Rote Beete Saft vor dem Training – wer misst wirklich seinen Blutdruck dabei?
Zitat von rote_socke_83 am Juni 20, 2026, 10:14 UhrIch frag mich ob das hier jemand wirklich konsequent durchgezogen hat. Also nicht nur "ich trink das jetzt mal zwei Wochen" sondern mit Messung vorher nachher, über mehrere Wochen. Ich mach das seit ungefähr sechs Wochen mit Betanio PLUS - nicht weil ich ein Fan von dem Zeug bin der Preis ist immer noch eine Frechheit - sondern weil mein Kollege mich so lange damit gequält hat bis ich's probiert hab. Gemessen hab ich am Anfang auch. Morgens, vor dem Saft, nach dem Saft, vor der Radeinheit. Ehrlich gesagt war das nach zwei Wochen so nervig dass ich aufgehört hab. Und jetzt weiß ich nicht mehr ob meine gefühlte Verbesserung beim Tempo irgendwas mit dem Saft zu tun hat oder mit dem Wetter oder damit dass ich im Mai generell mehr draußen war. Das ist mir zu unscharf. Ich bin kein Wissenschaftler und will das auch nicht sein. Aber ich will zumindest wissen ob die Leute hier die sagen "meine Werte haben sich verbessert" das auch wirklich gemessen haben oder ob die sich besser fühlen und das dann als Beweis nehmen. Ich frag das ohne Ironie. Weil ich selber in der Falle sitze. Fühle mich fitter, Puls ist beim Fahren stabiler (subjektiv), aber mein letzter Blutdruck beim Hausarzt war eigentlich ganz ok schon vorher. Meine Hausärztin hat das Saft-Thema übrigens mit einem "schadet ja nicht" abgetan, was ich weder als Zustimmung noch als Ablehnung gewertet hab. Wer hier also wirklich mit Messgerät und Protokoll rangegangen ist - wie habt ihr das gemacht? Tageszeit, immer gleiche Bedingungen, wie lang durchgehalten? Edit: Kleine Korrektur - "Hausärztin" statt "Hausarztin", hatte das vorhin übersehen.
Ich frag mich ob das hier jemand wirklich konsequent durchgezogen hat. Also nicht nur "ich trink das jetzt mal zwei Wochen" sondern mit Messung vorher nachher, über mehrere Wochen. Ich mach das seit ungefähr sechs Wochen mit Betanio PLUS - nicht weil ich ein Fan von dem Zeug bin der Preis ist immer noch eine Frechheit - sondern weil mein Kollege mich so lange damit gequält hat bis ich's probiert hab. Gemessen hab ich am Anfang auch. Morgens, vor dem Saft, nach dem Saft, vor der Radeinheit. Ehrlich gesagt war das nach zwei Wochen so nervig dass ich aufgehört hab. Und jetzt weiß ich nicht mehr ob meine gefühlte Verbesserung beim Tempo irgendwas mit dem Saft zu tun hat oder mit dem Wetter oder damit dass ich im Mai generell mehr draußen war. Das ist mir zu unscharf. Ich bin kein Wissenschaftler und will das auch nicht sein. Aber ich will zumindest wissen ob die Leute hier die sagen "meine Werte haben sich verbessert" das auch wirklich gemessen haben oder ob die sich besser fühlen und das dann als Beweis nehmen. Ich frag das ohne Ironie. Weil ich selber in der Falle sitze. Fühle mich fitter, Puls ist beim Fahren stabiler (subjektiv), aber mein letzter Blutdruck beim Hausarzt war eigentlich ganz ok schon vorher. Meine Hausärztin hat das Saft-Thema übrigens mit einem "schadet ja nicht" abgetan, was ich weder als Zustimmung noch als Ablehnung gewertet hab. Wer hier also wirklich mit Messgerät und Protokoll rangegangen ist - wie habt ihr das gemacht? Tageszeit, immer gleiche Bedingungen, wie lang durchgehalten? Edit: Kleine Korrektur - "Hausärztin" statt "Hausarztin", hatte das vorhin übersehen.
