Rote Bete roh probiert - warum hat mir das keiner früher gesagt?
Zitat von derbär am Juli 22, 2026, 00:04 UhrMoin - also ich hab bisher immer nur gekochte Rote Bete gegessen, entweder selbst vorgekocht oder halt das Zeug aus der Vakuumpackung vom REWE. Und dann steht meine Nachbarin letzten Samstag mit nem frischen Bund aus ihrem Garten vor der Tür und sagt ich soll die mal roh essen. Ich so: ne danke, kenn ich, schmeckt nach Erde. Sie hat mich dann überredet. Dünn gehobelt, bisschen Zitrone drauf, Olivenöl - fertig. Echt jetzt - warum hat mir das vorher keiner gesagt?! Der Geschmack ist komplett anders. Weniger von dem erdigen Ding, mehr so leicht süßlich und irgendwie frisch. Ich hätte nicht gedacht dass ich das so stehen lasse aber ich hab die halbe Knolle so weggefuttert. Jetzt frag ich mich natürlich - ich fahr ja samstags immer lange Touren meistens so vier bis fünf Stunden - macht das einen Unterschied ob ich roh oder gekocht esse vor der Ausfahrt? Beim Kochen geht doch was verloren, ich mein das weiß man ja eigentlich bei jedem Gemüse. Aber ob das fürs Nitrat-Thema relevant ist... keine Ahnung ehrlich gesagt. Ich hab dazu nix gefunden was mich überzeugt hat. Mein Kollege (der Triathlet) sagt immer kochen ist egal, aber der sagt auch viele Sachen 😄
Hat da jemand konkrete Erfahrungen? Also nicht "ich hab gelesen dass" - sondern wirklich selbst ausprobiert, roh gegen gekocht, und ob man irgendwas gemerkt hat. Bei den Touren oder auch so im Alltag. Und falls jemand noch Rezepte hat wo man rohe Rote Bete gut unterbringt - bin offen. Die Hände danach sehen halt aus als hätt ich operiert.
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Schaltwerk ölen ist auch Ernährung.
Moin - also ich hab bisher immer nur gekochte Rote Bete gegessen, entweder selbst vorgekocht oder halt das Zeug aus der Vakuumpackung vom REWE. Und dann steht meine Nachbarin letzten Samstag mit nem frischen Bund aus ihrem Garten vor der Tür und sagt ich soll die mal roh essen. Ich so: ne danke, kenn ich, schmeckt nach Erde. Sie hat mich dann überredet. Dünn gehobelt, bisschen Zitrone drauf, Olivenöl - fertig. Echt jetzt - warum hat mir das vorher keiner gesagt?! Der Geschmack ist komplett anders. Weniger von dem erdigen Ding, mehr so leicht süßlich und irgendwie frisch. Ich hätte nicht gedacht dass ich das so stehen lasse aber ich hab die halbe Knolle so weggefuttert. Jetzt frag ich mich natürlich - ich fahr ja samstags immer lange Touren meistens so vier bis fünf Stunden - macht das einen Unterschied ob ich roh oder gekocht esse vor der Ausfahrt? Beim Kochen geht doch was verloren, ich mein das weiß man ja eigentlich bei jedem Gemüse. Aber ob das fürs Nitrat-Thema relevant ist... keine Ahnung ehrlich gesagt. Ich hab dazu nix gefunden was mich überzeugt hat. Mein Kollege (der Triathlet) sagt immer kochen ist egal, aber der sagt auch viele Sachen 😄
Hat da jemand konkrete Erfahrungen? Also nicht "ich hab gelesen dass" - sondern wirklich selbst ausprobiert, roh gegen gekocht, und ob man irgendwas gemerkt hat. Bei den Touren oder auch so im Alltag. Und falls jemand noch Rezepte hat wo man rohe Rote Bete gut unterbringt - bin offen. Die Hände danach sehen halt aus als hätt ich operiert.
