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Rote Beete schälen - wer hat einen Trick gegen die Färberei?

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Ich bin gerade wieder dabei, meine Ernte einzulagern und stelle fest, dass mich das Schälen der rohen Roten Beete jedes Mal aufs Neue nervt. Die Hände sehen danach aus wie nach einem Tatort-Dreh, und die Flecken gehen ewig nicht weg. Mit Einmalhandschuhen geht es besser, aber irgendwie fühlt sich das trotzdem immer unpraktisch an. Mein Mann hat mir früher immer gesagt, man soll die Beete gekocht schälen, da geht die Schale besser ab. Das stimmt auch, aber wie ich festgestellt habe, verliert man dabei ganz viel von dem Geschmack und der Festigkeit. Ich möchte die Beete gerne roh verarbeiten, zumindest einen Teil der Ernte. Manche Rezepte sind einfach nur mit roher Beete gut, das Carpaccio zum Beispiel. Gibt es da wirklich keinen besseren Weg? Ich habe überlegt, ob man die Schale vorher mit irgendwas einweichen kann, oder ob es spezielle Schäler gibt die weniger Kontakt mit der Farbe ermöglichen. Die Rüben sind ja auch nicht riesig, also kann man sich da vorstellen, dass es irgendwie effizienter gehen müsste. Seid ihr da anders vorgegangen oder nehmt ihr die Färberei einfach in Kauf? Mein Hausarzt würde mir vermutlich sagen, dass gesunde Ernährung manchmal auch etwas Aufwand kostet, aber trotzdem nerve ich mich immer wieder darüber. 😊

Zitat von elvira_kverliert man dabei ganz viel von dem Geschmack und der Festigkeit

also drei Tage bin ich hier nicht drin gewesen und was les ich. naja. @elvira_k ich sag mal so - wenn das Schälen schon so ein Aufwand ist dass man drüber nachdenkt ob man da irgendwas einweicht, dann frag ich mich ob das Carpaccio das wirklich wert ist. Gummihandschuhe hab ich hier immer rumliegen, bin ja Elektriker - die nehm ich für alles. Problem gelöst, kostet nix. Aber was mich ehrlich gesagt mehr beschäftigt: dein Mann hat mit dem Kochen gar nicht so unrecht. Ich kenn das von meiner Frau, die macht die Beete manchmal im Backofen in Alufolie gewickelt. Da bleibt erstaunlich viel Biss und der Geschmack ist intensiver als im Topfwasser. Schale geht danach ab wie nix. Ob das jetzt 100% so gut ist wie roh weiß ich nicht, aber der Unterschied ist kleiner als man denkt. Und dieser ganze "roh ist gesünder" Gedanke den man überall liest - da muss ich lachen. Mein Schwager erzählt mir dasselbe über irgendwelche Extrakt-Kapseln die er schluckt. Is mir schnuppe ob da 5% mehr Nährstoffe drin sind wenn man nicht kocht. Das Gemüse ist Gemüse. Der Schäler-Trick mit dem Y-Schäler funktioniert übrigens ganz ordentlich wenn die Rübe kalt aus dem Keller kommt - hab ich mal irgendwo aufgeschnappt. Weniger Saft tritt aus. Edit: "Nitrat" war falsch - gemeint waren natürlich Nährstoffe allgemein. Und ja, "funktioniert" hatte ich verschrieben.

@ms_77 der Backofen-Trick ist wirklich was. Mach ich auch schon seit Jahren so, die Beete in Folie wickeln und bei 180 Grad rein. Dauert je nach Größe ne gute Stunde, aber die Schale löst sich danach tatsächlich viel leichter als gekocht im Topf. Und ja, der Geschmack bleibt intensiver. Aber ich muss @elvira_k auch sagen - wenn es dir wirklich um Carpaccio geht. Probier's einfach mal mit den dünn geschnittenen rohen Scheiben und nimm dafür die gekochten Beete, die du sowieso schälst. Das ist doch viel zu kompliziert sich da Einweich-Strategien auszudenken. Dünn hobeln, gutes Öl drüber, Balsamico, fertig. Sieht auch schön aus und schmeckt völlig ordentlich. Ich mach das schon seit Jahren so und keiner merkt den Unterschied. Die rohen Scheiben sind dünner und zarter, aber wenn du die Beete gut schneidest ist das wirklich kein Problem. Das mit den Gummihandschuhen ist natürlich die einfachste Lösung. Hab hier auch immer welche, kosten ja nix. Und ehrlich - wer seine Hände nach einem Carpaccio wie ein Tatort aussehen hat, der hat einfach keine Handschuhe getragen. Das ist kein Schicksal, das ist Eigenverschuldung.

