Rote Beete einlegen - lohnt sich das überhaupt noch?
Zitat von ms_77 am August 7, 2026, 07:23 Uhrmeine Oma hat das früher im Herbst immer gemacht. Keller voller Gläser, Essig-Geruch in der ganzen Wohnung, und das Zeug hat dann monatelang gehalten. ich frag mich jetzt ob das heute noch irgendwer so macht oder ob alle einfach die vakuumverpackten Dinger kaufen und fertig. weil meine Frau hat jetzt ja die Tiefkühltruhe voll - das ist eine Sache. aber einlegen ist nochmal was anderes. klassisch mit Essig Salz, vielleicht n bisschen Zucker und Gewürze rein. meine Oma hatte da immer Lorbeer drin und Piment glaub ich. das hat auch anders geschmeckt als dieses weiche Supermarkt-Zeugs. das Problem ist ich weiß nicht mehr genau wie das geht. also im Groben schon - kochen, schneiden, in sterilisierte Gläser, Essigsud drüber, Deckel drauf. aber die Feinheiten fehlen mir. wie lange hält das dann eigentlich? meine Oma hat die Gläser immer eingekocht zusätzlich, ich weiß nicht ob man das muss oder ob das auch ohne geht. und dann noch die Frage - lohnt sich das zeitlich? ich bin die ganze Woche auf Baustellen und samstags hab ich meistens auch noch irgendwas. ich will keine zwei Stunden in der Küche rumstehen für was das ich auch für 1,50 Euro im Regal kaufen kann. aber der Geschmack ist halt wirklich ein anderer das geb ich zu. hat das hier jemand noch im Programm? echtes Einlegen, nicht diese Schnell-Varianten die ich manchmal in irgendwelchen Magazinen sehe wo man dann Apfelessig und Agavendicksaft reinschüttet und das als "traditionell" verkauft. da muss ich lachen.
meine Oma hat das früher im Herbst immer gemacht. Keller voller Gläser, Essig-Geruch in der ganzen Wohnung, und das Zeug hat dann monatelang gehalten. ich frag mich jetzt ob das heute noch irgendwer so macht oder ob alle einfach die vakuumverpackten Dinger kaufen und fertig. weil meine Frau hat jetzt ja die Tiefkühltruhe voll - das ist eine Sache. aber einlegen ist nochmal was anderes. klassisch mit Essig Salz, vielleicht n bisschen Zucker und Gewürze rein. meine Oma hatte da immer Lorbeer drin und Piment glaub ich. das hat auch anders geschmeckt als dieses weiche Supermarkt-Zeugs. das Problem ist ich weiß nicht mehr genau wie das geht. also im Groben schon - kochen, schneiden, in sterilisierte Gläser, Essigsud drüber, Deckel drauf. aber die Feinheiten fehlen mir. wie lange hält das dann eigentlich? meine Oma hat die Gläser immer eingekocht zusätzlich, ich weiß nicht ob man das muss oder ob das auch ohne geht. und dann noch die Frage - lohnt sich das zeitlich? ich bin die ganze Woche auf Baustellen und samstags hab ich meistens auch noch irgendwas. ich will keine zwei Stunden in der Küche rumstehen für was das ich auch für 1,50 Euro im Regal kaufen kann. aber der Geschmack ist halt wirklich ein anderer das geb ich zu. hat das hier jemand noch im Programm? echtes Einlegen, nicht diese Schnell-Varianten die ich manchmal in irgendwelchen Magazinen sehe wo man dann Apfelessig und Agavendicksaft reinschüttet und das als "traditionell" verkauft. da muss ich lachen.
