Frische Rote Beete vs. Saft vs. Konzentrat - macht das wirklich einen Unterschied?
Zitat von rainer_w64 am Juli 25, 2026, 19:11 Uhrmoin zusammen, ich frag mich das schon eine Weile. Ich hab angefangen vor ein paar Monaten ab und zu Rote Beete zu essen, einfach die aus dem Glas vom Aldi. Gekocht, eingelegt, ihr wisst schon. Hat meiner Frau früher ihre Mutter immer selbst gemacht. Jetzt liest man überall - na gut, ich hab gegoogelt - dass das mit dem Nitrat beim frischen oder beim Saft viel besser sein soll als bei dem eingelegten Zeug. Wegen dem Säuregehalt oder irgendwas in der Art. Ob das stimmt weiß ich nicht, ich bin da kein Chemiker. Und dann gibt's noch diese Konzentrate, so kleine Fläschchen, die auf jeder zweiten Sportler-Seite beworben werden. Da werd ich sofort misstrauisch. Wenn das Zeug auf zehn Fitness-Blogs gleichzeitig auftaucht mit irgendwelchen Athleten drauf, dann riecht das für mich nach Marketing und nicht nach echtem Nutzen. Mag sein dass ich da falsch liege aber das ist mein Bauchgefühl nach 60 Jahren. Also meine Frage konkret: Hat hier jemand wirklich verglichen? Also nicht gelesen sondern selbst ausprobiert, frisch gegen Saft gegen das Konzentrat? Und dabei auch den Blutdruck gemessen, nicht nur einmal sondern über mehrere Wochen? Ich frag deswegen weil ich nicht weiß ob sich der Aufwand lohnt. Frisch kochen dauert, Saft ist okay vom Geschmack her, aber das Konzentrat kostet ja auch was. Ich will kein neues Hobby draus machen ich will nur wissen ob ich beim Aldi-Glas bleiben kann oder ob das tatsächlich nichts taugt für den eigentlichen Zweck. Der Tipp mit dem Arzt fragen bringt da eh nix der guckt einen nur komisch an wenn man mit sowas ankommt. Edit: Nur zur Klarstellung - ich bin nicht gegen Rote Beete grundsätzlich, die schmecken mir ja. Mich interessiert nur ob die Form wirklich so einen großen Unterschied macht beim Blutdruck, oder ob das mehr Placebo ist.
moin zusammen, ich frag mich das schon eine Weile. Ich hab angefangen vor ein paar Monaten ab und zu Rote Beete zu essen, einfach die aus dem Glas vom Aldi. Gekocht, eingelegt, ihr wisst schon. Hat meiner Frau früher ihre Mutter immer selbst gemacht. Jetzt liest man überall - na gut, ich hab gegoogelt - dass das mit dem Nitrat beim frischen oder beim Saft viel besser sein soll als bei dem eingelegten Zeug. Wegen dem Säuregehalt oder irgendwas in der Art. Ob das stimmt weiß ich nicht, ich bin da kein Chemiker. Und dann gibt's noch diese Konzentrate, so kleine Fläschchen, die auf jeder zweiten Sportler-Seite beworben werden. Da werd ich sofort misstrauisch. Wenn das Zeug auf zehn Fitness-Blogs gleichzeitig auftaucht mit irgendwelchen Athleten drauf, dann riecht das für mich nach Marketing und nicht nach echtem Nutzen. Mag sein dass ich da falsch liege aber das ist mein Bauchgefühl nach 60 Jahren. Also meine Frage konkret: Hat hier jemand wirklich verglichen? Also nicht gelesen sondern selbst ausprobiert, frisch gegen Saft gegen das Konzentrat? Und dabei auch den Blutdruck gemessen, nicht nur einmal sondern über mehrere Wochen? Ich frag deswegen weil ich nicht weiß ob sich der Aufwand lohnt. Frisch kochen dauert, Saft ist okay vom Geschmack her, aber das Konzentrat kostet ja auch was. Ich will kein neues Hobby draus machen ich will nur wissen ob ich beim Aldi-Glas bleiben kann oder ob das tatsächlich nichts taugt für den eigentlichen Zweck. Der Tipp mit dem Arzt fragen bringt da eh nix der guckt einen nur komisch an wenn man mit sowas ankommt. Edit: Nur zur Klarstellung - ich bin nicht gegen Rote Beete grundsätzlich, die schmecken mir ja. Mich interessiert nur ob die Form wirklich so einen großen Unterschied macht beim Blutdruck, oder ob das mehr Placebo ist.
