Rote Beete einfrieren - macht das überhaupt Sinn?
Zitat von ms_77 am August 28, 2026, 07:04 UhrMeine Frau hat neulich auf dem Markt eine ganze Kiste mitgenommen weil das so billig war. Jetzt liegen hier kiloweise Knollen rum und sie fragt mich ob man das einfrieren kann. Ich hab keine Ahnung. Rohes Gemüse einfrieren kenn ich von anderen Sachen aber ob das bei Roter Beete genauso läuft - da bin ich raus. Sie meint sie hat irgendwo gelesen man soll es erst kochen und dann einfrieren. Klingt für mich nach extra Aufwand für nix. Dann hab ich aber auch gelesen (kurz gegoogelt gestern abend) dass roh einfrieren die Textur zerstört. Was davon stimmt jetzt. Und wenn man es gekocht einfriert - verliert das dann nicht komplett den Biss? Also dass es nachher so matschig wird wie das Zeug aus dem Vakuumpack im Supermarkt. Das wäre für mich direkt ein K.O.-Kriterium. Dieses pampige Zeug mag ich nicht. Ich frag das weil ich keine Lust hab dass wir die nächsten drei Wochen jeden Tag Rote Beete essen und trotzdem die Hälfte wegschmeißen. Das wäre ja Geldverschwendung und das Gemüse ist an sich ok - ich hab nix gegen Rote Beete nur gegen den ganzen Kram der damit vermarket wird. Hat hier jemand das wirklich mal gemacht und kann sagen wie die Konsistenz nachher war? Und wie lange hält das dann im Gefrierer überhaupt.
Meine Frau hat neulich auf dem Markt eine ganze Kiste mitgenommen weil das so billig war. Jetzt liegen hier kiloweise Knollen rum und sie fragt mich ob man das einfrieren kann. Ich hab keine Ahnung. Rohes Gemüse einfrieren kenn ich von anderen Sachen aber ob das bei Roter Beete genauso läuft - da bin ich raus. Sie meint sie hat irgendwo gelesen man soll es erst kochen und dann einfrieren. Klingt für mich nach extra Aufwand für nix. Dann hab ich aber auch gelesen (kurz gegoogelt gestern abend) dass roh einfrieren die Textur zerstört. Was davon stimmt jetzt. Und wenn man es gekocht einfriert - verliert das dann nicht komplett den Biss? Also dass es nachher so matschig wird wie das Zeug aus dem Vakuumpack im Supermarkt. Das wäre für mich direkt ein K.O.-Kriterium. Dieses pampige Zeug mag ich nicht. Ich frag das weil ich keine Lust hab dass wir die nächsten drei Wochen jeden Tag Rote Beete essen und trotzdem die Hälfte wegschmeißen. Das wäre ja Geldverschwendung und das Gemüse ist an sich ok - ich hab nix gegen Rote Beete nur gegen den ganzen Kram der damit vermarket wird. Hat hier jemand das wirklich mal gemacht und kann sagen wie die Konsistenz nachher war? Und wie lange hält das dann im Gefrierer überhaupt.
Zitat von evelyn83 am August 28, 2026, 07:24 UhrZitat von ms_77verliert das dann nicht komplett den Biss
ja genau das ist meine Frage auch immer gewesen. ich hab das selber noch nie ausprobiert aber ich frag mich ob das vielleicht auch drauf ankommt wie lang man es kocht vorher. also ob man es wirklich durch kocht oder nur so halb gar lässt
@ms_77 deine Frau hat da eigentlich einen guten Instinkt gehabt mit dem kochen zuerst, hab ich zumindest so in Erinnerung dass man das bei vielen Gemüsesorten so macht. aber ob das bei Roter Beete wirklich klappt ohne dass es danach wie das Vakuumpack-Zeug wird, keine ahnung ob das wirklich so ein Unterschied macht
was mich interessieren würde - hat sie die Knollen ganz eingefroren oder in Stücke geschnitten? weil ich mir vorstelle dass das nochmal was ausmacht wie es nachher auftaut
Zitat von ms_77verliert das dann nicht komplett den Biss
ja genau das ist meine Frage auch immer gewesen. ich hab das selber noch nie ausprobiert aber ich frag mich ob das vielleicht auch drauf ankommt wie lang man es kocht vorher. also ob man es wirklich durch kocht oder nur so halb gar lässt
@ms_77 deine Frau hat da eigentlich einen guten Instinkt gehabt mit dem kochen zuerst, hab ich zumindest so in Erinnerung dass man das bei vielen Gemüsesorten so macht. aber ob das bei Roter Beete wirklich klappt ohne dass es danach wie das Vakuumpack-Zeug wird, keine ahnung ob das wirklich so ein Unterschied macht
