Rote Beete fermentieren - lohnt der Aufwand überhaupt?
Zitat von gg1987 am August 7, 2026, 08:01 Uhr@ms_77 moment mal - du wirst jetzt probieren obwohl du immer noch nicht überzeugt bist. das ist eigentlich cool von dir, muss ich sagen. aber ich glaub da passiert gerade was anderes als nur Neugier auf den Geschmack. deine Frau macht das Experiment, du dokumentierst es, und jetzt probierst du mit. das ist eigentlich so ne kleine Familie-Geschichte geworden nicht wahr. und die Essig-Variante von deiner Oma - die war ja auch nicht weniger Aufwand, nur dass man das halt schon kannte und nicht hinterfragt hat. was mich ehrlich interessiert - wenn das fermentierte Ding nächste Woche auf dem Brot mit Käse landet und schmeckt einfach gut, nicht besser nicht schlechter nur anders - reicht dir das dann aus oder fragst du dich dann immer noch wozu der Umstand. weil ich glaub das ist der echte Test hier. nicht ob es besser ist als Essig, sondern ob du es selbst essen würdest wenn die Wahl hast. ich mein - bei mir damals mit diesem Rote-Beete-Konzentrat zum Laufen, das war genau anders herum. Hype Geld ausgegeben, probiert, naja. fertig. aber wenn deine Frau das selbst macht und es schmeckt dir, dann ist das ne ganz andere Sache. das hat nix mit Märchenstoff zu tun. btw - das Aufschreiben ist wirklich klug. mein Chef hat mich vor Jahren auch dazu genötigt bei neuen Abläufen zu notieren, und jetzt machen das alle. spart einfach Zeit beim nächsten Mal.
@ms_77 moment mal - du wirst jetzt probieren obwohl du immer noch nicht überzeugt bist. das ist eigentlich cool von dir, muss ich sagen. aber ich glaub da passiert gerade was anderes als nur Neugier auf den Geschmack. deine Frau macht das Experiment, du dokumentierst es, und jetzt probierst du mit. das ist eigentlich so ne kleine Familie-Geschichte geworden nicht wahr. und die Essig-Variante von deiner Oma - die war ja auch nicht weniger Aufwand, nur dass man das halt schon kannte und nicht hinterfragt hat. was mich ehrlich interessiert - wenn das fermentierte Ding nächste Woche auf dem Brot mit Käse landet und schmeckt einfach gut, nicht besser nicht schlechter nur anders - reicht dir das dann aus oder fragst du dich dann immer noch wozu der Umstand. weil ich glaub das ist der echte Test hier. nicht ob es besser ist als Essig, sondern ob du es selbst essen würdest wenn die Wahl hast. ich mein - bei mir damals mit diesem Rote-Beete-Konzentrat zum Laufen, das war genau anders herum. Hype Geld ausgegeben, probiert, naja. fertig. aber wenn deine Frau das selbst macht und es schmeckt dir, dann ist das ne ganz andere Sache. das hat nix mit Märchenstoff zu tun. btw - das Aufschreiben ist wirklich klug. mein Chef hat mich vor Jahren auch dazu genötigt bei neuen Abläufen zu notieren, und jetzt machen das alle. spart einfach Zeit beim nächsten Mal.
Zitat von ms_77 am August 7, 2026, 08:20 Uhr@gg1987
Zitat von gg1987das ist eigentlich so ne kleine Familie-Geschichte geworden nicht wahr
naja. so würd ich das nicht nennen. aber ich versteh was du meinst. was mich an deinem Beitrag grad mehr beschäftigt ist die Frage ob mir das reicht wenn es "einfach anders" schmeckt. ehrlich gesagt - ja, wahrscheinlich schon. ich bin kein Gourmet der drei Stunden über Geschmacksnuancen redet. wenn das Zeug auf dem Brot nicht störend ist, is gut. wenn es gut ist, noch besser. mehr erwarte ich nicht. aber jetzt fällt mir was auf was ich noch nie gefragt hab - meine Frau riecht täglich dran, probiert alle zwei Tage. ich hab das Glas die ganze Zeit beobachtet wie so ein Verdächtiger. und mir ist erst jetzt aufgegangen dass da oben so eine Schicht ist, sowas leicht weißliches am Rand. ich hab das meiner Frau gezeigt und sie hat gesagt das ist normal, das kommt von der Salzlake. ich weiß nicht ob ich ihr da einfach glauben soll. das sieht für mich aus wie wenn irgendwas nicht stimmt. bei nem Kabel das komisch aussieht fass ich auch nicht einfach ran. hat da jemand Erfahrung mit. weil wenn das Schimmel ist will ich das wissen bevor wir morgen davon essen.
