Hobbyathlet vor erstem Wettkampf – wann fängt sinnvolle Ergänzung an?
Zitat von rennradhorst am Juni 16, 2026, 09:44 Uhr@rote_socke_83
Zitat von rote_socke_83ob ich dann wirklich lerne was mein Körper sendet oder ob ich einfach erschöpft heimkomm
das ist ehrlich gesagt die richtige Frage - aber ich glaub du machst das zu kompliziert. Die Wahrnehmung trainiert sich nicht weil du drauf achtest, die trainiert sich weil du das oft genug falsch machst und dann weißt wie sich falsch anfühlt. Das klingt blöd aber ich mein das ernst. Ich hab nach meiner dritten Granfondo-Saison erst wirklich gewusst wann ich anfange ins Loch zu rutschen. Net weil ich Protokoll geführt hab, sondern weil ich es oft genug erlebt hab. Was ich dir für die Sauerland-Tour konkret mitgeben würde: iss auf Kilometer 40 was, egal ob du Hunger hast oder net. Nicht weil du's brauchst - wahrscheinlich brauchst du's da noch net - sondern damit du weißt wie sich essen auf dem Rad anfühlt wenn du noch keine Not hast. Das ist der Moment den die meisten verpassen. Sie essen erst wenn sie merken dass was fehlt, und dann ist es zu spät für eine ordentliche Reaktion. Und noch was das mich bei dir gerade beschäftigt: du hast jetzt den ganzen Thread über über Supplements geredet und am Ende stellt sich raus dass du noch nie vier Stunden am Stück gefahren bist. Das ist net vorwurfsvoll gemeint. Aber Betanio PLUS, Biotta, Nitrat-mg - das ist alles Feinjustierung. Ohne das Fundament ist das wie Reifendruck optimieren wenn die Laufräder verzogen sind.
Zitat von rote_socke_83ob ich dann wirklich lerne was mein Körper sendet oder ob ich einfach erschöpft heimkomm
das ist ehrlich gesagt die richtige Frage - aber ich glaub du machst das zu kompliziert. Die Wahrnehmung trainiert sich nicht weil du drauf achtest, die trainiert sich weil du das oft genug falsch machst und dann weißt wie sich falsch anfühlt. Das klingt blöd aber ich mein das ernst. Ich hab nach meiner dritten Granfondo-Saison erst wirklich gewusst wann ich anfange ins Loch zu rutschen. Net weil ich Protokoll geführt hab, sondern weil ich es oft genug erlebt hab. Was ich dir für die Sauerland-Tour konkret mitgeben würde: iss auf Kilometer 40 was, egal ob du Hunger hast oder net. Nicht weil du's brauchst - wahrscheinlich brauchst du's da noch net - sondern damit du weißt wie sich essen auf dem Rad anfühlt wenn du noch keine Not hast. Das ist der Moment den die meisten verpassen. Sie essen erst wenn sie merken dass was fehlt, und dann ist es zu spät für eine ordentliche Reaktion. Und noch was das mich bei dir gerade beschäftigt: du hast jetzt den ganzen Thread über über Supplements geredet und am Ende stellt sich raus dass du noch nie vier Stunden am Stück gefahren bist. Das ist net vorwurfsvoll gemeint. Aber Betanio PLUS, Biotta, Nitrat-mg - das ist alles Feinjustierung. Ohne das Fundament ist das wie Reifendruck optimieren wenn die Laufräder verzogen sind.
Zitat von rote_socke_83 am Juni 16, 2026, 09:58 Uhr@rennradhorst
Zitat von rennradhorstBetanio PLUS Biotta, Nitrat-mg - das ist alles Feinjustierung. Ohne das Fundament ist das wie Reifendruck optimieren wenn die Laufräder verzogen sind.
