Rote Bete vor langer Tour – wann essen, wieviel, macht das überhaupt Sinn?
Zitat von derbär am Juli 15, 2026, 00:13 Uhrmoin - ich frag mich das schon ne Weile und trau mich jetzt mal den Thread aufzumachen. Geht konkret um Timing. Ich fahr samstags meistens so 80-120km und hab die letzten Wochen immer irgendwas mit Roter Bete vorher gegessen oder getrunken. Aber wann genau? Das ist bei mir total chaotisch. Mal ne Stunde vorher ein Konzentrat, mal abends davor nen Salat mit roher Knolle, mal beides durcheinander. Und ich kann ehrlich gesagt nicht sagen ob das eine besser wirkt als das andere - weil ich nie sauber drauf geachtet hab wann ich was genau gemacht hab. Der Unterschied zwischen "gestern abend was gegessen" und "ne Stunde vor der Tour" ist ja wahrscheinlich nicht egal. Oder doch? Ich hab dazu mal was gelesen wo stand dass der Nitrat-Peak so 2-3 Stunden nach dem Konsum kommt, aber das war irgendein Blog-Artikel den ich nicht mehr finde. Was mich auch beschäftigt: Menge. Ich mach manchmal echt viel - halbe Knolle geraspelt plus Konzentrat drauf. Ob da irgendwann "zu viel hilft nicht mehr" gilt weiß ich nicht. Beim Kohlenhydrat-Loading kennt man das ja - mehr ist ab nem Punkt auch nicht mehr mehr. Ich bin kein Leistungssportler, keine Wettkämpfe, ich will halt einfach die langen Touren besser wegstecken. Und ich glaub schon dass da was geht - das ist nicht nur Einbildung bei mir. Aber ich frag mich ob ich das Timing komplett verschlafe und mir damit selbst was kaputt mache. Hat hier jemand sowas schon systematischer angegangen? Oder macht ihr das auch eher nach Gefühl?
--
Schaltwerk ölen ist auch Ernährung.
moin - ich frag mich das schon ne Weile und trau mich jetzt mal den Thread aufzumachen. Geht konkret um Timing. Ich fahr samstags meistens so 80-120km und hab die letzten Wochen immer irgendwas mit Roter Bete vorher gegessen oder getrunken. Aber wann genau? Das ist bei mir total chaotisch. Mal ne Stunde vorher ein Konzentrat, mal abends davor nen Salat mit roher Knolle, mal beides durcheinander. Und ich kann ehrlich gesagt nicht sagen ob das eine besser wirkt als das andere - weil ich nie sauber drauf geachtet hab wann ich was genau gemacht hab. Der Unterschied zwischen "gestern abend was gegessen" und "ne Stunde vor der Tour" ist ja wahrscheinlich nicht egal. Oder doch? Ich hab dazu mal was gelesen wo stand dass der Nitrat-Peak so 2-3 Stunden nach dem Konsum kommt, aber das war irgendein Blog-Artikel den ich nicht mehr finde. Was mich auch beschäftigt: Menge. Ich mach manchmal echt viel - halbe Knolle geraspelt plus Konzentrat drauf. Ob da irgendwann "zu viel hilft nicht mehr" gilt weiß ich nicht. Beim Kohlenhydrat-Loading kennt man das ja - mehr ist ab nem Punkt auch nicht mehr mehr. Ich bin kein Leistungssportler, keine Wettkämpfe, ich will halt einfach die langen Touren besser wegstecken. Und ich glaub schon dass da was geht - das ist nicht nur Einbildung bei mir. Aber ich frag mich ob ich das Timing komplett verschlafe und mir damit selbst was kaputt mache. Hat hier jemand sowas schon systematischer angegangen? Oder macht ihr das auch eher nach Gefühl?
--
Schaltwerk ölen ist auch Ernährung.
