Rote Beete roh reiben – lohnt sich der Aufwand wirklich?
Zitat von markus_hh88 am August 12, 2026, 16:26 UhrIch hab das letzte Woche zum ersten Mal ernsthaft ausprobiert, also roh geraspelt als Salat, nicht nur so ein Scheibchen nebenbei. Ausgangspunkt war ein Patient von mir, der viel Wert auf rohe Gemüseküche legt und schwörte, dass es völlig anders schmeckt als gekocht. Ich war skeptisch. Das Ergebnis: Ja, es ist tatsächlich ein anderes Gemüse. Weniger dieser intensive erdige Ton, dafür mehr Süße und eine Textur, die einen halt wirklich kauen lässt. Mit etwas Apfel, Ingwer und einem vernünftigen Essig-Öl-Verhältnis war das überraschend angenehm. Kein Gamechanger, aber ich würde es wiederholen. Was mich aber interessiert: Wie habt ihr das mit dem Reiben gelöst? Ich hab eine normale Küchenreibe benutzt und die Küche sah danach aus wie ein kleines Verbrechen. Handschuhe hatte ich, das war nicht das Problem - aber die Reibe, das Brett, der Randbereich der Schüssel. Das Zeug verteilt sich wie von selbst. Gibt es da Techniken oder Geräte, die das einhalbwegs eindämmen? Ich hab gelesen, dass manche das direkt in die Schüssel raspeln, klingt logisch aber funktioniert das mit einer normalen Handreibe überhaupt zuverlässig? Eine Küchenmaschine wäre die naheliegende Antwort, aber für einen gelegentlichen Rohkostsalat will ich nicht extra ein Teil rausstellen. Und noch was nebenbei: Ich tendiere inzwischen dazu, frische Knollen zu nehmen statt vakuumverpackt, schon allein weil die Textur beim Reiben bei den Vakuumdingern zu weich ist. Hat jemand da andere Erfahrungen?
Ich hab das letzte Woche zum ersten Mal ernsthaft ausprobiert, also roh geraspelt als Salat, nicht nur so ein Scheibchen nebenbei. Ausgangspunkt war ein Patient von mir, der viel Wert auf rohe Gemüseküche legt und schwörte, dass es völlig anders schmeckt als gekocht. Ich war skeptisch. Das Ergebnis: Ja, es ist tatsächlich ein anderes Gemüse. Weniger dieser intensive erdige Ton, dafür mehr Süße und eine Textur, die einen halt wirklich kauen lässt. Mit etwas Apfel, Ingwer und einem vernünftigen Essig-Öl-Verhältnis war das überraschend angenehm. Kein Gamechanger, aber ich würde es wiederholen. Was mich aber interessiert: Wie habt ihr das mit dem Reiben gelöst? Ich hab eine normale Küchenreibe benutzt und die Küche sah danach aus wie ein kleines Verbrechen. Handschuhe hatte ich, das war nicht das Problem - aber die Reibe, das Brett, der Randbereich der Schüssel. Das Zeug verteilt sich wie von selbst. Gibt es da Techniken oder Geräte, die das einhalbwegs eindämmen? Ich hab gelesen, dass manche das direkt in die Schüssel raspeln, klingt logisch aber funktioniert das mit einer normalen Handreibe überhaupt zuverlässig? Eine Küchenmaschine wäre die naheliegende Antwort, aber für einen gelegentlichen Rohkostsalat will ich nicht extra ein Teil rausstellen. Und noch was nebenbei: Ich tendiere inzwischen dazu, frische Knollen zu nehmen statt vakuumverpackt, schon allein weil die Textur beim Reiben bei den Vakuumdingern zu weich ist. Hat jemand da andere Erfahrungen?