Zitat von gg1987das ist eigentlich so ne kleine Familie-Geschichte geworden nicht wahr
naja. so würd ich das nicht nennen. aber ich versteh was du meinst. was mich an deinem Beitrag grad mehr beschäftigt ist die Frage ob mir das reicht wenn es "einfach anders" schmeckt. ehrlich gesagt - ja, wahrscheinlich schon. ich bin kein Gourmet der drei Stunden über Geschmacksnuancen redet. wenn das Zeug auf dem Brot nicht störend ist, is gut. wenn es gut ist, noch besser. mehr erwarte ich nicht. aber jetzt fällt mir was auf was ich noch nie gefragt hab - meine Frau riecht täglich dran, probiert alle zwei Tage. ich hab das Glas die ganze Zeit beobachtet wie so ein Verdächtiger. und mir ist erst jetzt aufgegangen dass da oben so eine Schicht ist, sowas leicht weißliches am Rand. ich hab das meiner Frau gezeigt und sie hat gesagt das ist normal, das kommt von der Salzlake. ich weiß nicht ob ich ihr da einfach glauben soll. das sieht für mich aus wie wenn irgendwas nicht stimmt. bei nem Kabel das komisch aussieht fass ich auch nicht einfach ran. hat da jemand Erfahrung mit. weil wenn das Schimmel ist will ich das wissen bevor wir morgen davon essen.
Zitat von gg1987 am August 7, 2026, 08:37 Uhr@ms_77 das mit der weißlichen Schicht - ja das ist völlig normal deine Frau hat recht. Das ist Kahm, klingt fancy aber ist einfach nur oberflächlicher Hefepilz, entsteht bei Fermentation an der Luft. Schmimmel würde anders aussehen, eher grünlich oder schwarz und du würdest das riechen, glaub mir. Bei Kahm kannst du die Schicht einfach abschöpfen und gut ist. passiert mir auch immer wieder beim Sauerkraut machen. Aber was mich grad beschäftigt ist was du vorhin geschrieben hast - dass du die ganze Zeit beobachtest wie so ein Verdächtiger. Moin das ist ja fast ein bisschen lustig wenn man's von außen sieht. Dein Gehirn wartet auf ein Problem obwohl keins da ist. Das kenn ich von mir selbst eigentlich auch, wenn irgendwas neu ist dann guck ich ständig hin ob alles okay ist, statt es einfach machen zu lassen. Die echte Frage ist doch eher - wann probiert ihr denn jetzt. Weil nach fünf Tagen ist das glaub ich noch nicht wirklich fertig wenn deine Frau das gescheit machen will. Ich würde sagen mindestens eine Woche, eher zehn Tage. Und dann ist die Sache mit dem Aufschreiben echt Gold - nicht nur wann ihr probiert, sondern auch wie lange es dann wirklich dauerte bis es euch geschmeckt hat. Dann wisst ihr beim nächsten Glas bescheid statt wieder von vorne anzufangen.
