Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

Rote Beete und Verdauung – wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht?

VorherigeSeite 2 von 2

@rote_socke_83 du hast recht, wir haben @elvira_k ein bisschen verloren. Und ja, der Punkt ist berechtigt - wir wissen gar nicht ob sie täglich das Eingemachte isst oder die frische Knolle, das ist eigentlich die einfachste Frage die wir noch nicht direkt gestellt haben.

Zitat von rote_socke_83

wir bauen hier grad Theorie auf Theorie ohne dass sie sich nochmal gemeldet hat

Das stimmt. Ich merk das bei mir auch, wenn ich anfange Mechanismen zu konstruieren verlier ich manchmal den Faden zu dem was eigentlich gefragt wurde. Ein bisschen Betriebsblindheit, kenn ich aus der Arbeit. Was ich @elvira_k aber noch fragen würde, weil das bisher wirklich nicht drin war: wie schnell nach dem Essen setzt das Unwohlsein ein? Wenn das innerhalb von 20-30 Minuten passiert ist das was anderes als wenn es erst zwei Stunden später kommt. Ersteres deutet eher auf eine direkte Magenreaktion hin, letzteres wäre eher Darm und Fermentation im Dickdarm. Das wäre ein konkreter Datenpunkt ohne dass sie dafür irgendetwas ändern oder protokollieren muss - das weiß sie wahrscheinlich schon. Ich frag das nicht um wieder Theorie draufzustapeln, sondern weil das die ganze Richtung der Überlegung verschiebt.

@markus_b82 die Timing-Frage ist eigentlich gut. Das hätte ich nicht so formuliert aber es stimmt - 20 Minuten nach dem Essen ist halt eine andere Baustelle als zwei Stunden später. Das eine ist Magen, das andere ist weiter unten im System. Zwei komplett verschiedene Pisten. Was mich gerade aber mehr beschäftigt: @elvira_k hat sich seit Beitrag 1 nicht mehr gemeldet. Kann natürlich sein dass sie einfach liest und wir ihr zu theoretisch geworden sind. Würde mich nicht wundern ehrlich gesagt. Ich kenn das von mir - wenn eine Diskussion zu weit abdriftet les ich auch nur noch mit und poste nicht mehr.

Zitat von markus_b82

weiß sie wahrscheinlich schon

Genau das. Und deswegen würde ich das gar nicht als Frage stellen sondern einfach sagen: @elvira_k schreib mal kurz wann das einsetzt. Nicht als Hausaufgabe sondern weil das wirklich der einzige Punkt ist den wir noch nicht haben und den du ohne irgendwas auszuprobieren beantworten kannst. Ich glaub ansonsten sind wir hier am Ende von dem was wir sinnvoll beitragen können ohne mehr von ihr zu wissen. Wir kennen weder wie lange sie kocht noch ob sie täglich frisch oder eingelegt isst, noch wann genau das Unwohlsein kommt. Das ist zu wenig für mehr als Vermutungen.

@rote_socke_83 ich glaub du hast recht, mehr können wir hier gerade nicht sinnvoll beitragen. Aber ein Punkt den ich noch nicht im Kopf hatte: wir haben die ganze Zeit über Symptome geredet, nie über Häufigkeit. @elvira_k schreibt "regelmäßig" - aber was heißt das bei ihr? Täglich, dreimal die Woche, unregelmäßig aus dem Garten je nach Saison? Das verändert die Einschätzung ziemlich, weil ein Darm der täglich mit Rote Bete konfrontiert wird sich anders anpasst als einer der das sporadisch bekommt. Ich kenn das aus eigener Erfahrung mit Hülsenfrüchten - als ich die täglich gegessen hab hat sich mein Darm nach drei Wochen deutlich angepasst, bei sporadischem Konsum blieb der Effekt. Das ist keine Studie sondern nur mein Eindruck, aber es würde erklären warum manche sagen "es wird besser mit der Zeit" und andere eben nicht.

Zitat von rote_socke_83

wir kennen weder wie lange sie kocht noch ob sie täglich frisch oder eingelegt isst

Genau - und die Frequenz kommt da noch dazu. Das wären dann vier offene Variablen für eine Frage die @elvira_k eigentlich in zwei Sätzen beantworten könnte. Ich bin gespannt ob sie sich nochmal meldet oder ob wir hier tatsächlich am Ende sind.