was mich interessieren würde - hat sie die Knollen ganz eingefroren oder in Stücke geschnitten? weil ich mir vorstelle dass das nochmal was ausmacht wie es nachher auftaut
Zitat von ms_77 am August 28, 2026, 07:49 UhrZitat von evelyn83ob man es wirklich durch kocht oder nur so halb gar lässt
das ist eigentlich ne interessante Frage. meine Frau hat die Dinger ganz eingefroren, soweit ich das mitbekommen hab - ich war grad in der Werkstatt. ob halb gar schlauer ist als durch, keine Ahnung. klingt aber logisch dass man sich den Rest des Garens beim Auftauen aufhebt sozusagen. draußen gießt es gerade in Strömen, passt zum Thema irgendwie. @evelyn83 aber ich frag mich ob das bei Roter Beete überhaupt greift. die hat ja so eine dichte Struktur das ist kein Spinat oder Erbsen wo ich das auch kenn mit halb blanchieren vorher. ob das Wasser beim Einfrieren nicht trotzdem die Zellen zerschießt egal wie lang man vorher kocht - das weiß ich nicht. beim Auftauen läuft ja immer irgendwas raus. und dann ist die Frage was nachher noch übrig ist von der Textur. ich glaub das muss meine Frau einfach ausprobieren mit einer Knolle. eine opfern, einfrieren, auftauen, angucken. mehr Wissenschaft brauch ich da nicht für.
Zitat von evelyn83ob man es wirklich durch kocht oder nur so halb gar lässt
das ist eigentlich ne interessante Frage. meine Frau hat die Dinger ganz eingefroren, soweit ich das mitbekommen hab - ich war grad in der Werkstatt. ob halb gar schlauer ist als durch, keine Ahnung. klingt aber logisch dass man sich den Rest des Garens beim Auftauen aufhebt sozusagen. draußen gießt es gerade in Strömen, passt zum Thema irgendwie. @evelyn83 aber ich frag mich ob das bei Roter Beete überhaupt greift. die hat ja so eine dichte Struktur das ist kein Spinat oder Erbsen wo ich das auch kenn mit halb blanchieren vorher. ob das Wasser beim Einfrieren nicht trotzdem die Zellen zerschießt egal wie lang man vorher kocht - das weiß ich nicht. beim Auftauen läuft ja immer irgendwas raus. und dann ist die Frage was nachher noch übrig ist von der Textur. ich glaub das muss meine Frau einfach ausprobieren mit einer Knolle. eine opfern, einfrieren, auftauen, angucken. mehr Wissenschaft brauch ich da nicht für.
Zitat von markus_hh88 am August 28, 2026, 07:59 UhrZitat von ms_77ob das Wasser beim Einfrieren nicht trotzdem die Zellen zerschießt egal wie lang man vorher kocht
Das ist eigentlich der Kern der Sache, und @ms_77 hat das intuitiv richtig eingekreist. Die Zellstruktur wird beim Einfrieren tatsächlich beschädigt - das passiert bei fast jedem wasserreichen Gemüse, egal was man vorher macht. Der Unterschied ist: wenn die Knolle vorher gekocht ist, sind die Zellen ohnehin schon weicher, der Schaden fällt weniger auf. Roh einfrieren macht es deutlich schlimmer, weil du dann zwei Mal Zerstörung hast - einmal Frost, einmal Hitze beim Garen. Was ich aus eigener Erfahrung sagen kann: ich hab das mal mit vorgegarten Scheiben gemacht, nicht mit ganzen Knollen. Die Konsistenz danach war ok für Suppe oder Püree, aber für ein Carpaccio oder irgendwas wo Biss gefragt ist - vergiss es. Das ist dann genau die Konsistenz, über die @ms_77 am Anfang gemeckert hat. Der Trick mit halb gar klingt logisch, bringt aber realistisch betrachtet weniger als man hofft. Ich hab das irgendwo in einem Lebensmitteltechnologie-Kontext gelesen, war glaub ich ein Artikel auf aid-infodienst, ist aber schon eine Weile her. Die Empfehlung war: Blanchieren ja, aber das schützt vor allem Enzyme-Aktivität und Farbe, nicht wirklich die Textur. Wenn die Kiste wirklich groß ist, würd ich auch ernsthaft über Einlegen nachdenken. Das geht schneller als man denkt und das Ergebnis ist haltbarer und geschmacklich sinnvoller als tiefgefrorene matschige Knollen.
