Rote Bete roh – wer macht das wirklich und bringt das was?
Zitat von derbär am Juli 19, 2026, 01:54 UhrIch bin gestern beim Einkaufen einfach an frischen Knollen vorbeigekommen und hab spontan welche mitgenommen. Frische Dinger vom Markt halt, nicht das Zeug aus dem Glas. Und dann stand ich zuhause und hab überlegt - probier ich das mal roh? Also kurz geschält, dünn gehobelt, bisschen Salz drauf. Schmeckt deutlich erdiger als gekocht, fast ein bisschen scharf? Kann ich schwer beschreiben. Nicht schlecht aber auch nicht das was ich erwartet hab. Meine Frau hat mich angeguckt als wär ich bekloppt - "du isst jetzt rohe Rüben"... 😄
Aber mal ehrlich - ich frag mich ob da vom Nitrat her noch mehr drin ist wenn man es roh lässt. Ich hab das irgendwo gelesen dass Hitze da was kaputt machen kann, aber ich weiß auch nicht wie verlässlich das ist. Hat das hier einer wirklich verglichen oder ist das auch so Halbwissen das rumkursiert? Beim Kochen denk ich natürlich immer ein bisschen dran wegen den langen Touren - ob ich da was rausholen kann. Ich bin kein Hardcore-Typ der da alles optimiert aber ein bisschen Nachdenken kostet ja nix. Das Konzentrat hab ich schon mal, da weiß ich wenigstens was drin ist. Bei der frischen Knolle ist das halt alles viel unklarer. Was ich auch gemerkt hab - roh zieht einem die Rote Bete VIEL stärker die Finger ein als gekocht. Hab danach kurz ausgesehen als hätt ich n Getriebe repariert. Handschuhe vergessen klassisch. Hat hier einer feste Gewohnheiten damit - also roh regelmäßig, und wenn ja wie bereitet ihr das zu damit es nicht so nach Erde schmeckt?
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Schaltwerk ölen ist auch Ernährung.
Ich bin gestern beim Einkaufen einfach an frischen Knollen vorbeigekommen und hab spontan welche mitgenommen. Frische Dinger vom Markt halt, nicht das Zeug aus dem Glas. Und dann stand ich zuhause und hab überlegt - probier ich das mal roh? Also kurz geschält, dünn gehobelt, bisschen Salz drauf. Schmeckt deutlich erdiger als gekocht, fast ein bisschen scharf? Kann ich schwer beschreiben. Nicht schlecht aber auch nicht das was ich erwartet hab. Meine Frau hat mich angeguckt als wär ich bekloppt - "du isst jetzt rohe Rüben"... 😄
Aber mal ehrlich - ich frag mich ob da vom Nitrat her noch mehr drin ist wenn man es roh lässt. Ich hab das irgendwo gelesen dass Hitze da was kaputt machen kann, aber ich weiß auch nicht wie verlässlich das ist. Hat das hier einer wirklich verglichen oder ist das auch so Halbwissen das rumkursiert? Beim Kochen denk ich natürlich immer ein bisschen dran wegen den langen Touren - ob ich da was rausholen kann. Ich bin kein Hardcore-Typ der da alles optimiert aber ein bisschen Nachdenken kostet ja nix. Das Konzentrat hab ich schon mal, da weiß ich wenigstens was drin ist. Bei der frischen Knolle ist das halt alles viel unklarer. Was ich auch gemerkt hab - roh zieht einem die Rote Bete VIEL stärker die Finger ein als gekocht. Hab danach kurz ausgesehen als hätt ich n Getriebe repariert. Handschuhe vergessen klassisch. Hat hier einer feste Gewohnheiten damit - also roh regelmäßig, und wenn ja wie bereitet ihr das zu damit es nicht so nach Erde schmeckt?
