Rote Beete fermentieren - lohnt der Aufwand überhaupt?
Zitat von ms_77 am August 6, 2026, 08:15 Uhrmeine Frau hat jetzt angefangen sich mit Fermentieren zu beschäftigen. irgendwo hat sie das aufgeschnappt, ich glaub in so einem dieser Youtube-Videos die man sich lieber nicht anschaut wenn man schon skeptisch ist. jedenfalls steht da jetzt ein Glas auf der Fensterbank, Rote Beete mit Salz und Wasser drin, und ich soll da erstmal nicht ranfassen. gut. ich fass da nicht ran. aber ich versteh den Sinn nicht. das Zeug steht da tagelang rum und soll besser werden davon. ich bin Elektriker - wenn ich was einbaue dann funktioniert das danach nicht nach einer Woche Rumstehen auf der Fensterbank. so arbeite ich nicht und das leuchtet mir bei Essen auch nicht ein. sie sagt der Geschmack wird anders. weniger erdig mehr säuerlich. und irgendwas mit Bakterien die gut sein sollen. ich hab dann gefragt ob sie sicher ist dass die Bakterien auch die richtigen sind weil schlechte gibt es ja auch und da hat sie geschaut als wär ich das Problem. hat hier jemand das wirklich selbst gemacht und kann sagen ob da was dran ist. nicht mit irgendwelchen Kapseln oder sowas - das ist doch Quatsch und für sowas hab ich kein Geld übrig. ich mein das rein praktisch. schmeckt das am Ende wirklich anders als normale eingelegte Rote Beete mit Essig, so wie meine Oma das gemacht hat. oder ist das nur ein anderer Name für dasselbe Zeug damit man sich moderner vorkommt. weil die Essigsache kenn ich - das macht man einfach, hält sich, schmeckt. das hier sieht aus wie ein Schulexperiment und riecht nach zwei Tagen schon komisch.
meine Frau hat jetzt angefangen sich mit Fermentieren zu beschäftigen. irgendwo hat sie das aufgeschnappt, ich glaub in so einem dieser Youtube-Videos die man sich lieber nicht anschaut wenn man schon skeptisch ist. jedenfalls steht da jetzt ein Glas auf der Fensterbank, Rote Beete mit Salz und Wasser drin, und ich soll da erstmal nicht ranfassen. gut. ich fass da nicht ran. aber ich versteh den Sinn nicht. das Zeug steht da tagelang rum und soll besser werden davon. ich bin Elektriker - wenn ich was einbaue dann funktioniert das danach nicht nach einer Woche Rumstehen auf der Fensterbank. so arbeite ich nicht und das leuchtet mir bei Essen auch nicht ein. sie sagt der Geschmack wird anders. weniger erdig mehr säuerlich. und irgendwas mit Bakterien die gut sein sollen. ich hab dann gefragt ob sie sicher ist dass die Bakterien auch die richtigen sind weil schlechte gibt es ja auch und da hat sie geschaut als wär ich das Problem. hat hier jemand das wirklich selbst gemacht und kann sagen ob da was dran ist. nicht mit irgendwelchen Kapseln oder sowas - das ist doch Quatsch und für sowas hab ich kein Geld übrig. ich mein das rein praktisch. schmeckt das am Ende wirklich anders als normale eingelegte Rote Beete mit Essig, so wie meine Oma das gemacht hat. oder ist das nur ein anderer Name für dasselbe Zeug damit man sich moderner vorkommt. weil die Essigsache kenn ich - das macht man einfach, hält sich, schmeckt. das hier sieht aus wie ein Schulexperiment und riecht nach zwei Tagen schon komisch.
