. @elvira_k ich kenn das Gefühl übrigens gut - du machst was, du merkst nix, du weißt nicht ob du auf dem richtigen Weg bist oder ob du dich drei Monate lang selbst beschäftigt hast. Das zieht an einem. Aber das eigentliche Problem ist nicht die Rote Beete, das ist das fehlende Feedback. Ohne Rückmeldung wann die Maßnahme als gescheitert gilt bist du in einer Endlosschleife. Was mich dabei wundert - @rainer_w64 hat das für sich selbst auch nie geklärt, ich hab das für mich tatsächlich mal direkt angesprochen bei meiner Hausärztin. Hab gesagt: ich will wissen ab welchem Wert wir über Tabletten reden, konkret, mit Zahl. Das war das erste mal dass die wirklich gestutzt hat, aber sie hat's mir dann gesagt. Ohne diese Zahl im Kopf dreht man sich sonst endlos. Ob Ernährung da wirklich den Ausschlag gibt oder nicht - Ich sag dir, das ist mir manchmal auch zu diffus. Aber ohne Plan drumherum nützt die beste Rote Beete nix.
Zitat von rainer_w64was ist der Plan wenn es nicht reicht
Genau das. Und ich würd noch ne Ebene tiefer gehen: wer definiert eigentlich "reicht"? Weil das ist nicht trivial. 135/85 morgens nüchtern ist für einen 40-Jährigen ohne andere Risikofaktoren was anderes als für jemanden der schon Medikamente nimmt. Die Ziellinie liegt nicht für alle gleich. @elvira_k ich kenn das Gefühl übrigens gut - du machst was, du merkst nix, du weißt nicht ob du auf dem richtigen Weg bist oder ob du dich drei Monate lang selbst beschäftigt hast. Das zieht an einem. Aber das eigentliche Problem ist nicht die Rote Beete, das ist das fehlende Feedback. Ohne Rückmeldung wann die Maßnahme als gescheitert gilt bist du in einer Endlosschleife. Was mich dabei wundert - @rainer_w64 hat das für sich selbst auch nie geklärt, ich hab das für mich tatsächlich mal direkt angesprochen bei meiner Hausärztin. Hab gesagt: ich will wissen ab welchem Wert wir über Tabletten reden, konkret, mit Zahl. Das war das erste mal dass die wirklich gestutzt hat, aber sie hat's mir dann gesagt. Ohne diese Zahl im Kopf dreht man sich sonst endlos. Ob Ernährung da wirklich den Ausschlag gibt oder nicht - Ich sag dir, das ist mir manchmal auch zu diffus. Aber ohne Plan drumherum nützt die beste Rote Beete nix.
Zitat von rainer_w64 am Juli 23, 2026, 18:58 Uhr@rote_socke_83 das mit der konkreten Zahl - das hab ich tatsächlich nie so gemacht. Direkt gefragt "ab wann kommt das Rezept". Ich glaub ich hab immer ein bisschen drumrum geredet weil ich die Antwort vielleicht nicht hören wollte, mal ehrlich.
Zitat von rote_socke_83Das war das erste mal dass die wirklich gestutzt hat
Das glaub ich dir sofort. Die sind das nicht gewöhnt dass man konkret nachbohrt. Die meisten schlucken das einfach und gehen wieder. Was mich gerade beschäftigt ist was passiert wenn man diese Zahl hat. Nehmen wir mal an mein Arzt sagt 145/90 dauerhaft, dann reden wir über Tabletten. Gut. Jetzt frag ich mich - zählen da alle Werte oder nur die Morgenmessung oder nimmt er den Durchschnitt aus vier Wochen. Weil das macht doch einen Unterschied. Wenn ich einen schlechten Tag hab und zweimal hintereinander messe und beide Male zu hoch - ist das dann schon der Trigger? Oder nicht? Das hat mir nie jemand erklärt und ich hab auch nie gefragt. Vielleicht ist das der nächste Schritt für mich, nicht nur die Grenze kennen sondern wissen wie die überhaupt gemessen wird. Die Rote Beete ist da fast schon Nebensache.