@ms_77 das mit der weißlichen Schicht - ja das ist völlig normal deine Frau hat recht. Das ist Kahm, klingt fancy aber ist einfach nur oberflächlicher Hefepilz, entsteht bei Fermentation an der Luft. Schmimmel würde anders aussehen, eher grünlich oder schwarz und du würdest das riechen, glaub mir. Bei Kahm kannst du die Schicht einfach abschöpfen und gut ist. passiert mir auch immer wieder beim Sauerkraut machen. Aber was mich grad beschäftigt ist was du vorhin geschrieben hast - dass du die ganze Zeit beobachtest wie so ein Verdächtiger. Moin das ist ja fast ein bisschen lustig wenn man's von außen sieht. Dein Gehirn wartet auf ein Problem obwohl keins da ist. Das kenn ich von mir selbst eigentlich auch, wenn irgendwas neu ist dann guck ich ständig hin ob alles okay ist, statt es einfach machen zu lassen. Die echte Frage ist doch eher - wann probiert ihr denn jetzt. Weil nach fünf Tagen ist das glaub ich noch nicht wirklich fertig wenn deine Frau das gescheit machen will. Ich würde sagen mindestens eine Woche, eher zehn Tage. Und dann ist die Sache mit dem Aufschreiben echt Gold - nicht nur wann ihr probiert, sondern auch wie lange es dann wirklich dauerte bis es euch geschmeckt hat. Dann wisst ihr beim nächsten Glas bescheid statt wieder von vorne anzufangen.
Zitat von ms_77 am August 7, 2026, 09:09 Uhr@gg1987
Zitat von gg1987Kahm klingt fancy aber ist einfach nur oberflächlicher Hefepilz
okay das beruhigt mich ehrlich gesagt. nicht weil ich jetzt plötzlich Vertrauen in Gärprozesse habe aber wenn das ein bekanntes Ding ist das beim Sauerkraut auch passiert, dann ist das immerhin kein Einzelphänomen bei uns. meine Frau hat übrigens auch genau das gesagt - abschöpfen, fertig. sie war deutlich entspannter als ich. aber zehn Tage. das ist mehr als ich dachte. das Glas steht morgen seit sechs Tagen. also nochmal vier Tage warten mindestens. ich hab ihr das gerade gesagt und sie hat genickt kein Drama. ich frag mich jetzt ob die Rote Beete da drin überhaupt noch aussieht wie Rote Beete nach zehn Tagen oder ob das dann irgendwie matschig wird. weil das Vakuumzeug aus dem Supermarkt ist ja auch schon so eine seltsame Konsistenz, so halb weich, das mag ich nicht besonders. wenn das fermentierte Endprodukt noch schlapper wird dann kann ich mir schon denken was ich davon halte. das ist eigentlich meine nächste Frage die ich hier noch nie gestellt hab - verändert sich die Textur da drin nennenswert oder bleibt das bißfest. weil auf Brot will ich kein Mus.
Zitat von gg1987Kahm klingt fancy aber ist einfach nur oberflächlicher Hefepilz
okay das beruhigt mich ehrlich gesagt. nicht weil ich jetzt plötzlich Vertrauen in Gärprozesse habe aber wenn das ein bekanntes Ding ist das beim Sauerkraut auch passiert, dann ist das immerhin kein Einzelphänomen bei uns. meine Frau hat übrigens auch genau das gesagt - abschöpfen, fertig. sie war deutlich entspannter als ich. aber zehn Tage. das ist mehr als ich dachte. das Glas steht morgen seit sechs Tagen. also nochmal vier Tage warten mindestens. ich hab ihr das gerade gesagt und sie hat genickt kein Drama. ich frag mich jetzt ob die Rote Beete da drin überhaupt noch aussieht wie Rote Beete nach zehn Tagen oder ob das dann irgendwie matschig wird. weil das Vakuumzeug aus dem Supermarkt ist ja auch schon so eine seltsame Konsistenz, so halb weich, das mag ich nicht besonders. wenn das fermentierte Endprodukt noch schlapper wird dann kann ich mir schon denken was ich davon halte. das ist eigentlich meine nächste Frage die ich hier noch nie gestellt hab - verändert sich die Textur da drin nennenswert oder bleibt das bißfest. weil auf Brot will ich kein Mus.
