Rote Beete einlegen - lohnt sich der Aufwand wirklich?
Zitat von leni_k am August 17, 2026, 06:50 Uhrich steh gerade vor dem Glas-Schrank meiner Oma und frag mich warum ich das nie selber probiert hab. sie hat früher immer Rote Beete eingelegt, so mit Essig und Lorbeer, das klassische Zeug. ich hab das als Kind nie wirklich gemocht aber neulich beim Durchräumen hab ich ein altes Glas gefunden und... okay es war noch gut, und es hat überraschend nicht schlecht geschmeckt. jetzt überlege ich ob ich das selber machen soll. nicht unbedingt den Oma-Klassiker, aber irgendwas in die Richtung. ich hab gelesen dass man auch fermentieren kann, also ohne Essig, nur mit Salz und Zeit. das klingt mir irgendwie sympathischer weil ich das Gemüse dann noch roh hab wenn ich's einpack, und die Nährstoffe nicht so weggekocht werden. aber ich hab null Ahnung ob das wirklich einen Unterschied macht oder ob ich mir da was einred. die Frage ist halt auch: wie lange hält das? die vakuumverpackten Dinger aus dem Supermarkt hab ich nie wirklich gemocht, die schmecken nach wenig. also wenn ich schon den Aufwand mach dann will ich dass sich das irgendwie lohnt, eine Woche ist mir zu kurz. hat wer Erfahrung damit, speziell mit Fermentieren? ich bin da blutiger Anfänger, hab noch nie wirklich fermentiert, nur mal Kimchi gekauft. ob ich das mit normalen Schraubgläsern machen kann oder ob ich da wirklich ein Bügelglas brauche - keine Ahnung. und was ist mit dem Verhältnis Salz zu Gemüse, da gibt's ja vermutlich eine Grundregel. danke schon mal! ich schau heute Abend nochmal rein wenn ich von der Arbeit fertig bin.
ich steh gerade vor dem Glas-Schrank meiner Oma und frag mich warum ich das nie selber probiert hab. sie hat früher immer Rote Beete eingelegt, so mit Essig und Lorbeer, das klassische Zeug. ich hab das als Kind nie wirklich gemocht aber neulich beim Durchräumen hab ich ein altes Glas gefunden und... okay es war noch gut, und es hat überraschend nicht schlecht geschmeckt. jetzt überlege ich ob ich das selber machen soll. nicht unbedingt den Oma-Klassiker, aber irgendwas in die Richtung. ich hab gelesen dass man auch fermentieren kann, also ohne Essig, nur mit Salz und Zeit. das klingt mir irgendwie sympathischer weil ich das Gemüse dann noch roh hab wenn ich's einpack, und die Nährstoffe nicht so weggekocht werden. aber ich hab null Ahnung ob das wirklich einen Unterschied macht oder ob ich mir da was einred. die Frage ist halt auch: wie lange hält das? die vakuumverpackten Dinger aus dem Supermarkt hab ich nie wirklich gemocht, die schmecken nach wenig. also wenn ich schon den Aufwand mach dann will ich dass sich das irgendwie lohnt, eine Woche ist mir zu kurz. hat wer Erfahrung damit, speziell mit Fermentieren? ich bin da blutiger Anfänger, hab noch nie wirklich fermentiert, nur mal Kimchi gekauft. ob ich das mit normalen Schraubgläsern machen kann oder ob ich da wirklich ein Bügelglas brauche - keine Ahnung. und was ist mit dem Verhältnis Salz zu Gemüse, da gibt's ja vermutlich eine Grundregel. danke schon mal! ich schau heute Abend nochmal rein wenn ich von der Arbeit fertig bin.
Zitat von markus_hh88 am August 17, 2026, 08:11 UhrZitat von leni_kdie Nährstoffe nicht so weggekocht werden
Das stimmt so halb. Beim Fermentieren bleiben bestimmte Inhaltsstoffe tatsächlich besser erhalten als beim Kochen, das ist nicht komplett eingebildet. Aber ich würd da keine großen Sprünge erwarten - der Unterschied im Alltag ist überschaubar. Was beim Fermentieren wirklich anders ist: du bekommst noch Probiotika dazu, wenn die Fermentation ordentlich läuft. Was mich bei deinem Beitrag noch interessiert: du willst, dass es sich lohnt. Was meinst du damit konkret? Haltbarkeit oder Geschmack? Weil beides sind eigentlich separate Fragen. Zur Haltbarkeit - fermentierte Rote Beete, die sauber gemacht wurde, hält im Kühlschrank locker drei bis vier Monate. Ich hab hier noch ein Glas von April stehen, das ist problemlos. Die Essigvariante hält noch länger, verliert aber geschmacklich nach ein paar Monaten. Das ist aus meiner Erfahrung der eigentliche Unterschied: Fermentiert entwickelt sich der Geschmack weiter, Essig konserviert ihn eher ein. Noch ein Punkt, der im Thread noch nicht kam: die Rote Beete vorher dünn hobeln oder grob würfeln macht einen echten Unterschied für die Fermentationsgeschwindigkeit. Fein gehobelt ist nach fünf bis sieben Tagen schon gut, grobe Würfel brauchen eher zehn bis vierzehn. Ich bevorzug Scheiben, weil man sie dann direkt auf Salat legen kann ohne nochmal schneiden zu müssen. Und das mit dem Schraubglas hab ich dir ja schon beantwortet - kurze Zusammenfassung: geht, solange du den Deckel nicht komplett zuschraubst in den ersten Tagen, wegen dem CO2.
Zitat von leni_kdie Nährstoffe nicht so weggekocht werden
Das stimmt so halb. Beim Fermentieren bleiben bestimmte Inhaltsstoffe tatsächlich besser erhalten als beim Kochen, das ist nicht komplett eingebildet. Aber ich würd da keine großen Sprünge erwarten - der Unterschied im Alltag ist überschaubar. Was beim Fermentieren wirklich anders ist: du bekommst noch Probiotika dazu, wenn die Fermentation ordentlich läuft. Was mich bei deinem Beitrag noch interessiert: du willst, dass es sich lohnt. Was meinst du damit konkret? Haltbarkeit oder Geschmack? Weil beides sind eigentlich separate Fragen. Zur Haltbarkeit - fermentierte Rote Beete, die sauber gemacht wurde, hält im Kühlschrank locker drei bis vier Monate. Ich hab hier noch ein Glas von April stehen, das ist problemlos. Die Essigvariante hält noch länger, verliert aber geschmacklich nach ein paar Monaten. Das ist aus meiner Erfahrung der eigentliche Unterschied: Fermentiert entwickelt sich der Geschmack weiter, Essig konserviert ihn eher ein. Noch ein Punkt, der im Thread noch nicht kam: die Rote Beete vorher dünn hobeln oder grob würfeln macht einen echten Unterschied für die Fermentationsgeschwindigkeit. Fein gehobelt ist nach fünf bis sieben Tagen schon gut, grobe Würfel brauchen eher zehn bis vierzehn. Ich bevorzug Scheiben, weil man sie dann direkt auf Salat legen kann ohne nochmal schneiden zu müssen. Und das mit dem Schraubglas hab ich dir ja schon beantwortet - kurze Zusammenfassung: geht, solange du den Deckel nicht komplett zuschraubst in den ersten Tagen, wegen dem CO2.