Zitat von mh_82 am Juni 20, 2026, 11:16 UhrZitat von rote_socke_83war das nach zwei Wochen so nervig dass ich aufgehört hab
Das kenn ich von Patienten hier. Die fangen mit Protokoll an, halten zwei Wochen durch und dann ist Schluss - weil der Alltag das einfach nicht hergibt. Das ist kein Versagen, das ist Realismus. Was mich an deiner Beschreibung aber konkret interessiert: du hast morgens gemessen, nach dem Saft, vor der Einheit. Welches Gerät? Oberarm oder Handgelenk? Das macht tatsächlich einen Unterschied bei der Reproduzierbarkeit. Handgelenk-Geräte streuen deutlich stärker, das sehe ich in der Praxis ständig - Patienten bringen Protokolle mit Werten die 20 mmHg auseinanderliegen und wundern sich. Und die Tageszeit ist wirklich der unterschätzte Faktor. Morgens vor dem Aufstehen ist ein komplett anderer Ausgangswert als nach dem Frühstück im Stehen. Wenn man das nicht konsequent gleich hält, ist das Protokoll am Ende wenig wert. Konkret gefragt: hast du eigentlich eine Baseline vor dem ganzen Saft-Experiment gehabt? Also mindestens eine Woche nur messen ohne Intervention? Das wäre das Minimum um irgendwas interpretieren zu können. Ohne das ist "vorher" und "nachher" schwer zu trennen. Deine Hausärztin mit dem "schadet ja nicht" - das ist die Standard-Antwort wenn jemand keine Lust hat auf die Diskussion. Nicht böse gemeint, aber das ist mir zu vage als Einschätzung.
Zitat von rote_socke_83war das nach zwei Wochen so nervig dass ich aufgehört hab
Das kenn ich von Patienten hier. Die fangen mit Protokoll an, halten zwei Wochen durch und dann ist Schluss - weil der Alltag das einfach nicht hergibt. Das ist kein Versagen, das ist Realismus. Was mich an deiner Beschreibung aber konkret interessiert: du hast morgens gemessen, nach dem Saft, vor der Einheit. Welches Gerät? Oberarm oder Handgelenk? Das macht tatsächlich einen Unterschied bei der Reproduzierbarkeit. Handgelenk-Geräte streuen deutlich stärker, das sehe ich in der Praxis ständig - Patienten bringen Protokolle mit Werten die 20 mmHg auseinanderliegen und wundern sich. Und die Tageszeit ist wirklich der unterschätzte Faktor. Morgens vor dem Aufstehen ist ein komplett anderer Ausgangswert als nach dem Frühstück im Stehen. Wenn man das nicht konsequent gleich hält, ist das Protokoll am Ende wenig wert. Konkret gefragt: hast du eigentlich eine Baseline vor dem ganzen Saft-Experiment gehabt? Also mindestens eine Woche nur messen ohne Intervention? Das wäre das Minimum um irgendwas interpretieren zu können. Ohne das ist "vorher" und "nachher" schwer zu trennen. Deine Hausärztin mit dem "schadet ja nicht" - das ist die Standard-Antwort wenn jemand keine Lust hat auf die Diskussion. Nicht böse gemeint, aber das ist mir zu vage als Einschätzung.
