Rote Beete Carpaccio - schmeckt das wirklich jedem oder bin ich da komisch?
Zitat von elvira_k am August 18, 2026, 11:51 UhrIch habe letztens in einem Rezept gelesen, dass man Rote Beete auch hauchdünn geschnitten roh essen kann, so als Carpaccio mit ein bisschen Öl und Salz. Der Hausarzt hat mir ja geraten, mehr von dem Gemüse zu essen wegen meines Blutdrucks, und wie ich festgestellt habe, mag ich es durchaus. Aber jetzt bin ich unsicher, ob das Carpaccio wirklich was für mich ist oder ob ich da einem Food-Trend hinterherläufe, der mir am Ende nicht schmeckt. In meinem Garten wachsen die Roten Beete ja prächtig, und dieses Jahr habe ich auch wieder einige kleinere Knollen, die sich perfekt dafür eignen würden. Aber ich bin seit vierzig Jahren Hausfrau und Köchin, und irgendwie kenne ich das Gemüse eben aus der Suppe, eingekocht oder auch mal geraspelt im Salat. Diese rohe Variante ist mir immer noch relativ fremd, und ich traue mich nicht so recht ran, ob das wirklich gut schmeckt oder ob es einfach nur roh und erdiger wird. Wie handhabt ihr das? Gibt es hier jemanden, der Carpaccio macht und das wirklich gerne isst, oder ist das eher so eine Sache, die auf dem Papier besser klingt als im Mund? Ich will nicht wieder kiloweise Gemüse verarbeiten und dann feststellen, dass mir das gar nicht schmeckt. Auch die Schnitterei interessiert mich, wie dünn muss es denn wirklich sein und mit welchem Messer kriegt man das hin ohne dass es aussieht wie zerhackt?
Ich habe letztens in einem Rezept gelesen, dass man Rote Beete auch hauchdünn geschnitten roh essen kann, so als Carpaccio mit ein bisschen Öl und Salz. Der Hausarzt hat mir ja geraten, mehr von dem Gemüse zu essen wegen meines Blutdrucks, und wie ich festgestellt habe, mag ich es durchaus. Aber jetzt bin ich unsicher, ob das Carpaccio wirklich was für mich ist oder ob ich da einem Food-Trend hinterherläufe, der mir am Ende nicht schmeckt. In meinem Garten wachsen die Roten Beete ja prächtig, und dieses Jahr habe ich auch wieder einige kleinere Knollen, die sich perfekt dafür eignen würden. Aber ich bin seit vierzig Jahren Hausfrau und Köchin, und irgendwie kenne ich das Gemüse eben aus der Suppe, eingekocht oder auch mal geraspelt im Salat. Diese rohe Variante ist mir immer noch relativ fremd, und ich traue mich nicht so recht ran, ob das wirklich gut schmeckt oder ob es einfach nur roh und erdiger wird. Wie handhabt ihr das? Gibt es hier jemanden, der Carpaccio macht und das wirklich gerne isst, oder ist das eher so eine Sache, die auf dem Papier besser klingt als im Mund? Ich will nicht wieder kiloweise Gemüse verarbeiten und dann feststellen, dass mir das gar nicht schmeckt. Auch die Schnitterei interessiert mich, wie dünn muss es denn wirklich sein und mit welchem Messer kriegt man das hin ohne dass es aussieht wie zerhackt?
