Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

Rote Beete einfrieren – verliert die danach komplett den Biss?

Seite 1 von 3Nächste

Ich bin grad dabei zu überlegen ob ich größere Mengen auf Vorrat verarbeite, weil am Naschmarkt gerade wirklich schöne Knollen zu kaufen waren und ich natürlich mal wieder mehr mitgenommen hab als sinnvoll war. Jetzt hab ich mich gefragt: einfrieren, ja oder nein? Ich mein beim Einlegen hab ich schon bisschen Erfahrung gesammelt, aber einfrieren hab ich bei Roter Beete noch nie gemacht. Bei anderen Gemüsesorten kenn ich das - oft wird die Textur danach irgendwie wässrig und matschig, das mag ich gar nicht. Meine Frage ist jetzt konkret: friert ihr die roh ein oder vorher gekocht? Ich hätt intuitiv gesagt roh, weil man dann noch flexibler ist was man draus macht. Aber ich hab letztens in einem Kochblog (kann leider nicht mehr sagen welchem) gelesen, dass Rote Beete besser vorgegart eingefroren wird weil die Zellstruktur roh nach dem Auftauen total leidet. Macht das Sinn? Und was macht ihr dann mit der aufgetauten Version - geht die noch als Salatzutat durch oder ist die nur mehr für Suppe oder Smoothie zu gebrauchen? Das wär für mich entscheidend weil ich die rohe Variante inzwischen wirklich gern mag und die Textur mir da wichtig ist. ich hab ehrlich gesagt auch keine Lust jedes Wochenende frische Knollen zu schälen, das kostet Zeit die ich grad unter der Woche einfach nicht hab. Also wäre ein guter Vorrat im Tiefkühler eigentlich perfekt... schauen wir mal ob das realistisch ist oder ich mir da was vorzumache. Hat wer konkrete Erfahrung damit, danke schon mal!

@leni_k ja, das Problem mit der Textur kenne ich, aber ehrlich gesagt habe ich da bei meiner gefrorenen gekochten Rote Beete bessere Erfahrungen gemacht als man erwarten würde. Ich friere die gekocht ein, und wenn ich sie wieder auftaue, ist sie zwar nicht mehr knackig wie frisch - das ist klar - aber für manche Zwecke geht das völlig in Ordnung. Das mit roh einfrieren würde ich dir aber nicht empfehlen. Die Zellstruktur leidet wirklich, und beim Auftauen wird das Ding eher matschig als dass es noch Biss hat. Das habe ich selbst ausprobiert, und es war ehrlich gesagt verschwendet. Was mich bei deiner Frage aber interessiert: wie lange möchtest du die denn lagern? Wenn es nur um wenige Wochen geht, könnte das Einlegen für dich vielleicht sogar besser sein als einfrieren, gerade weil du da ja schon Routine mit hast. Das Eingelegte bleibt firm und du brauchst nicht zu warten bis es auftaut. Bei mir im Garten habe ich da gute Erfahrungen gemacht, die Knollen halten sich im Glas wirklich lange und die Textur bleibt interessant. Wenn du aber unbedingt einfrieren willst - mach es gekocht, aber akzeptier einfach dass es hinterher eher für Suppe oder Smoothie taugt. Für Salat brauchst du wirklich die frische Version, da lohnt sich der Aufwand des Schälens jedes Mal aufs Neue, finde ich.

@elvira_k danke, das hilft schon weiter. Der Punkt mit "akzeptier einfach dass es nur für Suppe taugt" ist eigentlich... naja, das ist halt genau das Problem. Wenn ich von vornherein weiß dass die aufgetaute Variante nicht mehr für Salat geht, dann verlier ich ehrlich gesagt den Hauptgrund warum ich überhaupt einfrieren wollte.

Zitat von elvira_k

für Salat brauchst du wirklich die frische Version

Ja, das glaub ich dir, aber das macht den Tiefkühler als Lösung für mich ziemlich unattraktiv. Ich hab die Knollen vom Naschmarkt vor allem deswegen so gern weil die roh so eine schöne feste Textur haben - das ist dann weg und dann ist es einfach ein anderes Produkt. Was mich jetzt aber wirklich interessiert: du schreibst du hast das selbst ausprobiert mit roh einfrieren. War das gerieben oder in Scheiben oder als ganze Knolle? Ich frag weil ich mir vorstellen könnt dass ganze oder grob gestückte Stücke vielleicht anders reagieren als fein geriebenes - bei Karotten zumindest kenn ich das so dass grob gestückelt besser übersteht. Oder ist das bei Roter Beete komplett egal wegen dem höheren Wasseranteil? Das Einlegen als Alternative hast du angesprochen, und ja, da hab ich schon Routine. Aber ich überleg gerade ob ich nicht einfach einen Teil der Ernte einlege und den Rest einfach als Knollen im Keller lagere - die halten sich ja auch ein paar Wochen wenn man sie kühl und dunkel stellt, oder?

