Hobbyathlet vor erstem Wettkampf – wann fängt sinnvolle Ergänzung an?
Zitat von jana_w am Juni 15, 2026, 10:18 Uhr@rote_socke_83 das mit den Winterreifen ist eigentlich das treffendste Bild das hier bisher kam, ich mein das ernst. Und es macht mich gerade nachdenklich wegen was anderem - nicht wegen dem Supplement selbst, sondern wegen der Frage was du nach dem Granfondo eigentlich haben willst. Einen Vergleichswert, oder einfach ankommen? Weil ich glaub das ist gar nicht dasselbe. Ich hab meinen ersten Halbmarathon auch ohne jede Referenz gemacht, kein Vorjahresergebnis, keine eigene Baseline, einfach rein ins kalte Wasser. Und hinterher war das der wertvollste Datenpunkt den ich je hatte - nicht weil ich gut war, sondern weil ich danach endlich wusste womit ich es zu tun hab. Körpergefühl für so eine Belastung lässt sich halt nicht vorher anlesen.
Zitat von rote_socke_83Ich weiß gar nicht wie sich das Ende anfühlt
Genau das. Und ich glaube das ist ein Argument dafür, den ersten Granfondo erst mal zu fahren ohne zu viel dranzuhängen. Nicht nichts nehmen - aber auch nicht zum ersten Mal mit vier neuen Sachen reingehen die du vorher nie unter echtem Wettkampfdruck hattest. Was du danach weißt ist mehr wert als alles was du vorher optimieren könntest. Das ist übrigens das einzige wo ich Betanio PLUS wirklich empfehlen würde vorher zu testen - nicht wegen der Wirkung, sondern wegen Verträglichkeit. Ich hab da mal einen blöden Tag gehabt direkt nach nem langen Lauf, Magen komplett dicht, und das lag fast sicher an der Konzentration auf nüchternen Magen.
@rote_socke_83 das mit den Winterreifen ist eigentlich das treffendste Bild das hier bisher kam, ich mein das ernst. Und es macht mich gerade nachdenklich wegen was anderem - nicht wegen dem Supplement selbst, sondern wegen der Frage was du nach dem Granfondo eigentlich haben willst. Einen Vergleichswert, oder einfach ankommen? Weil ich glaub das ist gar nicht dasselbe. Ich hab meinen ersten Halbmarathon auch ohne jede Referenz gemacht, kein Vorjahresergebnis, keine eigene Baseline, einfach rein ins kalte Wasser. Und hinterher war das der wertvollste Datenpunkt den ich je hatte - nicht weil ich gut war, sondern weil ich danach endlich wusste womit ich es zu tun hab. Körpergefühl für so eine Belastung lässt sich halt nicht vorher anlesen.
Zitat von rote_socke_83Ich weiß gar nicht wie sich das Ende anfühlt
Genau das. Und ich glaube das ist ein Argument dafür, den ersten Granfondo erst mal zu fahren ohne zu viel dranzuhängen. Nicht nichts nehmen - aber auch nicht zum ersten Mal mit vier neuen Sachen reingehen die du vorher nie unter echtem Wettkampfdruck hattest. Was du danach weißt ist mehr wert als alles was du vorher optimieren könntest. Das ist übrigens das einzige wo ich Betanio PLUS wirklich empfehlen würde vorher zu testen - nicht wegen der Wirkung, sondern wegen Verträglichkeit. Ich hab da mal einen blöden Tag gehabt direkt nach nem langen Lauf, Magen komplett dicht, und das lag fast sicher an der Konzentration auf nüchternen Magen.
Zitat von rote_socke_83 am Juni 15, 2026, 10:22 Uhr@jana_w der Punkt mit der Verträglichkeit - das ist ehrlich gesagt das erste was mich wirklich eingebremst hat hier. Ich hab das komplett ausgeblendet. Ich hab Betanio PLUS bisher immer nach dem Frühstück genommen, nie auf nüchternen Magen, nie direkt vor oder nach einer langen Einheit. Das war Zufall, nicht Kalkül.
