Rote Bete aus dem Glas – wann ist es ein Kompromiss, wann eine Niederlage?
Zitat von rennradrenate am Juli 6, 2026, 10:53 UhrZitat von jana_wob das bei Rote Bete noch extremer ist weil die halt so viel dichter ist
Das ist der Punkt der mich gerade auch beschäftigt. Ich hab keine Ahnung wie tief eine Salzlake in so eine Knolle eindringt, die ist ja nicht mit Möhren vergleichbar was die Dichte angeht. Das würde fast bedeuten, man muss sie klein schneiden - gar keine Option, ganze Knollen zu nehmen. Was jana_ws Temperatur-Gedanke angeht: ich hätte das intuitiv als Problem eingeschätzt, also 27 Grad und Fermentation klingt nach Risiko. Aber ich kenne das aus dem Brotbacken ein bisschen - meine Kollegin Bärbel macht Sauerteig und die sagt, wärmer heißt schneller, nicht automatisch schlechter, solange man aufpasst. Ob das übertragbar ist keine Ahnung, das sind andere Bakterien. Ich sage das nur weil ich finde, "zu warm" ist vielleicht nicht so eindeutig wie es klingt. Und zur ursprünglichen Frage - @jana_w du hast recht, das ist irgendwie die eigentliche Antwort. Das Glas wird zur Niederlage in dem Moment wo man die Alternative wirklich kennt, nicht vorher. Mein Kollege, den ich am Anfang erwähnt hatte, der kennt die Alternative nicht - für ihn ist es gar keine Niederlage. Das ist kein Vorwurf, das ist nur ein anderer Ausgangspunkt. Ich bin gespannt was Samstag rauskommt. Ich nehme eure Fragen mit, das ist inzwischen eine richtige Liste.
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Rennrad ist kein Hobby, das ist Therapie.
Zitat von jana_wob das bei Rote Bete noch extremer ist weil die halt so viel dichter ist
Das ist der Punkt der mich gerade auch beschäftigt. Ich hab keine Ahnung wie tief eine Salzlake in so eine Knolle eindringt, die ist ja nicht mit Möhren vergleichbar was die Dichte angeht. Das würde fast bedeuten, man muss sie klein schneiden - gar keine Option, ganze Knollen zu nehmen. Was jana_ws Temperatur-Gedanke angeht: ich hätte das intuitiv als Problem eingeschätzt, also 27 Grad und Fermentation klingt nach Risiko. Aber ich kenne das aus dem Brotbacken ein bisschen - meine Kollegin Bärbel macht Sauerteig und die sagt, wärmer heißt schneller, nicht automatisch schlechter, solange man aufpasst. Ob das übertragbar ist keine Ahnung, das sind andere Bakterien. Ich sage das nur weil ich finde, "zu warm" ist vielleicht nicht so eindeutig wie es klingt. Und zur ursprünglichen Frage - @jana_w du hast recht, das ist irgendwie die eigentliche Antwort. Das Glas wird zur Niederlage in dem Moment wo man die Alternative wirklich kennt, nicht vorher. Mein Kollege, den ich am Anfang erwähnt hatte, der kennt die Alternative nicht - für ihn ist es gar keine Niederlage. Das ist kein Vorwurf, das ist nur ein anderer Ausgangspunkt. Ich bin gespannt was Samstag rauskommt. Ich nehme eure Fragen mit, das ist inzwischen eine richtige Liste.
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Zitat von jana_w am Juli 6, 2026, 11:15 UhrZitat von rennradrenatewärmer heißt schneller, nicht automatisch schlechter
okay das mit dem Sauerteig-Vergleich macht tatsächlich Sinn. ich hab das auch so im Hinterkopf dass Wärme nicht per se das Problem ist, sondern eher wenn man dann nicht draufschaut. bei 27 Grad und Rote Bete würde ich wahrscheinlich nach drei Tagen schon probieren statt fünf zu warten. einfach weil der Prozess dann halt deutlich weiter ist. was mich bei deiner Liste grad beschäftigt @rennradrenate - ich find es ein bisschen komisch dass wir jetzt alle möglichen Fragen für die Vereinsfrau sammeln als wäre das so ein Recherche-Auftrag. die kennt das vielleicht einfach aus Praxis und hat nie drüber nachgedacht warum bestimmte Dinge so sind wie sie sind. also ich kenn das von mir selbst - ich erkläre manchmal Dinge in InDesign und merke dann dass ich null begründen kann warum ich das so mache, ich mach's halt. vielleicht hat sie bei Rote Bete einfach ein Gefühl entwickelt das sich nicht so leicht in Antworten übersetzen lässt. was ich mir aber wirklich noch nicht vorstellen kann: ob fermentierte Rote Bete optisch noch so knallig ist oder ob die Farbe leidet. weil das wäre für mich ehrlich gesagt auch ein Kriterium. ich benutz die manchmal als Farbklecks auf dem Teller und wenn das nach dem Fermentieren so ein mattes Bordeaux wird das ist halt auch... naja.
