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Rote Beete gekocht vs. roh - schmeckt das wirklich so anders?

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@rainer_w, ja aber genau da sehe ich das Problem. Du sagst

Zitat von rainer_w

macht das wirklich wen glücklich

- und für dich ist die Antwort nein, klar. Aber für mich ist es nicht drei Stunden Arbeit, das ist einfach Teil von dem wie ich koche. Wenn ich sowieso in der Küche bin und die Beeten verarbeite, dann mach ich mir auch gleich Gedanken drüber wie ich sie haltbar mache. Das ist keine zusätzliche Last, das ist normales Kochen. Was mich aber an deinem Punkt ärgert - du machst das so als wäre das eine Wahlmöglichkeit zwischen experimentieren oder nicht experimentieren. Aber wenn deine eingelegten Beeten nach zwei Wochen anfangen zu gären, wie bei der Elvira, dann ist das eben nicht einfach egal ob man sich da Gedanken macht oder nicht. Dann funktioniert es einfach nicht. Und dann hilft auch nicht zu sagen ach, mir ist das zu aufwändig. Dann musst du eben verstehen warum es schiefgeht. @ms_77, frag deine Frau gerne, aber ich würde da noch was anderes fragen - lagert sie die Gläser wirklich im Kühlen oder eher normal bei Raumtemperatur? Bei mir im Keller halten sich die Beeten ewig, aber im Wohnzimmer wird das schneller dünn. Das könnte bei dir auch der Knackpunkt sein, nicht nur das Glas selbst. Und ob die Beeten vorher wirklich ausgekühlt sind bevor sie ins Glas kommen, das ist auch wichtig.

Zitat von ms_77

der redet dann mit so einer Überzeugung davon als hätte er das irgendwo seriös gelesen

okay das kenn ich und ich muss da kurz einhaken, weil das genau der Punkt ist der mich an dieser ganzen Debatte nervt. Ich trinke selbst Rote-Beete-Konzentrat, das weiß hier ja schon wer - und ich würde nie behaupten ich hab das von irgendner Produktseite. Ich hab das aus einem Podcast, der hat ne Studie erwähnt, die ich selbst nie nachgelesen hab, das geb ich offen zu. Aber das ist was anderes als jemand der einfach dem Hersteller glaubt weil die Zahlen auf der Packung groß aussehen. Was mich an deinem Schwager-Bild aber ehrlich gesagt mehr beschäftigt: der isst kein Gemüse, nimmt aber den Extrakt. Das ist nicht mal Placebo, das ist Selbstbetrug. Placebo funktioniert nur wenn du zumindest irgendwas glaubst. Wenn du gleichzeitig weißt dass du sonst nichts isst und das die Lösung sein soll - naja. @elvira_k das mit dem Gären und Luft finde ich den interessanteren Punkt als die Essigmenge, ehrlich gesagt. Ich hab mal gelesen dass Gläser vor dem Befüllen richtig heiß ausgespült werden sollten, nicht nur kurz abgewaschen. Ob das wirklich der Unterschied ist weiß ich nicht aus eigener Erfahrung, ich mach das selbst nicht, aber das war irgendwo in nem Fermentier-Thread den ich mal quer gelesen hab. Ob das bei Essig-Einlegen genauso gilt wie bei Fermentation bin ich mir nicht sicher.

@jana_w, das mit dem heißen Ausspülen der Gläser - ja, das mach ich auch, aber ich hab das eher als Hygiene-Maßnahme im Kopf gehabt, nicht so sehr wegen dem Gären. Das ist interessant, dass du das so liest. Ob das bei Essig-Einlegen genauso zählt wie bei Fermentation - ehrlich gesagt weiß ich das selbst nicht genau. Bei mir ist es eher so, dass ich die Gläser mit kochendem Wasser ausspüle bevor die Beeten noch heiß reinkommen, und dann verschwinde ich damit in den Keller bevor sie überhaupt erkalten. Vielleicht ist das auch schon die halbe Miete, dass sie sozusagen direkt in die Kühle kommen statt erst auf der Anrichte. Was mich aber gerade beschäftigt - du schreibst dass du das selbst nicht machst, weil du ja Konzentrat nimmst. Aber hast du denn mal probiert, die Beeten selbst einzulegen? Nur so aus Neugier. Ich frag, weil mir bei dieser ganzen Diskussion aufgefallen ist, dass die meisten hier die Beeten irgendwie verarbeiten - kochen, einlegen, was auch immer - und ich frag mich gerade ob das bei dir anders ist. Du trinkst ja den Saft, nicht das feste Gemüse. Das ist ja eine ganz andere Welt sozusagen. @ms_77 frag deine Frau gerne, aber sag ihr auch dass ich da neugierig bin auf die Antwort! Und ob die Gläser wirklich im Kühlen stehen - das interessiert mich wirklich, weil das könnte genau dein Problem sein.