@rote_socke_83 das mit der konkreten Zahl - das hab ich tatsächlich nie so gemacht. Direkt gefragt "ab wann kommt das Rezept". Ich glaub ich hab immer ein bisschen drumrum geredet weil ich die Antwort vielleicht nicht hören wollte, mal ehrlich.
Zitat von rote_socke_83Das war das erste mal dass die wirklich gestutzt hat
Das glaub ich dir sofort. Die sind das nicht gewöhnt dass man konkret nachbohrt. Die meisten schlucken das einfach und gehen wieder. Was mich gerade beschäftigt ist was passiert wenn man diese Zahl hat. Nehmen wir mal an mein Arzt sagt 145/90 dauerhaft, dann reden wir über Tabletten. Gut. Jetzt frag ich mich - zählen da alle Werte oder nur die Morgenmessung oder nimmt er den Durchschnitt aus vier Wochen. Weil das macht doch einen Unterschied. Wenn ich einen schlechten Tag hab und zweimal hintereinander messe und beide Male zu hoch - ist das dann schon der Trigger? Oder nicht? Das hat mir nie jemand erklärt und ich hab auch nie gefragt. Vielleicht ist das der nächste Schritt für mich, nicht nur die Grenze kennen sondern wissen wie die überhaupt gemessen wird. Die Rote Beete ist da fast schon Nebensache.
Zitat von markus_hh88 am Juli 23, 2026, 19:02 Uhr@rainer_w64 das mit der Messmethode als Trigger-Kriterium ist tatsächlich ein Punkt, den ich beruflich interessant finde - weil da nämlich kein einheitlicher Standard existiert, auch in der Leitlinie nicht wirklich.
Zitat von rainer_w64zählen da alle Werte oder nur die Morgenmessung oder nimmt er den Durchschnitt
Die meisten Kardiologen und Hausärzte arbeiten mit dem Durchschnitt aus mehreren Messungen über mehrere Tage, morgens und abends, je zweimal hintereinander. Das nennt sich Heimblutdruckmessung nach HBPM-Protokoll, und der Grenzwert liegt da etwas niedriger als in der Praxis - 135/85 gilt bei Heimmessung schon als grenzwertig, während in der Praxis 140/90 als Schwelle gilt. Das klingt kleinlich, aber wenn dein Arzt dir eine Zahl nennt ohne zu sagen unter welchen Bedingungen, vergleicht ihr möglicherweise Äpfel mit Birnen. Was ich dabei eigentlich sagen will: Die Frage "ab wann kommt das Rezept" ist gut und richtig. Aber die Folgefrage wäre "nach welchem Messprotokoll". Sonst hängt die Entscheidung davon ab, ob du ausgerechnet an dem Tag gut geschlafen hast. Ich hab das heute Morgen noch mal kurz in einem alten Fachartikel überflogen, weil mich der Thread seit gestern beschäftigt - die ESH-Leitlinie von 2023 ist da relativ klar, aber die wenigsten Patienten kennen die natürlich.
@rainer_w64 das mit der Messmethode als Trigger-Kriterium ist tatsächlich ein Punkt, den ich beruflich interessant finde - weil da nämlich kein einheitlicher Standard existiert, auch in der Leitlinie nicht wirklich.
Zitat von rainer_w64zählen da alle Werte oder nur die Morgenmessung oder nimmt er den Durchschnitt
Die meisten Kardiologen und Hausärzte arbeiten mit dem Durchschnitt aus mehreren Messungen über mehrere Tage, morgens und abends, je zweimal hintereinander. Das nennt sich Heimblutdruckmessung nach HBPM-Protokoll, und der Grenzwert liegt da etwas niedriger als in der Praxis - 135/85 gilt bei Heimmessung schon als grenzwertig, während in der Praxis 140/90 als Schwelle gilt. Das klingt kleinlich, aber wenn dein Arzt dir eine Zahl nennt ohne zu sagen unter welchen Bedingungen, vergleicht ihr möglicherweise Äpfel mit Birnen. Was ich dabei eigentlich sagen will: Die Frage "ab wann kommt das Rezept" ist gut und richtig. Aber die Folgefrage wäre "nach welchem Messprotokoll". Sonst hängt die Entscheidung davon ab, ob du ausgerechnet an dem Tag gut geschlafen hast. Ich hab das heute Morgen noch mal kurz in einem alten Fachartikel überflogen, weil mich der Thread seit gestern beschäftigt - die ESH-Leitlinie von 2023 ist da relativ klar, aber die wenigsten Patienten kennen die natürlich.
