Hobbyathlet vor erstem Wettkampf – wann fängt sinnvolle Ergänzung an?
Zitat von markus_b82 am Juni 15, 2026, 21:42 Uhr@rennradhorst Biotta kenn ich, die haben tatsächlich eine relativ transparente Kennzeichnung, das ist mehr als die meisten. Ob die Angabe dann auch analytisch stimmt ist eine andere Frage, aber immerhin gibt's einen Ankerpunkt.
Zitat von rennradhorstDas ist kein Ernährungsproblem, das ist ein Aufmerksamkeitsproblem
Das ist eigentlich der interessanteste Punkt den du heute gebracht hast, auch wenn er mich ein bisschen nervt weil er schwer greifbar ist. Ich versteh was du meinst - aber "Aufmerksamkeitsproblem" klingt nach was das man einfach mit Disziplin löst, und das glaub ich nicht. Kognitive Erschöpfung bei langer Belastung hat auch eine physiologische Komponente, da gibt es Arbeiten zu Serotonin und Dopamin-Vorläufern bei Ausdauerbelastung, die zeigen dass das nicht rein mentale Schwäche ist. Hast du da eine Quelle für deine Lesart, oder ist das eher aus persönlicher Beobachtung? Was mich daran konkret beschäftigt für @rote_socke_83: wenn das Wegkippen ab Stunde vier ein reales Risiko ist, dann wäre die relevante Frage ob er überhaupt schon mal vier Stunden am Stück gefahren ist. Nicht 80 Kilometer Samstag, sondern wirklich zeitlich lang genug um in dieses Fenster zu kommen. Weil wenn nicht, fehlt auch da der Ausgangszustand - und Samstag ist dann schon wieder kein Test unter wettkampfnahen Bedingungen. Das ist kein Vorwurf an den Plan, ich frag das wirklich.
@rennradhorst Biotta kenn ich, die haben tatsächlich eine relativ transparente Kennzeichnung, das ist mehr als die meisten. Ob die Angabe dann auch analytisch stimmt ist eine andere Frage, aber immerhin gibt's einen Ankerpunkt.
Zitat von rennradhorstDas ist kein Ernährungsproblem, das ist ein Aufmerksamkeitsproblem
Das ist eigentlich der interessanteste Punkt den du heute gebracht hast, auch wenn er mich ein bisschen nervt weil er schwer greifbar ist. Ich versteh was du meinst - aber "Aufmerksamkeitsproblem" klingt nach was das man einfach mit Disziplin löst, und das glaub ich nicht. Kognitive Erschöpfung bei langer Belastung hat auch eine physiologische Komponente, da gibt es Arbeiten zu Serotonin und Dopamin-Vorläufern bei Ausdauerbelastung, die zeigen dass das nicht rein mentale Schwäche ist. Hast du da eine Quelle für deine Lesart, oder ist das eher aus persönlicher Beobachtung? Was mich daran konkret beschäftigt für @rote_socke_83: wenn das Wegkippen ab Stunde vier ein reales Risiko ist, dann wäre die relevante Frage ob er überhaupt schon mal vier Stunden am Stück gefahren ist. Nicht 80 Kilometer Samstag, sondern wirklich zeitlich lang genug um in dieses Fenster zu kommen. Weil wenn nicht, fehlt auch da der Ausgangszustand - und Samstag ist dann schon wieder kein Test unter wettkampfnahen Bedingungen. Das ist kein Vorwurf an den Plan, ich frag das wirklich.
Zitat von rennradhorst am Juni 15, 2026, 22:15 Uhr@markus_b82 zur Quellenfrage - ich hab da keine Studie das ist aus eigener Beobachtung über mehrere Saisons. Mehr net. Ich hab das nie behauptet anders zu sein.
