Rote Beete roh reiben – erdiger Geschmack weg oder bleibt der immer?
Zitat von elvira_k am September 2, 2026, 05:21 UhrAlso @leni_k, diesen Test mit der halbierten Knolle musst du wirklich machen, das interessiert mich jetzt auch. Bei mir im Garten habe ich festgestellt, dass der Geschmack wirklich sehr davon abhängt wie frisch die Beete ist, aber ob das Kochen selbst den erdigen Stoff chemisch verändert oder nur überlagert - da bin ich ehrlich genauso im Dunkeln wie @n.feld. Was mich aber stört: @derbasti und auch @ms_77 reden hier ganz schön viel über Geschmack und Qualität, aber keiner von beiden hat mir das Gefühl gegeben, dass er das Gemüse wirklich regelmäßig isst. @derbasti wirft es in die Hackfleisch-Soße und vergisst es wieder, @ms_77 probiert nur wenn die Frau was macht. Da kann ich nur sagen, wenn man die Beete häufiger isst, gewöhnt man sich daran und dann merkt man auch wirklich die Unterschiede. Der Hausarzt hat mir geraten mehr davon zu essen wegen des Blutdrucks, seitdem mache ich das regelmäßig und ich habe da gute Erfahrungen gemacht damit. Und zu den Supplements - da muss ich ehrlich sagen, das verstehe ich nicht. Warum sollte man sich eine Kapsel kaufen wenn man einfach eine Knolle kochen kann? Das ist doch Unsinn. Eine frische Beete vom Markt oder besser noch aus dem eigenen Garten kostet fast nix und schmeckt tausendmal besser als irgendein Konzentrat aus der Flasche. Das ist meine Überzeugung und dabei bleibe ich.
Also @leni_k, diesen Test mit der halbierten Knolle musst du wirklich machen, das interessiert mich jetzt auch. Bei mir im Garten habe ich festgestellt, dass der Geschmack wirklich sehr davon abhängt wie frisch die Beete ist, aber ob das Kochen selbst den erdigen Stoff chemisch verändert oder nur überlagert - da bin ich ehrlich genauso im Dunkeln wie @n.feld. Was mich aber stört: @derbasti und auch @ms_77 reden hier ganz schön viel über Geschmack und Qualität, aber keiner von beiden hat mir das Gefühl gegeben, dass er das Gemüse wirklich regelmäßig isst. @derbasti wirft es in die Hackfleisch-Soße und vergisst es wieder, @ms_77 probiert nur wenn die Frau was macht. Da kann ich nur sagen, wenn man die Beete häufiger isst, gewöhnt man sich daran und dann merkt man auch wirklich die Unterschiede. Der Hausarzt hat mir geraten mehr davon zu essen wegen des Blutdrucks, seitdem mache ich das regelmäßig und ich habe da gute Erfahrungen gemacht damit. Und zu den Supplements - da muss ich ehrlich sagen, das verstehe ich nicht. Warum sollte man sich eine Kapsel kaufen wenn man einfach eine Knolle kochen kann? Das ist doch Unsinn. Eine frische Beete vom Markt oder besser noch aus dem eigenen Garten kostet fast nix und schmeckt tausendmal besser als irgendein Konzentrat aus der Flasche. Das ist meine Überzeugung und dabei bleibe ich.
Zitat von n.feld am September 2, 2026, 05:33 UhrZitat von derbastidie meisten Profis nehmen sowas
Das ist eigentlich der Satz der mich am meisten beschäftigt in diesem Thread, weil er so nebenbei gesagt wurde und dann nicht mehr aufgegriffen wurde. Welche Profis, in welcher Disziplin, mit welchem Ziel? Das ist faktisch kein Argument, das ist eine Behauptung ohne Kontext. @elvira_k - dein Hausarzt-Hinweis auf Blutdruck ist interessant, aber ich würde da gerne wissen was genau empfohlen wurde. Also ob das "mehr Gemüse generell" war oder ob Rote Beete speziell genannt wurde. Das macht einen Unterschied, auch wenn das Ergebnis praktisch gleich aussieht. Was ich zum Geosmin-Punkt noch nachtragen will, den ich vorhin angesprochen hab: Es gibt tatsächlich Hinweise dass Geosmin hitzeflüchtig ist, also dass es beim Kochen zumindest teilweise verfliegt. Hab das irgendwann in einem Lebensmittelchemie-Kontext gelesen, bin mir aber nicht sicher genug um das hier als Fakt hinzustellen. Wäre eine plausible Erklärung dafür warum die rohe Variante für @leni_k anders gerochen und geschmeckt hat als die gekochte. Weniger Geosmin weg, mehr von dem Rettich-Schärfe-Ding wahrnehmbar. Oder es liegt daran dass die Aromenwahrnehmung insgesamt verschoben ist wenn kein Dampf in die Nase geht. Das ist alles noch spekulativ. Der Direktvergleich bleibt sinnvoller als diese Runde hier.