Zitat von leni_k am August 7, 2026, 14:24 Uhr@ms_77 die Textur-Frage ist tatsächlich interessant weil ich da selbst mal nachgeschaut hab - nicht wegen Fermentieren sondern weil ich Rote Beete roh in Salate schneide und mich interessiert hat wie lange die bissfest bleibt. und was ich so gelesen hab: beim Fermentieren verliert das Gemüse schon etwas von der Festigkeit aber es wird nicht matschig wenn man die Scheiben nicht zu dünn schneidet. die Salzlake zieht rein aber baut nicht ab wie Hitze das macht. also eher so - leicht nachgebend aber noch mit Struktur. ob das dann auf Brot passt oder nicht hängt wahrscheinlich auch davon ab wie dünn deine Frau die Scheiben geschnitten hat bevor sie das Glas angesetzt hat. was mich bei deinem ganzen Thread ehrlich gesagt am meisten beschäftigt: du hast jetzt fünf Tage lang Skepsis betrieben und bist trotzdem dabei geblieben. das ist eigentlich das interessanteste an der Geschichte. nicht das Glas. Zitat von ms_77wenn das fermentierte Endprodukt noch schlapper wird dann kann ich mir schon denken was ich davon halte
ich würd einfach mal probieren bevor du das Urteil fällst. weil "Mus" und "leicht weich" sind halt zwei verschiedene Welten und du weißt ja noch nicht wo dein Glas landet. deine Frau klingt so als hätte sie das ganz gut im Griff ehrlich gesagt. Edit: kleine Ergänzung - wenn du dann probierst, vielleicht auch mal auf den Geschmack achten. bei Fermentation entwickelt sich oft noch was Neues, was bei frisch eingelegtem Gemüse gar nicht da ist. könnte ja sein dass es dir geschmacklich besser gefällt als du erwartest.
@ms_77 die Textur-Frage ist tatsächlich interessant weil ich da selbst mal nachgeschaut hab - nicht wegen Fermentieren sondern weil ich Rote Beete roh in Salate schneide und mich interessiert hat wie lange die bissfest bleibt. und was ich so gelesen hab: beim Fermentieren verliert das Gemüse schon etwas von der Festigkeit aber es wird nicht matschig wenn man die Scheiben nicht zu dünn schneidet. die Salzlake zieht rein aber baut nicht ab wie Hitze das macht. also eher so - leicht nachgebend aber noch mit Struktur. ob das dann auf Brot passt oder nicht hängt wahrscheinlich auch davon ab wie dünn deine Frau die Scheiben geschnitten hat bevor sie das Glas angesetzt hat. was mich bei deinem ganzen Thread ehrlich gesagt am meisten beschäftigt: du hast jetzt fünf Tage lang Skepsis betrieben und bist trotzdem dabei geblieben. das ist eigentlich das interessanteste an der Geschichte. nicht das Glas. Zitat von ms_77wenn das fermentierte Endprodukt noch schlapper wird dann kann ich mir schon denken was ich davon halte
ich würd einfach mal probieren bevor du das Urteil fällst. weil "Mus" und "leicht weich" sind halt zwei verschiedene Welten und du weißt ja noch nicht wo dein Glas landet. deine Frau klingt so als hätte sie das ganz gut im Griff ehrlich gesagt. Edit: kleine Ergänzung - wenn du dann probierst, vielleicht auch mal auf den Geschmack achten. bei Fermentation entwickelt sich oft noch was Neues, was bei frisch eingelegtem Gemüse gar nicht da ist. könnte ja sein dass es dir geschmacklich besser gefällt als du erwartest.
