Rote-Bete-Saft vor dem Lauf – merkt ihr wirklich was oder rede ich mir das ein?
Zitat von markus_b82 am Juli 20, 2026, 20:12 UhrZitat von rote_socke_83wo liegt da die Grenze
Das ist eigentlich die interessanteste Frage im Thread gerade, und ich glaub Jones et al. hat da keine scharfe Schwelle gezogen - soweit ich das in Erinnerung hab, wird das meist über VO2max operationalisiert, also irgendwo im Bereich über 60 ml/kg/min fangen die Effekte an kleiner zu werden. Hast du da eine konkretere Quelle, @markus_hh88? Wäre gut zu wissen ob das eine robuste Aussage ist oder eher eine Tendenz aus einzelnen Studien. Für dich, @rote_socke_83: wenn du drei Jahre regelmäßig Rad fährst und dich für eine Granfondo vorbereitest, bist du wahrscheinlich nicht in der "untrainiert"-Kategorie die Petersson damals hatte. Aber ob du über dem VO2max-Schwellenwert aus den Jones-Studien liegst - keine Ahnung, das kannst du ohne Leistungsdiagnostik nicht wissen. Vielleicht lohnt sich da mal ein Test, schon allein um das einordnen zu können. Draußen hat es heute Abend gerade aufgehört zu regnen, ich wollte eigentlich noch kurz raus - aber egal. Was mich an der Kosten-Frage am Ende beschäftigt: ich würd das nicht als Nitrat-Supplementierung vs. Riegel gegeneinander aufstellen. Das sind unterschiedliche Mechanismen. Wenn du Energie brauchst auf 80km, helfen Riegel. Ob das Nitrat da obendrauf noch was bringt, ist eine andere Frage - und bei deinem Trainingsniveau vielleicht tatsächlich marginal.
Zitat von rote_socke_83wo liegt da die Grenze
Das ist eigentlich die interessanteste Frage im Thread gerade, und ich glaub Jones et al. hat da keine scharfe Schwelle gezogen - soweit ich das in Erinnerung hab, wird das meist über VO2max operationalisiert, also irgendwo im Bereich über 60 ml/kg/min fangen die Effekte an kleiner zu werden. Hast du da eine konkretere Quelle, @markus_hh88? Wäre gut zu wissen ob das eine robuste Aussage ist oder eher eine Tendenz aus einzelnen Studien. Für dich, @rote_socke_83: wenn du drei Jahre regelmäßig Rad fährst und dich für eine Granfondo vorbereitest, bist du wahrscheinlich nicht in der "untrainiert"-Kategorie die Petersson damals hatte. Aber ob du über dem VO2max-Schwellenwert aus den Jones-Studien liegst - keine Ahnung, das kannst du ohne Leistungsdiagnostik nicht wissen. Vielleicht lohnt sich da mal ein Test, schon allein um das einordnen zu können. Draußen hat es heute Abend gerade aufgehört zu regnen, ich wollte eigentlich noch kurz raus - aber egal. Was mich an der Kosten-Frage am Ende beschäftigt: ich würd das nicht als Nitrat-Supplementierung vs. Riegel gegeneinander aufstellen. Das sind unterschiedliche Mechanismen. Wenn du Energie brauchst auf 80km, helfen Riegel. Ob das Nitrat da obendrauf noch was bringt, ist eine andere Frage - und bei deinem Trainingsniveau vielleicht tatsächlich marginal.
Zitat von rote_socke_83 am Juli 20, 2026, 20:20 Uhr@markus_b82 den VO2max-Punkt find ich tatsächlich interessant aber der hilft mir im Alltag null weiter. Ich hab keine Leistungsdiagnostik, ich hab eine Garmin die mir sagt ich soll schlafen gehen. Ob mein VO2max über oder unter 60 liegt - keine Ahnung. Und ehrlich gesagt will ich das auch gar nicht wissen, weil ich dann anfang mich an Zahlen festzubeißen statt einfach zu fahren.