Zitat von derbastidie meisten Profis nehmen sowas
Das ist eigentlich der Satz der mich am meisten beschäftigt in diesem Thread, weil er so nebenbei gesagt wurde und dann nicht mehr aufgegriffen wurde. Welche Profis, in welcher Disziplin, mit welchem Ziel? Das ist faktisch kein Argument, das ist eine Behauptung ohne Kontext. @elvira_k - dein Hausarzt-Hinweis auf Blutdruck ist interessant, aber ich würde da gerne wissen was genau empfohlen wurde. Also ob das "mehr Gemüse generell" war oder ob Rote Beete speziell genannt wurde. Das macht einen Unterschied, auch wenn das Ergebnis praktisch gleich aussieht. Was ich zum Geosmin-Punkt noch nachtragen will, den ich vorhin angesprochen hab: Es gibt tatsächlich Hinweise dass Geosmin hitzeflüchtig ist, also dass es beim Kochen zumindest teilweise verfliegt. Hab das irgendwann in einem Lebensmittelchemie-Kontext gelesen, bin mir aber nicht sicher genug um das hier als Fakt hinzustellen. Wäre eine plausible Erklärung dafür warum die rohe Variante für @leni_k anders gerochen und geschmeckt hat als die gekochte. Weniger Geosmin weg, mehr von dem Rettich-Schärfe-Ding wahrnehmbar. Oder es liegt daran dass die Aromenwahrnehmung insgesamt verschoben ist wenn kein Dampf in die Nase geht. Das ist alles noch spekulativ. Der Direktvergleich bleibt sinnvoller als diese Runde hier.
Zitat von elvira_k am September 2, 2026, 05:39 Uhr@n.feld, du schreibst da etwas über Geosmin das hitzeflüchtig sein könnte - das würde für mich Sinn machen, weil ich genau das bei meinen Beeten aus dem Garten beobachtet habe. Wenn ich die roh in einen Smoothie werfe, schmeckt man diesen erdigen Ton viel deutlicher als wenn ich sie vorher kurz blanchiere. Aber ich muss ehrlich sagen mir ist das Geosmin-Ding egal, weil ich das Gemüse eh regelmäßig esse und man sich daran gewöhnt, wie ich schon sagte. Was mich aber bei @leni_k ihrem geplanten Test reizt: sie sollte auch notieren wie lange sie die rohe Hälfte lagert bevor sie sie isst. Ich habe festgestellt, dass eine geriebene Beete nach zwei Stunden an der Luft einen ganz anderen Geschmack hat als direkt nach dem Reiben. Das könnte auch eine Rolle spielen ob sie die Schärfe als angenehm empfindet oder nicht. Bei mir im Garten schneide ich die manchmal direkt ab und esse sie fast sofort - da ist dieser frische Rettich-Ton am stärksten. Wenn die aber ein paar Tage liegen, wird das milder. Und @derbasti -
Zitat von derbastidie meisten Profis nehmen sowas
- das verstehe ich immer noch nicht. Mein Hausarzt hat mir nicht zu einer Kapsel geraten, der hat mir gesagt ich soll mehr Rote Beete essen. Das ist ein großer Unterschied. Die Kapsel ist bequem, ja, aber dann kocht man eben nicht und verpasst das ganze Geschmackserlebnis. Das finde ich schade.
