Neu hier, aus der Ecke Leipzig
Zitat von n.feld am September 2, 2026, 14:04 UhrBin über eine Suchanfrage zu Roter Beete hier gelandet und hab dann gemerkt, dass es im Forum mehr zu lesen gibt als erwartet. Also Konto erstellt. Zu mir: IT, 40, laufe gelegentlich und koche eher pragmatisch als leidenschaftlich. Rote Beete kaufe ich seit ein paar Jahren regelmäßig, hauptsächlich weil ich das Gemüse schlicht für sinnvoll halte. Vakuumverpackt aus dem Supermarkt, wenn ich ehrlich bin, obwohl ich weiß, dass das wahrscheinlich nicht die beste Variante ist. Was mich interessiert: Ich habe bisher fast alles gegart gegessen, selten roh. Hier lese ich öfter, dass roh eine andere Qualität sein soll, Textur vor allem. Ich bin skeptisch bei solchen Behauptungen wenn keine konkreten Vergleiche dahinterstehen, aber ignorieren will ich es nicht. Falls jemand das wirklich systematisch verglichen hat und nicht nur Eindruck schildert, würde mich das interessieren.
Bin über eine Suchanfrage zu Roter Beete hier gelandet und hab dann gemerkt, dass es im Forum mehr zu lesen gibt als erwartet. Also Konto erstellt. Zu mir: IT, 40, laufe gelegentlich und koche eher pragmatisch als leidenschaftlich. Rote Beete kaufe ich seit ein paar Jahren regelmäßig, hauptsächlich weil ich das Gemüse schlicht für sinnvoll halte. Vakuumverpackt aus dem Supermarkt, wenn ich ehrlich bin, obwohl ich weiß, dass das wahrscheinlich nicht die beste Variante ist. Was mich interessiert: Ich habe bisher fast alles gegart gegessen, selten roh. Hier lese ich öfter, dass roh eine andere Qualität sein soll, Textur vor allem. Ich bin skeptisch bei solchen Behauptungen wenn keine konkreten Vergleiche dahinterstehen, aber ignorieren will ich es nicht. Falls jemand das wirklich systematisch verglichen hat und nicht nur Eindruck schildert, würde mich das interessieren.
Zitat von elvira_k am September 2, 2026, 15:07 Uhr@n.feld,
Zitat von n.feldVakuumverpackt aus dem Supermarkt, wenn ich ehrlich bin
- ja, das ist ehrlich. Aber genau da liegt der Knackpunkt, wenn ich das richtig sehe. Ich baue Rote Beete selbst an, wie ich festgestellt habe, und wenn ich sie frisch aus dem Boden hole und noch am selben Tag verarbeite, dann ist das etwas völlig anderes als das, was in der Vakuumschale liegt - egal wie neu es noch ist. Der Unterschied ist nicht nur Eindruck, das ist Chemie. Die Zellen geben Saft ab wenn sie liegen, der Zucker und die Nährstoffe verändern sich. Nach ein paar Tagen schmeckt das anders, und vakuumverpackt wird das Problem eher konserviert als gelöst. Aber ehrlich gesagt roh versus gekocht ist nicht die Frage bei dir, glaube ich. Dein eigentliches Problem ist dass du bisher nur verpacktes Material hattest. Wenn du wirklich vergleichen willst, müsste es frisch sein - von jemandem der einen Garten hat, oder vom Markt gleich in der richtigen Saison. Dann merkst du sofort ob dir das Gemüse liegt oder nicht. Ich habe da gute Erfahrungen gemacht, aber das funktioniert nur mit echtem Ausgangsmaterial. Mein Hausarzt hat mir geraten mehr Rote Beete zu essen wegen des Blutdrucks, und da war der Unterschied zwischen meiner eigenen Ernte und dem gekauften Kram für mich auch deutlich spürbar. Nicht nur geschmacklich, sondern wie ich mich danach fühle. Vielleicht versuchst du das mal anders herum - nicht roh oder gekocht als Frage stellen, sondern erst mal gucken ob du überhaupt frisches Material in deine Nähe bekommst.