Zitat von ms_77 am August 8, 2026, 01:34 UhrZitat von derbärdie Säure weicher ist - nicht so ein harter Essigstoß sondern mehr so ein langgezogenes Säuerliches
das hab ich jetzt nochmal gelesen und ich glaub das trifft eigentlich den Punkt warum mich das Glas doch nicht völlig kaltlässt. meine Oma ihre Variante war gut aber der Essiggeschmack hat alles andere erschlagen. auf dem Brot hat man hauptsächlich Essig geschmeckt, der Rest war Dekoration. @leni_k die Sache mit der Scheibendicke - das weiß ich tatsächlich nicht. ich hab nicht zugeschaut wie sie das angesetzt hat. das ist wohl auch so ein Punkt wo ich hätte fragen können statt nur zuzugucken wie das Glas auf der Fensterbank steht. was mich jetzt aber grad beschäftigt und was hier noch keiner angesprochen hat: wir haben da jetzt fast zehn Tage Rote Beete gebunden. ein Glas. wenn das am Ende nicht schmeckt oder die Konsistenz falsch ist, dann ist das halt so, kein großer Schaden. aber meine Frau überlegt schon ob sie im Herbst mehrere Gläser macht, so wie damals mit dem Essig-Schwung. und da wird die Rechnung eine andere. weil wenn du fünf Gläser ansetzt und alle werden irgendwie anders weil du kein klares Zielrezept hast, dann hast du fünf Experimente und keine Vorratshaltung. das ist ein Unterschied. ich hab ihr das heute mittag gesagt und sie meinte ich soll erstmal abwarten bis das erste Glas fertig ist. was natürlich stimmt. aber ich denk halt schon weiter.
Zitat von derbärdie Säure weicher ist - nicht so ein harter Essigstoß sondern mehr so ein langgezogenes Säuerliches
das hab ich jetzt nochmal gelesen und ich glaub das trifft eigentlich den Punkt warum mich das Glas doch nicht völlig kaltlässt. meine Oma ihre Variante war gut aber der Essiggeschmack hat alles andere erschlagen. auf dem Brot hat man hauptsächlich Essig geschmeckt, der Rest war Dekoration. @leni_k die Sache mit der Scheibendicke - das weiß ich tatsächlich nicht. ich hab nicht zugeschaut wie sie das angesetzt hat. das ist wohl auch so ein Punkt wo ich hätte fragen können statt nur zuzugucken wie das Glas auf der Fensterbank steht. was mich jetzt aber grad beschäftigt und was hier noch keiner angesprochen hat: wir haben da jetzt fast zehn Tage Rote Beete gebunden. ein Glas. wenn das am Ende nicht schmeckt oder die Konsistenz falsch ist, dann ist das halt so, kein großer Schaden. aber meine Frau überlegt schon ob sie im Herbst mehrere Gläser macht, so wie damals mit dem Essig-Schwung. und da wird die Rechnung eine andere. weil wenn du fünf Gläser ansetzt und alle werden irgendwie anders weil du kein klares Zielrezept hast, dann hast du fünf Experimente und keine Vorratshaltung. das ist ein Unterschied. ich hab ihr das heute mittag gesagt und sie meinte ich soll erstmal abwarten bis das erste Glas fertig ist. was natürlich stimmt. aber ich denk halt schon weiter.
Zitat von elvira_k am August 8, 2026, 07:48 Uhr@ms_77 ich muss ehrlich sagen, deine Überlegung mit den fünf Gläsern im Herbst - das ist genau das Denken das mich selbst interessiert hat. Bei mir im Garten habe ich ja auch schon überlegt ob ich Rote Beete fermentieren soll statt nur einzukochen wie immer, und ich bin zu dem gleichen Punkt gekommen wie du: was bringt mir das wenn ich am Ende fünf verschiedene Ergebnisse habe statt eine verlässliche Methode. Aber ich glaube da verwechselst du gerade zwei Sachen. Die Essig-Variante deiner Oma - die war auch nicht beim ersten Mal perfekt. Das ist nur nicht aufgefallen, weil es Essig war und Essig schmeckt halt immer nach Essig. Beim Fermentieren merkst du die Unterschiede eben deutlicher, weil der Prozess sensibler ist. Das heißt aber nicht dass es unkontrollierbar ist. Was deine Frau macht mit dem Probieren alle zwei Tage - das ist eigentlich das richtige Vorgehen. Sie baut sich da eine Intuition auf, und beim zweiten oder dritten Glas weiß sie dann schon besser woran sie den richtigen Punkt erkennt. Das ist kein Chaos, das ist Lernen.
