Profis nehmen es, also muss was dran sein – oder nur Sponsoren-Blabla?
Zitat von rote_socke_83 am Juni 18, 2026, 06:25 Uhrich hab das letzte Woche beim Zappen gesehen, irgendein Radsport-Format auf Eurosport, und da haben sie einen Profi interviewt der natürlich bei Ernährung sofort über seine Sponsor-Produkte geredet hat. Klar. Aber ich hab mich gefragt: glaubt der das selbst, oder liest der das vom Blatt ab? Das ist keine naive Frage. Ich weiß dass Profis gesponsert werden und entsprechend reden. Trotzdem steckt da immer ein Zweifel bei mir - die trainieren halt auf einem Level wo vielleicht wirklich jedes Prozent zählt. Ob das dann auch auf mich zutrifft als Typ der dreimal die Woche Rad fährt und im Herbst eine Granfondo machen will, ist nochmal eine ganz andere Sache. Ich sag euch was mich wirklich nervt: diese Übertragung. Profi schluckt X, Profi gewinnt Rennen, also schluckst du X und wirst besser. Das ist Unsinn und trotzdem kaufen Leute genau deshalb. Ich schließ mich da nicht aus ich hab selbst angefangen Rote Beete Zeug zu testen weil ein Kollege meinte er hätte was gelesen über Ausdauersport. Kein Profi-Einfluss aber im Prinzip dasselbe Muster - jemand sagt was, man probiert es. Mich interessiert wie das bei euch ist. Habt ihr das bewusst getrennt, also Profi-Empfehlung auf einer seite und eigener Bedarf auf der anderen? Oder ist das bei euch einfach auch so reingesickert ohne dass ihr groß drüber nachgedacht habt? Weil ehrlich gesagt glaube ich dass die meisten Kaufentscheidungen bei Supplements ungefähr so laufen: jemand erwähnt es, es klingt plausibel, man probiert es. Punkt. Der Rest ist Rationalisierung danach.
ich hab das letzte Woche beim Zappen gesehen, irgendein Radsport-Format auf Eurosport, und da haben sie einen Profi interviewt der natürlich bei Ernährung sofort über seine Sponsor-Produkte geredet hat. Klar. Aber ich hab mich gefragt: glaubt der das selbst, oder liest der das vom Blatt ab? Das ist keine naive Frage. Ich weiß dass Profis gesponsert werden und entsprechend reden. Trotzdem steckt da immer ein Zweifel bei mir - die trainieren halt auf einem Level wo vielleicht wirklich jedes Prozent zählt. Ob das dann auch auf mich zutrifft als Typ der dreimal die Woche Rad fährt und im Herbst eine Granfondo machen will, ist nochmal eine ganz andere Sache. Ich sag euch was mich wirklich nervt: diese Übertragung. Profi schluckt X, Profi gewinnt Rennen, also schluckst du X und wirst besser. Das ist Unsinn und trotzdem kaufen Leute genau deshalb. Ich schließ mich da nicht aus ich hab selbst angefangen Rote Beete Zeug zu testen weil ein Kollege meinte er hätte was gelesen über Ausdauersport. Kein Profi-Einfluss aber im Prinzip dasselbe Muster - jemand sagt was, man probiert es. Mich interessiert wie das bei euch ist. Habt ihr das bewusst getrennt, also Profi-Empfehlung auf einer seite und eigener Bedarf auf der anderen? Oder ist das bei euch einfach auch so reingesickert ohne dass ihr groß drüber nachgedacht habt? Weil ehrlich gesagt glaube ich dass die meisten Kaufentscheidungen bei Supplements ungefähr so laufen: jemand erwähnt es, es klingt plausibel, man probiert es. Punkt. Der Rest ist Rationalisierung danach.
Zitat von markus_b82 am Juni 18, 2026, 06:57 Uhr@rote_socke_83
Zitat von rote_socke_83jemand erwähnt es, es klingt plausibel, man probiert es. Punkt. Der Rest ist Rationalisierung danach.