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Zitat von markus_b82 am Juli 22, 2026, 00:08 Uhr@derbär die Frage roh vs. gekocht ist beim Nitrat-Thema tatsächlich nicht trivial, und dein Kollege liegt da vermutlich nicht komplett falsch - aber aus dem falschen Grund. Was ich aus einem Paper von Wylie et al. (2013, Applied Physiology) im Kopf hab: Nitrat selbst ist hitzeresistent, das bleibt beim Kochen weitgehend erhalten. Das Problem ist eher, wenn du in viel Wasser kochst und das wegschüttest - da geht einiges ins Kochwasser. Dämpfen oder Backen im Ganzen wäre besser als das klassische Abkochen. Roh hast du das also nicht wegen des Geschmacks besser - das kommt wohl eher daher, dass bei dir Zubereitung A schlicht weniger Verlust bedeutet als Zubereitung B. Ob das für eine vier-fünf-Stunden-Tour messbar was ausmacht, bezweifle ich. Ich hab das selbst nicht sauber getestet gekriegt, weil sich bei längeren Einheiten zu viele Variablen überlagern. Was mich an deinem Post mehr beschäftigt als das Nitrat: du sagst, du hast die halbe Knolle roh weggefuttert. Ich frag mich ob du das direkt vor der Tour machen würdest, weil rohe Rote Bete bei mir eine deutlich stärkere Verdauungsreaktion auslöst als gekochte - und das ist bei langer Ausfahrt einfach kein gutes Experiment. Hast du da schon Erfahrung, wie dein Magen roh damit umgeht, besonders nüchtern oder kurz vor Belastung?
@derbär die Frage roh vs. gekocht ist beim Nitrat-Thema tatsächlich nicht trivial, und dein Kollege liegt da vermutlich nicht komplett falsch - aber aus dem falschen Grund. Was ich aus einem Paper von Wylie et al. (2013, Applied Physiology) im Kopf hab: Nitrat selbst ist hitzeresistent, das bleibt beim Kochen weitgehend erhalten. Das Problem ist eher, wenn du in viel Wasser kochst und das wegschüttest - da geht einiges ins Kochwasser. Dämpfen oder Backen im Ganzen wäre besser als das klassische Abkochen. Roh hast du das also nicht wegen des Geschmacks besser - das kommt wohl eher daher, dass bei dir Zubereitung A schlicht weniger Verlust bedeutet als Zubereitung B. Ob das für eine vier-fünf-Stunden-Tour messbar was ausmacht, bezweifle ich. Ich hab das selbst nicht sauber getestet gekriegt, weil sich bei längeren Einheiten zu viele Variablen überlagern. Was mich an deinem Post mehr beschäftigt als das Nitrat: du sagst, du hast die halbe Knolle roh weggefuttert. Ich frag mich ob du das direkt vor der Tour machen würdest, weil rohe Rote Bete bei mir eine deutlich stärkere Verdauungsreaktion auslöst als gekochte - und das ist bei langer Ausfahrt einfach kein gutes Experiment. Hast du da schon Erfahrung, wie dein Magen roh damit umgeht, besonders nüchtern oder kurz vor Belastung?
Zitat von rote_socke_83 am Juli 22, 2026, 00:11 Uhr@markus_b82
Zitat von markus_b82rohe Rote Bete bei mir eine deutlich stärkere Verdauungsreaktion auslöst
Das ist der Punkt den ich direkt anspringen würde. Ich hab das nämlich auch gemerkt, nicht vor der Tour, sondern nach dem Abendessen - und der Magen hat sich abends noch bemerkbar gemacht. Nicht schlimm aber präsent. Roh ist halt kein sanfter Einstieg. @derbär ich sag dir: vor einer langen Ausfahrt wäre ich da sehr vorsichtig. Vier bis fünf Stunden und dann noch Magenspielereien, das kenn ich aus eigener Erfahrung mit anderem Zeugs und das macht keinen Spaß. Die Nitrat-Diskussion ist mir da ehrlich gesagt zweitrangig. Wenn du auf dem Rad sitzt und dein Verdauungstrakt dreht durch ist es dir egal ob du 10mg mehr Nitrat drin hattest. Was mich aber an deiner ganzen Beschreibung mehr interessiert: du hast die halbe Knolle so weggefuttert, weil sie gut geschmeckt hat. Nicht wegen irgendwas mit Stickstoffmonoxid oder Ausdauer. Ich find das eigentlich die ehrlichere Motivation. Wer was essen will weil es gut schmeckt, macht das häufiger - und dann summiert sich vielleicht was, ohne dass man jede Portion wie ein Experiment behandelt. Betanio PLUS kostet mich einen Arm für genau das was ich auch frisch kaufen kann, und jetzt erzähl mir einer warum das schlau ist.
