Rote Beete gekocht vs. roh - schmeckt das wirklich so anders?
Zitat von ms_77 am September 15, 2026, 04:46 UhrAlso ich frag mich das gerade weil ich letzte Woche zum ersten Mal selbst welche gekocht hab. Die vom Markt, frisch. Hab die einfach in Wasser geschmissen, so eine Stunde, dann geschält. Ging übrigens deutlich sauberer als roh - wer das noch nicht probiert hat, einfach mal kochen lassen und dann die Schale abziehen. Geht fast von allein. Aber zum Geschmack. Roh ist das Ding irgendwie schärfer, erdig, beißt ein bisschen. Gekocht wird das weicher im Geschmack, fast ein bisschen süßlich. Meine Frau findet das gekochte deutlich besser. Ich hab beides probiert und kann ehrlich gesagt nicht sagen dass mir eines davon besonders fehlen würde wenn es das nicht gäbe. Aber ich versteh jetzt wenigstens warum manche Leute da einen Unterschied machen. Hab das vorher immer für dasselbe gehalten. Was mich noch interessiert - manche hier schwören ja auf das Rohe wegen irgendwelcher Nährstoffe oder so. Mein Schwager kommt damit natürlich auch gleich um die Ecke. Ich sag dazu nur: wer genug Gemüse isst, braucht sich da keinen Kopf machen, egal ob gekocht oder nicht. Aber das ist ein anderes Thema. Konkret gefragt an die die das öfter machen: verändert sich der Geschmack stark je nachdem wie lang man kocht? Ich hab eine Stunde gemacht, vielleicht war das zu lang oder zu kurz - die Beete war relativ groß. Hat jemand da einen Richtwert? Meine Hausärztin hat mal gesagt man soll Gemüse nicht zu lang kochen aber das war glaub ich allgemein gemeint und nicht spezifisch für sowas.
Also ich frag mich das gerade weil ich letzte Woche zum ersten Mal selbst welche gekocht hab. Die vom Markt, frisch. Hab die einfach in Wasser geschmissen, so eine Stunde, dann geschält. Ging übrigens deutlich sauberer als roh - wer das noch nicht probiert hat, einfach mal kochen lassen und dann die Schale abziehen. Geht fast von allein. Aber zum Geschmack. Roh ist das Ding irgendwie schärfer, erdig, beißt ein bisschen. Gekocht wird das weicher im Geschmack, fast ein bisschen süßlich. Meine Frau findet das gekochte deutlich besser. Ich hab beides probiert und kann ehrlich gesagt nicht sagen dass mir eines davon besonders fehlen würde wenn es das nicht gäbe. Aber ich versteh jetzt wenigstens warum manche Leute da einen Unterschied machen. Hab das vorher immer für dasselbe gehalten. Was mich noch interessiert - manche hier schwören ja auf das Rohe wegen irgendwelcher Nährstoffe oder so. Mein Schwager kommt damit natürlich auch gleich um die Ecke. Ich sag dazu nur: wer genug Gemüse isst, braucht sich da keinen Kopf machen, egal ob gekocht oder nicht. Aber das ist ein anderes Thema. Konkret gefragt an die die das öfter machen: verändert sich der Geschmack stark je nachdem wie lang man kocht? Ich hab eine Stunde gemacht, vielleicht war das zu lang oder zu kurz - die Beete war relativ groß. Hat jemand da einen Richtwert? Meine Hausärztin hat mal gesagt man soll Gemüse nicht zu lang kochen aber das war glaub ich allgemein gemeint und nicht spezifisch für sowas.
Zitat von elvira_k am September 15, 2026, 05:48 Uhr@ms_77, da muss ich dir sagen - die eine Stunde ist bei mir eigentlich der Standard, und damit fahre ich gut. Aber ob das zu lang ist oder nicht, hängt wirklich von der Größe ab, und da hast du das schon richtig erkannt. Bei mir im Garten schneid ich die größeren Exemplare in der Mitte durch, dann brauchts nur noch vierzig bis fünfzig Minuten. Das Interessante ist aber,
Zitat von ms_77roh ist das Ding irgendwie schärfer, erdig
- das ist genau das, was viele nicht mögen und worüber sie dann sagen die Rote Beete schmeckt nach Erde. Aber wenn ich sie lange genug koche, wird das deutlich milder, ja. Das Süßliche kommt auch mehr durch besonders wenn ich hinterher noch ein bisschen Essig dranbring. Meine Hausärztin hat mir ohnehin geraten, mehr davon zu essen, und da ist mir die gekochte Variante lieber als roh, weil ich sie öfter ess wenn sie mir besser schmeckt. Was mich aber wundert - du schälst die nach dem Kochen? Ich mach das immer vorher, sonst werden mir die Hände zu sehr gefärbt. Oder versuch ich zumindest. Kannst du da wirklich die Schale einfach so abziehen ohne dass die Hände rot werden? Das würde mich ehrlich interessieren, weil das bei mir auch nach dem Kochen noch ziemlich färbt.