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Zitat von rennradrenatewärmer heißt schneller, nicht automatisch schlechter
okay das mit dem Sauerteig-Vergleich macht tatsächlich Sinn. ich hab das auch so im Hinterkopf dass Wärme nicht per se das Problem ist, sondern eher wenn man dann nicht draufschaut. bei 27 Grad und Rote Bete würde ich wahrscheinlich nach drei Tagen schon probieren statt fünf zu warten. einfach weil der Prozess dann halt deutlich weiter ist. was mich bei deiner Liste grad beschäftigt @rennradrenate - ich find es ein bisschen komisch dass wir jetzt alle möglichen Fragen für die Vereinsfrau sammeln als wäre das so ein Recherche-Auftrag. die kennt das vielleicht einfach aus Praxis und hat nie drüber nachgedacht warum bestimmte Dinge so sind wie sie sind. also ich kenn das von mir selbst - ich erkläre manchmal Dinge in InDesign und merke dann dass ich null begründen kann warum ich das so mache, ich mach's halt. vielleicht hat sie bei Rote Bete einfach ein Gefühl entwickelt das sich nicht so leicht in Antworten übersetzen lässt. was ich mir aber wirklich noch nicht vorstellen kann: ob fermentierte Rote Bete optisch noch so knallig ist oder ob die Farbe leidet. weil das wäre für mich ehrlich gesagt auch ein Kriterium. ich benutz die manchmal als Farbklecks auf dem Teller und wenn das nach dem Fermentieren so ein mattes Bordeaux wird das ist halt auch... naja.
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Zitat von rennradrenate am Juli 6, 2026, 11:19 UhrZitat von jana_wob fermentierte Rote Bete optisch noch so knallig ist oder ob die Farbe leidet
Das ist eine Frage die ich mir so noch gar nicht gestellt hatte, weil ich Rote Bete nicht als Farbklecks auf dem Teller einsetze - bei mir landet sie meistens als Beilage oder direkt im Salat. Aber ich frage das Samstag mit. Ernsthaft, das ist kein schlechter Hinweis. Was mich bei deiner Beobachtung über die Vereinsfrau aber stört, @jana_w - nicht das Argument selbst, aber die Richtung. Natürlich kann jemand etwas aus Gefühl heraus richtig machen ohne es erklären zu können. Aber ich finde das kein Grund, die Fragen nicht trotzdem zu stellen. Wenn sie sagt "keine Ahnung, ich machs halt so", dann ist das auch eine Information. Und vielleicht ergibt sich im Gespräch mehr als auf direktes Nachfragen. So läuft das bei mir oft. Was die Farbe angeht: ich hab irgendwo gelesen - ich glaube das war in irgendeinem Kochblog, nicht sonderlich wissenschaftlich - dass Betanin, also der rote Farbstoff, relativ empfindlich auf Hitze reagiert, aber nicht unbedingt auf Säure. Fermentation erzeugt ja Milchsäure, also wäre es theoretisch möglich dass die Farbe sogar stabiler bleibt als beim Kochen. Aber ob das stimmt weiß ich wirklich nicht, ich werfe das nur in den Raum weil es mich jetzt interessiert.
