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Rote Beete einfrieren - lohnt das überhaupt?

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Meine Frau hat letzte Woche auf dem Markt in Taucha ein ganzes Kilo mitgenommen, weil die Frau am Stand gesagt hat "nehmen se ruhig mehr, die können se prima einfrieren." Jetzt liegen die Dinger im Tiefkühlschrank und ich frag mich ob das wirklich Sinn macht. Ich mein ich kenn das vom Gemüse allgemein - manches wird nach dem Einfrieren matschig und schmeckt nach nix mehr. Karotten zum Beispiel find ich danach immer seltsam. Bei Rote Beete hab ich das noch nie probiert. Kocht man die vorher durch und friert dann ein, oder roh rein? Die Frau auf dem Markt hat das nicht weiter erklärt. Das Vakuumzeug aus dem Supermarkt mag ich ja sowieso nicht das ist für mich keine Option. Schmeckt wie ausgekochte Pappe. Also wenn einfrieren dann richtig. Hat das hier jemand gemacht und kann sagen ob das danach noch taugt? Meine Frau will die irgendwann im Winter als Beilage haben und ich will nicht dass wir das Kilo wegschmeißen müssen weil wir es falsch angestellt haben. Das wäre dann nämlich mein Argument warum man nicht auf Marktfrauen hören soll die einem einfach alles andrehen wollen. Bisschen blöd ist auch dass ich keinen Plan hab wie lang die im Tiefkühler halten. Drei Monate? Sechs? Die Frau hat dazu auch nix gesagt natürlich.

@ms_77, ich muss da ehrlich sagen - das Einfrieren selbst funktioniert, aber ob das für Sie die richtige Lösung ist, das ist eine andere Frage. Bei mir im Garten habe ich das ausprobiert, nachdem mein Hausarzt mir geraten hat, regelmäßig Rote Beete zu essen, und da bin ich einfach auf die Idee gekommen, ob ich nicht auch einfrieren kann statt immer einzukochen. Das Wichtigste zuerst: Sie müssen die Roten Beeten VOR dem Einfrieren garen, sonst werden die Fasern zu zäh. Ich koche sie weich, schäle sie dann und friere die geschälten Stücke ein - das funktioniert. Aber und das ist der Haken, die Konsistenz wird danach weicher als frisch gekocht, das kann ich nicht beschönigen. Für eine Beilage im Winter ist das okay, für einen Salat würde ich das nicht empfehlen. Haltbarkeit sollte drei bis vier Monate sein länger wird das Aroma dünn. Aber ehrlich gesagt, wenn ich weiß dass ich Rote Beete einfrieren muss, dann frage ich mich - warum nicht lieber einkochen? Ein Glas hält sich problemlos über die Saison, schmeckt besser, und Sie haben keine Gedanken mehr daran. Das ist weniger Aufwand als man denkt. Ihre Frau auf dem Markt hatte wahrscheinlich einfach gute Absichten, aber ein Kilo auf einmal ist wirklich viel wenn man nicht weiß wohin damit. Hat Ihre Frau denn einen Plan was sie konkret damit machen will im Winter?

Zitat von elvira_k

warum nicht lieber einkochen

Das ist ein valider Punkt, aber ich würde da eine Einschränkung machen. Einkochen hat einen nicht unerheblichen Aufwand am Anfang, und wer das nicht regelmäßig macht, unterschätzt den Zeitbedarf. Für ein einzelnes Kilo lohnt sich der Gläser-Kram kaum. @ms_77, konkret gesagt: die Variante von elvira_k - vorkochen, schälen, dann einfrieren - ist das was ich für solche Situationen auch für sinnvoll halte. Der Texturverlust ist real, aber der ist bei fast allem so, was man einfriert. Wenn die Beete später in eine Suppe oder zu einem Schmorgericht soll, spielt das keine große Rolle. Was mich aber mehr interessiert: ein Kilo ist für den Winter als Beilage gar nicht so viel, wenn man bedenkt, dass Rote Beete beim Garen deutlich an Volumen verliert. Da bleibt nach dem Kochen und Schälen vielleicht die Hälfte übrig. Insofern war der Rat der Marktfrau nicht mal komplett falsch, auch wenn die Intention dahinter natürlich war, Ware loszuwerden. Die Frage nach der Haltbarkeit - die Angabe "drei bis sechs Monate" die im Netz überall auftaucht, ist wenig präzise. Das hängt stark davon ab, wie gut man portioniert und wie der Gefrierschrank läuft. Gefrierbrand nach zwei Monaten ist keine Seltenheit wenn man es nicht ordentlich vakuumiert.

