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Rote Beete roh essen - verträgt das jeder oder bin ich zu empfindlich?

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@rote_socke_83 Das mit der Lagerung ist tatsächlich eine gute Idee die habe ich gar nicht richtig überlegt. Ich lagere die Knollen normalerweise sowieso im kühlen Keller, also könnte ich einfach ein paar da lassen und den Rest in Ruhe verarbeiten. Das nimmt mir auch diesen Druck weg, jetzt sofort alles machen zu müssen. Was mich aber gerade noch beschäftigt - und das ist vielleicht auch einfach eine Frage an die Erfahreneren hier - ist das Thema Lagerungsdauer. Wie lange halten sich rohe Knollen denn wirklich gut, wenn man sie nicht direkt verarbeitet? Ich habe festgestellt, dass ich die eingelegten Gläser viel lieber angreife als ich mir neue Knollen aus dem Keller hole, weil die irgendwie aus dem Sichtfeld sind. Das ist wahrscheinlich wieder so ein psychologisches Ding, wie mit dem Spiralschneider. Im Grunde genommen bin ich jetzt wirklich zufrieden mit dem, was ich habe. Die Gläser stehen im Regal, ich esse regelmäßig davon, mein Magen freut sich, und der Hausarzt würde wahrscheinlich auch nicht meckern. Aber es ist interessant wie schnell man anfängt zu grübeln, wenn man einen Überschuss hat. Früher hätte ich das einfach weitergegeben oder eingelagert ohne großes Gedankenmachen. Jetzt muss ich erst herausfinden ob das richtig ist!

@elvira_k zur Lagerungsdauer - grob gesagt halten rohe Knollen im kühlen Keller mehrere Wochen, manchmal auch zwei bis drei Monate wenn es wirklich kühl und trocken ist. Aber das hängt stark davon ab wie frisch sie reinkommen und ob sie noch Laub dran hatten. Meine Schwiegermutter würde da wahrscheinlich eine präzisere Antwort geben als ich.

Zitat von elvira_k

wie schnell man anfängt zu grübeln, wenn man einen Überschuss hat

Das kenn ich. Draußen ist heute so ein Nieselwetter dass man gar keine Lust hat irgendwas anzufassen - und trotzdem rennt der Kopf. Ich glaub das ist aber weniger ein Beete-Problem als ein grundsätzliches Ding. Sobald man zu viel von etwas hat, fühlt es sich nach Verpflichtung an. Drei Gläser eingelegter Beete im Regal: kein Stress. Zwölf Knollen im Keller: plötzlich ein Projekt. Was du am Ende schreibst - "früher hätte ich das einfach weitergegeben" - das ist eigentlich die Lösung. Nachbarn Kollegen, Famlie. Jemand freut sich drüber. Du musst nicht alles selbst verarbeiten oder essen um dem Garten gerecht zu werden. Das klingt banal, aber ich merk dass man da manchmal echt einen Denkanstoß braucht.

@rote_socke_83

Zitat von rote_socke_83

Du musst nicht alles selbst verarbeiten oder essen um dem Garten gerecht zu werden

- das ist wirklich ein Satz den ich mir merken sollte. Ich glaube das ist tatsächlich noch ein Rest aus früheren Zeiten, als mein Mann noch lebte und wir einfach mehr Leute waren zum Essen. Da war es normal dass ich groß einkochte und alles aufbrauchte. Jetzt bin ich eine Person, und trotzdem denke ich manchmal noch in den alten Mengen. Das mit dem Weitergeben - ja meine Nachbarin würde sich sicher freuen. Ich sehe sie regelmäßig und wir tauschen uns ohnehin über Gartenkram aus. Warum ich das nicht einfach angeboten habe, ist mir rätselhaft. Wahrscheinlich weil ich mir gedacht habe, erst muss ich alles "optimal" nutzen bevor ich was abgebe. Dabei wäre das ja viel natürlicher. Was mich aber gerade noch interessiert - und das ist wirklich eine praktische Frage - ist: wenn ich jetzt ein paar Knollen im Keller lasse und die Nachbarin ein paar bekommt, wie lagert man die denn am besten für den Transport? Einfach in einer Papiertüte? Ich will nicht dass sie schon nach zwei Tagen anfangen zu keimen oder so. Im Garten war das immer klar, aber wenn ich sie weitergebe, möchte ich dass sie auch noch was davon haben und nicht nur eine Verpflichtung kriegen die sie wieder entsorgen muss.