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Zitat von rote_socke_83 am Juli 19, 2026, 07:33 UhrZitat von derbärob da vom Nitrat her noch mehr drin ist wenn man es roh lässt
Ehrlich gesagt - das hab ich mich auch gefragt als ich mit Betanio angefangen hab. Mein Kumpel hat mir damals was rausgesucht, irgendein Ernährungsartikel, stand da drin dass Kochen einen Teil der Nitrate rauslöst ins Wasser, besonders wenn man die Knolle komplett kocht und das Wasser wegschüttet. Wie viel das in der Praxis ausmacht keine Ahnung. Kann ich so nicht unterschreiben dass das riesig ist. Das mit den Fingern kenn ich übrigens gut. Ich hab das beim ersten Mal auch nicht gedacht und stand da wie ein Idiot vor meiner Frau. Die hat nur geguckt. Kein Kommentar nötig. Zur Erde-Frage: ich hab früher mal bisschen Apfelessig dran, das bricht den Erdgeschmack etwas auf. Nicht weghaben aber abmildern. Ob das dann vom Nitrat her noch was kaputt macht weiß ich nicht - Säure ist halt Säure. Was mich bei dir mehr interessiert ist die Sache mit den langen Touren. Wann isst du das dann? Ich sag dir, ich hab eine Weile rumprobiert und bin der Meinung dass das Timing vor dem Training deutlich mehr bringt als irgendwas danach, egal was die Leute erzählen. Das Konzentrat hab ich deshalb auch immer morgens vorm Ausfahren genommen, nie danach. Ob roh da irgendwie anders tickt im Timing - das weiß ich wirklich nicht.
Zitat von derbärob da vom Nitrat her noch mehr drin ist wenn man es roh lässt
Ehrlich gesagt - das hab ich mich auch gefragt als ich mit Betanio angefangen hab. Mein Kumpel hat mir damals was rausgesucht, irgendein Ernährungsartikel, stand da drin dass Kochen einen Teil der Nitrate rauslöst ins Wasser, besonders wenn man die Knolle komplett kocht und das Wasser wegschüttet. Wie viel das in der Praxis ausmacht keine Ahnung. Kann ich so nicht unterschreiben dass das riesig ist. Das mit den Fingern kenn ich übrigens gut. Ich hab das beim ersten Mal auch nicht gedacht und stand da wie ein Idiot vor meiner Frau. Die hat nur geguckt. Kein Kommentar nötig. Zur Erde-Frage: ich hab früher mal bisschen Apfelessig dran, das bricht den Erdgeschmack etwas auf. Nicht weghaben aber abmildern. Ob das dann vom Nitrat her noch was kaputt macht weiß ich nicht - Säure ist halt Säure. Was mich bei dir mehr interessiert ist die Sache mit den langen Touren. Wann isst du das dann? Ich sag dir, ich hab eine Weile rumprobiert und bin der Meinung dass das Timing vor dem Training deutlich mehr bringt als irgendwas danach, egal was die Leute erzählen. Das Konzentrat hab ich deshalb auch immer morgens vorm Ausfahren genommen, nie danach. Ob roh da irgendwie anders tickt im Timing - das weiß ich wirklich nicht.
Zitat von markus_b82 am Juli 19, 2026, 18:18 Uhr@rote_socke_83
Zitat von rote_socke_83bin der Meinung dass das Timing vor dem Training deutlich mehr bringt
Das deckt sich mit dem, was ich in einem Review-Paper von Lansley et al. (2011, Journal of Applied Physiology) gelesen hab - da ging es zwar um Saft und nicht um rohe Knolle, aber das Nitrat-zu-Nitrit-Fenster wurde mit etwa 2-3 Stunden vor der Belastung angegeben. Ob roh da wirklich anders tickt im Timing, ist eine gute Frage und ich hab dazu keine Daten gesehen. Was mich bei dem Nitrat-rauslösen-Punkt von dir interessiert: hast du dazu eine konkrete Quelle, oder war das der Ernährungsartikel deines Kumpels? Ich frag weil ich das Argument schon öfter gehört hab, aber verlässliche Zahlen dazu hab ich nie gefunden. Intuitiv klingt es plausibel, Nitrat ist wasserlöslich, aber wie viel Prozent das in der Praxis ist - da wäre ich vorsichtig mit Aussagen. Zum Erdgeschmack bei derbär: Apfelessig kenn ich als Trick, manche nehmen auch Zitronensaft. Ich hab früher beim Hobeln einen größeren Anteil Fenchel dazugegeben, das neutralisiert das Erdig-Muffige ganz gut. Ob das irgendeinen Effekt auf die Nitrate hat - keine Ahnung, Säure sollte da eigentlich nichts reißen, aber ich müsste das nachschauen. Was mich wundert ist dass wir alle vom Timing und Nitratgehalt reden aber keiner bisher eine eigene kontrollierte Beobachtung gemacht hat. Ich mein das nicht als Vorwurf, ich hab das selbst nicht systematisch gemacht, aber ich find es interessant wie schnell wir uns auf Mechanismen einigen ohne wirklich Zahlen zu haben.