@n.feld, da muss ich Sie ehrlich unterbrechen - das mit dem Gefrierbrand und dem Vakuumieren, das ist ja genau das Problem das ich meine. Sie sprechen von Dingen die einen gewissen Standard voraussetzen, und @ms_77 hat gerade gesagt dass seine Frau das Vakuumzeug nicht mag. Dann sitzt er in der Falle weil normale Gefrierdosen bei Rote Beete einfach nicht ideal sind. Was mich aber viel mehr interessiert: Sie sagen ein Kilo wird beim Garen zur Hälfte. Das stimmt, aber das vergessen die meisten Leute wenn sie einkaufen. @ms_77, hat Ihre Frau überhaupt nachgerechnet was sie da im Winter isst? Ich meine, eine Beilage - das ist vielleicht 80 bis 100 Gramm pro Person und Mal. Wenn Sie zu zweit sind, sind das vier Portionen aus dem Kilo. Das ist für den ganzen Winter eigentlich nichts. Ich würde ehrlich gesagt eher sagen: nehmen Sie sich einen Nachmittag Zeit und kochen Sie das Kilo jetzt noch frisch ein, solange die Dinger vom Markt noch optimal sind. Das ist ein-, zwei Stunden Arbeit maximal, und dann haben Sie etwas wo Sie wissen dass es im Januar noch schmeckt wie Rote Beete und nicht wie - naja, wie aufgetautes Etwas. Mein Hausarzt hat mir da auch geraten, lieber auf frisch Gekochtes zu setzen wenn ich die Beete aus meinem Garten verwenden will.

ey moment @elvira_k, du sagst der hausarzt hat dir geraten frisch gekochtes zu nehmen statt einzufrieren - aber ist das nicht eher ne persönliche vorliebe von deinem doc als ne allgemeine regel? ich mein, rote beete hat doch die ganzen nitrate und so, und die sind doch gerade das was viele leute daran interessiert, oder nicht. meine frage ist eher - verlieren die beim einfrieren was von dem zeug oder bleibt das erhalten? weil wenn die nährstoffe eh weg sind nach dem auftauen, dann ist mir persönlich auch egal ob ich vakuum oder normale dose nehme. @ms_77 hat auch recht dass das marktfrau-argument schwach ist. die wollen natürlich was verkaufen, aber ein kilo rote beete is jetzt nicht die welt. ich würde ehrlich gesagt einfach die hälfte einfrieren und die andere hälfte jetzt noch zu was verarbeiten - suppe oder so. dann hat man weniger stress und weiß was rauskommt. die textur ist mir persönlich schnuppe wenn ich das hinterher püriere.

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weniger reden mehr heben

@derbasti, Sie sprechen da etwas an das mir selbst erst vor zwei Jahren richtig bewusst geworden ist. Mein Mann ist gestorben und auf einmal musste ich mich allein um den Haushalt kümmern auch um solche Entscheidungen. Da bin ich wirklich auf den Gedanken gekommen dass es nicht nur um Nährstoffe geht sondern auch darum wie viel Zeit und Energie man reinstecken will in etwas das man dann im Januar isst. Das mit den Nitraten - da haben Sie recht dass die wichtig sind, aber wissen Sie was, das ist genau der Punkt wo ich meinem Hausarzt vertraue mehr als irgendwelchen Aussagen im Internet. Der hat mir konkret gesagt, bei mir persönlich mit meinem Blutdruck ist es nicht so entscheidend ob die Beete drei Monate gefroren waren oder nicht. Was zählt ist dass ich regelmäßig Rote Beete esse, und da ist mir ehrlich lieber ich esse monatlich ein Glas Eingekochtes das noch nach etwas schmeckt, als dass ich alle zwei Wochen eine matschige Portion aus dem Gefrierer hole die ich mir nur mit Mühe reinziehe. Das mit der Suppe ist aber tatsächlich ein guter Gedanke von Ihnen. @ms_77, wenn Ihre Frau sowieso pürieren würde, dann spielt die Textur ja wirklich keine Rolle, da haben Sie recht. Dann würde ich das Kilo aufteilen - die Hälfte jetzt noch zu einer schönen Suppe, und der Rest kann ruhig in den Gefrierer.

@elvira_k bruder ich check deine story nicht falsch, aber du redest jetzt echt viel über gefühle und blutdruck und so - das ist für @ms_77 wahrscheinlich gar nicht so relevant, ne. der hat einfach ein kilo beete im tiefkühler und will wissen ob die noch gut sind im januar oder nicht. was mich aber krass interessiert - du sagst dein hausarzt hat dir was zu rote beete geraten wegen blutdruck. heißt das die nitrate helfen da wirklich oder ist das eher sowas wie alternative medizin zeug? ich frag weil ich hab letztens n video von nem fitness channel gesehen wo die sagen dass profis vor wettkämpfen rote beete juice trinken wegen der blutgefäße und so, und danach soll der pump besser sein. wenn das stimmt dann sind die nitrate ja echt was wichtiges und dann sollte man vielleicht doch schauen dass die nicht verloren gehen beim lagern. @ms_77 - wenn es wirklich um die inhaltsstoffe geht dann würde ich eher sagen: frisch essen oder sofort einkochen wie elvira sagt. einfrieren ist dann eher für geschmack und praktisches zeug, nicht für die ganzen guten sachen die drin sind. aber wenn du die eh pürierst für suppe spielt das eh keine rolle, dann nimm den gefrierer und gut ist.

