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Rote Beete im Smoothie – totaler Reinfall oder mach ich was falsch?

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ok ich hab heute morgen nach dem Laufen einen Versuch gestartet und ehrlich gesagt bin ich nicht sicher was ich davon halten soll. hab ein kleines Stück rohe Rote Beete in den Smoothie geworfen, dazu Apfel, ein bisschen Ingwer und Zitrone. Farbe war spektakulär, keine Frage. Geschmack... naja. das Erdige hat irgendwie alles dominiert, obwohl ich wirklich nicht viel reingegeben hab. vielleicht zwei, drei Scheiben von dem Stück das ich eh noch vom Hobeln übrig hatte. ich hab dann noch mehr Zitrone dazu und es ist besser geworden aber trotzdem irgendwie komisch. jetzt frag ich mich ob es eine Mengenfrage ist oder ob Rote Beete im Smoothie generell eher was für Leute die den Geschmack wirklich mögen. ich bin da noch nicht ganz angekommen, muss ich zugeben. beim Essen geht das schon, aber flüssig fühlt sich das Erdige irgendwie intensiver an als erwartet. hab ich auch kurz geschaut ob man die Beete vorher kurz blanchieren soll bevor sie in den Mixer kommt, weil das vielleicht den Rohgeschmack etwas bricht - hab aber nichts Verlässliches gefunden, nur ein paar Blogposts wo ich nie weiß wie ernst ich die nehmen soll. hat wer Erfahrung damit? also mit Rote Beete im Smoothie konkret, und ob es irgendwelche Kombinationen gibt die das besser ausbalancieren. Mango hab ich gelesen, Kokosmilch auch - klingt für mich nach einem komischen Geschmacksabenteuer aber schauen wir mal. ich bin grad ein bissl überfordert von den Möglichkeiten und will nicht jeden Morgen rumprobieren und dann unzufrieden zum Training aufbrechen 😄

@leni_k also ehrlich gesagt, das mit dem Rohverzehr im Smoothie ist genau das Problem, das ich auch sehe. Wenn ich meine Rote Beete aus dem Garten roh esse - und das mache ich durchaus - dann ist es eine ganz bewusste Sache, weil ich die Textur mag und der Geschmack ist dann auch intensiv aber irgendwie präsent, nicht aufdringlich. Im Smoothie aber wird alles zu einem Brei, und das Erdige hat dann keine Struktur mehr, gegen die es ankämpfen kann, wenn du verstehst was ich meine. Ich würde da ehrlich eine ganz andere Richtung vorschlagen als das Blanchieren. Wenn die Beete schon roh sein soll, dann vielleicht nicht so viel davon. Eine Scheibe statt drei, und dafür etwas Stärkeres wie Orangensaft oder - ja, klingt verrückt - aber eine kleine Prise Salz kann das Erdige auch neutralisieren ohne dass es unangenehm wird. Das hat mir der Hausarzt eigentlich auch geraten, weil die Mineralstoffe besser aufgenommen werden mit Salz, nicht dass das hier relevant ist, aber immerhin. Oder - und das ist mein ehrlicher Gedanke - vielleicht ist Rote Beete im Smoothie einfach nicht dein Format. Das ist kein Versagen, das ist nur so. Ich kenne auch Menschen die schwören drauf aber die essen auch sonst Rote Beete ständig. Bei dir klingt das eher so, als würdest du gerade erst damit anfangen. Warum nicht erst mal die gekochte Version nehmen, wenn du sie denn magst, und dann später schauen ob du in die rohe Richtung gehen willst. Ist nur eine Idee.

@elvira_k

Zitat von elvira_k

vielleicht ist Rote Beete im Smoothie einfach nicht dein Format

ok das ist wahrscheinlich das ehrlichste was man dazu sagen kann und ich nehm das gar nicht übel. ehrlich gesagt hab ich beim Lesen kurz gedacht "ja stimmt eigentlich" - und dann gleich wieder "aber ich will das wenigstens einmal richtig probiert haben bevor ich aufgebe."

der Hinweis mit der Prise Salz ist interessant, das hätte ich nie kombiniert. klingt kontraintuitiv für einen Smoothie aber ich kann mir vorstellen dass es was macht. sowas wie wenn man beim Karamell auch Salz reintut, auf einmal wird der Süßgeschmack klarer. was mich grad mehr beschäftigt ist dein Punkt mit "die essen sonst Rote Beete ständig." ich glaube da ist was dran. ich bin ja wirklich erst seit ein paar Wochen dabei das regelmäßig einzubauen, und vielleicht ist das Erdige im Smoothie einfach noch so ein Fremdkörper für mich weil es mein Gaumen noch nicht als "normal" eingeordnet hat. also weniger eine Frage der Rezeptur, mehr eine Gewöhnungssache. obwohl - ich frag mich ob das wirklich so funktioniert. ich mag gekochte Rote Beete inzwischen gut. aber roh in flüssiger Form ist halt nochmal was komplett anderes vom Mundgefühl her. das ist fast so als würde man jemandem der Karotten mag einfach rohen Karottensaft hinhalten und sagen "passt schon.