Zitat von leni_bk am August 6, 2026, 21:45 Uhrhaha @ms_77 ich muss ehrlich sagen dein Vergleich mit den Kabeln hat mir gerade den Tag gerettet. aber genau da liegt wahrscheinlich der Knackpunkt - Fermentieren ist halt nicht dasselbe wie etwas einbauen. es passiert was aber nicht weil du was machst, sondern weil die Bakterien was machen. das ist irgendwie ein anderes Denken. meine Mutter hat mir letztens auch so ein Glas gegeben und ich war genauso skeptisch wie dein Mann. aber ich hab dann mal nachgefragt bei einer Kollegin die sich damit auskennt, und die hat gesagt - der Unterschied zu Essig-eingelegtem ist tatsächlich der Säuerungsprozess. bei Essig packst du einfach Säure rein fertig. beim Fermentieren bauen die Bakterien die Säure selbst auf und das soll den Geschmack irgendwie komplexer machen. ob das jetzt wirklich so krass anders schmeckt... weiß ich nicht ob das stimmt, aber das Zeug hält sich angeblich länger und soll auch leichter verdaulich sein. das Riechen nach zwei Tagen - glaub das ist normal. es riecht echt komisch aber das ist wahrscheinlich so wie es sein soll? ich hab mein Glas nach einer Woche probiert und... naja es war säuerlich und irgendwie interessant aber nicht so der Wow-Effekt. kann auch sein dass ich es falsch gemacht hab. vielleicht fragt deine Frau einfach nochmal nach wie lange es genau dauert bis man probieren sollte. weil eine Woche blind rumstehen lassen ist natürlich auch nicht ideal wenn man nicht weiß worauf man wartet
haha @ms_77 ich muss ehrlich sagen dein Vergleich mit den Kabeln hat mir gerade den Tag gerettet. aber genau da liegt wahrscheinlich der Knackpunkt - Fermentieren ist halt nicht dasselbe wie etwas einbauen. es passiert was aber nicht weil du was machst, sondern weil die Bakterien was machen. das ist irgendwie ein anderes Denken. meine Mutter hat mir letztens auch so ein Glas gegeben und ich war genauso skeptisch wie dein Mann. aber ich hab dann mal nachgefragt bei einer Kollegin die sich damit auskennt, und die hat gesagt - der Unterschied zu Essig-eingelegtem ist tatsächlich der Säuerungsprozess. bei Essig packst du einfach Säure rein fertig. beim Fermentieren bauen die Bakterien die Säure selbst auf und das soll den Geschmack irgendwie komplexer machen. ob das jetzt wirklich so krass anders schmeckt... weiß ich nicht ob das stimmt, aber das Zeug hält sich angeblich länger und soll auch leichter verdaulich sein. das Riechen nach zwei Tagen - glaub das ist normal. es riecht echt komisch aber das ist wahrscheinlich so wie es sein soll? ich hab mein Glas nach einer Woche probiert und... naja es war säuerlich und irgendwie interessant aber nicht so der Wow-Effekt. kann auch sein dass ich es falsch gemacht hab. vielleicht fragt deine Frau einfach nochmal nach wie lange es genau dauert bis man probieren sollte. weil eine Woche blind rumstehen lassen ist natürlich auch nicht ideal wenn man nicht weiß worauf man wartet
Zitat von ms_77 am August 6, 2026, 22:04 Uhr@leni_bk
Zitat von leni_bkdie Bakterien bauen die Säure selbst auf
okay das hab ich jetzt meiner Frau vorgelesen und die hat genickt als wäre das irgendwie Bestätigung. ich versteh den Unterschied schon - selbst produzierte Säure gegen zugekippte. technisch macht das Sinn. aber ob das am Ende im Mund irgendwie besser ist, da bin ich noch nicht überzeugt. was mich eigentlich interessiert: du sagst dein Glas hat nach einer Woche irgendwie interessant geschmeckt. was heißt interessant. das ist so eine Antwort die alles und nichts bedeutet. ich frag weil meine Frau sagt sie weiss auch nicht genau wann das Ding "fertig" ist. das Glas steht jetzt seit vier Tagen da. sie riecht täglich dran. ich nicht - freiwillig jedenfalls nicht. aber gestern hab ich kurz mitgerochen weil sie es mir dirket hingehalten hat und da muss ich sagen - es roch nicht schlecht. anders. so ein bisschen wie wenn Brot sauer wird, so in die Richtung. das macht mich ehrlich gesagt ein bischen neugieriger als ich zugeben will. nicht wegen der Gesundheits-Sache die überall erzählt wird, das is mir schnuppe. aber der Geschmack-Unterschied zu Ommas Essig-Variante - das würd ich schon wissen wollen. rein praktisch.