Zitat von leni_k am August 18, 2026, 12:17 UhrZitat von elvira_kob das wirklich gut schmeckt oder ob es einfach nur roh und erdiger wird
@elvira_k ich glaub genau das ist die entscheidende Frage, und ich kann dir sagen: ja, es wird erdiger. Aber ob das stört, hängt meiner Erfahrung nach total davon ab wie dünn du schneidest. Je dünner, desto weniger dominant ist das. Wirklich hauchdünn, so 1-2mm, das macht einen Unterschied den ich vorher nicht für möglich gehalten hätte. Was ich interessant find an deiner Frage - du fragst nach dem Messer, und das ist eigentlich das Herzstück von dem Ganzen. Ich hab das einmal mit einem normalen Küchenmesser probiert und es hat ausgeschaut wie eine Baustelle. Seitdem: Mandoline. Oder wenn du keine hast, dann ein richtig scharfes, langes Messer, ganz langsam und mit leichtem Druck. Die Knollen kurz kühlen hilft auch, weil die Beete dann fester ist und sich leichter schneiden lässt. Und weil du aus dem eigenen Garten arbeitest - kleinere Knollen haben ja oft weniger von diesem intensiven Erdgeschmack, das hab ich schon öfter bemerkt. Könnte sein dass die sich für den Einstieg sogar besser eignen als große Supermarkt-Exemplare. Das mit dem Öl und Salz ist wirklich der einfachste Einstieg, aber ein Spritzer Zitrone obendrüber macht nochmal was mit dem Geschmack, hellt das irgendwie auf. Vielleicht wär das ein Ansatz wenn du magst.
Zitat von elvira_kob das wirklich gut schmeckt oder ob es einfach nur roh und erdiger wird
@elvira_k ich glaub genau das ist die entscheidende Frage, und ich kann dir sagen: ja, es wird erdiger. Aber ob das stört, hängt meiner Erfahrung nach total davon ab wie dünn du schneidest. Je dünner, desto weniger dominant ist das. Wirklich hauchdünn, so 1-2mm, das macht einen Unterschied den ich vorher nicht für möglich gehalten hätte. Was ich interessant find an deiner Frage - du fragst nach dem Messer, und das ist eigentlich das Herzstück von dem Ganzen. Ich hab das einmal mit einem normalen Küchenmesser probiert und es hat ausgeschaut wie eine Baustelle. Seitdem: Mandoline. Oder wenn du keine hast, dann ein richtig scharfes, langes Messer, ganz langsam und mit leichtem Druck. Die Knollen kurz kühlen hilft auch, weil die Beete dann fester ist und sich leichter schneiden lässt. Und weil du aus dem eigenen Garten arbeitest - kleinere Knollen haben ja oft weniger von diesem intensiven Erdgeschmack, das hab ich schon öfter bemerkt. Könnte sein dass die sich für den Einstieg sogar besser eignen als große Supermarkt-Exemplare. Das mit dem Öl und Salz ist wirklich der einfachste Einstieg, aber ein Spritzer Zitrone obendrüber macht nochmal was mit dem Geschmack, hellt das irgendwie auf. Vielleicht wär das ein Ansatz wenn du magst.
Zitat von elvira_k am August 18, 2026, 15:41 UhrZitat von leni_kJe dünner, desto weniger dominant ist das
- okay, das beruhigt mich schon mal ein bisschen. Ich hab ja eine alte Mandoline irgendwo im Keller, mein Mann hat damit immer Kartoffeln geschnitten. Die müsste noch funktionieren, auch wenn ich ehrlich gesagt ein bisschen Respekt davor habe, mir nicht die Finger zu erwischen. Was mich aber neugierig macht: du schreibst dass kleinere Knollen weniger von diesem intensiven Erdgeschmack haben. Das überrascht mich, denn eigentlich dachte ich immer, dass kleineres Gemüse intensiver schmeckt. In meinem Garten wachsen dieses Jahr tatsächlich ein paar wirklich kleine, zierliche Exemplare - die sind fast wie Radieschen groß. Kannst du das mit den kleineren Knollen aus eigener Erfahrung sagen, oder ist das eher eine allgemeine Beobachtung? Und die Zitrone - ja, das macht Sinn. Ich koche ja auch meine eingekochten Beete mit einem Spritzer Zitrone an, das hellt den Geschmack tatsächlich auf. Das hätte ich eigentlich selbst denken können. Aber bei rohem Carpaccio stellt sich mir die Frage, ob ich nicht lieber bei Essig bleibe, weil ich mich da einfach sicherer fühle. Mein Hausarzt hat mir ja mehr Rote Beete empfohlen, aber das heißt ja nicht, dass ich mich selbst überwinden muss mit etwas, das mir nicht zusagt. Vielleicht probiere ich das einfach mal mit einer dieser kleinen Knollen und schau, wie es mir schmeckt. Edit: Kleine Anmerkung - mit den zierlichen Exemplaren aus meinem Garten sollte ich vielleicht vorher noch testen, ob sie wirklich weniger erdig schmecken. Dann weiß ich, worauf ich mich einlasse!
