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Rote Beete aus dem Supermarkt - wie lange lagert ihr sie?

Mich würde mal interessieren, wie ihr das handhabt mit den vakuumverpackten Roten Beeten aus dem Supermarkt. Ich kaufe die eigentlich nur ungern, weil ich die Qualität einfach nicht so gut finde wie aus meinem Garten, aber manchmal ist es praktisch wenn ich keine Zeit zum Ernten habe oder wenn mein Vorrat aufgebraucht ist. Das Problem ist nur, dass ich nie so richtig weiß, wie lange die halten, wenn ich sie mal gekauft habe. Gestern habe ich eine Packung aus dem Regal genommen und da ist das Verfallsdatum schon zwei Wochen hin, aber die Beete sehen noch ganz ordentlich aus. Ich hab sie trotzdem gekauft, weil der Preis nett war, aber jetzt frag ich mich ob das noch sicher zu essen ist oder ob ich die lieber wegwerfen sollte. Bei mir im Garten bewahre ich die Roten Beeten im Keller auf, da halten sie ewig, aber diese verpackten Dinger aus dem Supermarkt sind eine andere Geschichte. Mein Hausarzt hat mir ja empfohlen mehr Rote Beete zu essen wegen des Blutdrucks, und da würde es ja Sinn machen die auch mal zu kaufen wenn ich grade keine Zeit für meine eigenen hab. Aber wenn die dann nach zwei Wochen schon fragwürdig werden, lohnt sich das ja nicht wirklich. Habt ihr da Erfahrung gemacht, wie lange die wirklich gut bleiben nach dem Öffnen?

@elvira_k

Zitat von elvira_k

das Verfallsdatum schon zwei Wochen hin

also wenn das MHD noch zwei Wochen weg ist und sie gut aussehen - das ist doch ok? die vakuumverpackten sind ja vorgekocht und dann eben luftdicht versiegelt, die halten sich schon. ich kauf die auch manchmal wenn ich keine Zeit hab und hab da noch nie Probleme gehabt solange die Packung noch zu ist. nach dem Öffnen ist das eine andere Sache. ich pack die dann meistens in eine Dose im Kühlschrank und nach drei, vier Tagen ist Schluss - danach wird's komisch. nicht schlecht im Sinne von gefährlich, aber der Geschmack kippt irgendwie. so ein leicht gärender Unterton. mag sein dass das nur mir so vorkommt. das mit dem Keller für die eigenen Beete kenn ich von meiner Oma - die hat die immer im Sand gelagert und die haben wirklich ewig gehalten. die vakuumverpackten aus dem Supermarkt sind halt eine komplett andere Logik, die sind ja schon gegart wenn du sie kaufst. ehrlich gesagt find ich die Qualität auch nicht so toll, aber für einen schnellen Salat zwischendurch tun sie's. und wenn dein Hausarzt das wegen des Blutdrucks empfiehlt, dann ist regelmäßig essen wahrscheinlich wichtiger als ob's jetzt Garten oder Supermarkt ist.

@leni_k danke für die ehrliche Antwort, das beruhigt mich. Zwei Wochen sind ja noch okay, das hab ich falsch verstanden - ich dachte das MHD ist schon überschritten. Das mit dem gärenden Unterton nach drei, vier Tagen kenne ich, genau so ist es bei mir auch. Das ist dann wirklich unangenehm. Was mich aber jetzt mehr beschäftigt: du hast erwähnt, dass deine Oma die Beeten im Sand gelagert hat. Wie genau funktioniert das denn? Ich hab meinen Keller, aber der ist nicht ideal - eher kühl und dunkel, aber die Luftfeuchtigkeit ist schwankend. Letzten Winter habe ich ein paar Roten Beeten dort vergessen und die sind mir anfangs zu keimen angefangen was ich nicht erwartet hätte. Das war dann zwar interessant, aber nicht das, was ich wollte. Im Garten ernten wir normalerweise im Oktober und November, und dann sollten sie ja bis ins Frühjahr reichen. Aber mit den vakuumverpackten aus dem Supermarkt rechne ich jetzt anders - die sind ja schon gekocht und das ist sozusagen ein anderes Produkt, wie du richtig sagst. Vielleicht sollte ich mir einfach angewöhnen, kleinere Packungen zu kaufen statt gleich zwei oder drei auf Vorrat zu holen. Das macht weniger Ärger mit dem Verfallsdatum und ich hab immer frischen Nachschub.