Zitat von evelyn83 am August 12, 2026, 18:06 Uhr@markus_hh88 das mit der Küche kenn ich ich hab das einmal mit normaler Rübe versucht und danach sah mein Schneidebrett aus als hätte ich was Schlimmes damit gemacht 😅
aber mich interessiert eigentlich eher was anderes - du schreibst mit Apfel und Ingwer, das klingt erstmal gut, aber wie viel Ingwer denn? ich frag weil ich den Fehler schon bei anderen Sachen gemacht hab dass ich zu viel reingerieben hab und dann schmeckt man das drei Tage nach. bei Kindern geht das dann eh gar nicht. und die Sache mit vakuumverpackt vs frisch - das stimmt wahrscheinlich schon was du sagst, die vakuumverpackten sind irgendwie so... labberig? ich hab die eigentlich nur genommen weil ich keine Lust hatte auf das ganze Chaos davor. frische schälen und so. aber wenn die Textur dann wirklich so anders ist beim Reiben weiß ich nicht ob sich das für mich lohnt, ich mach das ja sowieso nicht regelmäßig. keine ahnung ob ich das nochmal angehe ehrlich gesagt. ich überleg das gerade so ein bisschen
@markus_hh88 das mit der Küche kenn ich ich hab das einmal mit normaler Rübe versucht und danach sah mein Schneidebrett aus als hätte ich was Schlimmes damit gemacht 😅
aber mich interessiert eigentlich eher was anderes - du schreibst mit Apfel und Ingwer, das klingt erstmal gut, aber wie viel Ingwer denn? ich frag weil ich den Fehler schon bei anderen Sachen gemacht hab dass ich zu viel reingerieben hab und dann schmeckt man das drei Tage nach. bei Kindern geht das dann eh gar nicht. und die Sache mit vakuumverpackt vs frisch - das stimmt wahrscheinlich schon was du sagst, die vakuumverpackten sind irgendwie so... labberig? ich hab die eigentlich nur genommen weil ich keine Lust hatte auf das ganze Chaos davor. frische schälen und so. aber wenn die Textur dann wirklich so anders ist beim Reiben weiß ich nicht ob sich das für mich lohnt, ich mach das ja sowieso nicht regelmäßig. keine ahnung ob ich das nochmal angehe ehrlich gesagt. ich überleg das gerade so ein bisschen
Zitat von markus_hh88 am August 12, 2026, 18:15 Uhr@evelyn83
Zitat von evelyn83ich hab den Fehler schon bei anderen Sachen gemacht dass ich zu viel reingerieben hab
Das kenn ich. Ingwer ist da wirklich tückisch, weil er sich beim Reiben so unscheinbar verhält und dann im fertigen Salat plötzlich alles übernimmt. Bei mir war es ungefähr ein Daumennagel-großes Stück auf zwei mittlere Knollen - das reicht. Eher weniger anfangen und nacharbeiten, nicht umgekehrt. Zur Grundfrage, ob sich das für dich lohnt: Realistisch betrachtet wahrscheinlich nicht, wenn du das sowieso selten machst und keine besondere Begeisterung für den Prozess hast. Das ist keine Kritik, nur eine ehrliche Einschätzung. Der Aufwand mit frischer Knolle ist nicht dramatisch, aber er ist halt da, und wenn der Salat dann auch noch auf Kinder trifft, die Ingwer ablehnen, wird das schnell zum Projekt mit offenem Ausgang. Was ich aus meiner Erfahrung sagen würde: Wenn du das für Kinder adaptieren willst, lass den Ingwer ganz weg und nimm stattdessen etwas mehr Apfel und einen milden Balsamico. Der erdige Ton wird so deutlich gedämpft, ohne dass man das Gemüse komplett hinter süßen Aromen versteckt. Ob das bei deinen Kindern funktioniert, weiß ich natürlich nicht - das bleibt ein Experiment. Und die Sache mit dem Schneidebrett: Ich hab inzwischen ein altes, das ich nur für sowas nehme. Nicht die eleganteste Lösung, aber
Zitat von evelyn83ich hab den Fehler schon bei anderen Sachen gemacht dass ich zu viel reingerieben hab