Zitat von leni_kJe dünner, desto weniger dominant ist das
- okay, das beruhigt mich schon mal ein bisschen. Ich hab ja eine alte Mandoline irgendwo im Keller, mein Mann hat damit immer Kartoffeln geschnitten. Die müsste noch funktionieren, auch wenn ich ehrlich gesagt ein bisschen Respekt davor habe, mir nicht die Finger zu erwischen. Was mich aber neugierig macht: du schreibst dass kleinere Knollen weniger von diesem intensiven Erdgeschmack haben. Das überrascht mich, denn eigentlich dachte ich immer, dass kleineres Gemüse intensiver schmeckt. In meinem Garten wachsen dieses Jahr tatsächlich ein paar wirklich kleine, zierliche Exemplare - die sind fast wie Radieschen groß. Kannst du das mit den kleineren Knollen aus eigener Erfahrung sagen, oder ist das eher eine allgemeine Beobachtung? Und die Zitrone - ja, das macht Sinn. Ich koche ja auch meine eingekochten Beete mit einem Spritzer Zitrone an, das hellt den Geschmack tatsächlich auf. Das hätte ich eigentlich selbst denken können. Aber bei rohem Carpaccio stellt sich mir die Frage, ob ich nicht lieber bei Essig bleibe, weil ich mich da einfach sicherer fühle. Mein Hausarzt hat mir ja mehr Rote Beete empfohlen, aber das heißt ja nicht, dass ich mich selbst überwinden muss mit etwas, das mir nicht zusagt. Vielleicht probiere ich das einfach mal mit einer dieser kleinen Knollen und schau, wie es mir schmeckt. Edit: Kleine Anmerkung - mit den zierlichen Exemplaren aus meinem Garten sollte ich vielleicht vorher noch testen, ob sie wirklich weniger erdig schmecken. Dann weiß ich, worauf ich mich einlasse!
Zitat von leni_k am August 18, 2026, 17:42 Uhr@elvira_k die Frage ob Essig oder Zitrone - da würd ich sagen probier ruhig Essig wenn dir das vertrauter ist. Weißweinessig funktioniert da gut, nur wirklich sparsam, weil er sonst die ganze Sache übertüncht.
Zitat von elvira_kob ich nicht lieber bei Essig bleibe
Was ich noch nie ausprobiert hab, aber schon öfter gelesen: ein bisschen Orangen- statt Zitronensaft. Soll das Erdige auch aufhellen, aber weicher. Könnte für den Einstieg passen wenn du ohnehin vorsichtig rangehst. Und zu deiner Frage ob ich das mit den kleineren Knollen wirklich aus eigener Erfahrung sag - ja, aber ich will ehrlich sein, das ist eher eine Beobachtung über mehrere Male, kein kontrollierter Vergleich. Könnte auch am Erntezeitpunkt gelegen sein, nicht nur an der Größe. Die radischengroßen Exemplare die du beschreibst kenn ich so aus dem eigenen Anbau nicht, das klingt aber nach einer guten Gelegenheit das einfach direkt zu testen. Die sind dann ja auch schneller durchgeschnitten wenn einer der Scheiben mal schiefgeht. Zur Mandoline - da hab ich ehrlich gesagt auch noch die erste und letzte Verletzung damit kassiert, ganz am Anfang. Seitdem nehm ich immer das Schutzhandschuh-Ding dazu, die kosten fast nichts und man entspannt sich sofort. Falls du die nicht mehr hast, kurz anschaffen bevor du anfängst.
