Rote Bete roh – wer macht das wirklich und bringt das was?
Zitat von markus_b82 am Juli 19, 2026, 19:44 UhrZitat von rennradrenateauch wenn sie manchmal ein bisschen wie ein Gespräch-Stopper wirkt
Das ist eine faire Rückmeldung, @rennradrenate, und ich nehm das an. Ich merk selbst, dass ich manchmal zu schnell in den "zeig mir die Quelle"-Modus rutsche, auch wenn das hier kein Paper-Review ist. Aber zu deiner konkreten Frage - mehrere Wochen gerieben als feste Gewohnheit - ich kann das ehrlich gesagt nicht mit Ja beantworten. Ich hab gerieben bisher nur einmal probiert, das war irgendwann im Frühjahr in einem Salat, und da hab ich nicht auf Verträglichkeit geachtet sondern einfach gegessen. Keine verwertbare Beobachtung. Was mich an deinem letzten Punkt aber wirklich beschäftigt ist das mit dem Erklärungsrahmen. Das ist eigentlich das interessanteste was im ganzen Thread stand. Wir bauen Mechanismen, weil wir etwas beobachten - und dann vergessen wir irgendwann dass der Mechanismus nur eine Hypothese war. Das passiert mir beruflich auch ständig, du denkst du verstehst ein System und dann fliegt dir ein Edge Case um die Ohren der den ganzen Rahmen zerlegt. Was ich mir konkret vorstellen könnte: jemand der gerieben über 4 Wochen regelmäßig isst - immer gleiche Menge, immer gleicher Zeitpunkt - und einfach notiert ob Magen-Auffälligkeiten auftreten oder nicht. Kein Vergleich mit gehobelt, das wäre zu viele Variablen auf einmal. Aber selbst das wäre halt n=1 ohne Kontrolle. @derbär hat das ursprüngliche Thema aufgemacht - ich frag mich ob er das mittlerweile weiterverfolgt hat oder ob die rohe Knolle wieder im Kühlschrank liegt.
Zitat von rennradrenateauch wenn sie manchmal ein bisschen wie ein Gespräch-Stopper wirkt
Das ist eine faire Rückmeldung, @rennradrenate, und ich nehm das an. Ich merk selbst, dass ich manchmal zu schnell in den "zeig mir die Quelle"-Modus rutsche, auch wenn das hier kein Paper-Review ist. Aber zu deiner konkreten Frage - mehrere Wochen gerieben als feste Gewohnheit - ich kann das ehrlich gesagt nicht mit Ja beantworten. Ich hab gerieben bisher nur einmal probiert, das war irgendwann im Frühjahr in einem Salat, und da hab ich nicht auf Verträglichkeit geachtet sondern einfach gegessen. Keine verwertbare Beobachtung. Was mich an deinem letzten Punkt aber wirklich beschäftigt ist das mit dem Erklärungsrahmen. Das ist eigentlich das interessanteste was im ganzen Thread stand. Wir bauen Mechanismen, weil wir etwas beobachten - und dann vergessen wir irgendwann dass der Mechanismus nur eine Hypothese war. Das passiert mir beruflich auch ständig, du denkst du verstehst ein System und dann fliegt dir ein Edge Case um die Ohren der den ganzen Rahmen zerlegt. Was ich mir konkret vorstellen könnte: jemand der gerieben über 4 Wochen regelmäßig isst - immer gleiche Menge, immer gleicher Zeitpunkt - und einfach notiert ob Magen-Auffälligkeiten auftreten oder nicht. Kein Vergleich mit gehobelt, das wäre zu viele Variablen auf einmal. Aber selbst das wäre halt n=1 ohne Kontrolle. @derbär hat das ursprüngliche Thema aufgemacht - ich frag mich ob er das mittlerweile weiterverfolgt hat oder ob die rohe Knolle wieder im Kühlschrank liegt.