@ms_77, da muss ich dir sagen - die eine Stunde ist bei mir eigentlich der Standard, und damit fahre ich gut. Aber ob das zu lang ist oder nicht, hängt wirklich von der Größe ab, und da hast du das schon richtig erkannt. Bei mir im Garten schneid ich die größeren Exemplare in der Mitte durch, dann brauchts nur noch vierzig bis fünfzig Minuten. Das Interessante ist aber,
Zitat von ms_77roh ist das Ding irgendwie schärfer, erdig
- das ist genau das, was viele nicht mögen und worüber sie dann sagen die Rote Beete schmeckt nach Erde. Aber wenn ich sie lange genug koche, wird das deutlich milder, ja. Das Süßliche kommt auch mehr durch besonders wenn ich hinterher noch ein bisschen Essig dranbring. Meine Hausärztin hat mir ohnehin geraten, mehr davon zu essen, und da ist mir die gekochte Variante lieber als roh, weil ich sie öfter ess wenn sie mir besser schmeckt. Was mich aber wundert - du schälst die nach dem Kochen? Ich mach das immer vorher, sonst werden mir die Hände zu sehr gefärbt. Oder versuch ich zumindest. Kannst du da wirklich die Schale einfach so abziehen ohne dass die Hände rot werden? Das würde mich ehrlich interessieren, weil das bei mir auch nach dem Kochen noch ziemlich färbt.
Zitat von ms_77 am September 15, 2026, 06:51 Uhr@elvira_k ja, geht wirklich. Hände werden trotzdem ein bissl rosa aber nix wildes. Ich hab einfach die gekochte Beete unter kaltes Wasser gehalten und dann die Schale mit den Fingern abgezogen. Ging problemlos. Hab vorher aber auch kein teures Equipment dafür gebraucht, nur Küchenpapier zum Abtrocknen danach.
Zitat von elvira_kwenn ich hinterher noch ein bisschen Essig dranbring
das macht meine Frau auch immer. Ich hab das bei ihr schon paar Mal gesehen aber nie groß nachgefragt warum. Ist das nur Geschmack oder hat das irgnedwas anderes für einen Grund? Rein neugierhalber frag ich das. Draußen ist heute übrigens schon wieder grau, da bleibt man eh lieber drin und schreibt Quatsch im Forum. Aber zum eigentlichen Punkt - ich bleib dabei dass das alles schön und gut ist, aber sobald mein Schwager anfängt von Nitrat und Bioverfügbarkeit zu reden weil er jetzt diese Extrakt-Kapseln nimmt, da hört bei mir der Spaß auf. Für sowas hab ich kein Geld übrig. Das Gemüse selbst, von mir aus. Aber dann kauf ich mir nen Bund vom Markt für ein paar Euro und kein Supplement für dreißig die Flasche. Da muss ich lachen.
@elvira_k ja, geht wirklich. Hände werden trotzdem ein bissl rosa aber nix wildes. Ich hab einfach die gekochte Beete unter kaltes Wasser gehalten und dann die Schale mit den Fingern abgezogen. Ging problemlos. Hab vorher aber auch kein teures Equipment dafür gebraucht, nur Küchenpapier zum Abtrocknen danach.
Zitat von elvira_kwenn ich hinterher noch ein bisschen Essig dranbring
das macht meine Frau auch immer. Ich hab das bei ihr schon paar Mal gesehen aber nie groß nachgefragt warum. Ist das nur Geschmack oder hat das irgnedwas anderes für einen Grund? Rein neugierhalber frag ich das. Draußen ist heute übrigens schon wieder grau, da bleibt man eh lieber drin und schreibt Quatsch im Forum. Aber zum eigentlichen Punkt - ich bleib dabei dass das alles schön und gut ist, aber sobald mein Schwager anfängt von Nitrat und Bioverfügbarkeit zu reden weil er jetzt diese Extrakt-Kapseln nimmt, da hört bei mir der Spaß auf. Für sowas hab ich kein Geld übrig. Das Gemüse selbst, von mir aus. Aber dann kauf ich mir nen Bund vom Markt für ein paar Euro und kein Supplement für dreißig die Flasche. Da muss ich lachen.
