Rote Bete roh probiert – warum hat mir das keiner vorher gesagt?
Zitat von derbär am Juli 14, 2026, 00:19 UhrAlso ich war bisher immer der Typ der die Knolle entweder aus dem Glas geholt hat oder halt vorgekocht gekauft. Frisch und roh - das war für mich irgendwie nicht auf dem Radar. Bis letzte Woche mein Kumpel Dirk beim Radeln erwähnt hat dass er die roh raspelt und einfach in den Salat wirft. Ich dachte erst der spinnt. Roh? Das dunkle harte Ding? Hab's dann Samstag einfach mal probiert weil ich nach der Tour eh noch frische Knollen vom Markt hatte. Dünn gehobelt, bisschen Zitrone drauf, Olivenöl. Fertig. Echt jetzt - das schmeckt KOMPLETT anders als das weiche Zeug aus dem Glas. Viel erdiger, aber auch irgendwie frischer? Schwer zu beschreiben. Das Glas-Zeug hat so einen leicht säuerlichen Unterton den ich nie mochte. Das hier nicht. Magen hat's auch mitgemacht, keine Probleme. Ich hatte da ehrlich gesagt etwas Bedenken weil ich schon gelesen hab dass manche Leute da empfindlich drauf reagieren. Was mich aber wirklich überrascht hat: der Biss. Das hat Textur ne. Nicht matschig. Für mich als jemand der Gemüse oft langweilig findet eigentlich ein Pluspunkt. Und die Farbe.. ich hab's gewusst und trotzdem kurz erschrocken am nächsten Morgen haha. Wer das noch nicht kennt - die rote Verfärbung im Klo ist normal, falls sich jemand fragt. Was ich jetzt noch nicht weiß: verliert die Knolle durch kochen wirklich so viel von dem Nitratzeug das ich mir eigentlich erhoffe? Ich mein, ich nutz das Konzentrat vor langen Ausfahrten weil ich da mehr Kontrolle über die Menge hab - aber wenn roh essen genauso gut ist wäre das ja praktischer. Hat da jemand eigene Erfahrungen gemacht, roh vs. gekocht beim Training?
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Schaltwerk ölen ist auch Ernährung.
Also ich war bisher immer der Typ der die Knolle entweder aus dem Glas geholt hat oder halt vorgekocht gekauft. Frisch und roh - das war für mich irgendwie nicht auf dem Radar. Bis letzte Woche mein Kumpel Dirk beim Radeln erwähnt hat dass er die roh raspelt und einfach in den Salat wirft. Ich dachte erst der spinnt. Roh? Das dunkle harte Ding? Hab's dann Samstag einfach mal probiert weil ich nach der Tour eh noch frische Knollen vom Markt hatte. Dünn gehobelt, bisschen Zitrone drauf, Olivenöl. Fertig. Echt jetzt - das schmeckt KOMPLETT anders als das weiche Zeug aus dem Glas. Viel erdiger, aber auch irgendwie frischer? Schwer zu beschreiben. Das Glas-Zeug hat so einen leicht säuerlichen Unterton den ich nie mochte. Das hier nicht. Magen hat's auch mitgemacht, keine Probleme. Ich hatte da ehrlich gesagt etwas Bedenken weil ich schon gelesen hab dass manche Leute da empfindlich drauf reagieren. Was mich aber wirklich überrascht hat: der Biss. Das hat Textur ne. Nicht matschig. Für mich als jemand der Gemüse oft langweilig findet eigentlich ein Pluspunkt. Und die Farbe.. ich hab's gewusst und trotzdem kurz erschrocken am nächsten Morgen haha. Wer das noch nicht kennt - die rote Verfärbung im Klo ist normal, falls sich jemand fragt. Was ich jetzt noch nicht weiß: verliert die Knolle durch kochen wirklich so viel von dem Nitratzeug das ich mir eigentlich erhoffe? Ich mein, ich nutz das Konzentrat vor langen Ausfahrten weil ich da mehr Kontrolle über die Menge hab - aber wenn roh essen genauso gut ist wäre das ja praktischer. Hat da jemand eigene Erfahrungen gemacht, roh vs. gekocht beim Training?
