Rote Beete einlegen - lohnt sich der Aufwand wirklich?
Zitat von leni_k am August 17, 2026, 06:50 Uhrich steh gerade vor dem Glas-Schrank meiner Oma und frag mich warum ich das nie selber probiert hab. sie hat früher immer Rote Beete eingelegt, so mit Essig und Lorbeer, das klassische Zeug. ich hab das als Kind nie wirklich gemocht aber neulich beim Durchräumen hab ich ein altes Glas gefunden und... okay es war noch gut, und es hat überraschend nicht schlecht geschmeckt. jetzt überlege ich ob ich das selber machen soll. nicht unbedingt den Oma-Klassiker, aber irgendwas in die Richtung. ich hab gelesen dass man auch fermentieren kann, also ohne Essig, nur mit Salz und Zeit. das klingt mir irgendwie sympathischer weil ich das Gemüse dann noch roh hab wenn ich's einpack, und die Nährstoffe nicht so weggekocht werden. aber ich hab null Ahnung ob das wirklich einen Unterschied macht oder ob ich mir da was einred. die Frage ist halt auch: wie lange hält das? die vakuumverpackten Dinger aus dem Supermarkt hab ich nie wirklich gemocht, die schmecken nach wenig. also wenn ich schon den Aufwand mach dann will ich dass sich das irgendwie lohnt, eine Woche ist mir zu kurz. hat wer Erfahrung damit, speziell mit Fermentieren? ich bin da blutiger Anfänger, hab noch nie wirklich fermentiert, nur mal Kimchi gekauft. ob ich das mit normalen Schraubgläsern machen kann oder ob ich da wirklich ein Bügelglas brauche - keine Ahnung. und was ist mit dem Verhältnis Salz zu Gemüse, da gibt's ja vermutlich eine Grundregel. danke schon mal! ich schau heute Abend nochmal rein wenn ich von der Arbeit fertig bin.
ich steh gerade vor dem Glas-Schrank meiner Oma und frag mich warum ich das nie selber probiert hab. sie hat früher immer Rote Beete eingelegt, so mit Essig und Lorbeer, das klassische Zeug. ich hab das als Kind nie wirklich gemocht aber neulich beim Durchräumen hab ich ein altes Glas gefunden und... okay es war noch gut, und es hat überraschend nicht schlecht geschmeckt. jetzt überlege ich ob ich das selber machen soll. nicht unbedingt den Oma-Klassiker, aber irgendwas in die Richtung. ich hab gelesen dass man auch fermentieren kann, also ohne Essig, nur mit Salz und Zeit. das klingt mir irgendwie sympathischer weil ich das Gemüse dann noch roh hab wenn ich's einpack, und die Nährstoffe nicht so weggekocht werden. aber ich hab null Ahnung ob das wirklich einen Unterschied macht oder ob ich mir da was einred. die Frage ist halt auch: wie lange hält das? die vakuumverpackten Dinger aus dem Supermarkt hab ich nie wirklich gemocht, die schmecken nach wenig. also wenn ich schon den Aufwand mach dann will ich dass sich das irgendwie lohnt, eine Woche ist mir zu kurz. hat wer Erfahrung damit, speziell mit Fermentieren? ich bin da blutiger Anfänger, hab noch nie wirklich fermentiert, nur mal Kimchi gekauft. ob ich das mit normalen Schraubgläsern machen kann oder ob ich da wirklich ein Bügelglas brauche - keine Ahnung. und was ist mit dem Verhältnis Salz zu Gemüse, da gibt's ja vermutlich eine Grundregel. danke schon mal! ich schau heute Abend nochmal rein wenn ich von der Arbeit fertig bin.