Das kenn ich. Ingwer ist da wirklich tückisch, weil er sich beim Reiben so unscheinbar verhält und dann im fertigen Salat plötzlich alles übernimmt. Bei mir war es ungefähr ein Daumennagel-großes Stück auf zwei mittlere Knollen - das reicht. Eher weniger anfangen und nacharbeiten, nicht umgekehrt. Zur Grundfrage, ob sich das für dich lohnt: Realistisch betrachtet wahrscheinlich nicht, wenn du das sowieso selten machst und keine besondere Begeisterung für den Prozess hast. Das ist keine Kritik, nur eine ehrliche Einschätzung. Der Aufwand mit frischer Knolle ist nicht dramatisch, aber er ist halt da, und wenn der Salat dann auch noch auf Kinder trifft, die Ingwer ablehnen, wird das schnell zum Projekt mit offenem Ausgang. Was ich aus meiner Erfahrung sagen würde: Wenn du das für Kinder adaptieren willst, lass den Ingwer ganz weg und nimm stattdessen etwas mehr Apfel und einen milden Balsamico. Der erdige Ton wird so deutlich gedämpft, ohne dass man das Gemüse komplett hinter süßen Aromen versteckt. Ob das bei deinen Kindern funktioniert, weiß ich natürlich nicht - das bleibt ein Experiment. Und die Sache mit dem Schneidebrett: Ich hab inzwischen ein altes, das ich nur für sowas nehme. Nicht die eleganteste Lösung, aber
Zitat von evelyn83 am August 12, 2026, 18:28 Uhr@markus_hh88
Zitat von markus_hh88Realistisch betrachtet wahrscheinlich nicht, wenn du das sowieso selten machst
okay das ist irgendwie erfrischend ehrlich, danke dafür. die meisten hätten jetzt geschrieben "nein nein probier es unbedingt" 😄
das mit dem alten Schneidebrett find ich eigentlich gut - ich hab sowas nicht aber ich hab eine Plastikunterlage die ich sonst kaum benutze, die könnte ich dafür nehmen. das wäre zumindest kein extra Kauf. was mich bei der Kindervariante interessiert - du sagst mehr Apfel statt Ingwer, aber wie groß ist dann der Unterschied geschmacklich? also schmeckt das dann noch nach Rote Beete oder eher nach Apfelsalat mit roten Flecken. weil wenn meine drei da sitzen und das aussieht wie Dessert aber nach Erde schmeckt, glaub ich geh ich da verloren. draußen ist das Wetter grad so trüb dass ich sowieso nicht raus will, ich sitz hier und denk mir eigentlich sollte ich die Zeit besser nutzen. aber ich glaub das Problem bei mir ist auch dass ich nie nur für mich koche - es muss immer irgendwie für alle passen und das macht das Experimentieren echt schwieriger als es klingt
Zitat von markus_hh88Realistisch betrachtet wahrscheinlich nicht, wenn du das sowieso selten machst
okay das ist irgendwie erfrischend ehrlich, danke dafür. die meisten hätten jetzt geschrieben "nein nein probier es unbedingt" 😄
das mit dem alten Schneidebrett find ich eigentlich gut - ich hab sowas nicht aber ich hab eine Plastikunterlage die ich sonst kaum benutze, die könnte ich dafür nehmen. das wäre zumindest kein extra Kauf. was mich bei der Kindervariante interessiert - du sagst mehr Apfel statt Ingwer, aber wie groß ist dann der Unterschied geschmacklich? also schmeckt das dann noch nach Rote Beete oder eher nach Apfelsalat mit roten Flecken. weil wenn meine drei da sitzen und das aussieht wie Dessert aber nach Erde schmeckt, glaub ich geh ich da verloren. draußen ist das Wetter grad so trüb dass ich sowieso nicht raus will, ich sitz hier und denk mir eigentlich sollte ich die Zeit besser nutzen. aber ich glaub das Problem bei mir ist auch dass ich nie nur für mich koche - es muss immer irgendwie für alle passen und das macht das Experimentieren echt schwieriger als es klingt
Zitat von markus_hh88 am August 12, 2026, 18:43 Uhr@evelyn83
Zitat von evelyn83schmeckt das dann noch nach Rote Beete oder eher nach Apfelsalat mit roten Flecken