Zitat von ms_77dann hast du fünf Experimente und keine Vorratshaltung
- ja, aber nur beim ersten Mal. Mein Hausarzt hat mir ja geraten mehr Rote Beete zu essen, und ich habe da gute Erfahrungen gemacht damit dass ich erst klein anfange und dann vergrößere wenn ich weiß wie es geht. Bei dir könnte es ähnlich sein - ein Glas diesen Herbst, fertig dokumentiert wie du das mit deiner Frau abgesprochen hast, und nächstes Jahr dann der Schwung wenn klar ist wie lange es dauert und woran man merkt dass es stimmt.
@ms_77 ich muss ehrlich sagen, deine Überlegung mit den fünf Gläsern im Herbst - das ist genau das Denken das mich selbst interessiert hat. Bei mir im Garten habe ich ja auch schon überlegt ob ich Rote Beete fermentieren soll statt nur einzukochen wie immer, und ich bin zu dem gleichen Punkt gekommen wie du: was bringt mir das wenn ich am Ende fünf verschiedene Ergebnisse habe statt eine verlässliche Methode. Aber ich glaube da verwechselst du gerade zwei Sachen. Die Essig-Variante deiner Oma - die war auch nicht beim ersten Mal perfekt. Das ist nur nicht aufgefallen, weil es Essig war und Essig schmeckt halt immer nach Essig. Beim Fermentieren merkst du die Unterschiede eben deutlicher, weil der Prozess sensibler ist. Das heißt aber nicht dass es unkontrollierbar ist. Was deine Frau macht mit dem Probieren alle zwei Tage - das ist eigentlich das richtige Vorgehen. Sie baut sich da eine Intuition auf, und beim zweiten oder dritten Glas weiß sie dann schon besser woran sie den richtigen Punkt erkennt. Das ist kein Chaos, das ist Lernen.
Zitat von ms_77dann hast du fünf Experimente und keine Vorratshaltung
- ja, aber nur beim ersten Mal. Mein Hausarzt hat mir ja geraten mehr Rote Beete zu essen, und ich habe da gute Erfahrungen gemacht damit dass ich erst klein anfange und dann vergrößere wenn ich weiß wie es geht. Bei dir könnte es ähnlich sein - ein Glas diesen Herbst, fertig dokumentiert wie du das mit deiner Frau abgesprochen hast, und nächstes Jahr dann der Schwung wenn klar ist wie lange es dauert und woran man merkt dass es stimmt.
Zitat von derbär am August 9, 2026, 03:54 UhrZitat von ms_77dann hast du fünf Experimente und keine Vorratshaltung
@ms_77 das versteh ich total - aber @elvira_k hat da eigentlich recht. du denkst gerade in Serienproduktion obwohl ihr noch nicht mal das erste Stück probiert habt. das ist so als würd ich ne neue Sicherungsanlage auf Anhieb in zwanzig Häusern einbauen wollen bevor ich einmal gecheckt hab ob die Schaltung stimmt. macht man nicht. was mich bei dem ganzen Thread grad aber wirklich beschäftigt - nicht das Glas, nicht die Konsistenz, nicht mal der Geschmack - sondern dass hier niemand gefragt hat ob deine Frau das überhaupt alleine rauskriegen soll. ich mein - du dokumentierst, du fragst nach, du beobachtest die Fensterbank. aber hast du ihr eigentlich mal angeboten direkt daneben zu stehen wenn sie das erste Mal wirklich probiert. nicht als Skeptiker sondern einfach dabei sein. weiß nicht warum mich das grad beschäftigt. vielleicht weil ich bei sowas selbst oft zu sehr von außen schau statt einfach mitzumachen.
--
Schaltwerk ölen ist auch Ernährung.
