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Rote Beete einfrieren – verliert sie dabei wirklich die Textur komplett?

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Ich stehe gerade vor dem Problem, dass ich auf dem Markt in Plagwitz samstags immer zu viel kaufe, weil die Mengen dort nicht kleinzuhalten sind. Drei Kilo Rote Beete auf einmal, davon schafft man realistisch die Hälfte in einer Woche, wenn man nicht täglich damit kocht. Die übliche Empfehlung ist einfrieren, aber ich habe das bisher vermieden, weil ich gelesen habe (konkret bei einem Ernährungsblог, Quelle war da mäßig belegt), dass die Textur nach dem Auftauen matschig wird. Gegart einfrieren, roh einfrieren, das gibt scheinbar unterschiedliche Ergebnisse, aber ich habe noch keine klare Aussage dazu gefunden die auf eigener Erfahrung basiert. Was ich bisher mache: vakuumverpackt aus dem Supermarkt kaufe ich nicht, das ist für mich keine Option weil der Unterschied zu frischen Knollen geschmacklich zu deutlich ist. Also entweder frisch verarbeiten oder irgendwie haltbar machen. Fermentieren wäre die naheliegende Alternative und das interessiert mich auch, aber der Aufwand ist höher und ich will erst das Einfrieren verstehen. Konkret gesagt: was funktioniert hier wirklich. Gegart und dann eingefroren, wie gut ist die Textur danach noch für Salat verwendbar, oder taugt das dann nur noch für Suppe. Ich frage, weil ich keine Lust habe, drei Kilo zu garen und dann festzustellen dass es nach dem Auftauen nur noch Brei ist. Das wäre eine ungute Verschwendung. Hat jemand das systematisch ausprobiert, also nicht einmal zufällig, sondern mehrfach mit verschiedenen Varianten.

digga also ich muss ehrlich sagen vakuumverpackt ist krass unterschätzt wenn man es richtig macht. klar schmeckt das direkt aus der packung nach nichts aber wenn du das kurz in der pfanne mit ner prise salz aufwärmst kriegt das wieder geschmack, probier das mal aus

aber zum einfrieren - ich hab das vor nem halben jahr gemacht, einfach roh geschält in scheiben geschnitten und ab in die box. nach dem auftauen war es eher weich ja, aber für smoothies oder eben suppe top. für salat würde ich das auch nicht nehmen, das geb ich dir recht

frage mich eher ob du nicht einfach weniger kaufst? auf dem markt in plagwitz kriegste doch auch kleinere mengen wenn du hartnäckig fragst, oder? 3 kilo auf einmal ist halt krass viel ey. meine mutter macht das immer und dann wirft sie die hälfte weg weil sie faul ist

und ehrlich - wenn die vakuumpackungen bei dir im supermarkt um die ecke sind und du eh nicht fermentieren willst warum nicht einfach die als backup? besser als wegwerfen oder nur smoothies damit zu machen. frisch is natürlich besser aber perfekt ist der feind des guten bruder

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Zitat von n.feld

vakuumverpackt aus dem Supermarkt kaufe ich nicht, das ist für mich keine Option

- Da kann ich Sie vollkommen verstehen, ehrlich gesagt. Ich habe da gute Erfahrungen gemacht mit selbst eingelegter Rote Beete, und das schmeckt einfach eine ganz andere Liga als das, was vakuumverpackt in den Regalen liegt. Aber zum Einfrieren - ich muss sagen das habe ich lange auch nicht probiert, weil mir mein Garten ja immer frische Knollen liefert. Allerdings hatte meine Nachbarin das Problem ähnlich wie Sie, zu viel auf einmal, und sie hat mir erzählt, dass sie die Rote Beete roh geschält und dann in Scheiben geschnitten einfriert. Sie sagt, für Suppe funktioniert das wunderbar, aber @derbasti hat da recht - für Salat wird das nichts mehr. Das Fermentieren würde ich Ihnen aber nicht zu schnell abhaken. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das gar nicht so aufwändig wie viele denken, und haltbar ist es dann auch wirklich lange. In meinem Garten lagere ich die Knollen zwar lieber kühl und dunkel, aber fermentiert hätte ich immer einen Vorrat, der auch noch gesund ist. Der Hausarzt hat mir ja geraten, mehr Rote Beete zu essen, und fermentiert soll das noch besser sein als gekocht. Vielleicht könnten Sie ja beim nächsten Besuch auf dem Markt fragen, ob die nicht kleinere Portionen machen? Drei Kilo ist wirklich eine Menge.