@elvira_k

Zitat von elvira_k

kleinere Packungen kaufen statt gleich zwei oder drei auf Vorrat

ja das ist ehrlich gesagt die simpelste Lösung und ich frag mich warum man da überhaupt drüber nachdenken muss - aber ich mach genau denselben Fehler ständig. zwei Packungen weil "die hab ich dann ja schon" und dann steht eine davon drei Wochen im Kühlschrank bis ich dran denke. das mit dem Keimen find ich übrigens gar nicht so tragisch, ich hab das auch schon gehabt und die jungen Triebe sind ja eigentlich essbar. nicht dass ich das jetzt empfehle als Lagerstrategie, aber zumindest kein Totalverlust. zur Sand-Lagerung: das ist wirklich nur für die rohen, ungegartten Knollen, das weißt du wahrscheinlich selbst. feuchter Sand, kühl, dunkel - die Beeten kommen da einzeln rein damit sie sich nicht berühren und dann gammelt keine die andere an. meine Oma hat das mit fast allem Wurzelgemüse so gemacht. ob das in einem normalen Wiener Kellerverschlag noch funktioniert... schauen wir mal, ich hab's selbst nie probiert.

@leni_k das mit dem Keimen hab ich mir dann auch später so gedacht, aber in dem Moment war ich einfach überrascht! Die Triebe schmecken übrigens bitter, das würde ich nicht unbedingt empfehlen, obwohl es theoretisch geht. Das Sand-Lagern ist interessant, aber ehrlich gesagt klingt das für meine Verhältnisse zu aufwändig. Mein Keller ist eher ein Abstellkammer-Keller, keine richtige Wurzelkammer wie früher. Ich denke, ich bleibe dabei wie ich das jetzt mache - die eigenen Beeten im Oktober ernten, ein paar Wochen in Eimern mit feuchtem Torfersatz lagern, und wenn die aufgebraucht sind, kaufe ich mir halt zwei, drei vakuumverpackte Einzelpackungen statt einer ganzen Kiste. Das ist einfach praktischer für eine Person allein, wenn man ehrlich ist. Was mich aber noch interessiert: du hast erwähnt dass deine Oma das mit fast allem Wurzelgemüse so gemacht hat. Wie war das denn mit Möhren oder Pastinaken - lagern die genauso gut im Sand, oder ist Rote Beete da speziell robust? Ich frag mich nämlich ob ich meine Lagerstrategie insgesamt überdenken sollte. Der Hausarzt hat mir ja mehr Rote Beete empfohlen, aber wenn ich ehrlich bin, esse ich auch gerne anderes Wurzelgemüse. Vielleicht gibt es da ja eine Lösung die für mehrere Sorten funktioniert.

@elvira_k

Zitat von elvira_k

ob ich meine Lagerstrategie insgesamt überdenken sollte

also Möhren im Sand, ja, das funktioniert genauso gut - meine Oma hat die sogar lieber so gelagert als Rote Beete, weil Möhren noch empfindlicher auf Feuchtigkeit reagieren. Pastinaken hab ich da ehrlich gesagt kein Bild von, die hat sie nie angebaut soweit ich weiß. aber ich muss kurz einhaken: du planst jetzt also eine Art Lagerstrategie für mehrere Gemüsesorten, weil dein Arzt Rote Beete empfohlen hat? das ist irgendwie... konsequent. die meisten Leute hören "iss mehr Gemüse" und kaufen dann einmal vakuumverpackte Beeten und vergessen's nach drei Wochen wieder. du baust quasi ein System drum herum. was ich mich frage: hast du eigentlich Möhren auch im Garten oder nur Rote Beete? weil wenn du schon Platz im Keller hast und das Prinzip sowieso ähnlich ist, wär das ja tatsächlich sinnvoll. einmal einrichten, mehrere Sorten profitieren davon. der Torfersatz-Trick den du erwähnst kenn ich übrigens nicht, das ist neu für mich. ich hab immer nur Sand gekannt von meiner Oma. funktioniert das für dich gut oder ist das eher ein Experiment das du ausprobierst?