Zitat von ms_77ob das Wasser beim Einfrieren nicht trotzdem die Zellen zerschießt egal wie lang man vorher kocht
Das ist eigentlich der Kern der Sache, und @ms_77 hat das intuitiv richtig eingekreist. Die Zellstruktur wird beim Einfrieren tatsächlich beschädigt - das passiert bei fast jedem wasserreichen Gemüse, egal was man vorher macht. Der Unterschied ist: wenn die Knolle vorher gekocht ist, sind die Zellen ohnehin schon weicher, der Schaden fällt weniger auf. Roh einfrieren macht es deutlich schlimmer, weil du dann zwei Mal Zerstörung hast - einmal Frost, einmal Hitze beim Garen. Was ich aus eigener Erfahrung sagen kann: ich hab das mal mit vorgegarten Scheiben gemacht, nicht mit ganzen Knollen. Die Konsistenz danach war ok für Suppe oder Püree, aber für ein Carpaccio oder irgendwas wo Biss gefragt ist - vergiss es. Das ist dann genau die Konsistenz, über die @ms_77 am Anfang gemeckert hat. Der Trick mit halb gar klingt logisch, bringt aber realistisch betrachtet weniger als man hofft. Ich hab das irgendwo in einem Lebensmitteltechnologie-Kontext gelesen, war glaub ich ein Artikel auf aid-infodienst, ist aber schon eine Weile her. Die Empfehlung war: Blanchieren ja, aber das schützt vor allem Enzyme-Aktivität und Farbe, nicht wirklich die Textur. Wenn die Kiste wirklich groß ist, würd ich auch ernsthaft über Einlegen nachdenken. Das geht schneller als man denkt und das Ergebnis ist haltbarer und geschmacklich sinnvoller als tiefgefrorene matschige Knollen.
Zitat von ms_77 am August 28, 2026, 08:16 UhrZitat von markus_hh88für Suppe oder Püree, aber für ein Carpaccio vergiss es
ok das ist eigentlich das einzige was ich aus dem ganzen Beitrag mitnehme. wenn es am Ende eh in die Suppe kommt ist mir die Textur schnuppe. meine Frau macht eh öfter so eine rote Beete Suppe im Winter. dann wäre das ja kein Problem. was mich aber wundert - @markus_hh88 du redest von aid-infodienst und Lebensmitteltechnologie-Kontext. ich mein das ist nett aber ich frag hier ob meine Frau ihre Kiste Knollen sinnvoll wegkriegt nicht ob ich ne Hausarbeit drüber schreibe. da muss ich lachen wenn ich das so lese. der Punkt mit Einlegen ist aber nicht blöd. das haben wir ja schon gemacht. Rotweinessig geht schnell. das Problem ist halt die Menge - wenn das wirklich ne ganze Kiste ist reichen drei Gläser auch nicht. ich glaub meine Frau macht am Ende beides. was nicht ins Glas passt kommt in den Gefrierer und wird dann halt Suppe im Oktober. schlimmstenfalls. was ich mich jetzt frage - kann man die Scheiben eigentlich auch roh einlegen oder braucht man da immer das Kochen davor damit die Säure reinkommt. das weiß ich ehrlich gesagt nicht.
Zitat von markus_hh88für Suppe oder Püree, aber für ein Carpaccio vergiss es
ok das ist eigentlich das einzige was ich aus dem ganzen Beitrag mitnehme. wenn es am Ende eh in die Suppe kommt ist mir die Textur schnuppe. meine Frau macht eh öfter so eine rote Beete Suppe im Winter. dann wäre das ja kein Problem. was mich aber wundert - @markus_hh88 du redest von aid-infodienst und Lebensmitteltechnologie-Kontext. ich mein das ist nett aber ich frag hier ob meine Frau ihre Kiste Knollen sinnvoll wegkriegt nicht ob ich ne Hausarbeit drüber schreibe. da muss ich lachen wenn ich das so lese. der Punkt mit Einlegen ist aber nicht blöd. das haben wir ja schon gemacht. Rotweinessig geht schnell. das Problem ist halt die Menge - wenn das wirklich ne ganze Kiste ist reichen drei Gläser auch nicht. ich glaub meine Frau macht am Ende beides. was nicht ins Glas passt kommt in den Gefrierer und wird dann halt Suppe im Oktober. schlimmstenfalls. was ich mich jetzt frage - kann man die Scheiben eigentlich auch roh einlegen oder braucht man da immer das Kochen davor damit die Säure reinkommt. das weiß ich ehrlich gesagt nicht.