@elvira_k die Frage ob Essig oder Zitrone - da würd ich sagen probier ruhig Essig wenn dir das vertrauter ist. Weißweinessig funktioniert da gut, nur wirklich sparsam, weil er sonst die ganze Sache übertüncht.
Zitat von elvira_kob ich nicht lieber bei Essig bleibe
Was ich noch nie ausprobiert hab, aber schon öfter gelesen: ein bisschen Orangen- statt Zitronensaft. Soll das Erdige auch aufhellen, aber weicher. Könnte für den Einstieg passen wenn du ohnehin vorsichtig rangehst. Und zu deiner Frage ob ich das mit den kleineren Knollen wirklich aus eigener Erfahrung sag - ja, aber ich will ehrlich sein, das ist eher eine Beobachtung über mehrere Male, kein kontrollierter Vergleich. Könnte auch am Erntezeitpunkt gelegen sein, nicht nur an der Größe. Die radischengroßen Exemplare die du beschreibst kenn ich so aus dem eigenen Anbau nicht, das klingt aber nach einer guten Gelegenheit das einfach direkt zu testen. Die sind dann ja auch schneller durchgeschnitten wenn einer der Scheiben mal schiefgeht. Zur Mandoline - da hab ich ehrlich gesagt auch noch die erste und letzte Verletzung damit kassiert, ganz am Anfang. Seitdem nehm ich immer das Schutzhandschuh-Ding dazu, die kosten fast nichts und man entspannt sich sofort. Falls du die nicht mehr hast, kurz anschaffen bevor du anfängst.
Zitat von leni_bk am August 18, 2026, 17:50 UhrZitat von leni_kSeitdem nehm ich immer das Schutzhandschuh-Ding dazu
ah ja das ist echt ein guter Tipp. Ich hab das Teil auch irgendwo rumliegen und vergess es jedes Mal, aber bei der Mandoline macht das echt Sinn. Aber @elvira_k mich interessiert noch was anderes - du schreibst dass der Hausarzt dir mehr Rote Beete empfohlen hat wegen deinem Blutdruck. Ich glaub ja dass da was dran ist mit dem Saft und so, aber mal ehrlich - wenn dir das Carpaccio am Ende nicht schmeckt, ist das doch auch okay? Ich mein, du magst die Beete ja gekocht auch, das ist doch schon was. Warum muss es unbedingt die rohe Variante sein wenn sie dir nicht liegt. Vielleicht brauchst du auch gar nicht die ganze Palette durchzuprobieren, nur weil es trendy ist oder weil dein Arzt Rote Beete gesagt hat. Ich hab das irgendwie bei mir selbst gemerkt in letzter Zeit - ich kauf mir Sachen weil überall steht dass es gut sein soll, und dann ess ich das mit schlechtem Gewissen auf. Das ist irgendwie blöd. Wenn das Carpaccio nach deinem ersten Test nicht dein Ding ist, machst du eben mehr von deinen eingekochten Beeten oder probierst geraspelt im Salat - auch völlig fine. Manchmal ist simple besser als kompliziert, und die Mandoline brauchst du ja sowieso nicht zu quälen wenn du sie nicht willst.
