Rote-Beete-Saft aus dem Discounter - taugt das was oder Geldverschwendung?
Zitat von rainer_w64 am Juli 25, 2026, 00:05 UhrIch frag mich das schon seit ein paar Wochen. Im Rewe stand neulich so ein Flasche Rote-Beete-Saft, Eigenmarke, irgendwas um die 1,50 Euro für einen Liter. Kein Sportler drauf, kein "Performance Boost" Geschrei - einfach Saft. Hab die genommen. Jetzt das Ding. Ich mess meinen Blutdruck seit zwei Jahren regelmäßig, morgens vor dem Frühstück, immer gleiche Uhrzeit, gleicher Arm. Hab mir das so angewöhnt weil mein Arzt mir da nie richtig was erklärt hat und ich selbst sehen wollte was passiert wenn ich was ändere. Der sagt eh immer nur "weiter so" und schaut auf den Zettel. Also: drei Wochen Saft ein Glas morgens. Werte waren danach nicht dramatisch anders. Mal etwas besser, mal nicht. Aber ich war in der Zeit auch urlaubsbedingt weniger gestresst, hab besser geschlafen - das kann ich nicht rausrechnen. Da liegt doch das Problem. Man weiß nie ob das eine oder das andere wirkt. Was mich aber interessiert: Hat jemand konkret Discountersaft gegen so ein Konzentrat verglichen? Diese Konzentrate die überall auf Sportseiten beworben werden kosten ja gerne das Zehnfache. Ich kauf mir kein gutes Gefühl für zwanzig Euro wenn der Baumarktsaft für 1,50 dasselbe kann - oder eben auch nichts, das wäre dann auch gleich. Echt jetzt, ich will keine Werbung hören. Ich will wissen ob jemand das nüchtern verglichen hat. Nitrat ist Nitrat oder nicht? Der Unterschied zwischen Flasche und Konzentrat ist doch vor allem der Wassergehalt und der Preis.
Ich frag mich das schon seit ein paar Wochen. Im Rewe stand neulich so ein Flasche Rote-Beete-Saft, Eigenmarke, irgendwas um die 1,50 Euro für einen Liter. Kein Sportler drauf, kein "Performance Boost" Geschrei - einfach Saft. Hab die genommen. Jetzt das Ding. Ich mess meinen Blutdruck seit zwei Jahren regelmäßig, morgens vor dem Frühstück, immer gleiche Uhrzeit, gleicher Arm. Hab mir das so angewöhnt weil mein Arzt mir da nie richtig was erklärt hat und ich selbst sehen wollte was passiert wenn ich was ändere. Der sagt eh immer nur "weiter so" und schaut auf den Zettel. Also: drei Wochen Saft ein Glas morgens. Werte waren danach nicht dramatisch anders. Mal etwas besser, mal nicht. Aber ich war in der Zeit auch urlaubsbedingt weniger gestresst, hab besser geschlafen - das kann ich nicht rausrechnen. Da liegt doch das Problem. Man weiß nie ob das eine oder das andere wirkt. Was mich aber interessiert: Hat jemand konkret Discountersaft gegen so ein Konzentrat verglichen? Diese Konzentrate die überall auf Sportseiten beworben werden kosten ja gerne das Zehnfache. Ich kauf mir kein gutes Gefühl für zwanzig Euro wenn der Baumarktsaft für 1,50 dasselbe kann - oder eben auch nichts, das wäre dann auch gleich. Echt jetzt, ich will keine Werbung hören. Ich will wissen ob jemand das nüchtern verglichen hat. Nitrat ist Nitrat oder nicht? Der Unterschied zwischen Flasche und Konzentrat ist doch vor allem der Wassergehalt und der Preis.