Zitat von jana_w am Juli 15, 2026, 02:05 UhrZitat von derbärder Nitrat-Peak so 2-3 Stunden nach dem Konsum kommt
das deckt sich mit dem was ich mal in einem Podcast gehört hab - ich glaub es war der Holley Science Podcast oder sowas ähnliches, ich find das grad auch nicht mehr. Aber die 2-3 Stunden klingen plausibel, und wenn das stimmt dann ist "ne Stunde vorher Konzentrat" halt schon fast zu spät für nen wirklichen Peak während der Tour. Was mich bei dir noch interessiert, @derbär: du sagst mal abends davor Salat, mal Konzentrat kurz vorher. Das sind ja eigentlich zwei verschiedene Strategien - einmal eher Depot aufbauen, einmal kurz vor der Belastung pushen. Ich hab das nie so gedacht aber vielleicht macht genau diese Kombination sogar Sinn? Morgens früh noch mal Konzentrat, wenn man abends vorher schon was hatte? Ich trink mein Betanio PLUS immer so 2,5 Stunden vor nem Lauf, das ist bei mir irgendwie zur Routine geworden, ob das optimal ist weiß ich ehrlich gesagt nicht. Aber das Bauchgefühl sagt mir dass es besser ist als direkt vorher. Und zur Menge - ich würde aufpassen mit dem "viel hilft viel" Ansatz nicht wegen Wirkung sondern wegen Magen. Ich hab das einmal übertrieben vor nem Halbmarathon und war froh dass Dixie-Klos auf der Strecke waren
Zitat von derbärder Nitrat-Peak so 2-3 Stunden nach dem Konsum kommt
das deckt sich mit dem was ich mal in einem Podcast gehört hab - ich glaub es war der Holley Science Podcast oder sowas ähnliches, ich find das grad auch nicht mehr. Aber die 2-3 Stunden klingen plausibel, und wenn das stimmt dann ist "ne Stunde vorher Konzentrat" halt schon fast zu spät für nen wirklichen Peak während der Tour. Was mich bei dir noch interessiert, @derbär: du sagst mal abends davor Salat, mal Konzentrat kurz vorher. Das sind ja eigentlich zwei verschiedene Strategien - einmal eher Depot aufbauen, einmal kurz vor der Belastung pushen. Ich hab das nie so gedacht aber vielleicht macht genau diese Kombination sogar Sinn? Morgens früh noch mal Konzentrat, wenn man abends vorher schon was hatte? Ich trink mein Betanio PLUS immer so 2,5 Stunden vor nem Lauf, das ist bei mir irgendwie zur Routine geworden, ob das optimal ist weiß ich ehrlich gesagt nicht. Aber das Bauchgefühl sagt mir dass es besser ist als direkt vorher. Und zur Menge - ich würde aufpassen mit dem "viel hilft viel" Ansatz nicht wegen Wirkung sondern wegen Magen. Ich hab das einmal übertrieben vor nem Halbmarathon und war froh dass Dixie-Klos auf der Strecke waren
Zitat von derbär am Juli 15, 2026, 02:54 UhrZitat von jana_wwar froh dass Dixie-Klos auf der Strecke waren
okay das ist jetzt der Hinweis den ich gebraucht hätte BEVOR ich mal eine halbe Knolle plus zwei Schuss Konzentrat in mich reingehauen hab. Ich sag nur: Feldweg. Keine Klos. Niemandem passiert sowas natürlich je. 😅
@jana_w aber dein Punkt mit den zwei Strategien - Depot vs. kurzfristig pushen - das hat mich grad echt erwischt weil ich das nie so explizit gedacht hab. Ich hab das immer einfach gemacht wie's sich ergeben hat. Aber wenn ich ehrlich bin: die Touren wo ich am Vorabend schon was hatte UND morgens noch mal Konzentrat - die fühlen sich tatsächlich anders an als wenn ich nur einmal kurz vorher was genommen hab. Könnte natürlich auch daran liegen dass ich beim zweiten Szenario eh ausgeschlafener bin oder besser gegessen hab insgesamt. Was mich jetzt beschäftigt ist eigentlich was dazwischen passiert. Also zwischen Vorabend-Knolle und Morgen-Konzentrat - schläft der Nitrat-Spiegel da komplett ein oder bleibt da irgendwas im Blut? Ich hab keine Ahnung und ich find dazu auch nix Verlässliches. Das wäre für mich der eigentliche Unterschied ob die Kombi-Strategie Sinn macht oder ob man sich das abends einfach schenken kann.
--
Schaltwerk ölen ist auch Ernährung.