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Zitat von jana_wob fermentierte Rote Bete optisch noch so knallig ist oder ob die Farbe leidet
Das ist eine Frage die ich mir so noch gar nicht gestellt hatte, weil ich Rote Bete nicht als Farbklecks auf dem Teller einsetze - bei mir landet sie meistens als Beilage oder direkt im Salat. Aber ich frage das Samstag mit. Ernsthaft, das ist kein schlechter Hinweis. Was mich bei deiner Beobachtung über die Vereinsfrau aber stört, @jana_w - nicht das Argument selbst, aber die Richtung. Natürlich kann jemand etwas aus Gefühl heraus richtig machen ohne es erklären zu können. Aber ich finde das kein Grund, die Fragen nicht trotzdem zu stellen. Wenn sie sagt "keine Ahnung, ich machs halt so", dann ist das auch eine Information. Und vielleicht ergibt sich im Gespräch mehr als auf direktes Nachfragen. So läuft das bei mir oft. Was die Farbe angeht: ich hab irgendwo gelesen - ich glaube das war in irgendeinem Kochblog, nicht sonderlich wissenschaftlich - dass Betanin, also der rote Farbstoff, relativ empfindlich auf Hitze reagiert, aber nicht unbedingt auf Säure. Fermentation erzeugt ja Milchsäure, also wäre es theoretisch möglich dass die Farbe sogar stabiler bleibt als beim Kochen. Aber ob das stimmt weiß ich wirklich nicht, ich werfe das nur in den Raum weil es mich jetzt interessiert.
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Zitat von jana_w am Juli 6, 2026, 11:24 Uhr[quote=rennradrenateBetanin empfindlich auf Hitze, nicht unbedingt auf Säure[/quote]
okay das wär tatsächlich nice wenn das stimmt. weil das würde ja heißen fermentiert ist optisch stabiler als gekocht - das hätte ich nicht erwartet. ich überleg gerade ob ich das irgendwo nachprüfen kann aber ich glaub das ist so ein Randthema dass man da nicht mal eben was Vernünftiges findet. vielleicht so ein Lebensmittelchemie-Forum wo Leute ernsthaft über Pigmente diskutieren. was mich bei deiner Sache aber grade stört @rennradrenate - du hast gesagt mein Argument über die Vereinsfrau geht in eine falsche Richtung. ich meinte das nicht als Grund keine Fragen zu stellen. ich meinte eher dass Praxis-Wissen sich manchmal nicht gut in Antworten übersetzen lässt und man dann enttäuscht ist wenn man konkrete Zahlen wollte und "ich mach das halt so" zurückbekommt. das kenn ich aus meiner Arbeit echt gut. wenn mich jemand fragt warum ich Schriften so kombiniere wie ich das tue kann ich das manchmal nicht in Regeln packen, ich seh es einfach. das ist kein Wissen das man mal eben weitergeben kann. also ich bin nicht gegen die Fragen. ich bin nur vorsichtig mit den Erwartungen.
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[quote=rennradrenateBetanin empfindlich auf Hitze, nicht unbedingt auf Säure[/quote]
okay das wär tatsächlich nice wenn das stimmt. weil das würde ja heißen fermentiert ist optisch stabiler als gekocht - das hätte ich nicht erwartet. ich überleg gerade ob ich das irgendwo nachprüfen kann aber ich glaub das ist so ein Randthema dass man da nicht mal eben was Vernünftiges findet. vielleicht so ein Lebensmittelchemie-Forum wo Leute ernsthaft über Pigmente diskutieren. was mich bei deiner Sache aber grade stört @rennradrenate - du hast gesagt mein Argument über die Vereinsfrau geht in eine falsche Richtung. ich meinte das nicht als Grund keine Fragen zu stellen. ich meinte eher dass Praxis-Wissen sich manchmal nicht gut in Antworten übersetzen lässt und man dann enttäuscht ist wenn man konkrete Zahlen wollte und "ich mach das halt so" zurückbekommt. das kenn ich aus meiner Arbeit echt gut. wenn mich jemand fragt warum ich Schriften so kombiniere wie ich das tue kann ich das manchmal nicht in Regeln packen, ich seh es einfach. das ist kein Wissen das man mal eben weitergeben kann. also ich bin nicht gegen die Fragen. ich bin nur vorsichtig mit den Erwartungen.