Zitat von leni_kSeitdem nehm ich immer das Schutzhandschuh-Ding dazu
ah ja das ist echt ein guter Tipp. Ich hab das Teil auch irgendwo rumliegen und vergess es jedes Mal, aber bei der Mandoline macht das echt Sinn. Aber @elvira_k mich interessiert noch was anderes - du schreibst dass der Hausarzt dir mehr Rote Beete empfohlen hat wegen deinem Blutdruck. Ich glaub ja dass da was dran ist mit dem Saft und so, aber mal ehrlich - wenn dir das Carpaccio am Ende nicht schmeckt, ist das doch auch okay? Ich mein, du magst die Beete ja gekocht auch, das ist doch schon was. Warum muss es unbedingt die rohe Variante sein wenn sie dir nicht liegt. Vielleicht brauchst du auch gar nicht die ganze Palette durchzuprobieren, nur weil es trendy ist oder weil dein Arzt Rote Beete gesagt hat. Ich hab das irgendwie bei mir selbst gemerkt in letzter Zeit - ich kauf mir Sachen weil überall steht dass es gut sein soll, und dann ess ich das mit schlechtem Gewissen auf. Das ist irgendwie blöd. Wenn das Carpaccio nach deinem ersten Test nicht dein Ding ist, machst du eben mehr von deinen eingekochten Beeten oder probierst geraspelt im Salat - auch völlig fine. Manchmal ist simple besser als kompliziert, und die Mandoline brauchst du ja sowieso nicht zu quälen wenn du sie nicht willst.
Zitat von leni_k am August 18, 2026, 18:11 Uhr@leni_bk warte mal kurz - du heißt fast gleich wie ich, das hab ich erst jetzt richtig gecheckt 😄
Aber inhaltlich find ich deinen Punkt eigentlich gut. Das mit dem schlechten Gewissen beim Essen kenn ich auch, und das ist wirklich Blödsinn. @elvira_k muss das Carpaccio nicht mögen nur weil es irgendwie gesund klingt oder weil ihr Arzt "mehr Rote Beete" gesagt hat. Was mich aber trotzdem interessiert - @elvira_k du hast eingangs geschrieben dass du das Gemüse eigentlich magst. Also nicht so ein Fall von "ich zwing mich da rein" oder? Das ist für mich ein Unterschied. Wenn jemand Rote Beete grundsätzlich gerne isst, dann ist die rohe Variante einfach eine andere Textur-Erfahrung, kein Martyrium. Ich hab das bei mir selbst so erlebt - ich mochte die Beete gekocht seit Jahren, und das Rohe war dann mehr so... neugierig probieren als überwinden. Hat dann auch nicht beim ersten Mal gepasst, ehrlich gesagt. Beim zweiten Anlauf mit wirklich dünnen Scheiben und einem guten Olivenöl war das plötzlich ganz anders. Aber @leni_bk hat schon recht, niemand muss sich durch Trends quälen. Das ist kein Wettkampf.
@leni_bk warte mal kurz - du heißt fast gleich wie ich, das hab ich erst jetzt richtig gecheckt 😄
Aber inhaltlich find ich deinen Punkt eigentlich gut. Das mit dem schlechten Gewissen beim Essen kenn ich auch, und das ist wirklich Blödsinn. @elvira_k muss das Carpaccio nicht mögen nur weil es irgendwie gesund klingt oder weil ihr Arzt "mehr Rote Beete" gesagt hat. Was mich aber trotzdem interessiert - @elvira_k du hast eingangs geschrieben dass du das Gemüse eigentlich magst. Also nicht so ein Fall von "ich zwing mich da rein" oder? Das ist für mich ein Unterschied. Wenn jemand Rote Beete grundsätzlich gerne isst, dann ist die rohe Variante einfach eine andere Textur-Erfahrung, kein Martyrium. Ich hab das bei mir selbst so erlebt - ich mochte die Beete gekocht seit Jahren, und das Rohe war dann mehr so... neugierig probieren als überwinden. Hat dann auch nicht beim ersten Mal gepasst, ehrlich gesagt. Beim zweiten Anlauf mit wirklich dünnen Scheiben und einem guten Olivenöl war das plötzlich ganz anders. Aber @leni_bk hat schon recht, niemand muss sich durch Trends quälen. Das ist kein Wettkampf.
