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Rote Beete roh raspeln – lohnt sich der Aufwand wirklich?

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@leni_k ah okay, jetzt merk ich auch dass du gerade nicht so drauf bist für Philosophie-Diskussionen, das versteh ich. Aber genau deswegen schreib ich nochmal kurz - weil deine Kritik eigentlich fair ist. Du hast recht dass "ich glaub schon dass was ist" kein Beweis ist. Das seh ich selbst. Meine eine Kollegin die das nur vor längeren Läufen macht - ich hab sie grad nicht gefragt aber soweit ich weiß hat sie das von ihrer Laufgruppe also auch wieder nur "alle machen das". Das ist natürlich nicht besser als mein Ansatz. Aber ich glaub wo wir aneinander vorbeireden ist: mir ist das ehrlich gesagt okay wenn ich das nicht hundertprozentig nachweisen kann. Ich trink den Saft, ich lauf trotzdem, und wenn ich placebo-mäßig schneller bin dann ist mir das auch recht. Für dich klingt das nach Zeitverschwendung wenn man's nicht messen kann. Und das ist auch ne legitime Haltung, nur eben ne andere als meine. Was mich aber gerade mehr beschäftigt ist eigentlich die Rote-Beete-Sache selbst. Du schreibst dass dir Meal-Prep mit weicher Beete nach drei Tagen zu nervig ist - aber was ist denn deine Lösung? Nimmst du dann die gegarte Variante oder machst du gar nichts? Weil wenn es um praktische Alltagstauglichkeit geht dann interessiert mich das mehr als die Frage ob raw besser ist. Bei mir in der Kita hab ich ja null Zeit für sowas, deswegen kauf ich eher was Vorgekochtes wenn ich Rote Beete will.

@leni_bk okay, zur Frage was ich beim Meal Prep mache: ehrlich gesagt meistens die gegarte Variante, aber nicht vakuumverpackt. Ich kauf sie frisch, koche sie selbst und dann hält sie problemlos drei Tage im Kühlschrank ohne dass sie auseinanderfällt. Das ist mein Kompromiss, kein glamouröser Ansatz aber er funktioniert. Was mich an deinem letzten Post aber wirklich stört - und das mein ich nicht persönlich - ist dieser Satz mit der Kita. Du arbeitest in einer Kita und kaufst vorgekochte Vakuum-Rote-Beete? Das ist das, worüber ich vorhin geschrieben hab, das Zeugs schmeckt nach nichts. Ich versteh dass man keine Zeit hat, ich hab selbst Wochen wo Freitag der erste Moment ist wo ich länger als zehn Minuten in der Küche steh. Aber dann würd ich das Gemüse einfach weglassen statt auf die abgestumpfte Version zurückzugreifen. Das klingt jetzt strenger als ich's meine. Mir geht's nur darum: wenn der Aufwand nicht da ist, dann ist er halt nicht da, passt. Aber die Vakuum-Variante als Rote-Beete-Erfahrung zu verkaufen... naja. Zum Betanio-Thema - ich glaub ich hab da jetzt genug drüber nachgedacht für heute. Der Kundenmail ist immer noch nicht da und ich fang langsam an, in Rote-Beete-Threads zu philosophieren statt zu arbeiten, was wahrscheinlich ein Zeichen ist.

@leni_k okay, das mit der vakuumverpackten Beete war wahrscheinlich ne blöde Aussage von mir, du hast da recht. Aber nur kurz zur Verteidigung - in der Kita hab ich halt wirklich null Zeit für Eigeninitiative beim Essen, da geht's mir nur um was zum Reinhauen zwischen Windeln wechseln und Streit schlichten. Da könnte ich genauso Karottensticks nehmen, ist ja nicht dass ich da irgendwelche kulinarischen Ambitionen hab. Aber was du schreibst

Zitat von leni_k

wenn der Aufwand nicht da ist, dann ist er halt nicht da

- genau das ist für mich eigentlich die Erkenntnis aus dem ganzen Thread. Ich mein, ich hab die ganze Zeit über Meal Prep geredet wie du, aber eigentlich wenn ich ehrlich bin mach ich das gar nicht regelmäßig. Ich koche Sonntag vielleicht mal was vor, aber dann ess ich das bis Dienstag auf und danach greif ich zu was Schnellem oder kauf frisch. Vielleicht sollte ich mir da weniger Druck machen und einfach akzeptieren dass rohe Beete für mich ein Samstagabend-Ding ist wenn ich Zeit hab und keine Vorstellung davon hab wie lange ich das noch essen will. Was mich gerade aber beschäftigt ist ne ganz andere Frage - du kochst die Beete selbst. Wie lang dauert das bei dir ungefähr? Weil wenn das ne halbe Stunde ist kann ich das mir auch leisten, aber wenn das ne Stunde wird hab ich da ehrlich gesagt weniger Bock drauf als vakuum zu nehmen.

