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Rote Bete aus dem Glas – wann ist es ein Kompromiss, wann eine Niederlage?

Ich kaufe jetzt seit gut zwei Jahren regelmäßig frische Knollen auf dem Markt, und ich merke immer deutlicher, wie ungern ich auf das Glas zurückgreife. Aber es gibt Wochen, da passiert es trotzdem - Montag Abend, keine Zeit, der Stand hatte schon zu. Was mich dabei beschäftigt: Das Glas-Zeug schmeckt für mich nicht nur anders, es fühlt sich auch anders an. Weicher, süßer, irgendwie glatter. Ich kann nicht sagen, ob das am Pasteurisieren liegt oder an der Essiglake, die die meisten Varianten haben. Meine Vermutung ist, dass ein guter Teil der wertvollen Inhaltsstoffe dabei auf der Strecke bleibt - aber das ist meine Vermutung, kein Wissen. Konkret gesagt interessiert mich, ob jemand von euch das ähnlich empfindet, oder ob ich da schlicht zu pingelig werde. Ein Kollege hat mir neulich gesagt, er sieht keinen Unterschied. Er isst das Glas-Zeug seit Jahren, fühlt sich gut dabei, fertig. Das ist sein gutes Recht. Ich bin nur nicht sicher, ob er die frische Variante überhaupt wirklich kennt. Was ich tatsächlich nie probiert habe: Rote Bete selbst einkochen oder fermentieren. Eine Frau aus unserem Verein macht das, sie schwört darauf - kein Essig, nur Salz und Zeit. Das reizt mich, ehrlich gesagt. Wäre das dann noch ein Kompromiss oder schon wieder etwas anderes? Ich frage auch, weil mein Hausarzt das Thema Nitrat-Verfügbarkeit aufgebracht hat, und ich mir nicht sicher bin, ob die industrielle Verarbeitung da wirklich einen relevanten Unterschied macht oder ob das Gesundheits-Hygiene-Denken ist, das ich nicht brauche.

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Rennrad ist kein Hobby, das ist Therapie.

@rennradrenate das mit der Frau aus deinem Verein find ich ehrlich gesagt viel interessanter als die ganze Glas-vs-frisch-Debatte. also fermentiert ohne Essig - das ist ja was komplett anderes als das was im Supermarkt-Glas ist. Ich hab letzten Herbst mal selbst fermentiert, nur Möhren damals, und der Unterschied zum eingelegten Zeug war so krass dass ich kurz dachte ich hab irgendwas falsch gemacht.

Zitat von rennradrenate

kein Essig, nur Salz und Zeit

genau das ist der Punkt. Essig killt ja alles Mikrobielle - also das ist dann im Grunde nur noch Textur und Farbe was du kaufst. Fermentation ist da eine andere Liga find ich. Ob das jetzt gesundheitlich relevant ist keine Ahnung, das will ich gar nicht behaupten. Aber geschmacklich... ja. Was ich mich bei dir frag: du sagst dein Hausarzt hat Nitrat-Verfügbarkeit angesprochen - meinte der das positiv oder eher als Warnung? weil das bestimmt wie du den Verarbeitungsgedanken einordnest. Meine Hausärztin hat das Thema nie aufgebracht, also hab ich da kein Gefühl dafür ob das Standard-Gesprächsstoff ist oder ob der einen konkreten Grund hatte.

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