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Wann merkt man denn wirklich, dass die Ernährung hilft?

Ich bin jetzt seit etwa drei Monaten dabei, bewusster mit meiner Rote Beete umzugehen. Nicht nur aus dem Garten essen, sondern auch regelmäßiger. Der Hausarzt hat mir ja geraten, mehr davon zu nehmen wegen des Blutdrucks. Ich koche mir jetzt öfter einen Saft daraus, frisch gepresst, oder esse sie gekocht mit Quark, wie ich das schon immer gemacht habe. Aber jetzt bin ich ehrlich verwirrt. Meine Messwerte sind in den letzten Wochen kaum gesunken, teilweise sogar etwas höher als vorher. Gestern habe ich wieder gemessen und gedacht, na ja, vielleicht war ich zu angespannt in dem Moment. Das passiert ja, oder? Ich weiß gar nicht, wie viel Zeit man eigentlich einplanen muss, bis man merkt, dass so etwas wirkt. Im Garten ist es ja einfach. Wenn ich etwas säe, sehe ich nach ein paar Wochen, ob es aufgeht. Aber bei Ernährung und Blutdruck ist das irgendwie diffus. Mein Nachbar meint, ich soll mir so ein Konzentrat kaufen, das angeblich schneller wirkt, aber das halte ich ehrlich gesagt für Unsinn. Echte Rote Beete aus dem Garten ist einfach besser, da weiß ich, was drin ist. Was ich aber wirklich gerne wissen würde: Gibt es da Regeln, wie lange man warten muss? Oder ist es einfach bei jedem Menschen anders? Und bin ich zu ungeduldig, wenn ich nach drei Monaten schon enttäuscht bin? Der Hausarzt hat nicht viel mehr gesagt als "essen Sie mehr davon", leider.

Das Problem ist halt dass dein Hausarzt dir nicht gesagt hat, was du eigentlich messen solltest. Blutdruck ist super volatil - Tageszeit, wie du dich fühlst, ob du gerade Stress hattest, selbst wie fest du die Manschette anlegst macht Unterschied. Nach drei Monaten einzelne Messwerte zu vergleichen bringt dir nicht viel, ehrlich gesagt.

Zitat von elvira_k

Wenn ich etwas säe, sehe ich nach ein paar Wochen, ob es aufgeht

- ja aber bei Blutdruck ist es eben nicht so einfach. Du brauchst wahrscheinlich über mehrere Wochen hinweg immer zur gleichen Zeit messen, unter gleichen Bedingungen. Morgens nach dem Aufstehen zum Beispiel, bevor du Kaffee trinkst. Dann ein paar Werte mitteln und die mit vorher vergleichen. Sonst ist das Rauschen zu groß. Das Konzentrat von deinem Nachbar - ja, vergiss es. Wenn frische Rote Beete vom eigenen Garten nicht wirkt, wird ein teures Pulver auch nicht zaubern. War mir zu teuer für den Effekt damals, und das war's. Aber eine echte Frage: Misst du regelmäßig oder eher zufällig? Und hat dein Arzt dir überhaupt einen Zielwert genannt, oder war das nur so eine allgemeine "essen Sie mehr Gemüse" Empfehlung? Weil wenn es nur letzteres war - da würde ich nochmal nachfragen, was konkret erwartet wird.