Zitat von jana_wnicht wegen der Wirkung, sondern wegen Verträglichkeit
Kann ich so nicht unterschreiben dass ich das nicht schon wusste - aber ich hab es halt nie so klar gedacht. Ich hab immer nur gefragt ob es wirkt. Nicht ob ich es vertrge wenn ich mal sechs Stunden auf dem Rad sitze und der Magen eh schon unter Stress steht. Das ist eigentlich eine ganz andere Dimension. Und die ist viel konkreter testbar als die Frage ob Nitrat meine VO2max um drei Prozent verändert. Ich überleg gerade - ich hab nächsten Samstag eine längere Einheit geplant, so 80 bis 90 Kilometer. Die könnte ich mal bewusst nutzen um das zu checken. Nicht als Experiment mit Kontrollgruppe oder irgendwas, sondern einfach: Betanio vorher, Strecke fahren, schauen wie der Magen reagiert. Das ist machbar. Das ist was ich tatsächlich rauskriegen kann. Dass ich drei Monate vor dem Granfondo noch nicht mal das gemacht hab sagt eigentlich alles.
@jana_w der Punkt mit der Verträglichkeit - das ist ehrlich gesagt das erste was mich wirklich eingebremst hat hier. Ich hab das komplett ausgeblendet. Ich hab Betanio PLUS bisher immer nach dem Frühstück genommen, nie auf nüchternen Magen, nie direkt vor oder nach einer langen Einheit. Das war Zufall, nicht Kalkül.
Zitat von jana_wnicht wegen der Wirkung, sondern wegen Verträglichkeit
Kann ich so nicht unterschreiben dass ich das nicht schon wusste - aber ich hab es halt nie so klar gedacht. Ich hab immer nur gefragt ob es wirkt. Nicht ob ich es vertrge wenn ich mal sechs Stunden auf dem Rad sitze und der Magen eh schon unter Stress steht. Das ist eigentlich eine ganz andere Dimension. Und die ist viel konkreter testbar als die Frage ob Nitrat meine VO2max um drei Prozent verändert. Ich überleg gerade - ich hab nächsten Samstag eine längere Einheit geplant, so 80 bis 90 Kilometer. Die könnte ich mal bewusst nutzen um das zu checken. Nicht als Experiment mit Kontrollgruppe oder irgendwas, sondern einfach: Betanio vorher, Strecke fahren, schauen wie der Magen reagiert. Das ist machbar. Das ist was ich tatsächlich rauskriegen kann. Dass ich drei Monate vor dem Granfondo noch nicht mal das gemacht hab sagt eigentlich alles.
Zitat von jana_w am Juni 15, 2026, 10:34 Uhr@rote_socke_83 das mit dem Samstag klingt nach dem einzigen sinnvollen nächsten Schritt, ehrlich gesagt. Aber ich würde noch was ergänzen, das ich selbst lernen musste auf die harte Tour: nicht nur schauen wie der Magen reagiert, sondern auch wann du es nimmst. Ich hab ne Weile gebraucht um rauszufinden dass der Zeitpunkt vor der Einheit einen Unterschied macht - nicht weil ich das irgendwo gelesen hab, sondern weil ich es ein paarmal falsch gemacht hab. Zu früh, zu spät, zu viel auf einmal. Was mich bei deinem letzten Post aber wirklich beschäftigt: du sagst "das sagt eigentlich alles" - aber ich bin nicht sicher ob du damit meinst du hast was verpasst, oder ob du einfach gerade erst an dem Punkt bist wo es relevant wird. Das ist ein Unterschied. Drei Monate vor dem ersten Wettkampf dieser Größe ist kein schlechter Zeitpunkt um mit sowas anzufangen, das ist eigentlich ziemlich normal. Ich frag mich bei dir gerade viel mehr, ob du die 80 bis 90 Kilometer am Samstag auch von der Verpflegung her ähnlich planst wie du den Granfondo angehst. Weil wenn nicht, testest du Verträglichkeit unter Bedingungen die mit dem Wettkampf wenig zu tun haben. Ich hab das selbst falsch gemacht - kurze Einheit, Betanio, kein Problem, dann beim Wettkampf nach vier Stunden plötzlich doch. Das Volumen macht was mit dem Magen das man nicht vorhersagen kann wenn man es nicht kennt. Edit: Kleine Klarstellung - mit "Volumen" meine ich sowohl die Menge an Flüssigkeit als auch die Intensität kombiniert. Das ist wirklich ne andere Liga als bei kurzen Ausfahrten.