Ja. Das sitzt. Und ich sag dir was mich daran am meisten trifft: ich hab diesen Thread selbst gestartet mit der Frage wann Ergänzung Sinn macht - und die Antwort die ich rausziehe ist dass ich die Frage zu früh gestellt hab. Nicht weil Supplements irrelevant sind, sondern weil ich das Fundament noch nicht kenne das ich ergänzen will. Das ist unangenehm aber auch irgendwie befreiend. Ich kann aufhören über Nitrat-mg nachzudenken bis ich weiß wie mein Körper auf Stunde vier reagiert. Was mich aber trotzdem noch beschäftigt und noch nicht drin war: wann fängt man an, das Fundament als stabil genug zu betrachten um überhaupt sinnvoll zu ergänzen? Ich mein - du hast drei Granfondo-Saisons gebraucht um zu wissen wann du ins Loch rutschst. Ich hab eine. Ich fahr den Herbst und dann bin ich erstmal durch. Bedeutet das ich warte noch zwei Jahre bevor Rote Beete überhaupt eine relevante Frage ist? Ich schreib dem Kollegen heute Abend. Das ist jedenfalls konkret.
Zitat von rennradhorstBetanio PLUS Biotta, Nitrat-mg - das ist alles Feinjustierung. Ohne das Fundament ist das wie Reifendruck optimieren wenn die Laufräder verzogen sind.
Ja. Das sitzt. Und ich sag dir was mich daran am meisten trifft: ich hab diesen Thread selbst gestartet mit der Frage wann Ergänzung Sinn macht - und die Antwort die ich rausziehe ist dass ich die Frage zu früh gestellt hab. Nicht weil Supplements irrelevant sind, sondern weil ich das Fundament noch nicht kenne das ich ergänzen will. Das ist unangenehm aber auch irgendwie befreiend. Ich kann aufhören über Nitrat-mg nachzudenken bis ich weiß wie mein Körper auf Stunde vier reagiert. Was mich aber trotzdem noch beschäftigt und noch nicht drin war: wann fängt man an, das Fundament als stabil genug zu betrachten um überhaupt sinnvoll zu ergänzen? Ich mein - du hast drei Granfondo-Saisons gebraucht um zu wissen wann du ins Loch rutschst. Ich hab eine. Ich fahr den Herbst und dann bin ich erstmal durch. Bedeutet das ich warte noch zwei Jahre bevor Rote Beete überhaupt eine relevante Frage ist? Ich schreib dem Kollegen heute Abend. Das ist jedenfalls konkret.
Zitat von rennradhorst am Juni 16, 2026, 10:31 Uhr@rote_socke_83
Zitat von rote_socke_83warte ich noch zwei Jahre bevor Rote Beete überhaupt eine relevante Frage ist
nein, so würd ich das net sehen. Ich hab das net so gemeint dass du erstmal jahrelang leiden musst bevor du anfangen darfst nachzudenken. Ich mein das anders - du brauchst net zwei Saisons, du brauchst eine einzige längere Einheit die wirklich wehtut. Eine wo du am Ende merkst dass irgendwas gefehlt hat. Das kann auch in vier Wochen passieren wenn du die Sauerland-Tour machst und da mal richtig reinbeißt statt moderat heimzukommen. Was mich bei deiner Frage aber eigentlich aufhält: du fragst wann das Fundament stabil genug ist. Ich glaub das Fundament wird nie "fertig". Ich fahr seit 20 Jahren und hab letztes Jahr immer noch eine Ausfahrt vergeigt weil ich zu wenig gegessen hab. Das Fundament verschiebt sich immer wenn die Distanz größer wird oder die Bedingungen anders sind. Vielleicht ist die bessere Frage: wann weißt du genug um ein Signal von Rote Beete überhaupt von allem anderen zu unterscheiden? Und das geht halt erst wenn du weißt wie du dich bei 130, 140 Kilometern grundsätzlich anfühlst - ohne jedes Supplement. Das ist dein Nullpunkt. Den hast du noch net. Schreib dem Kollegen heute Abend, das ist das Einzige was jetzt zählt.
Zitat von rote_socke_83warte ich noch zwei Jahre bevor Rote Beete überhaupt eine relevante Frage ist
nein, so würd ich das net sehen. Ich hab das net so gemeint dass du erstmal jahrelang leiden musst bevor du anfangen darfst nachzudenken. Ich mein das anders - du brauchst net zwei Saisons, du brauchst eine einzige längere Einheit die wirklich wehtut. Eine wo du am Ende merkst dass irgendwas gefehlt hat. Das kann auch in vier Wochen passieren wenn du die Sauerland-Tour machst und da mal richtig reinbeißt statt moderat heimzukommen. Was mich bei deiner Frage aber eigentlich aufhält: du fragst wann das Fundament stabil genug ist. Ich glaub das Fundament wird nie "fertig". Ich fahr seit 20 Jahren und hab letztes Jahr immer noch eine Ausfahrt vergeigt weil ich zu wenig gegessen hab. Das Fundament verschiebt sich immer wenn die Distanz größer wird oder die Bedingungen anders sind. Vielleicht ist die bessere Frage: wann weißt du genug um ein Signal von Rote Beete überhaupt von allem anderen zu unterscheiden? Und das geht halt erst wenn du weißt wie du dich bei 130, 140 Kilometern grundsätzlich anfühlst - ohne jedes Supplement. Das ist dein Nullpunkt. Den hast du noch net. Schreib dem Kollegen heute Abend, das ist das Einzige was jetzt zählt.