Zitat von fk_1988 am Juli 25, 2026, 00:53 UhrZitat von rainer_w64Nitrat ist Nitrat oder nicht?
ja grundsätzlich schon aber die Menge macht's. Bei nem Liter Discountersaft für 1,50 ist halt auch klar dass da weniger drin sein kann als bei nem Konzentrat - einfach weil der Hersteller anders kalkuliert. Ob das dann noch ausreicht um was zu bewirken, keine Ahnung. Das ist die Frage die du eigentlich stellst. Aber ehrlich gesagt, dein Setup mit der täglichen Messung - das ist ja schon ganz saubere Arbeit. Das Problem ist nur, du brauchst für so einen Vergleich einfach deutlich mehr Zeit. Drei Wochen ist nix. Mein Blutdruck schwankt je nach Wochentag, ob ich gut geschlafen hab, ob gerade viel los bei der Arbeit ist. Du merkst da schnell dass die Variabilität größer ist als der Effekt den du messen willst. Was mich aber interessiert - du schreibst dass du in der Zeit auch weniger gestresst warst. Das ist ja nicht einfach ein Störfaktor den man ignoriert. Das könnte der größere Hebel sein als der Saft. Hast du mal überlegt den umgekehrten Test zu machen - also bewusst eine stressigere Phase und dann gucken was mit den Werten passiert, egal ob mit oder ohne Saft. Zum Discountersaft selbst - ich würde einfach sagen, für 1,50 Euro kannst du das Risiko eingehen. Ist ja nicht teuer genug um schmerzhaft zu sein wenn es nichts bringt. Bei den 20-Euro-Konzentaten wird's dann albern, da brauchst du schon ziemlich gute Gründe.
Zitat von rainer_w64Nitrat ist Nitrat oder nicht?
ja grundsätzlich schon aber die Menge macht's. Bei nem Liter Discountersaft für 1,50 ist halt auch klar dass da weniger drin sein kann als bei nem Konzentrat - einfach weil der Hersteller anders kalkuliert. Ob das dann noch ausreicht um was zu bewirken, keine Ahnung. Das ist die Frage die du eigentlich stellst. Aber ehrlich gesagt, dein Setup mit der täglichen Messung - das ist ja schon ganz saubere Arbeit. Das Problem ist nur, du brauchst für so einen Vergleich einfach deutlich mehr Zeit. Drei Wochen ist nix. Mein Blutdruck schwankt je nach Wochentag, ob ich gut geschlafen hab, ob gerade viel los bei der Arbeit ist. Du merkst da schnell dass die Variabilität größer ist als der Effekt den du messen willst. Was mich aber interessiert - du schreibst dass du in der Zeit auch weniger gestresst warst. Das ist ja nicht einfach ein Störfaktor den man ignoriert. Das könnte der größere Hebel sein als der Saft. Hast du mal überlegt den umgekehrten Test zu machen - also bewusst eine stressigere Phase und dann gucken was mit den Werten passiert, egal ob mit oder ohne Saft. Zum Discountersaft selbst - ich würde einfach sagen, für 1,50 Euro kannst du das Risiko eingehen. Ist ja nicht teuer genug um schmerzhaft zu sein wenn es nichts bringt. Bei den 20-Euro-Konzentaten wird's dann albern, da brauchst du schon ziemlich gute Gründe.
Zitat von rainer_w64 am Juli 25, 2026, 05:20 Uhr@fk_1988
Zitat von fk_1988den umgekehrten Test machen
ne mal ehrlich, das ist ne Idee die ich nicht mal meinem schlimmsten Feind empfehlen würde. Absichtlich Stress hochfahren um Messwerte zu kriegen - ich bin Schlosser, kein Versuchskaninchen. Außerdem hab ich das gar nicht nötig, stressige Phasen kommen von alleine. Was mich an deinem Punkt aber schon beschäftigt: du sagst die Variabilität ist größer als der Effekt. Das glaub ich sofort. Ich hab samstags andere Werte als montags schon immer. Da frag ich mich ob das Messen überhaupt Sinn macht wenn man eh nicht weiß was man da gerade misst. Blutdruck oder Wochentag. Zum Nitrat-Punkt nochmal. Du sagst weniger drin wegen Kalkulation. Das klingt plausibel, aber woher weiß das irgendjemand konkret? Auf der Flasche steht nix davon. Kein Nitratgehalt, kein Brix-Wert, nix. Ich kenn das vom Handwerk - wenn auf nem Produkt nix draufsteht, steht auch nix drin worüber man reden müsste. Das ärgert mich ein bisschen. Bei den Konzentraten steht auch nicht mehr drauf, die machen nur mehr Lärm drum. Meine Frau meint ich soll das ganze Thema einfach sein lassen und mehr spazieren gehen. Vielleicht hat sie sogar recht.