Zitat von jana_wwar froh dass Dixie-Klos auf der Strecke waren
okay das ist jetzt der Hinweis den ich gebraucht hätte BEVOR ich mal eine halbe Knolle plus zwei Schuss Konzentrat in mich reingehauen hab. Ich sag nur: Feldweg. Keine Klos. Niemandem passiert sowas natürlich je. 😅
@jana_w aber dein Punkt mit den zwei Strategien - Depot vs. kurzfristig pushen - das hat mich grad echt erwischt weil ich das nie so explizit gedacht hab. Ich hab das immer einfach gemacht wie's sich ergeben hat. Aber wenn ich ehrlich bin: die Touren wo ich am Vorabend schon was hatte UND morgens noch mal Konzentrat - die fühlen sich tatsächlich anders an als wenn ich nur einmal kurz vorher was genommen hab. Könnte natürlich auch daran liegen dass ich beim zweiten Szenario eh ausgeschlafener bin oder besser gegessen hab insgesamt. Was mich jetzt beschäftigt ist eigentlich was dazwischen passiert. Also zwischen Vorabend-Knolle und Morgen-Konzentrat - schläft der Nitrat-Spiegel da komplett ein oder bleibt da irgendwas im Blut? Ich hab keine Ahnung und ich find dazu auch nix Verlässliches. Das wäre für mich der eigentliche Unterschied ob die Kombi-Strategie Sinn macht oder ob man sich das abends einfach schenken kann.
--
Schaltwerk ölen ist auch Ernährung.
Zitat von jana_w am Juli 15, 2026, 07:21 UhrZitat von derbärschläft der Nitrat-Spiegel da komplett ein oder bleibt da irgendwas im Blut
das ist eigentlich die Frage die mich jetzt auch beschäftigt, weil ich hab dazu wirklich keine saubere Antwort. Ich mein, Nitrat wird ja zu Nitrit umgewandelt und das dann weiter - aber wie lange das im System bleibt, das ist was anderes als der Peak. Ich hab mal irgendwo aufgeschnappt dass die Halbwertszeit von Nitrit im Blut so bei 1-2 Stunden liegt, aber ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr wo das herkam und ob das auf den Nitrat-Spiegel davor überhaupt übertragbar ist. Das wäre also nicht von mir als verlässliche Info zu nehmen. Was mich bei dir interessiert @derbär: du hast 80-120km vor dir, das sind je nach Tempo ja 3-5 Stunden. Da ist der Zeitraum wo so ein Nitrat-Effekt überhaupt realistisch greift vielleicht sowieso nur ein Bruchteil der Tour. Ich frag mich ob das bei so langen Einheiten überhaupt die gleiche Logik ist wie bei mir mit nem Halbmarathon der nach 2h vorbei ist. Ich hab das nie aus diesem Winkel gedacht. Ich weiß grad nicht ob die Kombi-Strategie für dich Sinn macht oder ob das einfach zu viele Variablen auf einmal sind. Dein Körper, deine Schlafqualität, was du gegessen hast - das überlagert ja alles.
Zitat von derbärschläft der Nitrat-Spiegel da komplett ein oder bleibt da irgendwas im Blut
das ist eigentlich die Frage die mich jetzt auch beschäftigt, weil ich hab dazu wirklich keine saubere Antwort. Ich mein, Nitrat wird ja zu Nitrit umgewandelt und das dann weiter - aber wie lange das im System bleibt, das ist was anderes als der Peak. Ich hab mal irgendwo aufgeschnappt dass die Halbwertszeit von Nitrit im Blut so bei 1-2 Stunden liegt, aber ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr wo das herkam und ob das auf den Nitrat-Spiegel davor überhaupt übertragbar ist. Das wäre also nicht von mir als verlässliche Info zu nehmen. Was mich bei dir interessiert @derbär: du hast 80-120km vor dir, das sind je nach Tempo ja 3-5 Stunden. Da ist der Zeitraum wo so ein Nitrat-Effekt überhaupt realistisch greift vielleicht sowieso nur ein Bruchteil der Tour. Ich frag mich ob das bei so langen Einheiten überhaupt die gleiche Logik ist wie bei mir mit nem Halbmarathon der nach 2h vorbei ist. Ich hab das nie aus diesem Winkel gedacht. Ich weiß grad nicht ob die Kombi-Strategie für dich Sinn macht oder ob das einfach zu viele Variablen auf einmal sind. Dein Körper, deine Schlafqualität, was du gegessen hast - das überlagert ja alles.