@rote_socke_83 das mit dem Samstag klingt nach dem einzigen sinnvollen nächsten Schritt, ehrlich gesagt. Aber ich würde noch was ergänzen, das ich selbst lernen musste auf die harte Tour: nicht nur schauen wie der Magen reagiert, sondern auch wann du es nimmst. Ich hab ne Weile gebraucht um rauszufinden dass der Zeitpunkt vor der Einheit einen Unterschied macht - nicht weil ich das irgendwo gelesen hab, sondern weil ich es ein paarmal falsch gemacht hab. Zu früh, zu spät, zu viel auf einmal. Was mich bei deinem letzten Post aber wirklich beschäftigt: du sagst "das sagt eigentlich alles" - aber ich bin nicht sicher ob du damit meinst du hast was verpasst, oder ob du einfach gerade erst an dem Punkt bist wo es relevant wird. Das ist ein Unterschied. Drei Monate vor dem ersten Wettkampf dieser Größe ist kein schlechter Zeitpunkt um mit sowas anzufangen, das ist eigentlich ziemlich normal. Ich frag mich bei dir gerade viel mehr, ob du die 80 bis 90 Kilometer am Samstag auch von der Verpflegung her ähnlich planst wie du den Granfondo angehst. Weil wenn nicht, testest du Verträglichkeit unter Bedingungen die mit dem Wettkampf wenig zu tun haben. Ich hab das selbst falsch gemacht - kurze Einheit, Betanio, kein Problem, dann beim Wettkampf nach vier Stunden plötzlich doch. Das Volumen macht was mit dem Magen das man nicht vorhersagen kann wenn man es nicht kennt. Edit: Kleine Klarstellung - mit "Volumen" meine ich sowohl die Menge an Flüssigkeit als auch die Intensität kombiniert. Das ist wirklich ne andere Liga als bei kurzen Ausfahrten.
Zitat von rote_socke_83 am Juni 15, 2026, 10:49 Uhr@jana_w der Punkt mit dem Volumen trifft mich gerade wirklich. Ich hab das so nicht auf dem Schirm gehabt. Ich hab mir den Samstag als Verträglichkeitstest gedacht und dabei nicht dran gedacht dass 80 Kilometer mit einem Riegel und zweimal Wasser halt immer noch keine Wettkampfsimulation ist.
Zitat von jana_wbeim Wettkampf nach vier Stunden plötzlich doch
Das ist genau das Szenario das ich mir nicht leisten kann wenn ich das erste Mal über so eine Distanz fahre. Nicht wegen Ergebnis - ich will ankommen, Punkt. Aber "ankommen" heißt auch nicht die letzten 40 Kilometer kämpfen weil der Magen streikt. Was ich jetzt konkret anders mache Samstag: ich nehm mehr Verpflegung mit als ich denke zu brauchen. Das ist eigentlich meine größte Schwäche ich fahr immer zu leicht los. Meine Frau hat das letzte Woche noch kommentiert als ich rausgefahren bin - "wieder ohne Rucksack?" Ja, wieder. Das ist das eigentliche Problem vor dem ganzen Supplement-Thema. Was ich aber noch nicht beantwortet hab für mich selbst: Betanio wann genau? Ich hab da keine feste Routine. Ich schmeiß das rein wann ich dran denk, manchmal morgens manchmal nicht. Wenn Timing wirklich einen Unterschied macht wie du sagst, dann sollte ich das wenigstens einmal konsequent gleich machen bevor ich urteile ob ich was spür oder nicht.
@jana_w der Punkt mit dem Volumen trifft mich gerade wirklich. Ich hab das so nicht auf dem Schirm gehabt. Ich hab mir den Samstag als Verträglichkeitstest gedacht und dabei nicht dran gedacht dass 80 Kilometer mit einem Riegel und zweimal Wasser halt immer noch keine Wettkampfsimulation ist.