Zitat von rainerw am Juli 26, 2026, 07:30 UhrZitat von rainer_w64das Konzentrat kostet ja auch was
ja genau das ist der Punkt der mich auch stört. Die kleinen Fläschchen die man online kaufen soll, da fängt es bei mir schon an zu krampfen. Ich kenn das von der Arbeit - wenn jemand ein einfaches Problem hat und die Lösung teuer verpackt kommt, dann stimmt irgendwas nicht. Zum Nitrat-Thema hab ich mal was gelesen irgendwo auf so einer Ernährungsseite, war glaub ich ne Verbraucherschutz-Geschichte. Da stand dass das Einlegen tatsächlich einen Teil des Nitrats abbaut wegen der Säure. Ob das dann so viel ausmacht weiß ich nicht, bin ich wie gesagt kein Chemieker. Aber komplett wertlos ist das Eingemachte deswegen auch nicht automatisch. Was mich wirklich interessiert: hat jemand hier mal über Wochen gemessen, also wirklich morgens vor dem Aufstehen, immer gleiche Uhrzeit, nicht nach dem Kaffee - und dabei nix anderes geändert? Das ist das Problem bei sowas. Ich hab selbst mal drei Wochen lang öfter Rote Beete gegessen und mein Blutdruck war etwas besser, aber ich hab in der Zeit auch weniger Schichten gemacht und weniger Stress. Was hat da was bewirkt? Keine Ahnung. Das Aldi-Glas bleibt bei mir erstmal drin. Solange keiner mir das Gegenteil mit echten Zahlen belegt und nicht mit Athleten-Fotos.
Zitat von rainer_w64das Konzentrat kostet ja auch was
ja genau das ist der Punkt der mich auch stört. Die kleinen Fläschchen die man online kaufen soll, da fängt es bei mir schon an zu krampfen. Ich kenn das von der Arbeit - wenn jemand ein einfaches Problem hat und die Lösung teuer verpackt kommt, dann stimmt irgendwas nicht. Zum Nitrat-Thema hab ich mal was gelesen irgendwo auf so einer Ernährungsseite, war glaub ich ne Verbraucherschutz-Geschichte. Da stand dass das Einlegen tatsächlich einen Teil des Nitrats abbaut wegen der Säure. Ob das dann so viel ausmacht weiß ich nicht, bin ich wie gesagt kein Chemieker. Aber komplett wertlos ist das Eingemachte deswegen auch nicht automatisch. Was mich wirklich interessiert: hat jemand hier mal über Wochen gemessen, also wirklich morgens vor dem Aufstehen, immer gleiche Uhrzeit, nicht nach dem Kaffee - und dabei nix anderes geändert? Das ist das Problem bei sowas. Ich hab selbst mal drei Wochen lang öfter Rote Beete gegessen und mein Blutdruck war etwas besser, aber ich hab in der Zeit auch weniger Schichten gemacht und weniger Stress. Was hat da was bewirkt? Keine Ahnung. Das Aldi-Glas bleibt bei mir erstmal drin. Solange keiner mir das Gegenteil mit echten Zahlen belegt und nicht mit Athleten-Fotos.