Zitat von rainer_w64 am Juli 23, 2026, 19:14 Uhr@markus_hh88 okay das mit dem HBPM-Protokoll hab ich so noch nicht gehört. Morgens und abends zweimal hintereinander - das klingt aufwändiger als was ich mache. Ich mess eigentlich einfach wenn ich dran denke, und das ist meistens abends nach dem Essen. Dass der Grenzwert zuhause niedriger angesetzt wird als in der Praxis - das hab ich echt nicht gewusst. Also könnte ich theoretisch einen Wert haben der beim Arzt noch okay wäre aber zuhause schon als grenzwertig gilt, und ich merk das gar nicht weil ich nicht weiß welchen Maßstab ich anlegen soll. Das ist irgendwie absurd wenn man drüber nachdenkt. Man kauft sich ein Gerät damit man selbst den Überblick behält und merkt dann dass man nicht mal weiß ob man die eigenen Zahlen richtig liest.
Zitat von markus_hh88die wenigsten Patienten kennen die natürlich
Ja klar kennen die die nicht. Woher auch. Die ESH-Leitlinie - das steht ja nicht auf dem Beipackzettel vom Blutdruckmessgerät. Da steht irgendwas mit "normale Werte unter 120/80" und dann ist Schluss. Mein Gerät ist übrigens Oberarm, das hatte @markus_hh88 ja angesprochen - also da bin ich wenigstens auf der richtigen Seite. Aber das Protokoll stimmt hinten und vorne nicht. Ich glaub ich muss beim nächsten Termin einfach mit einem Zettel reingehen. Nicht weil ich pingelig bin sondern weil ich sonst wieder mit nem Schulterzucken rauskomme und drei Monate weitermache wie bisher.
@markus_hh88 okay das mit dem HBPM-Protokoll hab ich so noch nicht gehört. Morgens und abends zweimal hintereinander - das klingt aufwändiger als was ich mache. Ich mess eigentlich einfach wenn ich dran denke, und das ist meistens abends nach dem Essen. Dass der Grenzwert zuhause niedriger angesetzt wird als in der Praxis - das hab ich echt nicht gewusst. Also könnte ich theoretisch einen Wert haben der beim Arzt noch okay wäre aber zuhause schon als grenzwertig gilt, und ich merk das gar nicht weil ich nicht weiß welchen Maßstab ich anlegen soll. Das ist irgendwie absurd wenn man drüber nachdenkt. Man kauft sich ein Gerät damit man selbst den Überblick behält und merkt dann dass man nicht mal weiß ob man die eigenen Zahlen richtig liest.
Zitat von markus_hh88die wenigsten Patienten kennen die natürlich
Ja klar kennen die die nicht. Woher auch. Die ESH-Leitlinie - das steht ja nicht auf dem Beipackzettel vom Blutdruckmessgerät. Da steht irgendwas mit "normale Werte unter 120/80" und dann ist Schluss. Mein Gerät ist übrigens Oberarm, das hatte @markus_hh88 ja angesprochen - also da bin ich wenigstens auf der richtigen Seite. Aber das Protokoll stimmt hinten und vorne nicht. Ich glaub ich muss beim nächsten Termin einfach mit einem Zettel reingehen. Nicht weil ich pingelig bin sondern weil ich sonst wieder mit nem Schulterzucken rauskomme und drei Monate weitermache wie bisher.