Zitat von rennradrenate am Juli 19, 2026, 19:54 UhrZitat von markus_b82jemand der gerieben über 4 Wochen regelmäßig isst
Das wäre ich theoretisch bereit zu machen, @markus_b82 - aber ich merke gerade, dass ich das schon einmal angefangen habe, vor etwa zwei Jahren, und dann hat der Alltag das einfach weggespült. Nicht weil es unangenehm war, sondern weil ich vergessen habe, es zu dokumentieren. Und ohne Aufzeichnung ist es halt wertlos als Beobachtung, das hast du zu Recht schon mehrfach angedeutet. Was mich an deinem letzten Beitrag aber wirklich aufhält: du fragst nach @derbär, und ich frage mich das auch. Der hat diese ganze Diskussion losgetreten und ist dann still geworden. Das kenne ich aus dem Unterricht - wer die Frage stellt, ist manchmal der, dem die Antwort am wenigsten wichtig ist. Was ich konkret anders machen würde als dein Vier-Wochen-Entwurf: ich würde nicht auf Magen-Auffälligkeiten warten, sondern vorher festhalten wie der Ausgangszustand ist. Weil sonst weiß man hinterher nicht ob es sich verändert hat oder ob man einfach anders wahrnimmt. Das ist mein Problem mit den meisten Selbstversuchen, auch meinen eigenen - kein Baseline. Ob ich das tatsächlich mache, steht auf einem anderen Blatt. Die Vorbereitung auf den Granfondo im September frisst gerade viel Kapazität.
--
Rennrad ist kein Hobby, das ist Therapie.
Zitat von markus_b82jemand der gerieben über 4 Wochen regelmäßig isst
Das wäre ich theoretisch bereit zu machen, @markus_b82 - aber ich merke gerade, dass ich das schon einmal angefangen habe, vor etwa zwei Jahren, und dann hat der Alltag das einfach weggespült. Nicht weil es unangenehm war, sondern weil ich vergessen habe, es zu dokumentieren. Und ohne Aufzeichnung ist es halt wertlos als Beobachtung, das hast du zu Recht schon mehrfach angedeutet. Was mich an deinem letzten Beitrag aber wirklich aufhält: du fragst nach @derbär, und ich frage mich das auch. Der hat diese ganze Diskussion losgetreten und ist dann still geworden. Das kenne ich aus dem Unterricht - wer die Frage stellt, ist manchmal der, dem die Antwort am wenigsten wichtig ist. Was ich konkret anders machen würde als dein Vier-Wochen-Entwurf: ich würde nicht auf Magen-Auffälligkeiten warten, sondern vorher festhalten wie der Ausgangszustand ist. Weil sonst weiß man hinterher nicht ob es sich verändert hat oder ob man einfach anders wahrnimmt. Das ist mein Problem mit den meisten Selbstversuchen, auch meinen eigenen - kein Baseline. Ob ich das tatsächlich mache, steht auf einem anderen Blatt. Die Vorbereitung auf den Granfondo im September frisst gerade viel Kapazität.
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Rennrad ist kein Hobby, das ist Therapie.
Zitat von markus_b82 am Juli 19, 2026, 20:06 UhrZitat von rennradrenatekein Baseline
Das ist der eigentlich entscheidende Punkt, und ich finde es gut dass du das explizit benennst. Ein Vier-Wochen-Protokoll ohne Ausgangswert ist halt tatsächlich wertlos - du weißt nicht ob du dich verändert hast oder nur anders hinschaust. Was mich bei deinem Granfondo-Kommentar aber etwas aufhält: du sagst die Vorbereitung frisst Kapazität, und gleichzeitig wäre genau jetzt der sinnvollste Zeitpunkt für so einen Selbstversuch - weil du gerade regelmäßig trainierst und damit eine halbwegs stabile Ausgangslage hast. Im Winter wenn man weniger läuft oder fährt, sind die Variablen noch unruhiger. Ich frag mich übrigens ob "Baseline festhalten" überhaupt ohne irgendein Messinstrument funktioniert. Magen-Auffälligkeiten subjektiv zu dokumentieren ist halt anfällig - du weißt nach drei Wochen nicht mehr ob das wirklich schlimmer war oder ob du an einem stressigen Tag sensibler warst. Ich hab das beruflich oft genug, dass Selbsteinschätzungen ohne externe Referenz über Zeit driften. Was man messen könnte wäre Herzfrequenz beim Training als Proxy - aber das ist dann schon wieder eine andere Frage als Verträglichkeit. Und @derbär - ich tippe darauf dass die Knolle im Kühlschrank liegt und er längst weitergezogen ist.