Zitat von markus_b82

vier offene Variablen für eine Frage die @elvira_k eigentlich in zwei Sätzen beantworten könnte

Ja, und genau da liegt das Problem. Wir haben uns hier festgebissen ohne die Grundinfos zu haben. Ich find das ehrlich gesagt auch ein bisschen typisch für solche Threads - man baut Theorie und fragt sich hinterher warum die Person nicht mehr antwortet. Was ich aber bei deiner Häufigkeits-Überlegung noch nicht bedacht hatte: @elvira_k hat Rote Beete im Garten. Das heißt die Menge die sie isst hängt wahrscheinlich davon ab was gerade reif ist und nicht davon was sie sich vornimmt. Das ist ein anderes Essmuster als wenn jemand gezielt einkauft und dosiert. Kann gut sein dass sie manche Wochen täglich welche isst weil sie sonst vergammelt, und dann wieder zwei Wochen gar nicht. Mein Vater hatte nen kleinen Garten - das lief da immer so, man frisst was reif ist bis man nicht mehr kann. Das würde erklären warum der Darm sich nicht anpassen kann. Keine Konstanz, kein Gewöhnungseffekt. Ich hoffe @elvira_k liest noch mit. Aber ich geb dir recht - mehr können wir hier nicht rausfinden ohne ihre Rückmeldung. Irgendwann ist man halt am Ende von dem was sinnvoll ist ohne mehr Infos.

Zitat von rote_socke_83

man frisst was reif ist bis man nicht mehr kann

Das ist eigentlich der interessanteste Punkt den du bisher gebracht hast, weil er eine Annahme kippt die wir die ganze Zeit stillschweigend gemacht haben - nämlich dass @elvira_k irgendeine Art von kontrolliertem Konsum hat. Wenn das Gartenrhythmus-bedingt ist, dann hat sie vielleicht Wochen mit täglicher hoher Dosis und dann Pausen. Das wäre aus Darm-Perspektive das Schlechteste was man sich vorstellen kann, weil kein Gewöhnungseffekt entsteht aber auch keine echte Erholungsphase. Ich weiß nicht ob das wissenschaftlich so sauber belegt ist wie ich das gerade formuliere, aber intuitiv klingt das plausibel. Was mich da aber noch beschäftigt: wir haben nie gefragt ob @elvira_k eigentlich andere FODMAPs problematisch findet. Rote Bete enthält Fructooligosaccharide, und wer da grundsätzlich empfindlich ist, reagiert auf vieles ähnlich - Zwiebeln, Knoblauch, Hülsenfrüchte. Wenn das bei ihr auch so ist, wäre das ein anderer Hinweis als alles was wir bisher diskutiert haben. Ich hab das letztens in einem Ernährungskontext gelesen, konkret im Zusammenhang mit Reizdarmsymptomen, aber ich such die Quelle nochmal raus wenn das relevant wird. Ich glaub auch langsam wir brauchen wirklich ihre Rückmeldung. Sonst drehen wir weiter im Kreis.

@markus_b82 der FODMAP-Gedanke ist neu und ich find den eigentlich nicht schlecht. Aber ich merke gerade dass wir damit wieder einen Schritt weiter weg von @elvira_k gehen statt näher ran.

Zitat von markus_b82

wer da grundsätzlich empfindlich ist, reagiert auf vieles ähnlich

Das stimmt schon, aber das setzt voraus dass sie das selbst noch nicht auf dem Schirm hat. Ich weiß nicht. Wenn jemand seit Jahren Zwiebeln und Knoblauch ohne Probleme isst, dann ist der FODMAP-Weg wahrscheinlich eine Sackgasse. Das wäre halt wieder eine Frage die wir nicht beantworten können. Was mich an deinem Beitrag aber wirklich hängengeblieben ist: du hast eine Quelle erwähnt die du nochmal raussuchst. Das würde ich tatsächlich gerne sehen, nicht weil ich dir nicht glaub, sondern weil Reizdarmsymptome und normale Verdauungsreaktionen zwei Paar Schuhe sind. @elvira_k hat keine Schmerzen beschrieben, kein extremes Unwohlsein - das klingt für mich nicht nach Reizdarm sondern nach normalem Darm der grad überfordert ist. Da würde ich vorsichtig sein mit dem Begriff. Ich muss gleich los übrigens, Spätschicht fängt in einer Stunde an. Aber ich schau abends nochmal rein ob sich @elvira_k doch noch gemeldet hat.

Zitat von rote_socke_83

du hast eine Quelle erwähnt die du nochmal raussuchst

Ja, ich schau das raus - aber ich will da ehrlich sein: ich hab das im Kontext eines Artikels über Reizdarmsyndrom gelesen, und du hast recht, dass das für @elvira_k wahrscheinlich nicht passt. Sie beschreibt kein Schmerzmuster, kein wiederkehrendes Muster über viele Lebensmittel. Ich hab den Begriff zu leichtfertig reingeworfen. Was mich bei deinem letzten Satz aber etwas beschäftigt: "normaler Darm der grad überfordert ist" - das klingt harmlos, aber ich frag mich was das konkret bedeutet. Überfordert womit, in welchem Zeitraum, und hört das auf wenn die Saison vorbei ist? Weil wenn @elvira_k im Herbst plötzlich keine Beschwerden mehr hat, ist das auch ein Datenpunkt - nur halt einer den sie vielleicht nicht als solchen wertet. Das einzige was ich noch nicht im Kopf hatte: hat sie eigentlich geschrieben ob sie Blutdruckmedikamente nimmt? Ihr Hausarzt hat Rote Bete wegen des Blutdrucks empfohlen - das klingt für mich nach begleitender Maßnahme, nicht als Ersatz. Manche Blutdruckmittel haben Wechselwirkungen mit dem Verdauungstrakt, nicht mit Rote Bete spezifisch, aber generell. Das ist eine Variable die wir komplett ignoriert haben. Ich weiß nicht ob das relevant ist, aber ich würde das nicht einfach ausblenden. Viel Spaß bei der Spätschicht jedenfalls.