Das ist die entscheidende Frage, und ich will da nicht beschönigen: Wenn du das Verhältnis wirklich in Richtung Apfel verschiebst, verlierst du Profil. Es schmeckt dann milder, aber nicht unbedingt besser - nur zugänglicher. Die Rote Beete bleibt präsent, dieser erdige Unterton verschwindet nicht komplett, er wird nur leiser. Ob das bei deinen drei Kindern reicht, hängt davon ab, wie empfindlich die genau auf diesen Ton reagieren. Was ich aus meiner Erfahrung sagen würde: Das eigentliche Problem bei Kindern ist oft weniger der Geschmack als das Aussehen. Alles wird rosa, der Teller sieht "komisch" aus, und das führt zur Ablehnung bevor überhaupt probiert wird. Da hilft kein Rezept-Trick. Zu deinem Punkt mit dem Kochen für alle - das kenn ich vom Training her eigentlich auch, in einem anderen Sinn. Wenn man nie nur für sich selbst plant, wird jede Entscheidung zur Kompromisslösung. Das ist nicht schlimm, aber man sollte sich dann halt keine Erwartungen setzen die aus einem Solo-Kontext kommen. Du kochst unter anderen Bedingungen als jemand der abends allein in der Küche experimentiert. Die Plastikunterlage klingt sinnvoll, das würde ich so machen.
Zitat von evelyn83schmeckt das dann noch nach Rote Beete oder eher nach Apfelsalat mit roten Flecken
Das ist die entscheidende Frage, und ich will da nicht beschönigen: Wenn du das Verhältnis wirklich in Richtung Apfel verschiebst, verlierst du Profil. Es schmeckt dann milder, aber nicht unbedingt besser - nur zugänglicher. Die Rote Beete bleibt präsent, dieser erdige Unterton verschwindet nicht komplett, er wird nur leiser. Ob das bei deinen drei Kindern reicht, hängt davon ab, wie empfindlich die genau auf diesen Ton reagieren. Was ich aus meiner Erfahrung sagen würde: Das eigentliche Problem bei Kindern ist oft weniger der Geschmack als das Aussehen. Alles wird rosa, der Teller sieht "komisch" aus, und das führt zur Ablehnung bevor überhaupt probiert wird. Da hilft kein Rezept-Trick. Zu deinem Punkt mit dem Kochen für alle - das kenn ich vom Training her eigentlich auch, in einem anderen Sinn. Wenn man nie nur für sich selbst plant, wird jede Entscheidung zur Kompromisslösung. Das ist nicht schlimm, aber man sollte sich dann halt keine Erwartungen setzen die aus einem Solo-Kontext kommen. Du kochst unter anderen Bedingungen als jemand der abends allein in der Küche experimentiert. Die Plastikunterlage klingt sinnvoll, das würde ich so machen.
Zitat von evelyn83 am August 12, 2026, 18:54 Uhr@markus_hh88 das mit dem Aussehen stimmt wahrscheinlich leider total. mein Jüngster lehnt Sachen ab bevor er die überhaupt gerochen hat, nur weil die Farbe komisch aussieht. der isst keine grünen Nudeln weil "die krank aussehen", also rote Beete hat da null Chance 😄
Zitat von markus_hh88Du kochst unter anderen Bedingungen als jemand der abends allein in der Küche experimentiert.
ja genau so ist das. ich glaub das ist auch der Punkt warum ich bei sowas immer so zögere - ich fang was an, merke dann dass es für drei Kinder nicht funktioniert und dann hab ich extra Aufwand für nichts. das frustriert mich mehr als der Aufwand selbst eigentlich
was mich jetzt noch interessiert - du hattest ja den Salat für dich allein gemacht. hast du den dann einfach als Beilage gegessen oder war das quasi die Mahlzeit? ich frag weil ich nicht so recht weiß wie ich sowas einbauen würde. also was kommt da noch dazu damit das satt macht
@markus_hh88 das mit dem Aussehen stimmt wahrscheinlich leider total. mein Jüngster lehnt Sachen ab bevor er die überhaupt gerochen hat, nur weil die Farbe komisch aussieht. der isst keine grünen Nudeln weil "die krank aussehen", also rote Beete hat da null Chance 😄
Zitat von markus_hh88Du kochst unter anderen Bedingungen als jemand der abends allein in der Küche experimentiert.