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Zitat von rennradrenate am Juli 6, 2026, 11:29 UhrZitat von jana_wPraxis-Wissen sich manchmal nicht gut in Antworten übersetzen lässt
Das verstehe ich, @jana_w - und ich nehme die Korrektur an. Ich hab das zu schnell als Einwand gegen die Fragen gelesen, das war nicht fair. Aber ich glaube trotzdem dass wir da zwei verschiedene Dinge meinen. Wenn jemand sagt "ich machs halt so" ist das für mich kein Scheitern des Gesprächs. Ich bin Lehrerin, ich kenn das Gegenteil - Leute die alles erklären können und nichts wirklich beherrschen. Praxis-Wissen ist echtes Wissen, nur anders verpackt. Man muss halt andere Fragen stellen. Nicht "warum machst du das" sondern "zeig mal" oder "was passiert wenn du das weglässt". Das kommt im Gespräch oft von selbst. Was mich bei dem Betanin-Punkt jetzt aber wirklich beschäftigt: wenn Hitze das Problem ist, nicht Säure - dann wäre fermentierte Rote Bete beim Kochen im Nachhinein trotzdem verloren, oder? Also wenn jemand die fermentierte Knolle dann noch erhitzt. Das klingt nach einem Fall wo man sich die ganze Arbeit spart wenn man am Ende Rösti draus macht. Ob das relevant ist keine Ahnung. Aber ich frage mich ob die Vereinsfrau die fermentierte Knolle überhaupt noch verarbeitet oder ob sie die kalt isst. Das wäre ehrlich gesagt eine konkretere Frage als alles andere was ich bisher auf meiner Liste habe.
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Zitat von jana_wPraxis-Wissen sich manchmal nicht gut in Antworten übersetzen lässt
Das verstehe ich, @jana_w - und ich nehme die Korrektur an. Ich hab das zu schnell als Einwand gegen die Fragen gelesen, das war nicht fair. Aber ich glaube trotzdem dass wir da zwei verschiedene Dinge meinen. Wenn jemand sagt "ich machs halt so" ist das für mich kein Scheitern des Gesprächs. Ich bin Lehrerin, ich kenn das Gegenteil - Leute die alles erklären können und nichts wirklich beherrschen. Praxis-Wissen ist echtes Wissen, nur anders verpackt. Man muss halt andere Fragen stellen. Nicht "warum machst du das" sondern "zeig mal" oder "was passiert wenn du das weglässt". Das kommt im Gespräch oft von selbst. Was mich bei dem Betanin-Punkt jetzt aber wirklich beschäftigt: wenn Hitze das Problem ist, nicht Säure - dann wäre fermentierte Rote Bete beim Kochen im Nachhinein trotzdem verloren, oder? Also wenn jemand die fermentierte Knolle dann noch erhitzt. Das klingt nach einem Fall wo man sich die ganze Arbeit spart wenn man am Ende Rösti draus macht. Ob das relevant ist keine Ahnung. Aber ich frage mich ob die Vereinsfrau die fermentierte Knolle überhaupt noch verarbeitet oder ob sie die kalt isst. Das wäre ehrlich gesagt eine konkretere Frage als alles andere was ich bisher auf meiner Liste habe.
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Zitat von jana_w am Juli 6, 2026, 14:54 Uhr[quote=rennradrenateob die Vereinsfrau die fermentierte Knolle überhaupt noch verarbeitet oder ob sie die kalt isst[/quote]
okay das ist tatsächlich die interessanteste Frage die du bisher hattest. weil wenn sie die nur kalt isst dann ist das ja schon fast ein Statement - also nicht bewusst aber de facto. und das würde auch erklären warum die Farbe ihr offenbar wichtig genug war um das Fermentieren zu lernen. jemand der das eh kochend weiterverarbeitet würde das wahrscheinlich gar nicht so angehen. ich überleg gerade ob ich Rote Bete überhaupt je warm gegessen hab in letzter Zeit. also gekocht ja, aber dann kalt auf dem Teller oder im Salat. direkt warm... eigentlich kaum. ist halt so ein Gemüse das ich meistens dann raushole wenn ich eh keinen Ofen anmachen will. was vielleicht bedeutet dass fermentiert für mich gar nicht so ein Kompromiss wäre wie ich dachte - ich würd sie eh nicht erhitzen. @rennradrenate frag sie auch ob sie da irgendwas dazugibt. also Gewürze, Kümmel, was auch immer. weil das klingt sonst sehr puristisch und ich kann mir vorstellen dass Rote Bete pur fermentiert schon ziemlich... intensiv ist. bei meinen Möhren hatte ich noch Knoblauch drin und das hat den Geschmack komplett anders gemacht als ich erwartet hatte, nicht unbedingt schlechter aber halt nicht mehr neutral.