Zitat von fk_1988den umgekehrten Test machen
ne mal ehrlich, das ist ne Idee die ich nicht mal meinem schlimmsten Feind empfehlen würde. Absichtlich Stress hochfahren um Messwerte zu kriegen - ich bin Schlosser, kein Versuchskaninchen. Außerdem hab ich das gar nicht nötig, stressige Phasen kommen von alleine. Was mich an deinem Punkt aber schon beschäftigt: du sagst die Variabilität ist größer als der Effekt. Das glaub ich sofort. Ich hab samstags andere Werte als montags schon immer. Da frag ich mich ob das Messen überhaupt Sinn macht wenn man eh nicht weiß was man da gerade misst. Blutdruck oder Wochentag. Zum Nitrat-Punkt nochmal. Du sagst weniger drin wegen Kalkulation. Das klingt plausibel, aber woher weiß das irgendjemand konkret? Auf der Flasche steht nix davon. Kein Nitratgehalt, kein Brix-Wert, nix. Ich kenn das vom Handwerk - wenn auf nem Produkt nix draufsteht, steht auch nix drin worüber man reden müsste. Das ärgert mich ein bisschen. Bei den Konzentraten steht auch nicht mehr drauf, die machen nur mehr Lärm drum. Meine Frau meint ich soll das ganze Thema einfach sein lassen und mehr spazieren gehen. Vielleicht hat sie sogar recht.
Zitat von fk_1988 am Juli 25, 2026, 06:03 UhrZitat von rainer_w64da frag ich mich ob das Messen überhaupt Sinn macht
haha okay, jetzt kommst du mir aber weg von der eigentlichen Frage. Das Messen macht Sinn - aber nicht um herauszufinden ob Saft wirkt. Das ist zu laut. Es macht Sinn um zu sehen ob du langfristig eine Tendenz hast, und ob Medikamente - falls du welche nimmst - überhaupt anschlagen. Zum Punkt mit den Herstellerangaben - da geb ich dir völlig recht. Das nervt mich auch. Aber ehrlich, bei sowas wie Saft kriegst du die Info nicht weil die Hersteller das selbst oft gar nicht interessiert. Das ist ein Discounter-Produkt, da wird einfach Rote Beete gepresst und abgefüllt. Konzentrate sind anders - da wird das Zeug eingekocht, da ist die Nährstoffdichte tatsächlich höher. Aber ob das den Faktor zehn Preis rechtfertigt. Keine Ahnung. Deine Frau hat aber einen Punkt. Nicht weil das Messen blöd ist, sondern weil du da gerade in so einem Gedankenloch sitzt wo dich das frustriert weil nichts isoliert messbar ist. Das ist real. Manchmal ist es besser einfach was zu tun das sich gut anfühlt - spazieren gehen, weniger Kaffee, regelmäßiger schlafen - und nicht gleichzeitig zu fragen ob es auch wirklich was gebracht hat. Der Effekt kommt von selbst raus wenn man es drei Monate macht, nicht in drei Wochen.
Zitat von rainer_w64da frag ich mich ob das Messen überhaupt Sinn macht
haha okay, jetzt kommst du mir aber weg von der eigentlichen Frage. Das Messen macht Sinn - aber nicht um herauszufinden ob Saft wirkt. Das ist zu laut. Es macht Sinn um zu sehen ob du langfristig eine Tendenz hast, und ob Medikamente - falls du welche nimmst - überhaupt anschlagen. Zum Punkt mit den Herstellerangaben - da geb ich dir völlig recht. Das nervt mich auch. Aber ehrlich, bei sowas wie Saft kriegst du die Info nicht weil die Hersteller das selbst oft gar nicht interessiert. Das ist ein Discounter-Produkt, da wird einfach Rote Beete gepresst und abgefüllt. Konzentrate sind anders - da wird das Zeug eingekocht, da ist die Nährstoffdichte tatsächlich höher. Aber ob das den Faktor zehn Preis rechtfertigt. Keine Ahnung. Deine Frau hat aber einen Punkt. Nicht weil das Messen blöd ist, sondern weil du da gerade in so einem Gedankenloch sitzt wo dich das frustriert weil nichts isoliert messbar ist. Das ist real. Manchmal ist es besser einfach was zu tun das sich gut anfühlt - spazieren gehen, weniger Kaffee, regelmäßiger schlafen - und nicht gleichzeitig zu fragen ob es auch wirklich was gebracht hat. Der Effekt kommt von selbst raus wenn man es drei Monate macht, nicht in drei Wochen.
