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Frische Rote Beete vs. Saft vs. Konzentrat - macht das wirklich nen Unterschied?

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Ich frag mich das schon eine Weile. Angefangen hab ich mit dem gekochten Zeug aus dem Vakuumbeutel, weil das meine Frau eh manchmal kauft. Dann hab ich gelesen dass der Nitratgehalt beim Kochen abnimmt - ob das stimmt weiß ich nicht genau, irgendwo hatte das jemand in nem Ernährungsforum geschrieben, war kein Arzt oder sowas. Dann bin ich auf den Saft umgestiegen, den aus dem Kühlregal vom Rewe. Nicht der teure Bioläden-Kram, ganz normal. Drei, vier Wochen hab ich das gemacht, morgens ein kleines Glas. Ob der Blutdruck besser war? Vielleicht. Oder ich hab einfach in dem Zeitraum weniger Stress gehabt weil Schicht grad ruhiger war. Man weiß es halt nicht. Jetzt seh ich überall diese Konzentrat-Fläschchen, die auf irgendwelchen Lauf-Seiten beworben werden. Da ist dann von "optimierter Bioverfügbarkeit" die Rede und ich denk mir - echt jetzt. Sobald so ein Produkt auf zehn Sportlerseiten auftaucht frag ich mich wer da eigentlich die Zielgruppe ist. Ich bin 60 und Vorarbeiter ich brauch kein Pre-Workout. Aber die eigentliche Frage die ich hab: wenn Nitrat der Wirkstoff sein soll der den Blutdruck beeinflusst - hat dann frische Rote Beete die roh gerieben wird mehr davon als das was gekocht oder gepresst im Laden liegt? Ich find da keine klare Aussage. Die Apothekerin um die Ecke hat gesagt "essen Sie ruhig Rote Beete, schadet nicht" aber mehr kam da auch nicht. Hat hier jemand das wirklich verglichen? Nicht mit Sportwerten sondern einfach mit nem Blutdruckmessgerät zuhause über mehrere Wochen?

@rainer_w64 Sie sprechen da einen Punkt an, der mich selbst beschäftigt hat, als ich anfing mich damit auseinanderzusetzen. Ob gekocht oder roh das ist tatsächlich nicht so einfach zu beantworten wie man denkt. Was ich in meinem Garten festgestellt habe ist, dass die frische Beete direkt nach der Ernte natürlich am meisten von allem hat - auch vom Nitrat. Aber wenn Sie die dann lagern auch im Kühlschrank, geht da einiges verloren, und zwar schneller als man denkt. Nach zwei, drei Wochen ist sie nicht mehr das, was sie war. Das Vakuumbeutel-Zeug von Ihrer Frau ist insofern nicht das Schlechteste, weil es zumindest konserviert ist und nicht weiter abbaut. Aber hier ist was mich stört: Wenn ich das richtig verstanden habe, suchen Sie nach einer isolierten Antwort, ob Konzentrat mehr "bringt" als frisch. Und da muss ich ehrlich sagen, das halte ich für die falsche Frage. Mein Hausarzt hat mir geraten, mehr Rote Beete zu essen, nicht um einen bestimmten Nitratwert zu optimieren, sondern weil es insgesamt ein gutes, nährstoffreiches Gemüse ist. Das Konzentrat aus der Flasche mit irgendwelchen Sportler-Versprechungen, das ist etwas anderes. Da zahlen Sie für die Verpackung und die Geschichte drum herum. Was mich neugierig macht: Haben Sie denn überhaupt regelmäßig gemessen oder war das eher ein Versuch auf Zeit? Weil drei, vier Wochen und nebenbei weniger Stress - da können Sie einfach nichts Zuverlässiges draus machen, oder. Edit: Kleine Präzisierung bei der Frage am Ende - gemeint ist natürlich die Frage, ob man aus so einem kurzen Zeitraum aussagekräftige Ergebnisse ziehen kann.

Zitat von elvira_k

Das Konzentrat aus der Flasche mit irgendwelchen Sportler-Versprechungen, das ist etwas anderes.