Das ist wahrscheinlich ehrlicher als die meisten hier zugeben würden. Ich würd das aber noch ein bisschen differenzieren: der Trigger mag irrational sein, aber was danach passiert muss es nicht zwingend sein. Das Problem ist, dass die wenigsten diesen zweiten Schritt überhaupt machen. Was mich an dem Profi-Sponsor-Muster aber noch mehr stört als die Kaufentscheidung selbst ist die Art wie die Dosierungen kommuniziert werden. Ein Profi, der im Interview "ich nehme das täglich" sagt, gibt keinerlei Information darüber, was genau, wie viel, in welchem Kontext. Und der Zuschauer füllt die Lücken selbst aus, meistens falsch. Das hab ich auch bei mir beobachtet, als ich mit Rote-Beete-Saft angefangen hab: ich hab anfangs keine Ahnung gehabt, welche Nitratmenge überhaupt relevant sein könnte. Hab das erst verstanden als ich die Vanhatalo-Sachen gelesen hab. Der Punkt mit dem Granfondo-Fahrer der dreimal Rad fährt ist übrigens nicht trivial. Es gibt tatsächlich Hinweise darauf, dass Nitrat bei gut trainierten Ausdauerathleten weniger Effekt zeigt als bei weniger trainierten - da war irgendwas in einer Metaanalyse von Jones 2014 in Applied Physiology, wenn ich mich richtig erinnere. Also die Profi-Übertragung wäre in dem Fall sogar in die falsche Richtung. Hast du bei deiner Rote-Beete-Erfahrung irgendwas systematisch beobachtet, oder war das mehr so ein allgemeines Ausprobieren?
Zitat von rote_socke_83jemand erwähnt es, es klingt plausibel, man probiert es. Punkt. Der Rest ist Rationalisierung danach.
Das ist wahrscheinlich ehrlicher als die meisten hier zugeben würden. Ich würd das aber noch ein bisschen differenzieren: der Trigger mag irrational sein, aber was danach passiert muss es nicht zwingend sein. Das Problem ist, dass die wenigsten diesen zweiten Schritt überhaupt machen. Was mich an dem Profi-Sponsor-Muster aber noch mehr stört als die Kaufentscheidung selbst ist die Art wie die Dosierungen kommuniziert werden. Ein Profi, der im Interview "ich nehme das täglich" sagt, gibt keinerlei Information darüber, was genau, wie viel, in welchem Kontext. Und der Zuschauer füllt die Lücken selbst aus, meistens falsch. Das hab ich auch bei mir beobachtet, als ich mit Rote-Beete-Saft angefangen hab: ich hab anfangs keine Ahnung gehabt, welche Nitratmenge überhaupt relevant sein könnte. Hab das erst verstanden als ich die Vanhatalo-Sachen gelesen hab. Der Punkt mit dem Granfondo-Fahrer der dreimal Rad fährt ist übrigens nicht trivial. Es gibt tatsächlich Hinweise darauf, dass Nitrat bei gut trainierten Ausdauerathleten weniger Effekt zeigt als bei weniger trainierten - da war irgendwas in einer Metaanalyse von Jones 2014 in Applied Physiology, wenn ich mich richtig erinnere. Also die Profi-Übertragung wäre in dem Fall sogar in die falsche Richtung. Hast du bei deiner Rote-Beete-Erfahrung irgendwas systematisch beobachtet, oder war das mehr so ein allgemeines Ausprobieren?