ja genau so ist das. ich glaub das ist auch der Punkt warum ich bei sowas immer so zögere - ich fang was an, merke dann dass es für drei Kinder nicht funktioniert und dann hab ich extra Aufwand für nichts. das frustriert mich mehr als der Aufwand selbst eigentlich
was mich jetzt noch interessiert - du hattest ja den Salat für dich allein gemacht. hast du den dann einfach als Beilage gegessen oder war das quasi die Mahlzeit? ich frag weil ich nicht so recht weiß wie ich sowas einbauen würde. also was kommt da noch dazu damit das satt macht
Zitat von markus_hh88 am August 12, 2026, 18:59 Uhr@evelyn83
Zitat von evelyn83hast du den dann einfach als Beilage gegessen oder war das quasi die Mahlzeit
Beilage, eindeutig. Als eigenständige Mahlzeit würde mich das nicht satt kriegen, und ich glaub das ist auch nicht der Anspruch den man an sowas stellen sollte. Bei mir war das neben einem Stück Brot mit gutem Käse, das hat gepasst. Für jemanden der wirklich satt werden muss - also Kinder, oder nach einem langen Tag - brauchst du was mit mehr Substanz daneben. Hülsenfrüchte funktionieren gut dazu, ich hab das mal mit einem Linsenaufstrich kombiniert, das hatte auch geschmacklich einen guten Kontrast. Oder einfach Kartoffeln, klingt banal aber der süßlich-erdige Ton von der Roten Beete harmoniert damit gut. Das Sättigungsproblem ist übrigens der Hauptgrund warum ich den Salat nicht öfter mache. Ich brauch nach dem Training was das tatsächlich was leistet, und Rohkostsalat allein tut das nicht. Als Ergänzung ja, als Basis nein. Für deine Situation - drei Kinder, alle essen gleichzeitig, du willst kein paralleles Experiment starten - würde ich das ehrlich gesagt nicht als Familiengericht angehen. Mach das einmal für dich, wenn du sowieso was kochst das für die Kinder eh andere Beilagen hat. Dann weißt du wenigstens ob es dir selbst überhaupt taugt, ohne dass du gleichzeitig mit der Ablehnungsfront kämpfst.
Zitat von evelyn83hast du den dann einfach als Beilage gegessen oder war das quasi die Mahlzeit
Beilage, eindeutig. Als eigenständige Mahlzeit würde mich das nicht satt kriegen, und ich glaub das ist auch nicht der Anspruch den man an sowas stellen sollte. Bei mir war das neben einem Stück Brot mit gutem Käse, das hat gepasst. Für jemanden der wirklich satt werden muss - also Kinder, oder nach einem langen Tag - brauchst du was mit mehr Substanz daneben. Hülsenfrüchte funktionieren gut dazu, ich hab das mal mit einem Linsenaufstrich kombiniert, das hatte auch geschmacklich einen guten Kontrast. Oder einfach Kartoffeln, klingt banal aber der süßlich-erdige Ton von der Roten Beete harmoniert damit gut. Das Sättigungsproblem ist übrigens der Hauptgrund warum ich den Salat nicht öfter mache. Ich brauch nach dem Training was das tatsächlich was leistet, und Rohkostsalat allein tut das nicht. Als Ergänzung ja, als Basis nein. Für deine Situation - drei Kinder, alle essen gleichzeitig, du willst kein paralleles Experiment starten - würde ich das ehrlich gesagt nicht als Familiengericht angehen. Mach das einmal für dich, wenn du sowieso was kochst das für die Kinder eh andere Beilagen hat. Dann weißt du wenigstens ob es dir selbst überhaupt taugt, ohne dass du gleichzeitig mit der Ablehnungsfront kämpfst.