Da bin ich bei dir. Aber ich muss auch sagen - @rainer_w64 du fragst ob frische Rote Beete mehr Nitrat hat als der Saft vom Rewe. Ehrlich, das ist ne gute Frage aber vielleicht auch gar nicht die wichtigste. Weil selbst wenn die frische mehr hätte - du müsstest ja auch wissen wieviel du essen musst damit es was bringt. Und da wird's dann schnell kompliziert. Was mich eher interessiert: Du hast den Saft probiert, drei vier Wochen. Und dann? Hast du weitergmacht oder gestoppt? Und wenn du gestoppt hast - wegen Kosten oder weil du keinen Unterschied gespürt hast? Das ist nämlich der Punkt wo ich immer wieder lande. Bei mir hat's damals mit dem Rote-Beete-Saft auch erst nix gebracht, aber ich hab auch nach zwei Wochen aufgehört weil mir das zu teuer für den Effekt war. Hätte ich länger durchziehen sollen? Keine Ahnung. Mein Hausarzt hat mir dann einfach gesagt ich soll öfter spazieren gehen und weniger salzen. Das war am Ende deutlich günstiger haha. Deine Frau kauft das Vakuumbeutel-Zeug sowieso - warum testest du nicht einfach da weiter statt zum teureren Saft zu wechseln. Wenn du eh messen willst über Wochen, dann nimmst du das was gerade da ist.

@fk_1988 Das mit dem Spaziergang und weniger Salzen - da hat Ihr Hausarzt vollkommen recht, und das ist auch das, was mein Arzt mir gesagt hat. Nur eben zusätzlich mit der Roten Beete, weil ich die eh im Garten habe und regelmäßig verarbeite. Aber mich stört an dieser ganzen Diskussion gerade etwas anderes. Wir reden immer von Blutdruckwerten und messen und optimieren, aber eigentlich ist die Frage doch viel simpler: Isst man regelmäßig gutes Gemüse oder nicht. Punkt. Ob das jetzt frisch aus meinem Garten ist, vakuumiert oder als Saft - das ist sekundär. Das Problem ist doch dass viele Menschen gar keine Rote Beete essen, weder roh noch gekocht, und dann irgendein Konzentrat für 15 Euro kaufen und denken damit ist die Sache erledigt. @rainer_w64 Meine ehrliche Antwort auf Ihre ursprüngliche Frage: Nein, es macht keinen großen Unterschied ob frisch oder Saft, wenn Sie regelmäßig das eine oder andere konsumieren. Der Unterschied den Sie sehen werden - falls überhaupt - der kommt vom regelmäßigen Essen, nicht von der Form. Und den Unterschied zwischen regelmäßig und unregelmäßig, das ist viel größer als zwischen frisch und gepresst. Das mit den drei, vier Wochen und dann wieder stoppen - da landen Sie ja am selben Punkt wie vorher. Das ist kein Test, das ist ein Versuch. Ein Test wäre, das über drei Monate durchzuziehen.

Zitat von elvira_k

Der Unterschied den Sie sehen werden - falls überhaupt - der kommt vom regelmäßigen Essen, nicht von der Form.

Jo, aber da muss ich dich auch ein bisschen schieben. Drei Monate regelmäßig irgendwas essen und dann hoffen dass der Blutdruck sinkt - das funktioniert nur wenn man vorher auch wirklich schlecht gelebt hat. @rainer_w64 du sagst selbst weniger Stress in der Schicht, du machst Halbmarathons, dein Blutdruck ist wahrscheinlich eh schon nicht im roten Bereich. Da wird eine Rote Beete pro Tag nicht mehr viel ändern egal wie lange du das machst. Meine eigentliche Frage ist eher - warum wird aus einem Ernährungsthema immer so eine Messerei. Ich esse halt regelmäßig das was gerade da ist, ob frisch oder Saft oder aus dem Vakuumbeutel. Und ja, der Blutdruck ist seit Jahren stabil. Aber das liegt nicht daran dass ich irgendwas "optimiert" habe sondern weil ich morgens rausgehe, nicht zu viel Kaffee trinke und meinen Schlaf in Ordnung habe. Das Gemüse ist einfach noch da oben drauf. Was mich aber interessiert - @rainer_w64 hast du denn überhaupt erhöhte Werte oder ist das eher so eine Vorsichtsmaßnahme. Weil das würde deine ganze Herangehensweise verändern. Wenn du borderline bist und der Arzt sagt "pass auf dich auf" ist das was anderes als wenn du normale Werte hast und einfach noch besser werden willst.