Zitat von leni_k am August 7, 2026, 14:43 Uhr@ms_77 die Frage ob man einkochen *muss* - das hab ich mich auch schon gefragt, weil meine Mama das früher auch immer gemacht hat und ich nie wusste warum eigentlich. soweit ich das verstanden hab ist der Unterschied ob du die Gläser nur mit heißem Sud auffüllst oder ob du sie nochmal ins Wasserbad gibst. ohne Einkochen hält das angeblich ein paar Wochen im Kühlschrank, mit Einkochen dann wirklich monatelang im Keller. das wär für mich der entscheidende Punkt - wenn ich schon den Aufwand mach, dann will ich auch was davon haben im Januar.
Zitat von ms_77zwei Stunden in der Küche rumstehen für was das ich auch für 1,50 Euro im Regal kaufen kann
ja aber da rechnest du nur die Zeit, nicht das andere. ich mein - das Einlegen ist ja auch irgendwie... ich weiß nicht, das klingt jetzt blöd aber das hat halt einen anderen Wert. nicht im Sinne von teuer oder gesund oder so, sondern einfach du weißt genau was drin ist. kein Konservierungskram, kein Geschmack den du nicht kennst. für mich als jemand die bei Essen ziemlich genau hinschaut was da eigentlich drin ist, wäre das schon ein Argument. was mich aber wirklich interessiert: die Gewürze. Lorbeer und Piment kenn ich, aber ich hab mal irgendwo gelesen dass Kümmel da auch reinpasst. klingt komisch aber angeblich nimmt das die Erdigkeit raus. hat das wer ausprobiert?
@ms_77 die Frage ob man einkochen *muss* - das hab ich mich auch schon gefragt, weil meine Mama das früher auch immer gemacht hat und ich nie wusste warum eigentlich. soweit ich das verstanden hab ist der Unterschied ob du die Gläser nur mit heißem Sud auffüllst oder ob du sie nochmal ins Wasserbad gibst. ohne Einkochen hält das angeblich ein paar Wochen im Kühlschrank, mit Einkochen dann wirklich monatelang im Keller. das wär für mich der entscheidende Punkt - wenn ich schon den Aufwand mach, dann will ich auch was davon haben im Januar.
Zitat von ms_77zwei Stunden in der Küche rumstehen für was das ich auch für 1,50 Euro im Regal kaufen kann
ja aber da rechnest du nur die Zeit, nicht das andere. ich mein - das Einlegen ist ja auch irgendwie... ich weiß nicht, das klingt jetzt blöd aber das hat halt einen anderen Wert. nicht im Sinne von teuer oder gesund oder so, sondern einfach du weißt genau was drin ist. kein Konservierungskram, kein Geschmack den du nicht kennst. für mich als jemand die bei Essen ziemlich genau hinschaut was da eigentlich drin ist, wäre das schon ein Argument. was mich aber wirklich interessiert: die Gewürze. Lorbeer und Piment kenn ich, aber ich hab mal irgendwo gelesen dass Kümmel da auch reinpasst. klingt komisch aber angeblich nimmt das die Erdigkeit raus. hat das wer ausprobiert?
Zitat von ms_77 am August 7, 2026, 22:28 Uhr@leni_k
Zitat von leni_kdas klingt jetzt blöd aber das hat halt einen anderen Wert
nee das klingt nicht blöd. das stimmt sogar. ich würd's nur anders sagen - es geht darum dass man weiß was man hat. nicht dieses Etikett-Lesen und dann trotzdem nicht schlauer sein. zum Kümmel - ich weiß nicht. klingt für mich nach so einem Tipp der aus irgendner Lifestyle-Zeitschrift kommt. "nimmt die Erdigkeit raus" - sag mir einer wie das funktionieren soll. Kümmel ist doch auch kein neutrales Gewürz, der bringt doch seinen eigenen starken Geschmack mit. wäre für mich dann eher Kümmelgemüse als Rote Beete. was mich bei deinem Kommentar mehr beschäftigt ist das mit dem Einkochen im Wasserbad. das kenn ich vom Hörensagen aber ich hab keine Ahnung wie heiß da das Wasser sein muss und wie lange. meine Oma hat das auf dem alten Herd gemacht, da hat sie die Gläser in einen riesigen Topf gestellt mit Wasser und dann gewartet. wie lange weiß ich nicht mehr. ich war damals vielleicht acht. und jetzt sitz ich hier und hab das Gefühl ich müsste das irgendwie rekonstruieren ohne dass ich noch jemanden fragen kann dem ich das früher hätte abschauen können. das ist eigentlich das eigentliche Problem. nicht die Zeit samstags, sondern dass das Wissen einfach weg ist und man dann bei irgendwelchen Blogs landet die einem Agavendicksaft andrehen.