Zitat von rote_socke_83 am Juni 20, 2026, 11:55 UhrZitat von mh_82Handgelenk-Geräte streuen deutlich stärker
Ok das trifft mich gerade etwas. War nämlich Handgelenk. Hab das Ding damals gekauft weil's günstiger war und ich dachte, für meine Zwecke reicht das. Dass der Unterschied so gravierend ist wusste ich ehrlich gesagt nicht. Und nein, eine richtige Baseline hab ich nicht gehabt. Ich hab einfach angefangen zu messen als ich den Saft angefangen hab. @mh_82 das ist dann wohl der klassische Fehler - man will was rausfinden und macht trotzdem genau das nicht was man bräuchte um irgendwas rausfinden zu können. Punkt. Was mich jetzt aber beschäftigt: selbst wenn ich das sauber gemacht hätte, mit Oberarmgerät, gleiche Tageszeit, Baseline vorher - ich wäre trotzdem der einzige Datenpunkt. Ich weiß nicht wie mein Blutdruck die Woche vorher war wenn ich kein Betanio getrunken hab. Den kann ich nicht nochmal rückwärts leben. Das ist keine Kritik an der Methode sondern mir fällt gerade auf dass Selbstmessung immer nur eine Richtung zeigt. Mein Kollege der mich auf den Saft gebracht hat, schwört auf sein Omron-Gerät. Schreibt alles auf. Aber der hat auch vor zwei Jahren mit dem Rauchen aufgehört und isst komplett anders als früher. Was genau jetzt was bewirkt hat - keine Ahnung. Der sagt Rote Beete, ich sag
Edit: Kleine Klarstellung - mit "Betanio" meine ich den Saft, den ich vorher erwähnt hab. Und ja, ich weiß dass das alles ein bisschen chaotisch klingt, aber das ist halt genau mein Problem damit. 😅
Zitat von mh_82Handgelenk-Geräte streuen deutlich stärker
Ok das trifft mich gerade etwas. War nämlich Handgelenk. Hab das Ding damals gekauft weil's günstiger war und ich dachte, für meine Zwecke reicht das. Dass der Unterschied so gravierend ist wusste ich ehrlich gesagt nicht. Und nein, eine richtige Baseline hab ich nicht gehabt. Ich hab einfach angefangen zu messen als ich den Saft angefangen hab. @mh_82 das ist dann wohl der klassische Fehler - man will was rausfinden und macht trotzdem genau das nicht was man bräuchte um irgendwas rausfinden zu können. Punkt. Was mich jetzt aber beschäftigt: selbst wenn ich das sauber gemacht hätte, mit Oberarmgerät, gleiche Tageszeit, Baseline vorher - ich wäre trotzdem der einzige Datenpunkt. Ich weiß nicht wie mein Blutdruck die Woche vorher war wenn ich kein Betanio getrunken hab. Den kann ich nicht nochmal rückwärts leben. Das ist keine Kritik an der Methode sondern mir fällt gerade auf dass Selbstmessung immer nur eine Richtung zeigt. Mein Kollege der mich auf den Saft gebracht hat, schwört auf sein Omron-Gerät. Schreibt alles auf. Aber der hat auch vor zwei Jahren mit dem Rauchen aufgehört und isst komplett anders als früher. Was genau jetzt was bewirkt hat - keine Ahnung. Der sagt Rote Beete, ich sag
Edit: Kleine Klarstellung - mit "Betanio" meine ich den Saft, den ich vorher erwähnt hab. Und ja, ich weiß dass das alles ein bisschen chaotisch klingt, aber das ist halt genau mein Problem damit. 😅
Zitat von jana_w am Juni 20, 2026, 13:42 UhrZitat von rote_socke_83ich wäre trotzdem der einzige Datenpunkt
ja, und das ist eigentlich der ehrlichste Satz in diesem ganzen Thread bisher. Ich mein, das ist doch das grundlegende Problem bei allem was wir hier so diskutieren - wir sind alle einzelne Datenpunkte, ohne Kontrollbedingung, ohne Blindung, mit hundert anderen Variablen die gleichzeitig laufen. Ich trink Betanio PLUS jetzt seit über einem Jahr, hab auch angefangen zu messen, Oberarmgerät, morgens, immer gleiche Bedingung. Ehrlich gesagt hab ich nach ein paar Wochen gemerkt dass meine Werte über die Saison eh schwanken - im Winter höher, jetzt im Sommer niedriger, unabhängig vom Saft. Das war mir vorher gar nicht so bewusst. Saisonale Variation, meine Hausärztin hat das bestätigt, ist völlig normal. Was ich aber trotzdem interessant finde: du schreibst, dein Kollege hat gleichzeitig aufgehört zu rauchen und die Ernährung umgestellt. Das ist natürlich komplett konfundiert, da kann man gar nichts dem Saft zuschreiben. Bei mir war die Ausgangssituation etwas sauberer in dem Sinne, dass ich sonst nichts geändert hab in der Phase - kein neues Training, keine Diät. Aber selbst das reicht nicht, ich weiß das. @rote_socke_83 was mich noch interessiert: du sagst dein Puls ist beim Fahren "stabiler" - meinst du die Herzfrequenz generell, oder dass du bei gleichem Tempo niedrigere Werte hast? Das wäre nämlich ein anderer Mechanismus als der Blutdruckeffekt, da gehts eher um die Sauerstoffverfügbarkeit im Muskel.