@n.feld,
Zitat von n.feldVakuumverpackt aus dem Supermarkt, wenn ich ehrlich bin
- ja, das ist ehrlich. Aber genau da liegt der Knackpunkt, wenn ich das richtig sehe. Ich baue Rote Beete selbst an, wie ich festgestellt habe, und wenn ich sie frisch aus dem Boden hole und noch am selben Tag verarbeite, dann ist das etwas völlig anderes als das, was in der Vakuumschale liegt - egal wie neu es noch ist. Der Unterschied ist nicht nur Eindruck, das ist Chemie. Die Zellen geben Saft ab wenn sie liegen, der Zucker und die Nährstoffe verändern sich. Nach ein paar Tagen schmeckt das anders, und vakuumverpackt wird das Problem eher konserviert als gelöst. Aber ehrlich gesagt roh versus gekocht ist nicht die Frage bei dir, glaube ich. Dein eigentliches Problem ist dass du bisher nur verpacktes Material hattest. Wenn du wirklich vergleichen willst, müsste es frisch sein - von jemandem der einen Garten hat, oder vom Markt gleich in der richtigen Saison. Dann merkst du sofort ob dir das Gemüse liegt oder nicht. Ich habe da gute Erfahrungen gemacht, aber das funktioniert nur mit echtem Ausgangsmaterial. Mein Hausarzt hat mir geraten mehr Rote Beete zu essen wegen des Blutdrucks, und da war der Unterschied zwischen meiner eigenen Ernte und dem gekauften Kram für mich auch deutlich spürbar. Nicht nur geschmacklich, sondern wie ich mich danach fühle. Vielleicht versuchst du das mal anders herum - nicht roh oder gekocht als Frage stellen, sondern erst mal gucken ob du überhaupt frisches Material in deine Nähe bekommst.
Zitat von gerda.f am September 2, 2026, 15:08 UhrWillkommen hier, @n.feld. Schön, dass du dich angemeldet hast. Da muss ich @elvira_k aber ein wenig widersprechen auch wenn sie recht hat mit dem Frischen. Das finde ich wirklich nicht richtig, dass sie das so darstellt, als würde vakuumverpackt grundsätzlich nichts taugen. Ich kaufe meine Rote Beete auch nicht immer vom Markt, manchmal auch im Supermarkt, und das funktioniert vollkommen. Der Punkt ist aber: wenn du sie selbst kochst dann machst du daraus etwas. Das habe ich von meiner Mutter gelernt, und seit Jahrzehnten mache ich das so - ich kaufe sie, schäle sie selbst, nicht mit Handschuhen sondern unter kaltem Wasser, und dann koche ich sie ordentlich. Da ist es egal ob sie drei Tage alt sind oder nicht. Die Hitze und die richtige Zubereitung machen den Unterschied. Roh essen, das ist eine andere Geschichte. Das kannst du natürlich machen, aber dazu brauchst du wirklich frisches Material, da gebe ich elvira_k recht. Dafür ist vakuumverpackt nichts. Aber wenn du kochen möchtest - und das ist ja das Normale - dann ist deine bisherige Methode überhaupt kein Problem. Vielleicht probierst du einfach mal, die nächste Packung selbst zu kochen statt sie irgendwie fertig zu essen. Mit ein bisschen Essig, Zucker, Salz. Da merkst du schnell, ob dir das Gemüse liegt oder nicht. Das Wetter heute ist ja furchtbar hier, aber am Wochenende will ich wieder selbst welche einmachen.