Zitat von markus_hh88 am August 17, 2026, 08:11 UhrZitat von leni_kdie Nährstoffe nicht so weggekocht werden
Das stimmt so halb. Beim Fermentieren bleiben bestimmte Inhaltsstoffe tatsächlich besser erhalten als beim Kochen, das ist nicht komplett eingebildet. Aber ich würd da keine großen Sprünge erwarten - der Unterschied im Alltag ist überschaubar. Was beim Fermentieren wirklich anders ist: du bekommst noch Probiotika dazu, wenn die Fermentation ordentlich läuft. Was mich bei deinem Beitrag noch interessiert: du willst, dass es sich lohnt. Was meinst du damit konkret? Haltbarkeit oder Geschmack? Weil beides sind eigentlich separate Fragen. Zur Haltbarkeit - fermentierte Rote Beete, die sauber gemacht wurde, hält im Kühlschrank locker drei bis vier Monate. Ich hab hier noch ein Glas von April stehen, das ist problemlos. Die Essigvariante hält noch länger, verliert aber geschmacklich nach ein paar Monaten. Das ist aus meiner Erfahrung der eigentliche Unterschied: Fermentiert entwickelt sich der Geschmack weiter, Essig konserviert ihn eher ein. Noch ein Punkt, der im Thread noch nicht kam: die Rote Beete vorher dünn hobeln oder grob würfeln macht einen echten Unterschied für die Fermentationsgeschwindigkeit. Fein gehobelt ist nach fünf bis sieben Tagen schon gut, grobe Würfel brauchen eher zehn bis vierzehn. Ich bevorzug Scheiben, weil man sie dann direkt auf Salat legen kann ohne nochmal schneiden zu müssen. Und das mit dem Schraubglas hab ich dir ja schon beantwortet - kurze Zusammenfassung: geht, solange du den Deckel nicht komplett zuschraubst in den ersten Tagen, wegen dem CO2.
Zitat von leni_kdie Nährstoffe nicht so weggekocht werden
Das stimmt so halb. Beim Fermentieren bleiben bestimmte Inhaltsstoffe tatsächlich besser erhalten als beim Kochen, das ist nicht komplett eingebildet. Aber ich würd da keine großen Sprünge erwarten - der Unterschied im Alltag ist überschaubar. Was beim Fermentieren wirklich anders ist: du bekommst noch Probiotika dazu, wenn die Fermentation ordentlich läuft. Was mich bei deinem Beitrag noch interessiert: du willst, dass es sich lohnt. Was meinst du damit konkret? Haltbarkeit oder Geschmack? Weil beides sind eigentlich separate Fragen. Zur Haltbarkeit - fermentierte Rote Beete, die sauber gemacht wurde, hält im Kühlschrank locker drei bis vier Monate. Ich hab hier noch ein Glas von April stehen, das ist problemlos. Die Essigvariante hält noch länger, verliert aber geschmacklich nach ein paar Monaten. Das ist aus meiner Erfahrung der eigentliche Unterschied: Fermentiert entwickelt sich der Geschmack weiter, Essig konserviert ihn eher ein. Noch ein Punkt, der im Thread noch nicht kam: die Rote Beete vorher dünn hobeln oder grob würfeln macht einen echten Unterschied für die Fermentationsgeschwindigkeit. Fein gehobelt ist nach fünf bis sieben Tagen schon gut, grobe Würfel brauchen eher zehn bis vierzehn. Ich bevorzug Scheiben, weil man sie dann direkt auf Salat legen kann ohne nochmal schneiden zu müssen. Und das mit dem Schraubglas hab ich dir ja schon beantwortet - kurze Zusammenfassung: geht, solange du den Deckel nicht komplett zuschraubst in den ersten Tagen, wegen dem CO2.
Zitat von leni_k am August 17, 2026, 19:42 Uhr@markus_hh88 okay die Frage "was meinst du mit lohnt" trifft mich ehrlich gesagt etwas unvorbereitet, weil ich das selber noch nicht so klar hatte. ich glaub... beides? aber wenn ich ehrlich bin ist Geschmack gerade wichtiger als Haltbarkeit. drei bis vier Monate wären natürlich super, aber wenn's nach zwei Wochen schon aufgegessen ist weil's gut schmeckt passt das auch.
Zitat von markus_hh88Fermentiert entwickelt sich der Geschmack weiter
das ist eigentlich der Punkt der mich am meisten interessiert. weil ich das von Käse oder auch Wein kenne - dass was mit Zeit besser wird ist irgendwie ein anderes Konzept als einfach nur haltbar machen. der Oma-Essig hat das nicht der schmeckt nach Tag 1 gleich wie nach Monat 3. was ich mich jetzt frag: gibt's einen Punkt wo's "zu fermentiert" wird, also zu sauer oder zu intensiv? weil wenn ich erst nach zehn Tagen nachschauen kann - ich hab gerade einen ziemlich vollen Kalender diese Woche - will ich nicht dass das dann schon gekippt ist. und die Scheiben-Idee find ich gut, das macht Sinn für Salat. ich würd sonst wahrscheinlich zu grobe Würfel machen weil ich beim Schneiden ungeduldig bin
@markus_hh88 okay die Frage "was meinst du mit lohnt" trifft mich ehrlich gesagt etwas unvorbereitet, weil ich das selber noch nicht so klar hatte. ich glaub... beides? aber wenn ich ehrlich bin ist Geschmack gerade wichtiger als Haltbarkeit. drei bis vier Monate wären natürlich super, aber wenn's nach zwei Wochen schon aufgegessen ist weil's gut schmeckt passt das auch.