Zitat von elvira_k am Juli 25, 2026, 07:39 Uhr@rainer_w64 Ihre Frau hat tatsächlich recht, aber nicht aus dem Grund den Sie vielleicht denken. Das Problem ist nicht das Messen selbst, sondern dass Sie gerade versuchen etwas zu beweisen das sich nicht in drei Wochen beweisen lässt. Ich habe das in meinem Garten ähnlich erlebt, wenn ich ehrlich bin. Ich baue seit Jahren Rote Beete an, und anfangs wollte ich genau wissen ob meine selbst angebaute Sorte besser für den Blutdruck ist als die vom Markt. Mein Hausarzt hat mir geraten mehr davon zu essen, aber konkret hat er mir nicht gesagt wie viel oder wie lange es dauert bis man was merkt. Also habe ich angefangen zu protokollieren - wie blöd das im Nachhinein klingt. Das Dumme ist: Nach zwei Monaten regelmäßigem Verzehr hatte ich objektiv bessere Werte. Aber war es die Rote Beete oder die Tatsache dass ich mich damit auseinandergesetzt habe und plötzlich bewusster lebe? Ich weiß es bis heute nicht genau. Und ehrlich, es interessiert mich auch nicht mehr wirklich, solange es funktioniert. Bei Ihrem Discountersaft würde ich einfach sagen: Der ist wahrscheinlich weniger konzentriert als teure Konzentrate, ja. Aber das heißt nicht dass er nutzlos ist. Nur dass Sie eben mehr davon trinken müssten um den gleichen Effekt zu haben, falls es überhaupt einen gibt. Die Frage ist eher: Wollen Sie sich das antun oder nicht. Für 1,50 Euro würde ich es nicht so ernst nehmen. Einfach trinken, oder bleiben lassen.
@rainer_w64 Ihre Frau hat tatsächlich recht, aber nicht aus dem Grund den Sie vielleicht denken. Das Problem ist nicht das Messen selbst, sondern dass Sie gerade versuchen etwas zu beweisen das sich nicht in drei Wochen beweisen lässt. Ich habe das in meinem Garten ähnlich erlebt, wenn ich ehrlich bin. Ich baue seit Jahren Rote Beete an, und anfangs wollte ich genau wissen ob meine selbst angebaute Sorte besser für den Blutdruck ist als die vom Markt. Mein Hausarzt hat mir geraten mehr davon zu essen, aber konkret hat er mir nicht gesagt wie viel oder wie lange es dauert bis man was merkt. Also habe ich angefangen zu protokollieren - wie blöd das im Nachhinein klingt. Das Dumme ist: Nach zwei Monaten regelmäßigem Verzehr hatte ich objektiv bessere Werte. Aber war es die Rote Beete oder die Tatsache dass ich mich damit auseinandergesetzt habe und plötzlich bewusster lebe? Ich weiß es bis heute nicht genau. Und ehrlich, es interessiert mich auch nicht mehr wirklich, solange es funktioniert. Bei Ihrem Discountersaft würde ich einfach sagen: Der ist wahrscheinlich weniger konzentriert als teure Konzentrate, ja. Aber das heißt nicht dass er nutzlos ist. Nur dass Sie eben mehr davon trinken müssten um den gleichen Effekt zu haben, falls es überhaupt einen gibt. Die Frage ist eher: Wollen Sie sich das antun oder nicht. Für 1,50 Euro würde ich es nicht so ernst nehmen. Einfach trinken, oder bleiben lassen.