Zitat von markus_b82ob er überhaupt schon mal vier Stunden am Stück gefahren ist
das ist eigentlich die Frage die ich @rote_socke_83 auch stellen würde - aber ich würd sie anders rahmen. Net ob er vier Stunden am Stück gefahren ist, sondern ob er schon mal gemerkt hat dass er nach langer Ausfahrt schlechter Entscheidungen trifft als vorher. Ich mein das konkret: du fährst heim biegst falsch ab obwohl du die Strecke kennst, trinkst zu wenig weil du vergessen hast zu schauen. Das ist net Theorie, das passiert. Und das hat mit Supplements null zu tun, da geb ich dir recht. Was mich bei deinem Serotonin-Punkt einhakt: stimmt schon, da gibt's Physiologie dahinter. Aber in der Praxis hilft mir das Wissen darüber nix wenn ich auf Kilometer 120 sitze. Was geholfen hat bei mir war ein simples System - alle 20 Kilometer trinken, egal ob ich Durst hab oder net. Nicht weil ich da was gelesen hab, sondern weil ich das nach einem schlechten Tag so eingeführt hab. Klingt banal, funktioniert aber. @rote_socke_83 hast du sowas? Irgendein Rhythmus beim Trinken/Essen der nicht davon abhängt ob du gerade dran denkst?
@markus_b82 zur Quellenfrage - ich hab da keine Studie das ist aus eigener Beobachtung über mehrere Saisons. Mehr net. Ich hab das nie behauptet anders zu sein.
Zitat von markus_b82ob er überhaupt schon mal vier Stunden am Stück gefahren ist
das ist eigentlich die Frage die ich @rote_socke_83 auch stellen würde - aber ich würd sie anders rahmen. Net ob er vier Stunden am Stück gefahren ist, sondern ob er schon mal gemerkt hat dass er nach langer Ausfahrt schlechter Entscheidungen trifft als vorher. Ich mein das konkret: du fährst heim biegst falsch ab obwohl du die Strecke kennst, trinkst zu wenig weil du vergessen hast zu schauen. Das ist net Theorie, das passiert. Und das hat mit Supplements null zu tun, da geb ich dir recht. Was mich bei deinem Serotonin-Punkt einhakt: stimmt schon, da gibt's Physiologie dahinter. Aber in der Praxis hilft mir das Wissen darüber nix wenn ich auf Kilometer 120 sitze. Was geholfen hat bei mir war ein simples System - alle 20 Kilometer trinken, egal ob ich Durst hab oder net. Nicht weil ich da was gelesen hab, sondern weil ich das nach einem schlechten Tag so eingeführt hab. Klingt banal, funktioniert aber. @rote_socke_83 hast du sowas? Irgendein Rhythmus beim Trinken/Essen der nicht davon abhängt ob du gerade dran denkst?
Zitat von markus_b82 am Juni 15, 2026, 22:28 Uhr@rennradhorst
Zitat von rennradhorstalle 20 Kilometer trinken, egal ob ich Durst hab oder net
Das ist ehrlich gesagt der konkreteste Hinweis den du heute gebracht hast, und ich find es bemerkenswert dass der am Ende kommt und nicht am Anfang. Aber ich glaub das ist auch symptomatisch für den ganzen Thread: das Praktische kommt nach der Theorie, nicht davor. Was mich daran beschäftigt ist folgendes: du hast das System nach einem schlechten Tag eingeführt. Das heißt der schlechte Tag war dein Kalibrierungspunkt. @rote_socke_83 hat den noch nicht. Der Granfondo ist wahrscheinlich genau dieser Tag - und dann ist die Frage ob man das in Echtzeit noch korrigieren kann oder ob man einfach durchbeißt und danach klüger ist. Zur eigentlichen Frage die du an rote_socke_83 stellst: ich würde das noch enger fassen. Nicht ob er einen Rhythmus hat, sondern ob der Rhythmus trainiert ist. Also ob er bei 40 Kilometern noch dran denkt und bei 75 immer noch. Weil das ist der Punkt wo es kippt - nicht bei Kilometer 10, da ist man noch wach. Ich hab bei langen Läufen eine Stoppuhr-Erinnerung am Garmin, alle 25 Minuten trinken. Klingt albern, hat mir aber bei einem Sommerlauf letztes Jahr wirklich was gebracht weil ich ohne das nach Stunde zwei schlicht nicht mehr dran dachte. Das ist kein Supplement-Thema, das ist Interface-Design für den eigenen Körper, wenn man das so nennen will.