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Zitat von jana_w am Juli 14, 2026, 15:42 UhrZitat von derbärverliert die Knolle durch kochen wirklich so viel von dem Nitratzeug
das ist eigentlich die interessante Frage hier, und ich hab dazu mal was gelesen - irgendwo in einem Sporternährungs-Newsletter, ich glaub der war von einem Sportphysiologen aus Österreich - dass das Nitrat selbst beim Kochen ziemlich stabil bleibt, aber ein Teil ins Kochwasser übergeht. Also wer die Knolle kocht und dann das Wasser wegschüttet, verliert tatsächlich was. Roh raspeln oder dünne Scheiben wie du's gemacht hast, da bleibt mehr drin, so die Aussage jedenfalls. Ich mein ich schwöre auf mein Konzentrat vor langen Läufen weil ich da wirklich weiß was ich nehme - Milligramm-genau. Roh essen fühlt sich da für mich schwerer kontrollierbar an, weil Knollen ja auch unterschiedlich groß sind und der Nitratgehalt je nach Boden variiert, hab ich gelesen. Aber dein Ansatz mit der frischen Knolle direkt nach dem Markt klingt ehrlich gesagt ziemlich pragmatisch für jemanden, der das eh in den Alltag einbauen will. Wenn du nicht gerade auf Wettkampf-Timing optimierst, macht das wahrscheinlich keinen riesigen Unterschied ob das jetzt exakt 400mg oder 380mg sind. Was mich bei dir noch interessiert: du sagst du nutzt das Konzentrat vor Ausfahrten - wie lange vorher eigentlich? Ich hab da selbst ne Weile rumprobiert mit dem Timing und bin jetzt bei knapp zwei Stunden, aber ich weiß nicht ob das optimal ist oder ob ich das irgendwo mal falsch aufgeschnappt hab.
Zitat von derbärverliert die Knolle durch kochen wirklich so viel von dem Nitratzeug
das ist eigentlich die interessante Frage hier, und ich hab dazu mal was gelesen - irgendwo in einem Sporternährungs-Newsletter, ich glaub der war von einem Sportphysiologen aus Österreich - dass das Nitrat selbst beim Kochen ziemlich stabil bleibt, aber ein Teil ins Kochwasser übergeht. Also wer die Knolle kocht und dann das Wasser wegschüttet, verliert tatsächlich was. Roh raspeln oder dünne Scheiben wie du's gemacht hast, da bleibt mehr drin, so die Aussage jedenfalls. Ich mein ich schwöre auf mein Konzentrat vor langen Läufen weil ich da wirklich weiß was ich nehme - Milligramm-genau. Roh essen fühlt sich da für mich schwerer kontrollierbar an, weil Knollen ja auch unterschiedlich groß sind und der Nitratgehalt je nach Boden variiert, hab ich gelesen. Aber dein Ansatz mit der frischen Knolle direkt nach dem Markt klingt ehrlich gesagt ziemlich pragmatisch für jemanden, der das eh in den Alltag einbauen will. Wenn du nicht gerade auf Wettkampf-Timing optimierst, macht das wahrscheinlich keinen riesigen Unterschied ob das jetzt exakt 400mg oder 380mg sind. Was mich bei dir noch interessiert: du sagst du nutzt das Konzentrat vor Ausfahrten - wie lange vorher eigentlich? Ich hab da selbst ne Weile rumprobiert mit dem Timing und bin jetzt bei knapp zwei Stunden, aber ich weiß nicht ob das optimal ist oder ob ich das irgendwo mal falsch aufgeschnappt hab.
Zitat von markus_b82 am Juli 14, 2026, 19:28 Uhr@jana_w das mit dem Timing ist tatsächlich der Punkt, wo ich am meisten gelesen hab und wo die Studienlage am saubersten ist. Die oft zitierte Zahl kommt aus Arbeiten von Lansley et al. (2011, Journal of Applied Physiology), die haben 2,5 Stunden vor dem Test gemessen, und da war der Plasma-Nitrit-Peak. Aber da gab's auch Folgestudien, die eher auf 2-3 Stunden eingegrenzt haben - ich schau gern nochmal raus welche genau, ich hab das irgendwann in einem Tabs-Friedhof abgelegt. Was mich bei dem Roh-vs-Gekocht-Vergleich mehr beschäftigt ist der Aspekt den du ansprichst mit der Varianz im Nitratgehalt. Das ist wirklich kein Kleinstes Detail. Ich hab mal irgendwo gelesen (ich glaub war ein Bericht vom Max Rubner-Institut, bin mir aber nicht 100% sicher) dass der Nitratgehalt in frischer Roter Bete je nach Anbaubedingungen um den Faktor 3-4 schwanken kann. Das macht das Konzentrat für jeden, der wirklich auf Dosierung achtet, eigentlich unschlagbar praktisch.