Zitat von leni_kdas klingt jetzt blöd aber das hat halt einen anderen Wert
nee das klingt nicht blöd. das stimmt sogar. ich würd's nur anders sagen - es geht darum dass man weiß was man hat. nicht dieses Etikett-Lesen und dann trotzdem nicht schlauer sein. zum Kümmel - ich weiß nicht. klingt für mich nach so einem Tipp der aus irgendner Lifestyle-Zeitschrift kommt. "nimmt die Erdigkeit raus" - sag mir einer wie das funktionieren soll. Kümmel ist doch auch kein neutrales Gewürz, der bringt doch seinen eigenen starken Geschmack mit. wäre für mich dann eher Kümmelgemüse als Rote Beete. was mich bei deinem Kommentar mehr beschäftigt ist das mit dem Einkochen im Wasserbad. das kenn ich vom Hörensagen aber ich hab keine Ahnung wie heiß da das Wasser sein muss und wie lange. meine Oma hat das auf dem alten Herd gemacht, da hat sie die Gläser in einen riesigen Topf gestellt mit Wasser und dann gewartet. wie lange weiß ich nicht mehr. ich war damals vielleicht acht. und jetzt sitz ich hier und hab das Gefühl ich müsste das irgendwie rekonstruieren ohne dass ich noch jemanden fragen kann dem ich das früher hätte abschauen können. das ist eigentlich das eigentliche Problem. nicht die Zeit samstags, sondern dass das Wissen einfach weg ist und man dann bei irgendwelchen Blogs landet die einem Agavendicksaft andrehen.
Zitat von leni_bk am August 7, 2026, 22:52 Uhr@ms_77 das mit dem Wissen das einfach weg ist - ja das versteh ich total. meine Oma hat mir das auch nie richtig beigebracht, und jetzt sitz ich da und denk mir, warum hab ich nicht einfach mal zugeschaut statt zu spielen. aber ehrlich gesagt - für das Einkochen im Wasserbad gibt's ja mittlerweile Youtube und so. das ist nicht mehr so mysteriös wie früher. die Temperatur muss glaub ich um die 80-90 Grad sein, und dann so ne halbe Stunde oder so, aber wirklich sicher bin ich mir auch nicht. meine Hausärztin hat letztens erwähnt dass ihre Mutter das immer noch macht, ich hätt sie fragen sollen wie lang genau. nächstes Mal. was mich aber irgendwie mehr interessiert - du fragst ob sich der Aufwand lohnt, aber vielleicht ist das auch die falsche Frage? ich mein, klar kosten die Fertig-Gläser fast nix. aber wenn du das Einlegen wirklich vermisst - der Geschmack, das Wissen was drin ist, all das - dann ist das ja nicht nur ein praktisches Problem sondern eher so eine Sache wo du merkst dass dir was fehlt. und dann kostet dich eine Stunde samstags auch nicht wirklich mehr weil du das ja willst. zum Kümmel würd ich ehrlich gesagt lieber nichts sagen ohne das probiert zu haben. könnte ja sein dass ms_77 da recht hat und das klingt nur merkwürdig.
