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Rote Beete roh vs. gekocht – wo schmeckt sie euch besser?

Ich habe da gerade eine kleine Diskussion mit mir selbst, und vielleicht könnt ihr mir helfen, das zu sortieren. In meinem Garten habe ich dieses Jahr wieder besonders schöne süßliche Sorten angebaut, und normalerweise koche ich sie ja ein oder mache Suppe draus. Das ist auch prima so. Aber letzte Woche habe ich eine ganz dünn geschnittene Roh-Variante probiert, fast wie Carpaccio mit ein bisschen Zitrone und Öl, und ehrlich gesagt war das geschmacklich was ganz anderes. Diese Knackigkeit, die ich beim Kochen ja verliere. Der Hausarzt hat mir ja geraten, mehr Rote Beete zu essen wegen des Blutdrucks, und da frage ich mich natürlich: Hilft mir die rohe Variante genauso wie die gekochte? Oder geht beim Kochen was von den wertvollen Stoffen verloren? Ich habe da neulich was gelesen aber ich bin mir nicht sicher, ob das Quatsch war oder nicht. Mich interessiert auch, ob ihr das mit der Verdauung anders empfindet. Ich merke beim Einkochen und Einmachen die ganze Zeit, dass das Gemüse weicher wird, und irgendwie frage ich mich, ob der Körper mit roher Beete auch anders umgeht. Nicht dass ich jetzt täglich roh knabbern möchte. Das wäre mir auch zu aufwendig. Aber vielleicht ein- bis zweimal die Woche. Wie macht ihr das denn? Habt ihr einen Lieblingsweg, und wenn ja, warum?

hm da hast du mich neugierig gemacht @elvira_k. ich kauf mir ja regelmäßig den rote-beete-saft wegen meinem training und all das, aber ehrlich gesagt hab ich mir nie gedanken drüber gemacht ob rohe beete da nicht vielleicht auch reicht. beim saft denk ich mir immer, irgendwas muss dran sein wenn so viele läufer das nehmen, aber bewiesen hat mir das noch keiner 😄

mit dem schälen von roher beete - ist das nicht brutal aufwendig? ich meine beim gekochten brocken geht dir die haut ja quasi von selbst ab aber roh musst du das doch mit messer machen oder? und dann deine finger... was mich aber mehr interessiert: wenn dein arzt dir das wegen blutdruck empfiohlen hat - macht es da einen unterschied ob roh oder gekocht? oder ist das mehr so eine geschmackssache damit du es überhaupt regelmäßig isst? ich glaub manchmal ist die beste ernährung ja die, die man auch wirklich durchzieht, statt was das "besser" sein soll aber man hasst es. bei mir im kindergarten versuch ich ja auch immer die kinder zum gemüse zu überreden und da merk ich - wenn's ihnen schmeckt, essen sie's. wenn nicht, nützt die ganze gesundheit nix. vielleicht ist das bei dir auch so? wenn die rohe variante dir besser schmeckt und du sie deshalb öfter isst...

@leni_bk du sprichst da was an, das mir gerade auch im Kopf herumgeht. Mit dem Schälen hast du recht, das ist beim rohen tatsächlich lästiger, ich mache das mit einem scharfen Sparschäler und ja, die Finger werden natürlich auch verfärbt. Aber das Fleckenproblem ist bei mir mittlerweile ein Nicht-Problem geworden, Handschuhe sind dein Freund. Aber dein zweiter Punkt interessiert mich mehr. Du fragst ob mein Arzt zwischen roh und gekocht unterschieden hat, und ehrlich gesagt habe ich ihn das nicht explizit gefragt. Er hat einfach gesagt, ich soll mehr Rote Beete essen wegen der Inhaltsstoffe und des Blutdrucks. Ich bin jetzt unsicher, ob ich ihn das beim nächsten Termin fragen sollte oder ob das eine typische Frage ist, die ich mir selbst mit etwas Recherche beantworten kann. Saft aus der Flasche interessiert mich nicht, das ist mir zu sehr verarbeitet, aber ob die frische rohe Variante vielleicht sogar einen Vorteil hat gegenüber meinen eingekochten Gläsern - das würde mich schon interessieren. Dein Punkt mit den Kindern im Kindergarten ist aber ehrlich gesagt auch beruhigend. Ich merke, wenn ich etwas esse, das mir schmeckt, dann esse ich es auch regelmäßig. Und wenn mir die rohe Version mit Zitrone jetzt besser liegt als die gekochte Suppe, dann ist das vielleicht einfach der Weg, den ich gehe.