Zitat von markus_hh88Fermentiert entwickelt sich der Geschmack weiter
das ist eigentlich der Punkt der mich am meisten interessiert. weil ich das von Käse oder auch Wein kenne - dass was mit Zeit besser wird ist irgendwie ein anderes Konzept als einfach nur haltbar machen. der Oma-Essig hat das nicht der schmeckt nach Tag 1 gleich wie nach Monat 3. was ich mich jetzt frag: gibt's einen Punkt wo's "zu fermentiert" wird, also zu sauer oder zu intensiv? weil wenn ich erst nach zehn Tagen nachschauen kann - ich hab gerade einen ziemlich vollen Kalender diese Woche - will ich nicht dass das dann schon gekippt ist. und die Scheiben-Idee find ich gut, das macht Sinn für Salat. ich würd sonst wahrscheinlich zu grobe Würfel machen weil ich beim Schneiden ungeduldig bin
Zitat von lisab_93 am August 17, 2026, 19:46 Uhr@leni_k das mit "zu fermentiert" ist eine gute Frage, hab ich mir auch schon überlegt. Aber ehrlich - so richtig gekippt ist mir da noch nichts. Es wird sauer, ja, aber das ist eher Geschmackssache ob dir das passt oder nicht. Ich hab mal ne Kombucha-Gärung zu lange stehen lassen und das war wirklich ungenießbar, aber bei Rote Beete im Kühlschrank passiert das deutlich langsamer. Das Ding ist nur: wenn du volle zehn Tage nicht nachschauen kannst, probier vielleicht zuerst eine kleinere Menge mit dünneren Scheiben - das ist schneller durch und du kriegst ein Gefühl dafür. Meine erste Fermentations-Erfahrung war auch eher zögerlich, nicht so spektakulär wie ich mir das vorgestellt hab. War aber völlig okay, und beim zweiten Mal wusste ich schon besser was kommt.
Zitat von leni_kungeduldig beim Schneiden
- kann ich nachvollziehen. Nur Warnung: wenn die Scheiben zu dick sind, kann in der Mitte weniger passieren und außen wird's schneller sauer. Mittelding wäre optimal, aber ja, das erfordert etwas Konzentration. Heute regnet's hier ständig, ich seh da gerade auch nicht so die Motivation für große Projekte, aber fermentieren braucht ja hauptsächlich Geduld statt aktive Zeit.
@leni_k das mit "zu fermentiert" ist eine gute Frage, hab ich mir auch schon überlegt. Aber ehrlich - so richtig gekippt ist mir da noch nichts. Es wird sauer, ja, aber das ist eher Geschmackssache ob dir das passt oder nicht. Ich hab mal ne Kombucha-Gärung zu lange stehen lassen und das war wirklich ungenießbar, aber bei Rote Beete im Kühlschrank passiert das deutlich langsamer. Das Ding ist nur: wenn du volle zehn Tage nicht nachschauen kannst, probier vielleicht zuerst eine kleinere Menge mit dünneren Scheiben - das ist schneller durch und du kriegst ein Gefühl dafür. Meine erste Fermentations-Erfahrung war auch eher zögerlich, nicht so spektakulär wie ich mir das vorgestellt hab. War aber völlig okay, und beim zweiten Mal wusste ich schon besser was kommt.
Zitat von leni_kungeduldig beim Schneiden
- kann ich nachvollziehen. Nur Warnung: wenn die Scheiben zu dick sind, kann in der Mitte weniger passieren und außen wird's schneller sauer. Mittelding wäre optimal, aber ja, das erfordert etwas Konzentration. Heute regnet's hier ständig, ich seh da gerade auch nicht so die Motivation für große Projekte, aber fermentieren braucht ja hauptsächlich Geduld statt aktive Zeit.