Zitat von fk_1988 am Juli 25, 2026, 08:19 Uhr@elvira_k das mit dem bewusster leben ist tatsächlich der Punkt der mich interessiert. Weil dein Beispiel zeigt ja eigentlich dass die Rote Beete vielleicht gar nicht die Hauptrolle gespielt hat - sondern einfach dass du dich damit beschäftigt hast. Und @rainer_w64 das ist glaub ich auch dein echtes Problem gerade. Du fragst ob das Messen Sinn macht, aber eigentlich fragst du ob es was bringt wenn du es machst. Das sind zwei verschiedene Fragen. Das eine ist Kontrolle - wissen ob Medikamente wirken, langfristige Tendenzen sehen. Das andere ist zu beweisen dass dein Saft was gebracht hat. Und das zweite wird dir mit Messungen allein nicht klappen egal wie sauber du das aufschreibst. Weil du ja nicht nur Saft änderst. Du änderst auch deine Aufmerksamkeit. Ich kenne das vom Laufen. Wenn ich anfange auf meine Pace zu achten und alles zu tracken, lauf ich automatisch anders. Nicht weil die Technik was ändert, sondern weil ich mich anders wahrnehme. Bei dir könnte es ähnlich sein - nicht dass der Saft unwirksam ist, sondern dass deine Messerei selbst schon einen Effekt hat. Meine Frage wär dann eher: Lass dich vom Saft ab und guck mal ob deine Werte ohne die tägliche Messung anders aussehen. Nur so zum experimentieren. Dann weißt du ob es der Saft war oder das Ritual. Edit: kleine Sprachkorrektur im Laufen-Beispiel, war vorher "bei beim" - sorry!
@elvira_k das mit dem bewusster leben ist tatsächlich der Punkt der mich interessiert. Weil dein Beispiel zeigt ja eigentlich dass die Rote Beete vielleicht gar nicht die Hauptrolle gespielt hat - sondern einfach dass du dich damit beschäftigt hast. Und @rainer_w64 das ist glaub ich auch dein echtes Problem gerade. Du fragst ob das Messen Sinn macht, aber eigentlich fragst du ob es was bringt wenn du es machst. Das sind zwei verschiedene Fragen. Das eine ist Kontrolle - wissen ob Medikamente wirken, langfristige Tendenzen sehen. Das andere ist zu beweisen dass dein Saft was gebracht hat. Und das zweite wird dir mit Messungen allein nicht klappen egal wie sauber du das aufschreibst. Weil du ja nicht nur Saft änderst. Du änderst auch deine Aufmerksamkeit. Ich kenne das vom Laufen. Wenn ich anfange auf meine Pace zu achten und alles zu tracken, lauf ich automatisch anders. Nicht weil die Technik was ändert, sondern weil ich mich anders wahrnehme. Bei dir könnte es ähnlich sein - nicht dass der Saft unwirksam ist, sondern dass deine Messerei selbst schon einen Effekt hat. Meine Frage wär dann eher: Lass dich vom Saft ab und guck mal ob deine Werte ohne die tägliche Messung anders aussehen. Nur so zum experimentieren. Dann weißt du ob es der Saft war oder das Ritual. Edit: kleine Sprachkorrektur im Laufen-Beispiel, war vorher "bei beim" - sorry!
Zitat von elvira_k am Juli 25, 2026, 08:40 Uhr@fk_1988 Das mit dem Ritual ist ein guter Gedanke, aber ich muss ehrlich sagen, das klingt für mich ein bisschen danach als würde man das Kind mit dem Bade ausschütten. Nur weil die Aufmerksamkeit selbst etwas bewirkt, heißt das doch nicht dass das Gemüse oder der Saft nichts tut. Die zwei Dinge schließen sich nicht gegenseitig aus. Bei mir im Garten ist es so: Ich kümmere mich um die Beete, ich beobachte, ich ernte regelmäßig und verarbeite das Zeug. Das ist natürlich bewusstes Leben. Aber die Rote Beete selbst - mit ihren Mineralien und dem Nitrat - die tut trotzdem noch was, unabhängig davon wie aufmerksam ich bin. Mein Hausarzt hat mir nicht geraten mehr Aufmerksamkeit zu haben, sondern mehr Rote Beete zu essen. Was mich bei @rainer_w64 eher stört ist, dass er sich da selbst blockiert mit der Messerei. Er will ja eigentlich nicht wissen ob der Saft wirkt - er will Sicherheit haben, dass es funktioniert. Und die kriegt man nicht aus drei Wochen Daten. Das ist einfach zu kurz und zu verrauscht. Wenn der Arzt sagt "ess mehr Rote Beete", dann kann man das auch einfach machen ohne sich ständig selbst zu überprüfen. Vertrau dem Arzt oder vertrau ihm nicht, aber nicht dieses Dazwischen-Sitzen.