Zitat von derbärverliert die Knolle durch kochen wirklich so viel
Die Antwort ist: es kommt drauf an wie du kochst. Dämpfen statt kochen in Wasser macht einen Unterschied, weil das Nitrat tatsächlich wasserlöslich ist. Roh ist von der Retentionsrate her wahrscheinlich das Optimum - aber ob das im echten Training messbar ist, bezweifle ich bei Hobbyausdauersport-Niveau ehrlich gesagt. Die Kernfrage bleibt für mich: wofür optimierst du? Wettkampf oder einfach regelmäßiger Konsum als Teil der Ernährung? Das sind zwei verschiedene Antworten.
@jana_w das mit dem Timing ist tatsächlich der Punkt, wo ich am meisten gelesen hab und wo die Studienlage am saubersten ist. Die oft zitierte Zahl kommt aus Arbeiten von Lansley et al. (2011, Journal of Applied Physiology), die haben 2,5 Stunden vor dem Test gemessen, und da war der Plasma-Nitrit-Peak. Aber da gab's auch Folgestudien, die eher auf 2-3 Stunden eingegrenzt haben - ich schau gern nochmal raus welche genau, ich hab das irgendwann in einem Tabs-Friedhof abgelegt. Was mich bei dem Roh-vs-Gekocht-Vergleich mehr beschäftigt ist der Aspekt den du ansprichst mit der Varianz im Nitratgehalt. Das ist wirklich kein Kleinstes Detail. Ich hab mal irgendwo gelesen (ich glaub war ein Bericht vom Max Rubner-Institut, bin mir aber nicht 100% sicher) dass der Nitratgehalt in frischer Roter Bete je nach Anbaubedingungen um den Faktor 3-4 schwanken kann. Das macht das Konzentrat für jeden, der wirklich auf Dosierung achtet, eigentlich unschlagbar praktisch.
Zitat von derbärverliert die Knolle durch kochen wirklich so viel
Die Antwort ist: es kommt drauf an wie du kochst. Dämpfen statt kochen in Wasser macht einen Unterschied, weil das Nitrat tatsächlich wasserlöslich ist. Roh ist von der Retentionsrate her wahrscheinlich das Optimum - aber ob das im echten Training messbar ist, bezweifle ich bei Hobbyausdauersport-Niveau ehrlich gesagt. Die Kernfrage bleibt für mich: wofür optimierst du? Wettkampf oder einfach regelmäßiger Konsum als Teil der Ernährung? Das sind zwei verschiedene Antworten.
Zitat von jana_w am Juli 14, 2026, 19:54 Uhr@markus_b82
Zitat von markus_b82wofür optimierst du
okay das ist die Frage die ich mir eigentlich auch hätte stellen sollen, bevor ich ewig am Timing rumprobiert hab. Ich mein, ich lauf Halbmarathons, keine Eliterennen - und trotzdem hab ich das irgendwie behandelt als wäre jede Minute entscheidend. Was mich bei deinem Beitrag aber wirklich hängengeblieben ist: Faktor 3-4 Varianz im Nitratgehalt. Ich hatte Faktor 2 im Kopf, du nennst 3-4. Ich weiß nicht welche Zahl stimmt, aber selbst Faktor 2 hat mich schon kurz aus dem Konzept gebracht, das hatte ich echt nicht so auf dem Schirm gehabt. Das macht den Punkt mit dem Konzentrat für mich eigentlich noch klarer - nicht weil ich Wettkampf-Level optimiere, sondern weil ich zumindest halbwegs wissen will ob ich überhaupt eine relevante Menge zu mir nehme oder ob ich nur Erde esse, die halt zufällig aussieht wie Rote Bete. Für @derbär: ich glaub die ehrliche Antwort auf deine Frage ist - wenn du nicht gezielt auf Timing und Menge schaust, macht roh wahrscheinlich keinen messbaren Unterschied im Training, aber es macht vielleicht einen in der Regelmäßigkeit. Weil wenn's dir schmeckt, isst du's öfter. Und das zählt auch. Dämpfen statt kochen hatte ich übrigens noch gar nicht auf dem Zettel, das probier ich beim nächsten Mal tatsächlich aus - ich koch die Knolle sonst immer in Wasser wenn ich sie warm will.