Zitat von leni_bkdie Bakterien bauen die Säure selbst auf
okay das hab ich jetzt meiner Frau vorgelesen und die hat genickt als wäre das irgendwie Bestätigung. ich versteh den Unterschied schon - selbst produzierte Säure gegen zugekippte. technisch macht das Sinn. aber ob das am Ende im Mund irgendwie besser ist, da bin ich noch nicht überzeugt. was mich eigentlich interessiert: du sagst dein Glas hat nach einer Woche irgendwie interessant geschmeckt. was heißt interessant. das ist so eine Antwort die alles und nichts bedeutet. ich frag weil meine Frau sagt sie weiss auch nicht genau wann das Ding "fertig" ist. das Glas steht jetzt seit vier Tagen da. sie riecht täglich dran. ich nicht - freiwillig jedenfalls nicht. aber gestern hab ich kurz mitgerochen weil sie es mir dirket hingehalten hat und da muss ich sagen - es roch nicht schlecht. anders. so ein bisschen wie wenn Brot sauer wird, so in die Richtung. das macht mich ehrlich gesagt ein bischen neugieriger als ich zugeben will. nicht wegen der Gesundheits-Sache die überall erzählt wird, das is mir schnuppe. aber der Geschmack-Unterschied zu Ommas Essig-Variante - das würd ich schon wissen wollen. rein praktisch.
Zitat von leni_bk am August 6, 2026, 22:21 Uhrhaha @ms_77 jetzt bin ich irgendwie auch neugierig geworden, ob deine Frau das wirklich zu Ende bringt oder ob das Glas irgendwann einfach vergessen wird. aber das mit dem Brot-Geruch - das ist genau das was ich mein! also bei mir hat es auch so gerochen und das war eigentlich... naja beruhigend? weil ich dachte erst es läuft schief aber dann hab ich gelesen dass dieser säuerliche Duft halt genau das Zeichen ist dass es funktioniert. was mich selbst bei meinem Glas verwirrt hat - ich hatte danach irgendwie weniger Lust drauf als ich gedacht hätte. nicht weil es schlecht war, sondern weil es so anders ist. meine Oma hätte das wahrscheinlich auch gemacht aber halt mit der Essig-Variante und gut. bei mir war es dann eher so - okay interessant, aber jetzt? ess ich das zu was oder stelle ich das wieder weg. und da glaub ich liegt der Knackpunkt den deine Frau vielleicht auch noch merken wird. Fermentieren ist nicht nur die Frage ob es schmeckt, sondern auch ob man wirklich Lust drauf hat es zu essen. weil normale eingelegte Rote Beete passt einfach zu vielem - Salat, Brot, Käse. bei der fermentierten bin ich mir immer noch nicht sicher wo die hingehört. hast du deine Frau schon gefragt was sie damit anfangen will wenn es fertig ist?
haha @ms_77 jetzt bin ich irgendwie auch neugierig geworden, ob deine Frau das wirklich zu Ende bringt oder ob das Glas irgendwann einfach vergessen wird. aber das mit dem Brot-Geruch - das ist genau das was ich mein! also bei mir hat es auch so gerochen und das war eigentlich... naja beruhigend? weil ich dachte erst es läuft schief aber dann hab ich gelesen dass dieser säuerliche Duft halt genau das Zeichen ist dass es funktioniert. was mich selbst bei meinem Glas verwirrt hat - ich hatte danach irgendwie weniger Lust drauf als ich gedacht hätte. nicht weil es schlecht war, sondern weil es so anders ist. meine Oma hätte das wahrscheinlich auch gemacht aber halt mit der Essig-Variante und gut. bei mir war es dann eher so - okay interessant, aber jetzt? ess ich das zu was oder stelle ich das wieder weg. und da glaub ich liegt der Knackpunkt den deine Frau vielleicht auch noch merken wird. Fermentieren ist nicht nur die Frage ob es schmeckt, sondern auch ob man wirklich Lust drauf hat es zu essen. weil normale eingelegte Rote Beete passt einfach zu vielem - Salat, Brot, Käse. bei der fermentierten bin ich mir immer noch nicht sicher wo die hingehört. hast du deine Frau schon gefragt was sie damit anfangen will wenn es fertig ist?