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weniger reden mehr heben

@derbasti, da muss ich ehrlich sagen, Sie missverstehen da etwas Grundsätzliches. Mein Hausarzt hat mir nicht geraten die Beete zu essen weil ich Sportler bin und vor Wettkämpfen einen besseren Pump brauche, sondern weil ich seit Jahren einen leicht erhöhten Blutdruck habe und weniger Medikamente nehmen möchte. Das ist was ganz anderes. Und ja, die Nitrate spielen da eine Rolle, aber nicht auf die Art wie Sie das darstellen. Was mich aber viel mehr irritiert ist dass Sie meinen, ich würde zu viel über Gefühle reden. @ms_77 hat ein konkretes Problem - er sitzt mit einem Kilo Rote Beete da und weiß nicht was damit. Das ist kein technisches Problem das man mit Optimierungstipps löst, das ist eine Frage von - na ja, von praktischem Haushalten. Und da spielen eben auch Dinge eine Rolle wie ob man Lust hat die Dinger zu verarbeiten oder nicht. Aber Sie haben einen Punkt wo Sie recht haben und das muss ich zugeben. Wenn @ms_77 die Beete später püriert dann ist die ganze Diskussion über Textur und Konsistenz tatsächlich hinfällig. Dann friert er ein, und gut ist. Aber das war ja genau das was ich vorhin schon gesagt habe, also - keine neue Erkenntnis. Was ich aber interessant finde ist eine andere Frage. @ms_77, hat Ihre Frau überhaupt geplant die Beete zu pürieren, oder macht sie die einfach als Beilage warm? Das würde nämlich wirklich was ändern bei der Entscheidung, denke ich.

okay moment, ich glaub wir reden da aneinander vorbei @elvira_k. mir geht's nicht darum ob du sportler bist oder blutdruck hast, sondern einfach um die frage - verlieren rote beete ihre nitrate beim einfrieren oder nicht. das ist objektiv ne chemische frage und keine gefühlssache. wenn die beete im gefrierer liegen und später aufgetaut werden, sind die stoffe noch da oder weg - punkt. und das würde ich ganz gerne wissen bevor ich selbst anfang rote beete einzufrieren für den pump. aber @ms_77 hat recht dass das jetzt auch gar nicht mehr sein hauptproblem ist. der hat einfach die dinger im tiefkühler und kann die nicht mehr zurück. also - friert ein püriert zu suppe wenn ihm danach ist, und fertig. viel stress für nix. was mich aber ehrlich neugierig macht - hat deine frau @ms_77 denn schon ne idee was sie damit macht oder hat sie die einfach blind gekauft weil die marktfrau das so empfohlen hat. weil wenn man kein plan hat dann ist das echt ärgerlich. bei mir im lager sehe ich das dauernd - leute kaufen zeug ohne zu wissen wozu. da würde ich einfach mal nachfragen bevor man sich noch mehr kopfzerbrechen macht.

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weniger reden mehr heben

@derbasti, da muss ich Sie fragen - haben Sie eigentlich schon selbst Rote Beete eingekocht oder eingefroren? Weil mir fällt auf dass Sie die ganze Zeit diese Frage nach den Nitraten stellen, aber das ist ja - wenn ich das richtig verstanden habe - etwas das Sie selbst erst noch klären müssen. Das kann ich Ihnen nicht einfach beantworten, weil ich da ehrlich gesagt auch nicht die Antwort habe. Was ich weiß ist dass mein Hausarzt mir nicht gesagt hat "Elvira, achten Sie darauf dass die Nitrate beim Lagern nicht verloren gehen", sondern einfach dass ich regelmäßig Rote Beete essen soll. Wie ich das hinkriege - ob gefroren oder eingekocht - das war ihm offenbar egal. Aber Sie haben recht dass @ms_77 jetzt auch langsam wissen sollte was seine Frau mit den Dingern anfangen will. Das ist ja das Kernproblem hier, nicht die Nitrat-Chemie. Wenn sie die püriert wird es eine Suppe, wenn nicht wird es irgendwann matschig und unappetitlich. Und dann ärgert sich seine Frau dass sie auf dem Markt nicht nachgefragt hat, was damit zu tun ist. Das kenne ich noch von früher, als mein Mann lebte - man kauft was und dann sitzt man da und weiß nicht recht damit anzufangen. @ms_77, haben Sie Ihre Frau denn schon mal gefragt ob sie ein Rezept im Kopf hat, oder war das auch eher spontan?

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