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Rote Beete fermentieren - hat das wirklich so einen anderen Geschmack?

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Zitat von fg_1988

Fermentieren ist eher Sukkulent

okay das Bild hilft mir gerade mehr als alles andere in diesem Thread. ich hab tatsächlich drei Sukkulenten auf dem Fensterbrett und die leben seit zwei Jahren, also... das ist eigentlich ein gutes Zeichen für mich. das mit dem alten Schneidebrett nehm ich ernst. ich hab eh noch so ein billiges Plastikteil das ich kaum noch verwend das kommt drunter. was mich jetzt aber beschäftigt - und das ist wirklich eine Frage die ich mir vorher nie gestellt hab - was machst du dann eigentlich mit der Lake nachher? also wenn die Beete gegessen ist, bleibt ja noch diese rote, säuerliche Flüssigkeit über. Wegschütten klingt irgendwie falsch, ich hab vage im Kopf dass man die weiterverwenden kann, aber ich weiß nicht wofür. als Dressing-Basis? ins Kochwasser von irgendwas? oder einfach trinken, so wie manche Leute Gurkenwasser trinken nach dem Sport? ich frag weil ich beim Gurkenwasser immer skeptisch war aber das anscheinend wirklich Leute machen die regelmäßig trainieren. ob das mit Rote-Beete-Lake ähnlich funktioniert oder ob das einfach nur gut klingt in der Theorie weiß ich nicht.

@leni_k

Zitat von leni_k

ob das mit Rote-Beete-Lake ähnlich funktioniert

die Lake ist echt nicht wegschütten, das wäre Verschwendung. ich hab die früher einfach ins Salatdressing gemacht, so einen Schuss davon statt Essig, weil die ja selbst säuerlich ist. passt gut zu Feldsalat oder so was Kräftigem. direkt trinken nach dem Sport, ja, machen Leute. ich hab das einmal probiert, so 50ml, war okay aber kein Erlebnis das ich vermisst hab. Gurkenwasser hat angeblich was mit Elektrolyten zu tun, das hab ich auf nem Running-Blog gelesen, ob das bei Rote-Beete-Lake genauso zutrifft weiß ich nicht. Nitrate sind da auf jeden Fall noch drin, das ist eigentlich der interessantere Punkt für dich wenn du eh schon wegen dem Training drauf schaust. was ich noch gemacht hab: die Lake als Basis für ne schnelle Marinade. einfach Zwiebelringe rein, ein bisschen Öl dazu, Stunde ziehen lassen. das klingt nach mehr als es ist dauert fünf Minuten. was du halt nicht machen solltest: die Lake aufkochen. dann killst du die ganzen lebenden Bakterien, und der Witz beim Fermentierten ist ja genau die. also kalt verwenden, immer.

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HM-Bestzeit: 1:47 — wird noch besser

Zitat von fg_1988

die Lake als Basis für ne schnelle Marinade

okay das ist der Teil der mich gerade am meisten interessiert weil Zwiebelringe in Rote-Beete-Lake klingt nach was das ich tatsächlich essen würde. ich mach oft schnelle Marinaden wenn ich nach langen Arbeitstagen nicht mehr wirklich kochen will - und fünf Minuten ist realistisch, das ist nicht so eine Ansage wie "dauert nur kurz" und dann steht man eine Stunde in der Küche. was ich mich aber frag: wird das nicht irre rot? also die Zwiebeln. ich hab das Bild vor Augen wie ich dem irgendjemandem ein Gericht hinstell und alles ist pink und die Person schaut mich komisch an. ich mein, mir persönlich ist das egal, aber ich hab nächste Woche jemanden zum Essen da und ich überleg gerade ob das ein gutes oder schlechtes Timing für Experimente ist. zur Nitrat-Sache noch kurz - du hast jetzt zweimal erwähnt dass das in der Lake noch drin ist, und das ist für mich ehrlich gesagt der interessanteste Hinweis den ich bisher gehört hab. weil wenn ich die Lake sowieso verwenden würde, wäre das quasi ein Bonus on top. ich schau da die Tage nochmal gezielt, vielleicht find ich was Halbwegs-Seriöses zum Thema Nitrat-Erhalt bei Fermentation - nicht irgendein Supplement-Blog sondern was mit echtem Hintergrund.

@leni_k

Zitat von leni_k

wird das nicht irre rot

ja, wird es. Zwiebeln saugen das komplett auf, die sind nach ner Stunde dunkelrosa bis lila. aber ehrlich gesagt ist das genau der Punkt wo ich sagen würde: das sieht eigentlich gut aus nicht schlimm. auf nem weißen Teller mit irgendwas Grünem daneben ist das fast schon Absicht. ob dein Gast das komisch findet hängt halt vom Gast ab kann ich dir nicht sagen. für Besuch nächste Woche würde ich das als Experiment eher lassen und lieber was machen das du kennst. die Lake läuft nicht weg, die kannst du danach immer noch testen wenn du alleine bist. kein Stress. zur Nitrat-Sache, weil du das jetzt nochmal ansprichst: ich würd bei der Suche nach was Halbwegs-Seriösem eher Richtung Sportwissenschaft schauen als Ernährungs-Blogs. die Universität Exeter hat da mal was veröffentlicht zu Rote-Beete-Saft und Ausdauer, das ist mir irgendwann mal untergekommen. ob die auch Fermentation angeschaut haben weiß ich nicht, aber da ist zumindest ein Anfang der nicht von irgendeinem Supplement-Hersteller kommt. such mal nach "dietary nitrate exercise performance", das spuckt mehr aus als "Rote Beete gesund". was mich übrigens grad interessiert: du sagst du läufst viel, aber wie viel ist das bei dir? weil je nach Umfang macht das mit dem Nitrat mehr oder weniger Sinn zu optimieren.