Zitat von elvira_k am Juli 26, 2026, 07:52 Uhr@rainerw das mit den echten Zahlen über Wochen ist genau das Problem, das ich auch habe. Man sitzt da mit seinem Blutdruckmessgerät und fragt sich, ob man das richtig macht, zu welche Uhrzeit, ob man vorher Kaffee getrunken hat, ob man nervös ist weil man gerade misst. Bei mir im Garten weiß ich wenigstens, wann die Rote Beete reif ist - beim Blutdruck ist das viel weniger klar. Das Interessante finde ich aber dass @rainer_w64 eine gute Frage gestellt hat und @rainerw jetzt sagt, die Form macht vielleicht gar nicht so den großen Unterschied. Mir geht es ähnlich, wenn ich ehrlich bin. Ich habe in meinem Garten Rote Beete, ich koche sie ein, ich esse sie regelmäßig. Aber ob das speziell wegen dieser Beete ist, dass mein Blutdruck stabiler geworden ist seit meinem Hausarzt mir das geraten hat, oder weil ich überhaupt wieder bewusster esse - keine Ahnung wirklich. Das Aldi-Glas scheint mir da gar nicht so schlecht weg zu kommen, wenn man es regelmäßig isst und nicht erwartet, dass es eine Wunderpille ist. Viel interessanter wäre für mich die Frage, ob jemand hier seinen Hausarzt mal konkret gefragt hat, ob die Form wirklich so wichtig ist oder ob es einfach um die regelmäßigkeit geht. Mein Hausarzt hat sich da eher kurz gefasst bei mir, aber vielleicht traue ich mich beim nächsten Termin mal nachzuhaken.
@rainerw das mit den echten Zahlen über Wochen ist genau das Problem, das ich auch habe. Man sitzt da mit seinem Blutdruckmessgerät und fragt sich, ob man das richtig macht, zu welche Uhrzeit, ob man vorher Kaffee getrunken hat, ob man nervös ist weil man gerade misst. Bei mir im Garten weiß ich wenigstens, wann die Rote Beete reif ist - beim Blutdruck ist das viel weniger klar. Das Interessante finde ich aber dass @rainer_w64 eine gute Frage gestellt hat und @rainerw jetzt sagt, die Form macht vielleicht gar nicht so den großen Unterschied. Mir geht es ähnlich, wenn ich ehrlich bin. Ich habe in meinem Garten Rote Beete, ich koche sie ein, ich esse sie regelmäßig. Aber ob das speziell wegen dieser Beete ist, dass mein Blutdruck stabiler geworden ist seit meinem Hausarzt mir das geraten hat, oder weil ich überhaupt wieder bewusster esse - keine Ahnung wirklich. Das Aldi-Glas scheint mir da gar nicht so schlecht weg zu kommen, wenn man es regelmäßig isst und nicht erwartet, dass es eine Wunderpille ist. Viel interessanter wäre für mich die Frage, ob jemand hier seinen Hausarzt mal konkret gefragt hat, ob die Form wirklich so wichtig ist oder ob es einfach um die regelmäßigkeit geht. Mein Hausarzt hat sich da eher kurz gefasst bei mir, aber vielleicht traue ich mich beim nächsten Termin mal nachzuhaken.
Zitat von rainerw am Juli 26, 2026, 10:22 Uhr@elvira_k den Punkt mit der Regelmäßigkeit finde ich eigentlich den einzig vernünftigen. Nicht ob frisch oder Glas sondern ob man es überhaupt konsequent macht. Das klingt banal aber ich glaub da steckt mehr drin als in dem ganzen Nitrat-Diskurs. Was deinen Hausarzt angeht - ich kenn das. Die haben zehn Minuten für dich, da kannst du nicht mit nem Zettel voller Fragen ankommen. Mein Arzt hat mir jedenfalls nix zur Form gesagt, nur "essen Sie mehr Gemüse" und fertig. Ob er das weiß oder ob er das Thema einfach nicht für relevant hält, ka. Was mich aber wirklich beschäftigt ist die Messtechnik. Du hast das angesprochen mit dem richtigen Messen - ich sag mal, da machen die meisten Fehler ohne es zu wissen. Ich hab mir das mal angeschaut bei meinem Gerät, das Omron-Teil das ich seit Jahren hab. Im Handbuch steht fünf Minuten ruhig sitzen vorher kein Kaffee, kein Reden während der Messung. Ich kenn genug Leute die das morgens im Stehen machen halb im Mantel. Da kommt dann natürlich Mist raus und danach heißt es das Gemüse taugt nix. Also bevor wir hier weiter über Konzentrat gegen Glas streiten - wenn die Messung hinten und vorne nicht stimmt ist das ganze sowieso für die Tonne.