Zitat von jana_wbeim Wettkampf nach vier Stunden plötzlich doch
Das ist genau das Szenario das ich mir nicht leisten kann wenn ich das erste Mal über so eine Distanz fahre. Nicht wegen Ergebnis - ich will ankommen, Punkt. Aber "ankommen" heißt auch nicht die letzten 40 Kilometer kämpfen weil der Magen streikt. Was ich jetzt konkret anders mache Samstag: ich nehm mehr Verpflegung mit als ich denke zu brauchen. Das ist eigentlich meine größte Schwäche ich fahr immer zu leicht los. Meine Frau hat das letzte Woche noch kommentiert als ich rausgefahren bin - "wieder ohne Rucksack?" Ja, wieder. Das ist das eigentliche Problem vor dem ganzen Supplement-Thema. Was ich aber noch nicht beantwortet hab für mich selbst: Betanio wann genau? Ich hab da keine feste Routine. Ich schmeiß das rein wann ich dran denk, manchmal morgens manchmal nicht. Wenn Timing wirklich einen Unterschied macht wie du sagst, dann sollte ich das wenigstens einmal konsequent gleich machen bevor ich urteile ob ich was spür oder nicht.
Zitat von rennradhorst am Juni 15, 2026, 20:11 Uhr@rote_socke_83 das mit dem Timing - da kann ich dir was sagen aus eigener Erfahrung. Nicht aus nem Podcast oder weil ichs irgendwo gelesen hab, sondern weil ich das selbst durchgespielt hab. Ich nehm das Rote Beete Konzentrat jetzt seit gut einem Jahr und der einzige Punkt wo ich wirklich einen Unterschied gemerkt hab war als ich angefangen hab das konsequent 2 bis 3 Stunden vor der Ausfahrt zu nehmen. Nicht 20 Minuten vorher, nicht abends davor. Der Nitrat-Peak liegt irgendwo in dem Fenster, das hab ich mal in einem Sportphysio-Podcast aufgeschnappt - keine Ahnung wie valide das ist, aber es hat sich bei mir zumindest so angefühlt als würd was passen.
Zitat von rote_socke_83ich schmeiß das rein wann ich dran denk
genau da liegt dein Problem, glaub ich. Nicht das Produkt, nicht die Dosis - das Wann. Das ist der einzige Parameter den du gerade noch gar net testest. Mach das erstmal konstant bevor du irgendwas anderes änderst. Und zum Betanio PLUS noch kurz - ich kauf das net mehr, zu teuer für das was drin ist, ich nehm einfach den Saft aus dem Bioladen hier. Aber das ist deine Entscheidung. Was ich dir sagen würde: nimm Samstag nicht mehr als du bisher genommen hast. Kein "mehr hilft mehr". Magen unter Belastung ist ein komplett anderes Tier als Magen beim Frühstück, das merkst du sonst auf Kilometer 60 und dann ist der Test gelaufen.
@rote_socke_83 das mit dem Timing - da kann ich dir was sagen aus eigener Erfahrung. Nicht aus nem Podcast oder weil ichs irgendwo gelesen hab, sondern weil ich das selbst durchgespielt hab. Ich nehm das Rote Beete Konzentrat jetzt seit gut einem Jahr und der einzige Punkt wo ich wirklich einen Unterschied gemerkt hab war als ich angefangen hab das konsequent 2 bis 3 Stunden vor der Ausfahrt zu nehmen. Nicht 20 Minuten vorher, nicht abends davor. Der Nitrat-Peak liegt irgendwo in dem Fenster, das hab ich mal in einem Sportphysio-Podcast aufgeschnappt - keine Ahnung wie valide das ist, aber es hat sich bei mir zumindest so angefühlt als würd was passen.
Zitat von rote_socke_83ich schmeiß das rein wann ich dran denk
genau da liegt dein Problem, glaub ich. Nicht das Produkt, nicht die Dosis - das Wann. Das ist der einzige Parameter den du gerade noch gar net testest. Mach das erstmal konstant bevor du irgendwas anderes änderst. Und zum Betanio PLUS noch kurz - ich kauf das net mehr, zu teuer für das was drin ist, ich nehm einfach den Saft aus dem Bioladen hier. Aber das ist deine Entscheidung. Was ich dir sagen würde: nimm Samstag nicht mehr als du bisher genommen hast. Kein "mehr hilft mehr". Magen unter Belastung ist ein komplett anderes Tier als Magen beim Frühstück, das merkst du sonst auf Kilometer 60 und dann ist der Test gelaufen.