Zitat von derbär am Juli 15, 2026, 07:24 UhrZitat von jana_wbei so langen Einheiten überhaupt die gleiche Logik
das ist eigentlich der Punkt der mich grad echt beschäftigt. weil du hast recht - 3-5 Stunden auf dem Rad ist halt kein Halbmarathon. wenn der Nitrat-Peak nach 2-3 Stunden kommt und dann wieder fällt, bin ich bei ner 5-Stunden-Tour die zweite Hälfte quasi ohne. das hab ich so noch nie durchgedacht echt jetzt. @jana_w ich frag mich ob das dann bedeutet dass man bei wirklich langen Touren vielleicht sogar unterwegs nochmal nachlegen müsste. also nicht nur vorher. ich hab manchmal ein kleines Konzentrat-Fläschchen dabei aber das nehm ich eher spontan wenn ich dran denk - nicht wirklich strategisch. ob das überhaupt was bringt wenn man es irgendwo bei km 50 trinkt weiß ich nicht. und dann kommt noch dazu was du sagst mit den Variablen. Schlaf Essen Gesamtstress vom Tag. ich hab letzte Woche Dienstag noch bis 19 Uhr auf ner Baustelle gestanden und mittwochs früh kurze Runde gemacht - da hat GAR NICHTS funktioniert, egal was ich vorher gegessen hab. da hätte mir kein Nitrat der Welt geholfen. vielleicht ist die ehrliche Antwort dass das Timing bei mir einfach weniger Rolle spielt als ich dachte - weil die anderen Faktoren größer sind
--
Schaltwerk ölen ist auch Ernährung.
Zitat von jana_wbei so langen Einheiten überhaupt die gleiche Logik
das ist eigentlich der Punkt der mich grad echt beschäftigt. weil du hast recht - 3-5 Stunden auf dem Rad ist halt kein Halbmarathon. wenn der Nitrat-Peak nach 2-3 Stunden kommt und dann wieder fällt, bin ich bei ner 5-Stunden-Tour die zweite Hälfte quasi ohne. das hab ich so noch nie durchgedacht echt jetzt. @jana_w ich frag mich ob das dann bedeutet dass man bei wirklich langen Touren vielleicht sogar unterwegs nochmal nachlegen müsste. also nicht nur vorher. ich hab manchmal ein kleines Konzentrat-Fläschchen dabei aber das nehm ich eher spontan wenn ich dran denk - nicht wirklich strategisch. ob das überhaupt was bringt wenn man es irgendwo bei km 50 trinkt weiß ich nicht. und dann kommt noch dazu was du sagst mit den Variablen. Schlaf Essen Gesamtstress vom Tag. ich hab letzte Woche Dienstag noch bis 19 Uhr auf ner Baustelle gestanden und mittwochs früh kurze Runde gemacht - da hat GAR NICHTS funktioniert, egal was ich vorher gegessen hab. da hätte mir kein Nitrat der Welt geholfen. vielleicht ist die ehrliche Antwort dass das Timing bei mir einfach weniger Rolle spielt als ich dachte - weil die anderen Faktoren größer sind
--
Schaltwerk ölen ist auch Ernährung.