Zitat von rote_socke_83bin der Meinung dass das Timing vor dem Training deutlich mehr bringt
Das deckt sich mit dem, was ich in einem Review-Paper von Lansley et al. (2011, Journal of Applied Physiology) gelesen hab - da ging es zwar um Saft und nicht um rohe Knolle, aber das Nitrat-zu-Nitrit-Fenster wurde mit etwa 2-3 Stunden vor der Belastung angegeben. Ob roh da wirklich anders tickt im Timing, ist eine gute Frage und ich hab dazu keine Daten gesehen. Was mich bei dem Nitrat-rauslösen-Punkt von dir interessiert: hast du dazu eine konkrete Quelle, oder war das der Ernährungsartikel deines Kumpels? Ich frag weil ich das Argument schon öfter gehört hab, aber verlässliche Zahlen dazu hab ich nie gefunden. Intuitiv klingt es plausibel, Nitrat ist wasserlöslich, aber wie viel Prozent das in der Praxis ist - da wäre ich vorsichtig mit Aussagen. Zum Erdgeschmack bei derbär: Apfelessig kenn ich als Trick, manche nehmen auch Zitronensaft. Ich hab früher beim Hobeln einen größeren Anteil Fenchel dazugegeben, das neutralisiert das Erdig-Muffige ganz gut. Ob das irgendeinen Effekt auf die Nitrate hat - keine Ahnung, Säure sollte da eigentlich nichts reißen, aber ich müsste das nachschauen. Was mich wundert ist dass wir alle vom Timing und Nitratgehalt reden aber keiner bisher eine eigene kontrollierte Beobachtung gemacht hat. Ich mein das nicht als Vorwurf, ich hab das selbst nicht systematisch gemacht, aber ich find es interessant wie schnell wir uns auf Mechanismen einigen ohne wirklich Zahlen zu haben.
Zitat von rote_socke_83 am Juli 19, 2026, 18:36 Uhr@markus_b82
Zitat von markus_b82wie schnell wir uns auf Mechanismen einigen ohne wirklich Zahlen zu haben
ja das ist halt das Forum-Paradox, oder? Alle reden über Nitrat-Fenster und Bioverfügbarkeit aber am Ende hat keiner einen Leistungstest gemacht der irgendwas belegt. Ich auch nicht sag ich ganz offen. Was mich an deinem Punkt aber ein bisschen stört: du zitierst Lansley et al. und das klingt dann erstmal nach Schlusspunkt. Ist es aber nicht, weil das 2011 an trainierten Radsportlern gemacht wurde - ich bin Schichtleiter aus Bochum der zweimal die Woche eine Runde dreht. Ob das 2-3 Stunden Fenster bei mir genauso tickt wie bei denen, weiß ich ehrlich gesagt nicht und du auch nicht. Ich sag das nicht als Angriff, nur damit wir das auseinanderhalten. Zum Kumpel-Artikel: ne, ich hab da keine Quelle mehr. Das war irgendwas das er mir hingeschickt hat, kein Paper, eher sowas wie ein Ernährungsmagazin-Ding. Kann genauso gut Halbwissen sein. Hab ich nie gesagt dass das gesichert ist. Was mich jetzt aber wirklich interessiert, das ist noch gar nicht drin im Thread: macht es überhaupt einen Unterschied ob du die Knolle hobelist und roh isst oder ob du Saft nimmst - nicht vom Nitrat her sondern vom Magen? Ich hab bei roher Knolle in größerer Menge immer gemerkt dass mein Verdauungstrakt etwas... eigene Meinung dazu hat. Beim Konzentrat war das deutlich ruhiger. Das ist vielleicht die praktischere Frage vor der großen Tour.