@elvira_k den Punkt mit der Regelmäßigkeit finde ich eigentlich den einzig vernünftigen. Nicht ob frisch oder Glas sondern ob man es überhaupt konsequent macht. Das klingt banal aber ich glaub da steckt mehr drin als in dem ganzen Nitrat-Diskurs. Was deinen Hausarzt angeht - ich kenn das. Die haben zehn Minuten für dich, da kannst du nicht mit nem Zettel voller Fragen ankommen. Mein Arzt hat mir jedenfalls nix zur Form gesagt, nur "essen Sie mehr Gemüse" und fertig. Ob er das weiß oder ob er das Thema einfach nicht für relevant hält, ka. Was mich aber wirklich beschäftigt ist die Messtechnik. Du hast das angesprochen mit dem richtigen Messen - ich sag mal, da machen die meisten Fehler ohne es zu wissen. Ich hab mir das mal angeschaut bei meinem Gerät, das Omron-Teil das ich seit Jahren hab. Im Handbuch steht fünf Minuten ruhig sitzen vorher kein Kaffee, kein Reden während der Messung. Ich kenn genug Leute die das morgens im Stehen machen halb im Mantel. Da kommt dann natürlich Mist raus und danach heißt es das Gemüse taugt nix. Also bevor wir hier weiter über Konzentrat gegen Glas streiten - wenn die Messung hinten und vorne nicht stimmt ist das ganze sowieso für die Tonne.
Zitat von rote_socke_83 am Juli 26, 2026, 14:34 Uhr@rainerw der Punkt mit dem Omron und dem Handbuch ist gut, kann ich so unterschreiben. Aber ich würg da noch was nach: selbst wenn du alles richtig machst - ruhig sitzen, kein Kaffee, Arm auf Tischhöhe - kommt da trotzdem Streuung rein die du nicht kontrollierst. Ich hab das mal mit meiner Frau verglichen, gleiches Gerät, gleiche Uhrzeit, gleiche Bedingungen. Ihre Werte lagen fast zehn Punkte auseinander an zwei aufeinanderfolgenden Tagen ohne dass irgendwas anders war. Das Gerät war nicht kaputt, sie war nicht krank. Das ist einfach biologische Varianz. Was ich damit sagen will: selbst wenn jemand jetzt drei Wochen konsequent Rote Beete isst und sauber misst, kannst du mit einem Heimgerät ohne mehrere Messungen pro Tag kaum sagen ob da wirklich was passiert ist oder ob du gerade den normalen Schwankungsbereich beobachtest. Das ist kein Argument gegen den Selbstversuch, aber man muss das einpreisen.
Zitat von elvira_kob es einfach um die regelmäßigkeit geht
Ich glaub das ist tatsächlich das was am Ende zählt, aber aus nem anderen Grund als man denkt. Wer anfängt konsequent irgendwas zu essen, der guckt in der Regel auch auf den rest. Das ist keine Magie das ist einfach Aufmerksamkeit die sich verschiebt. Ob das dann die Beete war oder das begleitende Verhalten - das kriegst du zu Hause nicht auseinandergedröselt. Punkt. Was mich bei dem Nitrat-Säure-Thema noch interessiert: hat jemand mal verglichen wie warm das Aldi-Glas eigentlich ist? Also Lagertemperatur, Herstellungsprozess. Weil ich hab das Gefühl dass da noch mehr Variablen drin stecken als nur frisch gegen eingelegt.
@rainerw der Punkt mit dem Omron und dem Handbuch ist gut, kann ich so unterschreiben. Aber ich würg da noch was nach: selbst wenn du alles richtig machst - ruhig sitzen, kein Kaffee, Arm auf Tischhöhe - kommt da trotzdem Streuung rein die du nicht kontrollierst. Ich hab das mal mit meiner Frau verglichen, gleiches Gerät, gleiche Uhrzeit, gleiche Bedingungen. Ihre Werte lagen fast zehn Punkte auseinander an zwei aufeinanderfolgenden Tagen ohne dass irgendwas anders war. Das Gerät war nicht kaputt, sie war nicht krank. Das ist einfach biologische Varianz. Was ich damit sagen will: selbst wenn jemand jetzt drei Wochen konsequent Rote Beete isst und sauber misst, kannst du mit einem Heimgerät ohne mehrere Messungen pro Tag kaum sagen ob da wirklich was passiert ist oder ob du gerade den normalen Schwankungsbereich beobachtest. Das ist kein Argument gegen den Selbstversuch, aber man muss das einpreisen.