Willkommen hier, @n.feld. Schön, dass du dich angemeldet hast. Da muss ich @elvira_k aber ein wenig widersprechen auch wenn sie recht hat mit dem Frischen. Das finde ich wirklich nicht richtig, dass sie das so darstellt, als würde vakuumverpackt grundsätzlich nichts taugen. Ich kaufe meine Rote Beete auch nicht immer vom Markt, manchmal auch im Supermarkt, und das funktioniert vollkommen. Der Punkt ist aber: wenn du sie selbst kochst dann machst du daraus etwas. Das habe ich von meiner Mutter gelernt, und seit Jahrzehnten mache ich das so - ich kaufe sie, schäle sie selbst, nicht mit Handschuhen sondern unter kaltem Wasser, und dann koche ich sie ordentlich. Da ist es egal ob sie drei Tage alt sind oder nicht. Die Hitze und die richtige Zubereitung machen den Unterschied. Roh essen, das ist eine andere Geschichte. Das kannst du natürlich machen, aber dazu brauchst du wirklich frisches Material, da gebe ich elvira_k recht. Dafür ist vakuumverpackt nichts. Aber wenn du kochen möchtest - und das ist ja das Normale - dann ist deine bisherige Methode überhaupt kein Problem. Vielleicht probierst du einfach mal, die nächste Packung selbst zu kochen statt sie irgendwie fertig zu essen. Mit ein bisschen Essig, Zucker, Salz. Da merkst du schnell, ob dir das Gemüse liegt oder nicht. Das Wetter heute ist ja furchtbar hier, aber am Wochenende will ich wieder selbst welche einmachen.
Zitat von n.feld am September 2, 2026, 15:28 Uhr@gerda.f Der Punkt mit dem Selbstkochen ist nicht falsch, aber ich glaube, ihr redet beide an mir vorbei. Mir geht es nicht um die Qualität der vakuumverpackten Ware als solche, das war nur eine ehrliche Einschränkung mauf einer seite. Was mich tatsächlich interessiert, ist die Frage ob der Unterschied roh/gekocht wahrnehmbar und beschreibbar ist - nicht nur als Gefühl. @elvira_k schreibt, der Unterschied sei Chemie, aber das erklärt mir nicht, wie sich das konkret im Mund anfühlt oder schmeckt. Die Datenlage zu Nitrat und thermischer Zersetzung ist jedenfalls nicht eindeutig in dem Sinne, dass kochen das Gemüse grundlegend verschlechtert.
Zitat von gerda.fnicht mit Handschuhen sondern unter kaltem Wasser
Das ist interessant, weil ich damit schlechte Erfahrungen gemacht habe. Kaltes Wasser hilft mir beim Schälen nicht wirklich gegen die Färbung. Ich schäle inzwischen lieber nach dem Garen, wenn die Haut sich sowieso ablöst. Weniger Aufwand, weniger Flecken. Das mit dem Einmachen am Wochenende - macht ihr das mit Essig-Sud oder eher klassisch eingelegt? Das wäre für mich tatsächlich neu, ich habe Rote Beete noch nie selbst haltbar gemacht.
@gerda.f Der Punkt mit dem Selbstkochen ist nicht falsch, aber ich glaube, ihr redet beide an mir vorbei. Mir geht es nicht um die Qualität der vakuumverpackten Ware als solche, das war nur eine ehrliche Einschränkung mauf einer seite. Was mich tatsächlich interessiert, ist die Frage ob der Unterschied roh/gekocht wahrnehmbar und beschreibbar ist - nicht nur als Gefühl. @elvira_k schreibt, der Unterschied sei Chemie, aber das erklärt mir nicht, wie sich das konkret im Mund anfühlt oder schmeckt. Die Datenlage zu Nitrat und thermischer Zersetzung ist jedenfalls nicht eindeutig in dem Sinne, dass kochen das Gemüse grundlegend verschlechtert.