@n.feld, du schreibst da etwas über Geosmin das hitzeflüchtig sein könnte - das würde für mich Sinn machen, weil ich genau das bei meinen Beeten aus dem Garten beobachtet habe. Wenn ich die roh in einen Smoothie werfe, schmeckt man diesen erdigen Ton viel deutlicher als wenn ich sie vorher kurz blanchiere. Aber ich muss ehrlich sagen mir ist das Geosmin-Ding egal, weil ich das Gemüse eh regelmäßig esse und man sich daran gewöhnt, wie ich schon sagte. Was mich aber bei @leni_k ihrem geplanten Test reizt: sie sollte auch notieren wie lange sie die rohe Hälfte lagert bevor sie sie isst. Ich habe festgestellt, dass eine geriebene Beete nach zwei Stunden an der Luft einen ganz anderen Geschmack hat als direkt nach dem Reiben. Das könnte auch eine Rolle spielen ob sie die Schärfe als angenehm empfindet oder nicht. Bei mir im Garten schneide ich die manchmal direkt ab und esse sie fast sofort - da ist dieser frische Rettich-Ton am stärksten. Wenn die aber ein paar Tage liegen, wird das milder. Und @derbasti -
Zitat von derbastidie meisten Profis nehmen sowas
- das verstehe ich immer noch nicht. Mein Hausarzt hat mir nicht zu einer Kapsel geraten, der hat mir gesagt ich soll mehr Rote Beete essen. Das ist ein großer Unterschied. Die Kapsel ist bequem, ja, aber dann kocht man eben nicht und verpasst das ganze Geschmackserlebnis. Das finde ich schade.
Zitat von n.feld am September 2, 2026, 07:14 Uhr@elvira_k der Punkt mit der Lagerung nach dem Reiben ist interessant, den hab ich so noch nicht bedacht. Oxidation verändert Aromastoffe, das ist chemisch plausibel. Ob das jetzt konkret bei Geosmin passiert oder bei anderen Verbindungen, weiß ich nicht. Aber der praktische Hinweis für @leni_k ist trotzdem sinnvoll: direkt reiben, direkt essen, sonst misst man was anderes als gedacht. Was mich bei deinem Garten-Beispiel aber kurz hakt: du sagst "fast sofort" nach dem Abschneiden ist der Rettich-Ton am stärksten. Das würde bedeuten, dass der erdige Eindruck sich erst mit etwas Verzögerung aufbaut, oder? Das wäre dann genau das Gegenteil von dem was man vielleicht erwartet, nämlich dass Frische den Erdgeschmack dämpft. Konkret gesagt: wenn das stimmt, wäre der Zeitpunkt des Essens nach dem Reiben eine echte Variable im Test, nicht nur eine Randnotiz. @leni_k sollte das vielleicht tatsächlich mit reinschreiben wenn sie den Vergleich macht. Ich frag mich jetzt ob das auch erklärt warum das vakuumverpackte Zeug so komisch schmeckt. Das liegt ja schon länger in irgendwelchen Gärsäften, da haben Oxidation und Milieubedingungen viel Zeit gehabt irgendwas zu verändern. Das wäre dann keine Qualitätsfrage im engeren Sinn sondern eine reine Zeitfrage.
@elvira_k der Punkt mit der Lagerung nach dem Reiben ist interessant, den hab ich so noch nicht bedacht. Oxidation verändert Aromastoffe, das ist chemisch plausibel. Ob das jetzt konkret bei Geosmin passiert oder bei anderen Verbindungen, weiß ich nicht. Aber der praktische Hinweis für @leni_k ist trotzdem sinnvoll: direkt reiben, direkt essen, sonst misst man was anderes als gedacht. Was mich bei deinem Garten-Beispiel aber kurz hakt: du sagst "fast sofort" nach dem Abschneiden ist der Rettich-Ton am stärksten. Das würde bedeuten, dass der erdige Eindruck sich erst mit etwas Verzögerung aufbaut, oder? Das wäre dann genau das Gegenteil von dem was man vielleicht erwartet, nämlich dass Frische den Erdgeschmack dämpft. Konkret gesagt: wenn das stimmt, wäre der Zeitpunkt des Essens nach dem Reiben eine echte Variable im Test, nicht nur eine Randnotiz. @leni_k sollte das vielleicht tatsächlich mit reinschreiben wenn sie den Vergleich macht. Ich frag mich jetzt ob das auch erklärt warum das vakuumverpackte Zeug so komisch schmeckt. Das liegt ja schon länger in irgendwelchen Gärsäften, da haben Oxidation und Milieubedingungen viel Zeit gehabt irgendwas zu verändern. Das wäre dann keine Qualitätsfrage im engeren Sinn sondern eine reine Zeitfrage.