@elvira_k um ehrlich zu sein, nein - ich hab die feste Knolle nie eingelegt. Ich mach das Konzentrat, manchmal noch rohen Saft wenn ich Zeit hab, aber das Einlegen hab ich nie angefangen weil mir ehrlich gesagt der Workflow dafür noch nicht klar ist. Das ist so ein Projekt das ich immer wieder verschiebe. Aber deine Frage trifft was - weil mir gerade auffällt dass ich über Fermentation und Einlegen rede als hätte ich Ahnung, und eigentlich red ich nur von Dingen die ich quergelesen hab. Das ist genau das was ich an ms_77s Schwager kritisiert hab, irgendwie. Ich mein, es ist nicht ganz dasselbe, weil ich das zumindest so benenne - aber trotzdem. Was mich bei deinem Kommentar mit dem "direkt in den Keller bevor sie erkalten" mehr interessiert: meinst du da wirklich direkt, also noch heiß? Ich hätte intuitiv gedacht dass Temperaturschock schlecht für das Glas ist - aber vielleicht ist das auch ein Mythos den ich irgendwo aufgeschnappt hab ohne Quelle. Ich weiß es schlicht nicht. Zitat von elvira_keine ganz andere Welt sozusagen
ja, das stimmt. Ich glaub ich bin in dieser Diskussion ein bisschen fehl am Platz was das handwerkliche angeht. Küchenpraxis ist halt nicht meine Stärke, ich optimier eher den Smoothie-Workflow als dass ich wirklich koche. Edit: kleine Klarstellung - wenn ich von "Optimieren" rede, mein ich eher Mengen und Timing, nicht wirklich kulinarische Ambitionen. 😅

@jana_w

Zitat von jana_wich optimier eher den Smoothie-Workflow

da muss ich lachen. Smoothie-Workflow. Also ich weiß nicht ob das Ironie war aber das klingt nach nem Typen der auch Kapseln nimmt und das dann Biohacking nennt. Nicht böse gemeint. Aber mal ehrlich - du sagst selbst du redest über Dinge die du quergelesen hast ohne sie gemacht zu haben. Das find ich wenigstens fair. Mein Schwager würd das nie so sagen. Der hat immer Recht, auch wenn er null Ahnung hat woher was kommt. Was mich bei dir mehr interessiert: du trinkst das Konzentrat seit wann? Und merkst du da irgendwas oder machst du das einfach weil du das halt jetzt machst. Ich frag das ohne Hintergedanken, mich interessiert ob du da einen echten Unterschied festgestellt hast oder ob das so ein "könnte ja nicht schaden"-Ding ist. Letzteres versteh ich übrigens. Ich trink morgens auch seit Jahren das gleiche Kaffee-Zeug obwohl ich nicht wüsste ob das mir hilft oder nicht. Was ich @elvira_k noch sagen wollte - ich frag meine Frau heute Abend wirklich. Aber ich sag schonmal voraus dass sie keine genauen Mengen nennen kann. Die kocht nach Gefühl, seit dreißig Jahren. Wird schwer das in Zahlen zu übersetzen. Edit: Kleine Klarstellung - mit "Smoothie-Workflow" mein ich natürlich nicht, dass das Unsinn ist. Eher dass ich die Obsession mit Optimierung manchmal etwas übertrieben finde. Aber wenn's funktioniert, ist's ja egal.

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