Zitat von evelyn83 am August 12, 2026, 19:32 Uhr@markus_hh88
Zitat von markus_hh88Mach das einmal für dich wenn du sowieso was kochst das für die Kinder eh andere Beilagen hat.
das klingt eigentlich vernünftig, und ich glaub genau so würde ich das angehen wenn ich es überhaupt angehe. also nicht als "heute machen wir alle Rote Beete" sondern einfach still danebenstellen und schauen. aber ich merk dass ich das trotzdem irgendwie aufschiebe, keine ahnung warum. was mich bei deiner Antwort aber noch beschäftigt ist die Sache mit den Hülsenfrüchten - Linsenaufstrich klingt gut aber hast du den selbst gemacht oder gekauft? ich frag weil ich mit selbst gemachtem Linsenzeug bisher immer irgendwie unzufrieden war, das wird bei mir nie so wie aus dem Laden. vielleicht mach ich da was falsch. und das mit dem Brot und Käse als Basis - ich glaub das wäre für mich auch realistischer als irgendein großes Konzept. ich bin da nicht so die Experimentierköchin wenn ich ehrlich bin, ich brauch Sachen die schnell gehen und nicht drei Töpfe gleichzeitig.
Zitat von markus_hh88Mach das einmal für dich wenn du sowieso was kochst das für die Kinder eh andere Beilagen hat.
das klingt eigentlich vernünftig, und ich glaub genau so würde ich das angehen wenn ich es überhaupt angehe. also nicht als "heute machen wir alle Rote Beete" sondern einfach still danebenstellen und schauen. aber ich merk dass ich das trotzdem irgendwie aufschiebe, keine ahnung warum. was mich bei deiner Antwort aber noch beschäftigt ist die Sache mit den Hülsenfrüchten - Linsenaufstrich klingt gut aber hast du den selbst gemacht oder gekauft? ich frag weil ich mit selbst gemachtem Linsenzeug bisher immer irgendwie unzufrieden war, das wird bei mir nie so wie aus dem Laden. vielleicht mach ich da was falsch. und das mit dem Brot und Käse als Basis - ich glaub das wäre für mich auch realistischer als irgendein großes Konzept. ich bin da nicht so die Experimentierköchin wenn ich ehrlich bin, ich brauch Sachen die schnell gehen und nicht drei Töpfe gleichzeitig.
Zitat von markus_hh88 am August 12, 2026, 19:40 Uhr@evelyn83
Zitat von evelyn83das wird bei mir nie so wie aus dem Laden
Das liegt meistens an zwei Sachen: zu wenig Salz und zu wenig Säure. Ich hab den selbst gemacht, war kein großes Projekt - rote Linsen, die brauchen nicht mal Einweichen, einfach weich kochen und dann mit Olivenöl, Zitrone und ordentlich Salz pürieren. Der Unterschied zum Gekauften ist oft nur, dass industriell mehr Säure und Fett reinkommt als man selbst von Hand dosiert. Beim nächsten Versuch einfach mehr Zitrone, und das Öl wirklich großzügig - das klingt banal, aber das ist meistens der Knackpunkt. Was mich bei deinem letzten Satz eher beschäftigt, ist das mit dem Aufschieben. Du beschreibst das so, als wäre Rote Beete das Problem, aber ich glaub, es geht eher darum, dass du gerade keinen Kopf hast für Sachen, die potenziell nicht funktionieren. Das ist aus meiner Erfahrung - also beruflich, nicht kulinarisch - ein ziemlich normaler Mechanismus. Man verschiebt Experimente, wenn die Fehlertoleranz grade niedrig ist. Nichts Schlimmes, nur gut zu wissen. Und drei Töpfe gleichzeitig brauchst du für den Linsenaufstrich wirklich nicht. Ein Topf, ein Stabmixer. Wenn du keinen hast, tut's auch eine Gabel, dann wird's halt rustikaler. Edit: Korrektur bei den Kommata - hatte da ein paar übersehen.