Zitat von leni_k am August 17, 2026, 19:51 Uhr@lisab_93 der Vergleich mit Kombucha beruhigt mich ehrlich gesagt, weil ich da auch schon mal was zu lang stehen gelassen hab und das war wirklich... nicht mehr das. gut zu wissen dass Rote Beete da gutmütiger ist.
Zitat von lisab_93mittelding wäre optimal
ja okay, das ist halt genau mein Problem. ich bin bei sowas eher vom Typ "schau ma dass es schnell geht" und dann kommen Scheiben raus die irgendwie ungleichmäßig sind. vielleicht wär ein Mandoline-Hobel hier sinnvoll, ich hab irgendwo noch so ein billiges Teil irgendwo im Schrank. die Frage ist ob das bei Rote Beete überhaupt funktioniert oder ob die zu hart ist und ich dann mit dem Ding kämpfe. was ich mich grad frag: wenn ich kleinere Menge mache zum Testen - wie klein ist sinnvoll? ein halbes Kilo? weil ich will nicht drei Scheiben fermentieren und dann irgendwie kein Gefühl kriegen weil nach zwei Tagen schon aufgegessen. aber ich will auch nicht gleich einen Riesenhaufen produzieren den ich dann alleine essen muss wenn's nicht passt. ich wohn zu zweit aber mein Mitbewohner ist bei sowas eher vorsichtig eingestellt 😄
@lisab_93 der Vergleich mit Kombucha beruhigt mich ehrlich gesagt, weil ich da auch schon mal was zu lang stehen gelassen hab und das war wirklich... nicht mehr das. gut zu wissen dass Rote Beete da gutmütiger ist.
Zitat von lisab_93mittelding wäre optimal
ja okay, das ist halt genau mein Problem. ich bin bei sowas eher vom Typ "schau ma dass es schnell geht" und dann kommen Scheiben raus die irgendwie ungleichmäßig sind. vielleicht wär ein Mandoline-Hobel hier sinnvoll, ich hab irgendwo noch so ein billiges Teil irgendwo im Schrank. die Frage ist ob das bei Rote Beete überhaupt funktioniert oder ob die zu hart ist und ich dann mit dem Ding kämpfe. was ich mich grad frag: wenn ich kleinere Menge mache zum Testen - wie klein ist sinnvoll? ein halbes Kilo? weil ich will nicht drei Scheiben fermentieren und dann irgendwie kein Gefühl kriegen weil nach zwei Tagen schon aufgegessen. aber ich will auch nicht gleich einen Riesenhaufen produzieren den ich dann alleine essen muss wenn's nicht passt. ich wohn zu zweit aber mein Mitbewohner ist bei sowas eher vorsichtig eingestellt 😄
Zitat von leni_bk am August 17, 2026, 20:01 Uhr@lisab_93 das mit der Mandoline ist ne gute Frage, ich hab die auch irgendwo rumliegen und hab mir das noch nie getraut bei Rote Beete weil mir die immer so hart vorkommen. aber jetzt wo du fragst - probier ich das vielleicht auch mal, wenigstens zum Testen. dann spar ich mir die Ungedulds-Scheiben 😄
@leni_k also zu deiner Menge - ich glaub ein halbes Kilo ist ne gute Startgröße. nicht zu viel Druck, aber auch nicht lächerlich klein. ich hab letztens beim Einkaufen gelesen dass man für ne kleine Portion auch nur zwei drei mittelgroße Knollen braucht, das wären vielleicht 300-400g, aber dann stellt sich für mich immer die Frage ob das in nem Glas überhaupt sinnvoll aussieht oder ob man da nur ne dünne Schicht hat. was mich grad interessiert - ihr redet von Scheiben aber wie ist das mit dem Geschmack wenn man die Beete vorher schält? ich mein, ich schäl die ja normalerweise nach dem Kochen weil sonst alles pink wird und meine Finger aussehen wie ich nen Unfall hatte. aber beim Fermentieren - macht man das auch vorher? oder bleibt die Schale drauf und wird das dann nicht bitter oder zu intensiv? weil wenn ich schon fermentiere will ich wissen ob ich da was falsch mach von Anfang an