@leni_k das mit den geriebenen versus gestückelten Stücken - ehrlich gesagt glaube ich nicht dass das den großen Unterschied macht bei Roter Beete, weil wie du richtig sagst der Wasseranteil einfach zu hoch ist. Aber ich muss zugeben, ich habe das selbst nie systematisch getestet, immer eher nach Bauchgefühl gemacht. Was mich aber bei deiner Überlegung mit der Kellerlagerung interessiert: stimmt, die halten sich tatsächlich eine Weile, aber wie lange genau hängt wirklich davon ab wie du sie lagern kannst. Bei mir im Garten habe ich da festgestellt dass es auch auf die Sorte ankommt - manche Knollen halten länger als andere, und wenn sie schon beim Ernten kleine Druckstellen haben ist schneller Schluss. Im Keller funktioniert das nur wenn du wirklich konstant kühl hast und die nicht neben dem Heizungsrohr liegen oder so. Vielleicht ist die ehrliche Antwort ja: Teil einlegen wie du's ohnehin schon machst, und den Rest einfach roh verarbeiten während sie noch frisch sind statt sie einzufrieren und dann hinterher frustriert zu sein? Ich weiß dass klingt wie "mehr Arbeit" aber wenn du die Textur so wichtig findest wie du schreibst - dann ist das vielleicht realistischer als sich was vorzumachen mit dem Tiefkühler. Die Knollen vom Naschmarkt sind ja grad günstig, oder?

@elvira_k

Zitat von elvira_k

dann ist das vielleicht realistischer als sich was vorzumachen mit dem Tiefkühler

ja das hab ich mich auch gerade gefragt, ob das bei mir nicht genauso läuft. ich kauf dann irgendwas auf Vorrat ein und am Ende liegt es drei Wochen rum bis ich keine Lust mehr hab

aber ich find den Punkt mit Keller lagern eigentlich interessant - hab ich bei Roter Beete noch gar nicht probiert. bei uns steht der Keller eher so halb-warm und feucht, keine ahnung ob das überhaupt klappt. meine freundin meint sie lagert ihr Gemüse immer in so einem Sandkasten im Keller, klingt aufwendig aber sie schwört drauf

@leni_k und zu deiner ursprünglichen Frage - ich glaub ehrlich gesagt dass du dir mit dem Einfrieren mehr erhoffst als da drin steckt. nicht weil das grundsätzlich falsch ist sondern weil du sagst dir ist die Textur so wichtig und das ist halt genau das was dabei leidet. das kenn ich von mir selbst - ich bild mir ein ich mach was praktisches und am Ende ist der Aufwand genau gleich groß

was ich mich noch frage: wie viele Knollen reden wir hier eigentlich? weil wenn das wirklich viele sind dann ist einlegen ja auch nicht mal eben in 20 Minuten erledigt

ey @evelyn83 aber genau da muss ich dir widersprechen ehrlich. du sagst der Aufwand ist am Ende gleich groß, aber das stimmt echt nicht wenn du es richtig anpackst digga. ich mein wenn du die Beeten direkt nach dem Einkaufen - also noch am selben Tag - verarbeitest dann brauchst du ja nicht drei Wochen warten bis du keine Lust mehr hast ne. Das ist einfach ne andere Kopfhaltung. bei mir im Lager war es letztens ähnlich - hab ne Palette Kram übernommen und dachte mir "mach ich später", und natürlich lag das dann rum. aber wenn ich das direkt gemacht hätt wärs in ner Stunde erledigt gewesen statt nachher noch rumzuhängen. bei Roter Beete ist das doch genauso. und zum Sandkasten - alter das ist krass wie viele Leute das nicht wissen! meine Oma macht das schon seit Ewigkeiten mit Sand im Keller, die Dinger halten sich da ewig. aber ob das bei dir im feucht-warmen Keller funktioniert ist natürlich ne andere Frage. Klingt eher nicht optimal. aber hier ist was ich denke - @leni_k hat einfach zu viele Knollen mitgenommen und jetzt wird alles kompliziert. wenn man ehrlich ist: frisch verarbeiten oder einlegen, punkt. alles andere ist rumdenken ohne echten Plan dahinter

--
weniger reden mehr heben

@derbasti ja, aber da würde ich dich schon ein bisschen bremsen müssen - direkt am selben Tag verarbeiten ist schön wenn man die Zeit hat, aber ehrlich gesagt, nicht jeder von uns ist berufstätig wie früher. Seit ich in Rente bin merke ich erst wie unterschiedlich die Wochen ablaufen, und manchmal kommt einfach was dazwischen. Das ist kein Mangel an Plan, das ist Realität. Was mich aber bei @evelyn83 interessiert - du schreibst der Keller ist halb-warm und feucht. Das ist wirklich nicht ideal für Rote Beete, die brauchen eher kühl und trocken, oder zumindest konstant. Der Sandkasten deiner Freundin funktioniert genau deswegen, weil der Sand die Feuchtigkeit reguliert. Bei dir würde ich das eher nicht probieren, außer du kannst den Keller irgendwie abteilen und dort wirklich konstante Bedingungen schaffen. Aber @leni_k, mich beschäftigt noch was anderes - du hast vom Naschmarkt gesprochen. Die sind da ja bekannt dafür dass sie wirklich großartige Sachen haben, aber auch dass man immer zu viel mitnimmt. Vielleicht ist die Frage nicht wie man die haltbar macht sondern ob man nicht einfach öfter hingehen könnte statt auf Vorrat zu kaufen? Ich weiß dass das auch eine Gewohnheitssache ist, aber wenn du sowieso jede Woche einkaufen gehst - dann frische Knollen sind am Ende weniger Kopfzerbrechen als alle diese Lagerungsexperimente. Mein Hausarzt hat mir geraten mehr Rote Beete zu essen, und das tue ich dann einfach wenn sie gerade da sind statt mir Gedanken über eingefrorene Matsche zu machen.