@fk_1988 Sie sprechen da was an, das mich wirklich ärgert in solchen Diskussionen. Sie fragen ob @rainer_w64 denn überhaupt erhöhte Werte hat, und genau da liegt der Hund begraben. Weil wenn jemand normal blutdruckmäßig unterwegs ist und anfängt wegen vielleicht einer Laufseite mit Rote-Beete-Konzentrat zu experimentieren, dann ist das einfach ein anderes Thema als wenn der Arzt sagt "Achtung, das muss besser werden".

Zitat von fk_1988

warum wird aus einem Ernährungsthema immer so eine Messerei

Das ist eine sehr berechtigte Frage, und ich glaube das Problem ist, dass manche Menschen das Messen selbst zum Hobby machen. Dann wird jede kleine Schwankung dokumentiert und analysiert, obwohl die völlig normal ist. Mein Blutdruck schwankt im Laufe des Tages um fünf, zehn Punkte je nachdem ob ich gerade nervös bin oder entspannt sitze. Das ist keine Krankheit, das ist Körper. Was ich aber auch sagen muss - mein Hausarzt hat mir nicht nur gesagt "iss mehr Rote Beete", sondern vorher auch gemessen, regelmäßig. Und dann hat er mir geraten, das Ganze mit dem Garten zusammen zu nehmen - weniger Stress draußen, regelmäßig bewegen, und nebenbei halt das was ich ohnehin koche. Das ist was anderes als wenn jemand anfängt blind irgendwelche Produkte zu testen. @rainer_w64 - können Sie mir vielleicht kurz sagen ob Sie selber vom Arzt was zu Ihrem Blutdruck gehört haben, oder geht das eher aus dieser Neugier heraus?

Zitat von elvira_k

manche Menschen das Messen selbst zum Hobby machen

haha ja das kenn ich. Mein Kumpel mit dem ich laufe der hat sich so ne Smartwatch geholt und seitdem trackt der seinen Puls beim Joggen wie ein Wahnsinniger. Misst vorher nachher, mittags. Irgendwann hat er mir gezeigt dass sein Ruhepuls um zwei Schläge gesunken ist über vier Wochen und war total begeistert. Ich dachte mir nur - alter das ist Meßfehler, nicht Trainingseffekt. Aber @rainer_w64 - was mich jetzt neugierig macht ist ne andere Ecke. Du hast mit dem Saft vom Rewe angefangen, dann hast du das gelesen mit dem Nitrat beim Kochen. Wer hat dir denn das eingeredet dass das der entscheidende Punkt ist. War das auch wieder son Lauf-Podcast oder irgendne Fitness-Seite. Weil das ist nämlich genau das Problem - du fragst dich ob frische Beete besser ist als Saft, aber eigentlich wurde dir das als Problem erst mal eingeredet. Deine Frau kauft seit Jahren das vakuumierte Zeug, du hast das gegessen ohne nachzudenken, und dann plötzlich fängst du an zu optimieren. Warum. Wenn dein Arzt dir nix zum Blutdruck gesagt hat dann ist das wahrscheinlich auch der Grund. Vielleicht solltest du einfach weitermachen wie bisher statt jetzt in diesem Loch zu graben.