Zitat von jana_w am Juli 15, 2026, 07:27 UhrZitat von derbärda hätte mir kein Nitrat der Welt geholfen
ja genau das - und ich glaub das ist eigentlich die ehrlichste Aussage die in diesem Thread bisher kam. Ich mein, ich optimier ja auch rum und trink mein Zeug und hab meine Routine, aber wenn ich nach einem harten Arbeitstag losgehe spür ich das sofort. Da ist kein Supplement das das kompensiert. Was mich bei deinem Dienstag-Baustellen-Beispiel noch interessiert @derbär: weißt du ob du da überhaupt genug gegessen hattest? Ich frag weil ich gemerkt hab dass ich an stressigen Tagen oft vergess vernünftig zu essen - und dann bild ich mir ein das liegt am Nitrat oder am Timing, dabei hab ich einfach 600kcal zu wenig gehabt. Das mit dem Nachlegen unterwegs bei km 50 - ich hab das noch nie bewusst gemacht aber ich finde den Gedanken eigentlich nicht abwegig. Bei 5 Stunden Belastung hat das ja eine andere Logik als bei mir. Ich nehm beim Laufen nix mit weil das zu kurz ist, aber beim Radfahren hast du ja Trikottaschen. Ob ein Konzentrat-Fläschchen auf halbem Weg irgendwas bringt weiß ich nicht - könnte ja auch sein dass der Magen dann protestiert weil man schon 2,5h in Belastung ist. Das würde mich interessieren ob du das mal ausprobierst, also wirklich bewusst bei km 50-60 und nicht nur wenn du zufällig dran denkst.
Zitat von derbärda hätte mir kein Nitrat der Welt geholfen
ja genau das - und ich glaub das ist eigentlich die ehrlichste Aussage die in diesem Thread bisher kam. Ich mein, ich optimier ja auch rum und trink mein Zeug und hab meine Routine, aber wenn ich nach einem harten Arbeitstag losgehe spür ich das sofort. Da ist kein Supplement das das kompensiert. Was mich bei deinem Dienstag-Baustellen-Beispiel noch interessiert @derbär: weißt du ob du da überhaupt genug gegessen hattest? Ich frag weil ich gemerkt hab dass ich an stressigen Tagen oft vergess vernünftig zu essen - und dann bild ich mir ein das liegt am Nitrat oder am Timing, dabei hab ich einfach 600kcal zu wenig gehabt. Das mit dem Nachlegen unterwegs bei km 50 - ich hab das noch nie bewusst gemacht aber ich finde den Gedanken eigentlich nicht abwegig. Bei 5 Stunden Belastung hat das ja eine andere Logik als bei mir. Ich nehm beim Laufen nix mit weil das zu kurz ist, aber beim Radfahren hast du ja Trikottaschen. Ob ein Konzentrat-Fläschchen auf halbem Weg irgendwas bringt weiß ich nicht - könnte ja auch sein dass der Magen dann protestiert weil man schon 2,5h in Belastung ist. Das würde mich interessieren ob du das mal ausprobierst, also wirklich bewusst bei km 50-60 und nicht nur wenn du zufällig dran denkst.
Zitat von derbär am Juli 15, 2026, 08:27 UhrZitat von jana_wob du das mal ausprobierst, also wirklich bewusst bei km 50-60
ja okay das nehm ich mir ehrlich gesagt vor für samstag. also wirklich - Fläschchen in die Trikottasche und dann bei km 55 oder so trinken, nicht wenn ich zufällig dran denk sondern mit Blick auf den Tacho. ich machs mal absichtlich. was mich bei deiner Magen-Frage interessiert: ich hab nach 2,5h Belastung bisher noch nie Probleme gehabt mit irgendwas zu trinken - Gel, Riegel, Iso, das geht alles. aber das sind halt keine 60ml Konzentrat. das ist schon nochmal was anderes vom Magen her. kann gut sein dass der Körper da anders reagiert als beim Gel. @jana_w die Kcal-Frage - ich glaub schon dass ich an dem Dienstag okay gegessen hatte, das Problem war eher dass ich körperlich auf der Baustelle schon alles rausgegeben hatte. acht Stunden Kabel ziehen unter Putz ist halt kein Bürotag ne. da bist du einfach leer egal was du isst. was mich jetzt grad beschäftigt ist eigentlich wie ich das überhaupt messen soll. ich hab kein Powermeter, kein HRV-Ding, nix. ich fahr nach Gefühl. das heißt ich kann samstag nicht wirklich sagen ob das Konzentrat bei km 55 irgendwas gemacht hat - oder ob ich an dem Tag einfach gut drauf war. das ist das blöde an dem ganzen Ansatz
--
Schaltwerk ölen ist auch Ernährung.