@leni_bk zur Kochzeit: kommt auf die Größe an, aber bei normalen Knollen die ich am Markt kauf sind das meistens 45-50 Minuten im Wasser. Ich mach das meistens nebenbei während ich eh was anderes tu, also kein aktives Stehen daneben. Du stellst den Topf auf und verschwindest. Was mich aber an deiner Frage stört - wenn 45 Minuten schon zu lang sind, dann ist das für dich einfach kein Wochentag-Ding, passt. Aber Sonntag? Da hab ich auch meistens eh irgendwas am Herd, da passt ein Topf Rote Beete locker dazu ohne dass ich das als Aufwand rechnen würde.

Zitat von leni_bk

rohe Beete für mich ein Samstagabend-Ding

das find ich eigentlich ehrlicher als alles was du vorher geschrieben hast. Nicht jedes Gemüse muss in den Wochenplan. Manchmal ist was halt einfach ein Gelegenheits-Ding und das ist auch okay. Einen Trick den ich noch nicht erwähnt hab beim Kochen: ich lass die Schale beim Garen dran. Also einfach waschen, ins Wasser, fertig. Die Schale geht danach fast von selbst ab wenn sie noch warm sind, einfach mit einem Küchentuch abreiben. Spart das ganze Schälchaos vorher und irgendwie hab ich das Gefühl dass sie weniger Farbe ins Wasser verlieren so. Ob das stimmt oder Einbildung ist - keine Ahnung.

@leni_k ah, das mit der Schale dran lassen ist tatsächlich neu für mich. Ich hab das immer vorher geschält weil ich dachte das macht weniger Flecken aber wenn das dann eh fast von selbst abgeht... das probier ich nächstes Mal. Und ja, die 45 Minuten sind für mich eher kein Problem wenn ich eh was anderes mach, das ist fair. Aber was mich gerade mehr beschäftigt - du schreibst

Zitat von leni_k

nicht jedes Gemüse muss in den Wochenplan

und irgendwie ist das der erste Satz in diesem ganzen Thread der mich richtig erleichtert. Ich glaub ich hab mich die ganze Zeit selbst unter Druck gesetzt weil du so systematisch an das Thema rangegangen bist mit Meal Prep und Optimierung und alles. Und dann dachte ich mir - okay, ich muss das auch so machen sonst mach ich's falsch. Aber ehrlich, beim Laufen trainier ich auch nicht perfekt, manchmal sind Läufe einfach Scheisse und ich mach's trotzdem, und das ist okay. Warum sollte das beim Essen anders sein. Was mich aber gerade beim Kochen beschäftigt - du sagst die Schale geht danach fast von selbst ab. Heißt das du rubbelst die einfach unter warmen Wasser ab oder machst du da noch was mit, ne Bürste oder so? Weil bei mir bleiben da immer irgendwelche Flöckchen dran die sind total nervig.

@leni_bk das mit den Flöckchen - kein Bürsten, kein Schnickschnack. Einfach ein altes Küchentuch nehmen, das eh schon rot gefärbt ist, und die Knolle kurz abreiben solang sie noch warm ist. Nicht heiß, nicht kalt, genau dieser Moment wo man sie noch anfassen kann ohne sich zu verbrennen. Da geht die Schale in einem Rutsch ab.

Zitat von leni_bk

Flöckchen dran die sind total nervig

das kenn ich, das passiert wenn sie schon zu weit abgekühlt sind. Dann klebt der Rest irgendwie wieder fest. Also: aus dem Wasser, kurz warten, dann direkt ran. Was ich dazu noch sagen kann - ich hab einmal versucht das unter laufendem Wasser zu machen weil ich dachte das spült die Reste weg, aber dann kühlen sie zu schnell aus und du stehst genau bei dem Problem das du beschreibst. Trockenes Tuch ist besser. Und ja, mein Projekt ist grad immer noch nicht im Posteingang also schreib ich weiter über Rote Beete was absolut produktiv ist.

@leni_k haha ja ich glaub dein Projekt ist ne gute Ausrede um ehrlich zu sagen dass der Thread auch langsam zum Kreis wird. Aber das mit dem warmen Tuch und dem richtigen Timing - das schreib ich mir jetzt echt auf, weil genau das ist immer mein Problem. Zu schnell abgekühlt und dann klebt nix mehr. Was mich aber gerade beschäftigt ist eigentlich ne ganz andere Frage und die kommt jetzt ein bisschen aus dem Nichts - aber du hast ja vorhin gesagt du kochst die Beete selbst für dein Meal Prep. Machst du das auch wenn du weißt dass du sie nicht sofort brauchst, oder nur wenn du konkret weißt "nächste Woche ess ich die"? Weil bei mir ist das irgendwie immer so ein Hin und Her - ich denk mir Sonntag "okay nächste Woche kochen" und dann Mittwoch hab ich keine Lust drauf und sie liegen im Kühlschrank rum. Pellkartoffeln mit Quark und roher Beete funktioniert super aber nur wenn ich das spontan mache, nicht wenn ich das vorplane. Vielleicht sollte ich einfach akzeptieren dass ich die immer frisch kochen muss wenn ich die brauchen, nicht vorausplanen. Oder ist das totale Zeitverschwendung in deinen Augen 😅

Achja und danke dir dass du so geduldig mit meinen blöden Fragen bist, auch wenn du gerade null Zeit hast.