Zitat von markus_b82wofür optimierst du
okay das ist die Frage die ich mir eigentlich auch hätte stellen sollen, bevor ich ewig am Timing rumprobiert hab. Ich mein, ich lauf Halbmarathons, keine Eliterennen - und trotzdem hab ich das irgendwie behandelt als wäre jede Minute entscheidend. Was mich bei deinem Beitrag aber wirklich hängengeblieben ist: Faktor 3-4 Varianz im Nitratgehalt. Ich hatte Faktor 2 im Kopf, du nennst 3-4. Ich weiß nicht welche Zahl stimmt, aber selbst Faktor 2 hat mich schon kurz aus dem Konzept gebracht, das hatte ich echt nicht so auf dem Schirm gehabt. Das macht den Punkt mit dem Konzentrat für mich eigentlich noch klarer - nicht weil ich Wettkampf-Level optimiere, sondern weil ich zumindest halbwegs wissen will ob ich überhaupt eine relevante Menge zu mir nehme oder ob ich nur Erde esse, die halt zufällig aussieht wie Rote Bete. Für @derbär: ich glaub die ehrliche Antwort auf deine Frage ist - wenn du nicht gezielt auf Timing und Menge schaust, macht roh wahrscheinlich keinen messbaren Unterschied im Training, aber es macht vielleicht einen in der Regelmäßigkeit. Weil wenn's dir schmeckt, isst du's öfter. Und das zählt auch. Dämpfen statt kochen hatte ich übrigens noch gar nicht auf dem Zettel, das probier ich beim nächsten Mal tatsächlich aus - ich koch die Knolle sonst immer in Wasser wenn ich sie warm will.
Zitat von derbär am Juli 14, 2026, 20:20 Uhr@jana_w
Zitat von jana_wwenn's dir schmeckt isst du's öfter. Und das zählt auch.
ja genau DAS ist der Punkt der mir eigentlich am wichtigsten ist und den ich vorher nie so klar formuliert hätte. Ich hab mit dem Konzentrat immer sehr diszipliniert gedacht - morgens, vor der Tour, Menge passt. Aber zwischen den Touren? Null. Das fällt einfach weg weil's kein Essen ist, ne. Und das ist so ein blinder Fleck den ich bei mir grad merke. Wenn die frische Knolle geraspelt im Kühlschrank steht nehm ich die einfach nebenbei - gestern Abend nach der Schicht zum Beispiel, einfach so mit nem bisschen Öl. Nicht wegen Training, einfach weil's da war und ich Hunger hatte. @markus_b82 der Faktor 3-4 Varianz - okay das ist krass und ich glaub dir das. Aber ich frag mich ob das für jemanden der nicht auf Wettkampf geht überhaupt relevant ist. Ich mein wenn selbst die niedrige Variante noch irgendwas bringt, ist doch gut. Ich hab keine Referenz was "zu wenig" ist. Was mich aber grade beschäftigt: hat von euch schonmal jemand direkt verglichen - also wirklich bewusst - eine Woche nur frische Knolle, eine Woche nur Konzentrat, selbe Strecken? Nicht wissenschaftlich, einfach Gefühl. Ich überleg ob ich das mal mache aber ich weiß dass mein Kopf da schon vorher entschieden hat
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Zitat von jana_wwenn's dir schmeckt isst du's öfter. Und das zählt auch.