Zitat von markus_b82 am Juni 15, 2026, 20:26 Uhr@rennradhorst der Hinweis mit dem 2-3-Stunden-Fenster ist interessant, aber "hab ich in einem Sportphysio-Podcast aufgeschnappt" ist halt keine Quelle die ich ohne weiteres nehme. Das deckt sich grob mit dem was ich zur Nitrat-Kinetik gelesen hab (da wird oft ein Peak-Plasmaspiegel nach ca. 2-3 Stunden genannt, z.B. in dem Review von Jones 2014 im Journal of Applied Physiology), aber ob das für jede Person gleich gilt ist eine andere Frage. Individuelle Variabilität beim Nitrat-Metabolismus ist real und wird in den Studien die ich kenne oft schlicht gemittelt. Was mich bei deinem Beitrag aber mehr beschäftigt als das Timing: du sagst, du nimmst jetzt einfach den Rote-Beete-Saft aus dem Bioladen weil Betanio PLUS zu teuer ist. Das ist eine Kosten-Entscheidung, die ich nachvollziehen kann - aber hast du da mal verglichen wieviel Nitrat in dem Bioladen-Saft tatsächlich drin ist? Die Standardisierung ist da oft das Problem. Betanio wirbt mit einer definierten Nitratmenge pro Portion, beim normalen Saft schwankt das je nach Anbau, Ernte, Verarbeitung. Ich hab das mal grob recherchiert weil mich das gewundert hat, und die Unterschiede zwischen Produkten können erheblich sein. @rote_socke_83 das bringt mich zu was das im Thread noch nicht auftauchte: weißt du überhaupt was in einer Portion Betanio PLUS tatsächlich drinsteckt, also konkrete Nitrat-mg? Weil wenn du das nicht weißt, testest du Samstag eigentlich eine Black Box. **Edit:** Kleine Klarstellung. Mit "Black Box" meine ich nicht, dass das Produkt unseriös wäre, sondern nur dass du ohne die genaue Nitrat-Dosierung schwer sagen kannst, was genau für die Leistung verantwortlich ist. Für einen aussagekräftigen Vergleich mit dem Bioladen-Saft wäre das einfach wichtig zu wissen.
@rennradhorst der Hinweis mit dem 2-3-Stunden-Fenster ist interessant, aber "hab ich in einem Sportphysio-Podcast aufgeschnappt" ist halt keine Quelle die ich ohne weiteres nehme. Das deckt sich grob mit dem was ich zur Nitrat-Kinetik gelesen hab (da wird oft ein Peak-Plasmaspiegel nach ca. 2-3 Stunden genannt, z.B. in dem Review von Jones 2014 im Journal of Applied Physiology), aber ob das für jede Person gleich gilt ist eine andere Frage. Individuelle Variabilität beim Nitrat-Metabolismus ist real und wird in den Studien die ich kenne oft schlicht gemittelt. Was mich bei deinem Beitrag aber mehr beschäftigt als das Timing: du sagst, du nimmst jetzt einfach den Rote-Beete-Saft aus dem Bioladen weil Betanio PLUS zu teuer ist. Das ist eine Kosten-Entscheidung, die ich nachvollziehen kann - aber hast du da mal verglichen wieviel Nitrat in dem Bioladen-Saft tatsächlich drin ist? Die Standardisierung ist da oft das Problem. Betanio wirbt mit einer definierten Nitratmenge pro Portion, beim normalen Saft schwankt das je nach Anbau, Ernte, Verarbeitung. Ich hab das mal grob recherchiert weil mich das gewundert hat, und die Unterschiede zwischen Produkten können erheblich sein. @rote_socke_83 das bringt mich zu was das im Thread noch nicht auftauchte: weißt du überhaupt was in einer Portion Betanio PLUS tatsächlich drinsteckt, also konkrete Nitrat-mg? Weil wenn du das nicht weißt, testest du Samstag eigentlich eine Black Box. **Edit:** Kleine Klarstellung. Mit "Black Box" meine ich nicht, dass das Produkt unseriös wäre, sondern nur dass du ohne die genaue Nitrat-Dosierung schwer sagen kannst, was genau für die Leistung verantwortlich ist. Für einen aussagekräftigen Vergleich mit dem Bioladen-Saft wäre das einfach wichtig zu wissen.
