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Rote Beete roh vs. gekocht – schmeckt das wirklich so unterschiedlich?

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ich bin grad ein bisschen am Experimentieren was Ernährung fürs Laufen angeht, und Rote Beete ist dabei auf meinem Radar gelandet. Hab einen Artikel über Nitrate und Ausdauer gelesen, und seitdem schau ich das Gemüse irgendwie anders an. Problem ist: ich hab Rote Beete bisher eigentlich immer nur aus dem Glas gekannt, dieses eingelegt-säuerliche Zeug das meine Oma früher immer serviert hat. Das war okay, aber nicht wirklich was das mich begeistert hätte. Jetzt hab ich am Samstag am Naschmarkt frische Rote Beete mitgenommen, einfach mal schauen. Die Verkäuferin hat gesagt ich soll sie roh probieren, gerieben in einen Salat. Hab ich gemacht - und es war tatsächlich anders als erwartet. Mehr Biss weniger von diesem intensiven Erdig-Geschmack den ich eher nicht mag. Dann hab ich die restlichen Knollen gekocht, und ja... die Textur ist natürlich weicher aber der Geschmack ist irgendwie konzentrierter? Ich find das schwer zu beschreiben. Manche Leute sagen "feuchte Erde" und ich versteh was sie meinen, aber roh ist das für mich deutlich weniger so. Hat wer Erfahrung damit wie sich die Zubereitungsart wirklich auf den Geschmack auswirkt? Und ich mein das ehrlich - nicht "ist gesünder weil Vitamine" oder sowas, sondern rein vom Geschmack her. Lässt sich das erdig-intensive durch irgendetwas in der Zubereitung abschwächen, oder ist das einfach Typ-Sache? Das Flecken-Chaos in meiner Küche war übrigens beeindruckend, ich hab das komplett unterschätzt 😅

ey @leni_k alter das mit den Flecken haha, ja das unterschätzen echt alle! Aber hey, eine Frage - du sagst roh hat weniger von dem erdigen, aber hast du die rohe Beete auch mit irgendwas kombiniert? Ich mein, nur gerieben im Salat ist krass anders als wenn du die zum Beispiel mit nem starken Dressing machst oder mit Zitrone. Könnte sein dass das Säuerliche den Geschmack auch noch n Stück mehr verändert. Das interessiert mich ehrlich, weil ich mir grade vorstelle - wenn Gekochte den Geschmack konzentriert wie du sagst, dann müsste man die ja vielleicht einfach mit stärkeren Aromen pairen? Sowas wie Meerrettich, Walnüsse, intensivere Kräuter. Dann merkst du das Erdige wahrscheinlich gar nicht mehr weil andere Sachen dominieren. Aber real Talk - für mein Training nehm ich ja diese Rote Beete Kapseln, die sind halt praktisch und man schmeckt gar nichts haha. Das mit den Nitraten für Ausdauer ist krass, hab ich auch irgendwo gelesen. Ob frisch oder aus der Packung - für den Effekt sollte das egal sein, oder? Weil wenn du eh nur wegen der Leistung dabei bist und nicht wegen Geschmack, dann könntest du dir das ganze Experimentieren vielleicht sparen 😄

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weniger reden mehr heben

@derbasti, da muss ich dir ehrlich sagen - das mit den Kapseln ist für mich ein anderes Thema. Mein Hausarzt hat mir geraten mehr Rote Beete zu essen nicht mehr Pillen zu schlucken. Das ist ein Unterschied, den ich wichtig finde. Aber @leni_k, du sprichst da was an das mich interessiert. Du sagst die geriebene rohe Rote Beete hat weniger von diesem Erdigen und @derbasti hat recht dass Dressing da viel ausmacht. In meinem Garten habe ich festgestellt, dass es auch stark auf die Sorte ankommt. Ich baue seit Jahren die Chioggia an - die hat diese schönen roten und weißen Ringe innen - und die schmeckt deutlich milder und süßer als die normalen dunkelroten. Wenn du beim Naschmarkt einfach zugreifst ohne zu wissen welche Sorte es ist, kann das eben auch Glückssache sein. Das Gekochte konzentriert den Geschmack, ja, aber es kommt auch drauf an wie lange. Wenn ich meine zu lange koche werden sie wirklich zu intensiv. Ich mache das gern so - schälen nach dem Kochen, dann in einen Salat mit Äpfeln und einem guten Öl. Der Apfel bricht diesen erdigen Ton unglaublich gut auf. Nicht Zitrone allein, sondern wirklich die Süße vom Obst. Vielleicht probierst du beim nächsten Mal verschiedene Sorten, wenn der Markt das hergibt?