Zitat von jana_wob du das mal ausprobierst, also wirklich bewusst bei km 50-60
ja okay das nehm ich mir ehrlich gesagt vor für samstag. also wirklich - Fläschchen in die Trikottasche und dann bei km 55 oder so trinken, nicht wenn ich zufällig dran denk sondern mit Blick auf den Tacho. ich machs mal absichtlich. was mich bei deiner Magen-Frage interessiert: ich hab nach 2,5h Belastung bisher noch nie Probleme gehabt mit irgendwas zu trinken - Gel, Riegel, Iso, das geht alles. aber das sind halt keine 60ml Konzentrat. das ist schon nochmal was anderes vom Magen her. kann gut sein dass der Körper da anders reagiert als beim Gel. @jana_w die Kcal-Frage - ich glaub schon dass ich an dem Dienstag okay gegessen hatte, das Problem war eher dass ich körperlich auf der Baustelle schon alles rausgegeben hatte. acht Stunden Kabel ziehen unter Putz ist halt kein Bürotag ne. da bist du einfach leer egal was du isst. was mich jetzt grad beschäftigt ist eigentlich wie ich das überhaupt messen soll. ich hab kein Powermeter, kein HRV-Ding, nix. ich fahr nach Gefühl. das heißt ich kann samstag nicht wirklich sagen ob das Konzentrat bei km 55 irgendwas gemacht hat - oder ob ich an dem Tag einfach gut drauf war. das ist das blöde an dem ganzen Ansatz
--
Schaltwerk ölen ist auch Ernährung.
Zitat von markus_b82 am Juli 15, 2026, 08:47 Uhr@derbär
Zitat von derbärich hab kein Powermeter, kein HRV-Ding, nix
Das ist eigentlich der Knackpunkt, und ich sag dir warum. Ich hab das Problem auch eine Weile mit mir rumgetragen - und bin dann auf einen relativ simplen Workaround gestoßen, den ich hier noch nicht erwähnt hab: Puls-Deckelung nach Gefühl, kombiniert mit einem festen Referenzpunkt. Also nicht messen im technischen Sinn, sondern immer denselben Anstieg nehmen (du hast sicher irgendwo auf deiner Stammstrecke einen) und schauen ob sich gleicher Puls nach Gefühl anders anfühlt. Keine Wissenschaft, aber zumindest ein halbwegs stabiler Anker. Was mich bei deinem Ansatz für Samstag trotzdem beschäftigt: Du willst bei km 55 das Konzentrat nehmen - aber du weißt ja selbst nicht in welchem Zustand du dann gerade bist. Wenn du da schon schlapp bist hilft das Nitrat nicht mehr in dem Zeitfenster, weil der Peak ja erst nach 2-3h kommt. Das wäre dann eigentlich zu spät für die letzten 25-30km. Hast du da eine Quelle für die Halbwertszeit die jana_w erwähnt hat? Die 1-2 Stunden für Nitrit klingen mir zu kurz, verglichen mit dem was ich bei Lansley et al. (2011) rausgelesen hab - da war die Rede von einem längeren Plateau, nicht nur einem Peak und sofortigem Abfall. Aber ich bin mir nicht sicher ob das auf orale Nitrat-Supplementation bei Ausdauerbelastung direkt übertragbar ist oder nur auf die Ruhe-Pharmakokinetik.
@derbär
Zitat von derbärich hab kein Powermeter, kein HRV-Ding, nix
Das ist eigentlich der Knackpunkt, und ich sag dir warum. Ich hab das Problem auch eine Weile mit mir rumgetragen - und bin dann auf einen relativ simplen Workaround gestoßen, den ich hier noch nicht erwähnt hab: Puls-Deckelung nach Gefühl, kombiniert mit einem festen Referenzpunkt. Also nicht messen im technischen Sinn, sondern immer denselben Anstieg nehmen (du hast sicher irgendwo auf deiner Stammstrecke einen) und schauen ob sich gleicher Puls nach Gefühl anders anfühlt. Keine Wissenschaft, aber zumindest ein halbwegs stabiler Anker. Was mich bei deinem Ansatz für Samstag trotzdem beschäftigt: Du willst bei km 55 das Konzentrat nehmen - aber du weißt ja selbst nicht in welchem Zustand du dann gerade bist. Wenn du da schon schlapp bist hilft das Nitrat nicht mehr in dem Zeitfenster, weil der Peak ja erst nach 2-3h kommt. Das wäre dann eigentlich zu spät für die letzten 25-30km. Hast du da eine Quelle für die Halbwertszeit die jana_w erwähnt hat? Die 1-2 Stunden für Nitrit klingen mir zu kurz, verglichen mit dem was ich bei Lansley et al. (2011) rausgelesen hab - da war die Rede von einem längeren Plateau, nicht nur einem Peak und sofortigem Abfall. Aber ich bin mir nicht sicher ob das auf orale Nitrat-Supplementation bei Ausdauerbelastung direkt übertragbar ist oder nur auf die Ruhe-Pharmakokinetik.