@markus_b82 der Punkt mit den Blutdruckmitteln ist tatsächlich neu und ich hätte den auch nicht auf dem Schirm. Aber ich würd da vorsichtig sein wie wir das formulieren wenn @elvira_k das liest. "Wechselwirkungen Blutdruckmittel und Verdauungstrakt" klingt schnell nach mehr als es vielleicht ist, und ich will nicht dass sie jetzt anfängt ihre Medikamente zu hinterfragen wegen einem Forumsgespräch. Das ist wirklich was für ihre Ärztin nicht für uns hier.

Zitat von markus_b82

normaler Darm der grad überfordert ist - was bedeutet das konkret

Ehrlich gesagt hab ich das auch nicht sauber definiert. Ich hab das so gemeint: Körper kennt das Gemüse nicht in der Menge, reagiert erstmal mit Protest, das legt sich. Mehr steckt da bei mir nicht dahinter. Ob das bei ihr so ist, weiß ich nicht. Aber dein Punkt mit dem Herbst find ich gut - wenn die Beschwerden mit der Gartensaison verschwinden hat sie die Antwort eigentlich schon, ohne dass sie irgendetwas protokollieren oder testen muss. Ich bin jetzt aber wirklich weg, Schicht fängt gleich an. Schaun wir abends ob sie sich noch meldet.

@rote_socke_83 du hast recht mit dem Vorsicht-Hinweis, ich hätte das besser eingebettet. "Wechselwirkungen" klingt alarmierender als ich das gemeint hab - ich meinte eigentlich nur, dass Medikamente generell eine Variable sind die man nicht einfach ausblenden sollte, mehr nicht. Ihre Ärztin weiß das ohnehin besser als wir.

Zitat von rote_socke_83

wenn die Beschwerden mit der Gartensaison verschwinden hat sie die Antwort eigentlich schon

Das stimmt, und ich merke dass das eigentlich der eleganteste Ausweg aus unserem ganzen Theoriegebäude wäre. Kein Protokoll, kein Fermentieren, kein FODMAP-Test - einfach Herbst abwarten. Wobei ich mich frage ob das für @elvira_k tatsächlich befriedigend wäre, weil sie ja explizit schreibt dass sie das Gemüse aus dem Garten essen möchte. Wenn die Antwort "wart auf den Oktober" lautet, hilft ihr das für die nächsten Wochen nicht. Was mir gerade noch einfällt, wirklich neu: sie hat am Anfang geschrieben dass ihr Hausarzt Rote Bete wegen des Blutdrucks empfohlen hat. Aber hat der konkret eine Menge genannt? Weil "Rote Bete ist gut für den Blutdruck" und "iss täglich 300g davon" sind zwei verschiedene Aussagen. Ich kenn das aus Gesprächen mit meinem Sportmediziner - die empfehlen oft was ohne Dosierung, und der Patient interpretiert das dann als "mehr ist besser". Das wäre ein klassisches Missverständnis das sich ohne Rückfrage bei der Ärztin nicht klären lässt.

@markus_b82 der Dosierungs-Punkt ist gut, den hätte ich nicht gebracht. Aber ich bin grad ehrlich gesagt auch skeptisch ob wir das von außen klären können - "hat der Arzt eine Menge genannt" ist eine Frage die @elvira_k beantworten muss, nicht wir. Was mich bei deinem Beitrag aber wirklich getriggert hat: du schreibst "mehr ist besser"-Logik beim Patienten. Das kenn ich von mir selbst, nur nicht bei Rote Beete sondern beim Training. Kollege sagt "mehr Kilometer hilft", ich mach dann halt 20% mehr als sinnvoll wäre und wunder mich warum die Knie schmerzen. Das ist kein Ernährungsthema aber das Muster ist dasselbe. Wenn @elvira_k ihrem Arzt gehört hat "Rote Beete ist gut für den Blutdruck" und daraus macht sie täglich eine ordentliche Portion aus dem Garten - dann ist das vielleicht schlicht zu viel auf einmal, komplett unabhängig von allem was wir hier diskutiert haben. Ich bin übrigens noch kurz wieder online bevor die Schicht losgeht. Hab meiner Frau grad gesagt dass ich fünf Minuten brauche. Die hat mich angeschaut wie ich das Forum wieder wichtiger nehme als das Abendessen.

Zitat von markus_b82

wart auf den Oktober

Das ist halt trotzdem keine Antwort für jemanden der jetzt im Juli Probleme hat. Ich geb dir da recht.

VorherigeSeite 2 von 2