ja genau DAS ist der Punkt der mir eigentlich am wichtigsten ist und den ich vorher nie so klar formuliert hätte. Ich hab mit dem Konzentrat immer sehr diszipliniert gedacht - morgens, vor der Tour, Menge passt. Aber zwischen den Touren? Null. Das fällt einfach weg weil's kein Essen ist, ne. Und das ist so ein blinder Fleck den ich bei mir grad merke. Wenn die frische Knolle geraspelt im Kühlschrank steht nehm ich die einfach nebenbei - gestern Abend nach der Schicht zum Beispiel, einfach so mit nem bisschen Öl. Nicht wegen Training, einfach weil's da war und ich Hunger hatte. @markus_b82 der Faktor 3-4 Varianz - okay das ist krass und ich glaub dir das. Aber ich frag mich ob das für jemanden der nicht auf Wettkampf geht überhaupt relevant ist. Ich mein wenn selbst die niedrige Variante noch irgendwas bringt, ist doch gut. Ich hab keine Referenz was "zu wenig" ist. Was mich aber grade beschäftigt: hat von euch schonmal jemand direkt verglichen - also wirklich bewusst - eine Woche nur frische Knolle, eine Woche nur Konzentrat, selbe Strecken? Nicht wissenschaftlich, einfach Gefühl. Ich überleg ob ich das mal mache aber ich weiß dass mein Kopf da schon vorher entschieden hat
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Zitat von jana_w am Juli 14, 2026, 20:37 UhrZitat von derbärich weiß dass mein Kopf da schon vorher entschieden hat
haha okay das ist ehrlich, das gefällt mir. Und ich glaub genau deswegen funktioniert so ein Vergleich meistens nicht - weil man schon reingeht mit einer Erwartung und dann "fühlt" man genau das was man fühlen wollte. Ich hab das bei mir selbst gemerkt, in eine andere Richtung. Ich hatte mal zwei Wochen wo ich mein Konzentrat vergessen hab mitzunehmen auf Geschäftsreise, und ich war so sicher dass meine Läufe schlechter werden - und sie waren... normal. Keine Ahnung ob das Placebo in beide Richtungen geht oder ob mein Körper einfach kein gutes Messgerät ist. Was dein Selbstexperiment angeht: ich würd's nur dann sinnvoll finden wenn du wirklich gleiche Strecke, gleiches Wetter, gleicher Schlaf - und das ist halt Alltagssport-Leben, da stimmt nie alles gleichzeitig. @markus_b82 würde hier wahrscheinlich sagen dass du Herzfrequenz bei gleicher Pace vergleichen solltest, nicht Gefühl. Und er hätte ehrlich gesagt recht damit. Was mich bei deinem letzten Satz aber mehr beschäftigt als der Vergleich selbst: du sagst du nimmst die Knolle einfach nebenbei wenn sie im Kühlschrank steht. Das ist eigentlich interessanter als jedes Experiment - weil es bedeutet du hast eine Gewohnheit gebaut ohne es drauf angelegt zu haben.
Zitat von derbärich weiß dass mein Kopf da schon vorher entschieden hat
haha okay das ist ehrlich, das gefällt mir. Und ich glaub genau deswegen funktioniert so ein Vergleich meistens nicht - weil man schon reingeht mit einer Erwartung und dann "fühlt" man genau das was man fühlen wollte. Ich hab das bei mir selbst gemerkt, in eine andere Richtung. Ich hatte mal zwei Wochen wo ich mein Konzentrat vergessen hab mitzunehmen auf Geschäftsreise, und ich war so sicher dass meine Läufe schlechter werden - und sie waren... normal. Keine Ahnung ob das Placebo in beide Richtungen geht oder ob mein Körper einfach kein gutes Messgerät ist. Was dein Selbstexperiment angeht: ich würd's nur dann sinnvoll finden wenn du wirklich gleiche Strecke, gleiches Wetter, gleicher Schlaf - und das ist halt Alltagssport-Leben, da stimmt nie alles gleichzeitig. @markus_b82 würde hier wahrscheinlich sagen dass du Herzfrequenz bei gleicher Pace vergleichen solltest, nicht Gefühl. Und er hätte ehrlich gesagt recht damit. Was mich bei deinem letzten Satz aber mehr beschäftigt als der Vergleich selbst: du sagst du nimmst die Knolle einfach nebenbei wenn sie im Kühlschrank steht. Das ist eigentlich interessanter als jedes Experiment - weil es bedeutet du hast eine Gewohnheit gebaut ohne es drauf angelegt zu haben.