Zitat von rote_socke_83 am Juni 15, 2026, 20:41 Uhr@markus_b82 die Frage nach der konkreten Nitrat-mg ist berechtigt, und ich muss ehrlich sagen: nein, ich weiß das nicht. Ich hab auf der Packung geschaut aber da steht hauptsächlich Marketing und irgendwas mit "hochkonzentriert". Konkrete Milligramm hab ich nie gesucht.
Zitat von markus_b82testest du Samstag eigentlich eine Black Box
Ja. Das stimmt. Aber ich frag mich ob das zwingend ein Problem ist wenn das Ziel Samstag erstmal Verträglichkeit ist und nicht Leistung. Ich fahr nicht raus um meine VO2max zu messen, ich fahr raus um zu checken ob mir der Magen auf 80 Kilometern Streiche spielt. Dafür reicht mir "ich hab die übliche Menge Betanio genommen wie immer" als Konstante. Was mich an der Standardisierungsdiskussion aber wirklich einhakt: @rennradhorst du sagst du nimmst einfach den Bioladen-Saft weil günstiger. Ich hab das kurz überlegt und dann wieder verworfen, nicht wegen dem Nitrat-Argument von markus_b82, sondern weil ich nicht noch eine Variable reinbringen will jetzt. Ich kenn Betanio. Ich kenn die Menge die ich nehme. Ich kenn nicht wie viel Nitrat in dem Saft vom Bioladen drin ist und ich kenn meine Reaktion darauf auch nicht. Das ist dann wirklich zwei Black Boxes statt einer. Ich frag mich gerade ob ich einfach mal beim nächsten Betanio-Kauf die Nitrat-Angabe raussuche und hier poste. Dann haben wir wenigstens einen Ankerpunkt für die Diskussion statt alle drumherumzureden.
@markus_b82 die Frage nach der konkreten Nitrat-mg ist berechtigt, und ich muss ehrlich sagen: nein, ich weiß das nicht. Ich hab auf der Packung geschaut aber da steht hauptsächlich Marketing und irgendwas mit "hochkonzentriert". Konkrete Milligramm hab ich nie gesucht.
Zitat von markus_b82testest du Samstag eigentlich eine Black Box
Ja. Das stimmt. Aber ich frag mich ob das zwingend ein Problem ist wenn das Ziel Samstag erstmal Verträglichkeit ist und nicht Leistung. Ich fahr nicht raus um meine VO2max zu messen, ich fahr raus um zu checken ob mir der Magen auf 80 Kilometern Streiche spielt. Dafür reicht mir "ich hab die übliche Menge Betanio genommen wie immer" als Konstante. Was mich an der Standardisierungsdiskussion aber wirklich einhakt: @rennradhorst du sagst du nimmst einfach den Bioladen-Saft weil günstiger. Ich hab das kurz überlegt und dann wieder verworfen, nicht wegen dem Nitrat-Argument von markus_b82, sondern weil ich nicht noch eine Variable reinbringen will jetzt. Ich kenn Betanio. Ich kenn die Menge die ich nehme. Ich kenn nicht wie viel Nitrat in dem Saft vom Bioladen drin ist und ich kenn meine Reaktion darauf auch nicht. Das ist dann wirklich zwei Black Boxes statt einer. Ich frag mich gerade ob ich einfach mal beim nächsten Betanio-Kauf die Nitrat-Angabe raussuche und hier poste. Dann haben wir wenigstens einen Ankerpunkt für die Diskussion statt alle drumherumzureden.
Zitat von rennradhorst am Juni 15, 2026, 20:55 UhrZitat von jana_wich schwöre drauf aber ich weiß nicht warum
@markus_b82 dein Einwand mit der Standardisierung ist net falsch - aber ich kauf den Bioladen-Saft net blind. Ich hab da eine Marke die tatsächlich Nitrat-mg draufschreibt, das ist net bei allen so aber bei dem Zeug das ich nehm steht das drauf. Das war der Grund warum ich gewechselt hab, net nur der Preis. Und zur Black-Box-Diskussion @rote_socke_83: ich find das ist gerade zu viel Theorie für das was du Samstag eigentlich machen willst. Du willst wissen ob dein Magen mitspielt. Dafür brauchst du keine Nitrat-Milligramm, du brauchst eine konstante Einnahme zur gleichen Zeit unter ähnlicher Belastung, ein paarmal wiederholt. Das ist alles. Der Rest kommt danach. Was mich aber gerade wirklich beschäftigt, und das kam noch net rein: ihr redet die ganze Zeit über den Magen als wäre das das einzige Risiko. Aber bei 160 Kilometern ist auch der Kopf ein Faktor. Ich kenn das von langen Granfondos - irgendwann ab Stunde vier fängt das Denken an zu schleichen, du machst Fehler beim Trinken vergisst den Riegel den du dir vorgenommen hast. Kein Supplement der Welt hilft dir wenn du da mental wegkippst. Das ist was ich erst nach meinem zweiten Granfondo kapiert hab.