Zitat von gerda.fnicht mit Handschuhen sondern unter kaltem Wasser
Das ist interessant, weil ich damit schlechte Erfahrungen gemacht habe. Kaltes Wasser hilft mir beim Schälen nicht wirklich gegen die Färbung. Ich schäle inzwischen lieber nach dem Garen, wenn die Haut sich sowieso ablöst. Weniger Aufwand, weniger Flecken. Das mit dem Einmachen am Wochenende - macht ihr das mit Essig-Sud oder eher klassisch eingelegt? Das wäre für mich tatsächlich neu, ich habe Rote Beete noch nie selbst haltbar gemacht.
Zitat von torsten_hf am September 2, 2026, 15:46 Uhrmoin @n.feld, willkommen erstmal! Schön dass du direkt mit konkreten Fragen reinkommst, nicht nur "hallo ich bin neu".
Zitat von elvira_kder Unterschied sei Chemie
Ja okay, aber @n.feld hat da ehrlich gesagt einen Punkt. "Chemie" ist so eine Erklärung die nix erklärt. Ich versuch mal konkreter zu werden weil ich das selbst oft genug verglichen hab. Roh schmeckt erdiger, intensiver, fast ein bisschen scharf-bitter im Abgang. Die Textur ist fester, fast wie Kohlrabi wenn du reinbeißt. Gekocht wird das alles weicher, süßer, der Erdton geht zurück. Das ist kein Einbildungs-Ding, das ist wirklich ein anderes Gemüse im Mund. Was mich bei deinem Post aber mehr triggert: du schreibst die Datenlage zu Nitrat sei nicht eindeutig. Ich bin kein Wissenschaftler aber ich merk halt selbst was. Ich nehm Rote Beete Konzentrat vor langen Ausfahrten und spür den Unterschied in den Beinen, Punkt. Vielleicht ist das Placebo aber dann ist es ein verdammt gutes Placebo nach drei Jahren. Zum Einmachen - ich mach das nicht selbst, ich kauf lieber Konzentrat oder frisch vom Markt samstags wenn ich Zeit hab. Aber @gerda.f ihr Essig-Sud Ansatz klingt nach dem was meine Oma früher gemacht hat, das war eigentlich gut.
--
Radfahren ist mein Ausgleich. Ohne geht nicht.
moin @n.feld, willkommen erstmal! Schön dass du direkt mit konkreten Fragen reinkommst, nicht nur "hallo ich bin neu".
Zitat von elvira_kder Unterschied sei Chemie
Ja okay, aber @n.feld hat da ehrlich gesagt einen Punkt. "Chemie" ist so eine Erklärung die nix erklärt. Ich versuch mal konkreter zu werden weil ich das selbst oft genug verglichen hab. Roh schmeckt erdiger, intensiver, fast ein bisschen scharf-bitter im Abgang. Die Textur ist fester, fast wie Kohlrabi wenn du reinbeißt. Gekocht wird das alles weicher, süßer, der Erdton geht zurück. Das ist kein Einbildungs-Ding, das ist wirklich ein anderes Gemüse im Mund. Was mich bei deinem Post aber mehr triggert: du schreibst die Datenlage zu Nitrat sei nicht eindeutig. Ich bin kein Wissenschaftler aber ich merk halt selbst was. Ich nehm Rote Beete Konzentrat vor langen Ausfahrten und spür den Unterschied in den Beinen, Punkt. Vielleicht ist das Placebo aber dann ist es ein verdammt gutes Placebo nach drei Jahren. Zum Einmachen - ich mach das nicht selbst, ich kauf lieber Konzentrat oder frisch vom Markt samstags wenn ich Zeit hab. Aber @gerda.f ihr Essig-Sud Ansatz klingt nach dem was meine Oma früher gemacht hat, das war eigentlich gut.
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Radfahren ist mein Ausgleich. Ohne geht nicht.
Zitat von n.feld am September 2, 2026, 16:04 Uhr@torsten_hf Die Beschreibung roh/gekocht ist die konkreteste in diesem Thread bisher. Erdiger, intensiver, Textur wie Kohlrabi - das ist brauchbar. Damit kann ich tatsächlich etwas anfangen.