Zitat von elvira_k am September 2, 2026, 07:38 Uhr@n.feld, du hast recht dass die Zeitfrage wichtig ist, aber ich muss ehrlich sagen dass ich das mit dem Vakuumzeug anders sehe. Das liegt nicht nur länger rum, das wird auch unter anderen Bedingungen gelagert - Kälte, ohne Licht, in dieser eigenartigen Soße. Bei mir im Garten habe ich beobachtet dass eine Beete die ich zwei Tage im Kühlschrank liegen lasse, anders schmeckt als eine frisch geerntete. Aber das ist was ganz anderes als diese industrielle Verpackung. Da spielen so viele Faktoren rein, da ist es für mich schwer zu sagen ob das wirklich nur die Zeit ist. Was mich aber bei deinem letzten Punkt stört - du schreibst dass Frische den Erdgeschmack dämpft, aber dann fragst du ob das Gegenteil stimmt. Ich glaube du verwirbelst da zwei verschiedene Dinge. Der Rettich-Ton den ich meine, das ist nicht das Gegenteil vom Erdigen, das ist etwas anderes. Wenn ich die Beete direkt nach dem Abschneiden esse, schmecke ich diese Frische und Schärfe viel stärker, ja. Aber der erdige Unterton ist da trotzdem noch da, nur wird er von dieser Frische überlagert. Das ist nicht dass er sich erst aufbaut.
Zitat von n.felddas vakuumverpackte Zeug so komisch schmeckt
- ja, aber ich würde da eher auf die Qualität der Ausgangsknolle tippen als aufs Lagern. Eine gute Beete bleibt lange gut, auch wenn sie verpackt ist. Eine schlechte wird nicht besser dadurch dass man sie vakuumiert. Mein Hausarzt hat mir da auch geraten frische Ware zu kaufen, nicht haltbar gemachte.
@n.feld, du hast recht dass die Zeitfrage wichtig ist, aber ich muss ehrlich sagen dass ich das mit dem Vakuumzeug anders sehe. Das liegt nicht nur länger rum, das wird auch unter anderen Bedingungen gelagert - Kälte, ohne Licht, in dieser eigenartigen Soße. Bei mir im Garten habe ich beobachtet dass eine Beete die ich zwei Tage im Kühlschrank liegen lasse, anders schmeckt als eine frisch geerntete. Aber das ist was ganz anderes als diese industrielle Verpackung. Da spielen so viele Faktoren rein, da ist es für mich schwer zu sagen ob das wirklich nur die Zeit ist. Was mich aber bei deinem letzten Punkt stört - du schreibst dass Frische den Erdgeschmack dämpft, aber dann fragst du ob das Gegenteil stimmt. Ich glaube du verwirbelst da zwei verschiedene Dinge. Der Rettich-Ton den ich meine, das ist nicht das Gegenteil vom Erdigen, das ist etwas anderes. Wenn ich die Beete direkt nach dem Abschneiden esse, schmecke ich diese Frische und Schärfe viel stärker, ja. Aber der erdige Unterton ist da trotzdem noch da, nur wird er von dieser Frische überlagert. Das ist nicht dass er sich erst aufbaut.
Zitat von n.felddas vakuumverpackte Zeug so komisch schmeckt
- ja, aber ich würde da eher auf die Qualität der Ausgangsknolle tippen als aufs Lagern. Eine gute Beete bleibt lange gut, auch wenn sie verpackt ist. Eine schlechte wird nicht besser dadurch dass man sie vakuumiert. Mein Hausarzt hat mir da auch geraten frische Ware zu kaufen, nicht haltbar gemachte.
Zitat von n.feld am September 2, 2026, 09:29 Uhr@elvira_k
Zitat von leni_kkippt für mich dann ins Kompott-artige
Ich komme nochmal auf diesen Satz zurück, weil er mir gerade beim Lesen von elvira_ks Beitrag wieder auffällt. Der Punkt mit der Ausgangsqualität ist richtig, aber ich glaube du trennst da zwei Sachen die sich gegenseitig bedingen. Eine schlechte Knolle wird durch Vakuum schlechter, ja. Aber eine gute Knolle verändert sich durch längere Lagerung in Flüssigkeit trotzdem, unabhängig von der Ausgangsqualität. Das ist keine Entweder-oder-Frage. Was mich bei deiner Argumentation konkret stört: du beziehst dich jetzt zweimal auf deinen Hausarzt als Quelle. Einmal für Blutdruck, einmal für Einkaufsempfehlungen. Das ist ein Allgemeinmediziner, kein Lebensmittelchemiker. Ich zweifle nicht an der Empfehlung, mehr frisches Gemüse zu kaufen, die ist banal und richtig. Aber als Erklärung dafür warum Vakuumware schlechter schmeckt taugt das nicht wirklich. Und nochmal zu dem was du über den Rettich-Ton geschrieben hast: wenn der erdige Unterton immer da ist, nur überlagert wird, dann ist das funktional dasselbe wie überdecken. @ms_77 hatte das am Anfang schon für den Apfel-Salat gesagt. Die Frage ob etwas "überlagert" oder "chemisch verändert" wird ist für den Esser am Tisch vielleicht egal, aber für leni_ks ursprüngliche Frage - ob die Zubereitung wirklich was ändert oder nicht - ist das der entscheidende Unterschied.
