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Rote Beete einlegen – Essig oder Lake, was dominiert am Ende wirklich?

Ich habe das Wochenende genutzt und zum ersten Mal selbst Rote Beete eingelegt, also klassisch, mit Essigmarinade. Rezept war simpel: Apfelessig, etwas Zucker, Salz, Lorbeer, Piment. Die Knollen vorher gekocht, abgezogen, in Scheiben, Gläser sterilisiert - der ganze Ablauf hat gut funktioniert. Jetzt nach drei Tagen im Kühlschrank habe ich eines der Gläser geöffnet und war ehrlich gesagt zwiegespalten. Der Essig übernimmt ziemlich komplett, das Eigenartige der Roten Beete - dieser leicht erdige Unterton, den ich bei roh oder nur gekocht noch gut rausschmecke - ist fast weg. Was bleibt, ist eher eine süßsaure Scheibe mit Roter-Beete-Farbe. Ich frage mich jetzt, ob das Absicht ist. Ich meine: traditionell eingelegt ist das halt so, das kennt man aus dem Supermarktregal. Aber wenn ich das selbst mache und dabei den Geschmack des Gemüses behalten will, ist Essig dann das falsche Mittel? Ich habe gelesen, dass manche Leute eine reine Salzlake nehmen, also ohne Essig, eher in Richtung Fermentation - aber das ist dann ja schon ein anderes Verfahren. Jemand hier im Thread hatte das mal erwähnt. Ergebnisse von fermentierten Ansätzen scheinen deutlich komplexer zu schmecken, aber auch unberechenbarer in der Textur. Mich würde interessieren, ob jemand beides wirklich nebeneinander ausprobiert hat - Essigmarinade vs. Salzlake - und einen klaren Eindruck hat, welches Verfahren mehr vom Gemüse selbst übrig lässt. Ich vermute, die Antwort ist: Salzlake, aber ich will das nicht einfach annehmen ohne Gegencheck von jemandem der das öfter macht. Und ja, die Küche sieht aus wie ein Tatort. Das Handschuhproblem ist gelöst, das Schneidebrett leider nicht.