@ms_77 das mit dem Wissen das einfach weg ist - ja das versteh ich total. meine Oma hat mir das auch nie richtig beigebracht, und jetzt sitz ich da und denk mir, warum hab ich nicht einfach mal zugeschaut statt zu spielen. aber ehrlich gesagt - für das Einkochen im Wasserbad gibt's ja mittlerweile Youtube und so. das ist nicht mehr so mysteriös wie früher. die Temperatur muss glaub ich um die 80-90 Grad sein, und dann so ne halbe Stunde oder so, aber wirklich sicher bin ich mir auch nicht. meine Hausärztin hat letztens erwähnt dass ihre Mutter das immer noch macht, ich hätt sie fragen sollen wie lang genau. nächstes Mal. was mich aber irgendwie mehr interessiert - du fragst ob sich der Aufwand lohnt, aber vielleicht ist das auch die falsche Frage? ich mein, klar kosten die Fertig-Gläser fast nix. aber wenn du das Einlegen wirklich vermisst - der Geschmack, das Wissen was drin ist, all das - dann ist das ja nicht nur ein praktisches Problem sondern eher so eine Sache wo du merkst dass dir was fehlt. und dann kostet dich eine Stunde samstags auch nicht wirklich mehr weil du das ja willst. zum Kümmel würd ich ehrlich gesagt lieber nichts sagen ohne das probiert zu haben. könnte ja sein dass ms_77 da recht hat und das klingt nur merkwürdig.
Zitat von ms_77 am August 7, 2026, 23:10 Uhr@leni_bk
Zitat von leni_kwarum hab ich nicht einfach mal zugeschaut statt zu spielen
ja genau das. das geht mir genauso. und das kriegt man nicht mehr zurück. aber dein Punkt mit der "falschen Frage" - da bin ich nicht sicher ob ich das so sehe. klar, wenn man was vermisst dann macht man es. aber ich vermiss ja nicht das Einlegen an sich, ich vermiss das Ergebnis. das ist n Unterschied. ich will im Januar das Glas aufmachen und das Zeug schmeckt nach was. nicht nach Kühlschrank und nicht nach Supermarkt. draußen ist Gewitter gerade, passt zum Tag. zur Youtube-Sache - das stimmt schon dass man das nachlesen kann. aber da ist das Problem dass jeder was anderes sagt. ein Video sagt 80 Grad 20 Minuten nächstes sagt 90 Grad 45 Minuten, und dann gibt's noch die die sagen ohne Einkochen reicht wenn der Sud heiß genug ist. weiß ich jetzt nicht mehr als vorher. und bei Einmachgläsern ist mir das zu riskant wenn ich's falsch mach. ich bin Elektriker, ich weiß was passiert wenn man Sachen halbgar macht. Schimmel im Glas ist halt kein Kabelbruch den man repariert, das ist dann einfach futsch. was ich jetzt wirklich wissen würde - hat hier irgendjemand das wirklich in den letzten Jahren gemacht klassisch eingekocht, und kann konkrete Zahlen nennen. nicht "so ungefähr ne halbe Stunde oder so", sondern wirklich gemacht und weiß es.
Zitat von leni_kwarum hab ich nicht einfach mal zugeschaut statt zu spielen
ja genau das. das geht mir genauso. und das kriegt man nicht mehr zurück. aber dein Punkt mit der "falschen Frage" - da bin ich nicht sicher ob ich das so sehe. klar, wenn man was vermisst dann macht man es. aber ich vermiss ja nicht das Einlegen an sich, ich vermiss das Ergebnis. das ist n Unterschied. ich will im Januar das Glas aufmachen und das Zeug schmeckt nach was. nicht nach Kühlschrank und nicht nach Supermarkt. draußen ist Gewitter gerade, passt zum Tag. zur Youtube-Sache - das stimmt schon dass man das nachlesen kann. aber da ist das Problem dass jeder was anderes sagt. ein Video sagt 80 Grad 20 Minuten nächstes sagt 90 Grad 45 Minuten, und dann gibt's noch die die sagen ohne Einkochen reicht wenn der Sud heiß genug ist. weiß ich jetzt nicht mehr als vorher. und bei Einmachgläsern ist mir das zu riskant wenn ich's falsch mach. ich bin Elektriker, ich weiß was passiert wenn man Sachen halbgar macht. Schimmel im Glas ist halt kein Kabelbruch den man repariert, das ist dann einfach futsch. was ich jetzt wirklich wissen würde - hat hier irgendjemand das wirklich in den letzten Jahren gemacht klassisch eingekocht, und kann konkrete Zahlen nennen. nicht "so ungefähr ne halbe Stunde oder so", sondern wirklich gemacht und weiß es.