Zitat von leni_kkippt für mich dann ins Kompott-artige
Ich komme nochmal auf diesen Satz zurück, weil er mir gerade beim Lesen von elvira_ks Beitrag wieder auffällt. Der Punkt mit der Ausgangsqualität ist richtig, aber ich glaube du trennst da zwei Sachen die sich gegenseitig bedingen. Eine schlechte Knolle wird durch Vakuum schlechter, ja. Aber eine gute Knolle verändert sich durch längere Lagerung in Flüssigkeit trotzdem, unabhängig von der Ausgangsqualität. Das ist keine Entweder-oder-Frage. Was mich bei deiner Argumentation konkret stört: du beziehst dich jetzt zweimal auf deinen Hausarzt als Quelle. Einmal für Blutdruck, einmal für Einkaufsempfehlungen. Das ist ein Allgemeinmediziner, kein Lebensmittelchemiker. Ich zweifle nicht an der Empfehlung, mehr frisches Gemüse zu kaufen, die ist banal und richtig. Aber als Erklärung dafür warum Vakuumware schlechter schmeckt taugt das nicht wirklich. Und nochmal zu dem was du über den Rettich-Ton geschrieben hast: wenn der erdige Unterton immer da ist, nur überlagert wird, dann ist das funktional dasselbe wie überdecken. @ms_77 hatte das am Anfang schon für den Apfel-Salat gesagt. Die Frage ob etwas "überlagert" oder "chemisch verändert" wird ist für den Esser am Tisch vielleicht egal, aber für leni_ks ursprüngliche Frage - ob die Zubereitung wirklich was ändert oder nicht - ist das der entscheidende Unterschied.
Zitat von n.feld am September 10, 2026, 11:31 Uhrkleines Update von mir, weil ich heute Mittag beim Warten auf einen Server-Rollback kurz nachgedacht hab. @elvira_k
Zitat von elvira_kEine gute Beete bleibt lange gut, auch wenn sie verpackt ist.
Das halte ich für zu optimistisch. Nicht weil Ausgangsqualität irrelevant wäre, sondern weil "gut" hier zwei verschiedene Sachen meint. Geschmacklich stabil und strukturell intakt sind nicht dasselbe. Eine Knolle kann im Vakuum monatelang optisch einwandfrei aussehen und trotzdem Aromastoffe abgebaut haben. Das ist kein Mangel, das ist Chemie. Was mich aber eigentlich nochmal zurück in den Thread zieht: Die eigentliche Frage von @leni_k ist seit Seite eins nicht wirklich beantwortet worden. Ob die Zubereitung den Erdgeschmack chemisch verändert, oder ob es nur Überlagerung ist. Ich hab den Geosmin-Hinweis gebracht, du hast die Oxidation nach dem Reiben eingebracht, @ms_77 hat früh schon gesagt "überdecken" und da ist die Diskussion eigentlich hängengeblieben. Die Datenlage zeigt, zumindest soweit ich das aus einem Lebensmittelchemie-Kontext kenne, dass beides stimmt - je nach Bedingung. Hitze kann Geosmin tatsächlich reduzieren, nicht nur überlagern. Aber das variiert mit Temperatur, Zeit, Knolle. Da ist kein einfaches Ja oder Nein. Ob @leni_k den Direktvergleich inzwischen gemacht hat, würde mich ehrlich interessieren. Nicht wegen der Theorie, sondern weil das der einzige Datenpunkt wäre der hier zählt.
kleines Update von mir, weil ich heute Mittag beim Warten auf einen Server-Rollback kurz nachgedacht hab. @elvira_k
Zitat von elvira_kEine gute Beete bleibt lange gut, auch wenn sie verpackt ist.