Zitat von rote_socke_83 am Juni 18, 2026, 07:17 Uhr@markus_b82 okay die Metaanalyse kenn ich nicht, das ist ehrlich. Kann ich so nicht einschätzen. Aber wenn da wirklich drin steht dass der Effekt bei gut Trainierten kleiner ist, dann wäre das eigentlich genau das was ich schon länger vermutet hab - nur von der anderen Seite. Zu deiner Frage: nein, ich hab das nicht systematisch gemacht. Ich hab Betanio PLUS eine Weile vor langen Ausfahrten genommen, hab subjektiv das Gefühl gehabt dass ich weniger einbrech nach Stunde drei, aber ich hab gleichzeitig angefangen mehr auf die Gesamternährung zu achten. Da kannst du nichts rausziehen. Das ist keine Beobachtung, das ist ein Durcheinander. Was mich an deinem Punkt mit den Dosierungen aber wirklich trifft: genau das hab ich in der Apotheke um die Ecke erlebt als ich nachgefragt hab. Die Frau dort war nett aber hilflos. Sie wusste nicht welche Nitratmenge im Produkt steckt, stand auch nicht drauf in verwertbarer Form. Sie hat mir gesagt "das ist ja ein Naturprodukt, das ist nicht so kritisch". Kann ich so nicht unterschreiben. Wenn ich nicht weiß was drin ist, kann ich auch nicht beurteilen ob es was bringt oder nicht. Das Transparenzproblem ist meiner Meinung nach größer als das Wirkungsproblem. Ich kann mit "wirkt vielleicht nicht bei mir" leben. Aber "ich weiß nicht was ich da schlucke" macht mich unruhig.
@markus_b82 okay die Metaanalyse kenn ich nicht, das ist ehrlich. Kann ich so nicht einschätzen. Aber wenn da wirklich drin steht dass der Effekt bei gut Trainierten kleiner ist, dann wäre das eigentlich genau das was ich schon länger vermutet hab - nur von der anderen Seite. Zu deiner Frage: nein, ich hab das nicht systematisch gemacht. Ich hab Betanio PLUS eine Weile vor langen Ausfahrten genommen, hab subjektiv das Gefühl gehabt dass ich weniger einbrech nach Stunde drei, aber ich hab gleichzeitig angefangen mehr auf die Gesamternährung zu achten. Da kannst du nichts rausziehen. Das ist keine Beobachtung, das ist ein Durcheinander. Was mich an deinem Punkt mit den Dosierungen aber wirklich trifft: genau das hab ich in der Apotheke um die Ecke erlebt als ich nachgefragt hab. Die Frau dort war nett aber hilflos. Sie wusste nicht welche Nitratmenge im Produkt steckt, stand auch nicht drauf in verwertbarer Form. Sie hat mir gesagt "das ist ja ein Naturprodukt, das ist nicht so kritisch". Kann ich so nicht unterschreiben. Wenn ich nicht weiß was drin ist, kann ich auch nicht beurteilen ob es was bringt oder nicht. Das Transparenzproblem ist meiner Meinung nach größer als das Wirkungsproblem. Ich kann mit "wirkt vielleicht nicht bei mir" leben. Aber "ich weiß nicht was ich da schlucke" macht mich unruhig.
Zitat von markus_b82 am Juni 18, 2026, 07:54 Uhr@rote_socke_83
Zitat von rote_socke_83ich weiß nicht was ich da schlucke
Das ist tatsächlich der Punkt, der mich bei dem Betanio PLUS auch gestört hat. Nitrat steht auf der Verpackung, aber in welcher Einheit, aus welchem Anteil der Beete, mit welcher Charge-Varianz? Das bleibt offen. Und "Naturprodukt" als Argument gegen Dosierungsangaben ist für mich kein Argument, das ist ein Ablenkungsmanöver. Arsen ist auch ein Naturprodukt. Was mich an deinem Apotheken-Beispiel beschäftigt: das ist kein Ausreißer. Ich hab dasselbe erlebt, auch bei einem anderen Produkt, wo ich schlicht nachgefragt hab ob die Nitratmenge pro Portion irgendwo belegt ist, irgendein Analysezertifikat, irgendetwas. Nichts. Der Hersteller hat auf Anfrage eine PDF geschickt, die das Produkt beschrieben hat, aber keine Messwerte enthielt. Das ist eigentlich schon die Antwort auf die Frage. Wobei ich glaube, dass das Transparenzproblem und das Wirkungsproblem doch zusammenhängen. Wenn ich nicht weiß wie viel Nitrat drin ist, kann ich auch nicht einschätzen ob ich überhaupt im relevanten Bereich war. Die Studien, die ich kenne, arbeiten meist mit 300-400 mg Nitrat als Schwellenwert (Jones hat das in seinem 2014er Review auch adressiert). Wenn ein Produkt da drunter liegt oder nur gelegentlich drüber, dann ist die Frage "wirkt es" schlicht nicht beantwortbar. Das macht mich bei der ganzen Kategorie vorsichtiger als bei einzelnen Produkten.