Zitat von elvira_kob es einfach um die regelmäßigkeit geht
Ich glaub das ist tatsächlich das was am Ende zählt, aber aus nem anderen Grund als man denkt. Wer anfängt konsequent irgendwas zu essen, der guckt in der Regel auch auf den rest. Das ist keine Magie das ist einfach Aufmerksamkeit die sich verschiebt. Ob das dann die Beete war oder das begleitende Verhalten - das kriegst du zu Hause nicht auseinandergedröselt. Punkt. Was mich bei dem Nitrat-Säure-Thema noch interessiert: hat jemand mal verglichen wie warm das Aldi-Glas eigentlich ist? Also Lagertemperatur, Herstellungsprozess. Weil ich hab das Gefühl dass da noch mehr Variablen drin stecken als nur frisch gegen eingelegt.
Zitat von rainer_w64 am Juli 26, 2026, 14:43 Uhr@rote_socke_83 die Frage mit der Lagertemperatur - echt jetzt da hab ich ehrlich gesagt noch nie drüber nachgedacht. Aber ich glaub das führt uns gerade ein bisschen vom Thema weg. Weil selbst wenn das Glas vom Aldi irgendwelche Verluste hat durch Hitze beim Einmachen oder was auch immer - wir reden ja nicht von Milligramm-Dosierung wie bei Tabletten. Das ist Gemüse. Kein Wirkstoff der auf zehn Kommastellen stimmen muss. Was mich bei dem ganzen Thread grad mehr beschäftigt: wir reden die ganze Zeit über Messgenauigkeit und Varianz und ob das Nitrat noch drin ist. Aber niemand hat mal gesagt wie viel er überhaupt isst. Also ich mein - eine kleine Portion aus dem Glas einmal die Woche bringt wahrscheinlich nix, egal ob frisch oder Konzentrat. Das wäre so als würd ich einmal im Monat nen Schraubenzieher in die Hand nehmen und mich wundern warum das Regal immer noch wackelt.
Zitat von rote_socke_83Wer anfängt konsequent irgendwas zu essen, der guckt in der Regel auch auf den rest.
das stimmt. Ich merk das bei mir selbst. Seitdem ich da mehr drauf achte kauf ich auch weniger Wurst. Nicht weil mir jemand das gesagt hat sondern weil man anfängt zu überlegen. Ob das dann der Blutdruck dankt oder nicht - ka. Die Frage die ich eigentlich haben wollte ist aber noch offen: wie oft pro Woche macht das überhaupt Sinn. Täglich? Dreimal? Das steht nirgendwo konkret.
@rote_socke_83 die Frage mit der Lagertemperatur - echt jetzt da hab ich ehrlich gesagt noch nie drüber nachgedacht. Aber ich glaub das führt uns gerade ein bisschen vom Thema weg. Weil selbst wenn das Glas vom Aldi irgendwelche Verluste hat durch Hitze beim Einmachen oder was auch immer - wir reden ja nicht von Milligramm-Dosierung wie bei Tabletten. Das ist Gemüse. Kein Wirkstoff der auf zehn Kommastellen stimmen muss. Was mich bei dem ganzen Thread grad mehr beschäftigt: wir reden die ganze Zeit über Messgenauigkeit und Varianz und ob das Nitrat noch drin ist. Aber niemand hat mal gesagt wie viel er überhaupt isst. Also ich mein - eine kleine Portion aus dem Glas einmal die Woche bringt wahrscheinlich nix, egal ob frisch oder Konzentrat. Das wäre so als würd ich einmal im Monat nen Schraubenzieher in die Hand nehmen und mich wundern warum das Regal immer noch wackelt.
Zitat von rote_socke_83Wer anfängt konsequent irgendwas zu essen, der guckt in der Regel auch auf den rest.
das stimmt. Ich merk das bei mir selbst. Seitdem ich da mehr drauf achte kauf ich auch weniger Wurst. Nicht weil mir jemand das gesagt hat sondern weil man anfängt zu überlegen. Ob das dann der Blutdruck dankt oder nicht - ka. Die Frage die ich eigentlich haben wollte ist aber noch offen: wie oft pro Woche macht das überhaupt Sinn. Täglich? Dreimal? Das steht nirgendwo konkret.