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[quote=rennradrenateob die Vereinsfrau die fermentierte Knolle überhaupt noch verarbeitet oder ob sie die kalt isst[/quote]
okay das ist tatsächlich die interessanteste Frage die du bisher hattest. weil wenn sie die nur kalt isst dann ist das ja schon fast ein Statement - also nicht bewusst aber de facto. und das würde auch erklären warum die Farbe ihr offenbar wichtig genug war um das Fermentieren zu lernen. jemand der das eh kochend weiterverarbeitet würde das wahrscheinlich gar nicht so angehen. ich überleg gerade ob ich Rote Bete überhaupt je warm gegessen hab in letzter Zeit. also gekocht ja, aber dann kalt auf dem Teller oder im Salat. direkt warm... eigentlich kaum. ist halt so ein Gemüse das ich meistens dann raushole wenn ich eh keinen Ofen anmachen will. was vielleicht bedeutet dass fermentiert für mich gar nicht so ein Kompromiss wäre wie ich dachte - ich würd sie eh nicht erhitzen. @rennradrenate frag sie auch ob sie da irgendwas dazugibt. also Gewürze, Kümmel, was auch immer. weil das klingt sonst sehr puristisch und ich kann mir vorstellen dass Rote Bete pur fermentiert schon ziemlich... intensiv ist. bei meinen Möhren hatte ich noch Knoblauch drin und das hat den Geschmack komplett anders gemacht als ich erwartet hatte, nicht unbedingt schlechter aber halt nicht mehr neutral.
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Zitat von rennradrenate am Juli 6, 2026, 15:26 Uhr[quote=jana_wob sie da irgendwas dazugibt[/quote]
Das nehme ich mit, @jana_w - Gewürze hatte ich tatsächlich noch gar nicht auf dem Zettel. Und dein Knoblauch-Hinweis ist interessant, weil ich mir vorstelle dass Rote Bete mit ihrer Eigenart - dieser leicht erdigen, fast bitteren Note unter dem Süßen - durch Knoblauch entweder sehr gut oder sehr seltsam werden kann. Das ist bei Rote Bete generell so, finde ich. Die verzeiht wenig bei Kombinationen. Was mich bei deiner Beobachtung aber mehr beschäftigt: du sagst du isst sie eh meistens kalt. Ich merke gerade dass ich das bei mir auch so halte, ohne dass ich das je bewusst entschieden hätte. Die frischen Knollen koche ich, ja - aber dann kühlt sie ab, und warm esse ich sie eigentlich nie außer wenn sie direkt aus dem Topf kommt und ich Hunger habe und keine Geduld. Das ist vielleicht der unausgesprochene Grund warum fermentiert für die Frau aus dem Verein so selbstverständlich ist. Nicht weil sie irgendeine Philosophie dahinter hat, sondern weil es einfach zu ihrer Essweise passt. Man entwickelt Gewohnheiten und sucht dann rückwirkend Gründe dafür. Ob Kümmel eine Option wäre... ich weiß nicht. Kümmel ist bei mir so ein Gewürz das ich entweder zu viel oder zu wenig nehme, da kenne ich kein Mittelmaß.
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[quote=jana_wob sie da irgendwas dazugibt[/quote]
Das nehme ich mit, @jana_w - Gewürze hatte ich tatsächlich noch gar nicht auf dem Zettel. Und dein Knoblauch-Hinweis ist interessant, weil ich mir vorstelle dass Rote Bete mit ihrer Eigenart - dieser leicht erdigen, fast bitteren Note unter dem Süßen - durch Knoblauch entweder sehr gut oder sehr seltsam werden kann. Das ist bei Rote Bete generell so, finde ich. Die verzeiht wenig bei Kombinationen. Was mich bei deiner Beobachtung aber mehr beschäftigt: du sagst du isst sie eh meistens kalt. Ich merke gerade dass ich das bei mir auch so halte, ohne dass ich das je bewusst entschieden hätte. Die frischen Knollen koche ich, ja - aber dann kühlt sie ab, und warm esse ich sie eigentlich nie außer wenn sie direkt aus dem Topf kommt und ich Hunger habe und keine Geduld. Das ist vielleicht der unausgesprochene Grund warum fermentiert für die Frau aus dem Verein so selbstverständlich ist. Nicht weil sie irgendeine Philosophie dahinter hat, sondern weil es einfach zu ihrer Essweise passt. Man entwickelt Gewohnheiten und sucht dann rückwirkend Gründe dafür. Ob Kümmel eine Option wäre... ich weiß nicht. Kümmel ist bei mir so ein Gewürz das ich entweder zu viel oder zu wenig nehme, da kenne ich kein Mittelmaß.
