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Rote Beete einfrieren – verliert die dann komplett den Biss?

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hab grad überlegt ob ich meine letzte Ernte (ok, Marktbeute) irgendwie haltbar machen kann, weil ich am Naschmarkt samstags immer zu viel kaufe und dann unter Zeitdruck stehe. Die Knollen liegen dann rum und irgendwann schau ich sie schuldbewusst an bis sie schrumpelig werden. jetzt hab ich gelesen dass man Rote Beete einfrieren kann, aber fast überall steht dabei "vorher garen". macht das jemand hier wirklich? weil ich mir vorstelle dass die dann aufgetaut komplett matschig ist und ich sie nur noch pürieren kann. was ja ok wäre für Suppe aber für alles andere... mich interessiert konkret ob jemand tiefgekühlte Rote Beete noch für Salat oder sowas verwendet hat. also nicht als Mus sondern halbwegs in Form. hab das Gefühl dass die Textur da das entscheidende Problem ist, aber ich kann mich auch irren. fermentieren wäre eine andere Option, das klingt nach mehr Aufwand aber vielleicht auch mehr Ergebnis? eine Kollegin hat mir mal erzählt sie macht das mit Kvass oder irgendwas in der Richtung, ich hab damals nicht richtig zugehört weil ich noch nicht so weit war mit dem Rote-Beete-Thema 😄

schauen wir mal was hier an Erfahrungen kommt. mich würde vor allem interessieren wie lange sowas im Tiefkühler hält und ob man den Unterschied zu frisch wirklich merkt oder ob man sich das nur einbildet. danke schon mal!

@leni_k also ich bin ja kein Einfrier-Experte aber ich kenn das Problem. meine Frau hat das mal gemacht, vorgekocht eingefroren aufgetaut - Matsch. nicht komplett aber für Salat wäre das nix gewesen. also deine Befürchtung ist berechtigt. das mit der Textur ist halt das Problem. Rote Beete hat eh schon so eine leicht faserige Struktur und wenn die erstmal Frost abgekriegt hat ist das vorbei. Physik halt, da kann man nix machen. die Zellwände geben nach.

Zitat von leni_k

fermentieren wäre eine andere Option, das klingt nach mehr Aufwand

da muss ich lachen weil das alle immer sagen und dann kaufen se Kapseln oder irgendwelchen Extrakt-Kram für 30 Euro. Einlegen in Essig ist kein Hexenwerk. Glas, Essig, Salz, fertig. das hat meine Oma auch nicht studiert. aber ich frag mich bei dir - warum kaufste am Samstag immer zu viel wenn du weißt dass du unter Zeitdruck stehst? ich mein das nicht blöd. ich kauf auch manchmal mehr Kabel als ich brauch und dann liegt das rum. aber bei Gemüse ist das halt anders weil das irgendwann anfängt zu stinken. für Suppe ist eingefroren ok würd ich sagen. wenn du pürierst merkst du den Unterschied eh kaum. aber Salat vergiss das.

Zitat von ms_77

kaufste am Samstag immer zu viel wenn du weißt dass du unter Zeitdruck stehst

das ist eine berechtigte Frage und ich hab keine gute Antwort darauf. am Naschmarkt ist das halt so ein Flow-Ding, man sieht das alles und dann liegt es im Sackerl bevor man nachgedacht hat. aber zurück zu deinem Einlegen-Punkt - Glas, Essig, Salz, klingt wirklich nicht wild. ich glaub mein Problem ist dass ich nie Einmachgläser zuhause hab wenn ich sie brauch. und dann kommt wieder der Samstag. was mich aber interessiert: du schreibst Essig - welcher? ich frag weil ich das mal mit Apfelessig probiert hab (für was anderes, nicht Rote Beete) und das hat irgendwie komisch geschmeckt, zu süßlich fast. weißer Essig? Rotweinessig? das macht ja geschmacklich schon einen Unterschied wenn man das dann auf Salat gibt oder so. deine Oma hat da sicher nicht drüber nachgedacht weil sie einfach das genommen hat was da war, aber ich bin schon neugierig was du verwendest. und Zellwände die nachgeben - ja ok, das klingt logisch. ich hätt das ehrlich gesagt nicht so klar formuliert aber wenn man's hört macht es Sinn. also Tiefkühler nur noch für Suppen-Rote-Beete, das nehm ich mit

@leni_k Rotweinessig. das ist was meine Frau nimmt. Apfelessig ist für Salat und so Zeug aber beim Einlegen wird das schnell zu süß hast du selbst gemerkt. weißer Essig geht auch aber der ist halt knallsauer, da muss man aufpassen wieviel man nimmt.