Zitat von rote_socke_83 am Juli 26, 2026, 14:51 Uhr@rainer_w64 die Frage mit "wie oft" ist eigentlich die einzige die mich bei dem ganzen Thema wirklich interessiert, weil alles andere Theorie ist ohne das. Ich hab mal kurz nachgeschaut - nicht gegoogelt sondern in nem alten Radsport-Forum wo jemand das verlinkt hatte - da ging's um ne britische Untersuchung wo täglich Saft getrunken wurde über zwei Wochen. Also täglich, nicht dreimal. Ob das auf das Aldi-Glas übertragbar ist weiß ich nicht, da ist ja schon mal die Menge anders.
Zitat von rainer_w64wie oft pro Woche macht das überhaupt Sinn
Das ist die Frage die ich mir vor meiner Granfondo auch stelle, aber aus nem anderen Winkel. Nicht Blutdruck sondern ob das Training davon profitiert. Und da merkt man dass die Empfehlungen je nach Quelle total auseinandergehen. Sportler-Seite sagt täglich, Verbraucher-Seite sagt regelmäßig ohne Zahl, Arzt sagt nix Konkretes. Da ist man genauso schlau wie vorher. Was ich aber noch nie gehört hab in solchen Diskussionen: ob der Magen da mitspielt. Ich kenn Leute die bei täglich Rote Beete echte Probleme kriegen. Das fällt dann immer hinten runter wenn jemand über Dosierung redet.
@rainer_w64 die Frage mit "wie oft" ist eigentlich die einzige die mich bei dem ganzen Thema wirklich interessiert, weil alles andere Theorie ist ohne das. Ich hab mal kurz nachgeschaut - nicht gegoogelt sondern in nem alten Radsport-Forum wo jemand das verlinkt hatte - da ging's um ne britische Untersuchung wo täglich Saft getrunken wurde über zwei Wochen. Also täglich, nicht dreimal. Ob das auf das Aldi-Glas übertragbar ist weiß ich nicht, da ist ja schon mal die Menge anders.
Zitat von rainer_w64wie oft pro Woche macht das überhaupt Sinn
Das ist die Frage die ich mir vor meiner Granfondo auch stelle, aber aus nem anderen Winkel. Nicht Blutdruck sondern ob das Training davon profitiert. Und da merkt man dass die Empfehlungen je nach Quelle total auseinandergehen. Sportler-Seite sagt täglich, Verbraucher-Seite sagt regelmäßig ohne Zahl, Arzt sagt nix Konkretes. Da ist man genauso schlau wie vorher. Was ich aber noch nie gehört hab in solchen Diskussionen: ob der Magen da mitspielt. Ich kenn Leute die bei täglich Rote Beete echte Probleme kriegen. Das fällt dann immer hinten runter wenn jemand über Dosierung redet.
Zitat von rainer_w64 am Juli 26, 2026, 15:00 Uhr@rote_socke_83 der Punkt mit dem Magen ist gut, den hab ich tatsächlich noch nicht gehört in dem ganzen Thread. Meine Frau hat das auch - die verträgt Rote Beete nur in kleinen Mengen, sonst meldet sich der Darm. Täglich wäre bei ihr also gar keine Option egal was irgendeine britische Untersuchung sagt. Und da ist dann auch schon das Problem mit diesen Empfehlungen. Die gehen immer von nem Durchschnittsmenschen aus der alles verträgt und täglich konsequent isst und nie Stress hat. Real ist das anders.
Zitat von rote_socke_83Sportler-Seite sagt täglich, Verbraucher-Seite sagt regelmäßig ohne Zahl
das ist für mich genau der Moment wo ich aufhöre zu lesen. Wenn "regelmäßig" die Antwort ist dann hat niemand wirklich nachgedacht. Das ist so als würd ich einem Lehrling sagen "zieh die Schrauben ordentlich an" ohne Drehmoment. Nützt nix. Was mich jetzt beschäftigt: wenn die Menge so entscheidend ist und die Form vielleicht weniger - was ist dann eigentlich ne realistische Tagesdosis aus dem Aldi-Glas. Das Glas hat ich glaub so 350 Gramm netto, davon ess ich vielleicht ein Drittel auf einmal. Ob das reicht oder ob das einfach zu wenig ist um irgendwas zu bewegen - das steht nirgends konkret. Zumindest hab ich das noch nicht gefunden.