Zitat von rote_socke_83 am Juni 16, 2026, 10:45 Uhr@rennradhorst Zitat von rennradhorstwann weißt du genug um ein Signal von Rote Beete überhaupt von allem anderen zu unterscheiden
Das ist eigentlich die schärfste Umformulierung meiner eigenen Frage die ich hier bekommen hab. Und ehrlich gesagt macht sie mir gerade mehr Mut als Druck - weil das bedeutet es gibt einen konkreten Schritt davor, und der ist machbar. Was mich aber jetzt wirklich beschäftigt und noch nicht drin war: du sagst mein Nullpunkt fehlt, also wie ich mich bei 130, 140 Kilometern ohne Supplement anfühle. Aber ich frag mich ob man den Nullpunkt überhaupt sauber hinkriegt wenn man das erste Mal in dieses Fenster fährt. Ich mein - beim ersten Mal ist so viel neu, der Kopf, das Tempo, die Strecke, dass ich gar nicht weiß ob ich überhaupt in der Lage bin da ein sauberes Signal rauszuhören. Vielleicht ist der erste Nullpunkt einfach chaotisch und der zweite taugt dann als Referenz. Das klingt jetzt nach Ausrede aber ich mein das ernsthaft als Frage. Hast du nach deiner ersten Granfondo überhaupt was Verwertbares gehabt - oder war das einfach erstmal nur Überleben? Edit: Schreib dem Kollegen grad eine Nachricht, bevor ich das wieder vor mir herschiebe.
@rennradhorst Zitat von rennradhorstwann weißt du genug um ein Signal von Rote Beete überhaupt von allem anderen zu unterscheiden
Das ist eigentlich die schärfste Umformulierung meiner eigenen Frage die ich hier bekommen hab. Und ehrlich gesagt macht sie mir gerade mehr Mut als Druck - weil das bedeutet es gibt einen konkreten Schritt davor, und der ist machbar. Was mich aber jetzt wirklich beschäftigt und noch nicht drin war: du sagst mein Nullpunkt fehlt, also wie ich mich bei 130, 140 Kilometern ohne Supplement anfühle. Aber ich frag mich ob man den Nullpunkt überhaupt sauber hinkriegt wenn man das erste Mal in dieses Fenster fährt. Ich mein - beim ersten Mal ist so viel neu, der Kopf, das Tempo, die Strecke, dass ich gar nicht weiß ob ich überhaupt in der Lage bin da ein sauberes Signal rauszuhören. Vielleicht ist der erste Nullpunkt einfach chaotisch und der zweite taugt dann als Referenz. Das klingt jetzt nach Ausrede aber ich mein das ernsthaft als Frage. Hast du nach deiner ersten Granfondo überhaupt was Verwertbares gehabt - oder war das einfach erstmal nur Überleben? Edit: Schreib dem Kollegen grad eine Nachricht, bevor ich das wieder vor mir herschiebe.