Zitat von rote_socke_83ich wäre trotzdem der einzige Datenpunkt
ja, und das ist eigentlich der ehrlichste Satz in diesem ganzen Thread bisher. Ich mein, das ist doch das grundlegende Problem bei allem was wir hier so diskutieren - wir sind alle einzelne Datenpunkte, ohne Kontrollbedingung, ohne Blindung, mit hundert anderen Variablen die gleichzeitig laufen. Ich trink Betanio PLUS jetzt seit über einem Jahr, hab auch angefangen zu messen, Oberarmgerät, morgens, immer gleiche Bedingung. Ehrlich gesagt hab ich nach ein paar Wochen gemerkt dass meine Werte über die Saison eh schwanken - im Winter höher, jetzt im Sommer niedriger, unabhängig vom Saft. Das war mir vorher gar nicht so bewusst. Saisonale Variation, meine Hausärztin hat das bestätigt, ist völlig normal. Was ich aber trotzdem interessant finde: du schreibst, dein Kollege hat gleichzeitig aufgehört zu rauchen und die Ernährung umgestellt. Das ist natürlich komplett konfundiert, da kann man gar nichts dem Saft zuschreiben. Bei mir war die Ausgangssituation etwas sauberer in dem Sinne, dass ich sonst nichts geändert hab in der Phase - kein neues Training, keine Diät. Aber selbst das reicht nicht, ich weiß das. @rote_socke_83 was mich noch interessiert: du sagst dein Puls ist beim Fahren "stabiler" - meinst du die Herzfrequenz generell, oder dass du bei gleichem Tempo niedrigere Werte hast? Das wäre nämlich ein anderer Mechanismus als der Blutdruckeffekt, da gehts eher um die Sauerstoffverfügbarkeit im Muskel.
Zitat von rennradhorst am Juni 20, 2026, 14:29 UhrZitat von jana_wob du bei gleichem Tempo niedrigere Werte hast
das ist eigentlich die Frage die mich auch interessiert, und ich glaub die meisten verwechseln das. Blutdruck und Herzfrequenz beim Sport sind zwei verschiedene Baustellen. Ich hab das selbst ne Weile durcheinandergeworfen wenn ich ehrlich bin. Mein Hausarzt hat mich da mal etwas gerade gerückt - der hat gesagt, was du beim Training merkst ist fast nie der Blutdruck, den kannst du beim Fahren eh net sinnvoll messen. Was du spürst ist Puls, Atmung, Beinschmerz. Ob der Saft da irgendwas am tatsächlichen Druck macht, merkst du draußen auf dem Rad gar net direkt. Was mich an dem Kollegen von @rote_socke_83 stört - net persönlich, ich kenn den net - aber wenn jemand gleichzeitig aufhört zu rauchen und dann sagt "Rote Beete hat meinen Blutdruck gesenkt", da kann man doch gar nix draus lesen. Das Rauchen aufhören allein macht so viel dass das alles andere überlagert. Da hätte man genauso gut Gurkenwasser trinken können. Ich selbst mess morgens, Oberarmgerät, Omron, immer nach fünf Minuten ruhig sitzen. Und trotzdem hab ich Tage wo der Wert 15 Punkte auseinanderliegt ohne dass sich irgendwas verändert hat - Stress auf der Baustelle, schlecht geschlafen, das reicht schon. Das macht mich etwas vorsichtig wenn Leute aus zwei Wochen Saft-Protokoll irgendwas rauslesen wollen.