Zitat von markus_b82wie schnell wir uns auf Mechanismen einigen ohne wirklich Zahlen zu haben
ja das ist halt das Forum-Paradox, oder? Alle reden über Nitrat-Fenster und Bioverfügbarkeit aber am Ende hat keiner einen Leistungstest gemacht der irgendwas belegt. Ich auch nicht sag ich ganz offen. Was mich an deinem Punkt aber ein bisschen stört: du zitierst Lansley et al. und das klingt dann erstmal nach Schlusspunkt. Ist es aber nicht, weil das 2011 an trainierten Radsportlern gemacht wurde - ich bin Schichtleiter aus Bochum der zweimal die Woche eine Runde dreht. Ob das 2-3 Stunden Fenster bei mir genauso tickt wie bei denen, weiß ich ehrlich gesagt nicht und du auch nicht. Ich sag das nicht als Angriff, nur damit wir das auseinanderhalten. Zum Kumpel-Artikel: ne, ich hab da keine Quelle mehr. Das war irgendwas das er mir hingeschickt hat, kein Paper, eher sowas wie ein Ernährungsmagazin-Ding. Kann genauso gut Halbwissen sein. Hab ich nie gesagt dass das gesichert ist. Was mich jetzt aber wirklich interessiert, das ist noch gar nicht drin im Thread: macht es überhaupt einen Unterschied ob du die Knolle hobelist und roh isst oder ob du Saft nimmst - nicht vom Nitrat her sondern vom Magen? Ich hab bei roher Knolle in größerer Menge immer gemerkt dass mein Verdauungstrakt etwas... eigene Meinung dazu hat. Beim Konzentrat war das deutlich ruhiger. Das ist vielleicht die praktischere Frage vor der großen Tour.
Zitat von markus_b82 am Juli 19, 2026, 18:47 UhrZitat von rote_socke_83mein Verdauungstrakt etwas... eigene Meinung dazu hat
Das kenn ich tatsächlich auch, und das ist ein Punkt der mich bei roher Knolle ehrlich gesagt mehr beschäftigt als das Nitrat-Timing. Ich hab vor zwei Wochen vor einem langen Lauf (18 km, Mittwochabend) etwa 150g roh gehobelt gegessen - und das war keine gute Idee. Nicht dramatisch, aber so ab Kilometer 10 hat sich das bemerkbar gemacht. Ob das die rohe Knolle war oder was anderes, kann ich natürlich nicht sagen, aber ich hab das seitdem nicht wiederholt vor längeren Einheiten. Was mich bei dem Magen-Punkt interessiert: ist das bei dir reproduzierbar, also tritt das bei roher Knolle konsistent auf oder war das einmalig? Beim Konzentrat ist die Matrix halt komplett anders - kein Rohfaseranteil mehr, anderer osmotischer Druck im Darm, das macht schon einen Unterschied. Ob das der alleinige Grund ist warum Konzentrat verträglicher wirkt, weiß ich nicht genau, aber intuitiv macht das Sinn. Was ich noch nie ausprobiert hab: die Knolle roh essen aber in sehr kleiner Menge, so 50-80g, und dann schauen ob der Magen-Effekt ausbleibt. Das wäre eigentlich die sinnvollere Herangehensweise als gleich 200g zu hobeln und dann zu wundern. Aber das ist halt auch keine kontrollierte Beobachtung, das weißt du selbst.
Zitat von rote_socke_83mein Verdauungstrakt etwas... eigene Meinung dazu hat
Das kenn ich tatsächlich auch, und das ist ein Punkt der mich bei roher Knolle ehrlich gesagt mehr beschäftigt als das Nitrat-Timing. Ich hab vor zwei Wochen vor einem langen Lauf (18 km, Mittwochabend) etwa 150g roh gehobelt gegessen - und das war keine gute Idee. Nicht dramatisch, aber so ab Kilometer 10 hat sich das bemerkbar gemacht. Ob das die rohe Knolle war oder was anderes, kann ich natürlich nicht sagen, aber ich hab das seitdem nicht wiederholt vor längeren Einheiten. Was mich bei dem Magen-Punkt interessiert: ist das bei dir reproduzierbar, also tritt das bei roher Knolle konsistent auf oder war das einmalig? Beim Konzentrat ist die Matrix halt komplett anders - kein Rohfaseranteil mehr, anderer osmotischer Druck im Darm, das macht schon einen Unterschied. Ob das der alleinige Grund ist warum Konzentrat verträglicher wirkt, weiß ich nicht genau, aber intuitiv macht das Sinn. Was ich noch nie ausprobiert hab: die Knolle roh essen aber in sehr kleiner Menge, so 50-80g, und dann schauen ob der Magen-Effekt ausbleibt. Das wäre eigentlich die sinnvollere Herangehensweise als gleich 200g zu hobeln und dann zu wundern. Aber das ist halt auch keine kontrollierte Beobachtung, das weißt du selbst.