Zitat von derbär am Juli 15, 2026, 09:17 Uhr@markus_b82 Zitat von markus_b82Lansley et al. (2011)
okay jetzt wirds akademisch hier 😄 ich sag mal ehrlich - den Namen hab ich noch nie gehört und ich werd den auch nicht nachschlagen weil ich das Ding sowieso nicht richtig verstehen würd. aber der Punkt dahinter ist interessant. wenn das wirklich ein Plateau ist und kein steiler Abfall, dann wäre km 55 vielleicht gar nicht so unsinnig wie du sagst. dann käm ich irgendwo bei km 80-90 in den nutzbaren Bereich - also genau da wo mir die Beine normalerweise anfangen schwer zu werden. das mit dem Referenzanstieg - ich hab tatsächlich einen auf meiner Stammstrecke. kurz vor Wattenscheid, immer dieselbe Auffahrt. ich merk da immer ob der Tag gut oder schlecht wird. aber ich hab den nie bewusst als Vergleichspunkt genutzt, eher so unbewusst. das könnte ich eigentlich wirklich mal systematischer machen. nicht mit Stoppuhr oder so - aber zumindest im Kopf behalten wie sich das anfühlt an dem Punkt. was mich bei deinem Kommentar aber noch stört: du sagst "wenn du da schon schlapp bist hilft das Nitrat nicht mehr". das klingt so als ob Nitrat irgendwas repariert. ich dachte immer das Prinzip ist eher effizienter werden - also weniger Sauerstoff für gleiche Leistung. ob das bei Schlappheit überhaupt greift ist nochmal ne andere Frage. oder versteh ich das falsch? Edit: Genau genommen geht es beim Nitrat ja um bessere Sauerstoffverwertung in den Mitochondrien, nicht um Reparatur. Das sollte theoretisch auch bei Ermüdung noch helfen, aber ob das praktisch noch was bringt wenn man ohnehin schon am Limit ist - gute Frage. --
Schaltwerk ölen ist auch Ernährung.
@markus_b82 Zitat von markus_b82Lansley et al. (2011)
okay jetzt wirds akademisch hier 😄 ich sag mal ehrlich - den Namen hab ich noch nie gehört und ich werd den auch nicht nachschlagen weil ich das Ding sowieso nicht richtig verstehen würd. aber der Punkt dahinter ist interessant. wenn das wirklich ein Plateau ist und kein steiler Abfall, dann wäre km 55 vielleicht gar nicht so unsinnig wie du sagst. dann käm ich irgendwo bei km 80-90 in den nutzbaren Bereich - also genau da wo mir die Beine normalerweise anfangen schwer zu werden. das mit dem Referenzanstieg - ich hab tatsächlich einen auf meiner Stammstrecke. kurz vor Wattenscheid, immer dieselbe Auffahrt. ich merk da immer ob der Tag gut oder schlecht wird. aber ich hab den nie bewusst als Vergleichspunkt genutzt, eher so unbewusst. das könnte ich eigentlich wirklich mal systematischer machen. nicht mit Stoppuhr oder so - aber zumindest im Kopf behalten wie sich das anfühlt an dem Punkt. was mich bei deinem Kommentar aber noch stört: du sagst "wenn du da schon schlapp bist hilft das Nitrat nicht mehr". das klingt so als ob Nitrat irgendwas repariert. ich dachte immer das Prinzip ist eher effizienter werden - also weniger Sauerstoff für gleiche Leistung. ob das bei Schlappheit überhaupt greift ist nochmal ne andere Frage. oder versteh ich das falsch? Edit: Genau genommen geht es beim Nitrat ja um bessere Sauerstoffverwertung in den Mitochondrien, nicht um Reparatur. Das sollte theoretisch auch bei Ermüdung noch helfen, aber ob das praktisch noch was bringt wenn man ohnehin schon am Limit ist - gute Frage. --
Schaltwerk ölen ist auch Ernährung.
