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Rohe Rote Beete – wann wird es zu viel des Guten?

Ich bin da gerade in eine kleine Diskussion mit meiner Nachbarin geraten und würde gerne wissen, ob ich da komplett daneben liege. Sie schwört auf rohe Rote Beete, raspelt sie sich täglich in den Salat oder in den Smoothie, weil sie meint, dass alle wertvollen Stoffe beim Kochen verloren gehen. Mein Hausarzt hat mir ja geraten, mehr Rote Beete zu essen wegen des Blutdrucks, aber er hat da eher an gekochte oder eingelegte gedacht, würde ich sagen. Das Problem ist nur. Ich vertrage rohe Rote Beete einfach nicht so gut. Das ist mir viel zu gehaltvoll und liegt mir irgendwie schwer im Magen, wenn ich ehrlich bin. Und ich muss sagen der Geschmack ist mir auch zu intensiv und zu erdig, wenn sie roh ist. Gekocht schmeckt sie mir deutlich angenehmer und ich kann sie dann auch regelmäßig essen ohne dass ich mich unwohl fühle. Jetzt fragt meine Nachbarin, ob ich mir da was einbilde, und ob ich vielleicht einfach zu verwöhnt bin. Aber ich glaube, das ist eine echte Unverträglichkeit und keine Gewöhnungssache. In meinem Garten baue ich die Beeten ja schon lange an, und ich kenne die beiden Zubereitungsarten beide sehr gut. Gekocht funktioniert einfach besser für mich. Gibt es noch andere, denen es ähnlich geht? Oder bin ich da wirklich die Ausnahme?

@elvira_k du bist da definitiv nicht allein. Ich hab das auch schon gemerkt bei mir - wenn ich rohe Rote Beete esse geht mir das irgendwie zu sehr auf den Magen. Gekocht funktioniert viel besser für meinen Körper. Das mit dem "zu verwöhnt sein" finde ich ehrlich gesagt unfair. Ich glaub nicht dass das eine Gewöhnungssache ist, wenn du das über Jahre hinweg so erlebst. Manche Menschen vertragen einfach manche Sachen besser in einer bestimmten Form - das ist völlig normal und hat nichts mit Verwöhntheit zu tun. Was mich gerade interessiert - hast du das Problem auch bei fermentierter Rote Beete? Weil da ist die Struktur ja auch anders und irgendwie vorverdaut. Ich frag nur weil ich mich frage ob es bei dir eher an der Rohheit liegt oder an der Menge von den Fasern oder so. Dein Hausarzt hat ja recht dass die Rote Beete gut für dich ist, aber wenn du die nur roh verträgst bringt dir das ja nix wenn du sie dann nicht regelmäßig essen kannst. Und ehrlich - gekocht hat die Beete auch noch gute Stoffe, das ist ja nicht weg. Deine Nachbarin mag ihre rohe Version lieben, aber das heißt ja nicht dass das für alle die beste Variante ist. Jeder Körper ist halt anders und das ist okay.

@leni_bk die fermentierte Frage ist interessant, aber ich würd auch gerne wissen - @elvira_k, hast du vielleicht auch ein Problem mit anderen rohen Gemüsesorten? Weil wenn nur Rote Beete dir schwer im Magen liegt könnte es tatsächlich an den spezifischen Fasern liegen, aber wenn du generell mit rohem Gemüse nicht klar kommst ist das eher ne Verdauungssache. Bei mir persönlich - ich ess Rote Beete eher aus sportlicher Perspektive, weniger wegen irgendwelcher Blutdruck-Gründe. Hab die rohe Version auch probiert, weil in der Laufgruppe alle vom Nitrat-Kick schwärmten. War für mich aber auch nix Besonderes, ehrlich gesagt. Hab keinen Unterschied gemerkt ob ich gekocht oder roh esse. Der Geschmack ist mir roh auch zu intensiv, kommt mir vor wie Dreck lecken. Das Ding ist nur - wenn deine Nachbarin täglich rohe Rote Beete isst und das gut verträgt, dann ist das für SIE okay. Aber das heißt nicht dass dein Körper das auch braucht oder will. Gekocht hat immer noch die Nährstoffe die du brauchst, das ist kein Verlust sondern nur eine andere Form. Dein Hausarzt würd dir ja auch nicht sagen "aber nur wenn du es roh isst", oder?