Rote Beete einlegen – Essig oder Lake, was macht ihr?
Zitat von leni_k am August 17, 2026, 07:07 Uhrich bin gerade dabei mich durch das Thema Einlegen zu kämpfen und merke dass ich keine Ahnung hab was eigentlich den Unterschied macht. meine Oma hat immer mit Essig gearbeitet, so klassisch mit Lorbeer und vielleicht noch ein bisschen Zucker dazu. das kenn ich, das schmeckt mir auch. aber jetzt lese ich überall dass die Fermentation mit Salzlake eigentlich viel interessanter sein soll - andere Aromen, andere Konsistenz, anderes... alles irgendwie. hat wer Erfahrung damit? also wirklich gemacht und nicht nur drüber gelesen? ich frag weil ich grad noch ein paar Rote Beeten übrig hab und die wollen verarbeitet werden. und ich will das nicht einfach so hinwurschteln ohne zu wissen was ich tue. beim Einlegen mit Essig bin ich halbwegs sicher, da kann ich mir vorstellen wie's ausgeht. aber bei Fermentation bin ich komplett blank. wie lang dauert das überhaupt? und bei Zimmertemperatur, oder kühler Keller? ich hab keinen Keller. das mit den Gläsern ist mir auch nicht ganz klar - braucht man da spezielle Bügelgläser oder geht das auch mit normalen Gurkengläsern vom Supermarkt? meine Oma hat immer ihre alten Weck-Gläser genommen aber ich hab die nicht. ehrlich gesagt bin ich neugierig weil ich Rote Beete gerade generell mehr in meinen Alltag reinholen will - auch wegen dem Thema Ausdauer und so, da hab ich einiges gelesen. und wenn ich mir schon die Arbeit mache dann will ich was dabei haben das länger hält und wirklich gut schmeckt. die Essig-Variante kenn ich, vielleicht ist es Zeit für was Neues. danke schon mal!
ich bin gerade dabei mich durch das Thema Einlegen zu kämpfen und merke dass ich keine Ahnung hab was eigentlich den Unterschied macht. meine Oma hat immer mit Essig gearbeitet, so klassisch mit Lorbeer und vielleicht noch ein bisschen Zucker dazu. das kenn ich, das schmeckt mir auch. aber jetzt lese ich überall dass die Fermentation mit Salzlake eigentlich viel interessanter sein soll - andere Aromen, andere Konsistenz, anderes... alles irgendwie. hat wer Erfahrung damit? also wirklich gemacht und nicht nur drüber gelesen? ich frag weil ich grad noch ein paar Rote Beeten übrig hab und die wollen verarbeitet werden. und ich will das nicht einfach so hinwurschteln ohne zu wissen was ich tue. beim Einlegen mit Essig bin ich halbwegs sicher, da kann ich mir vorstellen wie's ausgeht. aber bei Fermentation bin ich komplett blank. wie lang dauert das überhaupt? und bei Zimmertemperatur, oder kühler Keller? ich hab keinen Keller. das mit den Gläsern ist mir auch nicht ganz klar - braucht man da spezielle Bügelgläser oder geht das auch mit normalen Gurkengläsern vom Supermarkt? meine Oma hat immer ihre alten Weck-Gläser genommen aber ich hab die nicht. ehrlich gesagt bin ich neugierig weil ich Rote Beete gerade generell mehr in meinen Alltag reinholen will - auch wegen dem Thema Ausdauer und so, da hab ich einiges gelesen. und wenn ich mir schon die Arbeit mache dann will ich was dabei haben das länger hält und wirklich gut schmeckt. die Essig-Variante kenn ich, vielleicht ist es Zeit für was Neues. danke schon mal!