Zitat von markus_b82 am Juli 15, 2026, 09:32 Uhr@derbär
Zitat von derbärdas Prinzip ist eher effizienter werden - also weniger Sauerstoff für gleiche Leistung
Du hast das eigentlich richtig verstanden, und ich hab mich da ungenau ausgedrückt. Der Mechanismus ist tatsächlich Sauerstoffeffizienz - konkret geht es um die mitochondriale Effizienz bei der ATP-Produktion, also der Körper braucht bei gleicher Leistung weniger O2. Das ist kein Reparaturmechanismus. Was ich meinte war eher: wenn du bei km 55 schon wirklich leer bist, ist das kein Nitrat-Problem mehr, da greift dann auch kein Effizienz-Boost weil die Begrenzung woanders liegt. Zur Lansley-Quelle: Das Paper ist frei verfügbar über PubMed, "Acute dietary nitrate supplementation improves cycling time trial performance", Journal of Applied Physiology 2011. Das ist kein Hinter-der-Paywall-Ding. Ob du es durchliest oder nicht ist natürlich dir überlassen, aber der relevante Teil ist eigentlich kurz - die zeigen einen Nitrat-Peak im Plasma so bei 2-3h, aber der Spiegel bleibt danach noch mehrere Stunden erhöht, kein steiler Abfall. Das war mein Punkt vorhin. Was mich bei deiner Idee mit dem Referenzanstieg beschäftigt: wenn du den wirklich als Anker nimmst, dann wäre es sinnvoll den immer unter ähnlichen Bedingungen zu fahren - also nicht nach 30km an Tag X und nach 45km an Tag Y. Das verzerrt das Gefühl. Ich mach sowas bei meinen Halbmarathon-Einheiten auch, immer dieselbe kurze Rampe bei km 4, und merke da ziemlich zuverlässig ob der Tag gut läuft oder nicht. Aber ob das dann auf das Konzentrat zurückzuführen ist oder auf Schlaf, Essen, Stress - das bleibt natürlich offen.
@derbär
Zitat von derbärdas Prinzip ist eher effizienter werden - also weniger Sauerstoff für gleiche Leistung
Du hast das eigentlich richtig verstanden, und ich hab mich da ungenau ausgedrückt. Der Mechanismus ist tatsächlich Sauerstoffeffizienz - konkret geht es um die mitochondriale Effizienz bei der ATP-Produktion, also der Körper braucht bei gleicher Leistung weniger O2. Das ist kein Reparaturmechanismus. Was ich meinte war eher: wenn du bei km 55 schon wirklich leer bist, ist das kein Nitrat-Problem mehr, da greift dann auch kein Effizienz-Boost weil die Begrenzung woanders liegt. Zur Lansley-Quelle: Das Paper ist frei verfügbar über PubMed, "Acute dietary nitrate supplementation improves cycling time trial performance", Journal of Applied Physiology 2011. Das ist kein Hinter-der-Paywall-Ding. Ob du es durchliest oder nicht ist natürlich dir überlassen, aber der relevante Teil ist eigentlich kurz - die zeigen einen Nitrat-Peak im Plasma so bei 2-3h, aber der Spiegel bleibt danach noch mehrere Stunden erhöht, kein steiler Abfall. Das war mein Punkt vorhin. Was mich bei deiner Idee mit dem Referenzanstieg beschäftigt: wenn du den wirklich als Anker nimmst, dann wäre es sinnvoll den immer unter ähnlichen Bedingungen zu fahren - also nicht nach 30km an Tag X und nach 45km an Tag Y. Das verzerrt das Gefühl. Ich mach sowas bei meinen Halbmarathon-Einheiten auch, immer dieselbe kurze Rampe bei km 4, und merke da ziemlich zuverlässig ob der Tag gut läuft oder nicht. Aber ob das dann auf das Konzentrat zurückzuführen ist oder auf Schlaf, Essen, Stress - das bleibt natürlich offen.