Zitat von fk_1988

du fragst dich ob frische Beete besser ist als Saft, aber eigentlich wurde dir das als Problem erst mal eingeredet

Moin, da muss ich @fk_1988 echt mal Recht geben. Das ist genau das Problem das ich selbst auch hatte mit dem Rote-Beete-Konzentrat damals. Man liest irgendwo dass Nitrat angeblich die Ausdauer verbessert, und plötzlich fragst du dich ob du das falsch machst wenn du einfach nur normales Gemüse isst. Ich hab das Zeug eine Weile probiert, war nicht überzeugt vom Effekt. Und dann bin ich drauf gekommen dass ich mir das alles selbst eingeredet hab. Vorher bin ich die gleiche Strecke gelaufen hinterher auch. Das einzige was sich geändert hat war dass mein Portmonee leerer war. @rainer_w64 du sagst selbst dass deine Frau das Vakuumzeug eh kauft. Warum machst du da nicht einfach weiter. Dein Blutdruck ist wahrscheinlich auch in Ordnung wenn der Arzt nix gesagt hat. Und wenn nicht, dann sag ihm Bescheid statt hier zu messen. Was mich aber wirklich interessiert - hast du den Saft vom Rewe überhaupt durchgehalten oder hast du nach den drei vier Wochen wieder gestoppt weil's teuer war. Das ist nämlich die eigentliche Antwort auf deine Frage.

Zitat von gg1987

hast du den Saft vom Rewe überhaupt durchgehalten oder hast du nach den drei vier Wochen wieder gestoppt weil's teuer war

Genau das. Das ist die Frage die zählt. Weil wenn @rainer_w64 ehrlich antwortet "ja mir war zu teuer" dann haben wir die ganze Messdiskussion gar nicht nötig. Dann ist nämlich klar - es geht gar nicht um Nitrat oder Bioeffektivität sondern einfach darum dass der Preis-Nutzen-Verhältnis nicht stimmt. Und damit hat er vollkommen recht. Was mich aber auch interessiert ist was passiert ist danach. Hat er wieder zum Vakuumbeutel gegriffen oder hat er ganz aufgehört damit. Weil das würde ja zeigen ob die ganze Sache für ihn überhaupt relevant war oder ob das nur so ne Phase war wo man mal was "optimieren" wollte nachdem man irgendwo was gelesen hat. Bei mir war es so - hab den Saft gekauft, zwei Wochen getrunken, Blutdruck gemessen, nix spektakuläres passiert, Preis war mir zu hoch. Habs gelassen. Und weißt du was, mein Blutdruck ist danach nicht gestiegen. War auch vorher schon in Ordnung. Das hätte ich mir sparen können. Aber wenigstens hab ich das schnell gemerkt statt sechs Monate lang rumzuexperimentieren. @rainer_w64 - wäre ehrlich interessant zu wissen ob du einfach wieder normal weitermachst oder ob dich das jetzt tatsächlich beschäftigt

Zitat von fk_1988

hast du den Saft vom Rewe überhaupt durchgehalten oder hast du nach den drei vier Wochen wieder gestoppt weil's teuer war

Naja, das ist halt die Krux. Ich hab damals auch gedacht "okay vielleicht brauchts länger bis der Effekt kommt" und bin dann zur Apotheke und hab mich beraten lassen. Der Typ dort hat mir dann so ein Konzentrat-Zeug für 25 Euro mitgegeben. Ich dachte mir - wenn's der Fachmann empfiehlt dann probier ich das eben. Drei Flaschen. Nach einer Woche war ich raus. Nicht weil ich keinen Effekt gespürt hab - ich hab ja auch nicht vorher und nachher gemessen wie @rainer_w64 - sondern weil mir beim Trinken klar wurde dass ich mir das einrede. Der Saft schmeckt eklig süßlich und kostet was. Und für was. Das Vakuumbeutel-Zeug das die Frau kauft schmeckt auch nicht großartig aber man zahlt dafür nicht extra und isst es halt mit dem Mittagessen. Das ist der Unterschied glaub ich. Wenn es in deine normale Routine passt machst du's, wenn nicht dann nicht. Aber deswegen anfangen zu messen und zu optimieren - bringt nix. @rainer_w64 hat doch wahrscheinlich längst wieder zur Routine von vorher gegriffen oder liegt das Thema für dich einfach ad acta.

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