Zitat von jana_wich schwöre drauf aber ich weiß nicht warum
@markus_b82 dein Einwand mit der Standardisierung ist net falsch - aber ich kauf den Bioladen-Saft net blind. Ich hab da eine Marke die tatsächlich Nitrat-mg draufschreibt, das ist net bei allen so aber bei dem Zeug das ich nehm steht das drauf. Das war der Grund warum ich gewechselt hab, net nur der Preis. Und zur Black-Box-Diskussion @rote_socke_83: ich find das ist gerade zu viel Theorie für das was du Samstag eigentlich machen willst. Du willst wissen ob dein Magen mitspielt. Dafür brauchst du keine Nitrat-Milligramm, du brauchst eine konstante Einnahme zur gleichen Zeit unter ähnlicher Belastung, ein paarmal wiederholt. Das ist alles. Der Rest kommt danach. Was mich aber gerade wirklich beschäftigt, und das kam noch net rein: ihr redet die ganze Zeit über den Magen als wäre das das einzige Risiko. Aber bei 160 Kilometern ist auch der Kopf ein Faktor. Ich kenn das von langen Granfondos - irgendwann ab Stunde vier fängt das Denken an zu schleichen, du machst Fehler beim Trinken vergisst den Riegel den du dir vorgenommen hast. Kein Supplement der Welt hilft dir wenn du da mental wegkippst. Das ist was ich erst nach meinem zweiten Granfondo kapiert hab.
Zitat von markus_b82 am Juni 15, 2026, 21:11 UhrZitat von rennradhorstirgendwann ab Stunde vier fängt das Denken an zu schleichen
Das stimmt, und ich find es gut dass du das reinbringst - aber ich würde das nicht unter "Supplement-Thema" ablegen. Kognitive Erschöpfung bei langen Belastungen ist primär ein Glukose- und Hydrations-Problem, kein Nitrat-Problem. Wer da auf Rote Beete hofft, sitzt meiner Einschätzung nach an der falschen Stellschraube. Was mich an deinem Beitrag @rennradhorst aber wirklich aufhält: du sagst deine Bioladen-Marke schreibt Nitrat-mg drauf. Hast du da eine Quelle für, also konkret welche Marke das ist? Nicht als Werbung, sondern weil das tatsächlich relevant ist für die Standardisierungsfrage. Wenn die das ausweisen und das nachprüfbar ist, dann ist das ein anderes Gespräch als "irgendeinen Saft aus dem Regal". @rote_socke_83 zur Black-Box-Sache: ich versteh deine Logik, Verträglichkeitstest braucht keine genaue Dosisangabe. Das ist pragmatisch und ich kann damit leben. Was ich trotzdem nachfragen würde: nimmst du Samstag eine Portion oder zwei? Weil "übliche Menge" ist ja auch relativ wenn du bisher keine feste Routine hattest. Das ist kein Vorwurf, das ist wirklich die einzige Variable die du noch definieren solltest bevor du losfährst.