Zitat von elvira_k am September 15, 2026, 06:59 Uhr@ms_77, das mit dem Essig ist tatsächlich nicht nur Geschmack, sondern hat mit der Haltbarkeit zu tun. Wenn ich die eingelegten Beeten im Glas aufbewahre - und das mach ich relativ oft - dann sorgt der Essig dafür, dass sie länger frisch bleiben und nicht so schnell anfangen zu gären. Das ist besonders wichtig wenn man größere Mengen auf einmal kocht und einlagern möchte. Mein Mann hat das früher immer gemacht, und seitdem mach ich das auch so weiter. Schmeckt einfach besser hinterher. Aber jetzt zu deinem Schwager und diesen Kapseln - da muss ich dir ehrlich sagen, das ärgert mich gerade ein bisschen.
Zitat von ms_77sobald mein Schwager anfängt von Nitrat und Bioverfügbarkeit zu reden
genau da fang ich an zu denken: warum kochen die Leute nicht einfach selbst? Ich versteh ja, dass nicht jeder einen Garten hat wie ich, aber ein Bund Rote Beete vom Markt kostet drei Euro und du hast damit mehr als eine Woche lang was. Da brauchst du keine Kapsel für dreißig Euro die garantiert nicht besser ist als das echte Gemüse. Das ist mir zu absurd. Und ehrlich, wenn dein Schwager wirklich so interessiert ist an den Werten - dann sollte er sich mal fragen ob gekaufte Kapseln überhaupt noch was mit echter Ernährung zu tun haben.
@ms_77, das mit dem Essig ist tatsächlich nicht nur Geschmack, sondern hat mit der Haltbarkeit zu tun. Wenn ich die eingelegten Beeten im Glas aufbewahre - und das mach ich relativ oft - dann sorgt der Essig dafür, dass sie länger frisch bleiben und nicht so schnell anfangen zu gären. Das ist besonders wichtig wenn man größere Mengen auf einmal kocht und einlagern möchte. Mein Mann hat das früher immer gemacht, und seitdem mach ich das auch so weiter. Schmeckt einfach besser hinterher. Aber jetzt zu deinem Schwager und diesen Kapseln - da muss ich dir ehrlich sagen, das ärgert mich gerade ein bisschen.
Zitat von ms_77sobald mein Schwager anfängt von Nitrat und Bioverfügbarkeit zu reden
genau da fang ich an zu denken: warum kochen die Leute nicht einfach selbst? Ich versteh ja, dass nicht jeder einen Garten hat wie ich, aber ein Bund Rote Beete vom Markt kostet drei Euro und du hast damit mehr als eine Woche lang was. Da brauchst du keine Kapsel für dreißig Euro die garantiert nicht besser ist als das echte Gemüse. Das ist mir zu absurd. Und ehrlich, wenn dein Schwager wirklich so interessiert ist an den Werten - dann sollte er sich mal fragen ob gekaufte Kapseln überhaupt noch was mit echter Ernährung zu tun haben.
Zitat von ms_77 am September 15, 2026, 07:18 Uhr@elvira_k das mit dem Einlegen und Essig macht Sinn hab ich so nicht dran gedacht. Meine Frau macht das glaub ich einfach nach Gefühl und ich frag da meistens nicht lang nach.