Zitat von ms_77 am August 6, 2026, 22:50 Uhr@leni_bk
Zitat von leni_bkhast du deine Frau schon gefragt was sie damit anfangen will wenn es fertig ist
hab ich jetzt tatsächlich gefragt. und sie hat gesagt - auf Brot. mit Ziegenfrischkäse. das klingt erstmal nicht schlecht, muss ich sagen. die Essig-Variante von meiner Oma kam auch immer auf Brot, meistens mit irgendwas Fettigem dazu. Schmalz oder Käse. also das wäre keine komplette Neuerung. aber deine Frage hat mich grad auf was gebracht was ich vorher gar nicht bedacht hab. die Essig-Sache hält sich bei uns monatelang im Keller. meine Frau macht da einmal im Herbst einen ganzen Schwung, und dann ist Ruhe bis zum nächsten Jahr. wie lang hält das fermentierte Zeug eigentlich. weil wenn ich nach zwei Wochen wieder ein neues Glas ansetzen muss dann ist das aufwandsmäßig eine ganz andere Rechnung. das würd mich schon interessieren. nicht weil ich jetzt plötzlich Fan werde - aber wenn man was macht dann soll sich das auch lohnen. meine Frau weiß das übrigens auch nicht genau. sie hat gegoogelt aber unterschiedliche Angaben gefunden, von zwei Wochen bis "mehrere Monate im Kühlschrank". das ist so eine Spannbreite dass ich damit nix anfangen kann. klingt nach nem Thema wo jeder was anderes behauptet.
Zitat von leni_bkhast du deine Frau schon gefragt was sie damit anfangen will wenn es fertig ist
hab ich jetzt tatsächlich gefragt. und sie hat gesagt - auf Brot. mit Ziegenfrischkäse. das klingt erstmal nicht schlecht, muss ich sagen. die Essig-Variante von meiner Oma kam auch immer auf Brot, meistens mit irgendwas Fettigem dazu. Schmalz oder Käse. also das wäre keine komplette Neuerung. aber deine Frage hat mich grad auf was gebracht was ich vorher gar nicht bedacht hab. die Essig-Sache hält sich bei uns monatelang im Keller. meine Frau macht da einmal im Herbst einen ganzen Schwung, und dann ist Ruhe bis zum nächsten Jahr. wie lang hält das fermentierte Zeug eigentlich. weil wenn ich nach zwei Wochen wieder ein neues Glas ansetzen muss dann ist das aufwandsmäßig eine ganz andere Rechnung. das würd mich schon interessieren. nicht weil ich jetzt plötzlich Fan werde - aber wenn man was macht dann soll sich das auch lohnen. meine Frau weiß das übrigens auch nicht genau. sie hat gegoogelt aber unterschiedliche Angaben gefunden, von zwei Wochen bis "mehrere Monate im Kühlschrank". das ist so eine Spannbreite dass ich damit nix anfangen kann. klingt nach nem Thema wo jeder was anderes behauptet.
Zitat von k_meier am August 7, 2026, 01:36 Uhrdie Haltbarkeitsfrage interessiert mich auch, @ms_77. ich hab letztens mal ein Glas fermentierte Rote Beete im Kühlschrank gehabt - von einer Freundin mitgebracht - und das stand da ehrlich gesagt fast sechs Wochen, weil ich nie so richtig wusste wozu ich es essen soll. am Ende hab ich es weggeworfen, nicht weil es schlecht roch, sondern weil ich einfach vergessen hab dranzugehen. das ist glaub ich das eigentliche Problem bei dem Zeug. wenn man nicht von vornherein weiß wie man es einbaut, steht es rum.
Zitat von ms_77von zwei Wochen bis mehrere Monate im Kühlschrank
ja das kenn ich auch, diese riesigen Spannen die man online findet. mich wundert da immer, ob das davon abhängt wie stark fermentiert es ist, also ob man es kürzer oder länger hat stehen lassen. weil das Saure wahrscheinlich mehr Schutz gibt als wenn es erst ein paar Tage angesetzt hat. aber ich bin da wirklich keine Expertin. was deine Frau mit Ziegenfrischkäse auf Brot vorhat klingt eigentlich gut. ich hätte spontan auch eher Angst dass der säuerliche Geschmack zu dominant ist für so ein Brot-Käse-Kombi, aber vielleicht ist das genau der Punkt. hat das jemand schon so gegessen und kann sagen ob das nicht zu viel auf einmal ist?
die Haltbarkeitsfrage interessiert mich auch, @ms_77. ich hab letztens mal ein Glas fermentierte Rote Beete im Kühlschrank gehabt - von einer Freundin mitgebracht - und das stand da ehrlich gesagt fast sechs Wochen, weil ich nie so richtig wusste wozu ich es essen soll. am Ende hab ich es weggeworfen, nicht weil es schlecht roch, sondern weil ich einfach vergessen hab dranzugehen. das ist glaub ich das eigentliche Problem bei dem Zeug. wenn man nicht von vornherein weiß wie man es einbaut, steht es rum.