Zitat von rennradhorstirgendwann ab Stunde vier fängt das Denken an zu schleichen
Das stimmt, und ich find es gut dass du das reinbringst - aber ich würde das nicht unter "Supplement-Thema" ablegen. Kognitive Erschöpfung bei langen Belastungen ist primär ein Glukose- und Hydrations-Problem, kein Nitrat-Problem. Wer da auf Rote Beete hofft, sitzt meiner Einschätzung nach an der falschen Stellschraube. Was mich an deinem Beitrag @rennradhorst aber wirklich aufhält: du sagst deine Bioladen-Marke schreibt Nitrat-mg drauf. Hast du da eine Quelle für, also konkret welche Marke das ist? Nicht als Werbung, sondern weil das tatsächlich relevant ist für die Standardisierungsfrage. Wenn die das ausweisen und das nachprüfbar ist, dann ist das ein anderes Gespräch als "irgendeinen Saft aus dem Regal". @rote_socke_83 zur Black-Box-Sache: ich versteh deine Logik, Verträglichkeitstest braucht keine genaue Dosisangabe. Das ist pragmatisch und ich kann damit leben. Was ich trotzdem nachfragen würde: nimmst du Samstag eine Portion oder zwei? Weil "übliche Menge" ist ja auch relativ wenn du bisher keine feste Routine hattest. Das ist kein Vorwurf, das ist wirklich die einzige Variable die du noch definieren solltest bevor du losfährst.
Zitat von rennradhorst am Juni 15, 2026, 21:22 Uhr@markus_b82 die Marke nenn ich dir gern: das ist Biotta, die schreiben Nitrat drauf, zumindest auf der Flasche die ich hier stehen hab. Ob das dann wirklich stimmt was draufsteht kann ich net prüfen, aber immerhin steht was drauf.
Zitat von markus_b82Kognitive Erschöpfung bei langen Belastungen ist primär ein Glukose- und Hydrations-Problem
ja stimmt, das ist net das Nitrat das dich da rausholt. Aber ich mein das anders. Das mentale Wegkippen kommt bei mir net weil der Blutzucker weg ist, sondern weil ich aufgehört hab zu planen. Du fährst vier Stunden, irgendwann läuft das auf Autopilot und dann merkst du auf Kilometer 110 dass du seit einer Stunde nichts mehr getrunken hast obwohl du dir das eigentlich vorgenommen hast. Das ist kein Ernährungsproblem, das ist ein Aufmerksamkeitsproblem. Und da hilft auch kein Gel. @rote_socke_83 zur Frage eine oder zwei Portionen Samstag - nimm eine. Ich hab das mal mit zwei probiert weil ich dachte mehr hilft mehr und hab dann gemerkt dass ich das gar net einschätzen kann weil ich nicht wusste wie ich mich mit einer gefühlt hätte. Du schaffst dir da nur wieder ein Knäuel. Eine Portion, gleiche Zeit, gleiche Strecke, zweimal. Dann weißt du mehr als jetzt. Ich muss jetzt ehrlich gesagt gleich noch einen Kostenvoranschlag fertigschreiben, aber das hier hat mich heute Abend länger beschäftigt als ich dachte.
@markus_b82 die Marke nenn ich dir gern: das ist Biotta, die schreiben Nitrat drauf, zumindest auf der Flasche die ich hier stehen hab. Ob das dann wirklich stimmt was draufsteht kann ich net prüfen, aber immerhin steht was drauf.
Zitat von markus_b82Kognitive Erschöpfung bei langen Belastungen ist primär ein Glukose- und Hydrations-Problem
ja stimmt, das ist net das Nitrat das dich da rausholt. Aber ich mein das anders. Das mentale Wegkippen kommt bei mir net weil der Blutzucker weg ist, sondern weil ich aufgehört hab zu planen. Du fährst vier Stunden, irgendwann läuft das auf Autopilot und dann merkst du auf Kilometer 110 dass du seit einer Stunde nichts mehr getrunken hast obwohl du dir das eigentlich vorgenommen hast. Das ist kein Ernährungsproblem, das ist ein Aufmerksamkeitsproblem. Und da hilft auch kein Gel. @rote_socke_83 zur Frage eine oder zwei Portionen Samstag - nimm eine. Ich hab das mal mit zwei probiert weil ich dachte mehr hilft mehr und hab dann gemerkt dass ich das gar net einschätzen kann weil ich nicht wusste wie ich mich mit einer gefühlt hätte. Du schaffst dir da nur wieder ein Knäuel. Eine Portion, gleiche Zeit, gleiche Strecke, zweimal. Dann weißt du mehr als jetzt. Ich muss jetzt ehrlich gesagt gleich noch einen Kostenvoranschlag fertigschreiben, aber das hier hat mich heute Abend länger beschäftigt als ich dachte.