Zitat von markus_hh88 am August 17, 2026, 07:25 UhrZitat von leni_kbei Fermentation bin ich komplett blank
Das ist eigentlich der beste Ausgangspunkt, weil man dann keine falschen Erwartungen mitbringt. @leni_k Zur Glasfrage: Normale Schraubgläser aus dem Supermarkt funktionieren. Der Deckel darf nicht fest verschlossen sein in den ersten Tagen, weil das CO2 aus der Fermentation irgendwo hin muss. Einfach locker aufdrehen oder einmal täglich kurz lüften. Weck-Gläser haben den Vorteil, dass die Gummidichtung das automatisch regelt, aber es ist kein Muss. Was mich bei deiner Frage interessiert: Du hast keine Temperaturangabe für deine Wohnung gemacht. Das spielt nämlich wirklich eine Rolle. Unter 20 Grad läuft die Fermentation deutlich langsamer, über 24 Grad wird sie aggressiver und kippt schneller ins Saure. Ich hab das mal im Hochsommer mit Rotkohl verglichen - bei 26 Grad im Küchenfenster war der nach vier Tagen schon ziemlich heftig, derselbe Ansatz auf dem Boden neben der Balkontür brauchte gut eine Woche. Rote Beete ist etwas gutmütiger als Kohl, weil der Zuckergehalt höher ist, aber das Prinzip ist gleich. Zur Salzlake: 2% Salz auf die Wassermenge, nicht jodiertes Salz. Das steht in fast jeder Anleitung so, und da muss ich nicht widersprechen, das ist einfach richtig. Rote Beete sollte komplett unter der Lake bleiben, sonst schimmelt was oben drauf. Realistisch betrachtet: wenn deine Roten Beeten jetzt verarbeitet werden müssen und du noch nie fermentiert hast, würde ich mit einem kleinen Glas anfangen und den Rest einlegen wie deine Oma. Nicht weil Fermentation schwierig ist, sondern weil man beim ersten Mal doch öfter nachschauen will als geplant.
Zitat von leni_kbei Fermentation bin ich komplett blank
Das ist eigentlich der beste Ausgangspunkt, weil man dann keine falschen Erwartungen mitbringt. @leni_k Zur Glasfrage: Normale Schraubgläser aus dem Supermarkt funktionieren. Der Deckel darf nicht fest verschlossen sein in den ersten Tagen, weil das CO2 aus der Fermentation irgendwo hin muss. Einfach locker aufdrehen oder einmal täglich kurz lüften. Weck-Gläser haben den Vorteil, dass die Gummidichtung das automatisch regelt, aber es ist kein Muss. Was mich bei deiner Frage interessiert: Du hast keine Temperaturangabe für deine Wohnung gemacht. Das spielt nämlich wirklich eine Rolle. Unter 20 Grad läuft die Fermentation deutlich langsamer, über 24 Grad wird sie aggressiver und kippt schneller ins Saure. Ich hab das mal im Hochsommer mit Rotkohl verglichen - bei 26 Grad im Küchenfenster war der nach vier Tagen schon ziemlich heftig, derselbe Ansatz auf dem Boden neben der Balkontür brauchte gut eine Woche. Rote Beete ist etwas gutmütiger als Kohl, weil der Zuckergehalt höher ist, aber das Prinzip ist gleich. Zur Salzlake: 2% Salz auf die Wassermenge, nicht jodiertes Salz. Das steht in fast jeder Anleitung so, und da muss ich nicht widersprechen, das ist einfach richtig. Rote Beete sollte komplett unter der Lake bleiben, sonst schimmelt was oben drauf. Realistisch betrachtet: wenn deine Roten Beeten jetzt verarbeitet werden müssen und du noch nie fermentiert hast, würde ich mit einem kleinen Glas anfangen und den Rest einlegen wie deine Oma. Nicht weil Fermentation schwierig ist, sondern weil man beim ersten Mal doch öfter nachschauen will als geplant.
Zitat von leni_k am August 17, 2026, 07:36 UhrZitat von markus_hh88bei 26 Grad im Küchenfenster war der nach vier Tagen schon ziemlich heftig
okay das ist genau die Info die ich gebraucht hätte - weil meine Küche im Sommer gern mal 24-25 Grad hat, Westfenster, nachmittags wird's warm. ich hab das als Faktor komplett unterschätzt ehrlich gesagt. der Tipp mit dem kleinen Glas zuerst macht Sinn. ich glaub ich hätte sonst einfach alles reingeworfen und dann dagesessen mit drei Litern Ferment die ich nicht einschätzen kann. eine Sache die ich noch nicht versteh: du schreibst den Deckel locker aufdrehen. aber wie merk ich dann dass was schiefläuft? ich mein, bei Essig-Einlegen riecht man das sofort wenn was nicht stimmt. aber bei Fermentation - ist das dann auch eindeutig oder könnte ich da was übersehen wenn ich nicht aufpass? ich hab leider keinen Vergleichsgeschmack für "das ist jetzt genau richtig" versus "das ist schon zu weit". und noch was das mich interessiert: du hast Rotkohl erwähnt - hast du das öfter gemacht, also fermentieren generell? ich frag weil ich mich frag ob die Logik dann bei Roter Beete einfach dieselbe ist oder ob's da Eigenheiten gibt die man kennen muss.