@ingrid.w

Zitat von ingrid.w

keiner merkt den Unterschied

das stimmt halt nicht immer. Roh ist roh, gekocht ist gekocht. Wer das nicht schmeckt hat entweder keinen Gaumen oder isst zu selten Gemüse. Ich sag das ohne Böswilligkeit. Aber was mich bei dir kurz aufgehalten hat - "Eigenverschuldung". Da muss ich lachen. Als ob rote Hände ein moralisches Problem wären. Das ist Gemüse, kein Stromkabel ohne Isolierung. Ich schäle gelegentlich Dinge die mich einfärben und das ist völlig egal wenn man nachher Seife nimmt. Zitronensaft soll auch helfen hab ich mal von meiner Frau gehört, ob das stimmt weiß ich nicht. Was mich aber mehr interessiert - @elvira_k du hast von Einweichen geredet. Was hast du dir da eigentlich vorgestellt? Das klingt für mich nach Aufwand der keinen Sinn macht. Du weichst Hülsenfrüchte ein damit sie quellen. Rote Beete ist fest die quillt nicht. Die gibt Farbe ab. Das ist was anderes. Ich glaub das Grundproblem ist dass das Schälen hier zu einem Ereignis gemacht wird. Ich hab letzte Woche drei Kabel durch eine Stahlbetonwand gezogen, da war hinterher mehr dran als rote Hände.

Zitat von ms_77

Rote Beete ist fest die quillt nicht

naja aber wenn man sie lange genug im Wasser liegen lässt wird die Schale trotzdem weicher. Hab ich mal ausprobiert, weil ich dachte ich spar mir das Kochen. Hat aber nicht wirklich was gebracht, die Farbe geht genauso ab und der Aufwand ist größer. @ms_77 du hast recht dass es kein moralisches Problem ist. Mich nervt nur dass @elvira_k das Thema so kompliziert macht. Die Lösung ist ja absurd einfach - Handschuhe anziehen oder nicht. Punkt. Was mich jetzt aber interessiert - dein Zitronensaft-Tipp. Das soll die Flecken verhindern oder nur wegmachen nachher. Wenn das nachher funktioniert würde ich das glatt testen. Meine Schwiegertochter hat immer Flecken an den Nägeln wenn sie Beete schält, obwohl sie Handschuhe trägt. Da muss man dann halt nochmal mit was Saurem nachlegen. Aber ehrlich gesagt - ich hab mir die Frage nie gestellt ob ich da was einweiche oder optimiere. Man schält die Beete, man macht die Hände danach sauber, fertig. Das war schon zu Zeiten meiner Mutter so und die hat sich da auch nicht die Haare gerauft. Manchmal glaub ich wir machen uns selbst das Leben schwerer indem wir ständig nach dem perfekten Weg suchen.

Zitat von ingrid.w

ständig nach dem perfekten Weg suchen

da bin ich mal ausnahmsweise bei dir @ingrid.w. Das ist der Punkt. Aber ich stell mir gerade vor was mein Schwager dazu sagen würde - der würde jetzt wahrscheinlich einen Rote-Beete-Extrakt empfehlen damit man das Schälen ganz umgeht. Da muss ich lachen. Zum Zitronensaft - meine Frau nimmt das nachher zum Hände waschen nicht vorher. Also nicht als Schutz sondern zum Wegmachen. Ob das bei Nägeln hilft weiß ich ehrlich nicht. Vielleicht ist das bei Nägeln einfach so eine Sache wo man warten muss bis es von selbst geht. Was mich bei dem ganzen Thread aber langsam mehr beschäftigt als das Schälen: @elvira_k hat nie geantwortet auf meine Frage was sie sich beim Einweichen eigentlich gedacht hat. Ich frag mich ob die Idee überhaupt irgendwoher kam oder ob das einfach so ein Einfall war. Manchmal denkt man sich Probleme aus die keins sind. Kenn ich von Kunden die mir erklären wollen warum ihre Leitung "komisch klingt". Komisch klingt nix an einer Leitung. Entweder Strom oder nicht.