Zitat von markus_b82 am Juli 14, 2026, 21:04 Uhr@jana_w
Zitat von jana_wdu hast eine Gewohnheit gebaut ohne es drauf angelegt zu haben
Das ist tatsächlich der interessantere Punkt in dem was du schreibst - weil Gewohnheitsbildung in der Sporternährungsforschung eigentlich deutlich unterbewertet ist. Die meisten Interventionsstudien laufen 4-6 Wochen, kontrolliert, mit vorgegebenen Mengen. Was danach passiert, also ob die Probanden das Verhalten halten, interessiert in dem Studiendesign meistens niemanden. Und @derbär: zu deinem Selbstexperiment-Gedanken. @jana_w hat recht, Herzfrequenz bei gleicher Pace wäre der sinnvollere Proxy als Gefühl. Aber ich würd noch einen Schritt weitergehen - wenn du das ernsthaft machen willst, brauchst du mindestens 3 Wochen pro Bedingung, nicht eine. Nitrat-Effekte sind kumulativ, das ist zumindest die These die ich bei Wylie et al. (2013, Nitric Oxide Journal) aufgeschnappt hab, bin mir aber grad nicht 100% sicher ob die genau das untersucht haben oder ob ich das aus einem Sekundärartikel hab. Das sollte ich nochmal nachschauen bevor ich das als Fakt hinstelle. Was mich bei dem ganzen "Gewohnheit ohne Absicht"-Gedanken noch beschäftigt: das funktioniert in beide Richtungen. Ich hab bei mir festgestellt, dass ich das Konzentrat sehr oft vergesse wenn ich nicht direkt vor einer langen Einheit stehe. Das Raspeln und Reinwerfen, wie derbär das macht, erzeugt wahrscheinlich eine andere Bindung an das Produkt als das "nimm-Fläschchen-vor-dem-Start"-Ritual. Ob das ernährungsphysiologisch gleichwertig ist - keine Ahnung. Aber als Verhaltensmuster ist es robuster, das glaub ich schon.
Zitat von jana_wdu hast eine Gewohnheit gebaut ohne es drauf angelegt zu haben
Das ist tatsächlich der interessantere Punkt in dem was du schreibst - weil Gewohnheitsbildung in der Sporternährungsforschung eigentlich deutlich unterbewertet ist. Die meisten Interventionsstudien laufen 4-6 Wochen, kontrolliert, mit vorgegebenen Mengen. Was danach passiert, also ob die Probanden das Verhalten halten, interessiert in dem Studiendesign meistens niemanden. Und @derbär: zu deinem Selbstexperiment-Gedanken. @jana_w hat recht, Herzfrequenz bei gleicher Pace wäre der sinnvollere Proxy als Gefühl. Aber ich würd noch einen Schritt weitergehen - wenn du das ernsthaft machen willst, brauchst du mindestens 3 Wochen pro Bedingung, nicht eine. Nitrat-Effekte sind kumulativ, das ist zumindest die These die ich bei Wylie et al. (2013, Nitric Oxide Journal) aufgeschnappt hab, bin mir aber grad nicht 100% sicher ob die genau das untersucht haben oder ob ich das aus einem Sekundärartikel hab. Das sollte ich nochmal nachschauen bevor ich das als Fakt hinstelle. Was mich bei dem ganzen "Gewohnheit ohne Absicht"-Gedanken noch beschäftigt: das funktioniert in beide Richtungen. Ich hab bei mir festgestellt, dass ich das Konzentrat sehr oft vergesse wenn ich nicht direkt vor einer langen Einheit stehe. Das Raspeln und Reinwerfen, wie derbär das macht, erzeugt wahrscheinlich eine andere Bindung an das Produkt als das "nimm-Fläschchen-vor-dem-Start"-Ritual. Ob das ernährungsphysiologisch gleichwertig ist - keine Ahnung. Aber als Verhaltensmuster ist es robuster, das glaub ich schon.