Zitat von derbär am August 8, 2026, 02:43 Uhr@ms_77
Zitat von ms_77hat hier irgendjemand das wirklich in den letzten Jahren gemacht klassisch eingekocht und kann konkrete Zahlen nennen
ich nicht - aber meine Schwägerin macht das jedes Jahr im September. ich hab sie gerade mal schnell angeschrieben. sie sagt: 90 Grad, 30 Minuten, Gläser komplett unterm Wasser. und Deckel danach fest drücken wenn die Gläser abkühlen - wenn der "klickt" ist er dicht. das ist ihr Test. klingt simpel aber sie macht das seit Jahren und hatte noch nie Schimmel. was mich bei deinem Beitrag aber eher beschäftigt ist die Sache mit dem Risiko. du sagst "halbgar ist futsch" - ja stimmt. aber du hast auch gesagt du weißt wie das geht im Groben. das ist doch schon mehr als die meisten hier. ich glaub das Hauptproblem ist nicht das Wissen sondern die Angst danebenzuliegen beim ersten Mal. und das kenn ich aus nem ganz anderen Bereich - beim Rad hab ich auch lange gezögert bevor ich selbst an der Schaltung rumgemacht hab. irgendwann machste es halt einfach. ob der Kümmel was bringt weiß ich übrigens immer noch nicht - aber das interessiert mich jetzt ehrlich gesagt weniger als deine Frage mit dem Einkochen. wenn meine Schwägerin zurückschreibt ob sie noch mehr Details hat sag ich Bescheid
--
Schaltwerk ölen ist auch Ernährung.
Zitat von ms_77hat hier irgendjemand das wirklich in den letzten Jahren gemacht klassisch eingekocht und kann konkrete Zahlen nennen
ich nicht - aber meine Schwägerin macht das jedes Jahr im September. ich hab sie gerade mal schnell angeschrieben. sie sagt: 90 Grad, 30 Minuten, Gläser komplett unterm Wasser. und Deckel danach fest drücken wenn die Gläser abkühlen - wenn der "klickt" ist er dicht. das ist ihr Test. klingt simpel aber sie macht das seit Jahren und hatte noch nie Schimmel. was mich bei deinem Beitrag aber eher beschäftigt ist die Sache mit dem Risiko. du sagst "halbgar ist futsch" - ja stimmt. aber du hast auch gesagt du weißt wie das geht im Groben. das ist doch schon mehr als die meisten hier. ich glaub das Hauptproblem ist nicht das Wissen sondern die Angst danebenzuliegen beim ersten Mal. und das kenn ich aus nem ganz anderen Bereich - beim Rad hab ich auch lange gezögert bevor ich selbst an der Schaltung rumgemacht hab. irgendwann machste es halt einfach. ob der Kümmel was bringt weiß ich übrigens immer noch nicht - aber das interessiert mich jetzt ehrlich gesagt weniger als deine Frage mit dem Einkochen. wenn meine Schwägerin zurückschreibt ob sie noch mehr Details hat sag ich Bescheid
--
Schaltwerk ölen ist auch Ernährung.
Zitat von ms_77 am August 8, 2026, 04:35 Uhr@derbär das mit deiner Schwägerin - das sind endlich mal Zahlen die ich verwenden kann. 90 Grad 30 Minuten Gläser komplett unterm Wasser. das schreib ich mir auf. ernsthaft.