Zitat von rote_socke_83ich weiß nicht was ich da schlucke
Das ist tatsächlich der Punkt, der mich bei dem Betanio PLUS auch gestört hat. Nitrat steht auf der Verpackung, aber in welcher Einheit, aus welchem Anteil der Beete, mit welcher Charge-Varianz? Das bleibt offen. Und "Naturprodukt" als Argument gegen Dosierungsangaben ist für mich kein Argument, das ist ein Ablenkungsmanöver. Arsen ist auch ein Naturprodukt. Was mich an deinem Apotheken-Beispiel beschäftigt: das ist kein Ausreißer. Ich hab dasselbe erlebt, auch bei einem anderen Produkt, wo ich schlicht nachgefragt hab ob die Nitratmenge pro Portion irgendwo belegt ist, irgendein Analysezertifikat, irgendetwas. Nichts. Der Hersteller hat auf Anfrage eine PDF geschickt, die das Produkt beschrieben hat, aber keine Messwerte enthielt. Das ist eigentlich schon die Antwort auf die Frage. Wobei ich glaube, dass das Transparenzproblem und das Wirkungsproblem doch zusammenhängen. Wenn ich nicht weiß wie viel Nitrat drin ist, kann ich auch nicht einschätzen ob ich überhaupt im relevanten Bereich war. Die Studien, die ich kenne, arbeiten meist mit 300-400 mg Nitrat als Schwellenwert (Jones hat das in seinem 2014er Review auch adressiert). Wenn ein Produkt da drunter liegt oder nur gelegentlich drüber, dann ist die Frage "wirkt es" schlicht nicht beantwortbar. Das macht mich bei der ganzen Kategorie vorsichtiger als bei einzelnen Produkten.
Zitat von rote_socke_83 am Juni 18, 2026, 08:08 Uhr@markus_b82 der Punkt mit den 300-400 mg als Schwellenwert ist interessant, weil er das ganze Problem eigentlich auf den Punkt bringt. Wenn ich nicht weiß ob das Produkt da hinkommt, ist die Frage ob es wirkt gar keine Frage mehr die ich beantworten kann. Das ist eigentlich logisch, aber ich hab das so vorher nicht formuliert. Was mich jetzt aber wirklich beschäftigt: was machst du dann damit? Ich mein, du hast mehr gelesen als ich, du weißt was relevante Dosierungen wären - nimmst du dann trotzdem was, oder hast du das für dich abgehakt? Weil ich steh gerade an dem Punkt wo ich denke okay dann nehm ich halt direkten Rote-Beete-Saft aus dem Supermarkt, da hab ich wenigstens ne Chance irgendwie abzuschätzen was drin ist. Aber dann kauf ich nächste Woche wieder Betanio PLUS weil das einfacher zu handhaben ist vor der Ausfahrt. Das ist nicht konsequent ich weiß. Ich hab heute Nachtschicht und in der Pause hab ich kurz versucht irgendwas über Chargenvarianzen bei Rote-Beete-Produkten zu finden. Nichts Verwertbares. Das ist eigentlich schon bezeichnend für die ganze Kategorie - die Fragen die man stellen sollte, beantwortet niemand, und die Antworten die man bekommt, hat niemand gefragt.
@markus_b82 der Punkt mit den 300-400 mg als Schwellenwert ist interessant, weil er das ganze Problem eigentlich auf den Punkt bringt. Wenn ich nicht weiß ob das Produkt da hinkommt, ist die Frage ob es wirkt gar keine Frage mehr die ich beantworten kann. Das ist eigentlich logisch, aber ich hab das so vorher nicht formuliert. Was mich jetzt aber wirklich beschäftigt: was machst du dann damit? Ich mein, du hast mehr gelesen als ich, du weißt was relevante Dosierungen wären - nimmst du dann trotzdem was, oder hast du das für dich abgehakt? Weil ich steh gerade an dem Punkt wo ich denke okay dann nehm ich halt direkten Rote-Beete-Saft aus dem Supermarkt, da hab ich wenigstens ne Chance irgendwie abzuschätzen was drin ist. Aber dann kauf ich nächste Woche wieder Betanio PLUS weil das einfacher zu handhaben ist vor der Ausfahrt. Das ist nicht konsequent ich weiß. Ich hab heute Nachtschicht und in der Pause hab ich kurz versucht irgendwas über Chargenvarianzen bei Rote-Beete-Produkten zu finden. Nichts Verwertbares. Das ist eigentlich schon bezeichnend für die ganze Kategorie - die Fragen die man stellen sollte, beantwortet niemand, und die Antworten die man bekommt, hat niemand gefragt.