Zitat von rennradhorstalle 20 Kilometer trinken, egal ob ich Durst hab oder net
Das ist ehrlich gesagt der konkreteste Hinweis den du heute gebracht hast, und ich find es bemerkenswert dass der am Ende kommt und nicht am Anfang. Aber ich glaub das ist auch symptomatisch für den ganzen Thread: das Praktische kommt nach der Theorie, nicht davor. Was mich daran beschäftigt ist folgendes: du hast das System nach einem schlechten Tag eingeführt. Das heißt der schlechte Tag war dein Kalibrierungspunkt. @rote_socke_83 hat den noch nicht. Der Granfondo ist wahrscheinlich genau dieser Tag - und dann ist die Frage ob man das in Echtzeit noch korrigieren kann oder ob man einfach durchbeißt und danach klüger ist. Zur eigentlichen Frage die du an rote_socke_83 stellst: ich würde das noch enger fassen. Nicht ob er einen Rhythmus hat, sondern ob der Rhythmus trainiert ist. Also ob er bei 40 Kilometern noch dran denkt und bei 75 immer noch. Weil das ist der Punkt wo es kippt - nicht bei Kilometer 10, da ist man noch wach. Ich hab bei langen Läufen eine Stoppuhr-Erinnerung am Garmin, alle 25 Minuten trinken. Klingt albern, hat mir aber bei einem Sommerlauf letztes Jahr wirklich was gebracht weil ich ohne das nach Stunde zwei schlicht nicht mehr dran dachte. Das ist kein Supplement-Thema, das ist Interface-Design für den eigenen Körper, wenn man das so nennen will.
Zitat von rennradhorst am Juni 15, 2026, 22:43 Uhr@markus_b82 das mit dem Garmin-Alarm find ich net albern ich hab das kurz überlegt und dann weggelassen weil ich dachte ich kenn mich gut genug. Stimmt aber net, wenn ich ehrlich bin. Ich hab letzten Herbst eine Tour gemacht, 130 Kilometer Richtung Schwarzwald, und irgendwann auf den letzten 20 hab ich gemerkt dass ich seit locker einer Stunde nix mehr getrunken hab obwohl meine Flasche noch halbvoll war. Net weil ich kein System hatte, sondern weil das System im Kopf auf irgendwas anderem hing - ich glaub ich war grad dabei eine Baustelle durchzuplanen die ich die Woche drauf hatte. Was mich aber an deiner "Interface-Design"-Formulierung einhakt: du beschreibst das so als wäre das trainierbar ohne den schlechten Tag davor. Ich glaub das net. Ich glaub man muss einmal wirklich in dieses Loch gefallen sein bevor man versteht wozu man das System überhaupt braucht. Vorher ist das alles Theorie.
Zitat von markus_b82der schlechte Tag war dein Kalibrierungspunkt
ja genau - und der ist net angenehm aber er ist auch net vermeidbar. @rote_socke_83 wird den wahrscheinlich beim Granfondo haben, das klingt hart aber ich glaub das ist einfach wie das läuft beim ersten Mal über diese Distanz. Die Frage ist ob er danach was draus macht oder ob er einfach denkt es lag am Supplement.
@markus_b82 das mit dem Garmin-Alarm find ich net albern ich hab das kurz überlegt und dann weggelassen weil ich dachte ich kenn mich gut genug. Stimmt aber net, wenn ich ehrlich bin. Ich hab letzten Herbst eine Tour gemacht, 130 Kilometer Richtung Schwarzwald, und irgendwann auf den letzten 20 hab ich gemerkt dass ich seit locker einer Stunde nix mehr getrunken hab obwohl meine Flasche noch halbvoll war. Net weil ich kein System hatte, sondern weil das System im Kopf auf irgendwas anderem hing - ich glaub ich war grad dabei eine Baustelle durchzuplanen die ich die Woche drauf hatte. Was mich aber an deiner "Interface-Design"-Formulierung einhakt: du beschreibst das so als wäre das trainierbar ohne den schlechten Tag davor. Ich glaub das net. Ich glaub man muss einmal wirklich in dieses Loch gefallen sein bevor man versteht wozu man das System überhaupt braucht. Vorher ist das alles Theorie.