Das halte ich für zu optimistisch. Nicht weil Ausgangsqualität irrelevant wäre, sondern weil "gut" hier zwei verschiedene Sachen meint. Geschmacklich stabil und strukturell intakt sind nicht dasselbe. Eine Knolle kann im Vakuum monatelang optisch einwandfrei aussehen und trotzdem Aromastoffe abgebaut haben. Das ist kein Mangel, das ist Chemie. Was mich aber eigentlich nochmal zurück in den Thread zieht: Die eigentliche Frage von @leni_k ist seit Seite eins nicht wirklich beantwortet worden. Ob die Zubereitung den Erdgeschmack chemisch verändert, oder ob es nur Überlagerung ist. Ich hab den Geosmin-Hinweis gebracht, du hast die Oxidation nach dem Reiben eingebracht, @ms_77 hat früh schon gesagt "überdecken" und da ist die Diskussion eigentlich hängengeblieben. Die Datenlage zeigt, zumindest soweit ich das aus einem Lebensmittelchemie-Kontext kenne, dass beides stimmt - je nach Bedingung. Hitze kann Geosmin tatsächlich reduzieren, nicht nur überlagern. Aber das variiert mit Temperatur, Zeit, Knolle. Da ist kein einfaches Ja oder Nein. Ob @leni_k den Direktvergleich inzwischen gemacht hat, würde mich ehrlich interessieren. Nicht wegen der Theorie, sondern weil das der einzige Datenpunkt wäre der hier zählt.
Zitat von rainer_w am September 10, 2026, 12:14 Uhr@n.feld das mit dem Geosmin kannte ich gar nicht, ehrlich gesagt. Hab das grad nochmal kurz gegoogelt weil mich das Wort nicht losgelassen hat - und ja, das ist tatsächlich der Stoff der auch in feuchter Erde vorkommt, deshalb riecht Regen ja auch so. Interessant wat. Aber mal ehrlich, dein Update bringt mich auf einen Gedanken den hier noch keiner hatte: wenn Geosmin hitzeflüchtig ist, dann müsste das ja auch erklären warum Rote Beete im Topf die ganze Wohnung vollstinkt - der Dampf trägt das Zeug ja raus. Im Backofen, alles in Folie, kann das dann nicht so einfach entweichen. Also wäre die Knolle aus dem Ofen eigentlich aromatisch "reicher" an Geosmin als die aus dem Topf? Das wäre dann das Gegenteil von dem was ich erwartet hätte. Oder ich lieg komplett falsch, bin kein Chemiker, war 35 Jahre Schlosser. Was mich aber mehr beschäftigt als die ganze Geosmin-Diskussion - @leni_k hat seit dem 2. September nix mehr geschrieben, und der Thread läuft noch. Der Direktvergleich mit der halben Knolle war doch der Plan, Wochenende hatte sie gesagt. Das ist jetzt eine ganze Woche her und wir wissen immer noch nix. Vielleicht hat sie die Knolle einfach aufgegessen ohne dran zu denken.
@n.feld das mit dem Geosmin kannte ich gar nicht, ehrlich gesagt. Hab das grad nochmal kurz gegoogelt weil mich das Wort nicht losgelassen hat - und ja, das ist tatsächlich der Stoff der auch in feuchter Erde vorkommt, deshalb riecht Regen ja auch so. Interessant wat. Aber mal ehrlich, dein Update bringt mich auf einen Gedanken den hier noch keiner hatte: wenn Geosmin hitzeflüchtig ist, dann müsste das ja auch erklären warum Rote Beete im Topf die ganze Wohnung vollstinkt - der Dampf trägt das Zeug ja raus. Im Backofen, alles in Folie, kann das dann nicht so einfach entweichen. Also wäre die Knolle aus dem Ofen eigentlich aromatisch "reicher" an Geosmin als die aus dem Topf? Das wäre dann das Gegenteil von dem was ich erwartet hätte. Oder ich lieg komplett falsch, bin kein Chemiker, war 35 Jahre Schlosser. Was mich aber mehr beschäftigt als die ganze Geosmin-Diskussion - @leni_k hat seit dem 2. September nix mehr geschrieben, und der Thread läuft noch. Der Direktvergleich mit der halben Knolle war doch der Plan, Wochenende hatte sie gesagt. Das ist jetzt eine ganze Woche her und wir wissen immer noch nix. Vielleicht hat sie die Knolle einfach aufgegessen ohne dran zu denken.