Zitat von markus_b82rohe Rote Bete bei mir eine deutlich stärkere Verdauungsreaktion auslöst
Das ist der Punkt den ich direkt anspringen würde. Ich hab das nämlich auch gemerkt, nicht vor der Tour, sondern nach dem Abendessen - und der Magen hat sich abends noch bemerkbar gemacht. Nicht schlimm aber präsent. Roh ist halt kein sanfter Einstieg. @derbär ich sag dir: vor einer langen Ausfahrt wäre ich da sehr vorsichtig. Vier bis fünf Stunden und dann noch Magenspielereien, das kenn ich aus eigener Erfahrung mit anderem Zeugs und das macht keinen Spaß. Die Nitrat-Diskussion ist mir da ehrlich gesagt zweitrangig. Wenn du auf dem Rad sitzt und dein Verdauungstrakt dreht durch ist es dir egal ob du 10mg mehr Nitrat drin hattest. Was mich aber an deiner ganzen Beschreibung mehr interessiert: du hast die halbe Knolle so weggefuttert, weil sie gut geschmeckt hat. Nicht wegen irgendwas mit Stickstoffmonoxid oder Ausdauer. Ich find das eigentlich die ehrlichere Motivation. Wer was essen will weil es gut schmeckt, macht das häufiger - und dann summiert sich vielleicht was, ohne dass man jede Portion wie ein Experiment behandelt. Betanio PLUS kostet mich einen Arm für genau das was ich auch frisch kaufen kann, und jetzt erzähl mir einer warum das schlau ist.
Zitat von markus_b82 am Juli 22, 2026, 01:48 Uhr@rote_socke_83
Zitat von rote_socke_83Betanio PLUS kostet mich einen Arm für genau das was ich auch frisch kaufen kann
Da bin ich geteilter Meinung, und zwar nicht aus Produktloyalität. Ich hab Betanio PLUS selbst getestet, aber der Vergleich "frische Knolle = Konzentrat" stimmt so nicht pauschal, weil du bei frischer Rübe schlicht nicht weißt was drin ist. Nitratgehalt schwankt enorm - je nach Sorte, Lagerung, Bodenbeschaffenheit. Das ist kein Marketing, das ist einfach Biochemie. Ob das in der Praxis relevant ist, andere Frage. Was mich bei deinem Kommentar aber mehr stört: du hast den Eindruck erweckt, als wäre das eine Art Entweder-oder. Ich seh das eher als Kontextfrage. Wer regelmäßig frisch kauft und selbst zubereitet, hat wahrscheinlich keinen Bedarf für Konzentrate. Wer unter Zeitdruck steht oder reproduzierbare Mengen will - andere Rechnung. Aber das ist nicht mal der Punkt der mich gerade beschäftigt. Was du sagst, dass derbär die Knolle weggefuttert hat weil sie gut schmeckt - da hast du recht, das ist die ehrlichere Motivation. Ich find's nur etwas naiv zu glauben, dass sich das dann schon "summiert". Wenn jemand kurz vor einer langen Tour rohe Rübe essen will weil sie gut schmeckt, und dann 40 Kilometer draußen sitzt mit einem Magen der nicht mitspielt, kommt der so schnell nicht wieder. Das ist auch eine Art von Summierung, nur die falsche. @derbär - hast du eigentlich irgendwas gemerkt nach dem rohen Essen, oder ist das problemlos geblieben?