Zitat von markus_b82der schlechte Tag war dein Kalibrierungspunkt
ja genau - und der ist net angenehm aber er ist auch net vermeidbar. @rote_socke_83 wird den wahrscheinlich beim Granfondo haben, das klingt hart aber ich glaub das ist einfach wie das läuft beim ersten Mal über diese Distanz. Die Frage ist ob er danach was draus macht oder ob er einfach denkt es lag am Supplement.
Zitat von markus_b82 am Juni 15, 2026, 22:57 UhrZitat von rote_socke_83ob er danach was draus macht oder ob er einfach denkt es lag am Supplement
Das ist eigentlich der Kern, und ich finde es bemerkenswert dass das erst jetzt so klar formuliert wird. Die Kausalitätszuschreibung nach einem schlechten Tag ist das eigentliche Problem - nicht das Supplement, nicht das System. Menschen suchen eine Ursache, und Rote Beete ist ein bequemer Kandidat weil man ihn hätte weglassen können. Was mich an @rennradhosts letztem Beitrag aber wirklich beschäftigt: du sagst, der schlechte Tag ist nicht vermeidbar. Das akzeptiere ich für den ersten Granfondo. Was ich nicht akzeptiere ist die Schlussfolgerung, dass man deshalb nichts vorbereiten kann. Der Kalibrierungspunkt passiert trotzdem - aber ob man danach eine verwertbare Information hat oder einfach ein Erlebnis, hängt davon ab ob man vorher irgendetwas festgehalten hat. Pace, Herzfrequenz, wann zuletzt getrunken, was gegessen. Ohne das ist der schlechte Tag nur schmerzhaft, nicht lehrreich. Ich hab das bei meinem ersten HM so gemacht - nix notiert, danach nur ein vages Gefühl dass irgendwas nicht gestimmt hat. War quasi wertlos als Datenpunkt. Dass es gerade fast 23 Uhr ist und ich hier noch tippe sagt wohl auch was über die Qualität des Threads. Aber kurz zu @rote_socke_83: hast du eigentlich einen Garmin oder ähnliches wo du Herzfrequenzdaten aus längeren Einheiten ziehen könntest? Nicht für Samstag als Experiment, sondern weil du damit nachträglich sehen würdest wo dein Körper schon unter Stress war bevor du es gemerkt hast.
Zitat von rote_socke_83ob er danach was draus macht oder ob er einfach denkt es lag am Supplement
Das ist eigentlich der Kern, und ich finde es bemerkenswert dass das erst jetzt so klar formuliert wird. Die Kausalitätszuschreibung nach einem schlechten Tag ist das eigentliche Problem - nicht das Supplement, nicht das System. Menschen suchen eine Ursache, und Rote Beete ist ein bequemer Kandidat weil man ihn hätte weglassen können. Was mich an @rennradhosts letztem Beitrag aber wirklich beschäftigt: du sagst, der schlechte Tag ist nicht vermeidbar. Das akzeptiere ich für den ersten Granfondo. Was ich nicht akzeptiere ist die Schlussfolgerung, dass man deshalb nichts vorbereiten kann. Der Kalibrierungspunkt passiert trotzdem - aber ob man danach eine verwertbare Information hat oder einfach ein Erlebnis, hängt davon ab ob man vorher irgendetwas festgehalten hat. Pace, Herzfrequenz, wann zuletzt getrunken, was gegessen. Ohne das ist der schlechte Tag nur schmerzhaft, nicht lehrreich. Ich hab das bei meinem ersten HM so gemacht - nix notiert, danach nur ein vages Gefühl dass irgendwas nicht gestimmt hat. War quasi wertlos als Datenpunkt. Dass es gerade fast 23 Uhr ist und ich hier noch tippe sagt wohl auch was über die Qualität des Threads. Aber kurz zu @rote_socke_83: hast du eigentlich einen Garmin oder ähnliches wo du Herzfrequenzdaten aus längeren Einheiten ziehen könntest? Nicht für Samstag als Experiment, sondern weil du damit nachträglich sehen würdest wo dein Körper schon unter Stress war bevor du es gemerkt hast.