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Zitat von markus_b82 am Juli 10, 2026, 16:50 UhrIch lese den Thread jetzt seit einer Weile mit und der Betanin-Punkt von @rennradrenate hat mich tatsächlich kurz aufgehalten, weil ich dazu was nachschauen wollte. Hab das jetzt kurz überflogen: Betacyanine - Betanin gehört dazu - sind tatsächlich hitzesensitiv, das bestätigt sich in der Lebensmittelchemie relativ konsistent. Bei pH-Werten unter 5 (also im sauren Milieu, wie es Fermentation erzeugt) ist die Stabilität besser als bei neutralem pH und Hitze kombiniert. Das ist kein Marketingtext, das taucht in Standardlehrbüchern zur Lebensmittelchemie auf, ich hab grad eine kurze Quelle überflogen die auf Stintzing & Carle (2004) zurückgeht, falls jemand das nachprüfen will. Was ich aber eigentlich sagen wollte: der Gedanke von @rennradrenate - man entwickelt Gewohnheiten und sucht rückwirkend Gründe - trifft mich gerade etwas, weil ich das bei mir mit Rote-Beete-Saft genauso gemacht habe. Ich hab mir erst die Nitrat-Literatur reingezogen und dann angefangen das Produkt zu rechtfertigen das ich eh schon nutzte. Das ist methodisch rückwärts.
Zitat von rennradrenateKümmel ist bei mir so ein Gewürz das ich entweder zu viel oder zu wenig nehme
Das kenn ich, aber bei Roter Bete würde ich Koriandersaat eher testen als Kümmel - ich hab das mal in einem Rezept gesehen das jemand aus Georgien beschrieben hat, also keine Ahnung ob das authentisch ist, aber die Kombination klingt weniger dominant als Kümmel. Bin gespannt was Samstag rauskommt @rennradrenate, ehrlich gesagt.
Ich lese den Thread jetzt seit einer Weile mit und der Betanin-Punkt von @rennradrenate hat mich tatsächlich kurz aufgehalten, weil ich dazu was nachschauen wollte. Hab das jetzt kurz überflogen: Betacyanine - Betanin gehört dazu - sind tatsächlich hitzesensitiv, das bestätigt sich in der Lebensmittelchemie relativ konsistent. Bei pH-Werten unter 5 (also im sauren Milieu, wie es Fermentation erzeugt) ist die Stabilität besser als bei neutralem pH und Hitze kombiniert. Das ist kein Marketingtext, das taucht in Standardlehrbüchern zur Lebensmittelchemie auf, ich hab grad eine kurze Quelle überflogen die auf Stintzing & Carle (2004) zurückgeht, falls jemand das nachprüfen will. Was ich aber eigentlich sagen wollte: der Gedanke von @rennradrenate - man entwickelt Gewohnheiten und sucht rückwirkend Gründe - trifft mich gerade etwas, weil ich das bei mir mit Rote-Beete-Saft genauso gemacht habe. Ich hab mir erst die Nitrat-Literatur reingezogen und dann angefangen das Produkt zu rechtfertigen das ich eh schon nutzte. Das ist methodisch rückwärts.
Zitat von rennradrenateKümmel ist bei mir so ein Gewürz das ich entweder zu viel oder zu wenig nehme
Das kenn ich, aber bei Roter Bete würde ich Koriandersaat eher testen als Kümmel - ich hab das mal in einem Rezept gesehen das jemand aus Georgien beschrieben hat, also keine Ahnung ob das authentisch ist, aber die Kombination klingt weniger dominant als Kümmel. Bin gespannt was Samstag rauskommt @rennradrenate, ehrlich gesagt.