Zitat von derbär am Juli 14, 2026, 21:07 Uhr@markus_b82
Zitat von markus_b82Das Raspeln und Reinwerfen erzeugt wahrscheinlich eine andere Bindung
das triffst du eigentlich sehr gut - aber ich glaub der Grund ist noch banaler als Verhaltenspsychologie. Das Konzentrat liegt bei mir im Keller mit dem ganzen Radkram. Die Rote Bete liegt im Kühlschrank wo ich eh jeden Abend reinschau. Das ist buchstäblich eine Frage von zwei Metern Entfernung. Was mich bei deinem Beitrag aber mehr beschäftigt: du sagst kumulativer Effekt mindestens drei Wochen pro Bedingung. Wenn das stimmt - und ich hab keinen Grund das anzuzweifeln - dann ist mein ganzes "heute Konzentrat, morgen nicht" eh für die Tonne. Ich hab das die ganze Zeit wie ne Tablette gedacht. Einmal nehmen, wirkt. Dabei ist das ja eher wie... regelmäßig schlafen oder so. Ich frag mich grad ob ich da die letzten Monate komplett am Thema vorbeigegangen bin. Nicht dramatisch - ich hab's immer noch gerne gemacht und gefühlt auch was gemerkt. Aber wenn Kontinuität der eigentliche Faktor ist, dann war die frische Knolle im Alltag vielleicht die ganze Zeit die sinnvollere Entscheidung ohne dass ich's wusste. @jana_w dein Beispiel mit der Geschäftsreise find ich ehrlicher als die meisten Selbstexperiment-Berichte die ich so lese.
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Zitat von markus_b82Das Raspeln und Reinwerfen erzeugt wahrscheinlich eine andere Bindung
das triffst du eigentlich sehr gut - aber ich glaub der Grund ist noch banaler als Verhaltenspsychologie. Das Konzentrat liegt bei mir im Keller mit dem ganzen Radkram. Die Rote Bete liegt im Kühlschrank wo ich eh jeden Abend reinschau. Das ist buchstäblich eine Frage von zwei Metern Entfernung. Was mich bei deinem Beitrag aber mehr beschäftigt: du sagst kumulativer Effekt mindestens drei Wochen pro Bedingung. Wenn das stimmt - und ich hab keinen Grund das anzuzweifeln - dann ist mein ganzes "heute Konzentrat, morgen nicht" eh für die Tonne. Ich hab das die ganze Zeit wie ne Tablette gedacht. Einmal nehmen, wirkt. Dabei ist das ja eher wie... regelmäßig schlafen oder so. Ich frag mich grad ob ich da die letzten Monate komplett am Thema vorbeigegangen bin. Nicht dramatisch - ich hab's immer noch gerne gemacht und gefühlt auch was gemerkt. Aber wenn Kontinuität der eigentliche Faktor ist, dann war die frische Knolle im Alltag vielleicht die ganze Zeit die sinnvollere Entscheidung ohne dass ich's wusste. @jana_w dein Beispiel mit der Geschäftsreise find ich ehrlicher als die meisten Selbstexperiment-Berichte die ich so lese.
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Zitat von markus_b82 am Juli 14, 2026, 21:10 Uhr@derbär
Zitat von derbärIch hab das die ganze Zeit wie ne Tablette gedacht. Einmal nehmen, wirkt.
Das ist ehrlich gesagt ein Fehler den ich auch lange gemacht hab - und der in der Sportlerszene verbreitet ist, weil das Konzentrat eben als "Pre-Workout" vermarktet wird. Diese Framing-Frage nervt mich bei dem ganzen Produktsegment: wenn du was als Einzel-Boost positionierst, denken Leute entsprechend drüber nach. Was ich aber nochmal klarstellen will, weil ich vorhin etwas unscharf war: der kumulative Effekt, den ich angesprochen hab, betrifft primär die chronische Supplementation über mehrere Wochen - also ob sich Basiswerte verändern. Der akute Plasma-Nitrit-Peak nach einer Einzel-Dosis ist real und gut belegt, der passiert auch ohne wochenlange Vorgeschichte. Das sind zwei verschiedene Effektebenen und ich hab die in meinem letzten Post etwas vermischt. Sollte ich da genauer sein. Was mich bei deinem Beitrag aber eher beschäftigt: du sagst "gefühlt auch was gemerkt". Ich bin da immer skeptisch, nicht weil ich dir nicht glaube, sondern weil Ausdauersport so viele Variablen hat - Schlaf, Stress, Tagesverfassung. Ich hab früher auch geglaubt ich merk den Unterschied. Dann hab ich angefangen die Herzfrequenz bei festen Strecken zu loggen und die Kurve war deutlich weniger dramatisch als mein Gefühl. Vielleicht magst du das mal gegenprüfen wenn du eh Daten hast.