ey @elvira_k aber genau DA tickst du auch anders als normale Menschen digga. du bist in Rente und hast Zeit zum Überlegen, aber @leni_k und @evelyn83 sind berufstätig - da ist der Unterschied einfach riesig ne. und dein Hausarzt sagt dir iss mehr Rote Beete - ok schön für dich, aber das heißt nicht dass man deswegen jede Woche einkaufen fahren muss wenn man das nicht will. aber hier ist was mich jetzt brennend interessiert - @leni_k du hast vom Naschmarkt geredet und elvira meint du könntest ja öfter hingehen. aber ganz ehrlich - wer hat denn Zeit für wöchentliche Marktbesuche? ich fahr selbst nur alle zwei Wochen einkaufen und ich hätte auch gern gute Sachen auf Vorrat. Das ist doch kein Mangel an Plan sondern einfach Realismus. was ich aber noch nicht kapiert hab: warum machen wir es nicht so - einfrieren gekocht ja oder nein aber dann einfach im Smoothie oder Suppe verwenden statt es für Salat zu erzwingen? ich mein ein Smoothie mit gefrorener Rote Beete ist mega geil und schmeckt auch nach was, da merkt man null dass die Textur weg ist. und für die aktuelle Ware die noch frisch ist - die isst man eben roh wie jetzt. problem gelöst ne. oder bin ich da zu simpel?

--
weniger reden mehr heben

@derbasti ja okay, da muss ich dir aber ehrlich sagen - ein Smoothie ist für mich was ganz anderes als Rote Beete zu essen. Das verstehe ich, dass das praktisch ist, aber wenn ich mir die Mühe mache die Beete zu verarbeiten, dann möchte ich auch wirklich davon profitieren, nicht nur dass ich was trinke das rot ist. Mein Hausarzt hat mir geraten mehr Rote Beete zu essen - und das meine ich wörtlich, nicht als Getränk sozusagen. Aber @leni_k, mich interessiert jetzt noch was anderes. Du hast gesagt dass du die Knollen vom Naschmarkt so gern magst weil die Textur so schön ist. Hast du die denn schon roh probiert oder nur gekocht? Weil ich mache da einen großen Unterschied, und wenn du die gerieben in einen Salat tust statt sie in Scheiben zu schneiden - also wirklich fein gerieben, fast schon wie Gemüsestreifen - dann hast du auch wieder diese Knackigkeit die dir wichtig ist. Das ist natürlich auch Arbeit mit dem Schälen, aber anders als einfrieren und hoffen verlierst du da wirklich nichts. Das mit der Zeit verstehe ich schon, @derbasti hat da einen Punkt. Aber wenn ich mir ehrlich vorstelle - wöchentlich zum Markt oder alle zwei Wochen eine Portion Rote Beete einlegen und den Rest frisch essen - das ist am Ende weniger Kopfzerbrechen als jetzt hier drei verschiedene Lagerungsmethoden zu diskutieren.

@elvira_k

Zitat von elvira_k

wöchentlich zum Markt oder alle zwei Wochen eine Portion Rote Beete einlegen

ja aber das setzt halt voraus dass man überhaupt in den Rhythmus reinkommt. ich kauf auch nicht jede Woche beim gleichen Laden ein, das läuft bei mir eher so nach Gefühl - grad hab ich Zeit, dann geh ich, sonst nicht. was mich bei dem ganzen Thread jetzt aber ehrlich gesagt mehr beschäftigt: du schreibst dein Hausarzt hat dir gesagt mehr Rote Beete essen. hat der das einfach so gesagt oder mit einem konkreten Grund? ich frag weil meine Freundin mir das auch immer erzählt - Blutdruck und so - und ich nie weiß ob das bei jedem gilt oder ob das halt individuell ist. keine ahnung ob ich da bei meiner Ärztin mal nachfragen sollte oder ob die mich dann schief anguckt weil ich frage "darf ich Rote Beete essen" 😄

und @derbasti - ich find den Smoothie-Ansatz eigentlich gar nicht so dumm, aber ich würde da nie draufkommen selbst. ich trink morgens meistens nur Kaffee und fertig, kein Smoothie-Mensch. meine Kinder würden wahrscheinlich auch die Nase rümpfen wenn da was rot-lila in ihren Gläsern ist

Seite 1 von 3Nächste