Zitat von leni_bk am August 18, 2026, 18:46 Uhr@leni_k haha ja, die Namensverwechslung ist mir auch gerade aufgefallen 😄
aber ich glaub ich muss nochmal nachhaken bei dir - du schreibst dass du das Rohe beim zweiten Anlauf plötzlich ganz anders fandest, mit dünnen Scheiben und gutem Öl. Wie lange hat es denn bei dir gedauert bis zum zweiten Versuch? Ich frag weil ich das Gefühl hab dass ich bei vielen Sachen zu ungeduldig bin. Kauf mir was, probier es einmal, schmeckt mir nicht sofort, und dann sitzt es ein halbes Jahr im Kühlschrank bis ich es wegmache. Beim Training bin ich ja diszipliniert aber beim Essen irgendwie... naja. Und @elvira_k - wenn du das wirklich ausprobieren willst, würde ich vorher vielleicht nicht direkt die kleinsten Knollen nehmen sondern eher eine mittlere? Deine radischengroßen Dinger könnten ja auch einfach so anders schmecken weil sie noch jung sind, und dann testest du gar nicht wirklich Carpaccio sondern testest eher junge Beete. Das ist was anderes. Mittlere Größe von den normalen, mit Mandoline oder scharfem Messer, Öl, Salz, vielleicht nen Spritzer von diesem Orangensaft den leni_k erwähnt hat. Einmal essen ohne Erwartungen, fertig. Wenn es nicht wird ist es nicht dramatisch.
@leni_k haha ja, die Namensverwechslung ist mir auch gerade aufgefallen 😄
aber ich glaub ich muss nochmal nachhaken bei dir - du schreibst dass du das Rohe beim zweiten Anlauf plötzlich ganz anders fandest, mit dünnen Scheiben und gutem Öl. Wie lange hat es denn bei dir gedauert bis zum zweiten Versuch? Ich frag weil ich das Gefühl hab dass ich bei vielen Sachen zu ungeduldig bin. Kauf mir was, probier es einmal, schmeckt mir nicht sofort, und dann sitzt es ein halbes Jahr im Kühlschrank bis ich es wegmache. Beim Training bin ich ja diszipliniert aber beim Essen irgendwie... naja. Und @elvira_k - wenn du das wirklich ausprobieren willst, würde ich vorher vielleicht nicht direkt die kleinsten Knollen nehmen sondern eher eine mittlere? Deine radischengroßen Dinger könnten ja auch einfach so anders schmecken weil sie noch jung sind, und dann testest du gar nicht wirklich Carpaccio sondern testest eher junge Beete. Das ist was anderes. Mittlere Größe von den normalen, mit Mandoline oder scharfem Messer, Öl, Salz, vielleicht nen Spritzer von diesem Orangensaft den leni_k erwähnt hat. Einmal essen ohne Erwartungen, fertig. Wenn es nicht wird ist es nicht dramatisch.
Zitat von lisab_93 am August 18, 2026, 19:32 Uhr@leni_bk das mit der Ungeduld beim Essen kenn ich auch, aber anders rum - ich kauf mir Sachen und vergess dann einfach dass ich sie hab. Letzten Monat hab ich ne vakuumierte Rote Beete gekauft, wollte sie ausprobieren, und sie stand drei Wochen im Kühlschrank bis ich sie weggeworfen hab. Dumm gelaufen. Aber was mich jetzt interessiert - @elvira_k du hast ja gesagt dass du die Beete grundsätzlich magst gekocht und alles. Dann stellt sich mir eher die Frage: warum nicht einfach mal eine kleine Knolle nehmen, sie dünn schneiden lassen (oder von deinem Mann schneiden lassen, wenn der die Mandoline noch kennt) und dann einfach probieren ohne dass es ein großes Ding ist? Nicht wegen des Arztes oder wegen Trends, sondern aus purem Interesse ob die Textur dir gefällt. Das ist für mich der Unterschied - bei mir persönlich bringt Rote Beete beim Laufen wahrscheinlich was, aber ob ich das jetzt roh esse oder gekocht, ist mir ehrlich egal. Wenn es schmeckt, super. Wenn nicht, gibt es hundert andere Gemüsesorten. Das mit den mittleren Knollen statt den radischengroßen - da hat @leni_bk recht. Du wirst da einfach nicht wissen ob du das Carpaccio nicht magst oder nur junge Beete nicht magst.