Zitat von rennradhorst am Juni 16, 2026, 11:19 Uhr@rote_socke_83
Zitat von rote_socke_83war das einfach erstmal nur Überleben
ja, ehrlich gesagt schon. Meine erste Granfondo war hauptsächlich Überleben und danach hab ich drei Tage gebraucht um überhaupt sortiert zu kriegen was da eigentlich passiert ist. Verwertbar war das net wirklich - aber es hat mir trotzdem was gegeben das ich vorher net hatte. Ich wusste danach wie sich "fast leer" anfühlt. Net im Kopf als Konzept, sondern im Körper. Das ist kein sauberer Datenpunkt, das stimmt. Aber es ist der einzige Weg wie du lernst den Unterschied zwischen "ich bin kaputt weil ich lang gefahren bin" und "ich bin kaputt weil da wirklich was gefehlt hat". Die erste Variante klingt fast gleich, aber du kommst am nächsten Tag anders drüber hinweg. Was mich an deiner Frage aber wirklich aufhält: du fragst ob der erste Nullpunkt einfach chaotisch ist. Ich glaub ja - aber chaotisch heißt net wertlos. Du nimmst da trotzdem was mit, auch wenn du's erst zwei Wochen später einordnen kannst. Das Problem ist eher dass die meisten danach nicht mehr drüber nachdenken. Einmal durchgelitten abgehakt, nächste Saison wieder dasselbe. Gut dass du dem Kollegen grad schreibst. Mach das wirklich.
Zitat von rote_socke_83war das einfach erstmal nur Überleben
ja, ehrlich gesagt schon. Meine erste Granfondo war hauptsächlich Überleben und danach hab ich drei Tage gebraucht um überhaupt sortiert zu kriegen was da eigentlich passiert ist. Verwertbar war das net wirklich - aber es hat mir trotzdem was gegeben das ich vorher net hatte. Ich wusste danach wie sich "fast leer" anfühlt. Net im Kopf als Konzept, sondern im Körper. Das ist kein sauberer Datenpunkt, das stimmt. Aber es ist der einzige Weg wie du lernst den Unterschied zwischen "ich bin kaputt weil ich lang gefahren bin" und "ich bin kaputt weil da wirklich was gefehlt hat". Die erste Variante klingt fast gleich, aber du kommst am nächsten Tag anders drüber hinweg. Was mich an deiner Frage aber wirklich aufhält: du fragst ob der erste Nullpunkt einfach chaotisch ist. Ich glaub ja - aber chaotisch heißt net wertlos. Du nimmst da trotzdem was mit, auch wenn du's erst zwei Wochen später einordnen kannst. Das Problem ist eher dass die meisten danach nicht mehr drüber nachdenken. Einmal durchgelitten abgehakt, nächste Saison wieder dasselbe. Gut dass du dem Kollegen grad schreibst. Mach das wirklich.
Zitat von rote_socke_83 am Juni 16, 2026, 11:57 Uhr@rennradhorst
Zitat von rennradhorstchaotisch heißt net wertlos
das hilft mir gerade wirklich weiter auch wenn ich nicht genau sagen kann warum. Ich glaub ich hab die ganze Zeit gehofft dass der erste lange Ritt irgendwie auswertbar ist wie ein Protokoll. Ist er net. Das ist jetzt klar. Was mich aber gerade beschäftigt und noch nicht drin war: du sagst, du hast danach gewusst wie sich "fast leer" anfühlt - im Körper, net als Idee. Ich frag mich ob das überhaupt lernbar ist ohne den Kontrast. Also ich mein - wenn ich nie wirklich leer war, dann kenn ich auch net was "fast leer" bedeutet. Das ist wie Schichtplanung ohne Referenzwert. Ich kann keine Abweichung erkennen wenn ich net weiß was normal ist. Und da kommt für mich gerade was rein das ich noch nie so gedacht hab: vielleicht ist der eigentliche Wert des ersten Granfondo net das Ankommen, sondern dass ich danach endlich einen Körper kenne der 160 Kilometer gefahren ist. Net optimiert, net ergänzt - einfach gefahren. Erst dann weiß ich was ich überhaupt verbessern will. Der Kollege hat geantwortet übrigens. Übernächstes Wochenende Richtung Attendorn, er schätzt 5 bis 6 Stunden. Das ist mehr als ich gesucht hab aber irgendwie auch genau richtig.