Zitat von rennradrenate am Juli 19, 2026, 18:55 UhrZitat von rote_socke_83mein Verdauungstrakt etwas... eigene Meinung dazu hat
Das ist bei mir der Punkt, der roh vs. Konzentrat in der Praxis wirklich entscheidet - nicht das Nitrat. Ich hab das bei mir tatsächlich so beobachtet, dass die Menge eine größere Rolle spielt als ob roh oder gekocht. Kleine Mengen roh, so 60-80g im Salat, waren bei mir nie ein Problem. Es wird unangenehm wenn man denkt, mehr hilft mehr, und dann wirklich eine halbe Knolle hobelt kurz vor dem Ausfahren. Das hab ich einmal gemacht und nicht wiederholt. Was ich aber interessant finde und was @markus_b82 noch nicht angesprochen hat: der Zeitpunkt ist vermutlich nicht nur fürs Nitrat-Fenster relevant, sondern auch für den Magen. Ich nehme das Konzentrat seit einer Weile nicht direkt vor der Ausfahrt, sondern zum Frühstück, also wenn noch zwei, drei Stunden Zeit sind. Das hat bei mir den Unterschied gemacht - nicht das Produkt an sich. Ob das mit roher Knolle genauso funktionieren würde, weiß ich nicht. Ich hab das nie direkt verglichen. Roh esse ich die Knolle eher am Vorabend oder mittags, nicht morgens kurz vor der Tour. Was mich bei @markus_b82s 150g-Experiment wundert: war das nüchtern oder nach einer Mahlzeit? Das würde mich schon interessieren, weil ich vermute dass das einen größeren Einfluss hat als die Roheit allein.
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Rennrad ist kein Hobby, das ist Therapie.
Zitat von rote_socke_83mein Verdauungstrakt etwas... eigene Meinung dazu hat
Das ist bei mir der Punkt, der roh vs. Konzentrat in der Praxis wirklich entscheidet - nicht das Nitrat. Ich hab das bei mir tatsächlich so beobachtet, dass die Menge eine größere Rolle spielt als ob roh oder gekocht. Kleine Mengen roh, so 60-80g im Salat, waren bei mir nie ein Problem. Es wird unangenehm wenn man denkt, mehr hilft mehr, und dann wirklich eine halbe Knolle hobelt kurz vor dem Ausfahren. Das hab ich einmal gemacht und nicht wiederholt. Was ich aber interessant finde und was @markus_b82 noch nicht angesprochen hat: der Zeitpunkt ist vermutlich nicht nur fürs Nitrat-Fenster relevant, sondern auch für den Magen. Ich nehme das Konzentrat seit einer Weile nicht direkt vor der Ausfahrt, sondern zum Frühstück, also wenn noch zwei, drei Stunden Zeit sind. Das hat bei mir den Unterschied gemacht - nicht das Produkt an sich. Ob das mit roher Knolle genauso funktionieren würde, weiß ich nicht. Ich hab das nie direkt verglichen. Roh esse ich die Knolle eher am Vorabend oder mittags, nicht morgens kurz vor der Tour. Was mich bei @markus_b82s 150g-Experiment wundert: war das nüchtern oder nach einer Mahlzeit? Das würde mich schon interessieren, weil ich vermute dass das einen größeren Einfluss hat als die Roheit allein.
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Zitat von markus_b82 am Juli 19, 2026, 19:10 UhrZitat von rennradrenatewar das nüchtern oder nach einer Mahlzeit?