@rote_socke_83 der Punkt mit dem Magen ist gut, den hab ich tatsächlich noch nicht gehört in dem ganzen Thread. Meine Frau hat das auch - die verträgt Rote Beete nur in kleinen Mengen, sonst meldet sich der Darm. Täglich wäre bei ihr also gar keine Option egal was irgendeine britische Untersuchung sagt. Und da ist dann auch schon das Problem mit diesen Empfehlungen. Die gehen immer von nem Durchschnittsmenschen aus der alles verträgt und täglich konsequent isst und nie Stress hat. Real ist das anders.
Zitat von rote_socke_83Sportler-Seite sagt täglich, Verbraucher-Seite sagt regelmäßig ohne Zahl
das ist für mich genau der Moment wo ich aufhöre zu lesen. Wenn "regelmäßig" die Antwort ist dann hat niemand wirklich nachgedacht. Das ist so als würd ich einem Lehrling sagen "zieh die Schrauben ordentlich an" ohne Drehmoment. Nützt nix. Was mich jetzt beschäftigt: wenn die Menge so entscheidend ist und die Form vielleicht weniger - was ist dann eigentlich ne realistische Tagesdosis aus dem Aldi-Glas. Das Glas hat ich glaub so 350 Gramm netto, davon ess ich vielleicht ein Drittel auf einmal. Ob das reicht oder ob das einfach zu wenig ist um irgendwas zu bewegen - das steht nirgends konkret. Zumindest hab ich das noch nicht gefunden.
Zitat von rote_socke_83 am Juli 26, 2026, 15:14 Uhr@rainer_w64 die Drehmoment-Analogie ist gut, muss ich sagen. Aber ich glaub das Problem ist noch einen Schritt früher.
Zitat von rainer_w64was ist dann eigentlich ne realistische Tagesdosis aus dem Aldi-Glas
Das ist die Frage die ich mir auch gestellt hab, und das einzige was ich dazu gefunden hab war ne Angabe in Milligramm Nitrat pro 100 Gramm Frischgewicht. Eingelegt ist das schon schwierig weil der Ausgangswert je nach Sorte und Anbau eh schwankt, und dann kommt nochmal der Verarbeitungsverlust drauf. Also selbst wenn du weißt dass "400mg Nitrat täglich" irgendwas bewirken soll - was das dann in Aldi-Glas-Portionen bedeutet, das kann dir keiner sagen ohne die konkrete Charge zu kennen. Das ist kein Argument gegen das Glas, nur mal ehrlich gesagt. Was mich noch wundert: niemand hier hat bisher erwähnt dass Nitratgehalt im Gemüse auch vom Erntezeitpunkt abhängt. Sommerernte gegen Winterernte soll da teils deutlich verschieden sein, hab ich irgendwo in nem Agrar-Artikel gelesen den mein Schwager mir mal geschickt hat. Der arbeitet in der Lebensmittellogistik. Ob das bei verarbeitetem Glas-Zeug noch ne Rolle spielt oder ob das durch die Verarbeitung eh alles gleich wird - ka, das weiß ich wirklich nicht. Ich sag dir was mich da gerade aufhält: für den Blutdruck-Effekt ist die Diskussion vielleicht anders als für mein Training vor der Granfondo. Da geht's um kurzfristige Verfügbarkeit, nicht um Langzeitwirkung. Das sind eigentlich zwei verschiedene Fragen die hier gerade zusammenlaufen.
@rainer_w64 die Drehmoment-Analogie ist gut, muss ich sagen. Aber ich glaub das Problem ist noch einen Schritt früher.