Zitat von rennradhorstchaotisch heißt net wertlos
das hilft mir gerade wirklich weiter auch wenn ich nicht genau sagen kann warum. Ich glaub ich hab die ganze Zeit gehofft dass der erste lange Ritt irgendwie auswertbar ist wie ein Protokoll. Ist er net. Das ist jetzt klar. Was mich aber gerade beschäftigt und noch nicht drin war: du sagst, du hast danach gewusst wie sich "fast leer" anfühlt - im Körper, net als Idee. Ich frag mich ob das überhaupt lernbar ist ohne den Kontrast. Also ich mein - wenn ich nie wirklich leer war, dann kenn ich auch net was "fast leer" bedeutet. Das ist wie Schichtplanung ohne Referenzwert. Ich kann keine Abweichung erkennen wenn ich net weiß was normal ist. Und da kommt für mich gerade was rein das ich noch nie so gedacht hab: vielleicht ist der eigentliche Wert des ersten Granfondo net das Ankommen, sondern dass ich danach endlich einen Körper kenne der 160 Kilometer gefahren ist. Net optimiert, net ergänzt - einfach gefahren. Erst dann weiß ich was ich überhaupt verbessern will. Der Kollege hat geantwortet übrigens. Übernächstes Wochenende Richtung Attendorn, er schätzt 5 bis 6 Stunden. Das ist mehr als ich gesucht hab aber irgendwie auch genau richtig.
Zitat von rennradhorst am Juni 16, 2026, 12:27 UhrZitat von jana_wich schwöre drauf aber ich weiß nicht warum
@rote_socke_83 das ist eigentlich das ehrlichste was in dem ganzen Thread stand, und ich komm immer wieder drauf zurück. Attendorn, 5 bis 6 Stunden - das ist gut. Das ist ehrlich gesagt besser als eine kontrollierte 80-Kilometer-Runde weil du da gar keine Wahl hast als irgendwann in dieses Fenster zu rutschen das wir die ganze Zeit beschreiben. Was mich bei deiner letzten Nachricht aber aufhält - und das ist noch gar net drin gewesen: du schreibst "mehr als ich gesucht hab aber irgendwie auch genau richtig". Ich glaub das Bauchgefühl da ist das erste echte Signal das du in diesem Thread produziert hast. Net Theorie, net Podcast, net Nitrat-mg. Du hast gemerkt dass du mehr brauchst als du dir eingestehen wolltest. Das ist kein Supplement das dir das sagt, das bist du selbst. Was ich dir für Attendorn konkret mitgeben würd: frag den Kollegen vorher wie er das mit dem Essen macht. Net was er empfiehlt - was er selbst tut. Wann isst er das erste Mal, isst er nach Plan oder nach Gefühl. Das ist interessanter als jede Produktdiskussion weil du da siehst wie jemand der die Distanz kennt das tatsächlich löst im Alltag. Ich hab das bei meinem ersten längeren Mitfahren mit nem erfahrenen Typen so gemacht, einfach beobachtet wann der greift, und dann dasselbe probiert. Hat mehr gebracht als alles was ich vorher gelesen hatte.
Zitat von jana_wich schwöre drauf aber ich weiß nicht warum
@rote_socke_83 das ist eigentlich das ehrlichste was in dem ganzen Thread stand, und ich komm immer wieder drauf zurück. Attendorn, 5 bis 6 Stunden - das ist gut. Das ist ehrlich gesagt besser als eine kontrollierte 80-Kilometer-Runde weil du da gar keine Wahl hast als irgendwann in dieses Fenster zu rutschen das wir die ganze Zeit beschreiben. Was mich bei deiner letzten Nachricht aber aufhält - und das ist noch gar net drin gewesen: du schreibst "mehr als ich gesucht hab aber irgendwie auch genau richtig". Ich glaub das Bauchgefühl da ist das erste echte Signal das du in diesem Thread produziert hast. Net Theorie, net Podcast, net Nitrat-mg. Du hast gemerkt dass du mehr brauchst als du dir eingestehen wolltest. Das ist kein Supplement das dir das sagt, das bist du selbst. Was ich dir für Attendorn konkret mitgeben würd: frag den Kollegen vorher wie er das mit dem Essen macht. Net was er empfiehlt - was er selbst tut. Wann isst er das erste Mal, isst er nach Plan oder nach Gefühl. Das ist interessanter als jede Produktdiskussion weil du da siehst wie jemand der die Distanz kennt das tatsächlich löst im Alltag. Ich hab das bei meinem ersten längeren Mitfahren mit nem erfahrenen Typen so gemacht, einfach beobachtet wann der greift, und dann dasselbe probiert. Hat mehr gebracht als alles was ich vorher gelesen hatte.