Zitat von derbärdie Angst danebenzuliegen beim ersten Mal
naja, das ist nicht ganz falsch. aber ich würd's nicht Angst nennen. eher - wenn ich ne Unterverteilung falsch verdrahte dann merkst du das sofort oder du merkst es wenn's brennt. beim Einmachen weißt du's erst im Januar wenn du das Glas aufmachst. das ist ne andere Art von Fehler. du siehst's nicht kommen. was mich jetzt bei dem 90-Grad-Tipp aber wirklich beschäftigt: womit misst sie das. einfach Thermometer in den Topf oder schätzt sie das. weil die meisten Herde die ich kenne - und ich war auf genug Baustellen wo Küchen renoviert wurden - die laufen nicht so präzise. mein eigener Herd ist da auch keine Ausnahme. "Stufe 6 von 9" heißt halt nix Konkretes. wenn deine Schwägerin da noch was zu sagt würd mich das wirklich interessieren. ob sie Thermometer nimmt oder ob das einfach irgendwann kocht und dann runterdrehen und warten.
@derbär das mit deiner Schwägerin - das sind endlich mal Zahlen die ich verwenden kann. 90 Grad 30 Minuten Gläser komplett unterm Wasser. das schreib ich mir auf. ernsthaft.
Zitat von derbärdie Angst danebenzuliegen beim ersten Mal
naja, das ist nicht ganz falsch. aber ich würd's nicht Angst nennen. eher - wenn ich ne Unterverteilung falsch verdrahte dann merkst du das sofort oder du merkst es wenn's brennt. beim Einmachen weißt du's erst im Januar wenn du das Glas aufmachst. das ist ne andere Art von Fehler. du siehst's nicht kommen. was mich jetzt bei dem 90-Grad-Tipp aber wirklich beschäftigt: womit misst sie das. einfach Thermometer in den Topf oder schätzt sie das. weil die meisten Herde die ich kenne - und ich war auf genug Baustellen wo Küchen renoviert wurden - die laufen nicht so präzise. mein eigener Herd ist da auch keine Ausnahme. "Stufe 6 von 9" heißt halt nix Konkretes. wenn deine Schwägerin da noch was zu sagt würd mich das wirklich interessieren. ob sie Thermometer nimmt oder ob das einfach irgendwann kocht und dann runterdrehen und warten.
Zitat von elvira_k am August 8, 2026, 06:30 Uhr@ms_77 @derbär, ich lese das gerade und muss sagen, das mit dem Thermometer ist ein guter Punkt. Bei mir im Garten hab ich festgestellt, dass es beim Einmachen wirklich auf die Genauigkeit ankommt, wenn man es richtig machen will. Mein Hausarzt hat mir ja geraten, mehr Rote Beete zu essen wegen des Blutdrucks, und seitdem konserviere ich auch regelmäßig ein paar Gläser aus meinem Anbau. Ich nehme da tatsächlich ein einfaches Küchenthermometer - kostet bei uns in der Apotheke um die Ecke nicht viel, und dann weiß ich genau wann die 90 Grad erreicht sind. Sonst kann man wirklich nicht sicher sein, ob der Herd das leistet was du denkst. Was mich aber bei der ganzen Diskussion interessiert: @ms_77, du fragst ob sich der Aufwand lohnt, und dann merkst du selbst dass es beim Geschmack einen Unterschied gibt. Für mich ist das schon die Antwort. Ich mache das nicht weil es billig ist oder weil ich denke ich spare damit Geld - ich mache es weil ich weiß was drin ist. Keine Konservierungsstoffe, keine Geschmacksverstärker. Wenn deine Oma das so gemacht hat, dann war das nicht umsonst. Das Wissen ist nicht weg, man muss es sich nur wieder holen. Das Thermometer würde ich dir wirklich empfehlen. Sonst machst du alles richtig und am Ende sitzt du im Januar mit Schimmel da und fragst dich was falsch war.