Zitat von evelyn83das wird bei mir nie so wie aus dem Laden
Das liegt meistens an zwei Sachen: zu wenig Salz und zu wenig Säure. Ich hab den selbst gemacht, war kein großes Projekt - rote Linsen, die brauchen nicht mal Einweichen, einfach weich kochen und dann mit Olivenöl, Zitrone und ordentlich Salz pürieren. Der Unterschied zum Gekauften ist oft nur, dass industriell mehr Säure und Fett reinkommt als man selbst von Hand dosiert. Beim nächsten Versuch einfach mehr Zitrone, und das Öl wirklich großzügig - das klingt banal, aber das ist meistens der Knackpunkt. Was mich bei deinem letzten Satz eher beschäftigt, ist das mit dem Aufschieben. Du beschreibst das so, als wäre Rote Beete das Problem, aber ich glaub, es geht eher darum, dass du gerade keinen Kopf hast für Sachen, die potenziell nicht funktionieren. Das ist aus meiner Erfahrung - also beruflich, nicht kulinarisch - ein ziemlich normaler Mechanismus. Man verschiebt Experimente, wenn die Fehlertoleranz grade niedrig ist. Nichts Schlimmes, nur gut zu wissen. Und drei Töpfe gleichzeitig brauchst du für den Linsenaufstrich wirklich nicht. Ein Topf, ein Stabmixer. Wenn du keinen hast, tut's auch eine Gabel, dann wird's halt rustikaler. Edit: Korrektur bei den Kommata - hatte da ein paar übersehen.
Zitat von evelyn83 am August 12, 2026, 19:50 Uhr@markus_hh88
Zitat von markus_hh88zu wenig Salz und zu wenig Säure
okay das erklärt einiges ehrlich gesagt. ich glaub ich bin da immer so vorsichtig weil ich dachte zu viel Salz ist schlecht und dann bleibt das so... fade. beim nächsten mal probier ich das, aber ich hab keinen Stabmixer, nur so ein altes Handrührgerät das ich für Kuchen nehme. ob das geht weiß ich nicht. und das was du über das Aufschieben schreibst - keine ahnung ob ich das so stehen lassen soll oder nicht, fühlt sich komisch an dass ich das so durchschaubar bin 😄 aber du hast wahrscheinlich nicht ganz unrecht. ich schieb gerade echt viele Sachen vor mir her, nicht nur Rote Beete. das ist halt so eine Phase. was mich bei der Zitrone interessiert: nimmst du frische oder geht da auch der Flaschensaft? ich frag weil ich frische Zitronen oft nicht da hab wenn ich sie bräuchte und dann kauf ich extra ein und die hälfte fault dann weg bevor ich die noch anderweitig verbrauche
Zitat von markus_hh88zu wenig Salz und zu wenig Säure
okay das erklärt einiges ehrlich gesagt. ich glaub ich bin da immer so vorsichtig weil ich dachte zu viel Salz ist schlecht und dann bleibt das so... fade. beim nächsten mal probier ich das, aber ich hab keinen Stabmixer, nur so ein altes Handrührgerät das ich für Kuchen nehme. ob das geht weiß ich nicht. und das was du über das Aufschieben schreibst - keine ahnung ob ich das so stehen lassen soll oder nicht, fühlt sich komisch an dass ich das so durchschaubar bin 😄 aber du hast wahrscheinlich nicht ganz unrecht. ich schieb gerade echt viele Sachen vor mir her, nicht nur Rote Beete. das ist halt so eine Phase. was mich bei der Zitrone interessiert: nimmst du frische oder geht da auch der Flaschensaft? ich frag weil ich frische Zitronen oft nicht da hab wenn ich sie bräuchte und dann kauf ich extra ein und die hälfte fault dann weg bevor ich die noch anderweitig verbrauche