Zitat von torsten_hfich nehm Rote Beete Konzentrat vor langen Ausfahrten und spür den Unterschied in den Beinen
Das halte ich für einen schwierigen Beleg. Drei Jahre subjektives Empfinden bei variablen Bedingungen - Schlaf, Strecke, Ernährung insgesamt - sind kein Vergleich. Das sage ich nicht um zu nerven, sondern weil das genau der Punkt ist, an dem Marketingversprechen für Konzentrate und Extrakte ansetzen. Das Lebensmittel selbst ist eine andere Diskussion. Was mich bei deiner Beschreibung aber wirklich beschäftigt: du sagst fast scharf-bitter im Abgang roh. Das kenne ich von vakuumverpackter Ware nicht, die schmeckt roh eher nach nichts Besonderem, leicht süßlich. Wenn das tatsächlich eine Frage des Ausgangsmaterials ist, dann hätten @elvira_k und @gerda.f im Kern beide einen Punkt, den ich vorhin zu schnell abgetan habe - nicht für die Argumentation mit Nährstoffen, aber für den Geschmack. Ich werde das wahrscheinlich im Herbst testen, auf dem Markt hier gibt es samstags Direktvermarkter aus der Region. Roh, frisch, dann sehen wir ob das wirklich ein anderes Gemüse ist.
@torsten_hf Die Beschreibung roh/gekocht ist die konkreteste in diesem Thread bisher. Erdiger, intensiver, Textur wie Kohlrabi - das ist brauchbar. Damit kann ich tatsächlich etwas anfangen.
Zitat von torsten_hfich nehm Rote Beete Konzentrat vor langen Ausfahrten und spür den Unterschied in den Beinen
Das halte ich für einen schwierigen Beleg. Drei Jahre subjektives Empfinden bei variablen Bedingungen - Schlaf, Strecke, Ernährung insgesamt - sind kein Vergleich. Das sage ich nicht um zu nerven, sondern weil das genau der Punkt ist, an dem Marketingversprechen für Konzentrate und Extrakte ansetzen. Das Lebensmittel selbst ist eine andere Diskussion. Was mich bei deiner Beschreibung aber wirklich beschäftigt: du sagst fast scharf-bitter im Abgang roh. Das kenne ich von vakuumverpackter Ware nicht, die schmeckt roh eher nach nichts Besonderem, leicht süßlich. Wenn das tatsächlich eine Frage des Ausgangsmaterials ist, dann hätten @elvira_k und @gerda.f im Kern beide einen Punkt, den ich vorhin zu schnell abgetan habe - nicht für die Argumentation mit Nährstoffen, aber für den Geschmack. Ich werde das wahrscheinlich im Herbst testen, auf dem Markt hier gibt es samstags Direktvermarkter aus der Region. Roh, frisch, dann sehen wir ob das wirklich ein anderes Gemüse ist.
Zitat von rennrad_rolf am September 2, 2026, 16:32 Uhr@n.feld das mit dem Konzentrat und "schwieriger Beleg" - da muss ich dir widersprechen auch wenn ich verstehe wo du herkommst. Ich fahr seit über vier Jahren mit Rote Bete Konzentrat vor längeren Anstiegen und habe das halt auch ohne methodisch getestet. Aber ich kenn meinen Puls. Ich kenn meine Stammstrecken hier im Schönbuch, die gleichen Anstiege, ungefähr gleiche Bedingungen. Und wenn ich bei 1,5 Stunden Anstieg oben ankomme und mein Puls sich anders anfühlt - das ist kein Einbildungs-Ding. Nicht nach vier Jahren. Was mich aber bei deinem Post wirklich triggert: du schreibst die vakuumverpackte Ware schmeckt roh "nach nichts Besonderem". Genau das ist halt das Problem. Ich kauf das Zeug auch manchmal schnell so mit, und dann ist es halt so eine nichtssagende Scheibe. Frisch vom Markt roh gerieben ist das was anderes, das hat wirklich diesen Biss den @torsten_hf meint. Da würd ich ihm recht geben. Dein Plan für den Herbst-Samstag klingt vernünftig. Ich würd nur sagen: nicht gleich roh als Scheibe probieren, sondern grob geraspelt, ein bisschen Apfel dazu, Zitrone. Dann kommt der Geschmack besser raus als wenn du einfach reinbeißt. Habe ich selbst getestet, ist halt meine Erfahrung - und meine Frau die Rote Beete sonst komplett verweigert hat das so tatsächlich gegessen.