@fk_1988 Das mit dem Ritual ist ein guter Gedanke, aber ich muss ehrlich sagen, das klingt für mich ein bisschen danach als würde man das Kind mit dem Bade ausschütten. Nur weil die Aufmerksamkeit selbst etwas bewirkt, heißt das doch nicht dass das Gemüse oder der Saft nichts tut. Die zwei Dinge schließen sich nicht gegenseitig aus. Bei mir im Garten ist es so: Ich kümmere mich um die Beete, ich beobachte, ich ernte regelmäßig und verarbeite das Zeug. Das ist natürlich bewusstes Leben. Aber die Rote Beete selbst - mit ihren Mineralien und dem Nitrat - die tut trotzdem noch was, unabhängig davon wie aufmerksam ich bin. Mein Hausarzt hat mir nicht geraten mehr Aufmerksamkeit zu haben, sondern mehr Rote Beete zu essen. Was mich bei @rainer_w64 eher stört ist, dass er sich da selbst blockiert mit der Messerei. Er will ja eigentlich nicht wissen ob der Saft wirkt - er will Sicherheit haben, dass es funktioniert. Und die kriegt man nicht aus drei Wochen Daten. Das ist einfach zu kurz und zu verrauscht. Wenn der Arzt sagt "ess mehr Rote Beete", dann kann man das auch einfach machen ohne sich ständig selbst zu überprüfen. Vertrau dem Arzt oder vertrau ihm nicht, aber nicht dieses Dazwischen-Sitzen.
Zitat von fk_1988 am Juli 25, 2026, 09:11 Uhr@elvira_k ja aber du sagst ja selbst - dein Arzt hat dir geraten mehr Rote Beete zu essen, nicht "beobachte dich täglich". Das ist der Unterschied. Bei @rainer_w64 ist es halt so dass der Arzt ihm nichts erklärt hat und dann versucht er selbst herauszufinden was wirkt. Das ist nachvollziehbar aber führt genau zu dem Problem das jetzt hier ist. Was mich aber an deinem Punkt interessiert - du schreibst "Vertrau dem Arzt oder vertrau ihm nicht". Aber wenn der Arzt dir nur sagt "weiter so" und dir keine Begründung gibt, warum sollte man ihm dann vertrauen. Das ist ja nicht Vertrauen das ist blind befolgen. Ich glaub @rainer_w64 will ja gar nicht um jeden Preis beweisen dass Saft wirkt. Er will nur wissen ob sein Arzt ihm Quatsch erzählt oder ob da was dran ist. Das ist legitim. Nur - und das ist glaub ich der echte Punkt - wenn man das mit täglichen Messungen über drei Wochen klären will, ist die Methode einfach zu schlecht für die Frage. Das ist wie wenn ich messen würde wie lange mein Lauf dauert um herauszufinden ob neue Laufschuhe schneller machen. Nach einer Woche bekommst du da einfach keine Antwort auf. Was würde ich machen. Ehrlich. Ich würde den Saft kaufen, trinken, nicht messen, und nach zwei Monaten mal beim Arzt nachfragen was die nächsten Werte sagen. Dann weißt du ob es was gebracht hat ohne dich selbst verrückt zu machen.