Zitat von markus_hh88bei 26 Grad im Küchenfenster war der nach vier Tagen schon ziemlich heftig
okay das ist genau die Info die ich gebraucht hätte - weil meine Küche im Sommer gern mal 24-25 Grad hat, Westfenster, nachmittags wird's warm. ich hab das als Faktor komplett unterschätzt ehrlich gesagt. der Tipp mit dem kleinen Glas zuerst macht Sinn. ich glaub ich hätte sonst einfach alles reingeworfen und dann dagesessen mit drei Litern Ferment die ich nicht einschätzen kann. eine Sache die ich noch nicht versteh: du schreibst den Deckel locker aufdrehen. aber wie merk ich dann dass was schiefläuft? ich mein, bei Essig-Einlegen riecht man das sofort wenn was nicht stimmt. aber bei Fermentation - ist das dann auch eindeutig oder könnte ich da was übersehen wenn ich nicht aufpass? ich hab leider keinen Vergleichsgeschmack für "das ist jetzt genau richtig" versus "das ist schon zu weit". und noch was das mich interessiert: du hast Rotkohl erwähnt - hast du das öfter gemacht, also fermentieren generell? ich frag weil ich mich frag ob die Logik dann bei Roter Beete einfach dieselbe ist oder ob's da Eigenheiten gibt die man kennen muss.
Zitat von markus_hh88 am August 17, 2026, 07:51 UhrZitat von leni_kwie merk ich dann dass was schiefläuft
Das ist eigentlich die richtige Frage. Beim Fermentieren riecht man es auch, aber anders als bei Essig-Einlegem: Wenn es kippt, riecht es faulig-modrig, nicht säuerlich. Guter Ferment riecht leicht säuerlich-frisch, ein bisschen wie Buttermilch, nicht unangenehm. Das klingt vage, ich weiß, aber nach einmal macht man sich kein Kopfzerbrechen mehr. Zu deiner anderen Frage: ja, ich fermentiere öfter, meistens Kohl oder Gurken. Rote Beete ist in einer Hinsicht einfacher - der Zuckergehalt gibt den Milchsäurebakterien schnell was zu tun, deswegen kommt die Fermentation zügig in Gang. Aber sie verzeiht weniger wenn die Beete nicht vollständig unter der Lake ist. Kohl hat durch das Salzen und Kneten eigene Flüssigkeit, Rote Beete nicht. Das ist der eine Punkt wo ich bei Roter Beete genauer hinschaue als bei anderem Gemüse. Zur "genau richtig"-Frage: probier einfach ab Tag drei täglich. Du wirst selbst merken wann es deinen Geschmack trifft. Manche mögen es nach vier Tagen, andere lieber nach sieben. Das ist keine Wissenschaft, das ist Geschmackssache. Draußen ist heute zum ersten Mal seit Wochen nicht drückend schwül - mein Fensterferment hätte das gerade gern gehabt. @leni_k Wenn du beim ersten Mal wirklich sichergehen willst: mach ein Glas Ferment, und leg den Rest klassisch mit Essig ein. Dann hast du einen direkten Vergleich und nichts geht verloren.
Zitat von leni_kwie merk ich dann dass was schiefläuft
Das ist eigentlich die richtige Frage. Beim Fermentieren riecht man es auch, aber anders als bei Essig-Einlegem: Wenn es kippt, riecht es faulig-modrig, nicht säuerlich. Guter Ferment riecht leicht säuerlich-frisch, ein bisschen wie Buttermilch, nicht unangenehm. Das klingt vage, ich weiß, aber nach einmal macht man sich kein Kopfzerbrechen mehr. Zu deiner anderen Frage: ja, ich fermentiere öfter, meistens Kohl oder Gurken. Rote Beete ist in einer Hinsicht einfacher - der Zuckergehalt gibt den Milchsäurebakterien schnell was zu tun, deswegen kommt die Fermentation zügig in Gang. Aber sie verzeiht weniger wenn die Beete nicht vollständig unter der Lake ist. Kohl hat durch das Salzen und Kneten eigene Flüssigkeit, Rote Beete nicht. Das ist der eine Punkt wo ich bei Roter Beete genauer hinschaue als bei anderem Gemüse. Zur "genau richtig"-Frage: probier einfach ab Tag drei täglich. Du wirst selbst merken wann es deinen Geschmack trifft. Manche mögen es nach vier Tagen, andere lieber nach sieben. Das ist keine Wissenschaft, das ist Geschmackssache. Draußen ist heute zum ersten Mal seit Wochen nicht drückend schwül - mein Fensterferment hätte das gerade gern gehabt. @leni_k Wenn du beim ersten Mal wirklich sichergehen willst: mach ein Glas Ferment, und leg den Rest klassisch mit Essig ein. Dann hast du einen direkten Vergleich und nichts geht verloren.