@elvira_k haha ok aber ehrlich - dein hausarzt hat dir geraten MEHR rote beete zu essen und dann sagst du du lagerst die im garten statt sie zu nutzen? das ist irgendwie witzig ey. aber gut punkt mit dem fermentieren vielleicht ist das wirklich weniger drama als ich dachte

@n.feld ich glaub das problem ist eher dass du zu perfektionistisch bist mit der sache. du willst alles konservieren UND es soll noch wie frisch schmecken - kann aber nicht immer sein bruder. wenn du die knollen eh nicht alle verarbeitest in der woche dann musst du halt nen kompromiss machen. entweder kleinere mengen kaufen wie elvira sagt oder du akzeptierst dass eingefrorene rote beete für bestimmte dinge halt besser geeignet ist und für andere nicht

was mich jetzt interessiert - wenn du eh auf dem markt bist, wieso fragst du die händler nicht einfach ob die dir nen gemischten karton zusammenstellen, also weniger rote beete dafür mehr von anderem gemüse? die machen das oft wenn mans nett fragt. dann hast du das problem gar nicht erst

und fermentieren - ich hab da ehrlich auch noch nie was gemacht, aber meine supplement-box hatte letztens nen artikel dabei über fermentiertes zeug und wie die nährstoffe besser aufgenommen werden. vielleicht probierst du das einfach mal mit ner kleineren portion wenn du das nächste mal kaufst, nur so zum testen

Edit: kleiner nachtrag - achte beim fermentieren auf die temperatur, hab gelesen dass das wichtiger ist als man denkt

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@derbasti, jetzt muss ich aber lachen - nein, ich lagere die Knollen nicht statt sie zu nutzen! Die kommen aus dem Garten und gehen direkt in die Küche, wenn sie reif sind. Der Keller ist nur für die, die ich über den Winter aufbewahre, damit sie nicht verderben. Das ist was ganz anderes. Aber zu dem, was Sie, @n.feld, vorhin fragten - ich glaube, das Fermentieren wird tatsächlich oft komplizierter dargestellt als es ist. Meine Nachbarin macht das jetzt auch, und sie sagt, es braucht nicht mehr Zeit als normale Einmacherei. Man legt die Scheiben einfach in ein Glas mit Salzlake, und der Rest passiert von alleine. Nach zwei, drei Wochen ist es fertig. Und dann hält es ewig. Der Vorteil ist eben auch: Sie müssen sich nicht überlegen, wofür es noch taugt, nachdem es aufgetaut ist. Fermentierte Rote Beete können Sie überall reinmachen - ins Frühstücksei, in den Salat, sogar zum Fisch. Die Textur bleibt knackig, und dieser erdige Geschmack wird durch die Gärung irgendwie interessanter. Vielleicht probieren Sie beim nächsten Marktbesuch einfach mit einem kleineren Glas an - sagen Sie, zwei, drei Knollen. Dann sehen Sie selbst, ob Ihnen das Ergebnis zusagt, bevor Sie größere Mengen investieren. Für die restlichen Knollen könnten Sie die immer noch anders verwenden. So verschwenden Sie weniger und haben mehr Sicherheit.

Zitat von elvira_k

Die Textur bleibt knackig, und dieser erdige Geschmack wird durch die Gärung irgendwie interessanter

- ok das klingt jetzt ehrlich anders als ich gedacht hab. ich dachte immer fermentieren macht alles noch erdiger aber wenn das den geschmack irgendwie verfeinert statt schlimmer zu machen dann... naja vielleicht probier ich das doch mal aus ey

@n.feld aber jetzt mal praktisch - wenn du beim nächsten marktbesuch eh fragst ob die dir kleinere mengen machen können, dann brauchst du vielleicht gar nicht so viel auf einmal zu konservieren. das ist das echte problem hier oder nicht? ich mein du bist auf dem markt, die leute stellen dir einfach zu viel hin und du kaufst es weil es frisch ist und günstig. passiert mir auch immer

aber dann noch ne frage - wenn du doch einfrierst, taut du das einfach im kühlschrank auf oder wie machst du das? weil ich hab mal gelesen dass schnelles auftauen bei gemüse noch schlimmer für die struktur ist als das einfrieren selbst. keine ahnung ob das stimmt aber wenn ja würde ich das auch lieber wissen bevor ich drei kilo roh in die tiefkühle haue

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@derbasti, das mit dem Auftauen ist tatsächlich ein guter Punkt, den Sie da ansprechen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich das selbst nie systematisch getestet habe, weil bei mir die Beete direkt aus dem Garten kommen. Aber meine Nachbarin - die mit dem Fermentieren - hat mir mal erwähnt, dass sie eingefrorenes Gemüse grundsätzlich langsam im Kühlschrank auftaut und nicht bei Zimmertemperatur oder gar in der Mikrowelle. Sie meinte, das macht den Unterschied, ob es matschig wird oder noch halbwegs Struktur hat. Ob das wissenschaftlich stimmt oder nur ihr Eindruck ist, kann ich nicht beurteilen, aber sie schwört drauf.