Zitat von rennradhorst am Juni 15, 2026, 23:14 Uhr@markus_b82 ja Garmin hab ich, Edge 530. Und ich zieh da schon Daten raus aber ehrlich gesagt schau ich die meistens erst Tage später an wenn überhaupt. Das ist genau dein Punkt - du hast die Daten, aber wenn du sie nicht zeitnah anschaust sind die wertlos. Ich hab das letzte Saison ein paarmal gemacht und dann gemerkt dass meine Herzfrequenz auf den letzten 15 Kilometern gar net so hoch war wie ich dachte. Ich hab mich schlapp gefühlt aber der Körper war gar net am Limit. Das hat mich ehrlich gesagt mehr verwirrt als geholfen. was mich aber gerade bei deiner Frage an @rote_socke_83 aufhält: du fragst ob er Herzfrequenzdaten ziehen kann um nachher zu sehen wo der Körper schon unter Stress war. Das klingt vernünftig - aber ich glaub da ist ein Problem das noch net drin war. Wenn du die Daten erst nach dem Granfondo hast, bist du im Nachhinein schlau. Das hilft für das nächste Mal. Für den Herbst hilft das nix mehr. Die Frage wäre eher ob er mit den Daten aus Samstag und den paar Einheiten danach überhaupt genug sieht um vorher irgendwas anzupassen. Drei Monate klingt lang aber wenn man das aufteilt - Eingewöhnung, zwei längere Ausfahrten, Tapering - dann ist das verdammt schnell weg.
@markus_b82 ja Garmin hab ich, Edge 530. Und ich zieh da schon Daten raus aber ehrlich gesagt schau ich die meistens erst Tage später an wenn überhaupt. Das ist genau dein Punkt - du hast die Daten, aber wenn du sie nicht zeitnah anschaust sind die wertlos. Ich hab das letzte Saison ein paarmal gemacht und dann gemerkt dass meine Herzfrequenz auf den letzten 15 Kilometern gar net so hoch war wie ich dachte. Ich hab mich schlapp gefühlt aber der Körper war gar net am Limit. Das hat mich ehrlich gesagt mehr verwirrt als geholfen. was mich aber gerade bei deiner Frage an @rote_socke_83 aufhält: du fragst ob er Herzfrequenzdaten ziehen kann um nachher zu sehen wo der Körper schon unter Stress war. Das klingt vernünftig - aber ich glaub da ist ein Problem das noch net drin war. Wenn du die Daten erst nach dem Granfondo hast, bist du im Nachhinein schlau. Das hilft für das nächste Mal. Für den Herbst hilft das nix mehr. Die Frage wäre eher ob er mit den Daten aus Samstag und den paar Einheiten danach überhaupt genug sieht um vorher irgendwas anzupassen. Drei Monate klingt lang aber wenn man das aufteilt - Eingewöhnung, zwei längere Ausfahrten, Tapering - dann ist das verdammt schnell weg.