Zitat von rennradrenatekein Baseline
Das ist der eigentlich entscheidende Punkt, und ich finde es gut dass du das explizit benennst. Ein Vier-Wochen-Protokoll ohne Ausgangswert ist halt tatsächlich wertlos - du weißt nicht ob du dich verändert hast oder nur anders hinschaust. Was mich bei deinem Granfondo-Kommentar aber etwas aufhält: du sagst die Vorbereitung frisst Kapazität, und gleichzeitig wäre genau jetzt der sinnvollste Zeitpunkt für so einen Selbstversuch - weil du gerade regelmäßig trainierst und damit eine halbwegs stabile Ausgangslage hast. Im Winter wenn man weniger läuft oder fährt, sind die Variablen noch unruhiger. Ich frag mich übrigens ob "Baseline festhalten" überhaupt ohne irgendein Messinstrument funktioniert. Magen-Auffälligkeiten subjektiv zu dokumentieren ist halt anfällig - du weißt nach drei Wochen nicht mehr ob das wirklich schlimmer war oder ob du an einem stressigen Tag sensibler warst. Ich hab das beruflich oft genug, dass Selbsteinschätzungen ohne externe Referenz über Zeit driften. Was man messen könnte wäre Herzfrequenz beim Training als Proxy - aber das ist dann schon wieder eine andere Frage als Verträglichkeit. Und @derbär - ich tippe darauf dass die Knolle im Kühlschrank liegt und er längst weitergezogen ist.
Zitat von rennradrenate am Juli 19, 2026, 20:13 UhrZitat von markus_b82ob "Baseline festhalten" überhaupt ohne irgendein Messinstrument funktioniert
Das ist die Frage, die mich jetzt beschäftigt, @markus_b82. Und ich glaube du hast recht, dass Magen-Subjektivität über Wochen driftet. Aber ich würde dem Herzfrequenz-Vorschlag trotzdem widersprechen - nicht weil er falsch ist, sondern weil er eine andere Frage beantwortet. Verträglichkeit und Leistungsparameter sind zwei Paar Schuhe, und wenn man die vermischt, weiß man am Ende beides nicht. Was mir gerade einfällt: ich hab vor einiger Zeit angefangen, nach Ausfahrten kurz ins Trainingstagebuch zu schreiben - nicht viel, ein, zwei Sätze. Energielevel, wie die Beine waren, ob was gedrückt hat. Das war ursprünglich nicht für Ernährungsbeobachtungen gedacht, aber im Nachhinein kann ich da manchmal Muster rauslesen. Nichts Belastbares, aber mehr als nichts. So ein Format wäre für Magen-Beobachtungen eigentlich ausbaufähig - man müsste es halt konsequent machen. Das Problem ist "konsequent". Du hast das selbst angedeutet, ich kenn das von mir. Und ja - ich tippe auch auf den Kühlschrank bei @derbär. Die Fragen die am lautesten gestellt werden, sind manchmal die, die am schnellsten vergessen sind.
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Zitat von markus_b82ob "Baseline festhalten" überhaupt ohne irgendein Messinstrument funktioniert
Das ist die Frage, die mich jetzt beschäftigt, @markus_b82. Und ich glaube du hast recht, dass Magen-Subjektivität über Wochen driftet. Aber ich würde dem Herzfrequenz-Vorschlag trotzdem widersprechen - nicht weil er falsch ist, sondern weil er eine andere Frage beantwortet. Verträglichkeit und Leistungsparameter sind zwei Paar Schuhe, und wenn man die vermischt, weiß man am Ende beides nicht. Was mir gerade einfällt: ich hab vor einiger Zeit angefangen, nach Ausfahrten kurz ins Trainingstagebuch zu schreiben - nicht viel, ein, zwei Sätze. Energielevel, wie die Beine waren, ob was gedrückt hat. Das war ursprünglich nicht für Ernährungsbeobachtungen gedacht, aber im Nachhinein kann ich da manchmal Muster rauslesen. Nichts Belastbares, aber mehr als nichts. So ein Format wäre für Magen-Beobachtungen eigentlich ausbaufähig - man müsste es halt konsequent machen. Das Problem ist "konsequent". Du hast das selbst angedeutet, ich kenn das von mir. Und ja - ich tippe auch auf den Kühlschrank bei @derbär. Die Fragen die am lautesten gestellt werden, sind manchmal die, die am schnellsten vergessen sind.
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