@leni_bk

Zitat von leni_bk

ich denk mir Sonntag "okay nächste Woche kochen" und dann Mittwoch hab ich keine Lust drauf

das kenn ich aber das ist doch kein Rote-Beete-Problem, das ist ein generelles Meal-Prep-Problem. Bei mir ist das mit allem so - ich plan Sonntag irgendwas ein und dann passt Mittwoch die Stimmung einfach nicht mehr dazu. Was ich inzwischen mach: ich koch die Beete nur wenn ich sie sowieso grad brauche, also wenn ich Hunger drauf hab und die Zeit stimmt. Nicht auf Vorrat für "vielleicht nächste Woche". Das klingt weniger effizient aber ich schmeiß weniger weg. Und die "blöden Fragen"-Sache - bitte. Der Thread hat sich gut entwickelt auch wenn er am Anfang eher um Textur-Probleme gegangen ist und jetzt irgendwo ganz woanders gelandet ist. Passt mir eigentlich. Was mich gerade aber wirklich beschäftigt ist was du gar nicht gefragt hast: du sagst du läufst und nimmst den Betanio-Saft, aber isst du die Rote Beete auch wirklich regelmäßig als Lebensmittel oder ist das für dich inzwischen vor allem das Konzentrat? Weil ich frag mich ob man das überhaupt trennen kann - oder ob das Kochen und das Training bei dir zwei völlig getrennte Welten sind die zufällig dasselbe Gemüse verwenden.

@leni_k das ist eigentlich ne interessante Frage, aber ich glaub du machst da was durcheinander. Der Saft ist für mich tatsächlich eher so ein Training-Ding, ja. Aber das Gemüse selbst - also die gekochte Beete oder auch mal roh wenn ich Lust hab - das ess ich wirklich einfach weil mir das schmeckt. Das hat wenig damit zu tun dass ich laufe, das wäre auch so. Ich denk nicht "ah Nitrate" wenn ich mir ne Portion mache, ich denk eher "lecker, Pellkartoffeln mit Quark, und die Beete passt da gut rein". Was mich aber an deiner Frage mehr reizt ist - du fragst ob das zwei getrennte Welten sind. Aber warum sollte es das sein? Ich trink den Saft weil ich glaub dass der was bringt beim Sport, und ich ess die Beete weil die schmeckt. Das ist für mich einfach dasselbe Gemüse das ich auf zwei verschiedene Arten nutze. Nicht weil ich das optimieren will sondern weil's praktisch ist. An Trainingstagen hab ich sowieso oft nen kurzen Fenster zum Essen und da ist der Saft schneller als ne ganze Knolle zu kochen. Aber ehrlich? Ich bin nicht sicher ob ich das überhaupt trennen sollte. Vielleicht muss ich da weniger denken und einfach mehr machen. Du fragst mich gerade, ob ich die Beete "regelmäßig" ess - aber was ist regelmäßig? Ich hab da keine Statistik, ich ess die wenn ich Hunger drauf hab oder wenn ich sie grad im Supermarkt seh und mir denk "achja, die könnte geil sein zur Wurst und zum Brot". Das reicht mir eigentlich

@leni_bk

Zitat von leni_bk

ich ess die wenn ich Hunger drauf hab oder wenn ich sie grad im Supermarkt seh

okay das ist eigentlich die ehrlichste Aussage die ich seit langem über Gemüse gehört hab. Kein System, kein Plan, einfach: da, kaufen, essen. Ich glaub ich hab in diesem Thread zu viel über Optimierung geredet und zu wenig darüber dass man auch einfach... Hunger haben darf. Was mich aber an deinem letzten Post trotzdem noch einhakt: du sagst du trennst das gar nicht Saft und Lebensmittel sind einfach dasselbe Gemüse auf zwei Arten. Das klingt entspannt aber ich frag mich ob das nicht auch dazu führt, dass du nie weißt was was bewirkt. Also wenn du an einem Tag die Beete isst UND den Saft trinkst - merkst du dann überhaupt noch irgendeinen Unterschied zu einem Tag wo du nur eins davon hattest? Das ist keine Fangfrage, ich bin da wirklich neugierig. Ich für mich hab das Konzentrat bisher nicht probiert genau weil mir das zu unklar ist. Das echte Gemüse kenn ich, da weiß ich was ich krieg. Beim Konzentrat weiß ich nicht mal genau in welcher Menge da was drin ist das relevant wäre. Meine Hausarztin hat mir mal gesagt bei sowas immer auf die Nährstoffangaben schauen und nicht auf die Versprechen auf der Vorderseite - aber selbst wenn ich das tu, fehlt mir der Vergleichswert. Und Wurst und Brot mit Roter Beete - das klingt jetzt unerwartet gut und ich weiß nicht warum ich da noch nie drauf gekommen bin.

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