Zitat von derbär am Juni 16, 2026, 01:11 UhrZitat von markus_b82ob er danach was draus macht oder ob er einfach denkt es lag am Supplement
echt jetzt - das ist der Punkt der mich hier am meisten triggert weil ich das selbst kenne. Nicht vom Wettkampf aber ich hab mal ne Ausfahrt Richtung Velbert komplett vergeigt, war danach total platt, und mein erster Gedanke war "zu wenig Rote Beete". War natürlich Blödsinn - ich hatte zwei Tage vorher Spätschicht, kaum geschlafen, und bin trotzdem raus. Das Supplement ist halt der greifbarste Hebel wenn man nachher Ursachen sucht. @rennradhorst dein Punkt mit den drei Monaten die schnell weg sind - das finde ich eigentlich das Konkreteste was hier seit einer Weile kam. Aber ich würd noch eine Ebene drunter gehen: @rote_socke_83 weiß aktuell noch nicht mal wie sich sein Körper bei 160km VERPFLEGUNG verhält, nicht nur beim Magen. Also ich mein das so - weißt du überhaupt was du auf dem Rad essen kannst nach Stunde drei? Nicht theoretisch, sondern ob du da überhaupt noch reinbeißen willst in nen Riegel. Ich kenn Leute die nach vier Stunden nix mehr essen können weil ihnen schon beim Gedanken daran schlecht wird. Das ist kein Supplement-Problem, das ist ein komplett anderes Fass. Das sollte Samstag eigentlich die eigentliche Frage sein, nicht der Magen mit Betanio. --
Schaltwerk ölen ist auch Ernährung. Edit: Kleine Ergänzung - das ganze gilt natürlich nur wenn man vorher schon längere Touren gemacht hat. Wenn Samstag die erste 160er ist, dann ist eh alles Neuland.
Zitat von markus_b82ob er danach was draus macht oder ob er einfach denkt es lag am Supplement
echt jetzt - das ist der Punkt der mich hier am meisten triggert weil ich das selbst kenne. Nicht vom Wettkampf aber ich hab mal ne Ausfahrt Richtung Velbert komplett vergeigt, war danach total platt, und mein erster Gedanke war "zu wenig Rote Beete". War natürlich Blödsinn - ich hatte zwei Tage vorher Spätschicht, kaum geschlafen, und bin trotzdem raus. Das Supplement ist halt der greifbarste Hebel wenn man nachher Ursachen sucht. @rennradhorst dein Punkt mit den drei Monaten die schnell weg sind - das finde ich eigentlich das Konkreteste was hier seit einer Weile kam. Aber ich würd noch eine Ebene drunter gehen: @rote_socke_83 weiß aktuell noch nicht mal wie sich sein Körper bei 160km VERPFLEGUNG verhält, nicht nur beim Magen. Also ich mein das so - weißt du überhaupt was du auf dem Rad essen kannst nach Stunde drei? Nicht theoretisch, sondern ob du da überhaupt noch reinbeißen willst in nen Riegel. Ich kenn Leute die nach vier Stunden nix mehr essen können weil ihnen schon beim Gedanken daran schlecht wird. Das ist kein Supplement-Problem, das ist ein komplett anderes Fass. Das sollte Samstag eigentlich die eigentliche Frage sein, nicht der Magen mit Betanio. --
Schaltwerk ölen ist auch Ernährung. Edit: Kleine Ergänzung - das ganze gilt natürlich nur wenn man vorher schon längere Touren gemacht hat. Wenn Samstag die erste 160er ist, dann ist eh alles Neuland.
Zitat von rote_socke_83 am Juni 16, 2026, 08:09 Uhr@derbär der letzte Satz von dir trifft mich mehr als ich zugeben will.
Zitat von derbärweißt du überhaupt was du auf dem Rad essen kannst nach Stunde drei
Ehrlich gesagt: nein. Ich hab noch nie vier Stunden am Stück gesessen. Meine längste Einheit war knapp drei Stunden und da war ich danach so durch dass ich nicht mal sagen könnte ob ich auf Kilometer 150 noch einen Riegel reinkriegen würde. Das ist eine komplett andere Frage als die ganze Nitrat-Diskussion hier und ich merk gerade dass ich die die ganze Zeit ausgeblendet hab. Das ist mir zu unangenehm um es zu ignorieren. Ich bau meine Verpflegungsstrategie für Samstag gerade auf dem Fundament dass ich einen Magen kenne der maximal bis Stunde drei gearbeitet hat. Das ist schlicht nicht dasselbe. Was mich jetzt konkret beschäftigt: ich müsste eigentlich vor dem Granfondo mindestens einmal wirklich in dieses Vier-Stunden-Fenster rein. Nicht als Wettkampf sondern einfach um zu wissen wie ich da drauf reagiere. Riegel, Gel, überhaupt irgendwas. Ich hab einen Kollegen der macht das regelmäßig am Wochenende, lange Runden Richtung Sauerland - ich glaub ich frag den mal ob ich mitkomm. Nicht wegen Rote Beete, sondern wegen dem was du sagst. Das ist das Fundament das fehlt bevor alles andere Sinn macht.