@lisab_93 das mit der Mandoline ist ne gute Frage, ich hab die auch irgendwo rumliegen und hab mir das noch nie getraut bei Rote Beete weil mir die immer so hart vorkommen. aber jetzt wo du fragst - probier ich das vielleicht auch mal, wenigstens zum Testen. dann spar ich mir die Ungedulds-Scheiben 😄
@leni_k also zu deiner Menge - ich glaub ein halbes Kilo ist ne gute Startgröße. nicht zu viel Druck, aber auch nicht lächerlich klein. ich hab letztens beim Einkaufen gelesen dass man für ne kleine Portion auch nur zwei drei mittelgroße Knollen braucht, das wären vielleicht 300-400g, aber dann stellt sich für mich immer die Frage ob das in nem Glas überhaupt sinnvoll aussieht oder ob man da nur ne dünne Schicht hat. was mich grad interessiert - ihr redet von Scheiben aber wie ist das mit dem Geschmack wenn man die Beete vorher schält? ich mein, ich schäl die ja normalerweise nach dem Kochen weil sonst alles pink wird und meine Finger aussehen wie ich nen Unfall hatte. aber beim Fermentieren - macht man das auch vorher? oder bleibt die Schale drauf und wird das dann nicht bitter oder zu intensiv? weil wenn ich schon fermentiere will ich wissen ob ich da was falsch mach von Anfang an
Zitat von lisab_93 am August 17, 2026, 20:11 Uhr@leni_bk die Schale ist ne gute Frage die hab ich mir auch anfangs gestellt. Bei mir bleibt sie drauf, ehrlich gesagt weil mir das Schälen von roher Rote Beete zu nervig ist - die ist ja deutlich rutschiger als gekochte. Und bitter wird's nicht, zumindest nicht bei mir. Die Schale wird beim Fermentieren eher noch ein bisschen weicher, passt sich an. Mein Eindruck ist dass die Farbe von innen sowieso dominant ist, die Schale merkt man geschmacklich kaum.
Zitat von leni_bkob man da nur ne dünne Schicht hat
- das ist auch ein valider Punkt. Ich würd sagen: unter 400g lohnt sich das Ganze eher nicht wirklich, weil du dann im Glas nicht viel zum Essen hast. Ein halbes Kilo ist da deutlich praktischer, selbst wenn es am Ende schneller weg ist als gedacht. Zur Mandoline bei Rote Beete - ja, die ist hart, aber nicht unmöglich. Nur pass auf deine Finger auf, das Ding ist unforgiving. Ich nutze da immer so einen Schutzhandschuh, sonst bin ich zu paranoid. Und ehrlich: bei meiner ersten Fermentation hab ich noch gar nicht gegessen davon, sondern nur abgewartet ob was schiefgeht - das war fast genauso interessant wie das Essen selbst. Jetzt bin ich entspannter.
@leni_bk die Schale ist ne gute Frage die hab ich mir auch anfangs gestellt. Bei mir bleibt sie drauf, ehrlich gesagt weil mir das Schälen von roher Rote Beete zu nervig ist - die ist ja deutlich rutschiger als gekochte. Und bitter wird's nicht, zumindest nicht bei mir. Die Schale wird beim Fermentieren eher noch ein bisschen weicher, passt sich an. Mein Eindruck ist dass die Farbe von innen sowieso dominant ist, die Schale merkt man geschmacklich kaum.
Zitat von leni_bkob man da nur ne dünne Schicht hat
- das ist auch ein valider Punkt. Ich würd sagen: unter 400g lohnt sich das Ganze eher nicht wirklich, weil du dann im Glas nicht viel zum Essen hast. Ein halbes Kilo ist da deutlich praktischer, selbst wenn es am Ende schneller weg ist als gedacht. Zur Mandoline bei Rote Beete - ja, die ist hart, aber nicht unmöglich. Nur pass auf deine Finger auf, das Ding ist unforgiving. Ich nutze da immer so einen Schutzhandschuh, sonst bin ich zu paranoid. Und ehrlich: bei meiner ersten Fermentation hab ich noch gar nicht gegessen davon, sondern nur abgewartet ob was schiefgeht - das war fast genauso interessant wie das Essen selbst. Jetzt bin ich entspannter.