Zitat von elvira_kob gekaufte Kapseln überhaupt noch was mit echter Ernährung zu tun haben
genau das versuch ich meinem Schwager seit Wochen klarzumachen. Der ist aber überzeugt dass in den Kapseln irgendwas konzentrierter vorkommt als im Gemüse. Ich hab ihm gesagt das ist Marketingblabla. Er hat mir dann irgendwas auf dem Handy gezeigt, irgendeine Produktseite mit Prozentzahlen drauf - da muss ich lachen, als ob ich dem Hersteller seiner eigenen Werbung glaub. Was mich dabei noch ärgert: der Mann isst sonst kein Gemüse. Keins. Aber Kapseln, ja, das geht. Da ist die Logik irgendwie hinten und vorne falsch. Wenn du Rote Beete nicht magst - gut, dann iss was anderes. Aber dann nimm nicht den Extrakt davon und tu so als wäre das gesünder als normales Essen. Das ist doch Quatsch. Ich glaub das Problem ist dass Kapseln sich nach Lösung anfühlen ohne Aufwand. Kochen, schälen, einlegen - das ist Arbeit. Kapsel schlucken nicht. Versteh ich ja irgendwie menschlich. Aber für sowas hab ich kein Geld übrig und das sag ich ihm auch so.
@elvira_k das mit dem Einlegen und Essig macht Sinn hab ich so nicht dran gedacht. Meine Frau macht das glaub ich einfach nach Gefühl und ich frag da meistens nicht lang nach.
Zitat von elvira_kob gekaufte Kapseln überhaupt noch was mit echter Ernährung zu tun haben
genau das versuch ich meinem Schwager seit Wochen klarzumachen. Der ist aber überzeugt dass in den Kapseln irgendwas konzentrierter vorkommt als im Gemüse. Ich hab ihm gesagt das ist Marketingblabla. Er hat mir dann irgendwas auf dem Handy gezeigt, irgendeine Produktseite mit Prozentzahlen drauf - da muss ich lachen, als ob ich dem Hersteller seiner eigenen Werbung glaub. Was mich dabei noch ärgert: der Mann isst sonst kein Gemüse. Keins. Aber Kapseln, ja, das geht. Da ist die Logik irgendwie hinten und vorne falsch. Wenn du Rote Beete nicht magst - gut, dann iss was anderes. Aber dann nimm nicht den Extrakt davon und tu so als wäre das gesünder als normales Essen. Das ist doch Quatsch. Ich glaub das Problem ist dass Kapseln sich nach Lösung anfühlen ohne Aufwand. Kochen, schälen, einlegen - das ist Arbeit. Kapsel schlucken nicht. Versteh ich ja irgendwie menschlich. Aber für sowas hab ich kein Geld übrig und das sag ich ihm auch so.
Zitat von elvira_k am September 15, 2026, 07:37 Uhr@ms_77, jetzt muss ich dir aber ehrlich sagen - du sprichst da was an das mich gerade beschäftigt. Du sagst, dein Schwager isst sonst kein Gemüse, aber die Kapsel nimmt er. Das ist ja genau das absurde daran. Mein Hausarzt hat mir geraten mehr Rote Beete zu essen und ich mach das, weil ich das Gemüse selbst anbaue und zubereite. Aber wenn jemand grundsätzlich keine Lust auf Kochen hat oder keine Zeit - naja dann muss er sich halt auch nicht wundern dass ihm die Gesundheit nicht besser wird. Eine Kapsel ersetzt keine echte Mahlzeit das ist doch klar. Was mich aber noch interessiert: dein Schwager, hat der mal echt probiert, eine gekochte Rote Beete zu essen, einfach so? Oder lehnt er das von vornherein ab? Weil manchmal ist das ja auch eine Kopfsache. Ich kenne Leute die sagen die Rote Beete schmeckt wie Erde, aber die haben sie noch nie richtig zubereitet gehabt. Wenn man sie mit ein bisschen Essig macht und vielleicht noch nen Löffel Meerrettich dazu - das ist gar nicht so unauffällig wie manche denken. Aber das müsste er eben auch selbst versuchen wollen nicht nur die Kapsel schlucken und denken damit ist die Sache gegessen. Bei mir funktioniert das nur, weil ich Freude dran hab. Das ist glaub ich der Punkt den man nicht übersehen sollte. Edit: Wollte noch schnell sagen - ich will deinen Schwager da nicht verurteilen! Jeder hat seine Gründe. Aber für mich persönlich funktioniert Ernährung eben nur, wenn da auch ein bisschen Lust und Eigeninitiative dahinter steckt.