@leni_k da stimme ich dir zu, aber mit einem kleinen Unterschied. Der Karottensaft-Vergleich ist gut aber bei mir im Garten hab ich festgestellt dass es weniger um Gewöhnung geht und mehr um die Art wie man das Gemüse vorher kennengelernt hat. Wenn du Rote Beete zuerst gekocht isst - weich, süßer - dann schmeckt das Rohe tatsächlich wie ein anderes Gemüse. Das Erdige wird plötzlich viel präsenter weil keine Hitze es abgemildert hat. Was ich mich aber gerade frage: wie sehr drückst du die Beete? Also wenn du sie hobeln und dann in den Mixer werfen - verlieren die dabei nicht schon eine Menge Saft? Und dieser Saft könnte ja sein dass der das Erdige verstärkt weil er konzentrierter ist als das Fleisch selbst. Ich koche meine Beete ja normalerweise ganz und schäle sie erst danach, das ist ein Unterschied. Vielleicht probierst du mal gekochte Beete im Smoothie, wenn du dich traust. Ich weiß dass das verrückt klingt für einen der frisch sein will, aber der Geschmack wäre dann mindestens berechenbarer für dich. Und ehrlich gesagt: wenn nach drei, vier Versuchen immer noch nichts Vernünftiges dabei rauskommt, dann ist das auch okay. Nicht jedes Format passt zu jedem Menschen, auch wenn alle im Internet sagen dass es so toll sein soll.

@elvira_k

Zitat von elvira_k

dieser Saft könnte ja sein dass der das Erdige verstärkt weil er konzentrierter ist

das hab ich so noch gar nicht gedacht. also dass das Hobeln selbst schon was verändert, weil die Zellstruktur aufgebrochen wird und der Saft rausläuft bevor er überhaupt in den Mixer kommt. das klingt eigentlich logisch. ich hab sie bisher einfach roh reingeworfen ohne groß nachzudenken. was mich bei deinem letzten Punkt aber zwickt: gekochte Beete in den Smoothie. ich weiß du sagst das nicht zum Spaß, aber irgendwo drin hab ich das Gefühl dass das dann schon fast zu weich wird - also nicht vom Geschmack, sondern von der Konsistenz. ich mag meine Smoothies lieber wenn da noch ein bisschen Biss spürbar ist, auch wenn er eh püriert ist. schwer zu erklären. vielleicht ist das einfach eine Textur-Frage die ich nie bewusst wahrgenommen hab bis jetzt. jetzt frag ich mich ehrlich gesagt ob es nicht einen Zwischenweg gibt, also die Beete kurz dämpfen statt komplett durchgaren. weiß jemand ob das den Geschmack schon merklich verändert ohne dass sie komplett weich wird?

@leni_k das Dämpfen ist tatsächlich einen Versuch wert, aber ich muss dich warnen: in meinem Garten habe ich da gute Erfahrungen gemacht, aber es ist immer noch nicht ganz das gleiche wie roh. Nach fünf, sechs Minuten Dampf wird die Beete merklich weicher, nicht matschig aber eben nicht mehr knackig. Der Geschmack wird auch milder, ja, aber ob das dann im Smoothie noch den Unterschied macht den du suchst - keine Ahnung ehrlich gesagt. Was mich aber neugierig macht: warum musst du denn unbedingt Rote Beete in den Smoothie tun? Ich frage das nicht fies gemeint, sondern weil du ja gerade selbst festgestellt hast dass die gekochte Version dir schmeckt. Dein Hausarzt hat dir geraten mehr davon zu essen, oder? Das kannst du genauso gut mittags als kleine Beilage machen, oder abends ein bisschen davon. Smoothies sind praktisch, ja, aber sie sind auch nicht der einzige Weg. Manchmal denke ich wir alle verkomplizieren das viel zu sehr, nur weil es irgendwo im Internet trendy ist. Aber wenn du es doch durchziehen willst: probier es mit gedämpft und schreib dann wie es war. Aber sei ehrlich zu dir selbst ob es wirklich besser ist oder ob du dir das nur einredest weil du das Experiment zu Ende bringen willst.

@elvira_k

Zitat von elvira_k

ob du dir das nur einredest weil du das Experiment zu Ende bringen willst

ok das hat gesessen. und ich sitz hier grad und überlege ob das stimmt. ich glaube... ja, ein bisschen schon? ich bin halt so eine die eine Sache nicht einfach liegen lässt wenn sie nicht funktioniert, das kennen meine Freunde auch. nervt manchmal. aber deine eigentliche Frage "warum überhaupt Smoothie" - die ist berechtigt. ich glaub der Ursprung ist der Artikel den ich über Rote Beete und Ausdauerleistung gelesen hab, da war immer von Saft oder Konzentrat die Rede, und irgendwo hab ich das mental zu "Smoothie morgens nach dem Laufen" umgemünzt. obwohl das nicht dasselbe ist. Saft ist ja nochmal was anderes als ein püriertes Stück Beete mit Apfel drin. vielleicht ist mein ganzer Ansatz von Anfang an schon schief gelaufen, weil ich ein Ziel hatte (Beete regelmäßig einbauen, gut für Training) und dann den einfachsten Weg genommen hab ohne zu schauen ob er auch der richtige ist. als Grafikdesignerin sollte ich eigentlich wissen dass der "schnellste Weg zur Lösung" meistens der ist, den man hinterher nochmal macht. schauen wir mal ob ich das nächste Mal einfach zur Variante "Beilage mittags" greife und den Smoothie-Stress weglasse.

