Rote Bete und Magen – wie lange braucht man bis man's verträgt?
Zitat von rote_socke_83 am Juli 21, 2026, 04:24 Uhrich frag mich das gerade wirklich. Hab jetzt seit ungefähr sechs Wochen regelmäßig Rote Bete drin im Alltag, mal als Saft von Betanio PLUS, mal die ganze Knolle gekocht zum Abendessen. Die ersten zwei Wochen war mein Magen ehrlich gesagt ziemlich ungnädig. Nicht dramatisch, aber so ein dumpfes Drücken nach dem Essen, manchmal auch Blähungen. Hab das meiner Frau erzählt und sie hat nur gelacht. Jetzt ist es besser. Viel besser sogar. Ich merk kaum noch was. Die Frage die ich mir stelle: war das einfach Gewöhnung? Oder hab ich in den ersten Wochen unbewusst zu viel davon gegessen weil ich dachte viel hilft viel? Betanio PLUS hat da ja keine genaue Empfehlung drauf die wirklich handfest ist. Da steht was von "täglich" aber wieviel genau ist halt Auslegungssache. Ich kenn das Phänomen ein bisschen von Hülsenfrüchten - da braucht der Körper auch eine Weile bis er die Enzyme aufgebaut hat oder was auch immer da passiert. Ob das bei Rote Bete ähnlich läuft weiß ich nicht. Meine Hausärztin hab ich das noch nicht gefragt, die ist eh skeptisch was sowas angeht. Was mich auch interessiert: Hat jemand den Unterschied gemerkt zwischen ganzer Knolle und Saft in Sachen Magenverträglichkeit? Ich hab das Gefühl dass mir die Knolle besser bekommt aber das kann auch Einbildung sein weil ich die irgendwie als "echter" wahrnehme. Saft geht halt rein wie nix und vielleicht ist das für den Magen tatsächlich heftiger. Heute ist Dienstag, komm grad von der Frühschicht, hab direkt nach dem Aufstehen 100ml Betanio genommen und bis jetzt nix gemerkt. Vor sechs Wochen hätte mich das den halben Vormittag gekostet.
ich frag mich das gerade wirklich. Hab jetzt seit ungefähr sechs Wochen regelmäßig Rote Bete drin im Alltag, mal als Saft von Betanio PLUS, mal die ganze Knolle gekocht zum Abendessen. Die ersten zwei Wochen war mein Magen ehrlich gesagt ziemlich ungnädig. Nicht dramatisch, aber so ein dumpfes Drücken nach dem Essen, manchmal auch Blähungen. Hab das meiner Frau erzählt und sie hat nur gelacht. Jetzt ist es besser. Viel besser sogar. Ich merk kaum noch was. Die Frage die ich mir stelle: war das einfach Gewöhnung? Oder hab ich in den ersten Wochen unbewusst zu viel davon gegessen weil ich dachte viel hilft viel? Betanio PLUS hat da ja keine genaue Empfehlung drauf die wirklich handfest ist. Da steht was von "täglich" aber wieviel genau ist halt Auslegungssache. Ich kenn das Phänomen ein bisschen von Hülsenfrüchten - da braucht der Körper auch eine Weile bis er die Enzyme aufgebaut hat oder was auch immer da passiert. Ob das bei Rote Bete ähnlich läuft weiß ich nicht. Meine Hausärztin hab ich das noch nicht gefragt, die ist eh skeptisch was sowas angeht. Was mich auch interessiert: Hat jemand den Unterschied gemerkt zwischen ganzer Knolle und Saft in Sachen Magenverträglichkeit? Ich hab das Gefühl dass mir die Knolle besser bekommt aber das kann auch Einbildung sein weil ich die irgendwie als "echter" wahrnehme. Saft geht halt rein wie nix und vielleicht ist das für den Magen tatsächlich heftiger. Heute ist Dienstag, komm grad von der Frühschicht, hab direkt nach dem Aufstehen 100ml Betanio genommen und bis jetzt nix gemerkt. Vor sechs Wochen hätte mich das den halben Vormittag gekostet.
Zitat von markus_b82 am Juli 21, 2026, 11:18 Uhr@rote_socke_83 der Punkt mit dem Hülsenfrucht-Vergleich ist eigentlich gar nicht so weit hergeholt. Bei Hülsenfrüchten ist das Microbiom-Thema ziemlich gut belegt - die Darmbakterien, die kurzkettige Fettsäuren aus Ballaststoffen produzieren, brauchen schlicht Zeit um sich zu vermehren. Ob bei Rote Bete was Vergleichbares passiert, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Hast du da eine Quelle für? Ich hab bisher nix gefunden das das direkt adressiert. Was mich an deiner Beschreibung aber mehr interessiert als die Gewöhnungsfrage: du sagst, die Knolle verträgt sich besser als der Saft. Das wäre eigentlich plausibel, weil bei der ganzen Knolle die Ballaststoffe die Nitrataufnahme bremsen und damit vielleicht auch den osmotischen Effekt im Darm dämpfen. Beim Saft geht halt alles auf einmal rein. Das ist wissenschaftlich nicht haltbar als Behauptung von mir jetzt - ich spekuliere das nur aus dem was ich über Resorptionskinetik gelesen hab, konkret in einem Review zu Nitrat-Supplementen von Lansley et al. (2011) war das zumindest ein Randthema. Ich hab selbst damals beim Test mit Betanio ähnliches gehabt, die ersten Tage war der Magen komisch, aber ich hab das nie sauber getrennt ob das am Saft lag oder daran dass ich gleichzeitig mein Trainingsvolumen hochgezogen hatte. Schlechte Versuchsanordnung quasi. Deine Hausärztin wäre da vielleicht doch einen Versuch wert, auch wenn sie skeptisch ist - allein wegen der Blähungen, falls das nochmal schlimmer wird.