Zitat von rote_socke_83 am Juni 16, 2026, 12:32 Uhr@rennradhorst
Zitat von jana_wich schwöre drauf aber ich weiß nicht warum
du zitierst das jetzt zum zweiten Mal und ich glaub ich weiß warum - weil das die einzig ehrliche Position ist die man in dieser ganzen Diskussion einnehmen kann. Alle anderen haben irgendwo behauptet mehr zu wissen als sie wissen. Was mich bei deinem letzten Punkt aber gerade wirklich packt: du sagst ich soll beobachten wie der Kollege das mit dem Essen macht - nicht was er empfiehlt sondern was er selbst tut. Das ist eigentlich der klügste Rat im ganzen Thread. Ich kenn den Typen, er macht sowas seit Jahren, und ich hab ihn noch nie gefragt wie er das konkret handhabt. Ich hab ihn immer nur gefragt ob ich mitkommen kann. Ich merk gerade dass ich diese Frage, also wann isst er das erste Mal, nach Gefühl oder Plan, komplett anders angehe als alles was hier diskutiert wurde. Das ist kein Protokoll, das ist einfach: jemand der die Distanz kennt, zeigt wie er das löst. Ohne dass er mir erklärt warum. Ich schreib dem heute Abend nochmal und frag das direkt. Mal schauen was er sagt - der ist eher der Typ der einfach ne Banane rauszieht und fertig.
Zitat von jana_wich schwöre drauf aber ich weiß nicht warum
du zitierst das jetzt zum zweiten Mal und ich glaub ich weiß warum - weil das die einzig ehrliche Position ist die man in dieser ganzen Diskussion einnehmen kann. Alle anderen haben irgendwo behauptet mehr zu wissen als sie wissen. Was mich bei deinem letzten Punkt aber gerade wirklich packt: du sagst ich soll beobachten wie der Kollege das mit dem Essen macht - nicht was er empfiehlt sondern was er selbst tut. Das ist eigentlich der klügste Rat im ganzen Thread. Ich kenn den Typen, er macht sowas seit Jahren, und ich hab ihn noch nie gefragt wie er das konkret handhabt. Ich hab ihn immer nur gefragt ob ich mitkommen kann. Ich merk gerade dass ich diese Frage, also wann isst er das erste Mal, nach Gefühl oder Plan, komplett anders angehe als alles was hier diskutiert wurde. Das ist kein Protokoll, das ist einfach: jemand der die Distanz kennt, zeigt wie er das löst. Ohne dass er mir erklärt warum. Ich schreib dem heute Abend nochmal und frag das direkt. Mal schauen was er sagt - der ist eher der Typ der einfach ne Banane rauszieht und fertig.
Zitat von rennradhorst am Juni 16, 2026, 12:38 Uhr@rote_socke_83
Zitat von rote_socke_83der ist eher der Typ der einfach ne Banane rauszieht und fertig
das ist eigentlich das beste was du über den sagen konntest. Draußen ist grad Nieselregen, passt irgendwie. Die Typen die einfach ne Banane rausziehen haben meistens jahrelang rumexperimentiert bis sie gemerkt haben dass das Einfachste funktioniert. Das ist net Gleichgültigkeit, das ist das Ergebnis von vielen schlechten Tagen. Du siehst nur das Ende, net den Weg dahin. Was mich bei deinem letzten Post aber wirklich aufhält: du sagst du hast ihn immer nur gefragt ob du mitkommen kannst, nie wie er das konkret handhabt. Ich kenn das - man fährt jahrelang mit Leuten die mehr Erfahrung haben und schaut irgendwie daneben statt wirklich hinzuschauen. Ich hab das bei nem Vereinskollegen so gemacht, der ist immer locker durch lange Touren gekommen und ich hab gedacht der hat halt einfach mehr Kondition. Dann hab ich mal genau hingeschaut - der hat auf Kilometer 35 schon gegessen. Net weil er Hunger hatte. Einfach so. Ich hab dann immer noch bis Kilometer 70 gewartet. Das ist kein Supplement-Wissen, das ist Beobachtungswissen. Und das kriegt man nur wenn man aufhört selbst nachzudenken und einfach mal zuschaut.