Zitat von rainer_w64was ist dann eigentlich ne realistische Tagesdosis aus dem Aldi-Glas
Das ist die Frage die ich mir auch gestellt hab, und das einzige was ich dazu gefunden hab war ne Angabe in Milligramm Nitrat pro 100 Gramm Frischgewicht. Eingelegt ist das schon schwierig weil der Ausgangswert je nach Sorte und Anbau eh schwankt, und dann kommt nochmal der Verarbeitungsverlust drauf. Also selbst wenn du weißt dass "400mg Nitrat täglich" irgendwas bewirken soll - was das dann in Aldi-Glas-Portionen bedeutet, das kann dir keiner sagen ohne die konkrete Charge zu kennen. Das ist kein Argument gegen das Glas, nur mal ehrlich gesagt. Was mich noch wundert: niemand hier hat bisher erwähnt dass Nitratgehalt im Gemüse auch vom Erntezeitpunkt abhängt. Sommerernte gegen Winterernte soll da teils deutlich verschieden sein, hab ich irgendwo in nem Agrar-Artikel gelesen den mein Schwager mir mal geschickt hat. Der arbeitet in der Lebensmittellogistik. Ob das bei verarbeitetem Glas-Zeug noch ne Rolle spielt oder ob das durch die Verarbeitung eh alles gleich wird - ka, das weiß ich wirklich nicht. Ich sag dir was mich da gerade aufhält: für den Blutdruck-Effekt ist die Diskussion vielleicht anders als für mein Training vor der Granfondo. Da geht's um kurzfristige Verfügbarkeit, nicht um Langzeitwirkung. Das sind eigentlich zwei verschiedene Fragen die hier gerade zusammenlaufen.
Zitat von rainer_w64 am Juli 26, 2026, 15:29 UhrZitat von rote_socke_83zwei verschiedene Fragen die hier gerade zusammenlaufen
das stimmt, und ich glaub das ist auch der Grund warum man in keinem Forum wirklich weiterkommt bei dem Thema. Wer Sport macht denkt in Stunden vor dem Training. Ich denk in Wochen und Monaten weil ich keinen Wettkampf habe sondern einen Blutdruckwert der mich seit zwei Jahren nervt. Das sind komplett andere Zeithorizonte. Was mich bei deinem Schwager-Punkt mit der Saisonware ehrlich gesagt mehr beschäftigt als der Nitratgehalt selbst: wenn das Aldi-Glas eh irgendwo zentral abgefüllt wird, dann ist da wahrscheinlich ne Mischung aus verschiedenen Chargen drin. Industrie macht das so. Ob da Sommer- oder Winterrübe drin ist oder beides zusammen - keine Ahnung und steht auch nicht drauf. Das ist dann so ne Variable die du sowieso nie in den Griff kriegst als Verbraucher. Draußen fängt's grad wieder an zu regnen, typisch Samstag. Aber mal konkret: @rote_socke_83 dein Schwager ist in der Lebensmittellogistik - hat der mal was dazu gesagt ob auf dem Etikett irgendwas steht was man als Hinweis nehmen kann? Ich mein Erntejahr, Herkunftsregion, irgendwas. Weil ich schau da ehrlich gesagt nie drauf. Steh am Regal, greif das Glas, fertig. Vielleicht ist da mehr Information drauf als ich wahrnehme.
Zitat von rote_socke_83zwei verschiedene Fragen die hier gerade zusammenlaufen
das stimmt, und ich glaub das ist auch der Grund warum man in keinem Forum wirklich weiterkommt bei dem Thema. Wer Sport macht denkt in Stunden vor dem Training. Ich denk in Wochen und Monaten weil ich keinen Wettkampf habe sondern einen Blutdruckwert der mich seit zwei Jahren nervt. Das sind komplett andere Zeithorizonte. Was mich bei deinem Schwager-Punkt mit der Saisonware ehrlich gesagt mehr beschäftigt als der Nitratgehalt selbst: wenn das Aldi-Glas eh irgendwo zentral abgefüllt wird, dann ist da wahrscheinlich ne Mischung aus verschiedenen Chargen drin. Industrie macht das so. Ob da Sommer- oder Winterrübe drin ist oder beides zusammen - keine Ahnung und steht auch nicht drauf. Das ist dann so ne Variable die du sowieso nie in den Griff kriegst als Verbraucher. Draußen fängt's grad wieder an zu regnen, typisch Samstag. Aber mal konkret: @rote_socke_83 dein Schwager ist in der Lebensmittellogistik - hat der mal was dazu gesagt ob auf dem Etikett irgendwas steht was man als Hinweis nehmen kann? Ich mein Erntejahr, Herkunftsregion, irgendwas. Weil ich schau da ehrlich gesagt nie drauf. Steh am Regal, greif das Glas, fertig. Vielleicht ist da mehr Information drauf als ich wahrnehme.