@elvira_k ja aber du sagst ja selbst - dein Arzt hat dir geraten mehr Rote Beete zu essen, nicht "beobachte dich täglich". Das ist der Unterschied. Bei @rainer_w64 ist es halt so dass der Arzt ihm nichts erklärt hat und dann versucht er selbst herauszufinden was wirkt. Das ist nachvollziehbar aber führt genau zu dem Problem das jetzt hier ist. Was mich aber an deinem Punkt interessiert - du schreibst "Vertrau dem Arzt oder vertrau ihm nicht". Aber wenn der Arzt dir nur sagt "weiter so" und dir keine Begründung gibt, warum sollte man ihm dann vertrauen. Das ist ja nicht Vertrauen das ist blind befolgen. Ich glaub @rainer_w64 will ja gar nicht um jeden Preis beweisen dass Saft wirkt. Er will nur wissen ob sein Arzt ihm Quatsch erzählt oder ob da was dran ist. Das ist legitim. Nur - und das ist glaub ich der echte Punkt - wenn man das mit täglichen Messungen über drei Wochen klären will, ist die Methode einfach zu schlecht für die Frage. Das ist wie wenn ich messen würde wie lange mein Lauf dauert um herauszufinden ob neue Laufschuhe schneller machen. Nach einer Woche bekommst du da einfach keine Antwort auf. Was würde ich machen. Ehrlich. Ich würde den Saft kaufen, trinken, nicht messen, und nach zwei Monaten mal beim Arzt nachfragen was die nächsten Werte sagen. Dann weißt du ob es was gebracht hat ohne dich selbst verrückt zu machen.
Zitat von gg1987 am Juli 25, 2026, 13:03 UhrZitat von fk_1988Ich würde den Saft kaufen trinken, nicht messen, und nach zwei Monaten mal beim Arzt nachfragen
- ja gut, aber genau da sitzt der Knoten. Mein Arzt hat mir beim letzten Termin gar nix zu den Zeitpunkten gesagt, ehrlich. Der hat einfach auf den Zettel geguckt, "sieht ok aus" gemurmelt und das wars. Wie soll ich denn mit dem reden wenn der selbst nicht weiß was er mir raten soll. Da fang ich lieber gar nicht mit an. Was mich aber gerade mehr reizt: @rainer_w64 du hast Recht dass Discountersaft für 1,50 Euro einfach zu nehmen ist - kein Drama. Aber die ganze Diskussion führt jetzt ins Leere weil ihr alle um die eigentliche Frage rumtanzt. Der Typ will nicht beweisen dass Saft wirkt. Der will nur wissen ob er Geld für die Konzentratvariante rauswerfen soll oder nicht. Und die Antwort ist doch simpel: Nitrat ist Nitrat, wie du schon sagst. Mehr Konzentration in der Flasche bedeutet höhere Dosis, nicht bessere Wirkung. Wenn überhaupt was wirkt, dann wirkt der billige Saft auch - nur brauchst du vielleicht mehr davon. Punkt. Das ist keine Wissenschaft, das ist Chemie. Das mit der Aufmerksamkeit und dem Ritual - schön und gut aber ehrlich, das ist mir zu psychologisch. Ich glaub eher daran dass regelmäßiger Sport und ordentlicher Schlaf mehr bringen als irgendein Saft. Hab das bei mir selbst gemerkt im Laufen. Wenn ich mein Training ernst nehme und genug Schlaf hab, dann brauch ich kein Rote-Beete-Zeug. Hab das Konzentrat damals zwei Wochen probiert, war nicht überzeugt, war dann wieder weg.
Zitat von fk_1988Ich würde den Saft kaufen trinken, nicht messen, und nach zwei Monaten mal beim Arzt nachfragen
- ja gut, aber genau da sitzt der Knoten. Mein Arzt hat mir beim letzten Termin gar nix zu den Zeitpunkten gesagt, ehrlich. Der hat einfach auf den Zettel geguckt, "sieht ok aus" gemurmelt und das wars. Wie soll ich denn mit dem reden wenn der selbst nicht weiß was er mir raten soll. Da fang ich lieber gar nicht mit an. Was mich aber gerade mehr reizt: @rainer_w64 du hast Recht dass Discountersaft für 1,50 Euro einfach zu nehmen ist - kein Drama. Aber die ganze Diskussion führt jetzt ins Leere weil ihr alle um die eigentliche Frage rumtanzt. Der Typ will nicht beweisen dass Saft wirkt. Der will nur wissen ob er Geld für die Konzentratvariante rauswerfen soll oder nicht. Und die Antwort ist doch simpel: Nitrat ist Nitrat, wie du schon sagst. Mehr Konzentration in der Flasche bedeutet höhere Dosis, nicht bessere Wirkung. Wenn überhaupt was wirkt, dann wirkt der billige Saft auch - nur brauchst du vielleicht mehr davon. Punkt. Das ist keine Wissenschaft, das ist Chemie. Das mit der Aufmerksamkeit und dem Ritual - schön und gut aber ehrlich, das ist mir zu psychologisch. Ich glaub eher daran dass regelmäßiger Sport und ordentlicher Schlaf mehr bringen als irgendein Saft. Hab das bei mir selbst gemerkt im Laufen. Wenn ich mein Training ernst nehme und genug Schlaf hab, dann brauch ich kein Rote-Beete-Zeug. Hab das Konzentrat damals zwei Wochen probiert, war nicht überzeugt, war dann wieder weg.