@derbär
Zitat von derbärIch hab das die ganze Zeit wie ne Tablette gedacht. Einmal nehmen, wirkt.
Das ist ehrlich gesagt ein Fehler den ich auch lange gemacht hab - und der in der Sportlerszene verbreitet ist, weil das Konzentrat eben als "Pre-Workout" vermarktet wird. Diese Framing-Frage nervt mich bei dem ganzen Produktsegment: wenn du was als Einzel-Boost positionierst, denken Leute entsprechend drüber nach. Was ich aber nochmal klarstellen will, weil ich vorhin etwas unscharf war: der kumulative Effekt, den ich angesprochen hab, betrifft primär die chronische Supplementation über mehrere Wochen - also ob sich Basiswerte verändern. Der akute Plasma-Nitrit-Peak nach einer Einzel-Dosis ist real und gut belegt, der passiert auch ohne wochenlange Vorgeschichte. Das sind zwei verschiedene Effektebenen und ich hab die in meinem letzten Post etwas vermischt. Sollte ich da genauer sein. Was mich bei deinem Beitrag aber eher beschäftigt: du sagst "gefühlt auch was gemerkt". Ich bin da immer skeptisch, nicht weil ich dir nicht glaube, sondern weil Ausdauersport so viele Variablen hat - Schlaf, Stress, Tagesverfassung. Ich hab früher auch geglaubt ich merk den Unterschied. Dann hab ich angefangen die Herzfrequenz bei festen Strecken zu loggen und die Kurve war deutlich weniger dramatisch als mein Gefühl. Vielleicht magst du das mal gegenprüfen wenn du eh Daten hast.
Zitat von derbär am Juli 14, 2026, 21:12 Uhr@markus_b82
Zitat von markus_b82Der akute Plasma-Nitrit-Peak nach einer Einzel-Dosis ist real und gut belegt
okay das ist der Punkt der mich grad echt aufweckt. Weil ich die letzten Monate beides irgendwie zusammengerührt hab im Kopf - den akuten Effekt vor der Tour und irgendwas längerfristiges. Und jetzt wo du das trennst merke ich dass ich eigentlich gar nicht weiß was ich die ganze Zeit gemessen hab. Gefühl beim Fahren? Okay. Aber was davon war Einzel-Effekt und was war einfach... dass ich die Woche davor gut geschlafen hab. Das mit dem HF-Logging nervt mich ein bisschen weil du recht hast. Ich hab die Daten. Ich fahr mit Garmin seit zwei Jahren, da liegt alles drin. Ich hab's nur nie so ausgewertet. Immer nur Kilometer und Höhenmeter geschaut, nie HF bei gleicher Strecke verglichen. Eigentlich blöd. Was ich aber nicht loslässt: du sagst du warst früher auch so drauf und hast dann die Daten geguckt und es war weniger dramatisch. Heißt das für dich - du nimmst das Zeug trotzdem noch? Oder hat dich das Logging da rausgebracht? Das interessiert mich gerade wirklich, nicht rhetorisch.
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Zitat von markus_b82Der akute Plasma-Nitrit-Peak nach einer Einzel-Dosis ist real und gut belegt
okay das ist der Punkt der mich grad echt aufweckt. Weil ich die letzten Monate beides irgendwie zusammengerührt hab im Kopf - den akuten Effekt vor der Tour und irgendwas längerfristiges. Und jetzt wo du das trennst merke ich dass ich eigentlich gar nicht weiß was ich die ganze Zeit gemessen hab. Gefühl beim Fahren? Okay. Aber was davon war Einzel-Effekt und was war einfach... dass ich die Woche davor gut geschlafen hab. Das mit dem HF-Logging nervt mich ein bisschen weil du recht hast. Ich hab die Daten. Ich fahr mit Garmin seit zwei Jahren, da liegt alles drin. Ich hab's nur nie so ausgewertet. Immer nur Kilometer und Höhenmeter geschaut, nie HF bei gleicher Strecke verglichen. Eigentlich blöd. Was ich aber nicht loslässt: du sagst du warst früher auch so drauf und hast dann die Daten geguckt und es war weniger dramatisch. Heißt das für dich - du nimmst das Zeug trotzdem noch? Oder hat dich das Logging da rausgebracht? Das interessiert mich gerade wirklich, nicht rhetorisch.
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