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Rote Beete einfrieren - verliert sie wirklich so viel an Geschmack?

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Ich habe da eine Frage, die mich schon seit ein paar Wochen beschäftigt. In meinem Garten habe ich dieses Jahr besonders viel Rote Beete gepflanzt weil mir der Hausarzt geraten hat mehr davon zu essen wegen des Blutdrucks. Das freut mich ja eigentlich, aber jetzt sitze ich auf einer wahren Ernte und kann gar nicht so schnell verarbeiten wie die Beete aus der Erde kommen. Normalerweise koche ich die Beete ein, das kenne ich seit Jahren und funktioniert perfekt. Aber diesmal überlege ich, ob ich nicht auch einen Teil einfrieren sollte. Die Frage ist nur: Hält sich der Geschmack dabei? Ich habe nämlich letztens in der Apotheke mit einer Kundin geplaudert, die meinte, dass tiefgekühlte Beete völlig fad werden. Das hat mich verunsichert denn wenn ich die Mühe aufwende, soll das Ergebnis auch noch schmecken wie Rote Beete und nicht wie wässriges Nichts. Blanchieren vor dem Einfrieren, ja oder nein? Und wie lange halten sie überhaupt? Muss man sie vorher schälen oder kann man das hinterher machen? Ich bin da ehrlich gesagt unerfahren, meine Mutter hat das nie gemacht. Vielleicht habt ihr da Erfahrungen, die mir helfen. Ich möchte nicht unnötig Beete verderben lassen, aber auch nicht einfach experimentieren ohne vorher nachzufragen.

Zitat von elvira_ktiefgekühlte Beete völlig fad werden

das sagt die Apothekenkundschaft jetzt also auch schon. da muss ich lachen. @elvira_k ich bin ja kein Kochexperte und will dir auch nix einreden aber diese Aussage klingt nach Hörensagen. meine Schwiegermutter friert seit Jahrzehnten Gemüse ein, auch Rote Beete, und die hat nie gejammert dass es danach nach nichts schmeckt. die kocht sie vorher gar durch schält dann warm und friert in Stücken ein. fertig. keine große Wissenschaft dahinter. ob das Blanchieren jetzt zwingend nötig ist - keine Ahnung. meine Schwiegermutter macht es nicht und es funktioniert trotzdem. vielleicht verliert man minimal was, aber ob man das wirklich rausschmeckt bei so einem kräftigen Gemüse? ich glaub das eher nicht. was mich bei deinem Post ehrlich gesagt mehr beschäftigt ist der Hausarzt-Tipp mit dem Blutdruck. weil ich kenn das - dann fängt man an Gemüse zu essen und kauft zwei Wochen später Kapseln weil das ja "konzentrierter" ist. mein Schwager ist genau so einen Weg gegangen. für sowas hab ich kein Geld übrig und du brauchst das auch nicht du hast ja den Garten. einfach einkochen und einfrieren, beides parallel. dann hast du Abwechslung und musst nicht alles auf eine Karte setzen. Edit: kleine Korrektur - "Hausarzt-Tip" sollte "Hausarzt-Tipp" sein, hatte da einen Tippfehler drin.

@ms_77 das mit der Schwiegermutter beruhigt mich ehrlich gesagt sehr. Ich glaube, ich habe mich da selbst verunsichert lassen von so nebenbei erzählten Dingen, die niemand richtig überprüft hat. Was mich jetzt aber neugierig macht: wenn sie die Beete vorher gar durchkocht und dann warm schält - wie lange lagert die das dann im Gefrierschrank? Ich meine, bei meinem Einkochen weiß ich genau, dass es Jahre hält, aber beim Einfrieren bin ich mir da unsicher. Und ob man wirklich warm schälen muss oder ob das auch kalt geht? Das scheint mir praktischer zu sein, wenn ich da nicht so unter Zeitdruck stehe. Und ja, zum Hausarzt-Punkt - Sie haben recht, dass da schnell eine merkwürdige Eigendynamik entsteht. Aber das ist bei mir nicht so. Ich koche ja gerne, und wenn ich ohnehin Rote Beete aus dem Garten hole, dann macht mir das Verarbeiten Spaß. Das ist nicht wie dieses Kapseln-Gedöns, wo man sich einredet, dass es ja "konzentrierter" ist. Mein Hausarzt hat mir einfach nur geraten, mehr davon zu essen - und ich tue das, weil ich es kann. Nicht weil ich mir plötzlich was einbilde, das ich nicht habe. Aber zum Einfrieren - machen Sie das selber auch, oder nur die Schwiegermutter?