@ms_77, jetzt muss ich dir aber ehrlich sagen - du sprichst da was an das mich gerade beschäftigt. Du sagst, dein Schwager isst sonst kein Gemüse, aber die Kapsel nimmt er. Das ist ja genau das absurde daran. Mein Hausarzt hat mir geraten mehr Rote Beete zu essen und ich mach das, weil ich das Gemüse selbst anbaue und zubereite. Aber wenn jemand grundsätzlich keine Lust auf Kochen hat oder keine Zeit - naja dann muss er sich halt auch nicht wundern dass ihm die Gesundheit nicht besser wird. Eine Kapsel ersetzt keine echte Mahlzeit das ist doch klar. Was mich aber noch interessiert: dein Schwager, hat der mal echt probiert, eine gekochte Rote Beete zu essen, einfach so? Oder lehnt er das von vornherein ab? Weil manchmal ist das ja auch eine Kopfsache. Ich kenne Leute die sagen die Rote Beete schmeckt wie Erde, aber die haben sie noch nie richtig zubereitet gehabt. Wenn man sie mit ein bisschen Essig macht und vielleicht noch nen Löffel Meerrettich dazu - das ist gar nicht so unauffällig wie manche denken. Aber das müsste er eben auch selbst versuchen wollen nicht nur die Kapsel schlucken und denken damit ist die Sache gegessen. Bei mir funktioniert das nur, weil ich Freude dran hab. Das ist glaub ich der Punkt den man nicht übersehen sollte. Edit: Wollte noch schnell sagen - ich will deinen Schwager da nicht verurteilen! Jeder hat seine Gründe. Aber für mich persönlich funktioniert Ernährung eben nur, wenn da auch ein bisschen Lust und Eigeninitiative dahinter steckt.
Zitat von ms_77 am September 15, 2026, 07:39 Uhr@elvira_k
Zitat von elvira_kdas müsste er eben auch selbst versuchen wollen
ja genau da liegt das Problem. Der will nicht. Ich hab dem vor ein paar Wochen mal was angeboten bei uns am Tisch, meine Frau hatte Rote Beete gemacht mit Meerrettich sogar, und er hat abgewunken bevor er überhaupt gerochen hat. Der Mann ist 43 und isst wie ein Kind das Panik vor Gemüse hat. Aber Kapseln, kein Problem. Was mich dabei noch mehr stört als das Kapseln-Thema: der redet dann mit so einer Überzeugung davon als hätte er das irgendwo seriös gelesen. Ich frag dann immer wo genau. Und dann kommt meistens irgendein Youtube-Video oder die Webseite vom Hersteller selbst. Sag mir einer warum Leute sowas für bare Münze nehmen. Ich würd auch einen Elektriker nicht seinen eigenen Angebot prüfen lassen. Das mit der Kopfsache die du ansprichst stimmt aber schon. Mein Jüngster hat früher auch keinen Spinat angefasst bis meine Frau den mal in Nudeln versteckt hat. Danach war das auf einmal ok. Vielleicht müsste man dem Schwager einfach sagen das ist keine Rote Beete sondern irgendwas anderes. Nee, der würd's trotzdem schmecken wollen.
Zitat von elvira_kdas müsste er eben auch selbst versuchen wollen
ja genau da liegt das Problem. Der will nicht. Ich hab dem vor ein paar Wochen mal was angeboten bei uns am Tisch, meine Frau hatte Rote Beete gemacht mit Meerrettich sogar, und er hat abgewunken bevor er überhaupt gerochen hat. Der Mann ist 43 und isst wie ein Kind das Panik vor Gemüse hat. Aber Kapseln, kein Problem. Was mich dabei noch mehr stört als das Kapseln-Thema: der redet dann mit so einer Überzeugung davon als hätte er das irgendwo seriös gelesen. Ich frag dann immer wo genau. Und dann kommt meistens irgendein Youtube-Video oder die Webseite vom Hersteller selbst. Sag mir einer warum Leute sowas für bare Münze nehmen. Ich würd auch einen Elektriker nicht seinen eigenen Angebot prüfen lassen. Das mit der Kopfsache die du ansprichst stimmt aber schon. Mein Jüngster hat früher auch keinen Spinat angefasst bis meine Frau den mal in Nudeln versteckt hat. Danach war das auf einmal ok. Vielleicht müsste man dem Schwager einfach sagen das ist keine Rote Beete sondern irgendwas anderes. Nee, der würd's trotzdem schmecken wollen.