@n.feld das mit dem Konzentrat und "schwieriger Beleg" - da muss ich dir widersprechen auch wenn ich verstehe wo du herkommst. Ich fahr seit über vier Jahren mit Rote Bete Konzentrat vor längeren Anstiegen und habe das halt auch ohne methodisch getestet. Aber ich kenn meinen Puls. Ich kenn meine Stammstrecken hier im Schönbuch, die gleichen Anstiege, ungefähr gleiche Bedingungen. Und wenn ich bei 1,5 Stunden Anstieg oben ankomme und mein Puls sich anders anfühlt - das ist kein Einbildungs-Ding. Nicht nach vier Jahren. Was mich aber bei deinem Post wirklich triggert: du schreibst die vakuumverpackte Ware schmeckt roh "nach nichts Besonderem". Genau das ist halt das Problem. Ich kauf das Zeug auch manchmal schnell so mit, und dann ist es halt so eine nichtssagende Scheibe. Frisch vom Markt roh gerieben ist das was anderes, das hat wirklich diesen Biss den @torsten_hf meint. Da würd ich ihm recht geben. Dein Plan für den Herbst-Samstag klingt vernünftig. Ich würd nur sagen: nicht gleich roh als Scheibe probieren, sondern grob geraspelt, ein bisschen Apfel dazu, Zitrone. Dann kommt der Geschmack besser raus als wenn du einfach reinbeißt. Habe ich selbst getestet, ist halt meine Erfahrung - und meine Frau die Rote Beete sonst komplett verweigert hat das so tatsächlich gegessen.
Zitat von n.feld am September 2, 2026, 16:41 Uhr@rennrad_rolf Der Apfel-Zitrone-Tipp ist konkret, danke. Das ist die Art Hinweis, der mir tatsächlich nützt - nicht "probier es einfach mal", sondern ein bestimmtes Verhältnis zu etwas, das den Eigengeschmack abfedert ohne ihn zu erschlagen.
Zitat von rennrad_rolfIch kenn meinen Puls
Das glaube ich dir. Aber Puls und subjektives Ankomm-Gefühl sind immer noch keine Kontrolle gegen Erwartungseffekte, das gilt für vier Jahre genauso wie für drei. Ich sage nicht, dass nichts passiert - ich sage, dass die Schlussfolgerung "Konzentrat wirkt" aus dem Datenmaterial nicht zwingend folgt. Das ist kein Angriff, das ist nur Präzision. Was mich bei deiner Frau interessiert, konkret gesagt: hat sie das Gemüse vorher als Scheibe probiert und abgelehnt, oder kannte sie es kaum? Der Unterschied wäre interessant. Weil es zwei verschiedene Dinge sind - jemandem Rote Beete schmackhaft machen, der sie noch nicht eingeordnet hat, versus jemandem, der aktiv eine Abneigung entwickelt hat. Raspeln mit Apfel klingt nach ersterer Strategie. Ich werde das so aufschreiben für den Herbst-Samstag. Scheibe roh als Direktvergleich, dann raspelt mit etwas Säure. Falls das Ausgangsmaterial wirklich der entscheidende Faktor ist, sollte der Unterschied zur vakuumverpackten Ware erkennbar sein.