@elvira_k das mit dem Apfel find ich tatsächlich interessant. das hab ich noch nicht gehört. meine Frau macht manchmal Rote Beete Salat und die nimmt halt Essig, klassisch halt. aber Apfel klingt nach was das ich ihr sagen kann.

Zitat von elvira_k

stark auf die Sorte ankommt

okay das leuchtet mir ein. ist ja bei Tomaten genau so - kaufst du irgendwas vom Discounter oder eine Fleischtomate vom Wochenmarkt, ist das zwei verschiedene Welten. warum soll das bei Rote Beete anders sein. was mich hier aber immernoch beschäftigt ist @derbasti mit seinen Kapseln. da muss ich lachen. also du kaufst Rote Beete Kapseln damit du den Geschmack nicht merkst - für was bitte. das Gemüse kostet 80 Cent die Knolle, die Kapseln kosten ich weiß nicht, 20 30 Euro im Monat. sag mir einer warum das sinnvoll ist. das ist doch Quatsch. und ob "für den Effekt egal" ob frisch oder Kapsel - naja. das würd ich gerne mal schwarz auf weiß sehen. mein Schwager redet auch immer so. "ist doch das gleiche". is es eben nicht unbedingt. aber gut das ist ein anderes Fass. @leni_k du sagst roh war weniger erdig - hab ich auch schon gehört von meiner Nachbarin. die reibt die immer roh in irgendwas rein. ich hab das nie probiert weil mir das Schälen ohne Sauerei schon reicht.

Zitat von derbasti

dann könntest du dir das ganze Experimentieren vielleicht sparen

naja ich mein... nein. 😄 also ich experimentier nicht nur wegen Nitraten, das ist mir zu kurz gedacht. ich will auch wissen was ich esse und ob mir das schmeckt. @ms_77 das mit dem Schälen hab ich jetzt auch schon zweimal gehört dass Leute das scheuen - aber ich glaub das Hauptproblem ist einfach timing. ich hab die rohen halt mit Handschuhen geschält (zu spät eingefallen, aber egal), und das nächste mal probier ich das nach dem Kochen weil elvira_k das anscheinend so macht. dann geht die Schale fast von allein ab, oder? @elvira_k das mit der Chioggia-Sorte ist eigentlich der interessanteste Punkt hier für mich. ich hab am Naschmarkt gar nicht gefragt welche Sorte das war, das war einfach "Rote Beete, 3 Knollen bitte". vielleicht war das schon mal ein glücklicher Griff, vielleicht auch nicht. das würd ich beim nächsten Mal anders machen. und der Apfel-Tipp klingt wirklich gut, ehrlich gesagt. ich hätte zuerst an Zitrone gedacht weil ich das von anderen Salaten kenn, aber Süße als Gegengewicht zum Erdigen - das macht irgendwie Sinn. ich frag mich ob Birne auch ginge oder ob das zu weich wird in der Textur.

@leni_k Birne würd ich nicht nehmen zu matschig. das ist wie wenn du Banane in einen Salat tust - wird breiig und geht unter. Apfel hält die Textur, das ist der Punkt. was mich aber gerade beschäftigt - du sagst nach dem Kochen geht die Schale von allein ab. das stimmt tatsächlich, meine Frau macht das genauso. einfach abkühlen lassen und dann mit den Händen abziehen, geht wie nix. das ist eigentlich das einzige Argument für gekochte Rote Beete das mich überzeugt hat hier.

Zitat von leni_k

ich will auch wissen was ich esse

das ist der vernünftige Ansatz. wobei ich @derbasti nochmal in den Kopf schmeißen will - wenn dir der Geschmack egal ist und du nur wegen dem "Effekt" machst, dann iss halt das Gemüse und fertig. muss doch kein Kapselpulver sein das irgendwer irgendwo in einer Fabrik rausgequetscht hat. ich verleg gerade noch Leitungen bei nem Kunden der genau so tickt - alles muss optimiert und in Pillenform sein. da muss ich immer lachen. aber zur eigentlichen Frage ob roh oder gekocht - ich glaub langsam dass das wirklich Typfrage ist und kein Richtig oder Falsch. wer das Erdige nicht mag, nimmt roh. wer Textur will die nicht quietscht, kocht.