Zitat von markus_b82Das sind unterschiedliche Mechanismen
Ja, das stimmt. Aber das war gar nicht der Punkt. Ich hab das nicht als direkten Vergleich gemeint - Nitrat gegen Energie. Ich mein: wenn der Effekt bei mir sowieso marginal ist, dann stell ich mir die Frage ob der Saft überhaupt noch in meiner Vorbereitung auftaucht. Nicht weil er schädlich ist, sondern weil er halt was kostet und ich nicht weiß ob er mir was bringt. Was mich aber gerade mehr beschäftigt: du schreibst dass die Granfondo-Vorbereitung mich wahrscheinlich aus der "untrainiert"-Kategorie rausnimmt. Aber das setzt voraus dass ich mein Training vernünftig mache. Ich bin seit drei Monaten bei einer langen Runde pro Woche plus zweimal kurz. Reicht das überhaupt um da irgendwo reinzurutschen - oder bin ich da noch weit weg? Das ist keine rhetorische Frage, das interessiert mich wirklich. Weil wenn ich trotzdem noch im "wenig trainiert"-Bereich hänge, dann wäre das Nitrat-Thema für mich eventuell doch noch relevant.
@markus_b82 den VO2max-Punkt find ich tatsächlich interessant aber der hilft mir im Alltag null weiter. Ich hab keine Leistungsdiagnostik, ich hab eine Garmin die mir sagt ich soll schlafen gehen. Ob mein VO2max über oder unter 60 liegt - keine Ahnung. Und ehrlich gesagt will ich das auch gar nicht wissen, weil ich dann anfang mich an Zahlen festzubeißen statt einfach zu fahren.
Zitat von markus_b82Das sind unterschiedliche Mechanismen
Ja, das stimmt. Aber das war gar nicht der Punkt. Ich hab das nicht als direkten Vergleich gemeint - Nitrat gegen Energie. Ich mein: wenn der Effekt bei mir sowieso marginal ist, dann stell ich mir die Frage ob der Saft überhaupt noch in meiner Vorbereitung auftaucht. Nicht weil er schädlich ist, sondern weil er halt was kostet und ich nicht weiß ob er mir was bringt. Was mich aber gerade mehr beschäftigt: du schreibst dass die Granfondo-Vorbereitung mich wahrscheinlich aus der "untrainiert"-Kategorie rausnimmt. Aber das setzt voraus dass ich mein Training vernünftig mache. Ich bin seit drei Monaten bei einer langen Runde pro Woche plus zweimal kurz. Reicht das überhaupt um da irgendwo reinzurutschen - oder bin ich da noch weit weg? Das ist keine rhetorische Frage, das interessiert mich wirklich. Weil wenn ich trotzdem noch im "wenig trainiert"-Bereich hänge, dann wäre das Nitrat-Thema für mich eventuell doch noch relevant.
Zitat von derbär am Juli 20, 2026, 20:36 Uhr@rote_socke_83 naja, drei Monate eine lange Runde pro Woche - das ist ehrlich gesagt noch nicht viel. Ich lauf auch nur samstags richtig und bin da ähnlich wie du. Mein Vereinskollege, der viel schneller ist, der trainiert da anders - der hat Regelmäßigkeit im Plan statt Zufall. Aber das ist ein anderes Problem. Was mich an deiner Frage eher irritiert: du versuchst jetzt rauszurechnen ob der Saft für dich relevant ist indem du dein Traininglevel bestimmst. Und dann hängst du wieder in der gleichen Schleife fest wie am Anfang. Zitat von rote_socke_83ob der Saft überhaupt noch in meiner Vorbereitung auftaucht - genau das. Du weißt nicht ob er hilft und fragst jetzt ob es überhaupt Sinn macht ihn zu testen. Das geht im Kreis. Mein Ding ist: wenn ich den Saft ohnehin vor langen Runden trinke weil mir der Geschmack gefällt oder weil ich mir einbilde dass es was bringt - dann trink ich ihn einfach weiter. Kostet nicht die Welt. Wenn ich ihn doof finde und nicht merke dass er was ändert dann lass ich ihn sein. Das ist am Ende nicht so kompliziert wie ihr das macht. Die ganze Frage "ab wann ist der Effekt messbar" - lass mich raten, das interessiert euch mehr als die Antwort. Bei mir ist das einfach: der Kollege mit seinen Rüben-Shots ist schneller geworden. Aber der trainiert auch anders. Deswegen glaub ich nicht dass die Shots das waren. Punkt. Edit: kleine Korrektur - "Scheife" war natürlich "Schleife" und "Regelmäßigkeit" groß geschrieben.