Zitat von leni_k

ich glaub mein Problem ist dass ich nie Einmachgläser zuhause hab wenn ich sie brauch

das kann ich nicht nachvollziehen ehrlich gesagt. Einmachgläser kauft man einmal und die hat man dann. die gehen ja nicht kaputt. ich hab noch Gläser von meiner Oma die sind 40 Jahre alt. da muss man nicht jedes Mal neu kaufen. und zu dem Essig noch - du brauchst das auch nicht übermäßig komplizieren. Wasser und Essig ungefähr halbe halbe, bisschen Salz, wer mag Zucker, wer mag Lorbeer rein. das ist keine Wissenschaft. die Rote Beete vorher garen nicht vergessen, sonst wird das nix. dann hält das im Keller locker ein halbes Jahr wenn das Glas richtig zu ist. meine Frau macht das seit Jahren so. was mich bei dem ganzen Thema hier eigentlich mehr nervt ist dass Leute dann statt sowas einfachem irgendwelche Kapseln kaufen weil "Rote Beete Extrakt hochdosiert" auf der Packung steht. mein Schwager ist so einer. aber das ist ein anderes Thema.

@ms_77, bei dem Thema Einmachgläser muss ich ihnen aber widersprechen. Ich habe auch noch Gläser von meiner Mutter, stimmt, aber wenn man ehrlich ist - im Haushalt von einer Alleinstehenden sieht das anders aus. Die Gläser nehmen Platz weg, und wenn man sie nicht regelmäßig nutzt, verstauben sie im Schrank. Dann ist die Hemmschwelle höher, sie rauszuholen. Das ist nicht böse gemeint, aber das ist die Realität für viele. Was mich bei @leni_k interessiert: Sie haben ja jetzt verstanden, dass Einfrieren für Salat nix taugt. Aber haben Sie schon überlegt, die Rote Beete gar nicht erst roh zu kaufen, sondern gekocht vom Markt zu nehmen? Da haben Sie dieses Zeitproblem von vornherein nicht. Die halten auch länger im Kühlschrank. Und wenn Sie die dann einlegen möchten, sind die ja ohnehin vorgekocht - das passt perfekt zusammen. Ich mache das in meinem Garten anders, weil ich weiß wann die Beete reif sind und kann das planen. Aber am Naschmarkt, wo alles reizt - ja, da würde ich einfach nicht die rohen nehmen, sondern die gekochten. Spart Ihnen die ganze Gärerei daheim und das Problem mit den Gläsern. Und zu dem Essig noch: Mein Hausarzt hat mir mal gesagt dass guter Rotweinessig auch gesundheitlich mehr bringt als dieser billige weiße Kram. Das ist jetzt nicht wissenschaftlich aber ich vertrau da eher auf seinen Rat als auf irgendwelche Influencer.

@elvira_k

Zitat von elvira_k

Mein Hausarzt hat mir mal gesagt dass guter Rotweinessig auch gesundheitlich mehr bringt

naja. mit Verlaub aber das ist jetzt auch nicht grad eine belastbare Aussage. Ihr Hausarzt ist Arzt, kein Ernährungswissenschaftler. und selbst wenn - "mehr bringt" als was? als weißer Essig? da muss ich lachen. Essig ist Essig, der macht das Gemüse haltbar, mehr will ich von dem nicht. und der Punkt mit der gekochten Rote Beete vom Markt - ja, da haben Sie nicht ganz unrecht. weniger Aufwand, stimmt. aber ich weiß nicht was da drauf ist und wie lange die schon rumliegt. frisch ist frisch. wenn ich mir schon die Mühe mache was einzulegen dann fang ich mit roher Ware an wo ich weiß was ich hab. das ist bei Elektrik nicht anders - ich kauf kein gebrauchtes Kabel wenn ich nicht weiß woher das kommt. was mich an dem Hausarzt-Zitat aber wirklich stört: genau so fängt das an. erst heißt es der Arzt sagt Rotweinessig ist besser, dann kauft jemand Rotweinessig-Extrakt-Kapseln für 25 Euro weil "ist ja auch Essig nur konzentriert". mein Schwager macht sowas. der Mann gibt Geld aus für Zeug das er einfach essen könnte.

@ms_77, da muss ich ihnen ehrlich sagen - sie argumentieren hier ein bisschen gegen etwas das ich gar nicht gesagt habe. Ich habe nicht behauptet dass Rotweinessig medizinisch überlegen ist, sondern nur wiedergegeben was mein Hausarzt mal nebenbei meinte. Ob das wissenschaftlich haltbar ist, interessiert mich auch gar nicht so sehr, weil ich sowieso Rotweinessig nehme - der schmeckt mir einfach besser beim Essen und das ist für mich das entscheidende Argument. Aber zu ihrem Punkt mit der gebrauchten Elektrik und frischer Ware - das verstehe ich schon. Nur, wenn ich ehrlich bin, kenne ich die Rote Beete vom Naschmarkt auch nicht so genau. Wer weiß wie lange die da schon liegen bevor sie verkauft werden. Deswegen finde ich @leni_k's ursprüngliche Überlegung gar nicht so falsch - gekochte Beete vom Markt, wenn sie schon nicht selbst ernten kann, das ist pragmatisch und nicht schlecht. Sie muss ja nicht gleich alles selbst machen nur um zu wissen was drin ist. Was mich aber neugierig macht: Sie schreiben dass ihre Frau das seit Jahren macht mit dem Einlegen. Wie viel Zeit investiert sie da wirklich? Weil für @leni_k geht es ja auch um die praktische Frage ob sich der Aufwand lohnt. Im Garten kann ich das selbst kontrollieren, aber wer nur samstags am Markt einkauft - na ja. Da ist es vielleicht einfach realistischer wenn man sagt: Tiefkühler für die Suppe, und gut ist.