Zitat von elvira_k am September 15, 2026, 07:44 Uhr@ms_77, das mit deinem Jüngsten und dem Spinat - genau da sitz ich dir bei. Aber ehrlich gesagt glaub ich nicht dass man deinen Schwager so einfach austricksen kann. Der hat ja nicht nur eine Abneigung gegen den Geschmack, sondern auch gegen den ganzen Prozess. Das ist was anderes. Wenn jemand bewusst sagt nein, ich ess kein Gemüse, aber ich nehm die Kapsel - da kann man nicht viel machen. Da muss die Person selbst merken dass das ein seltsamer Weg ist. Was mich aber gerade beschäftigt - du hast vorhin gesagt deine Frau macht das Essig-Einlegen nach Gefühl. Wie lange lagert sie die denn dann? Und in welchem Verhältnis macht sie das, weil ich muss zugeben, ich experimentier da selbst noch ein bisschen rum. Manchmal sind meine eingelegten Beeten nach zwei Wochen noch knackig, manchmal werden sie schneller weich. Kann sein dass ich zu viel Essig nehm oder zu wenig Salz. Oder die Beeten waren schon älter. Ich merk da einfach noch nicht so den Dreh raus wie ich das hinbekommen, dass es wirklich lange hält und nicht anfängt zu gären. Bei meinem Mann war das immer so selbstverständlich, der hat das gemacht ohne groß nachzudenken. Jetzt pass ich auf und versuche das nachzumachen, aber es ist nicht ganz dasselbe.
@ms_77, das mit deinem Jüngsten und dem Spinat - genau da sitz ich dir bei. Aber ehrlich gesagt glaub ich nicht dass man deinen Schwager so einfach austricksen kann. Der hat ja nicht nur eine Abneigung gegen den Geschmack, sondern auch gegen den ganzen Prozess. Das ist was anderes. Wenn jemand bewusst sagt nein, ich ess kein Gemüse, aber ich nehm die Kapsel - da kann man nicht viel machen. Da muss die Person selbst merken dass das ein seltsamer Weg ist. Was mich aber gerade beschäftigt - du hast vorhin gesagt deine Frau macht das Essig-Einlegen nach Gefühl. Wie lange lagert sie die denn dann? Und in welchem Verhältnis macht sie das, weil ich muss zugeben, ich experimentier da selbst noch ein bisschen rum. Manchmal sind meine eingelegten Beeten nach zwei Wochen noch knackig, manchmal werden sie schneller weich. Kann sein dass ich zu viel Essig nehm oder zu wenig Salz. Oder die Beeten waren schon älter. Ich merk da einfach noch nicht so den Dreh raus wie ich das hinbekommen, dass es wirklich lange hält und nicht anfängt zu gären. Bei meinem Mann war das immer so selbstverständlich, der hat das gemacht ohne groß nachzudenken. Jetzt pass ich auf und versuche das nachzumachen, aber es ist nicht ganz dasselbe.
Zitat von ms_77 am September 15, 2026, 07:48 Uhr@elvira_k das mit dem Einlegen frag ich meine Frau heute Abend mal konkret. Die macht das schon seit Jahren, die wird das wissen. Ich glaub die nimmt Weißweinessig irgendwas in der Richtung. Ob da Salz rein kommt weiß ich ehrlich gesagt nicht.
Zitat von elvira_kmanchmal werden sie schneller weich
das klingt für mich nach Lagerung. Also ob das Glas wirklich dicht ist und wo das steht. Ich kenn das vom Einwecken her - mein Opa hat früher Gurken gemacht und der hat immer gesagt kühler Keller ist die halbe Miete. Wer das im Küchenschrank lagert und sich wundert dass das nach drei Wochen komisch ist, der sucht den Fehler am falschen Ort. Ob das bei Rote Beete genauso ist weiß ich nicht, aber ich würd da mal schauen ob das Glas wirklich Vakuum zieht wenn du es verschließt. Bei meinem Opa hat der Deckel immer leicht nach innen gezogen, das war das Zeichen dass es passt. Ich bin Elektriker und kein Koch, also nimm das mit Vorsicht. Aber Physik ist Physik.
@elvira_k das mit dem Einlegen frag ich meine Frau heute Abend mal konkret. Die macht das schon seit Jahren, die wird das wissen. Ich glaub die nimmt Weißweinessig irgendwas in der Richtung. Ob da Salz rein kommt weiß ich ehrlich gesagt nicht.