@ms_77 okay das mit Birne leuchtet mir ein, ich hab ehrlich gesagt gerade Birne-Textur im Kopf und ja... nein. da hast du recht. aber dein letzter Satz beschäftigt mich irgendwie mehr als der Rest - "Typfrage, kein Richtig oder Falsch". ich frag mich ob das nicht ein bisschen zu schnell als Fazit kommt. weil ich hab ja roh und gekocht an unterschiedlichen Tagen probiert, aber nie wirklich nebeneinander. und jetzt durch den Thread kommt mir der Gedanke: vielleicht liegt der Unterschied gar nicht so sehr bei roh vs. gekocht sondern wann man das isst und wozu. ich hab die rohe Rote Beete nämlich mittags gegessen, die gekochte abends als Beilage zu irgendwas Warmem - das ist schon mal eine komplett andere Situation. ob das den Geschmackseindruck verändert? keine Ahnung, klingt fast zu simpel um wahr zu sein, aber ich trau dem Vergleich den ich gemacht hab jetzt nicht mehr ganz so sehr. @elvira_k du baust das ja schon seit Jahren an - merkt man da auch ob die Tageszeit oder der Kontext (als Salat vs. warm) die Wahrnehmung verschiebt, oder ist das bei dir eher konstant egal wann?

Zitat von leni_k

vielleicht liegt der Unterschied gar nicht so sehr bei roh vs. gekocht sondern wann man das isst und wozu

okay das ist jetzt eine interessante Wendung. ich hätt das nicht so gesehen aber - ja. könnte was dran sein. is ja bei Käse genau so. ein guter Camembert der kalt aus dem Kühlschrank kommt schmeckt nach nichts. derselbe Käse ne Stunde später bei Zimmertemperatur - anderes Produkt. warum soll das bei Gemüse anders sein. aber ich glaub du denkst da zu kompliziert @leni_k. du hast die Beete an verschiedenen Tagen gegessen, okay. aber das heißt ja nicht dass dein Vergleich wertlos ist. du hast trotzdem nen Eindruck gehabt. der zählt doch. was mich bei dem Kontext-Gedanken aber wirklich interessiert - du sagst die gekochte kam abends als Beilage zu irgendwas Warmem. zu was genau. weil wenn du die neben nem kräftigen Fleischgericht isst merkt dein Gaumen das Erdige vielleicht gar nicht. und tagsüber im Salat allein steht das halt für sich. das wär dann kein Tageszeit-Problem sondern einfach womit du die kombinierst. ich sag das weil meine Frau die manchmal als Beilage zu Schnitzel macht und ich find das eigentlich gar nicht schlimm. zu nem leichteren Gericht - keine Ahnung ob ich das genau so sagen würde.

ey @ms_77 jetzt fragst du aber was wichtiges! also bei mir ist es so - ich mach die gekochte Rote Beete eigentlich immer zu Fleisch, meistens Rind oder Schwein. und ehrlich gesagt, wenn da n ordentliches Stück Fleisch neben liegt mit ner guten Sauce, dann merke ich von dem erdigen Gar nichts. Das verschwindet komplett. Aber wenn ich die mal allein als Beilage zu sowas leichtem wie Fisch hatte, da war es deutlich präsenter. @leni_k du denkst da echt nicht zu kompliziert, das ist genau der Punkt den du merkst. Ich glaub nur dass man das nicht unbedingt zu ner Science draus machen muss. Du hast nen Eindruck, der ist real, fertig. Aber was mich grad interessiert - wenn die Kombination SO wichtig ist, dann müsste man ja quasi sagen dass Rote Beete gar kein eigenständiges Ding ist sondern immer nur im Kontext was wird, ja? Wie n Sidekick quasi. Und dann würde die ganze roh-vs-gekocht Frage auch gar nicht so knallen weil es eh davon abhängt womit du die isst. Ich mein, ich probier die roh auch mal anders aus. Vielleicht nicht nur im Salat sondern auch mal mit nem ordentlichen Dip oder so. Das könnte krass anders sein als gerieben mit Öl.

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weniger reden mehr heben

Zitat von leni_k

vielleicht liegt der Unterschied gar nicht so sehr bei roh vs. gekocht sondern wann man das isst und wozu

okay das hab ich ja schon kommentiert aber @derbasti bringt mich jetzt auf was anderes. du sagst Rote Beete ist immer nur Sidekick und nie eigenständig. das stimmt doch irgendwie. ich mein wann isst du die allein. gar nicht. ist immer Beilage oder im Salat oder irgendwo drin. also ist die Frage roh vs. gekocht vielleicht wirklich die falsche Frage. was mich aber beim @derbasti stört - du redest jetzt vom Ausprobieren mit Dip und so. schön. aber vor paar Posts warst du noch bei den Kapseln weil "Geschmack egal". irgendwie dreht sich das grad. is mir schnuppe was du isst aber ich find das lustig. und das mit Fleisch - ja klar. neben nem Schnitzel mit ordentlicher Panade merkst du nix mehr. das ist aber kein Argument für die Rote Beete das ist ein Argument fürs Schnitzel.

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