@ms_77 @derbär, ich lese das gerade und muss sagen, das mit dem Thermometer ist ein guter Punkt. Bei mir im Garten hab ich festgestellt, dass es beim Einmachen wirklich auf die Genauigkeit ankommt, wenn man es richtig machen will. Mein Hausarzt hat mir ja geraten, mehr Rote Beete zu essen wegen des Blutdrucks, und seitdem konserviere ich auch regelmäßig ein paar Gläser aus meinem Anbau. Ich nehme da tatsächlich ein einfaches Küchenthermometer - kostet bei uns in der Apotheke um die Ecke nicht viel, und dann weiß ich genau wann die 90 Grad erreicht sind. Sonst kann man wirklich nicht sicher sein, ob der Herd das leistet was du denkst. Was mich aber bei der ganzen Diskussion interessiert: @ms_77, du fragst ob sich der Aufwand lohnt, und dann merkst du selbst dass es beim Geschmack einen Unterschied gibt. Für mich ist das schon die Antwort. Ich mache das nicht weil es billig ist oder weil ich denke ich spare damit Geld - ich mache es weil ich weiß was drin ist. Keine Konservierungsstoffe, keine Geschmacksverstärker. Wenn deine Oma das so gemacht hat, dann war das nicht umsonst. Das Wissen ist nicht weg, man muss es sich nur wieder holen. Das Thermometer würde ich dir wirklich empfehlen. Sonst machst du alles richtig und am Ende sitzt du im Januar mit Schimmel da und fragst dich was falsch war.
Zitat von jana_w am August 8, 2026, 09:17 Uhr@elvira_k der Thermometer-Hinweis ist eigentlich der pragmatischste Beitrag hier bisher, ehrlich gesagt. Und ich sag das nicht um dir zu schmeicheln - ich hab das mit dem Herd-Präzisionsproblem selbst schon festgestellt, bei Sous-vide, da merkst du sofort dass "Stufe 5" auf meinem Gerät was völlig anderes ist als auf dem meiner Schwester. Was mich aber bei deinem Post ein bisschen stört: der Satz mit "das Wissen ist nicht weg, man muss es sich nur wieder holen" - ich versteh was du meinst, aber @ms_77 hat da was anderes beschrieben. Nicht fehlendes Wissen das man googlen kann, sondern dieses Gefühl dass jemand das wirklich wusste und jetzt nicht mehr da ist. Das ist kein Problem das ein Küchenthermometer löst. Das ist was anderes. Ich mach das mit dem Rote-Beete-Einlegen selbst nicht, ich kauf vakuumverpackt oder trink Konzentrat - keine Zeit und keine Kellerkapazität in meiner Wohnung. Aber ich erinner mich dass meine Mutter irgendwann aufgehört hat einzumachen, einfach weil mein Vater meinte das lohnt sich nicht. Und dann war das halt weg. Ich frag mich manchmal ob man da einfach mal hätte drauf bestehen sollen. Zum Kümmel-Thema von vorhin übrigens: ich würde das nicht per se ausschließen. Kümmel und Rote Beete ist in der osteuropäischen Küche nicht ungewöhnlich, das kommt nicht aus dem Lifestyle-Magazin.
@elvira_k der Thermometer-Hinweis ist eigentlich der pragmatischste Beitrag hier bisher, ehrlich gesagt. Und ich sag das nicht um dir zu schmeicheln - ich hab das mit dem Herd-Präzisionsproblem selbst schon festgestellt, bei Sous-vide, da merkst du sofort dass "Stufe 5" auf meinem Gerät was völlig anderes ist als auf dem meiner Schwester. Was mich aber bei deinem Post ein bisschen stört: der Satz mit "das Wissen ist nicht weg, man muss es sich nur wieder holen" - ich versteh was du meinst, aber @ms_77 hat da was anderes beschrieben. Nicht fehlendes Wissen das man googlen kann, sondern dieses Gefühl dass jemand das wirklich wusste und jetzt nicht mehr da ist. Das ist kein Problem das ein Küchenthermometer löst. Das ist was anderes. Ich mach das mit dem Rote-Beete-Einlegen selbst nicht, ich kauf vakuumverpackt oder trink Konzentrat - keine Zeit und keine Kellerkapazität in meiner Wohnung. Aber ich erinner mich dass meine Mutter irgendwann aufgehört hat einzumachen, einfach weil mein Vater meinte das lohnt sich nicht. Und dann war das halt weg. Ich frag mich manchmal ob man da einfach mal hätte drauf bestehen sollen. Zum Kümmel-Thema von vorhin übrigens: ich würde das nicht per se ausschließen. Kümmel und Rote Beete ist in der osteuropäischen Küche nicht ungewöhnlich, das kommt nicht aus dem Lifestyle-Magazin.