Zitat von ms_77von zwei Wochen bis mehrere Monate im Kühlschrank
ja das kenn ich auch, diese riesigen Spannen die man online findet. mich wundert da immer, ob das davon abhängt wie stark fermentiert es ist, also ob man es kürzer oder länger hat stehen lassen. weil das Saure wahrscheinlich mehr Schutz gibt als wenn es erst ein paar Tage angesetzt hat. aber ich bin da wirklich keine Expertin. was deine Frau mit Ziegenfrischkäse auf Brot vorhat klingt eigentlich gut. ich hätte spontan auch eher Angst dass der säuerliche Geschmack zu dominant ist für so ein Brot-Käse-Kombi, aber vielleicht ist das genau der Punkt. hat das jemand schon so gegessen und kann sagen ob das nicht zu viel auf einmal ist?
Zitat von derbär am August 7, 2026, 02:23 Uhr@k_meier die Ziegenfrischkäse-Frage - also bei mir war das tatsächlich mal so eine Kombi aber mit der normalen Essig-Variante. und da war der säuerliche Anteil schon ziemlich dominant, ich muss sagen. der Käse hat das aber gut abgepuffert weil der ja auch so ein bisschen Eigengeschmack mitbringt. bei fermentierten würde ich vermuten dass die Säure weicher ist - nicht so ein harter Essigstoß sondern mehr so ein langgezogenes Säuerliches. hab ich jedenfalls so in erinnerung von dem einen Glas das ich mal probiert hab, schon ne Weile her.
Zitat von k_meierob das davon abhängt wie stark fermentiert es ist
das würd ich auch so vermuten - je länger das Glas steht desto mehr Säure desto länger haltbar. macht biologisch irgendwie Sinn. aber @ms_77 ich glaub das eigentliche Problem bei eurer Haltbarkeits-Frage ist nicht die Chemie sondern dass niemand so wirklich weiß bei welchem Säuregrad das Glas "fertig" ist. das ist kein Schalter den man umlegt. deine Frau riecht täglich dran - aber weiß sie auch wie sie merkt wann der richtige Punkt ist. weil wenn man zu früh aufhört fehlt Haltbarkeit, zu lang und der Geschmack kippt vielleicht in ne Richtung die keiner mehr will. das wäre die Frage die ich an ihrer Stelle jetzt stellen würde
--
Schaltwerk ölen ist auch Ernährung.
@k_meier die Ziegenfrischkäse-Frage - also bei mir war das tatsächlich mal so eine Kombi aber mit der normalen Essig-Variante. und da war der säuerliche Anteil schon ziemlich dominant, ich muss sagen. der Käse hat das aber gut abgepuffert weil der ja auch so ein bisschen Eigengeschmack mitbringt. bei fermentierten würde ich vermuten dass die Säure weicher ist - nicht so ein harter Essigstoß sondern mehr so ein langgezogenes Säuerliches. hab ich jedenfalls so in erinnerung von dem einen Glas das ich mal probiert hab, schon ne Weile her.
Zitat von k_meierob das davon abhängt wie stark fermentiert es ist
das würd ich auch so vermuten - je länger das Glas steht desto mehr Säure desto länger haltbar. macht biologisch irgendwie Sinn. aber @ms_77 ich glaub das eigentliche Problem bei eurer Haltbarkeits-Frage ist nicht die Chemie sondern dass niemand so wirklich weiß bei welchem Säuregrad das Glas "fertig" ist. das ist kein Schalter den man umlegt. deine Frau riecht täglich dran - aber weiß sie auch wie sie merkt wann der richtige Punkt ist. weil wenn man zu früh aufhört fehlt Haltbarkeit, zu lang und der Geschmack kippt vielleicht in ne Richtung die keiner mehr will. das wäre die Frage die ich an ihrer Stelle jetzt stellen würde
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Schaltwerk ölen ist auch Ernährung.