@derbär der letzte Satz von dir trifft mich mehr als ich zugeben will.
Zitat von derbärweißt du überhaupt was du auf dem Rad essen kannst nach Stunde drei
Ehrlich gesagt: nein. Ich hab noch nie vier Stunden am Stück gesessen. Meine längste Einheit war knapp drei Stunden und da war ich danach so durch dass ich nicht mal sagen könnte ob ich auf Kilometer 150 noch einen Riegel reinkriegen würde. Das ist eine komplett andere Frage als die ganze Nitrat-Diskussion hier und ich merk gerade dass ich die die ganze Zeit ausgeblendet hab. Das ist mir zu unangenehm um es zu ignorieren. Ich bau meine Verpflegungsstrategie für Samstag gerade auf dem Fundament dass ich einen Magen kenne der maximal bis Stunde drei gearbeitet hat. Das ist schlicht nicht dasselbe. Was mich jetzt konkret beschäftigt: ich müsste eigentlich vor dem Granfondo mindestens einmal wirklich in dieses Vier-Stunden-Fenster rein. Nicht als Wettkampf sondern einfach um zu wissen wie ich da drauf reagiere. Riegel, Gel, überhaupt irgendwas. Ich hab einen Kollegen der macht das regelmäßig am Wochenende, lange Runden Richtung Sauerland - ich glaub ich frag den mal ob ich mitkomm. Nicht wegen Rote Beete, sondern wegen dem was du sagst. Das ist das Fundament das fehlt bevor alles andere Sinn macht.
Zitat von rennradhorst am Juni 16, 2026, 08:28 Uhr@rote_socke_83 der Kollege Richtung Sauerland - das ist genau richtig mach das. Nicht irgendwann, konkret nächstes Wochenende oder das übernächste. Nicht wegen Taktik sondern weil du einfach wissen musst wie dein Körper bei Stunde vier tickt, das kann dir kein Forum abnehmen. Was mich bei deinem Post aber wirklich aufhält und noch net drin war: du sagst du bist nach drei Stunden "so durch" dass du net mehr sagen könntest was du essen würdest. Das klingt für mich net nach normaler Erschöpfung, das klingt nach Kohlenhydrate-Loch. Ich kenn das - man kommt heim, sitzt auf dem Sofa und denkt man ist kaputt, aber eigentlich hat man einfach zu wenig nachgefüttert während der Fahrt. Ob das bei dir so ist weiß ich net. Aber wenn du mit dem Kollegen mitfährst, würd ich das mal genau beobachten - nicht ob du Rote Beete verträgst, sondern ob du schon auf Kilometer 60 anfängst weniger zu essen weil du nicht mehr Hunger spürst. Das ist der Punkt wo die meisten unterschätzen dass Hunger bei Belastung einfach wegfällt auch wenn der Körper was braucht. Ich hab das selbst erst nach Jahren kapiert, ehrlich gesagt. War mir lange zu blöd das zuzugeben.
@rote_socke_83 der Kollege Richtung Sauerland - das ist genau richtig mach das. Nicht irgendwann, konkret nächstes Wochenende oder das übernächste. Nicht wegen Taktik sondern weil du einfach wissen musst wie dein Körper bei Stunde vier tickt, das kann dir kein Forum abnehmen. Was mich bei deinem Post aber wirklich aufhält und noch net drin war: du sagst du bist nach drei Stunden "so durch" dass du net mehr sagen könntest was du essen würdest. Das klingt für mich net nach normaler Erschöpfung, das klingt nach Kohlenhydrate-Loch. Ich kenn das - man kommt heim, sitzt auf dem Sofa und denkt man ist kaputt, aber eigentlich hat man einfach zu wenig nachgefüttert während der Fahrt. Ob das bei dir so ist weiß ich net. Aber wenn du mit dem Kollegen mitfährst, würd ich das mal genau beobachten - nicht ob du Rote Beete verträgst, sondern ob du schon auf Kilometer 60 anfängst weniger zu essen weil du nicht mehr Hunger spürst. Das ist der Punkt wo die meisten unterschätzen dass Hunger bei Belastung einfach wegfällt auch wenn der Körper was braucht. Ich hab das selbst erst nach Jahren kapiert, ehrlich gesagt. War mir lange zu blöd das zuzugeben.