Zitat von elvira_kmanchmal werden sie schneller weich
das klingt für mich nach Lagerung. Also ob das Glas wirklich dicht ist und wo das steht. Ich kenn das vom Einwecken her - mein Opa hat früher Gurken gemacht und der hat immer gesagt kühler Keller ist die halbe Miete. Wer das im Küchenschrank lagert und sich wundert dass das nach drei Wochen komisch ist, der sucht den Fehler am falschen Ort. Ob das bei Rote Beete genauso ist weiß ich nicht, aber ich würd da mal schauen ob das Glas wirklich Vakuum zieht wenn du es verschließt. Bei meinem Opa hat der Deckel immer leicht nach innen gezogen, das war das Zeichen dass es passt. Ich bin Elektriker und kein Koch, also nimm das mit Vorsicht. Aber Physik ist Physik.
Zitat von rainer_w am September 15, 2026, 07:57 Uhr@ms_77 moment mal, du bist Elektriker? ich dachte du bist Schlosser. naja, egal. Aber das mit dem Vakuum beim Einwecken - genau. Das ist mir beim Opa gucken auch hängen geblieben, der hat das genauso gemacht. Deckel zieht rein, fertig. @elvira_k ich versteh dein Problem mit dem Weichwerden. Aber ehrlich - wenn die Beeten anfangen zu gären dann is das meist nicht die Essigmenge sondern dass irgendwo Luft reinkommt. Entweder der Deckel sitzt nicht richtig oder du machst das Glas nicht sauber genug bevor du's verschließt. Meine Hausärztin hat mir mal erklärt dass Bakterien und so - naja, die brauchen Luft. Kein Luft kein Gären. Blöd erklärt aber so ungefähr. Das mit dem Keller - ja, das würd ich auch probieren. Zimmertemperatur ist Gift für sowas. Bei mir im Keller is es ganzjährig kühl, da halten sich eingelegte Sachen ewig. Was mich aber grad mehr interessiert - ihr redet jetzt so viel über das richtige Zubereiten dass ich mich frag: macht das wirklich wen glücklich? Ich mein, meine Frau macht ihre Beeten, die schmecken gut, fertig. Wenn ich da anfangen würd rum zu experimentieren mit Verhältnissen und so - naja, da hab ich zu wenig Geduld für. Und für sowas hab ich auch keine Zeit. Nach ner Schicht möcht ich nicht drei Stunden in der Küche stehen um rauszufinden ob Weißweinessig besser is als Rotweinessig. Edit: Wobei - meine Frau würd mir wahrscheinlich widersprechen. Die sagt, die kleine Mühe macht den Unterschied. Vielleicht probier ich das doch mal aus, wenn ich Zeit hab.
@ms_77 moment mal, du bist Elektriker? ich dachte du bist Schlosser. naja, egal. Aber das mit dem Vakuum beim Einwecken - genau. Das ist mir beim Opa gucken auch hängen geblieben, der hat das genauso gemacht. Deckel zieht rein, fertig. @elvira_k ich versteh dein Problem mit dem Weichwerden. Aber ehrlich - wenn die Beeten anfangen zu gären dann is das meist nicht die Essigmenge sondern dass irgendwo Luft reinkommt. Entweder der Deckel sitzt nicht richtig oder du machst das Glas nicht sauber genug bevor du's verschließt. Meine Hausärztin hat mir mal erklärt dass Bakterien und so - naja, die brauchen Luft. Kein Luft kein Gären. Blöd erklärt aber so ungefähr. Das mit dem Keller - ja, das würd ich auch probieren. Zimmertemperatur ist Gift für sowas. Bei mir im Keller is es ganzjährig kühl, da halten sich eingelegte Sachen ewig. Was mich aber grad mehr interessiert - ihr redet jetzt so viel über das richtige Zubereiten dass ich mich frag: macht das wirklich wen glücklich? Ich mein, meine Frau macht ihre Beeten, die schmecken gut, fertig. Wenn ich da anfangen würd rum zu experimentieren mit Verhältnissen und so - naja, da hab ich zu wenig Geduld für. Und für sowas hab ich auch keine Zeit. Nach ner Schicht möcht ich nicht drei Stunden in der Küche stehen um rauszufinden ob Weißweinessig besser is als Rotweinessig. Edit: Wobei - meine Frau würd mir wahrscheinlich widersprechen. Die sagt, die kleine Mühe macht den Unterschied. Vielleicht probier ich das doch mal aus, wenn ich Zeit hab.