@rote_socke_83 naja, drei Monate eine lange Runde pro Woche - das ist ehrlich gesagt noch nicht viel. Ich lauf auch nur samstags richtig und bin da ähnlich wie du. Mein Vereinskollege, der viel schneller ist, der trainiert da anders - der hat Regelmäßigkeit im Plan statt Zufall. Aber das ist ein anderes Problem. Was mich an deiner Frage eher irritiert: du versuchst jetzt rauszurechnen ob der Saft für dich relevant ist indem du dein Traininglevel bestimmst. Und dann hängst du wieder in der gleichen Schleife fest wie am Anfang. Zitat von rote_socke_83ob der Saft überhaupt noch in meiner Vorbereitung auftaucht - genau das. Du weißt nicht ob er hilft und fragst jetzt ob es überhaupt Sinn macht ihn zu testen. Das geht im Kreis. Mein Ding ist: wenn ich den Saft ohnehin vor langen Runden trinke weil mir der Geschmack gefällt oder weil ich mir einbilde dass es was bringt - dann trink ich ihn einfach weiter. Kostet nicht die Welt. Wenn ich ihn doof finde und nicht merke dass er was ändert dann lass ich ihn sein. Das ist am Ende nicht so kompliziert wie ihr das macht. Die ganze Frage "ab wann ist der Effekt messbar" - lass mich raten, das interessiert euch mehr als die Antwort. Bei mir ist das einfach: der Kollege mit seinen Rüben-Shots ist schneller geworden. Aber der trainiert auch anders. Deswegen glaub ich nicht dass die Shots das waren. Punkt. Edit: kleine Korrektur - "Scheife" war natürlich "Schleife" und "Regelmäßigkeit" groß geschrieben.
Zitat von rote_socke_83 am Juli 20, 2026, 20:52 UhrZitat von derbärDas geht im Kreis
Ja, stimmt. Aber das ist nicht automatisch schlecht. Manchmal dreht man sich im Kreis weil die Frage halt keine gerade Antwort hat. Was mich an deinem Beitrag aber mehr stört: du sagst "trink ihn einfach weiter wenn du ihn magst". Das klingt vernünftig, ist aber für mich kein Argument - weil ich den Geschmack ehrlich gesagt nicht besonders mag. Frische Rübe ist okay, der Saft aus dem Tetrapack ist anstrengend. Ich trink das nicht weil ich Lust drauf hab. Ich trink das weil ich mir was davon verspreche. Und wenn das Versprechen so marginal ist wie markus_hh88 das beschrieben hat, dann ist "trink ihn einfach weiter" keine hilfreiche Antwort. Was mich an der ganzen Diskussion jetzt gerade aber wirklich beschäftigt: ihr redet alle so als wäre die Alternative zu Rote-Bete-Saft "nichts". Aber ich esse vor langen Runden sowieso und da liegt vielleicht die eigentliche Frage. Ich hab mal probiert eine halbe Stunde vorher nichts mehr zu essen - komplett anders. Schlechter. Was ich esse und wann das macht bei mir einen spürbaren Unterschied. Viel größer als alles was wir hier über Nitrat diskutiert haben. @derbär dein Kollege mit den Rüben-Shots - trainiert der auch anders was die Ernährung insgesamt angeht? Das wäre für mich die relevantere Variable.
Zitat von derbärDas geht im Kreis
Ja, stimmt. Aber das ist nicht automatisch schlecht. Manchmal dreht man sich im Kreis weil die Frage halt keine gerade Antwort hat. Was mich an deinem Beitrag aber mehr stört: du sagst "trink ihn einfach weiter wenn du ihn magst". Das klingt vernünftig, ist aber für mich kein Argument - weil ich den Geschmack ehrlich gesagt nicht besonders mag. Frische Rübe ist okay, der Saft aus dem Tetrapack ist anstrengend. Ich trink das nicht weil ich Lust drauf hab. Ich trink das weil ich mir was davon verspreche. Und wenn das Versprechen so marginal ist wie markus_hh88 das beschrieben hat, dann ist "trink ihn einfach weiter" keine hilfreiche Antwort. Was mich an der ganzen Diskussion jetzt gerade aber wirklich beschäftigt: ihr redet alle so als wäre die Alternative zu Rote-Bete-Saft "nichts". Aber ich esse vor langen Runden sowieso und da liegt vielleicht die eigentliche Frage. Ich hab mal probiert eine halbe Stunde vorher nichts mehr zu essen - komplett anders. Schlechter. Was ich esse und wann das macht bei mir einen spürbaren Unterschied. Viel größer als alles was wir hier über Nitrat diskutiert haben. @derbär dein Kollege mit den Rüben-Shots - trainiert der auch anders was die Ernährung insgesamt angeht? Das wäre für mich die relevantere Variable.