Zitat von elvira_k

machen Sie das selber auch, oder nur die Schwiegermutter

nein, ich frier selbst nichts ein. das ist ehrlich gesagt das Gebiet meiner Frau. ich bin zuständig fürs Essen wenn's auf dem Tisch steht, nicht fürs Lagern. was ich aber noch sagen kann wegen der Frage warm oder kalt schälen - meine Schwiegermutter hat mir das mal kurz erklärt als ich zugeguckt hab. warm geht die Haut einfach viel leichter ab, so ähnlich wie bei Tomaten wenn man die kurz blanchiert. kalt musst du deutlich mehr schrubben und kratzen. also rein praktisch würde ich warm sagen, auch wenn du dann etwas schneller arbeiten musst. zur Lagerdauer im Gefrierschrank - da bin ich kein Fachmann aber ich würde einfach sagen: bis zur nächsten Ernte sollte das locker halten. also neun zehn Monate. danach wird's irgendwann komisch, das kenn ich von anderem Gefrierkram auch. was mich an deinem Beitrag eher beschäftigt - du sizt auf einer ganzen Ernte und fragst hier im Forum. kein Vorwurf. aber dein Hausarzt hat doch keine Einfrierberatung gemacht, der hat Rote Beete empfohlen. das Einkochen kennst du seit Jahren und das funktioniert. warum nicht einfach dabei bleiben und den Rest der Ernte als Suppe oder so verbrauchen statt noch eine neue Methode draufzupacken. weniger Baustellen ist meistens besser.

@ms_77 da muss ich Sie etwas korrigieren - das mit den Baustellen verstehe ich, aber Sie haben das ein bisschen zu eng gesehen. Ich koche ja nicht zum ersten Mal ein, das ist meine Routine. Aber Einfrieren ist halt nicht das gleiche wie Einkochen, und genau darum habe ich ja gefragt. Es geht mir nicht darum, noch mehr Methoden zu lernen, sondern darum, die richtige zu wählen für das, was ich gerade übrig habe. Was Sie mit der Suppe sagen - ja das mache ich sowieso, aber nicht aus jeder Beete kann ich Suppe machen. Ich habe dieses Jahr auch rote und weiße Sorten gepflanzt, die weiße ist für Rohkost viel besser geeignet, die schmeckt ganz anders. Und die kann ich nicht einfach "verbrauchen" wie Sie das sagen, die braucht eine andere Verarbeitung. Das ist nicht Baustelle, das ist einfach gesunder Menschenverstand. Was mich aber jetzt noch interessiert - Sie sagen die Schwiegermutter macht das warm schälen, aber friert es dann sofort ein oder lässt sie es noch auskühlen? Denn wenn ich die noch warmen Stücke ins Gefrierfach lege, wird das doch die ganze Temperatur da oben rauffahren, oder irre ich mich da?

Zitat von elvira_k

wird das doch die ganze Temperatur da oben rauffahren

@elvira_k okay das ist jetzt tatsächlich kein schlechter Punkt. das ist eigentlich normales Physikwissen - warme Sachen ins Gefrierfach das Gerät muss mehr arbeiten und alles andere taut minimal an. nicht dramatisch bei einem modernen Gerät aber komplett falsch ist die Überlegung nicht. meine Schwiegermutter lässt die Stücke auf jeden Fall erst auskühlen, das hab ich zumindest so in Erinnerung. Zimmertemperatur reicht da glaub ich, nicht stundenlang warten bis die Beete kalt ist. und nochmal wegen der weißen Sorte - das wusste ich ehrlich gesagt nicht, dass die anders schmeckt. ich dachte das ist alles dasselbe nur mit anderem Pigment. Rote Beete ist Rote Beete hab ich immer gesagt.