Zitat von leni_bk am August 17, 2026, 20:22 Uhr@lisab_93 okay das mit dem Schutzhandschuh ist ehrlich gesagt ne gute Idee, das hätt ich wahrscheinlich vergessen und dann wieder überall pink gehabt 😅 aber das mit "erst abwarten ob was schiefgeht" - das beruhigt mich irgendwie, weil ich immer dachte man muss ständig dran rumfummeln und probieren. @leni_k was mich grad noch beschäftigt - du hattest ja gesagt dein Kalender ist voll diese Woche. wie läuft das dann praktisch ab wenn du fermentierst? ich mein, wenn die Sache zehn Tage braucht und du nicht täglich reinschauen kannst - packst du das einfach weg und schaust nach zehn Tagen rein? oder muss man da wirklich immer wieder schnell den Deckel aufreißen oder so? weil ich hätt ehrlich gesagt Sorge dass ich das vergesse oder dass es dann zu lange steht weil ich grad zu viel um die Ohren hab. bei mir ist das auch so dass ich mehrere Tage nicht zuhause bin, und dann hab ich halt Sorge dass was kippt wenn ich nicht da bin um es rechtzeitig in den Kühlschrank zu stellen. gibt's da ne Faustregel wann man es wirklich rausnehmen sollte oder kann man das auch länger stehen lassen wenn man's nicht merkt?
@lisab_93 okay das mit dem Schutzhandschuh ist ehrlich gesagt ne gute Idee, das hätt ich wahrscheinlich vergessen und dann wieder überall pink gehabt 😅 aber das mit "erst abwarten ob was schiefgeht" - das beruhigt mich irgendwie, weil ich immer dachte man muss ständig dran rumfummeln und probieren. @leni_k was mich grad noch beschäftigt - du hattest ja gesagt dein Kalender ist voll diese Woche. wie läuft das dann praktisch ab wenn du fermentierst? ich mein, wenn die Sache zehn Tage braucht und du nicht täglich reinschauen kannst - packst du das einfach weg und schaust nach zehn Tagen rein? oder muss man da wirklich immer wieder schnell den Deckel aufreißen oder so? weil ich hätt ehrlich gesagt Sorge dass ich das vergesse oder dass es dann zu lange steht weil ich grad zu viel um die Ohren hab. bei mir ist das auch so dass ich mehrere Tage nicht zuhause bin, und dann hab ich halt Sorge dass was kippt wenn ich nicht da bin um es rechtzeitig in den Kühlschrank zu stellen. gibt's da ne Faustregel wann man es wirklich rausnehmen sollte oder kann man das auch länger stehen lassen wenn man's nicht merkt?
Zitat von lisab_93 am August 17, 2026, 20:38 Uhr@leni_bk das ist eigentlich die entspannende Antwort - du packst es weg und schaust nach zehn Tagen rein. Punkt. Ich hab meine Gläser auch schon stehen lassen während ich drei Tage weg war, kein Drama. Der Kühlschrank bremst die Fermentation massiv, also selbst wenn du es "vergisst" - es wird nicht plötzlich explodieren oder komplett umkippen. Eher das Gegenteil: je kälter, desto langsamer geht alles voran. Was ich aber wichtig finde - pack es NICHT direkt nach den zehn Tagen in den Kühlschrank, sondern probier vorher kurz. Dann weißt du wie es bei dir schmeckt und kannst selbst entscheiden ob es noch zwei Tage Zimmertemp kriegt oder jetzt schon rein soll. Bei mir ist das immer so ein Gefühl-Ding geworden, weniger nach Uhr. Zitat von leni_bkmehrere Tage nicht zuhause
- in der Zeit passiert eigentlich nichts Dramatisches. Solange es vorher nicht schon zu sauer geworden ist, kann es getrost auf dem Regal stehen. Und wenn es zu lange läuft und dir dann zu intensiv wird - naja, dann machst du eben Essig draus, oder? Ist nicht verloren. War bei meiner zweiten Charge auch so, viel zu lange vergessen, aber gegessen hab ich's trotzdem, nur anders kombiniert. Edit: Kleine Ergänzung - wenn du unsicher bist, ob es noch gut ist, riech kurz dran. Unangenehmer Geruch (nicht nur intensiv, sondern wirklich unangenehm) ist das einzige Zeichen, dass was schiefgelaufen ist.