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HM-Bestzeit: 1:47 — wird noch besser

Zitat von fg_1988

such mal nach "dietary nitrate exercise performance"

okay das ist tatsächlich ein brauchbarer Hinweis danke. ich hab vorhin kurz gegoogelt und bin gleich in diesem Supplement-Sumpf gelandet wo jeder irgendwas verkaufen will - da hilft so ein konkreter Suchbegriff mehr als "Rote Beete gesund" ja stimmt. zu deiner Frage: ich lauf seit drei Jahren Halbmarathons, aktuell so 40-50km die Woche im Schnitt, je nachdem wie grad die Auftragslage ist. wenn ich viel sitze und zeichne dann lauf ich mehr, das ist so mein Ausgleich. ob sich da Nitrat-Optimierung wirklich bemerkbar macht weiß ich nicht, aber ich bin grundsätzlich offen dafür wenn das aus echten Quellen kommt und nicht von irgendeinem Betanio-Plus-Blog der mir sein Konzentrat andrehen will. was mich bei der Exeter-Sache interessieren würde - hast du irgendwie noch im Kopf ob das mit frischem Saft war oder mit dem konzentrierten Zeug aus der Flasche? weil das macht ja für mich einen Unterschied. ich finds irgendwie sympathischer wenn das mit echtem Lebensmittel funktioniert und nicht zwingend mit Kapseln. fermentierte Beete wäre da ja quasi noch einen Schritt weiter - selbst gemacht, kein Labor, kein Zwischenprodukt. was das Besuchs-Experiment angeht: du hast recht, ich lass das. nächste Woche ist eh schon genug Stress grad.

@leni_k

Zitat von leni_k

ob das mit frischem Saft war oder mit dem konzentrierten Zeug aus der Flasche

soweit ich das noch im Kopf hab, war das in den Exeter-Studien hauptsächlich mit dem konzentrierten Saft. also genau das Zeug aus der Flasche. ich glaub das war praktischer für die Dosierung im Labor du kannst da besser kontrollieren wieviel Nitrat die Probanden kriegen. ob das mit selbst fermentierter Beete denselben Effekt hat das ist halt die Frage die da offen bleibt. ich würd nicht davon ausgehen dass es identisch ist, aber komplett anders ist es wohl auch nicht. was mich bei deiner Aussage kurz gestört hat: 40-50km die Woche ist nicht wenig, echt jetzt. da macht Nitrat-Optimierung mehr Sinn als bei jemandem der zweimal die Woche joggen geht. ich bin bei 55-60 wenn es gut läuft, und ich merk den Unterschied subjektiv schon, ob ich die Tage vorher was genommen hab oder nicht. aber subjektiv ist halt subjektiv, kann ich dir sagen. ach und wegen Betanio Plus, weil du das kurz angesprochen hast: das funktioniert schon, das ist jetzt nichts wo ich sagen würde Finger weg. aber der Preis ist halt... naja. da kriegst du dasselbe Nitrat für weniger Geld wenn du weißt wo du schaust. selbst fermentierten Beete plus Lake ist da quasi die Eigenmarke. bin jetzt gleich weg, Schicht fängt früh an morgen.

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@fg_1988

Zitat von fg_1988

da macht Nitrat-Optimierung mehr Sinn als bei jemandem der zweimal die Woche joggen geht

okay das ist ehrlich gesagt das erste Mal in diesem Thread dass mir jemand sagt dass mein Umfang da wirklich relevant ist. ich hab das immer so halb als "nice to have" abgehakt aber nicht ernst genommen. was mich bei deiner Betanio-Aussage beschäftigt - nicht weil ich dir widersprechen will aber du sagst "funktioniert schon" und das ist so eine Formulierung die mir... naja. ich kenn das Zeug vom Drogeriemarkt, hab es da schon dreimal in die Hand genommen und wieder weggelegt. nicht weil ich grundsätzlich dagegen bin, sondern weil ich nicht einschätzen kann ob das wirklich das ist was draufsteht oder ob das einfach gut verpackt ist. subjektiv merken kann man halt vieles wenn man weiß dass man was genommen hat. was mich jetzt aber wirklich interessiert - du sagst die Exeter-Studien haben mit konzentriertem Saft gearbeitet wegen der Dosierbarkeit. bedeutet das dann eigentlich, dass selbst fermentierte Beete für Studienzwecke gar nicht sinnvoll wäre, weil man nie genau weiß wieviel Nitrat da drin ist? das wäre irgendwie logisch, macht die Eigenmarken-Lösung aber gleichzeitig schwer vergleichbar. ich weiß nicht ob mich das stört oder nicht. gut dass du morgen früh raus muss, ich sollte eigentlich auch schon lang schlafen - Deadline morgen früh.

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