Zitat von ms_77dann hast du fünf Experimente und keine Vorratshaltung
@ms_77 das versteh ich total - aber @elvira_k hat da eigentlich recht. du denkst gerade in Serienproduktion obwohl ihr noch nicht mal das erste Stück probiert habt. das ist so als würd ich ne neue Sicherungsanlage auf Anhieb in zwanzig Häusern einbauen wollen bevor ich einmal gecheckt hab ob die Schaltung stimmt. macht man nicht. was mich bei dem ganzen Thread grad aber wirklich beschäftigt - nicht das Glas, nicht die Konsistenz, nicht mal der Geschmack - sondern dass hier niemand gefragt hat ob deine Frau das überhaupt alleine rauskriegen soll. ich mein - du dokumentierst, du fragst nach, du beobachtest die Fensterbank. aber hast du ihr eigentlich mal angeboten direkt daneben zu stehen wenn sie das erste Mal wirklich probiert. nicht als Skeptiker sondern einfach dabei sein. weiß nicht warum mich das grad beschäftigt. vielleicht weil ich bei sowas selbst oft zu sehr von außen schau statt einfach mitzumachen.
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Schaltwerk ölen ist auch Ernährung.
Zitat von elvira_k am August 9, 2026, 06:47 Uhr@derbär das was du da gerade geschrieben hast, das trifft einen Punkt den ich selbst bei mir beobachte. Ich bin Witwe, ich koche viel alleine, und manchmal merke ich dass ich über Dinge nachdenke statt sie einfach zu machen oder mit jemandem zusammen zu machen. Das ist dann eher eine mentale Gewohnheit als dass es praktisch nötig wäre. Was mich bei deinem Beitrag aber interessiert - du sprichst davon dass ms_77 vielleicht einfach dabei sein sollte wenn die Frau probiert. Das ist keine kleine Sache, finde ich. Weil genau in dem Moment passiert etwas anderes als nur ein Glas auswerten. Es wird zur gemeinsamen Erfahrung statt zum Einzelexperiment. Und wenn es dann schmeckt - oder auch nicht - dann haben beide den gleichen Eindruck statt dass einer hinterher berichtet und der andere das zweite Mal erlebt.
Zitat von derbärhast du ihr eigentlich mal angeboten direkt daneben zu stehen wenn sie das erste Mal wirklich probiert
- das würde ich gerne wissen. Weil mein Gefühl ist dass ms_77 da durchaus bereit wäre, nur hat das vielleicht noch keiner so formuliert. Er dokumentiert ja schon, das ist mehr als skeptisch sein. Ob das Fermentieren am Ende klappt oder nicht - das ist fast zweitrangig. Aber wie man damit umgeht, wer dabei ist, das prägt dann auch die nächsten Gläser im Herbst.
@derbär das was du da gerade geschrieben hast, das trifft einen Punkt den ich selbst bei mir beobachte. Ich bin Witwe, ich koche viel alleine, und manchmal merke ich dass ich über Dinge nachdenke statt sie einfach zu machen oder mit jemandem zusammen zu machen. Das ist dann eher eine mentale Gewohnheit als dass es praktisch nötig wäre. Was mich bei deinem Beitrag aber interessiert - du sprichst davon dass ms_77 vielleicht einfach dabei sein sollte wenn die Frau probiert. Das ist keine kleine Sache, finde ich. Weil genau in dem Moment passiert etwas anderes als nur ein Glas auswerten. Es wird zur gemeinsamen Erfahrung statt zum Einzelexperiment. Und wenn es dann schmeckt - oder auch nicht - dann haben beide den gleichen Eindruck statt dass einer hinterher berichtet und der andere das zweite Mal erlebt.
Zitat von derbärhast du ihr eigentlich mal angeboten direkt daneben zu stehen wenn sie das erste Mal wirklich probiert
- das würde ich gerne wissen. Weil mein Gefühl ist dass ms_77 da durchaus bereit wäre, nur hat das vielleicht noch keiner so formuliert. Er dokumentiert ja schon, das ist mehr als skeptisch sein. Ob das Fermentieren am Ende klappt oder nicht - das ist fast zweitrangig. Aber wie man damit umgeht, wer dabei ist, das prägt dann auch die nächsten Gläser im Herbst.