@ms_77 ja, das freut mich, dass Sie das so sehen! Mit der Physik haben Sie recht, und es beruhigt mich, dass die Schwiegermutter das genauso macht - erst auskühlen, dann einfrieren. Das ist ja auch logisch, wenn man drüber nachdenkt. Was mich jetzt aber noch beschäftigt - und vielleicht bin ich da auch einfach zu vorsichtig - ist die Frage, wie man das praktisch hinkriegt ohne dass alles durcheinander geht. Wenn ich die Beete warm schäle, habe ich ja nasse, warme Stücke in der Hand, die landen dann wo? Auf einem Teller zum Auskühlen? Und wie lange dauert das bei Zimmertemperatur, bis die wirklich kalt genug sind? Eine halbe Stunde, länger? Das klingt jetzt vielleicht kleinlich, aber ich habe im Garten gerade viel zu tun und kann nicht stundenlang Beete auskühlen lassen. Ich müsste das irgendwie in meinen normalen Rhythmus reinpassen. Bei meinem Einkochen kann ich das parallel machen - während das Wasser kocht, räume ich auf oder bereite schon das nächste vor. Beim Einfrieren bin ich da weniger flexibel, wenn ich ständig warten muss bis was kalt wird. Und zur weißen Sorte - ja, das überrascht viele! Die ist deutlich milder und weniger erdig im Geschmack, fast süßlich. Für Salat einfach viel besser geeignet. Da würde mir das Einkochen auch zu viel Saft rausnehmen.

Zitat von elvira_k

kann nicht stundenlang Beete auskühlen lassen

@elvira_k das ist doch kein stundenlanger Aufwand. Gitter oder Rost drunterlegen, Luft von allen Seiten - das geht schneller als man denkt. so ähnlich wie wenn man Kabel nach dem Löten auskühlen lässt, du legst die auch nicht in die Schublade solange die noch heiß sind aber du stehst auch nicht daneben und guckst zu. du machst was anderes und irgendwann sind sie kalt. das ist kein aktives Warten. was mich bei deinem letzten Post aber eher beschäftigt - du redest jetzt von Gitterrost und Rhythmus und wie das alles reinpasst. das klingt als würdest du die ganze Sache komplizierter machen als sie ist. du kennst das Einkochen, das funktioniert, du hast damit keine Probleme. das Einfrieren bringt dir was genau dazu? ein bisschen weniger Aufwand vielleicht, aber du hast jetzt schon mehr Fragen dazu als zum Einkochen. ich sag das nicht um dir was auszureden. is mir schnuppe was du mit deiner Ernte machst. aber manchmal ist die Methode die man schon kennt einfach die bessere Wahl - nicht weil die andere schlecht ist sondern weil man die eine eben schon im Griff hat.

Zitat von ms_77

du kennst das Einkochen, das funktioniert, du hast damit keine Probleme

@ms_77 da muss ich dir aber auch sagen - das Argument dreht sich irgendwie im Kreis. Klar kennt sie das Einkochen. Aber sie hat jetzt halt mehr geerntet als sonst und fragt sich logischerweise ob eine zweite Methode sinn macht. Das ist keine Überkomplication, das ist einfach ne normale Frage wenn plötzlich mehr da ist. Was mich aber neugierig macht @elvira_k - du hast Einkochen im Griff seit Jahren. Wie lange lagern deine eingekochten Beete denn normalerweise bevor du sie aufbrauchst? Weil wenn die sowieso ein Jahr oder länger stehen, dann is die Frage ob du jetzt einfrierst oder einkochst ja auch nen bisschen ne Geschmacksfrage. Einkochen ist halt mehr Aufwand mit Topf und Gläsern und so. Einfrieren is schneller aber weniger Lagerplatz wenn dein Gefrierer klein ist. Bei dir im Garten klingt es als hättest du Zeit aber nicht unendlich Platz.

@derbär der Punkt mit dem Platz ist eigentlich der einzige den ich noch nicht gehört hab hier. stimmt ja. Gefrierfach ist endlich, Keller mit Einmachgläsern auch irgendwie, aber bei Gläsern weißt du wenigstens was drinsteckt ohne aufzumachen.

Zitat von derbär

Einkochen ist halt mehr Aufwand mit Topf und Gläsern

das stimmt so pauschal auch nicht ganz. kommt drauf an wieviel du auf einmal machst. wenn du eh schon den großen Topf rausholst dann ist ein Schwung mehr auch kein Riesenaufwand mehr. der Aufwand steckt im Anlaufen nicht im Durchführen. so ist das bei mir auch auf der Baustelle - das Werkzeug aufbauen dauert, danach geht der Rest schnell. was mich aber bei @elvira_k immer noch beschäftigt - du hast gesagt du hast rote und weiße Sorten. die weiße willst du ja eh roh oder als Salat. das heißt die muss eigentlich gar nicht eingefroren oder eingekocht werden, die verbrauchst du frisch. dann ist doch die eigentliche Frage nur noch wegen der roten. und davon hast du wieviel überhaupt - zehn Kilo zwanzig? weil wenn das überschaubar ist dann ist das Einkochen doch erledigt bevor du hier fertig diskutiert hast.

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