Zitat von ms_77 am August 7, 2026, 03:08 Uhr@derbär
Zitat von derbärweiß sie auch wie sie merkt wann der richtige Punkt ist
das hab ich sie jetzt gefragt. direkt. und sie hat gesagt - sie schmeckt jeden zweiten Tag kurz dran. das ist ihr Messinstrument. ich hab dann gesagt, okay, aber wonach schmeckst du, welchen Zielwert hast du im Kopf. und da kam erstmal nix konkretes. "bis es gut schmeckt". das ist so eine Antwort wie wenn mir ein Lehrling sagt er zieht die Leitung "bis sie fest sitzt". nützt mir nix. das ist eigentlich das was mich an der ganzen Sache am meisten stört. nicht dass es Zeit braucht, damit kann ich leben. sondern dass da kein klares Ziel definiert ist. bei meiner Oma war das anders - die hatte ein Rezept, da stand Essig rein, Deckel drauf, fertig nach X Tagen. kein Rätselraten. draußen ist heute so ein grauer Suppentag, passt irgendwie zum Thema. jedenfalls hab ich ihr jetzt vorgeschlagen sie soll aufschreiben wann sie das erste mal probiert hat und wie es sich verändert. damit wir wenigstens hinterher wissen was funktioniert hat. sie hat mich angeschaut als wäre das ne bescheuerte Idee. ist es aber nicht. wenn man nächstes mal wieder ein Glas ansetzt will man doch wissen was man beim letzten Mal gemacht hat. oder nicht.
@derbär
Zitat von derbärweiß sie auch wie sie merkt wann der richtige Punkt ist
das hab ich sie jetzt gefragt. direkt. und sie hat gesagt - sie schmeckt jeden zweiten Tag kurz dran. das ist ihr Messinstrument. ich hab dann gesagt, okay, aber wonach schmeckst du, welchen Zielwert hast du im Kopf. und da kam erstmal nix konkretes. "bis es gut schmeckt". das ist so eine Antwort wie wenn mir ein Lehrling sagt er zieht die Leitung "bis sie fest sitzt". nützt mir nix. das ist eigentlich das was mich an der ganzen Sache am meisten stört. nicht dass es Zeit braucht, damit kann ich leben. sondern dass da kein klares Ziel definiert ist. bei meiner Oma war das anders - die hatte ein Rezept, da stand Essig rein, Deckel drauf, fertig nach X Tagen. kein Rätselraten. draußen ist heute so ein grauer Suppentag, passt irgendwie zum Thema. jedenfalls hab ich ihr jetzt vorgeschlagen sie soll aufschreiben wann sie das erste mal probiert hat und wie es sich verändert. damit wir wenigstens hinterher wissen was funktioniert hat. sie hat mich angeschaut als wäre das ne bescheuerte Idee. ist es aber nicht. wenn man nächstes mal wieder ein Glas ansetzt will man doch wissen was man beim letzten Mal gemacht hat. oder nicht.
Zitat von gg1987 am August 7, 2026, 06:43 Uhr@ms_77 da muss ich dir ehrlich sagen - deine Idee mit dem Aufschreiben ist nicht bescheuert, das ist eigentlich smart. Bei mir in der Logistik machen wir das auch so, wenn irgendwas neu läuft. man dokumentiert es, sonst macht der nächste wieder von vorne an. aber
Zitat von ms_77bis es gut schmeckt
- das ist natürlich auch das Problem bei deiner Frau. Das ist keine Anleitung, das ist ein Gefühl. und Gefühle sind beim Kochen schwierig, wenn man vorher noch nie was damit gemacht hat. meine Frage ist eher - hat sie denn schonmal was anderes fermentiert, oder ist das hier das erste Experiment. weil wenn das erste ist dann probiert sie sich ja sowieso durch. beim zweiten Mal weiß sie dann wie die Farbe aussieht, wie es riecht, und kann das besser einordnen. was mich aber neugierig macht - warum macht deine Frau das überhaupt. ich mein ernst gemeint. ist das weil sie denkt dass es gesünder ist, oder weil sie den Geschmack spannender findet, oder einfach weil YouTube. weil wenn es um Geschmack geht und nicht um irgendwelche Probiotika-Märchen, dann lohnt sich das Herumstehen vielleicht wirklich. wenn es aber um die Gesundheit geht, dann ist das wieder so eine Konzentrat-Geschichte nur in groß, und da halt ich mich raus.