Zitat von rote_socke_83Betanio PLUS kostet mich einen Arm für genau das was ich auch frisch kaufen kann
Da bin ich geteilter Meinung, und zwar nicht aus Produktloyalität. Ich hab Betanio PLUS selbst getestet, aber der Vergleich "frische Knolle = Konzentrat" stimmt so nicht pauschal, weil du bei frischer Rübe schlicht nicht weißt was drin ist. Nitratgehalt schwankt enorm - je nach Sorte, Lagerung, Bodenbeschaffenheit. Das ist kein Marketing, das ist einfach Biochemie. Ob das in der Praxis relevant ist, andere Frage. Was mich bei deinem Kommentar aber mehr stört: du hast den Eindruck erweckt, als wäre das eine Art Entweder-oder. Ich seh das eher als Kontextfrage. Wer regelmäßig frisch kauft und selbst zubereitet, hat wahrscheinlich keinen Bedarf für Konzentrate. Wer unter Zeitdruck steht oder reproduzierbare Mengen will - andere Rechnung. Aber das ist nicht mal der Punkt der mich gerade beschäftigt. Was du sagst, dass derbär die Knolle weggefuttert hat weil sie gut schmeckt - da hast du recht, das ist die ehrlichere Motivation. Ich find's nur etwas naiv zu glauben, dass sich das dann schon "summiert". Wenn jemand kurz vor einer langen Tour rohe Rübe essen will weil sie gut schmeckt, und dann 40 Kilometer draußen sitzt mit einem Magen der nicht mitspielt, kommt der so schnell nicht wieder. Das ist auch eine Art von Summierung, nur die falsche. @derbär - hast du eigentlich irgendwas gemerkt nach dem rohen Essen, oder ist das problemlos geblieben?
Zitat von derbär am Juli 22, 2026, 02:28 UhrZitat von markus_b82kommt der so schnell nicht wieder
@markus_b82 ja okay - das Argument zieht. Hab ich so noch nicht gedacht ehrlich gesagt. Zu deiner Frage: nein nix gemerkt danach. Aber ich hab die Rote Bete auch abends gegessen nicht direkt vor irgendwas. Kein Stress für den Magen, alles entspannt. Ob das vor ner Samstagsausfahrt anders wäre - keine Ahnung, ich wär da auch nicht leichtsinnig. Ich ess vor langen Touren eh nicht viel, das hab ich einmal falsch gemacht mit nem zu schweren Frühstück und das reicht. Was mich bei der ganzen Diskussion aber grad etwas nervt: wir reden jetzt schon ne Weile über Magen und Nitrat und Konzentrat - und das Ding das mich wirklich überrascht hat, nämlich dass die Knolle roh einfach komplett anders schmeckt, rutscht so ein bisschen unter den Tisch. Das ist doch eigentlich ne Info die man irgendwo vorher hätte kriegen können ne? Ich mein - ich ess das Zeug seit Jahren und niemand hat mal gesagt: versuch das mal dünn gehobelt mit Zitrone. Vielleicht ist das auch der Punkt. Nicht jede Essensentscheidung muss man von der Biochemie her aufrollen.
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Zitat von markus_b82kommt der so schnell nicht wieder
@markus_b82 ja okay - das Argument zieht. Hab ich so noch nicht gedacht ehrlich gesagt. Zu deiner Frage: nein nix gemerkt danach. Aber ich hab die Rote Bete auch abends gegessen nicht direkt vor irgendwas. Kein Stress für den Magen, alles entspannt. Ob das vor ner Samstagsausfahrt anders wäre - keine Ahnung, ich wär da auch nicht leichtsinnig. Ich ess vor langen Touren eh nicht viel, das hab ich einmal falsch gemacht mit nem zu schweren Frühstück und das reicht. Was mich bei der ganzen Diskussion aber grad etwas nervt: wir reden jetzt schon ne Weile über Magen und Nitrat und Konzentrat - und das Ding das mich wirklich überrascht hat, nämlich dass die Knolle roh einfach komplett anders schmeckt, rutscht so ein bisschen unter den Tisch. Das ist doch eigentlich ne Info die man irgendwo vorher hätte kriegen können ne? Ich mein - ich ess das Zeug seit Jahren und niemand hat mal gesagt: versuch das mal dünn gehobelt mit Zitrone. Vielleicht ist das auch der Punkt. Nicht jede Essensentscheidung muss man von der Biochemie her aufrollen.
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