@ms_77 jetzt muss ich mal was sagen - du machst das ja ganz ähnlich wie ich, aber irgendwie redest du dich selbst um den Verstand. Du sagst "Problem gelöst mit Handschuhen" und dann fragst du @elvira_k warum sie sich das Einweichen ausgedacht hat. Vielleicht hat sie einfach keine Gummihandschuhe im Haus gehabt und wollte ne Alternative. Das ist doch völlig normal. Was mich aber gerade beschäftigt - du schreibst dass deine Frau Zitronensaft zum Händewaschen nimmt. Mein Mann hat mir das mal mit Salz geraten, aber ich hab das nie systematisch getestet. Einfach mal ausprobiert wenn die Hände schon gefärbt waren und gedacht "naja wird schon wieder". Vielleicht sollte ich das nächstes Mal beim Einlegen - warte, ich mach meine Beete ja im Backofen - aber beim Schälen danach einfach ordentlich mit Zitrone reiben bevor ich normal wasche. Das könnte tatsächlich was bringen bei den hartnäckigen Flecken. Was mich aber ankotzt - und das ist völlig ehrlich gemeint - wenn jemand wie @elvira_k dann am Ende doch nicht antwortet und die ganze Diskussion einfach abhängt. Das passiert mir hier öfter. Man schreibt sich da in was rein und dann Fehlanzeige.

@ingrid.w

Zitat von ingrid.w

Man schreibt sich da in was rein und dann Fehlanzeige

ja das kenn ich. Aber ich stell mal die Gegenfrage - wenn @elvira_k hier nicht mehr antwortet, haben wir das Problem dann für sie gelöst oder für uns. Ich glaub ehrlich gesagt für uns. Das ist so ein Forum-Ding. Man diskutiert am Ende über Zitronensaft und Salz und die Person die gefragt hat ist längst beim Carpaccio. Was mich bei dir aber gerade mehr beschäftigt - du sagst du hast Salz nie systematisch getestet. Das klingt nach jemandem der eigentlich schon weiß dass es funktioniert. Meine Frau macht das auch so ein bisschen nach Gefühl, bisschen Zitrone, bisschen Abwarten, und dann geht es halt irgendwann. Ich glaub das ist realistischer als die Leute die hier irgendwo Tips posten als wäre das eine Wissenschaft. Zum Einlegen sagst du nix mehr - machst du das überhaupt noch oder nur Backofen. Das interessiert mich tatsächlich weil meine Frau dieses Jahr mehr Beete hat als wir verbrauchen können und ich nicht weiß wohin damit. Einfrieren haben wir noch nie probiert. Ich frag mich ob das dann nach dem Auftauen noch irgendwas taugt oder ob man sich das sparen kann.

@ms_77 zum Einfrieren - meine Schwiegertochter macht das schon Jahre lang und es funktioniert. Die Beete werden weicher, aber das ist zum Einlegen hinterher sowieso egal. Roh essen würde ich die gefrorenen nicht, aber für Suppe oder eben eingekocht ist das völlig ok. Sie friert die rohen Beete einfach in Boxen ein, und wenn sie dann Zeit hat macht sie draus ihre Gläser. Das spart ihr den ganzen Aufwand im Herbst wenn alles gleichzeitig reif wird. Bei mir ist es so - ich mach einen Teil im Backofen und schäl die danach. Ein anderer Teil kommt roh in die Gläser, da braucht man nicht zu schälen sondern kann die Beete ganz klein schneiden und einlegen. Die Schale geht im Essig-Zucker-Wasser von selbst irgendwie weg oder wird wenigstens so weich dass man die Beete später einfach mit Messer und Gabel teilt. Das ist mein Trick seit Jahren - viel weniger Fummelberei mit dem Schälen. @ms_77 du hast recht dass wir hier diskutieren als wäre es für @elvira_k, aber ehrlich gesagt interessiert mich jetzt echt ob deine Frau die Beete einfach so gefrostet hat oder ob sie die vorher noch blanchiert. Das würde einen Unterschied machen. Weil blanchieren dauert ja wieder Zeit und da frag ich mich ob sich das lohnt oder ob man da einfach roh einfriert und gut is.

@ingrid.w die Frage mit dem Blanchieren hab ich mir auch schon gestellt weil meine freundin meint sie friert immer gekocht ein aber ich weiß nicht ob das dann nicht schon zu weich wird wenn mans nochmal erhitzt

ich hab das noch nie selbst probiert, aber roh einfrieren klingt eigentlich logischer, dann kann man hinterher noch selbst entscheiden was man draus macht. für Suppe braucht man das ja eh nicht knackig

was mich bei dem ganzen Thread hier ehrlich gesagt mehr beschäftigt - ihr redet die ganze Zeit über Einlegen und Backofen und einfrieren, aber hat das jemand mal wirklich verglichen? also wirklich bewusst? ich mein, ich kauf meistens die vakuumverpackten aus dem Supermarkt weil mir der Aufwand zu groß ist, aber jetzt frag ich mich ob ich da einfach zu bequem bin 😅

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