@ms_77 da muss ich dir ehrlich sagen - deine Idee mit dem Aufschreiben ist nicht bescheuert, das ist eigentlich smart. Bei mir in der Logistik machen wir das auch so, wenn irgendwas neu läuft. man dokumentiert es, sonst macht der nächste wieder von vorne an. aber
Zitat von ms_77bis es gut schmeckt
- das ist natürlich auch das Problem bei deiner Frau. Das ist keine Anleitung, das ist ein Gefühl. und Gefühle sind beim Kochen schwierig, wenn man vorher noch nie was damit gemacht hat. meine Frage ist eher - hat sie denn schonmal was anderes fermentiert, oder ist das hier das erste Experiment. weil wenn das erste ist dann probiert sie sich ja sowieso durch. beim zweiten Mal weiß sie dann wie die Farbe aussieht, wie es riecht, und kann das besser einordnen. was mich aber neugierig macht - warum macht deine Frau das überhaupt. ich mein ernst gemeint. ist das weil sie denkt dass es gesünder ist, oder weil sie den Geschmack spannender findet, oder einfach weil YouTube. weil wenn es um Geschmack geht und nicht um irgendwelche Probiotika-Märchen, dann lohnt sich das Herumstehen vielleicht wirklich. wenn es aber um die Gesundheit geht, dann ist das wieder so eine Konzentrat-Geschichte nur in groß, und da halt ich mich raus.
Zitat von ms_77 am August 7, 2026, 06:54 Uhr@gg1987 die Frage ist berechtigt. ich hab sie jetzt direkt gefragt heute morgen vorm Frühstück. sie sagt - beides. erstmal der Geschmack, aber sie hat auch irgendwo gelesen dass das besser verdaulich sein soll. und da hab ich innerlich schon etwas geseufzt weil das ist so der Einstieg in diesen ganzen Probiotika-Kram den ich nicht leiden kann. aber ich hab nix gesagt. sie macht das Kochen, ich mach die Elektrik, das ist bei uns seit zwanzig Jahren so aufgeteilt und das hat Gründe.
Zitat von gg1987warum macht deine Frau das überhaupt
das ist eigentlich die erste Frage die ich mir hätte stellen sollen, stimmt. hab ich nicht. ich hab gleich angefangen zu zweifeln ohne zu fragen warum sie das überhaupt will. das ärgert mich ein bisschen an mir selbst, muss ich zugeben. aber jetzt mal ehrlich - wenn sie das wegen dem Geschmack macht, dann ist das legitim. das ist kein Kapsel-Unsinn, das ist Gemüse in Salzwasser. das hat meine Oma auch nicht anders gemacht, nur mit Essig statt Bakterien. von der Logik her ist das also nicht so weit weg von dem was ich kenne. was mich trotzdem noch beschäftigt - das Glas steht jetzt seit fünf Tagen. sie sagt morgen oder übermorgen probiert sie ernsthaft. und ich glaub ich werd auch probieren. nicht weil ich jetzt überzeugt bin. sondern weil ich sonst nix zu meckern hab wenn ich nicht mal weiß wie das Ding schmeckt.
@gg1987 die Frage ist berechtigt. ich hab sie jetzt direkt gefragt heute morgen vorm Frühstück. sie sagt - beides. erstmal der Geschmack, aber sie hat auch irgendwo gelesen dass das besser verdaulich sein soll. und da hab ich innerlich schon etwas geseufzt weil das ist so der Einstieg in diesen ganzen Probiotika-Kram den ich nicht leiden kann. aber ich hab nix gesagt. sie macht das Kochen, ich mach die Elektrik, das ist bei uns seit zwanzig Jahren so aufgeteilt und das hat Gründe.
Zitat von gg1987warum macht deine Frau das überhaupt
das ist eigentlich die erste Frage die ich mir hätte stellen sollen, stimmt. hab ich nicht. ich hab gleich angefangen zu zweifeln ohne zu fragen warum sie das überhaupt will. das ärgert mich ein bisschen an mir selbst, muss ich zugeben. aber jetzt mal ehrlich - wenn sie das wegen dem Geschmack macht, dann ist das legitim. das ist kein Kapsel-Unsinn, das ist Gemüse in Salzwasser. das hat meine Oma auch nicht anders gemacht, nur mit Essig statt Bakterien. von der Logik her ist das also nicht so weit weg von dem was ich kenne. was mich trotzdem noch beschäftigt - das Glas steht jetzt seit fünf Tagen. sie sagt morgen oder übermorgen probiert sie ernsthaft. und ich glaub ich werd auch probieren. nicht weil ich jetzt überzeugt bin. sondern weil ich sonst nix zu meckern hab wenn ich nicht mal weiß wie das Ding schmeckt.