@leni_bk das mit der Ungeduld beim Essen kenn ich auch, aber anders rum - ich kauf mir Sachen und vergess dann einfach dass ich sie hab. Letzten Monat hab ich ne vakuumierte Rote Beete gekauft, wollte sie ausprobieren, und sie stand drei Wochen im Kühlschrank bis ich sie weggeworfen hab. Dumm gelaufen. Aber was mich jetzt interessiert - @elvira_k du hast ja gesagt dass du die Beete grundsätzlich magst gekocht und alles. Dann stellt sich mir eher die Frage: warum nicht einfach mal eine kleine Knolle nehmen, sie dünn schneiden lassen (oder von deinem Mann schneiden lassen, wenn der die Mandoline noch kennt) und dann einfach probieren ohne dass es ein großes Ding ist? Nicht wegen des Arztes oder wegen Trends, sondern aus purem Interesse ob die Textur dir gefällt. Das ist für mich der Unterschied - bei mir persönlich bringt Rote Beete beim Laufen wahrscheinlich was, aber ob ich das jetzt roh esse oder gekocht, ist mir ehrlich egal. Wenn es schmeckt, super. Wenn nicht, gibt es hundert andere Gemüsesorten. Das mit den mittleren Knollen statt den radischengroßen - da hat @leni_bk recht. Du wirst da einfach nicht wissen ob du das Carpaccio nicht magst oder nur junge Beete nicht magst.
Zitat von leni_k am August 18, 2026, 19:45 Uhr@lisab_93 das mit der vakuumierten die du dann weggeworfen hast - ja das kenn ich. Aber ich glaub der Punkt den du und @leni_bk beide machen ist eigentlich der richtige: einfach mal ohne großen Aufbau probieren, und wenn's nix wird, dann war's das halt. Was mich an deinem Beitrag aber noch interessiert - du schreibst "beim Laufen bringt Rote Beete wahrscheinlich was". Das ist genau das Thema das mich grad auch beschäftigt, ich hab da letztens was gelesen über Nitrat und Ausdauer. Aber das ist vielleicht ein anderer Thread wert, ich will hier @elvira_ks Carpaccio-Frage nicht kapern. Was ich noch sagen wollte, weil das bisher nicht wirklich vorgekommen ist: die Ruhezeit nach dem Schneiden macht auch was aus. Wenn du die Scheiben 10-15 Minuten mit Öl und Salz stehen lässt bevor du isst, wird das ganz anders als wenn du sofort reinbeißt. Die Struktur gibt ein bisschen nach und der Geschmack zieht sich irgendwie runder zusammen. Das hab ich irgendwann eher zufällig rausgefunden, weil ich beim ersten Versuch abgelenkt war und das Carpaccio einfach länger auf dem Teller gelegen ist. Keine Ahnung ob das für alle so ist, aber bei mir war's so. Edit: Kleine Klarstellung - das mit der Ruhezeit funktioniert natürlich nur wenn das Fleisch wirklich frisch und hochwertig ist. Bei weniger guter Qualität macht das eher weniger Unterschied.