Zitat von rote_socke_83der ist eher der Typ der einfach ne Banane rauszieht und fertig
das ist eigentlich das beste was du über den sagen konntest. Draußen ist grad Nieselregen, passt irgendwie. Die Typen die einfach ne Banane rausziehen haben meistens jahrelang rumexperimentiert bis sie gemerkt haben dass das Einfachste funktioniert. Das ist net Gleichgültigkeit, das ist das Ergebnis von vielen schlechten Tagen. Du siehst nur das Ende, net den Weg dahin. Was mich bei deinem letzten Post aber wirklich aufhält: du sagst du hast ihn immer nur gefragt ob du mitkommen kannst, nie wie er das konkret handhabt. Ich kenn das - man fährt jahrelang mit Leuten die mehr Erfahrung haben und schaut irgendwie daneben statt wirklich hinzuschauen. Ich hab das bei nem Vereinskollegen so gemacht, der ist immer locker durch lange Touren gekommen und ich hab gedacht der hat halt einfach mehr Kondition. Dann hab ich mal genau hingeschaut - der hat auf Kilometer 35 schon gegessen. Net weil er Hunger hatte. Einfach so. Ich hab dann immer noch bis Kilometer 70 gewartet. Das ist kein Supplement-Wissen, das ist Beobachtungswissen. Und das kriegt man nur wenn man aufhört selbst nachzudenken und einfach mal zuschaut.
Zitat von rote_socke_83 am Juni 16, 2026, 12:43 Uhr@rennradhorst
Zitat von jana_wich schwöre drauf aber ich weiß nicht warum
das kommt jetzt zum dritten Mal in diesem Thread und ich frag mich ob das Zufall ist oder ob wir alle irgendwie da landen wo jana_w schon am Anfang war. Vielleicht ist das der eigentliche Endpunkt dieser ganzen Diskussion - nicht Nitrat-mg, nicht Timing, nicht Verträglichkeit. Sondern dass man irgendwann aufhört nach dem Warum zu suchen und einfach macht was funktioniert. Was mich aber gerade wirklich beschäftigt nach deinem letzten Post: du sagst der Typ mit der Banane hat jahrelang rumexperimentiert bevor er beim Einfachsten gelandet ist. Das ist eigentlich ein ziemlich unbequemer Gedanke für mich. Weil das bedeutet der Weg dahin ist trotzdem nötig. Man kommt net direkt zur Banane. Man muss erst durch den ganzen Kram durch - Gels, Konzentrate, Timing-Tabellen - und landet dann irgendwann beim Nächstliegenden. Ich weiß net ob ich gerade frustriert bin oder ob mich das eigentlich entlastet. Beides irgendwie. Was ich den Kollegen jetzt auch fragen will, neben dem Wann-isst-er-das: ob er sich noch erinnert wie das war bevor er zur Banane kam. Was er alles probiert hat. Nicht weil ich das nachmachen will, sondern weil mich interessiert ob der Weg bei dem auch so aussah wie hier im Thread - viel Theorie, dann irgendwann einfach fahren.
Zitat von jana_wich schwöre drauf aber ich weiß nicht warum
das kommt jetzt zum dritten Mal in diesem Thread und ich frag mich ob das Zufall ist oder ob wir alle irgendwie da landen wo jana_w schon am Anfang war. Vielleicht ist das der eigentliche Endpunkt dieser ganzen Diskussion - nicht Nitrat-mg, nicht Timing, nicht Verträglichkeit. Sondern dass man irgendwann aufhört nach dem Warum zu suchen und einfach macht was funktioniert. Was mich aber gerade wirklich beschäftigt nach deinem letzten Post: du sagst der Typ mit der Banane hat jahrelang rumexperimentiert bevor er beim Einfachsten gelandet ist. Das ist eigentlich ein ziemlich unbequemer Gedanke für mich. Weil das bedeutet der Weg dahin ist trotzdem nötig. Man kommt net direkt zur Banane. Man muss erst durch den ganzen Kram durch - Gels, Konzentrate, Timing-Tabellen - und landet dann irgendwann beim Nächstliegenden. Ich weiß net ob ich gerade frustriert bin oder ob mich das eigentlich entlastet. Beides irgendwie. Was ich den Kollegen jetzt auch fragen will, neben dem Wann-isst-er-das: ob er sich noch erinnert wie das war bevor er zur Banane kam. Was er alles probiert hat. Nicht weil ich das nachmachen will, sondern weil mich interessiert ob der Weg bei dem auch so aussah wie hier im Thread - viel Theorie, dann irgendwann einfach fahren.