Gute Frage, und ich hab da tatsächlich nicht drauf geachtet damals. Ich mein - ich hab vorher normal gegessen, war kein Nüchternversuch, aber wie viel Zeit zwischen Mahlzeit und den 150g lag, weiß ich nicht mehr genau. Das ist natürlich eine relevante Variable, die ich einfach nicht dokumentiert hab. Was mich bei deiner Beobachtung aber mehr beschäftigt: du sagst Zeitpunkt sei nicht nur fürs Nitrat-Fenster relevant, sondern auch für den Magen - das klingt plausibel, aber ich frag mich ob das wirklich der Zeitpunkt ist oder ob es einfach die Pufferwirkung einer vorherigen Mahlzeit ist. Das wäre dann ein anderer Mechanismus. Hast du da irgendwas gelesen, oder ist das reine Selbstbeobachtung? Ich frag weil ich da gerne sauber trennen würde. "Zwei Stunden vorher" und "nach einer Mahlzeit" können beide zutreffen, aber sie erklären möglicherweise unterschiedliche Dinge. Was ich bei mir beobachtet hab, schon länger: Konzentrat auf nüchternen Magen ist bei mir auch keine gute Idee, unabhängig von Rote Bete - das Betanio PLUS hab ich einmal morgens ohne Frühstück probiert und das war unangenehm. Ob das an der Säure, am osmotischen Effekt oder schlicht daran lag dass mein Magen um 6 Uhr morgens grundsätzlich keine Experimente mag, kann ich dir nicht sagen.
Zitat von rennradrenatewar das nüchtern oder nach einer Mahlzeit?
Gute Frage, und ich hab da tatsächlich nicht drauf geachtet damals. Ich mein - ich hab vorher normal gegessen, war kein Nüchternversuch, aber wie viel Zeit zwischen Mahlzeit und den 150g lag, weiß ich nicht mehr genau. Das ist natürlich eine relevante Variable, die ich einfach nicht dokumentiert hab. Was mich bei deiner Beobachtung aber mehr beschäftigt: du sagst Zeitpunkt sei nicht nur fürs Nitrat-Fenster relevant, sondern auch für den Magen - das klingt plausibel, aber ich frag mich ob das wirklich der Zeitpunkt ist oder ob es einfach die Pufferwirkung einer vorherigen Mahlzeit ist. Das wäre dann ein anderer Mechanismus. Hast du da irgendwas gelesen, oder ist das reine Selbstbeobachtung? Ich frag weil ich da gerne sauber trennen würde. "Zwei Stunden vorher" und "nach einer Mahlzeit" können beide zutreffen, aber sie erklären möglicherweise unterschiedliche Dinge. Was ich bei mir beobachtet hab, schon länger: Konzentrat auf nüchternen Magen ist bei mir auch keine gute Idee, unabhängig von Rote Bete - das Betanio PLUS hab ich einmal morgens ohne Frühstück probiert und das war unangenehm. Ob das an der Säure, am osmotischen Effekt oder schlicht daran lag dass mein Magen um 6 Uhr morgens grundsätzlich keine Experimente mag, kann ich dir nicht sagen.
Zitat von rennradrenate am Juli 19, 2026, 19:18 UhrZitat von markus_b82ob es einfach die Pufferwirkung einer vorherigen Mahlzeit ist
Das ist ehrlich gesagt die schärfere Frage, @markus_b82 - und nein, ich hab da nichts gelesen, das ist reine Selbstbeobachtung. Ich kann die beiden Effekte nicht sauber trennen, das gebe ich zu. Ich weiß nur was ich beobachtet habe, nicht warum. Was mich aber bei deinem letzten Punkt mit dem Betanio nüchtern aufhält: ich kenne das. Und ich frage mich ob wir da gerade alle über Magen-Probleme reden, die gar nicht rote-Bete-spezifisch sind, sondern einfach "konzentriertes Zeug auf leeren Magen ist keine gute Idee" - das gilt ja für vieles. Apfelessig nüchtern zum Beispiel. Oder zu viel Kaffee. Meine Hausärztin hat mir das damals auch gesagt als ich ihr von den Konzentrat-Experimenten erzählt hab - sie war nicht begeistert über das Nüchtern-Timing, aber nicht wegen der Roten Bete, sondern ganz allgemein. Was ich noch nicht im Thread gesehen habe: hat irgendjemand hier die rohe Knolle schon mal gerieben statt gehobelt? Ich meine fein gerieben, fast wie Meerrettich-Konsistenz. Bei mir war das verträglicher als die gehobelten Scheiben - ob das an der Zellstruktur liegt oder ich mir das nur einbilde, weiß ich nicht.