@elvira_k

Zitat von elvira_k

Wie viel Zeit investiert sie da wirklich?

keine Ahnung ehrlich gesagt. ich steh ja nicht daneben. sie macht das Sonntag nachmittag manchmal ich bin dann in der Werkstatt oder schau Fußball. eine Stunde vielleicht, mit Aufräumen. das ist jetzt kein Halbtagsjob. und was mich an der Frage stört - die wird hier immer größer geredet als sie ist. Wasser kochen, Gemüse rein, abkühlen lassen, einlegen, Deckel zu. das macht man nebenbei während man sowieso in der Küche steht. das ist nicht aufwendiger als irgendwelche Kapseln bestellen, auf die Lieferung warten und dann dreimal täglich daran denken die auch zu schlucken. mein Schwager braucht für seinen ganzen Supplement-Kram mehr Zeit als meine Frau für ein Glas Rote Beete. und zu dem Punkt ob man weiß was auf der Marktware drauf ist - ja, das ist ein echtes Argument. stimmt. aber das gilt für die gekochte Ware vom Markt noch mehr. was die vorher damit gemacht haben bevor die die kochen weißt du noch weniger. wenigstens wenn ich die roh kaufe seh ich wie die aussehen. ich glaub @leni_k muss da einfach mal anfangen und schauen was für sie passt. viel falsch machen kann man da nicht solange das Glas dicht ist.

@ms_77, da muss ich ihnen aber sagen - Sie vergleichen da Äpfel mit Birnen. Eine Stunde nebenbei klingt harmlos, ja, aber das setzt voraus dass man die Beete vorher schon gekocht hat, die Gläser sauber sind, der Essig im Haus ist. Für @leni_k, die samstags am Markt einkauft und unter Zeitdruck steht - das ist ein anderer Alltag. Sie müsste erst noch die Gläser kaufen, dann einplanen, dann machen. Bei mir im Garten bin ich sowieso dabei, das ist völlig anders organisiert. Aber ehrlich gesagt interessiert mich jetzt mehr was @leni_k eigentlich will. Sie hat ja gefragt ob man eingefrorene Rote Beete noch für Salat verwendet - und die Antwort ist klar nein, Sie haben das selbst erlebt. Suppe geht, alles andere nicht. Fermentieren könnte interessant sein, stimmt. Aber vielleicht ist die einfachste Lösung wirklich: nicht so viel kaufen? Oder akzeptieren dass manche Beete in der Suppe landen und nicht jede Woche muss Rote Beete sein.

Zitat von ms_77

viel falsch machen kann man da nicht solange das Glas dicht ist

Das stimmt schon. Aber die Hemmschwelle ist größer als Sie denken, wenn man nicht regelmäßig damit arbeitet. Ich sage da nicht: lassen Sie es bleiben. Ich sage nur: für manche Menschen passt das in den Alltag, für andere nicht. Und das ist ok.

@elvira_k

Zitat von elvira_k

für manche Menschen passt das in den Alltag, für andere nicht

ja nee, da hab ich nix dagegen. stimmt ja auch. aber das gilt dann auch für @leni_k und nicht nur als Ausrede warum man's nicht probiert. ich kenn genug Leute die sagen "passt nicht in meinen Alltag" und dann kaufen die vakuumierte Rote Beete aus dem Supermarkt die seit drei Wochen irgendwo rumliegt. das ist dann auch keine Lösung. was mich bei dem ganzen Thread gerade mehr beschäftigt - keiner hat eigentlich gefragt warum die Rote Beete überhaupt so schnell schrumpelig wird bei @leni_k. das liegt doch meist daran wie man die lagert. wenn die Knollen bei Zimmertemperatur liegen ist das normal. in einem kühlen Keller oder wenigstens im untersten Kühlschrankfach hält die rohe Beete locker zwei drei Wochen. dann hat man gar kein Zeitproblem und muss nicht hektisch einlegen oder einfrieren. meine Frau legt die immer ganz unten rein, mit ein bisschen feuchtem Tuch drum. das ist kein Hexenwerk. ich weiß nicht ob @leni_k das schon versucht hat aber ich würd da erstmal anfangen bevor man sich mit Einmachgläsern und Essig-Sorten rumschlägt die man dann doch nicht kauft.

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