@leni_bk das ist eigentlich die entspannende Antwort - du packst es weg und schaust nach zehn Tagen rein. Punkt. Ich hab meine Gläser auch schon stehen lassen während ich drei Tage weg war, kein Drama. Der Kühlschrank bremst die Fermentation massiv, also selbst wenn du es "vergisst" - es wird nicht plötzlich explodieren oder komplett umkippen. Eher das Gegenteil: je kälter, desto langsamer geht alles voran. Was ich aber wichtig finde - pack es NICHT direkt nach den zehn Tagen in den Kühlschrank, sondern probier vorher kurz. Dann weißt du wie es bei dir schmeckt und kannst selbst entscheiden ob es noch zwei Tage Zimmertemp kriegt oder jetzt schon rein soll. Bei mir ist das immer so ein Gefühl-Ding geworden, weniger nach Uhr. Zitat von leni_bkmehrere Tage nicht zuhause
- in der Zeit passiert eigentlich nichts Dramatisches. Solange es vorher nicht schon zu sauer geworden ist, kann es getrost auf dem Regal stehen. Und wenn es zu lange läuft und dir dann zu intensiv wird - naja, dann machst du eben Essig draus, oder? Ist nicht verloren. War bei meiner zweiten Charge auch so, viel zu lange vergessen, aber gegessen hab ich's trotzdem, nur anders kombiniert. Edit: Kleine Ergänzung - wenn du unsicher bist, ob es noch gut ist, riech kurz dran. Unangenehmer Geruch (nicht nur intensiv, sondern wirklich unangenehm) ist das einzige Zeichen, dass was schiefgelaufen ist.
Zitat von leni_bk am August 17, 2026, 20:48 Uhr@lisab_93 okay das beruhigt mich echt, danke. das mit "probier vorher kurz" ist aber auch irgendwie smart, weil ich sonst wahrscheinlich einfach direkt rein in den Kühlschrank gepackt hätt ohne nachzudenken. und das mit "dann machst du eben Essig draus" -
Zitat von lisab_93ist nicht verloren
- das hat mir gerade nen ganz anderen Blick drauf gegeben. ich dachte immer wenn was schiefgeht ist es weg aber so gesehen ist es eigentlich nur ne andere Version von fertig. was mich jetzt aber noch interessiert - wenn ich das halbe Kilo mach und es geht mir schneller aus als gedacht weil's gut schmeckt, kann ich dann einfach ne zweite Charge parallel machen? oder wird das irgendwie chaotisch wenn man mehrere Gläser gleichzeitig stehen hat? ich weiß nicht warum aber ich hab da irgendwie Sorge dass ich die durcheinander bring oder dass die sich gegenseitig beeinflussen oder sowas dummes 😄 bei mir zuhause is der Platz eh knapp, ich hab nur so ein schmales Regal wo ich das abstellen könnt. und wenn mein Mitbewohner dann auch noch was probieren will und sagt "oh das ist ja ganz lecker" - dann steh ich blöd da mit nur einem Glas das schon halb leer is. passiert mir ständig bei sowas
@lisab_93 okay das beruhigt mich echt, danke. das mit "probier vorher kurz" ist aber auch irgendwie smart, weil ich sonst wahrscheinlich einfach direkt rein in den Kühlschrank gepackt hätt ohne nachzudenken. und das mit "dann machst du eben Essig draus" -
Zitat von lisab_93ist nicht verloren
- das hat mir gerade nen ganz anderen Blick drauf gegeben. ich dachte immer wenn was schiefgeht ist es weg aber so gesehen ist es eigentlich nur ne andere Version von fertig. was mich jetzt aber noch interessiert - wenn ich das halbe Kilo mach und es geht mir schneller aus als gedacht weil's gut schmeckt, kann ich dann einfach ne zweite Charge parallel machen? oder wird das irgendwie chaotisch wenn man mehrere Gläser gleichzeitig stehen hat? ich weiß nicht warum aber ich hab da irgendwie Sorge dass ich die durcheinander bring oder dass die sich gegenseitig beeinflussen oder sowas dummes 😄 bei mir zuhause is der Platz eh knapp, ich hab nur so ein schmales Regal wo ich das abstellen könnt. und wenn mein Mitbewohner dann auch noch was probieren will und sagt "oh das ist ja ganz lecker" - dann steh ich blöd da mit nur einem Glas das schon halb leer is. passiert mir ständig bei sowas