Zitat von rainer_w64 am Juli 25, 2026, 14:21 Uhr@gg1987
Zitat von gg1987Nitrat ist Nitrat, wie du schon sagst
ja, das seh ich auch so. Und danke dass das mal einer klar sagt ohne gleich die Doktorarbeit rauszuholen. Was mich aber an deinem Beitrag hakt - du sagst du hast das Konzentrat zwei Wochen probiert und warst nicht überzeugt. Aber zwei Wochen, das ist doch nix. Da würd ich auch nix merken. Ich frag mich ob die Leute die sagen "hat nix gebracht" überhaupt lang genug drangeblieben sind. Das gilt für mich genauso, echt jetzt. Und zum Arzt-Punkt. Ich kenn das. Meiner guckt auch nur auf den Zettel und nickt. Ich hab den letztes Jahr mal direkt gefragt was er von Rote-Beete-Saft hält. Weißt du was er gesagt hat? "Schadet nicht." Punkt. Kein Ja, kein Nein, kein Warum. Da ist man so schlau wie vorher. Also muss man selbst schauen - aber dann beschwert sich keiner wenn man anfängt zu messen und zu vergleichen. Was mich gerade eigentlich beschäftigt ist was du sagst mit dem Sport. Du sagst Schlaf und Training bringen mehr als der Saft. Das glaub ich dir. Aber ich bin 60, hab die Knochen von 35 Jahren Schlosserei in den Gelenken. Mit "ordentlichem Training" ist das bei mir nicht mehr so einfach. Spazierengehen ja. Aber das ist halt auch nicht dasselbe. Da bleibt der Saft zumindest eine Option die keine Knie kostet. Draußen ist es heute mal angenehm, muss ich sagen. Fast schade dass ich hier sitze.
Zitat von gg1987Nitrat ist Nitrat, wie du schon sagst
ja, das seh ich auch so. Und danke dass das mal einer klar sagt ohne gleich die Doktorarbeit rauszuholen. Was mich aber an deinem Beitrag hakt - du sagst du hast das Konzentrat zwei Wochen probiert und warst nicht überzeugt. Aber zwei Wochen, das ist doch nix. Da würd ich auch nix merken. Ich frag mich ob die Leute die sagen "hat nix gebracht" überhaupt lang genug drangeblieben sind. Das gilt für mich genauso, echt jetzt. Und zum Arzt-Punkt. Ich kenn das. Meiner guckt auch nur auf den Zettel und nickt. Ich hab den letztes Jahr mal direkt gefragt was er von Rote-Beete-Saft hält. Weißt du was er gesagt hat? "Schadet nicht." Punkt. Kein Ja, kein Nein, kein Warum. Da ist man so schlau wie vorher. Also muss man selbst schauen - aber dann beschwert sich keiner wenn man anfängt zu messen und zu vergleichen. Was mich gerade eigentlich beschäftigt ist was du sagst mit dem Sport. Du sagst Schlaf und Training bringen mehr als der Saft. Das glaub ich dir. Aber ich bin 60, hab die Knochen von 35 Jahren Schlosserei in den Gelenken. Mit "ordentlichem Training" ist das bei mir nicht mehr so einfach. Spazierengehen ja. Aber das ist halt auch nicht dasselbe. Da bleibt der Saft zumindest eine Option die keine Knie kostet. Draußen ist es heute mal angenehm, muss ich sagen. Fast schade dass ich hier sitze.