@leni_k das freut mich dass du das selbst merkst, ehrlich gesagt. Das ist ja schon die halbe Miete. Und ja, du hast völlig recht dass Saft etwas komplett anderes ist als ein Smoothie, das vergessen viele Leute. Ein frisch gepresster Saft - oder auch so ein Konzentrat aus dem Glas wenn man es mit Wasser verdünnt - das ist ja konzentriert, ohne all die anderen Faserstoffe die ein Smoothie hat. Das ist also zwei unterschiedliche Rechnung. Was mich gerade interessiert: dieser Artikel über Ausdauerleistung - hat der denn konkret gesagt dass man das täglich machen muss, oder war das eher so ein "regelmäßig einbauen" Thema? Weil wenn dein Hausarzt dir gesagt hat mehr Rote Beete zu essen, dann kann das ja auch bedeuten, dass du nicht jeden einzelnen Tag irgendwas davon brauchst sondern einfach zwei, drei Mal pro Woche. Da wäre deine Idee mit der Beilage mittags - vielleicht Dienstag und Freitag - auch vollkommen ausreichend. Und ehrlich gesagt deutlich weniger Aufwand als jeden Morgen einen Smoothie zu machen den du dann innerlich auch noch als Experiment siehst statt dass du ihn genießt. Bei mir im Garten mache ich das so: ich koche die Beete wenn sie reif sind, und dann esse ich davon wann ich Lust drauf habe, nicht nach Plan. Das ist vielleicht auch ein Gedanke für dich. Nimm dir den Druck weg. Die Beete läuft ja nicht weg.

@elvira_k

Zitat von elvira_k

vielleicht Dienstag und Freitag

ok ich muss kurz lachen weil das so konkret ist und ich gleichzeitig merke dass ich mir nie Gedanken gemacht hab an welchen Wochentagen ich eigentlich laufe. Donnerstag und Samstag meistens, manchmal Dienstag wenn die Woche ruhiger ist. also passt das gar nicht so übel zusammen, ehrlich gesagt. was mich bei deinem letzten Beitrag aber wirklich erwischt hat ist das mit dem Genießen. ich hab den Smoothie die ganze Zeit als Experiment gesehen, nicht als was das mir schmecken soll. und das merkt man wahrscheinlich auch beim Trinken irgendwie - so ein inneres "na, und? funktioniert das jetzt?". das ist eine blöde Ausgangslage für irgendetwas das du morgens nach dem Sport runterschluckst. der Artikel den ich gelesen hab hat übrigens nicht täglich gesagt, das hab ich glaub ich selbst draus gemacht. da stand eher "regelmäßige Einnahme vor dem Training" - und wie ich das in meinen Kopf übersetzt hab ist so eine typische leni_k-Sache, aus "manchmal" wird "jeden Tag oder es zählt nicht."

ob meine Hausärztin das überhaupt so empfohlen hätte weiß ich nicht mal, die hab ich zuletzt im Frühjahr gesehen. das war komplett meine eigene Idee.

@leni_k da muss ich dir ehrlich sagen, das hat mir gefallen wie du das selbst erkannt hast. Dieses "oder es zählt nicht" - ja, das kenne ich auch, aber bei mir eher im Garten. Entweder ich mache alles richtig oder gar nicht, obwohl das natürlich Quatsch ist. Aber jetzt zum eigentlichen Punkt: du hast die ganze Zeit mit deinem Hausarzt argumentiert, aber du hast ihn eigentlich nie gefragt, stimmt's? Das war nur eine vage Erinnerung an einen Artikel plus deine eigene Interpretation. Das finde ich interessant, weil - wenn ich das richtig verstanden habe - könnte es sein dass dein Hausarzt dir gar nicht "Smoothie jeden Morgen" geraten hat, sondern einfach nur "iss mehr Rote Beete". Und das ist eine ganz andere Aufgabe. Vielleicht solltest du wirklich mal anrufen in der Praxis und kurz fragen wie das gemeint war. Nicht um dir selbst recht zu geben, sondern wirklich um es zu wissen. Bei mir hat der Hausarzt mir geraten mehr davon zu essen, und als ich dann fragte ob das auch Saft zählt, hat er gesagt dass das nicht dasselbe ist - die Ballaststoffe fehlen. Also vielleicht ist für dich auch gekochte Beete als Beilage genau das Richtige und der ganze Smoothie-Kram war nur ein Umweg. Und ehrlich gesagt: wenn du dann merkst dass zweimal pro Woche völlig ausreicht und du es magst, dann brauchst du auch nicht mehr darüber nachzudenken. Das ist dann einfach erledigt.

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