Zitat von derbasti

wenn du beim nächsten marktbesuch eh fragst ob die dir kleinere mengen machen können

- Das ist wirklich der Knackpunkt. @n.feld, ich würde das tatsächlich erst probieren, bevor Sie sich mit Einfrieren oder Fermentieren abgeben. Die Händler auf den Märkten sind meist kulant wenn man nett fragt. Bei uns in Tübingen auf dem Wochenmarkt kenne ich den Gemüsestand schon lange, und wenn ich sage "ich nehme heute lieber zwei Kilo statt drei", dann machen die das ohne Theater. Was mich jetzt aber neugierig macht - wenn Sie die vakuumverpackten nicht nehmen wollen und auch nicht fermentieren möchten, was ist denn Ihr Plan, wenn Sie doch mehr kaufen als Sie verarbeiten können? Das Einfrieren für Suppe akzeptieren, oder lieber gar nicht so viel kaufen von vornherein?

Zitat von elvira_k

Was ist denn Ihr Plan, wenn Sie doch mehr kaufen als Sie verarbeiten können?

ja das ist halt echt die kernfrage oder nicht. aber ich glaub @n.feld merkt gerade dass das problem gar nicht das einfrieren ist sondern die menge selbst. ich hab da ehrlich ne andere idee - wenn du auf dem markt bist und die knollen so günstig sind, dann kauf einfach weniger aber dafür öfter hin. ist mir selbst immer so gegangen beim einkaufen, irgendwann siehst du dass du immer zu viel hast und hörst auf ständig groß zu kaufen. klingt simpel aber funktioniert krass gut weil man dann nicht unter druck steht alles zu verarbeiten bevor es schlecht wird. und zum auftauen - @elvira_k hat recht dass langsam im kühlschrank besser ist, aber ehrlich wenn es eh nur für suppe taugt dann ist mir das schneller auftauen egal, das wird ja eh warm gemacht. das ist für mich nur relevant wenn ich das danach kalt essen will. aber jetzt bin ich neugierig - @n.feld wenn du eh so viel wert auf qualität legst warum versuchst du nicht einfach den stand auf dem markt zu fragen ob die dir reservieren können? manche machen das nämlich, dann kannst du dir vorher schon überlegen wie viel du brauchst statt dich von der menge überrumpeln zu lassen. is mir letzte woche bei ner bekannten aufgefallen dass sie das so macht. erbsen und sowas. vielleicht klappt das auch mit rote beete

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@derbasti, mit dem Reservieren - das ist wirklich eine gute Idee, aber ich muss sagen, das klappt nicht überall. Bei uns auf dem Markt in Tübingen haben die kleineren Stände das Problem dass sie die Ware täglich frisch bekommen und nicht wissen, wie viel sie morgen haben. Das ist ja gerade das Schöne daran, auf dem Markt zu kaufen, aber es macht es eben auch unplanbarer. Was mich aber gerade interessiert, @n.feld - Sie schreiben, dass Sie vakuumverpackt ablehnen wegen des Geschmacks. Das verstehe ich. Aber haben Sie schon überlegt ob Sie die Rote Beete nicht einfach selbst einlegen könnten, statt zu fermentieren? Das ist für mich persönlich nämlich die Lösung, wenn ich mal zu viel habe. Ich koche sie kurz, schneide sie in Scheiben oder Würfel und lege sie in Essig-Zucker-Lakе ein. Das geht schneller als fermentieren, hält auch lange, und die Textur bleibt viel besser erhalten als beim Einfrieren. Und der Geschmack - naja, das ist halt eine andere Komponente, aber nicht weniger interessant. Das Problem beim Einfrieren ist einfach: Wasser dehnt sich aus, die Zellstruktur wird beschädigt, fertig. Da hilft auch langsames Auftauen nur bedingt. Eingelegtes hat diesen Nachteil nicht. Meine Nachbarin macht das auch so, und sie hat ihre Gläser jetzt den ganzen Winter über. Vielleicht ist das eher was für Sie?

Zitat von elvira_k

Das Problem beim Einfrieren ist einfach: Wasser dehnt sich aus, die Zellstruktur wird beschädigt, fertig.

ok das macht tatsächlich sinn wenn man es so erklärt. aber ehrlich - eingelegtes in essig-zucker ist für mich dann wieder ne ganz andere baustelle geschmacklich. ich mein @n.feld will ja rote beete essen und nicht eingelegtes gemüse wenn du verstehst was ich meine ey. aber jetzt muss ich nochmal nachfragen - wenn die zellstruktur beim einfrieren kaputt geht, warum funktioniert das bei anderen sachen wie brokkoli oder spinat dann so gut? ich mach das ständig und da merkste den unterschied nicht so krass. oder is rote beete einfach empfindlicher weil die so saftig ist? weil wenn das so is dann versteh ich endlich warum mein versuch damals so nen flopp war haha

@n.feld aber ehrlich - wenn dir eingelegtes nicht zusagt und fermentieren zu viel aufwand is, dann würde ich echt sagen versuch es einfach mit weniger kaufen. das klingt zwar simpel aber das ist echt das einzige was bei mir funktioniert hat. ich glaub du überlegst da zu viel drüber und machst es dir selbst schwerer als nötig. probier beim nächsten mal einfach ne kilo mit und guck wie lange du brauchst bis das weg is, dann weißt du bescheid

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