Zitat von jana_wob du bei gleichem Tempo niedrigere Werte hast
das ist eigentlich die Frage die mich auch interessiert, und ich glaub die meisten verwechseln das. Blutdruck und Herzfrequenz beim Sport sind zwei verschiedene Baustellen. Ich hab das selbst ne Weile durcheinandergeworfen wenn ich ehrlich bin. Mein Hausarzt hat mich da mal etwas gerade gerückt - der hat gesagt, was du beim Training merkst ist fast nie der Blutdruck, den kannst du beim Fahren eh net sinnvoll messen. Was du spürst ist Puls, Atmung, Beinschmerz. Ob der Saft da irgendwas am tatsächlichen Druck macht, merkst du draußen auf dem Rad gar net direkt. Was mich an dem Kollegen von @rote_socke_83 stört - net persönlich, ich kenn den net - aber wenn jemand gleichzeitig aufhört zu rauchen und dann sagt "Rote Beete hat meinen Blutdruck gesenkt", da kann man doch gar nix draus lesen. Das Rauchen aufhören allein macht so viel dass das alles andere überlagert. Da hätte man genauso gut Gurkenwasser trinken können. Ich selbst mess morgens, Oberarmgerät, Omron, immer nach fünf Minuten ruhig sitzen. Und trotzdem hab ich Tage wo der Wert 15 Punkte auseinanderliegt ohne dass sich irgendwas verändert hat - Stress auf der Baustelle, schlecht geschlafen, das reicht schon. Das macht mich etwas vorsichtig wenn Leute aus zwei Wochen Saft-Protokoll irgendwas rauslesen wollen.
Zitat von jana_w am Juni 20, 2026, 14:36 UhrZitat von rennradhorstwas du beim Training merkst ist fast nie der Blutdruck
das stimmt und ich glaub das ist tatsächlich ein Punkt der hier noch nicht so klar drin war. Ich mein, ich hab das selbst lange nicht getrennt - hab nach dem Betanio morgens gemessen, dann Training gemacht, mich besser gefühlt, und irgendwie alles in einen Topf geworfen. Aber der Mechanismus beim Nitrat ist ja ein anderer, das geht eher über die Muskel-Effizienz, weniger Sauerstoff für dieselbe Leistung - das hat mir meine Trainingskumpelin mal erklärt, die hat Sportwissenschaft studiert. Das ist nicht dasselbe wie "Blutdruck runter". Und genau da frage ich mich ob wir in diesem Thread manchmal aneinander vorbeischreiben. @rote_socke_83 hat von Puls beim Fahren geredet, ich hab nach dem Mechanismus gefragt, @rennradhorst sagt zu Recht dass man das beim Fahren eh nicht messen kann - aber eigentlich sind das drei verschiedene Fragen die sich alle "Wirkt der Saft" nennen, obwohl sie verschiedene Dinge meinen. Was ich ehrlich gesagt nicht weiß: ob die Leute die das Zeug trinken überhaupt klargemacht haben welchen Effekt sie eigentlich suchen. Blutdruck in Ruhe, Herzfrequenz unter Last, gefühlte Ausdauer - das ist nicht dasselbe und reagiert wahrscheinlich auch unterschiedlich.
Zitat von rennradhorstwas du beim Training merkst ist fast nie der Blutdruck
das stimmt und ich glaub das ist tatsächlich ein Punkt der hier noch nicht so klar drin war. Ich mein, ich hab das selbst lange nicht getrennt - hab nach dem Betanio morgens gemessen, dann Training gemacht, mich besser gefühlt, und irgendwie alles in einen Topf geworfen. Aber der Mechanismus beim Nitrat ist ja ein anderer, das geht eher über die Muskel-Effizienz, weniger Sauerstoff für dieselbe Leistung - das hat mir meine Trainingskumpelin mal erklärt, die hat Sportwissenschaft studiert. Das ist nicht dasselbe wie "Blutdruck runter". Und genau da frage ich mich ob wir in diesem Thread manchmal aneinander vorbeischreiben. @rote_socke_83 hat von Puls beim Fahren geredet, ich hab nach dem Mechanismus gefragt, @rennradhorst sagt zu Recht dass man das beim Fahren eh nicht messen kann - aber eigentlich sind das drei verschiedene Fragen die sich alle "Wirkt der Saft" nennen, obwohl sie verschiedene Dinge meinen. Was ich ehrlich gesagt nicht weiß: ob die Leute die das Zeug trinken überhaupt klargemacht haben welchen Effekt sie eigentlich suchen. Blutdruck in Ruhe, Herzfrequenz unter Last, gefühlte Ausdauer - das ist nicht dasselbe und reagiert wahrscheinlich auch unterschiedlich.