Zitat von markus_b82 am Juni 18, 2026, 08:34 Uhr@rote_socke_83
Zitat von rote_socke_83dann nehm ich halt direkten Rote-Beete-Saft aus dem Supermarkt, da hab ich wenigstens ne Chance irgendwie abzuschätzen was drin ist
Das ist eigentlich gar nicht so naiv wie es klingt. Ich hab das selbst eine Zeit lang so gemacht, Beet It Sport aus dem Reformhaus, die haben tatsächlich eine Nitratangabe pro Shot (400 mg, laut Packung) und es gibt zumindest eine Handvoll Studien die genau dieses Produkt als Vehikel verwendet haben. Da kann man wenigstens sagen: die Menge die in der Studie genutzt wurde, steht in einem erkennbaren Verhältnis zu dem was ich schlucke. Das ist kein Qualitätszertifikat, aber es ist mehr als bei den meisten Kapselprodukten. Was mich an deiner Nachtschicht-Recherche aber eigentlich mehr beschäftigt als die Chargenvarianzen: hast du nach Herstellerangaben oder nach unabhängigen Analysen gesucht? Weil das sind zwei sehr verschiedene Quellen. Ich hab mal versucht über Labortestdienste in Deutschland was zu finden - dort wo man Produkte einsenden und analysieren lassen kann. Das existiert, ist aber für Privatpersonen relativ aufwendig und teuer. Irgendwo zwischen 80 und 200 Euro pro Analyse, wenn ich mich richtig erinnere. Das lohnt sich für ein 15-Euro-Produkt schlicht nicht. Die eigentliche Konsequenz die ich für mich gezogen hab: ich halte mich bei Produkten die keine verwertbaren Dosierungsangaben machen schlicht raus, egal wie bequem die Handhabung ist.
Zitat von rote_socke_83dann nehm ich halt direkten Rote-Beete-Saft aus dem Supermarkt, da hab ich wenigstens ne Chance irgendwie abzuschätzen was drin ist
Das ist eigentlich gar nicht so naiv wie es klingt. Ich hab das selbst eine Zeit lang so gemacht, Beet It Sport aus dem Reformhaus, die haben tatsächlich eine Nitratangabe pro Shot (400 mg, laut Packung) und es gibt zumindest eine Handvoll Studien die genau dieses Produkt als Vehikel verwendet haben. Da kann man wenigstens sagen: die Menge die in der Studie genutzt wurde, steht in einem erkennbaren Verhältnis zu dem was ich schlucke. Das ist kein Qualitätszertifikat, aber es ist mehr als bei den meisten Kapselprodukten. Was mich an deiner Nachtschicht-Recherche aber eigentlich mehr beschäftigt als die Chargenvarianzen: hast du nach Herstellerangaben oder nach unabhängigen Analysen gesucht? Weil das sind zwei sehr verschiedene Quellen. Ich hab mal versucht über Labortestdienste in Deutschland was zu finden - dort wo man Produkte einsenden und analysieren lassen kann. Das existiert, ist aber für Privatpersonen relativ aufwendig und teuer. Irgendwo zwischen 80 und 200 Euro pro Analyse, wenn ich mich richtig erinnere. Das lohnt sich für ein 15-Euro-Produkt schlicht nicht. Die eigentliche Konsequenz die ich für mich gezogen hab: ich halte mich bei Produkten die keine verwertbaren Dosierungsangaben machen schlicht raus, egal wie bequem die Handhabung ist.