@lisab_93 das mit der vakuumierten die du dann weggeworfen hast - ja das kenn ich. Aber ich glaub der Punkt den du und @leni_bk beide machen ist eigentlich der richtige: einfach mal ohne großen Aufbau probieren, und wenn's nix wird, dann war's das halt. Was mich an deinem Beitrag aber noch interessiert - du schreibst "beim Laufen bringt Rote Beete wahrscheinlich was". Das ist genau das Thema das mich grad auch beschäftigt, ich hab da letztens was gelesen über Nitrat und Ausdauer. Aber das ist vielleicht ein anderer Thread wert, ich will hier @elvira_ks Carpaccio-Frage nicht kapern. Was ich noch sagen wollte, weil das bisher nicht wirklich vorgekommen ist: die Ruhezeit nach dem Schneiden macht auch was aus. Wenn du die Scheiben 10-15 Minuten mit Öl und Salz stehen lässt bevor du isst, wird das ganz anders als wenn du sofort reinbeißt. Die Struktur gibt ein bisschen nach und der Geschmack zieht sich irgendwie runder zusammen. Das hab ich irgendwann eher zufällig rausgefunden, weil ich beim ersten Versuch abgelenkt war und das Carpaccio einfach länger auf dem Teller gelegen ist. Keine Ahnung ob das für alle so ist, aber bei mir war's so. Edit: Kleine Klarstellung - das mit der Ruhezeit funktioniert natürlich nur wenn das Fleisch wirklich frisch und hochwertig ist. Bei weniger guter Qualität macht das eher weniger Unterschied.
Zitat von lisab_93 am August 18, 2026, 19:58 Uhr@leni_k die Ruhezeit-Sache ist interessant, aber ehrlich - das klingt für mich nach dem Punkt wo es anfängt kompliziert zu werden. Ich meine, wenn ich mir Carpaccio mache, dann weil ich gerade Appetit drauf hab, nicht weil ich dann noch 15 Minuten warten muss bis die Scheiben sich "zusammenrunden" oder so. Das ist genau das wo ich dann wieder denke: warum nicht einfach was essen das ich sofort essen kann. Aber vielleicht bin ich da auch einfach zu ungeduldig. Bei mir persönlich - wenn ich irgendwas neues ausprobier beim Essen, dann muss es mir sofort schmecken oder ich bin schnell wieder weg davon. Das ist wahrscheinlich auch ein Grund warum ich so skeptisch bei Trends bin, ich hab einfach keine Lust auf Umstände. @elvira_k - was ich dir vielleicht mitgeben würde: wenn du das machst, dann mach es an nem Moment wo du entspannt bist und nicht gerade was anderes vorhast. Bei mir hilft das oft mehr als irgendwelche Tipps & Tricks. Und wenn die erste Knolle nicht wird ist das echt okay. Gekochte Beete sind nicht weniger wertvoll nur weil sie nicht roh sind.
@leni_k die Ruhezeit-Sache ist interessant, aber ehrlich - das klingt für mich nach dem Punkt wo es anfängt kompliziert zu werden. Ich meine, wenn ich mir Carpaccio mache, dann weil ich gerade Appetit drauf hab, nicht weil ich dann noch 15 Minuten warten muss bis die Scheiben sich "zusammenrunden" oder so. Das ist genau das wo ich dann wieder denke: warum nicht einfach was essen das ich sofort essen kann. Aber vielleicht bin ich da auch einfach zu ungeduldig. Bei mir persönlich - wenn ich irgendwas neues ausprobier beim Essen, dann muss es mir sofort schmecken oder ich bin schnell wieder weg davon. Das ist wahrscheinlich auch ein Grund warum ich so skeptisch bei Trends bin, ich hab einfach keine Lust auf Umstände. @elvira_k - was ich dir vielleicht mitgeben würde: wenn du das machst, dann mach es an nem Moment wo du entspannt bist und nicht gerade was anderes vorhast. Bei mir hilft das oft mehr als irgendwelche Tipps & Tricks. Und wenn die erste Knolle nicht wird ist das echt okay. Gekochte Beete sind nicht weniger wertvoll nur weil sie nicht roh sind.