Zitat von rennradhorst am Juni 20, 2026, 14:54 UhrZitat von jana_wob wir in diesem Thread manchmal aneinander vorbeischreiben
ja, und das ist das Problem bei dem Thema generell. Jeder meint was anderes wenn er sagt "der Saft wirkt". Das nervt mich ehrlich gesagt ein bisschen weil dann die Diskussion ins Leere läuft. Aber @jana_w du hast einen Punkt angeschnitten den ich so noch net gedacht hab: wenn jemand sagt er sucht den Blutdruckeffekt in Ruhe, dann ist das eine komplett andere Frage als ob die Ausdauer beim Fahren besser wird. Das müsste man eigentlich von Anfang an sagen wenn man so einen Thread aufmacht. Was willst du eigentlich wissen? Bei mir persönlich ist es so: ich trink das Zeug wegen dem Blutdruck in Ruhe, net wegen dem Training. Weil mein Arzt damals leicht erhöhte Werte festgestellt hat und ich halt net gleich zu Tabletten will. Ob ich auf dem Rad schneller werde ist mir dabei fast wurscht - da hab ich andere Stellschrauben. Was ich mich jetzt frag: hat hier irgendjemand das wirklich sauber getrennt gemessen? Also extra ein Protokoll nur für Ruhewerte, ohne das mit dem Training zu vermischen? Weil wenn ich meine Morgenprotokolle anschau, ist da auch immer die Frage ob ich am Vortag ne harte Einheit hatte oder net. Auch das verändert den Wert am nächsten Morgen noch das hab ich selbst gemerkt.
Zitat von jana_wob wir in diesem Thread manchmal aneinander vorbeischreiben
ja, und das ist das Problem bei dem Thema generell. Jeder meint was anderes wenn er sagt "der Saft wirkt". Das nervt mich ehrlich gesagt ein bisschen weil dann die Diskussion ins Leere läuft. Aber @jana_w du hast einen Punkt angeschnitten den ich so noch net gedacht hab: wenn jemand sagt er sucht den Blutdruckeffekt in Ruhe, dann ist das eine komplett andere Frage als ob die Ausdauer beim Fahren besser wird. Das müsste man eigentlich von Anfang an sagen wenn man so einen Thread aufmacht. Was willst du eigentlich wissen? Bei mir persönlich ist es so: ich trink das Zeug wegen dem Blutdruck in Ruhe, net wegen dem Training. Weil mein Arzt damals leicht erhöhte Werte festgestellt hat und ich halt net gleich zu Tabletten will. Ob ich auf dem Rad schneller werde ist mir dabei fast wurscht - da hab ich andere Stellschrauben. Was ich mich jetzt frag: hat hier irgendjemand das wirklich sauber getrennt gemessen? Also extra ein Protokoll nur für Ruhewerte, ohne das mit dem Training zu vermischen? Weil wenn ich meine Morgenprotokolle anschau, ist da auch immer die Frage ob ich am Vortag ne harte Einheit hatte oder net. Auch das verändert den Wert am nächsten Morgen noch das hab ich selbst gemerkt.
Zitat von jana_w am Juni 20, 2026, 15:24 UhrZitat von rennradhorsthat hier irgendjemand das wirklich sauber getrennt gemessen
ich ehrlich gesagt nicht und ich behaupte das jetzt einfach mal für die meisten hier. Ich hab meine Morgenprotokolle immer mit dem Training vermischt, weil ich nie dran gedacht hab das zu trennen. Das klingt banal aber das ist mir gerade erst beim Lesen aufgegangen. Was mich an deinem Punkt interessiert, @rennradhorst: du sagst der Vortags-Trainingseffekt verändert noch den Wert am nächsten Morgen. Das hab ich auch bemerkt, nach langen Läufen ist mein Morgenwert manchmal niedriger als sonst, manchmal höher, kommt anscheinend auf die Intensität an. Ich mein, das ist schon ein eigenes Rauschen das man rausrechnen müsste bevor man überhaupt anfängt den Saft zu bewerten. Und dann stellt sich für mich die Frage ob ein sauberes Ruheprotokoll für Hobbyathleten überhaupt realistisch ist. Also wirklich: gleiche Tageszeit, gleiche Schlafdauer, kein intensives Training am Vortag, kein Stress - wie oft hat man das in einer normalen Woche? Bei mir als Selbständige vielleicht zweimal, wenn's gut läuft. Der Rest ist irgendwie kontaminiert. Das macht mich nicht pessimistisch gegenüber dem Messen, aber ich würd halt sagen man braucht viel mehr Datenpunkte als zwei Wochen um da irgendwas rausszulesen.