@elvira_k

Zitat von elvira_k

wie lagert man die denn am besten für den Transport

Ehrlich gesagt ist das das Unkomplizierteste an der ganzen Sache. Papiertüte reicht vollkommen, einfach ungewaschen rein. Nicht in Plastik - da schwitzt das Zeug und fängt schneller an zu schimmeln. Wenn die Knollen noch Erde dran haben, lasse das ruhig so. Die Erde schützt die Schale ein bisschen. Deine Nachbarin kann die dann selbst abwaschen wenn sie sie braucht. Was mich bei deinem letzten Post aber viel mehr getroffen hat: du schreibst "erst muss ich alles optimal nutzen bevor ich was abgebe". Das kenn ich aus der Logistik - da heißt das FIFO, first in first out, und es klingt vernünftig bis man merkt dass man sich selbst damit ausbremst weil man auf den perfekten Moment wartet. Deine Nachbarin kriegt keine Verpflichtung, die kriegt Gemüse. Das ist kein Deal. Ich sag dir was ich in solchen Situationen mache: einfach vor die Tür stellen mit nem Zettel. Wer will, nimmt. Kein Gespräch nötig, kein Erklären. Funktioniert bei uns im Haus auch mit Zucchini meiner Schwiegermutter seit Jahren problemlos.

@rote_socke_83

Zitat von rote_socke_83

einfach vor die Tür stellen mit nem Zettel

Das ist praktisch, aber ich frag mich ob das nicht vom eigentlichen Punkt wegführt. Der Thread hat sich gerade von "roh vs. gekocht und Verträglichkeit" zu "wie schenke ich meiner Nachbarin Gemüse" verschoben - was ich nachvollziehe, aber mich interessiert noch was anderes. @elvira_k du hast anfangs geschrieben, dein Hausarzt hat dir "mehr Rote Beete" empfohlen wegen des Blutdrucks. Hat er dabei spezifiziert was er damit meint - also ob das auf Basis konkreter Werte war, oder eher so ein allgemeines "essen Sie mal mehr davon"? Das ist nämlich ein Unterschied der mich bei solchen Empfehlungen immer interessiert. Ich kenne das aus eigener Erfahrung: meine Hausärztin hat mir auch mal gesagt "mehr Ausdauer, mehr Omega-3" - und auf Nachfrage kam raus dass das eher eine Daumenregel war als eine Empfehlung auf Basis von Biomarkern. Der Punkt ist: wenn du schon weißt dass deine eingelegten Scheiben gut verträglich sind und du die regelmäßig isst, wäre es eigentlich interessant zu wissen ob sich da messbar was getan hat beim Blutdruck. Nicht wegen Optimierung - sondern weil das die Frage "reicht das was ich mache" tatsächlich beantwortet, ohne Spekulation. Hat der Arzt da nachgemessen seitdem?

@markus_b82 Das ist eine sehr gute Frage, und ehrlich gesagt bin ich da etwas unsicher geworden. Der Hausarzt hat mir das damals so gesagt, aber ob das auf konkreten Messwerten beruhte oder eher eine allgemeine Empfehlung war - da bin ich mir gar nicht sicher. Ich bin bei so Terminen immer schnell damit beschäftigt die Informationen zu speichern statt nachzufragen, das ist eine schlechte Angewohnheit von mir. Zur Nachkontrolle: Nein, er hat nicht nachgemessen seitdem. Ich bin erst vor ein paar Monaten wieder hin wegen einer Kleinigkeit, und wir haben da nicht über den Blutdruck gesprochen - oder ich habe die Gelegenheit nicht genutzt. Das ist jetzt, wo ich es aufschreibe, eigentlich merkwürdig, weil wenn er mir das empfohlen hat, würde er doch wahrscheinlich auch interessieren ob es was gebracht hat, oder? Vielleicht sollte ich beim nächsten Termin einfach konkreter nachfragen - nicht nur "esse ich genug Rote Beete" sondern auch ob er eine Kontrolle machen möchte. Das würde mir tatsächlich mehr Sicherheit geben als alles Grübeln hier im Forum. Ich glaube ich bin da ein bisschen zu passiv und warte ab statt selbst aktiv zu werden. Das war früher in der Buchhaltung ganz anders, da habe ich Fragen gestellt wenn etwas unklar war.

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