@rote_socke_83 der Punkt mit dem Hülsenfrucht-Vergleich ist eigentlich gar nicht so weit hergeholt. Bei Hülsenfrüchten ist das Microbiom-Thema ziemlich gut belegt - die Darmbakterien, die kurzkettige Fettsäuren aus Ballaststoffen produzieren, brauchen schlicht Zeit um sich zu vermehren. Ob bei Rote Bete was Vergleichbares passiert, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Hast du da eine Quelle für? Ich hab bisher nix gefunden das das direkt adressiert. Was mich an deiner Beschreibung aber mehr interessiert als die Gewöhnungsfrage: du sagst, die Knolle verträgt sich besser als der Saft. Das wäre eigentlich plausibel, weil bei der ganzen Knolle die Ballaststoffe die Nitrataufnahme bremsen und damit vielleicht auch den osmotischen Effekt im Darm dämpfen. Beim Saft geht halt alles auf einmal rein. Das ist wissenschaftlich nicht haltbar als Behauptung von mir jetzt - ich spekuliere das nur aus dem was ich über Resorptionskinetik gelesen hab, konkret in einem Review zu Nitrat-Supplementen von Lansley et al. (2011) war das zumindest ein Randthema. Ich hab selbst damals beim Test mit Betanio ähnliches gehabt, die ersten Tage war der Magen komisch, aber ich hab das nie sauber getrennt ob das am Saft lag oder daran dass ich gleichzeitig mein Trainingsvolumen hochgezogen hatte. Schlechte Versuchsanordnung quasi. Deine Hausärztin wäre da vielleicht doch einen Versuch wert, auch wenn sie skeptisch ist - allein wegen der Blähungen, falls das nochmal schlimmer wird.
Zitat von rote_socke_83 am Juli 21, 2026, 11:47 Uhr@markus_b82 der Punkt mit dem osmotischen Effekt ist interessant, den hab ich so noch nicht gedacht. Ich kann mir das bildlich vorstellen: die Knolle gibt den Stoff irgendwie dosierter ab weil da noch Struktur drumherum ist. Ob das stimmt, keine Ahnung, aber es fühlt sich logisch an.
Zitat von markus_b82ich hab das nie sauber getrennt ob das am Saft lag oder daran dass ich gleichzeitig mein Trainingsvolumen hochgezogen hatte
Das ist eigentlich mein Problem auch. Ich hab in den sechs Wochen gleichzeitig die Ausfahrten länger gemacht, anderes Essen, mehr Stress auf der Arbeit wegen Urlaubsvertretung. Wie soll man da sauber trennen was was gemacht hat. Kann ich so nicht unterschreiben dass ich das "getestet" hab, das war eher trial and error ohne Kontrolle. Was mich aber gerade beschäftigt: ich hab die Menge nie wirklich konstant gehalten. Mal 100ml Betanio, mal mehr, mal dazwischen die Knolle. Vielleicht ist das Muster gar nicht die Gewöhnung sondern einfach die Unregelmäßigkeit. Wenn der Körper nie weiß was kommt, reagiert er vielleicht empfindlicher. Das kenn ich von Kaffee - wenn ich tage lang keinen trinke und dann wieder anfange ist der Magen auch kurz mies. Zur Hausärztin: ich frag sie vielleicht mal zwischen Tür und Angel. Aber ich erwart da nicht viel, die hat schon beim Thema Kreatin nur die Augen verdreht.
@markus_b82 der Punkt mit dem osmotischen Effekt ist interessant, den hab ich so noch nicht gedacht. Ich kann mir das bildlich vorstellen: die Knolle gibt den Stoff irgendwie dosierter ab weil da noch Struktur drumherum ist. Ob das stimmt, keine Ahnung, aber es fühlt sich logisch an.
Zitat von markus_b82ich hab das nie sauber getrennt ob das am Saft lag oder daran dass ich gleichzeitig mein Trainingsvolumen hochgezogen hatte
Das ist eigentlich mein Problem auch. Ich hab in den sechs Wochen gleichzeitig die Ausfahrten länger gemacht, anderes Essen, mehr Stress auf der Arbeit wegen Urlaubsvertretung. Wie soll man da sauber trennen was was gemacht hat. Kann ich so nicht unterschreiben dass ich das "getestet" hab, das war eher trial and error ohne Kontrolle. Was mich aber gerade beschäftigt: ich hab die Menge nie wirklich konstant gehalten. Mal 100ml Betanio, mal mehr, mal dazwischen die Knolle. Vielleicht ist das Muster gar nicht die Gewöhnung sondern einfach die Unregelmäßigkeit. Wenn der Körper nie weiß was kommt, reagiert er vielleicht empfindlicher. Das kenn ich von Kaffee - wenn ich tage lang keinen trinke und dann wieder anfange ist der Magen auch kurz mies. Zur Hausärztin: ich frag sie vielleicht mal zwischen Tür und Angel. Aber ich erwart da nicht viel, die hat schon beim Thema Kreatin nur die Augen verdreht.