Zitat von rennradhorsthat hier irgendjemand das wirklich sauber getrennt gemessen
ich ehrlich gesagt nicht und ich behaupte das jetzt einfach mal für die meisten hier. Ich hab meine Morgenprotokolle immer mit dem Training vermischt, weil ich nie dran gedacht hab das zu trennen. Das klingt banal aber das ist mir gerade erst beim Lesen aufgegangen. Was mich an deinem Punkt interessiert, @rennradhorst: du sagst der Vortags-Trainingseffekt verändert noch den Wert am nächsten Morgen. Das hab ich auch bemerkt, nach langen Läufen ist mein Morgenwert manchmal niedriger als sonst, manchmal höher, kommt anscheinend auf die Intensität an. Ich mein, das ist schon ein eigenes Rauschen das man rausrechnen müsste bevor man überhaupt anfängt den Saft zu bewerten. Und dann stellt sich für mich die Frage ob ein sauberes Ruheprotokoll für Hobbyathleten überhaupt realistisch ist. Also wirklich: gleiche Tageszeit, gleiche Schlafdauer, kein intensives Training am Vortag, kein Stress - wie oft hat man das in einer normalen Woche? Bei mir als Selbständige vielleicht zweimal, wenn's gut läuft. Der Rest ist irgendwie kontaminiert. Das macht mich nicht pessimistisch gegenüber dem Messen, aber ich würd halt sagen man braucht viel mehr Datenpunkte als zwei Wochen um da irgendwas rausszulesen.
Zitat von rote_socke_83 am Juni 20, 2026, 15:36 UhrZitat von jana_wwie oft hat man das in einer normalen Woche
Genau das. Ich hab das gerade mal kurz durchgerechnet - ich mein, wirklich nachgedacht, nicht nur gefühlt. Ich fahr Schicht, das heißt meine Schlafzeiten springen alle paar Tage. Manchmal Frühschicht, manchmal Spät. Da ist "gleiche Tageszeit morgens" schon eine Illusion. Punkt. Was mich aber jetzt auf einen anderen Gedanken bringt: wir reden die ganze Zeit darüber wann und wie man misst. Aber hat eigentlich jemand mal geschaut ob die Schwankungen die wir alle beschreiben - Vortags-Training, Schlaf, Stress - überhaupt in der Größenordnung liegen wo ein Saft noch irgendwas ausrichten kann? Ich hab null Ahnung wie groß der erwartbare Effekt von Rote Beete auf den Ruhe-Blutdruck überhaupt sein soll. 5 mmHg? 10? Wenn @rennradhorst schon von 15 Punkten Tagesstreuung redet ohne jede Intervention, dann frag ich mich ob ein realistischer Saft-Effekt da überhaupt noch rausschaut aus dem Rauschen. Das ist mir zu unscharf um da irgendwas draus zu lesen, selbst mit sauberem Protokoll. Ich hab letztens in der Apotheke um die Ecke kurz nachgefragt, die Pharmazeutin hat gesagt "ja die Studienlage ist da, aber die Effekte sind eher moderat" - was immer das heißt. Moderat klingt für mich wie: messbar im Labor, kaum merkbar zuhause mit Consumergerät. Vielleicht ist die ehrlichere Frage: wofür machen wir das eigentlich genau.