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Zitat von markus_b82ob es einfach die Pufferwirkung einer vorherigen Mahlzeit ist
Das ist ehrlich gesagt die schärfere Frage, @markus_b82 - und nein, ich hab da nichts gelesen, das ist reine Selbstbeobachtung. Ich kann die beiden Effekte nicht sauber trennen, das gebe ich zu. Ich weiß nur was ich beobachtet habe, nicht warum. Was mich aber bei deinem letzten Punkt mit dem Betanio nüchtern aufhält: ich kenne das. Und ich frage mich ob wir da gerade alle über Magen-Probleme reden, die gar nicht rote-Bete-spezifisch sind, sondern einfach "konzentriertes Zeug auf leeren Magen ist keine gute Idee" - das gilt ja für vieles. Apfelessig nüchtern zum Beispiel. Oder zu viel Kaffee. Meine Hausärztin hat mir das damals auch gesagt als ich ihr von den Konzentrat-Experimenten erzählt hab - sie war nicht begeistert über das Nüchtern-Timing, aber nicht wegen der Roten Bete, sondern ganz allgemein. Was ich noch nicht im Thread gesehen habe: hat irgendjemand hier die rohe Knolle schon mal gerieben statt gehobelt? Ich meine fein gerieben, fast wie Meerrettich-Konsistenz. Bei mir war das verträglicher als die gehobelten Scheiben - ob das an der Zellstruktur liegt oder ich mir das nur einbilde, weiß ich nicht.
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Rennrad ist kein Hobby, das ist Therapie.
Zitat von markus_b82 am Juli 19, 2026, 19:30 UhrZitat von rennradrenategerieben statt gehobelt
Das ist tatsächlich ein Punkt den ich noch nicht auf dem Schirm hatte. Meine spontane Vermutung wäre, dass beim feinen Reiben mehr Zellsaft austritt - also mehr Kontakt zwischen dem Zellinhalt und irgendwelchen Enzymen die du durch Hobeln weniger aufbrichst. Ob das die Verträglichkeit beeinflusst oder ob da noch was anderes passiert, kann ich nicht sagen. Hast du da eine Quelle für, oder wirklich nur die Eigenbeobachtung? Was mich bei dem Meerrettich-Vergleich aber triggert: Meerrettich hat durch das Reiben ja einen deutlich aggressiveren Geschmack als grob geschnitten, wegen der Myrosinase und dem Allylisothiocyanat. Ich frag mich ob bei Rote Bete durch das feine Reiben ähnliche Prozesse laufen - also ob sich der Erdgeschmack verändert, nicht nur die Textur. Das wäre dann kein reiner Magen-Mechanismus sondern was Chemisches. Ich hab dazu ehrlich gesagt keine Daten. @rennradrenate deine Hausärztin-Anekdote passt übrigens zu dem was ich auch schon gelesen hab, aber ich find es interessant dass sie das unspezifisch formuliert hat. "Konzentriertes Zeug nüchtern" ist halt eine sehr weiche Kategorie - Espresso nüchtern ist für manche kein Problem, für andere ein Drama. Das sagt mir wenig über den Mechanismus bei Rote-Bete-Konzentraten speziell.
Zitat von rennradrenategerieben statt gehobelt
Das ist tatsächlich ein Punkt den ich noch nicht auf dem Schirm hatte. Meine spontane Vermutung wäre, dass beim feinen Reiben mehr Zellsaft austritt - also mehr Kontakt zwischen dem Zellinhalt und irgendwelchen Enzymen die du durch Hobeln weniger aufbrichst. Ob das die Verträglichkeit beeinflusst oder ob da noch was anderes passiert, kann ich nicht sagen. Hast du da eine Quelle für, oder wirklich nur die Eigenbeobachtung? Was mich bei dem Meerrettich-Vergleich aber triggert: Meerrettich hat durch das Reiben ja einen deutlich aggressiveren Geschmack als grob geschnitten, wegen der Myrosinase und dem Allylisothiocyanat. Ich frag mich ob bei Rote Bete durch das feine Reiben ähnliche Prozesse laufen - also ob sich der Erdgeschmack verändert, nicht nur die Textur. Das wäre dann kein reiner Magen-Mechanismus sondern was Chemisches. Ich hab dazu ehrlich gesagt keine Daten. @rennradrenate deine Hausärztin-Anekdote passt übrigens zu dem was ich auch schon gelesen hab, aber ich find es interessant dass sie das unspezifisch formuliert hat. "Konzentriertes Zeug nüchtern" ist halt eine sehr weiche Kategorie - Espresso nüchtern ist für manche kein Problem, für andere ein Drama. Das sagt mir wenig über den Mechanismus bei Rote-Bete-Konzentraten speziell.