Zitat von rote_socke_83 am August 8, 2026, 10:01 Uhr@jana_w das mit dem Kümmel - okay, das nehm ich zurück was ich vorhin irgendwo mal dazu gesagt hab. Osteuropäische Küche ist kein Lifestyle-Magazin, das ist fair. Ich hab da zu schnell abgehakt. Aber was mich bei deinem Beitrag mehr beschäftigt ist das hier:
Zitat von jana_wIch frag mich manchmal ob man da einfach mal hätte drauf bestehen sollen.
Ich sag dir, das ist genau das Ding. Man besteht nicht drauf weil man denkt, das macht die irgendwie nächstes Jahr auch nochmal. Und dann macht sie's nicht mehr. Und dann ist Feierabend. Das klingt jetzt nach mehr als es sein soll. Ich mein das ganz konkret - ich hab auch Sachen bei meinem Vater nicht mitgenommen die ich jetzt gerne wüsste. Nicht beim Einmachen, bei ihm war's eher Motoren. Aber das Muster ist dasselbe. Was mich bei dem ganzen Thread trotzdem noch beschäftigt: alle reden über das Einkochen aber keiner hat bisher gesagt wie lange das eingekochte Zeug dann wirklich gut bleibt wenn man es richtig gemacht hat. Die Schwägerin von @derbär sagt 90 Grad 30 Minuten - aber hält das dann drei Monate oder eher drei Jahre? Weil das verändert die Aufwands-Rechnung schon deutlich. Wenn ich im September acht Gläser mach und die halten bis zum nächsten Herbst, dann ist das eine andere Kalkulation als wenn die im März schon fragwürdig werden.
@jana_w das mit dem Kümmel - okay, das nehm ich zurück was ich vorhin irgendwo mal dazu gesagt hab. Osteuropäische Küche ist kein Lifestyle-Magazin, das ist fair. Ich hab da zu schnell abgehakt. Aber was mich bei deinem Beitrag mehr beschäftigt ist das hier:
Zitat von jana_wIch frag mich manchmal ob man da einfach mal hätte drauf bestehen sollen.
Ich sag dir, das ist genau das Ding. Man besteht nicht drauf weil man denkt, das macht die irgendwie nächstes Jahr auch nochmal. Und dann macht sie's nicht mehr. Und dann ist Feierabend. Das klingt jetzt nach mehr als es sein soll. Ich mein das ganz konkret - ich hab auch Sachen bei meinem Vater nicht mitgenommen die ich jetzt gerne wüsste. Nicht beim Einmachen, bei ihm war's eher Motoren. Aber das Muster ist dasselbe. Was mich bei dem ganzen Thread trotzdem noch beschäftigt: alle reden über das Einkochen aber keiner hat bisher gesagt wie lange das eingekochte Zeug dann wirklich gut bleibt wenn man es richtig gemacht hat. Die Schwägerin von @derbär sagt 90 Grad 30 Minuten - aber hält das dann drei Monate oder eher drei Jahre? Weil das verändert die Aufwands-Rechnung schon deutlich. Wenn ich im September acht Gläser mach und die halten bis zum nächsten Herbst, dann ist das eine andere Kalkulation als wenn die im März schon fragwürdig werden.