Zitat von rote_socke_83 am Juni 16, 2026, 08:52 Uhr@rennradhorst
Zitat von rennradhorstHunger bei Belastung einfach wegfällt auch wenn der Körper was braucht
Das kenn ich. Nicht vom Rad sondern von früher als ich noch regelmäßig Fußball gespielt hab, zweite Halbzeit, Sommer, und man merkt erst auf dem Heimweg dass man seit zwei Stunden nichts getrunken hat. Aber da war die Belastung maximal 90 Minuten. 160 Kilometer ist eine komplett andere Dimension und ich glaub ich hab das die ganze Zeit rationalisiert ohne es wirklich zu fühlen. Was mich bei deinem Punkt gerade wirklich erwischt: du sagst ich soll beobachten ob ich schon auf Kilometer 60 aufhöre zu essen. Ich weiß nicht mal ob ich das überhaupt merken würde. Ich hab kein Gefühl dafür wie sich "Körper braucht Kohlenhydrate aber meldet keinen Hunger" anfühlt, weil ich das noch nie bewusst wahrgenommen hab. Das ist kein Supplement-Problem, das ist ein Körperwahrnehmungs-Problem. Ich kann keine Schwelle spüren die ich noch nie erlebt hab. Der Kollege Richtung Sauerland - ich schreib dem heute Abend nach der Schicht. Nicht irgendwann. Was mich aber noch beschäftigt und hier noch gar nicht rauskam: ich weiß nicht wie lange ich brauche bis so eine Wahrnehmung überhaupt trainiert ist. Ich mein, ich kann einmal mitfahren und beobachten - aber ob ich dann wirklich lerne was mein Körper sendet oder ob ich einfach erschöpft heimkomm und nix Verwertbares rausgezogen hab, das ist offen.
Zitat von rennradhorstHunger bei Belastung einfach wegfällt auch wenn der Körper was braucht
Das kenn ich. Nicht vom Rad sondern von früher als ich noch regelmäßig Fußball gespielt hab, zweite Halbzeit, Sommer, und man merkt erst auf dem Heimweg dass man seit zwei Stunden nichts getrunken hat. Aber da war die Belastung maximal 90 Minuten. 160 Kilometer ist eine komplett andere Dimension und ich glaub ich hab das die ganze Zeit rationalisiert ohne es wirklich zu fühlen. Was mich bei deinem Punkt gerade wirklich erwischt: du sagst ich soll beobachten ob ich schon auf Kilometer 60 aufhöre zu essen. Ich weiß nicht mal ob ich das überhaupt merken würde. Ich hab kein Gefühl dafür wie sich "Körper braucht Kohlenhydrate aber meldet keinen Hunger" anfühlt, weil ich das noch nie bewusst wahrgenommen hab. Das ist kein Supplement-Problem, das ist ein Körperwahrnehmungs-Problem. Ich kann keine Schwelle spüren die ich noch nie erlebt hab. Der Kollege Richtung Sauerland - ich schreib dem heute Abend nach der Schicht. Nicht irgendwann. Was mich aber noch beschäftigt und hier noch gar nicht rauskam: ich weiß nicht wie lange ich brauche bis so eine Wahrnehmung überhaupt trainiert ist. Ich mein, ich kann einmal mitfahren und beobachten - aber ob ich dann wirklich lerne was mein Körper sendet oder ob ich einfach erschöpft heimkomm und nix Verwertbares rausgezogen hab, das ist offen.