@rennrad_rolf Der Apfel-Zitrone-Tipp ist konkret, danke. Das ist die Art Hinweis, der mir tatsächlich nützt - nicht "probier es einfach mal", sondern ein bestimmtes Verhältnis zu etwas, das den Eigengeschmack abfedert ohne ihn zu erschlagen.
Zitat von rennrad_rolfIch kenn meinen Puls
Das glaube ich dir. Aber Puls und subjektives Ankomm-Gefühl sind immer noch keine Kontrolle gegen Erwartungseffekte, das gilt für vier Jahre genauso wie für drei. Ich sage nicht, dass nichts passiert - ich sage, dass die Schlussfolgerung "Konzentrat wirkt" aus dem Datenmaterial nicht zwingend folgt. Das ist kein Angriff, das ist nur Präzision. Was mich bei deiner Frau interessiert, konkret gesagt: hat sie das Gemüse vorher als Scheibe probiert und abgelehnt, oder kannte sie es kaum? Der Unterschied wäre interessant. Weil es zwei verschiedene Dinge sind - jemandem Rote Beete schmackhaft machen, der sie noch nicht eingeordnet hat, versus jemandem, der aktiv eine Abneigung entwickelt hat. Raspeln mit Apfel klingt nach ersterer Strategie. Ich werde das so aufschreiben für den Herbst-Samstag. Scheibe roh als Direktvergleich, dann raspelt mit etwas Säure. Falls das Ausgangsmaterial wirklich der entscheidende Faktor ist, sollte der Unterschied zur vakuumverpackten Ware erkennbar sein.
Zitat von leni_k am September 2, 2026, 16:44 Uhr@n.feld deine Methodik-Brille die du hier trägst finde ich ehrlich gesagt interessant, aber bei der Frage ob Raspeln vs. Scheibe den Geschmack anders rausbringt würde ich nicht so weit gehen das als "Strategie" einzuordnen. Das klingt schon fast nach Testprotokoll.
Zitat von rennrad_rolfein bisschen Apfel dazu, Zitrone
Das kenn ich übrigens aus einer ganz anderen Ecke - ich mach das manchmal als schnellen Pre-Run-Snack, einfach weil ich keine Lust hab was zu kochen. Geraspelt mit Apfel geht wirklich runter ohne dass man das Erdeige so direkt im Mund hat. Ob das nun frisch vom Markt oder vakuumverpackt war... ich glaub da macht die Säure vom Apfel so viel, dass der Ausgangsgeschmack ein Stück weit überlagert wird. Keine Ahnung ob das gut oder schlecht ist. Was mich bei deinem letzten Post aber wirklich beschäftigt: du fragst ob deine Frau eine aktive Abneigung hatte oder das Gemüse nicht kannte. Das ist eigentlich die interessanteste Frage im ganzen Thread bisher. Weil ich glaub dass Abneigung gegen Rote Beete oft aus einer einzigen schlechten Erfahrung kommt - meistens dieses labberige Zeug aus dem Glas, das irgendwo auf einem Buffet lag. Und dann ist das abgehakt. Ob man das mit geraspelt+Apfel wirklich "überschreibt" oder nur überdeckt, das weiß ich nicht.
@n.feld deine Methodik-Brille die du hier trägst finde ich ehrlich gesagt interessant, aber bei der Frage ob Raspeln vs. Scheibe den Geschmack anders rausbringt würde ich nicht so weit gehen das als "Strategie" einzuordnen. Das klingt schon fast nach Testprotokoll.