Zitat von rennradrenate am Juli 19, 2026, 19:39 UhrZitat von markus_b82ob da ähnliche Prozesse laufen - also ob sich der Erdgeschmack verändert
Das ist eigentlich eine andere Frage als die, die ich gestellt hatte, @markus_b82. Ich hab nicht den Geschmack verglichen, sondern die Verträglichkeit. Ob die beiden Dinge zusammenhängen - also ob ein veränderter Geschmack auch auf veränderte Zellchemie hinweist, die dann den Magen anders belastet - das wäre dann nochmal ein Schritt weiter, den ich nicht überblicke. Zur Myrosinase-Analogie: ich finde den Vergleich nicht ganz überzeugend, weil Meerrettich zu einer komplett anderen Pflanzenfamilie gehört. Ob Rote Bete beim Reiben ähnliche enzymatische Prozesse anwirft, kann ich nicht beurteilen. Ich hab das auch nirgendwo gelesen, das war wirklich nur eine Eigenbeobachtung. Was mich gerade aber mehr beschäftigt ist die Frage, ob wir hier gerade Mechanismen diskutieren, die wir mangels Daten gar nicht trennen können. Ich merk das an mir selbst - ich beobachte etwas, bau dann einen Erklärungsrahmen drum herum, und irgendwann fühlt sich der Rahmen so vertraut an, dass ich ihn für gesichert halte. Das ist @markus_b82s Kritik von vorhin, und ich finde sie berechtigt, auch wenn sie manchmal ein bisschen wie ein Gespräch-Stopper wirkt. Was ich konkret fragen würde: hat irgendjemand hier die geriebene Variante wirklich über mehrere Wochen regelmäßig gegessen - nicht einmal, sondern so als feste Gewohnheit? Weil einmalige Beobachtungen, auch meine eigene, sagen halt wenig.
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Zitat von markus_b82ob da ähnliche Prozesse laufen - also ob sich der Erdgeschmack verändert
Das ist eigentlich eine andere Frage als die, die ich gestellt hatte, @markus_b82. Ich hab nicht den Geschmack verglichen, sondern die Verträglichkeit. Ob die beiden Dinge zusammenhängen - also ob ein veränderter Geschmack auch auf veränderte Zellchemie hinweist, die dann den Magen anders belastet - das wäre dann nochmal ein Schritt weiter, den ich nicht überblicke. Zur Myrosinase-Analogie: ich finde den Vergleich nicht ganz überzeugend, weil Meerrettich zu einer komplett anderen Pflanzenfamilie gehört. Ob Rote Bete beim Reiben ähnliche enzymatische Prozesse anwirft, kann ich nicht beurteilen. Ich hab das auch nirgendwo gelesen, das war wirklich nur eine Eigenbeobachtung. Was mich gerade aber mehr beschäftigt ist die Frage, ob wir hier gerade Mechanismen diskutieren, die wir mangels Daten gar nicht trennen können. Ich merk das an mir selbst - ich beobachte etwas, bau dann einen Erklärungsrahmen drum herum, und irgendwann fühlt sich der Rahmen so vertraut an, dass ich ihn für gesichert halte. Das ist @markus_b82s Kritik von vorhin, und ich finde sie berechtigt, auch wenn sie manchmal ein bisschen wie ein Gespräch-Stopper wirkt. Was ich konkret fragen würde: hat irgendjemand hier die geriebene Variante wirklich über mehrere Wochen regelmäßig gegessen - nicht einmal, sondern so als feste Gewohnheit? Weil einmalige Beobachtungen, auch meine eigene, sagen halt wenig.
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