Zitat von jana_wwie oft hat man das in einer normalen Woche
Genau das. Ich hab das gerade mal kurz durchgerechnet - ich mein, wirklich nachgedacht, nicht nur gefühlt. Ich fahr Schicht, das heißt meine Schlafzeiten springen alle paar Tage. Manchmal Frühschicht, manchmal Spät. Da ist "gleiche Tageszeit morgens" schon eine Illusion. Punkt. Was mich aber jetzt auf einen anderen Gedanken bringt: wir reden die ganze Zeit darüber wann und wie man misst. Aber hat eigentlich jemand mal geschaut ob die Schwankungen die wir alle beschreiben - Vortags-Training, Schlaf, Stress - überhaupt in der Größenordnung liegen wo ein Saft noch irgendwas ausrichten kann? Ich hab null Ahnung wie groß der erwartbare Effekt von Rote Beete auf den Ruhe-Blutdruck überhaupt sein soll. 5 mmHg? 10? Wenn @rennradhorst schon von 15 Punkten Tagesstreuung redet ohne jede Intervention, dann frag ich mich ob ein realistischer Saft-Effekt da überhaupt noch rausschaut aus dem Rauschen. Das ist mir zu unscharf um da irgendwas draus zu lesen, selbst mit sauberem Protokoll. Ich hab letztens in der Apotheke um die Ecke kurz nachgefragt, die Pharmazeutin hat gesagt "ja die Studienlage ist da, aber die Effekte sind eher moderat" - was immer das heißt. Moderat klingt für mich wie: messbar im Labor, kaum merkbar zuhause mit Consumergerät. Vielleicht ist die ehrlichere Frage: wofür machen wir das eigentlich genau.
Zitat von rennradhorst am Juni 20, 2026, 16:06 UhrZitat von rote_socke_83wofür machen wir das eigentlich genau
das ist die Frage die mich jetzt net loslässt. Weil wenn ich ehrlich bin, hab ich mir die noch nie so direkt gestellt. Ich mess seit zwei Jahren morgens, hab Tabellen, hab Kalender - aber was ich eigentlich damit machen will wenn die Werte net besser werden, das hab ich nie wirklich durchgedacht. Tabletten wollte ich net also was dann? Die Pharmazeutin mit "moderat" trifft es wahrscheinlich ganz gut. Ich hab mal in einem Podcast gehört - der wo ich überhaupt erst auf das Rote-Beete-Thema gestoßen bin - dass da von ungefähr 4-5 mmHg die Rede war als Durchschnittswert in den Untersuchungen. Das ist net nichts, aber wie @rote_socke_83 sagt, das geht unter im Alltagsrauschen wenn man ein Handgelenksgerät hat oder halt mal schlecht geschlafen hat. Mich beschäftigt aber noch was anderes: ob wir nicht alle ein bisschen das Messen betreiben damit wir das Gefühl haben irgendwas zu tun. Das klingt jetzt blöder als ich's mein. Ich glaub das hat schon einen Wert, allein wegen dem Körperbewusstsein. Aber die Erwartung dass man damit den Saft bewertet, die ist vielleicht falsch gesteckt von Anfang an. Heute hab ich jedenfalls keinen Bock mehr auf das Protokoll - Abend nach der Arbeit und der Kopf ist schon voll.
Zitat von rote_socke_83wofür machen wir das eigentlich genau
das ist die Frage die mich jetzt net loslässt. Weil wenn ich ehrlich bin, hab ich mir die noch nie so direkt gestellt. Ich mess seit zwei Jahren morgens, hab Tabellen, hab Kalender - aber was ich eigentlich damit machen will wenn die Werte net besser werden, das hab ich nie wirklich durchgedacht. Tabletten wollte ich net also was dann? Die Pharmazeutin mit "moderat" trifft es wahrscheinlich ganz gut. Ich hab mal in einem Podcast gehört - der wo ich überhaupt erst auf das Rote-Beete-Thema gestoßen bin - dass da von ungefähr 4-5 mmHg die Rede war als Durchschnittswert in den Untersuchungen. Das ist net nichts, aber wie @rote_socke_83 sagt, das geht unter im Alltagsrauschen wenn man ein Handgelenksgerät hat oder halt mal schlecht geschlafen hat. Mich beschäftigt aber noch was anderes: ob wir nicht alle ein bisschen das Messen betreiben damit wir das Gefühl haben irgendwas zu tun. Das klingt jetzt blöder als ich's mein. Ich glaub das hat schon einen Wert, allein wegen dem Körperbewusstsein. Aber die Erwartung dass man damit den Saft bewertet, die ist vielleicht falsch gesteckt von Anfang an. Heute hab ich jedenfalls keinen Bock mehr auf das Protokoll - Abend nach der Arbeit und der Kopf ist schon voll.