Zitat von rennrad_rolfein bisschen Apfel dazu, Zitrone
Das kenn ich übrigens aus einer ganz anderen Ecke - ich mach das manchmal als schnellen Pre-Run-Snack, einfach weil ich keine Lust hab was zu kochen. Geraspelt mit Apfel geht wirklich runter ohne dass man das Erdeige so direkt im Mund hat. Ob das nun frisch vom Markt oder vakuumverpackt war... ich glaub da macht die Säure vom Apfel so viel, dass der Ausgangsgeschmack ein Stück weit überlagert wird. Keine Ahnung ob das gut oder schlecht ist. Was mich bei deinem letzten Post aber wirklich beschäftigt: du fragst ob deine Frau eine aktive Abneigung hatte oder das Gemüse nicht kannte. Das ist eigentlich die interessanteste Frage im ganzen Thread bisher. Weil ich glaub dass Abneigung gegen Rote Beete oft aus einer einzigen schlechten Erfahrung kommt - meistens dieses labberige Zeug aus dem Glas, das irgendwo auf einem Buffet lag. Und dann ist das abgehakt. Ob man das mit geraspelt+Apfel wirklich "überschreibt" oder nur überdeckt, das weiß ich nicht.
Zitat von n.feld am September 2, 2026, 16:49 Uhr@leni_k Der Punkt mit dem Überdecken ist eigentlich das Entscheidende, und ich glaube, du hast da etwas benannt, das ich selbst noch nicht klar formuliert hatte.
Zitat von leni_kob man das mit geraspelt+Apfel wirklich "überschreibt" oder nur überdeckt
Das ist kein kleiner Unterschied. Wenn Säure den Eigengeschmack so weit überlagert, dass Abneigung verschwindet, dann ist die Frage, ob man das Gemüse eigentlich noch isst oder nur den Apfel mit roter Farbe. Das klingt provokant, ist aber ernst gemeint. Ich bin mir nicht sicher, ob das ein gutes Argument für Rote Beete ist oder ein Argument für Apfel. Zur Frage mit der Abneigung aus schlechter Erfahrung: Das halte ich für plausibel, aber ich würde da noch eine Ebene tiefer gehen. Es gibt Leute, denen der Erdgeschmack genetisch bedingt stärker auffällt, das ist jedenfalls dokumentiert für andere Bitterstoffe. Ob das bei Geosmin in Rote Beete ähnlich funktioniert, weiß ich nicht - hab das nicht nachgelesen, ist nur eine Hypothese. Aber wenn das so wäre, dann ist "überdecken mit Apfel" für diese Gruppe eventuell die einzige realistische Option, und das wäre keine schlechte Strategie, sondern schlicht die richtige. Ob das dann noch als "Rote Beete essen" zählt, ist vielleicht die falsche Frage.
@leni_k Der Punkt mit dem Überdecken ist eigentlich das Entscheidende, und ich glaube, du hast da etwas benannt, das ich selbst noch nicht klar formuliert hatte.
Zitat von leni_kob man das mit geraspelt+Apfel wirklich "überschreibt" oder nur überdeckt
Das ist kein kleiner Unterschied. Wenn Säure den Eigengeschmack so weit überlagert, dass Abneigung verschwindet, dann ist die Frage, ob man das Gemüse eigentlich noch isst oder nur den Apfel mit roter Farbe. Das klingt provokant, ist aber ernst gemeint. Ich bin mir nicht sicher, ob das ein gutes Argument für Rote Beete ist oder ein Argument für Apfel. Zur Frage mit der Abneigung aus schlechter Erfahrung: Das halte ich für plausibel, aber ich würde da noch eine Ebene tiefer gehen. Es gibt Leute, denen der Erdgeschmack genetisch bedingt stärker auffällt, das ist jedenfalls dokumentiert für andere Bitterstoffe. Ob das bei Geosmin in Rote Beete ähnlich funktioniert, weiß ich nicht - hab das nicht nachgelesen, ist nur eine Hypothese. Aber wenn das so wäre, dann ist "überdecken mit Apfel" für diese Gruppe eventuell die einzige realistische Option, und das wäre keine schlechte Strategie, sondern schlicht die richtige. Ob das dann noch als "Rote Beete essen" zählt, ist vielleicht die falsche Frage.